Wer wird neuer FCL Trainer?

Beitrag » 21. Feb 2019, 20:51

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  • Beitrag » 21. Feb 2019, 20:57


    Herzlich willkommen Thomas Häberli

    Man darf gespannt sein
    Fußball spielen ist sehr simpel, aber simplen Fußball zu spielen, ist das Schwierigste überhaupt. (Johan Cruyff)

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft. (J.-P. Sartre)

    Die Situation ist bedrohlich, aber nicht bedenklich. (Friedhelm Funkel)

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  • Beitrag » 21. Feb 2019, 21:20


    Neuer hat geschrieben:https://www.google.com/amp/s/amp.blick.ch/sport/fussball/superleague/weiler-nachfolger-gefunden-haeberli-wird-neuer-fcl-trainer-id15179860.html


    Für mich in der Situation eine durchaus gute Lösung.
    Den Glauben an Kontinuität & Erfolg habe ich aber schon länger verloren, da muss sich erst im Dunstkreis oberhalb der operativen "Schlüsselpositionen" so einiges ändern. Ein wenig Ahnung vom Fussballgeschäft im VR wäre mal ein Anfang, etwas Herzblut für den Verein (tschuldigung, für das Unternehmen) ist da wohl schon zu viel verlangt. So spielen wir ständig eine Art "Leiter-Spiel" - wir kommen mal weniger weit, mal gibts einen kleinen Zwischenerfolg, aber garantiert fallen wir früher oder später wieder zurück auf Feld 1. Das Ziel werden wir so nie erreichen. Da ist es letztendlich egal, wer als Sportchef, Trainer etc. amtet, respektive wer gerade an den Fäden der ahnunglosen Puppenspieler hängt...

    PS@Neuer: Wieso hier den Blick verlinken?? Nur so... https://www.fcl.ch/newsroom?c=Thomas_Ha ... _FC_Luzern

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  • Beitrag » 21. Feb 2019, 21:23


    Vertrag bis Saisonende.. das Vertrauen der Clubleitung in Häberli scheint nicht allzu gross zu sein.
    Ich wünsch ihm dennoch alles Gute und hoffe, dass er uns möglichst lange viel Freude bereitet.
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  • Beitrag » 22. Feb 2019, 06:23


    Asterix hat geschrieben:Vertrag bis Saisonende.. das Vertrauen der Clubleitung in Häberli scheint nicht allzu gross zu sein.
    Ich wünsch ihm dennoch alles Gute und hoffe, dass er uns möglichst lange viel Freude bereitet.


    Also wenn ich Meyer wäre, würde ich ihm auch nicht gleich einen 3-Jahres-Vertrag nachschmeissen ... :wink:
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  • Beitrag » 20. Mär 2019, 10:48


    Neuer hat geschrieben:[...]- Urs Meier: Unter den namentlich aufgeführten die Variante, welche für mich am meisten Sinn macht. Ich traue ihm zu, hier was zu reissen. Ist ein ganz anderer Typ wie Babbel und ich glaube, er würde gut zu uns passen. Knackpunkt: Mag er Alpstäg das Wasser reichen?[...]

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  • Beitrag » 28. Apr 2019, 11:57


    Master hat geschrieben:
    Schalker jung hat geschrieben:Heiko Vogel wird's machen (vielleicht)


    die chancen stehen gut (vielleicht)

    Arbeitet fortan beim KFC Uerdingen. (vielleicht) ein paar Wochen.
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  • Beitrag » 28. Apr 2019, 14:47


    Häbi sell blibe
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  • Beitrag » 30. Apr 2019, 05:41


    Schalker jung hat geschrieben:Häbi sell blibe


    Finde ich auch.
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  • Beitrag » 4. Mai 2019, 11:04


    Hoffe auf einen, der sich über EL Quali-Spiele in Kasachstan freuen würde...
    D ZIIT ESCH RIIF!

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  • Beitrag » 4. Mai 2019, 13:47


    Frizzel hat geschrieben:Hoffe auf einen, der sich über EL Quali-Spiele in Kasachstan freuen würde...
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  • Beitrag » 4. Mai 2019, 16:44


    TW demfall auch kein ernsthafter Kandidat :mrgreen:
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  • Beitrag » 6. Mai 2019, 09:41


    Stéphane Henchoz ab Sommer frei
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  • Beitrag » 10. Mai 2019, 10:11


    Mal ganz nüchtern: Was hat sich fachlich seit Bernegger, über Babbel und Weiler bis hin zu Häberli verändert?

    Das ist eine ernstgemeinte Frage. Ich kann eine Weiterentwicklung nicht wirklich erkennen. Stellt man die gesamten Abfindungen (inkl. jener ihrer Assistenztrainer) von fast zwei Millionen Franken entgegen steht dieser Betrag für mich in keinem Verhältnis und wäre anderswo besser investiert gewesen. Und rein logisch müsste jeder Nachfolger besser als sein Vorgänger gewesen sein. Diese Steigerung kann ich nicht ausmachen, zumindest nicht in diesem finanziellen Ausmass. Erst recht, wenn man sich ins Bewusstsein ruft, dass man für dieses Geld überhaupt rein gar nichts erhalten hat. Als ob auf der Geschäftsstelle jemand jeden Tag seit Berneggers Amtsaustritt am 6.10.14 aus einer 1000er-Note einen Papierflieger faltet und diesen in den lodernden Kamin schiesst. Ich könnte das Geld gar nicht so schnell ausgeben. 1677 verdammte Tage hintereinander. Hätte der Papierflieger-Dude das Geld stattdessen gespart wäre schon nach einem Bruchteil dieser Zeit auf der LUMAG-Tribüne eine verdammt freshe Festzone finanziert gewesen, die notabene selber Geld abwirft. Stattdessen beginnt man, aus meiner Sicht, immer wieder von Neuem, die eigentlichen Probleme werden aber nicht angegangen und finanzielle Gründe vorgeschoben. Das hat jetzt nichts mit Häberli direkt zu tun, jedoch mit dem Trainerverschleiss im Allgemeinen. Mich würde es wirklich Wunder nehmen wie man diesen Betrag rechtfertigen will und wo die fachlichen Unterschiede zwischen den einzelnen Trainer sind. Ich sehe da mehr Parallelen als Unterschiede. Ich würde behaupten, dass man heute nicht viel weiter weg stehen würde, hätte man an Bernegger oder Babbel festgehalten und würde dies auch in drei Jahren mit Häberli und Weiler vermuten.

    (Dass man für einen Seoane Geld erhalten hat will ich nicht in Abrede stellen. Aber das ist für Luzern und auch global nicht der Normalfall und wird wohl auch in den nächsten zwanzig Jahren kaum mehr vorkommen, weshalb ich diesen Betrag grosszügig ausklammere.)

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  • Beitrag » 10. Mai 2019, 10:22


    Ich nehme mal an du blendest jetzt ganz bewusst aus, dass sich zumindest Babbel und Weiler mehr oder weniger selber ins Abseits geschossen haben und kaum mehr tragbar waren?
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  • Beitrag » 10. Mai 2019, 10:28


    Bei Babbel sehe ich es definitiv auch so, dass er nicht mehr tragbar war und deshalb gehen musste.
    Betreffend Weiler würde es mich wirklich interessieren was dort in den Vorgesprächen gelaufen ist. Hat man ihm etwas verspochen was man dann nicht gehalten hat? Hat Weiler andere Ambitionen gezeigt und gehofft er wird schon alles ändern können? Ein so grosses und teures "Missverständnis" darf nicht wieder vorkommen.

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  • Beitrag » 10. Mai 2019, 11:32


    Es regt mich brutal auf, dass im Fussball so stark in Mustern gedacht wird. Es werden Dinge akzeptiert, weil sie eben mal so sind. Wenn das Team schlecht performt, dann wird der Trainer in Frage gestellt. Wenn er das Team nicht mehr "erreicht", dann ist sowieso Schluss. Dabei werden überall anderswo alternative Lösungsmöglichkeiten angeboten. Wenn ein Ehemann seine Ehefrau nicht mehr "erreicht" kann eine Trennung eine mögliche Lösung sein, ist aber nicht wie im Fussball gottgegeben. Teilweise reicht alleine Zeit, um Probleme zu beheben. Manchmal sind Kinder der Grund sich zusammenzuraffen und Kompromisse einzugehen. Dabei würde ich in dieser Analogie (Mannschaft/Trainer und Ehemann/Ehefrau) Kinder als Zielsetzung gleichsetzen. Eventuell würde es schon genügen sich intern auf neue Zielsetzungen zu einigen, für die man sich zusammenraffen kann. Oder das Paar entscheidet sich für eine Paartherapie. Ich weiss nicht, ob in solchen Situationen beim Fussball oder expliziter bei unserem Verein Therapeuten, Psychologen oder Motivationstrainer hinzugezogen werden. Was in welcher Situation wie positiv wirkt, ist von aussen schwer einzuschätzen. Für mich klingen solche Dinge oftmals nach Wischiwaschi und "Gschpörschmi", aber sie haben alleine deswegen eine Berechtigung, weil sie teilweise funktionieren. Vielleicht wären in diesem testosterongeladenen Umfeld andere Methoden der Teambildung erfolgsversprechender. Wenn du die verschiedenen Charaktere nicht auf eine Couch bringst, dann kann das ja auch etwas Sportliches sein, wie Boxtraining wo der Captain dem Trainer eins auf die Fresse haut oder was auch immer.

    Falls ein Trainer fachlich nicht zu überzeugen mag, wieso stellt man ihm nicht befristet einen Berater zur Seite? Dazu sind nicht alle Fringers, Eglis und Schällibaums geeignet und dennoch haben diese schon viele womöglich ähnliche Situationen erlebt und können unterstützend wirken. Oder ist das eine solche Gilde oder Zunft, die sich auf eigene Regeln verständigt? Lehrer werden auch immer wieder beurteilt und mittels dieser Beurteilung schlussendlich auch beraten und weitergebildet. Ein Trainer ist in einer gewissen Form auch ein Lehrer.

    Wenn wie bei Häberli die Kommunikation bemängelt wird, dann sollte man diesen auch dementsprechend weiterbilden und ihm jemanden zur Seite stellen, der ihm die Vision des Vereins eintrichtert und ihn bei der Kommunikation nach aussen unterstützt. Bei einem idealen Club wäre dies gar nicht nötig und ein Sportchef funktioniert auch als Mediator zwischen den Parteien. In Luzern ist man davon noch viel weiter weg als anderswo, erst recht weil man komplett orientierungslos ist. Aber ich kann mich schlicht und einfach nicht damit abfinden, dass es auf alle Probleme nur eine Lösung gibt. Ich bin mir sicher, dass viele Probleme viel kosteneffizienter gelöst werden könnten. Und wenn es nur darum geht eine halbe Saison zu überbrücken. Die angeteaserten Alternativen würden bei Weitem nicht so viel kosten, wie die Abfindung für die gleiche Zeit. Ob sie funktionieren ist ganz etwas anderes. Aber im Fussball denken nur wenige out of the box, auch weil man tun und lassen kann was man will. Das wird vorbildhaft von ganz oben bis ganz unten so durchgezogen. Ekelhaft.

    Heiri hat geschrieben:Ich nehme mal an du blendest jetzt ganz bewusst aus, dass sich zumindest Babbel und Weiler mehr oder weniger selber ins Abseits geschossen haben und kaum mehr tragbar waren?


    Ich kenne mich im Arbeitsrecht überhaupt nicht aus. Das ist mein Problem. Aber es will mir schlicht nicht in den Kopf, dass jemand fürs Nichtstun weiterhin Lohn beziehen kann. Oder eben auch, dass ein Babbel eine Entlassung aufdrängt. Demnach könnte der Trainer ein Team kaputt trainieren und der Arbeitgeber ist machtlos. Ich kann das nicht glauben. Lässt sich da nichts in den Arbeitsvertrag schreiben, dass bei einer Freistellung ein fixer Betrag ausgezahlt wird? Beispielsweise 200k fix, statt den 1.2Mio Lohn die ein Weiler jetzt beziehen kann. Oder dass ein Weiler in einer anderen Funktion beim Verein angestellt bleibt? Zugegeben wäre das ein ziemlich kostspieliger Abwart oder Gebäudereiniger. Aber einen gewissen Nutzen muss er aus meiner Sicht dann eben schon bringen. Und wenn es ihn ankackt jeden Tag die Kloschüsseln zu putzen, dann muss er sich eben mit seinem Arbeitgeber einigen. Wenn er die 8h pro Tag auf der Geschäftsstelle absitzen muss und sich irgendwann weigert dies zu tun, würde aus meinem Verständnis die Grundlage geboten, ihm die Abfindung (oder einen Teil davon) zu verwehren.

    Diesbezüglich ist meinerseits viel Unwissen vorhanden, wie ein Verein und wie das Arbeitsrecht funktioniert und ich wäre um Erklärungen dankbar. Es ist mir bewusst, dass gewisse Dinge die machbar wären vertraglich geregelt werden müssten und demnach viele Trainer gar nicht unterzeichnen würden. Aber da ich zwischen einem Ivan Dal Santo oder Michel Renggli und einem René Weiler fachlich keine grossen fachlichen Unterschiede sehen würde, die eine solche finanzielle Differenz rechtfertigen würden, bin ich davon überzeugt, dass man jemanden finden würde, der dann schlussendlich auch passt. Oder ist der Fussball wirklich bis in jede Ritze derart patriarchalisch und mafiös aufgebaut, dass solche Gedanken total utopisch sind?

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  • Beitrag » 10. Mai 2019, 11:49


    Das mit dem Arbeitsrecht, bzw. den Verträgen würde mich auch interessieren.
    Jeder normale Arbeitnehmer hat ja eine Kündigungsfrist und je nach Dauer seiner Anstellung variiert diese. Nun waren meine Arbeitsverträge meist unbefristet, wohingegen die Verträge von Fussballtrainner jeweils befristet sind. Wenn mein Arbeitgeber mich aus irgendeinem Grund loswerden möchte, kann er mir kündigen und ich bin nach 3 Monaten weg.
    Ich denke, weiss es aber nicht, dass es in den befristeten 1-3 Jahresverträgen gar keine Kündigungsfristen gibt, weil, wie du auch schon erwähnt hast, sonst niemand mehr die Verträge unterschreiben würde.

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  • Beitrag » 10. Mai 2019, 11:52


    bjaz hat geschrieben:Es regt mich brutal auf, dass im Fussball so stark in Mustern gedacht wird. Es werden Dinge akzeptiert, weil sie eben mal so sind. Wenn das Team schlecht performt, dann wird der Trainer in Frage gestellt. Wenn er das Team nicht mehr "erreicht", dann ist sowieso Schluss. Dabei werden überall anderswo alternative Lösungsmöglichkeiten angeboten. Wenn ein Ehemann seine Ehefrau nicht mehr "erreicht" kann eine Trennung eine mögliche Lösung sein, ist aber nicht wie im Fussball gottgegeben. Teilweise reicht alleine Zeit, um Probleme zu beheben. Manchmal sind Kinder der Grund sich zusammenzuraffen und Kompromisse einzugehen. Dabei würde ich in dieser Analogie (Mannschaft/Trainer und Ehemann/Ehefrau) Kinder als Zielsetzung gleichsetzen. Eventuell würde es schon genügen sich intern auf neue Zielsetzungen zu einigen, für die man sich zusammenraffen kann. Oder das Paar entscheidet sich für eine Paartherapie. Ich weiss nicht, ob in solchen Situationen beim Fussball oder expliziter bei unserem Verein Therapeuten, Psychologen oder Motivationstrainer hinzugezogen werden. Was in welcher Situation wie positiv wirkt, ist von aussen schwer einzuschätzen. Für mich klingen solche Dinge oftmals nach Wischiwaschi und "Gschpörschmi", aber sie haben alleine deswegen eine Berechtigung, weil sie teilweise funktionieren. Vielleicht wären in diesem testosterongeladenen Umfeld andere Methoden der Teambildung erfolgsversprechender. Wenn du die verschiedenen Charaktere nicht auf eine Couch bringst, dann kann das ja auch etwas Sportliches sein, wie Boxtraining wo der Captain dem Trainer eins auf die Fresse haut oder was auch immer.

    Falls ein Trainer fachlich nicht zu überzeugen mag, wieso stellt man ihm nicht befristet einen Berater zur Seite? Dazu sind nicht alle Fringers, Eglis und Schällibaums geeignet und dennoch haben diese schon viele womöglich ähnliche Situationen erlebt und können unterstützend wirken. Oder ist das eine solche Gilde oder Zunft, die sich auf eigene Regeln verständigt? Lehrer werden auch immer wieder beurteilt und mittels dieser Beurteilung schlussendlich auch beraten und weitergebildet. Ein Trainer ist in einer gewissen Form auch ein Lehrer.

    Wenn wie bei Häberli die Kommunikation bemängelt wird, dann sollte man diesen auch dementsprechend weiterbilden und ihm jemanden zur Seite stellen, der ihm die Vision des Vereins eintrichtert und ihn bei der Kommunikation nach aussen unterstützt. Bei einem idealen Club wäre dies gar nicht nötig und ein Sportchef funktioniert auch als Mediator zwischen den Parteien. In Luzern ist man davon noch viel weiter weg als anderswo, erst recht weil man komplett orientierungslos ist. Aber ich kann mich schlicht und einfach nicht damit abfinden, dass es auf alle Probleme nur eine Lösung gibt. Ich bin mir sicher, dass viele Probleme viel kosteneffizienter gelöst werden könnten. Und wenn es nur darum geht eine halbe Saison zu überbrücken. Die angeteaserten Alternativen würden bei Weitem nicht so viel kosten, wie die Abfindung für die gleiche Zeit. Ob sie funktionieren ist ganz etwas anderes. Aber im Fussball denken nur wenige out of the box, auch weil man tun und lassen kann was man will. Das wird vorbildhaft von ganz oben bis ganz unten so durchgezogen. Ekelhaft.


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  • Beitrag » 10. Mai 2019, 14:14


    Nun, da gibt es schon verschiedene Varianten. Die eine wäre die von CC, in diesen Tagen herrlich in den Medien ausgeschlachtet. Er schickt Yakin nicht gleich zum WC-Putzen, aber es geht in diese Richtung. CC ist stellt sich auf den Standpunkt, dass er der Chef ist und Yakin, sein Angestellter, zu gehorchen hat. Darum kann er ihn zu einem Franzkurs verknurren und täglich zum Rapport antraben lassen. Dies natürlich im Wissen, dass sich das Muri nicht bieten lässt und den Bettel hinwirft und in der Hoffnung, dass somit die restlichen Zahlungen hinfällig werden. Vielleicht einigen sie sich noch auf eine Abfindung und sonst könnte das vor Gericht enden. Ein ähnliches Vorgehen wendet CC immer wieder an. Schiins zahlt er nie den Trainern den Lohn weiter (und das sind ja einige). Er geht davon aus, dass die gechassten keine Eier haben, gegen ihn vor Gericht anzutreten, was ja auch wirklich nicht einfach ist. Quelle: Wallisser Dorfgeschwätz

    Dann gab es ja einmal den Vertrag mit Rolf Fringer (glaube ich) beim FCL, der schlichtweg 3 Monate Kündigungsfrist hatte wie jeder normale Angestellte. Das war in der Fussballbranche ein grosses Kuriosum. Aber ich dachte schon damals, weshalb das nicht öfter gemacht wird. Ginge ja auch mit 6 Monaten damit der Trainer etwas saver ist. Was spricht da eigentlich dagegen? Unterschreibt sowas keiner ausser Fringer?

    Dann eben noch die besagten Fälle beim FCL in den letzten Jahren: Ich meine, dass Remo bei Weilers Abgang zwischen den Zeilen darauf hingewiesen hat, dass nicht das ganze restliche Salär ausbezahlt wird. Ich hatte es so verstanden, dass eine fixe Abfindung in einem kleineren Rahmen fällig wird. Aber richtig Klartext gab es soweit ich weiss nicht. Es ist zu hoffen, dass es so war, da er ja mit einem sehr langfristigen Vertrag ausgestattet wurde.

    Aber ich denke, dass in den meisten Fällen einfach gehofft wird, dass der Trainer nach einer Entlassung einfach bald wieder einen Job annimmt und dann ist das Thema beendet.

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