[Schweizer Cup] MI, 06.03.2019, 18.00: FCL - BSC Young Boys

Beitrag » 7. Mär 2019, 09:03


harud hat geschrieben:Starkes Signal gegen diese beschissenen Anspielzeiten!

Möglicherweise kommt dieses Signal nicht ganz bis zur UEFA durch und wenn, dann ist das denen doch sowas von egal.

Fand die Aktion aber keineswegs so schlimm, wie man sie im SRF hochspielen wollte. Knäbel und Salzgeber haben doch allen ernstes diskutiert, was man denn mit den Ketten sonst noch so hätte machen könne. :-D
Mann: Lebewesen, das die Fußballkarten für drei Monate im voraus kauft und mit den Weihnachtseinkäufen wartet bis Heiligabend.

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  • Beitrag » 7. Mär 2019, 09:14


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    «Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»

    Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
    gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
    dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
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  • Beitrag » 7. Mär 2019, 09:24


    Viel Spass mit diesen Pfeifen, Fäbu L.
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  • Beitrag » 7. Mär 2019, 09:31


    Ehrengast hat geschrieben:
    harud hat geschrieben:Starkes Signal gegen diese beschissenen Anspielzeiten!

    Möglicherweise kommt dieses Signal nicht ganz bis zur UEFA durch und wenn, dann ist das denen doch sowas von egal.

    Fand die Aktion aber keineswegs so schlimm, wie man sie im SRF hochspielen wollte. Knäbel und Salzgeber haben doch allen ernstes diskutiert, was man denn mit den Ketten sonst noch so hätte machen könne. :-D


    Da wäre ich mir nicht so sicher. Wurde jedenfalls schon mal von den meisten nationalen Medien aufgegriffen. Bis zum SFV und der SFL ist es jedenfalls durchgedrungen. Und wenn sich diese gegen die UEFA wehren würden, spielte man eben um 20.00 Uhr und nicht um 18.00 Uhr. Frankreich und Schottland machen es regelmässig vor, um nur zwei Länder/Verbände zu nennen.

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  • Beitrag » 7. Mär 2019, 11:45


    Ehrengast hat geschrieben:
    harud hat geschrieben:Starkes Signal gegen diese beschissenen Anspielzeiten!

    Möglicherweise kommt dieses Signal nicht ganz bis zur UEFA durch und wenn, dann ist das denen doch sowas von egal.

    adressat der aktion ist ja auch nicht die uefa, sondern die entscheidungsträger in der schweiz (verband, fcl). siehe:

    USL hat geschrieben:[...] Klar, keiner findet es gut, dass das so ist. Weder die Liga, noch die Clubs und schon gar nicht der FCL. Aber die Verträge und «Partner»-Vereinbarungen sind «halt so». Schuld am Schlamassel sind immer «die anderen». Für die Clubs die Liga, für die Liga die Uefa. Niemand will Verantwortung für sein Handeln übernehmen. Leute, wer geht alle diese Knebelverträge ein? Wer? Ihr! Hört endlich auf, die Schuld an andere, höhere Stellen und Gremien weiter zu delegieren. Ihr habt es selber in der Hand!

    Für wen wollt ihr den Fussball eigentlich? Für jene Fans, die euch Heimspiel für Heimspiel die Treue halten? Oder für jene TV-Zuschauer, welche zu Hause auf ihren Sofas noch eine Überbrückungsbeschäftigung bis zum Beginn des CL-Spiels suchen?

    Auch unser FCL scheint sich diesbezüglich nicht ganz klar zu sein. Beim Verein läuten aufgrund des besorgniserregenden Zuschauerschwunds zwar die Alarmglocken, er akzeptiert aber widerstandslos Anspielzeiten, welche genau diesen zusätzlich befeuern. Zum wiederholten Male zeigt sich: Wenn es darauf an kommt, zieht der FCL den Schwanz ein! In der vielbeschworenen Vision 2021 proklamiert der FCL selbstbewusst: «Wir haben den Mut zur eigenen Meinung.» Wie wahnsinnig mutig es ist, wenn man diese immer nur für sich behält und nie öffentlich dafür einsteht, kann sich allerdings jeder selber denken. [...]

    https://www.usl.lu/aktuell/Schloss%20me ... e%21_n4750


    ich fand die aktion grossartig. sie hatte grips (tolles wortspiel, doppelter überraschungseffekt), achtete auf details (grande blatter-chaoten und studihalter-hools) und hatte sowohl einen ernsthaften/drohenden als auch humorvollen unterton.

    respekt an all diejenigen, die sich dafür auf den platz gestellt haben.

    (immerhin) die (nicht-)reaktion seitens fcl darf man übrigens auch loben. auch dank dieser bleibt der protest als das hängen, was er sein sollte: ein friedliches aber prägnantes statement gegen ein komplett unverständliches, ungesundmenschenverstandenes anspiel-diktat.

    greez
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  • Beitrag » 7. Mär 2019, 15:00


    Es gibt also doch die objektive Berichterstattung: Berner Zeitung
    FCL-Fans ketten aus Protest das YB-Goal zu

    Bevor das Cup-Duell zwischen Luzern und den Young Boys startet, tun die Anhänger ihren Unmut über die Anspielzeit kund.

    Am Dienstag- und am Mittwochabend regiert im Fussball die Königsklasse. Auch die TV-Stationen beugen sich der Champions League, weshalb der Cup-Viertelfinal Luzern – Young Boys bereits auf 18.00 Uhr angesetzt ist. Das passt vielen Fans gar nicht. Jene in der FCL-Kurve machen mit einem Plakat auf ihren Unmut aufmerksam. «Schloss met dene Aspelziite», steht darauf geschrieben. Der Spruch hat eine doppelte Bedeutung, wie sich rasch zeigt.

    Denn kurz vor Spielbeginn begeben sich einige Anhänger der Innerschweizer gar auf den Rasen. Sie tragen Pappmasken und haben ihre Kapuzen hochgezogen. Die einen halten gemeinsam einen Banner mit der Aufschrift «D'Primetime cha starte!!» hoch, während andere beginnen, mit Eisenketten das YB-Tor zu versperren. Die Aktion dauert nicht lange und wird im Stadion auch von den Gästefans gefeiert. Es ist durchaus möglich, dass der Protest hinter den Kulissen abgesprochen war. Denn die Fans werden vom Sicherheitsdienst nicht daran gehindert, sich auf den Platz zu begeben. Auch ihre Ketten-Aktion wird geduldet. Die Gruppe kehrt gesittet wieder in die Kurve zurück, wo dann «Der Schlüssel ist hier, PS hol ihn dir» auf einem Banner zu lesen ist. Die Ketten werden allerdings nicht aufgeschlossen, sondern mit einer Zange aufgebrochen und entfernt, damit der Schiedsrichter die Partie mit einer Verzögerung von sechs Minuten anpfeifen kann.

    Im Netz wird die Aktion der Fans begrüsst, zumal sie friedlich verlief und sowohl das Publikum im Stadion als auch vor dem TV zum Schmunzeln anregte.
    1000 Trainer schon verschliessen, Spieler kommen Spieler gehen
    doch was stehts bleibt sind wir Luzerner die immer Treu zur Mannschaft stehn

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  • Beitrag » 7. Mär 2019, 15:23


    Gute Aktion, geiles Spiel, gute Stimmung!

    "Ein richtig geiler Fussballabend" sagt Arno Nühm, FCL Fan.

    Freundliche Grüsse
    Arno Nühm
    FCL Fan

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  • Beitrag » 7. Mär 2019, 16:42


    Die NZZ nimmt die Aktion ebenfalls mit Humor und spricht gar von einem «Kniefall vor der Champions League»:

    https://www.nzz.ch/sport/cup-viertelfin ... ld.1465131

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  • Beitrag » 7. Mär 2019, 16:45


    hoffe im übrigen auf eine kurvensperre. halbfinal auf der gegengerade :love4:

    aber studihalter und co. würde dann wohl in depressionen verfallen.

    greez
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  • Beitrag » 7. Mär 2019, 16:52


    Grandioses Spiel!
    Tolle Aktion der Kurve: kreativ, gewaltfrei und pointiert! :hello1:

    Unfassbar wie man YB in der 90min am gegnerischen Strafraum noch gepresst hat und bis am Schluss gierig blieb und das 5:0 erzielen wollte!

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  • Beitrag » 7. Mär 2019, 17:13


    regionaljournal interview mit enttäuschtem von ah:
    https://www.srf.ch/news/regional/zentra ... piel-haben

    greez
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  • Beitrag » 7. Mär 2019, 17:20


    Spiel war der absolute Hammer. Von Häberli taktisch und mental klasse eingestellt, war fast jeder parat, um über sich hinauszuwachsen. Hatte unglaublich oft Angst, dass es kippt, neben der gefühlten 90%-Ballbesitzphase von YB in HZ1 machten mir vor allem der Schiri und sein Hampelmann an der Gegengerade-Seite massiv Sorgen. Das Team war zum Glück stark genug, dieses Hindernis zu überwinden und blieb hochkonzentriert, um in Halbzeit zwei sogar zu zaubern, dass es nur so eine Freude war.

    Gratulation an die Schlossherren. Ganz, ganz grosses Kino. Fühlt Euch bestätigt, wenn sich TV und andere Medien masslos ärgern. Soviel überregionale Aufmerksamkeit erhält man selten für ein Thema, welches den Fussballfans richtig am Herzen liegt. Kreativ, lustig und extrem wirkungsvoll. Great Job!

    Böbners Interview leider nicht sehr souverän, dabei war sein Entscheid an und für sich einfach nur richtig. Jede andere Alternative wäre für alle Beteiligten schlechter gewesen. Aber das übersteigt wohl den Horizont von Rainer Maria Ruefer & anderen Kommentatoren-Helden. Schade, dass sie niemand damit konfrontiert, ob sie denn lieber "richtig Action" gehabt hätten... :roll:
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  • Beitrag » 7. Mär 2019, 17:24


    Es war wirklich schön zu sehen wie heiss unsere Jungs auf das Spiel waren. Ich fand man hat das schon beim aufwärmen und warm schiessen gesehen. Da war schon vor Anpfiff die richtige Intensität vorhanden.
    Grossartig!

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  • Beitrag » 7. Mär 2019, 17:29


    BTW: Schtöbli auch wieder grossartig, allerdings muss das Songrepertoire vom DJ noch ein bisschen erweitert werden.

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  • Beitrag » 7. Mär 2019, 17:30


    Marco Von Ah hat geschrieben:Einen versöhnlicheren Weg haben laut von Ah die YB-Fans eingeschlagen: «Sie haben begriffen, worum es uns ging, und sie konnten damit leben.»


    Wäre von Ah von seinem Hügel (hinter dem Wald) hinunter auf die Allmend gekommen wüsste er es wohl besser.

    Marco Von Ah hat geschrieben:Von Ah ist es aber nicht begreiflich, warum um die Anspielzeit ein solches Theater gemacht werde. «Die ausgewiesene Besucherzahl von über 8100 Leuten spricht dafür, dass es auch den an diesem Tag arbeitenden Fans möglich ist, rechtzeitig im Stadion zu sein.»


    Mit dieser ignoranten Aussage setzt er dem ganzen Interview noch die Krone auf!

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  • Beitrag » 7. Mär 2019, 21:42


    Von Ah ist es aber nicht begreiflich, warum um die Anspielzeit ein solches Theater gemacht werde. «Die ausgewiesene Besucherzahl von über 8100 Leuten spricht dafür, dass es auch den an diesem Tag arbeitenden Fans möglich ist, rechtzeitig im Stadion zu sein.»


    Viertelfinale: FC Luzern vs BSC YB, es geht also um den Einzug ins Halbfinale, und es kommen gerade mal etwas über 8`000 Zuschauer. Und Von Ah sieht kein Problem. Dem ist nichts hinzu zufügen... .
    Für all diejenigen, welche sich anstelle von Statistiken (sofern sie diese denn wenigstens realistisch intepretieren) über die Fans und Zuschauer gedanken machen, für all die dürfte längst klar sein, warum diese Anspielzeiten schlicht ignorant und Frech sind. (Nur ein Beispiel: Die Fans von YB mussten z.B. um 16:00 losfahren, um sicher um Spielbeginn im Stadion zu sein. Wohl die allerwenigsten Berufstätigen können das irgendwie organisieren. Ich bin nun mal sehr gespannt, wie dieser feine Herr dies argumentieren möchte).

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  • Beitrag » 8. Mär 2019, 09:12

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  • Beitrag » 8. Mär 2019, 10:11


    Was für ein geiles Spiel! Da hat mal alles gepasst... das Quentchen Wettkampfglück (kein 0:1 nach 30 Sek.), Einsatz und Leidenschaft pur, Tore und schlussendlich ein verdienter Sieg über den Ligakrösus (den offenbar nur wir bezwingen können). Auch die Aktion der Kurve war top :applaus:

    Dazu erster Besuch im Stöbli -> tolle Sache, der DJ hat noch Potential :-)

    Danke FCL für den geilen Abend (damit meine ich den sportlichen teil des Vereins) :!:
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  • Beitrag » 8. Mär 2019, 10:12


    Zentralplus hat geschrieben:Von Ah ist es aber nicht begreiflich, warum um die Anspielzeit ein solches Theater gemacht werde. «Die ausgewiesene Besucherzahl von über 8100 Leuten spricht dafür, dass es auch den an diesem Tag arbeitenden Fans möglich ist, rechtzeitig im Stadion zu sein.»

    Zum Vergleich: In den ersten beiden Rückrundenspielen des FCL in diesem Jahr vor eigenem Anhang erschienen an einem Mittwoch gegen Sion 7298 Zuschauer (Spielbeginn 18.45 Uhr) und 7758 Zuschauer an einem Samstag gegen Lugano (Spielbeginn 19 Uhr).


    was getraut ihr euch eigentlich, die aussagen des geschätzten herrn funktionärs marco von ah in frage zu stellen?

    besser als jedes kleinkind weiss dieser schliesslich, dass zur berechnung der zuschauerzahl immer und ausschliesslich nur jene fans miteingerechnet werden, welche exakt beim spielbeginn anwesend sind. das war schon immer so!

    ausserdem hat er total recht: es ist effektiv tatsächlich möglich, dass man selbst als mittwoch-arbeitender fan rechtzeitig im stadion sein kann. da hat er den mörderketten-hools, welche behauptet haben, dies sei unter überhaupt gar keinen umständen möglich, aber gehörig die leviten gelesen. ich deute diese 8100 rechtzeitigen zuschauer, genau wie von ah, als glasklare demonstration, dass auch die 99%-ige stadionmehrheit überhaupt kein problem mit diesem ansetzungstermin hatte.

    ich bin zudem der vollsten überzeugung, dass wir den cupfinal ebenfalls an einem werktag und schon um 11uhr morgens ansetzen sollten - es kämen ganz bestimmt nicht nur mehr zuschauer als bei den jahrhundertkrachern gegen lugano bzw. sion sondern wohl gar noch mehr als die wahnsinnigen 8100 zuschauer vom mittwoch! dann hätten wir es endgültig und unwiderruflich belegt: die anspielzeiten haben rein gar keinen einfluss auf überhaupt nichts.

    dass ihr trottelfans das trotz solch fundiert-unwiderlegbarer argumentation seitens des sfv nicht begreifen wollt, schockiert mich!

    greez
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  • Beitrag » 12. Mär 2019, 12:06


    die zentralen haben n thema gefunden, welches klicks generiert.
    diese gegenüberstellung ist zumindest einigermassen interessant.

    ZentraleMinus hat geschrieben:Bild
    Eine Kette vor dem Luzerner Tor verhinderte den pünktlichen Anpfiff im Cupspiel des FCL gegen YB. (Bild: fcl.fan-fotos.ch/Dominik Stegemann)

    Die zentralplus-Redaktoren im Schlagabtausch

    Pro und Contra zum FCL-Fanprotest

    7min Lesezeit 1 Kommentare 09.03.2019, 15:18 Uhr

    Die Aktion der FCL-Fans vor dem YB-Spiel sorgte auch auf der zentralplus-Redaktion für Gesprächsstoff. Die Einschätzung reicht von Verständnis bis Kopfschütteln.


    Was ist von der Ketten-Protestaktion der FCL-Fans im Cup-Viertelfinal gegen YB zu halten? Redaktionsleiter Linus Estermann zeigt Verständnis für den Protest, Sport-Redaktor Andreas Ineichen kritisiert ihn. Beide gehen in ihren Voten darauf ein, was dies mit dem Zuschauerschwund in der Swissporarena zu tun hat.


    Verständnis: Warum man die Fans nicht vergraulen darf

    von Linus Estermann

    Mit einer Ketten-Aktion protestierten die FCL-Fans vor dem Cup-Spiel gegen YB gegen die Anspielzeiten. Es wird ein Verfahren des Verbands und womöglich eine Busse nach sich ziehen – den grandiosen 4:0-Erfolg vermag dies jedoch nicht zu überschatten.

    Während die Verantwortlichen im Stadion ruhig blieben, das Gespräch suchten und die Aktion nach fünf Minuten relativ souverän beendeten, brach insbesondere beim Schweizer Fernsehen Aufregung aus. Ein Schelm, wer denkt, dies habe damit zu tun, dass die Werbezeit oder die Experten-Selbstinszenierung im Studio dadurch gekürzt werden musste.

    Aber zurück zur Aufregung. Was ist wirklich geschehen? Fans der United Supporters Luzern (USL) betraten vor Anpfiff unerlaubterweise das Feld und verriegelten das Tor mit einer Kette und einem Veloschloss. Den Schlüssel behielt man bei sich. Gewalt wurde nicht angewendet, verletzt wurde niemand. So geht doch kreativer Protest – der auch in deutschen Fanforen gefeiert wurde. Zugegebenermassen, vermummt waren die Fans. Dass man anonym operiert, ist in der Szene gang und gäbe. Nichts Neues also.

    Trotzdem geht das Geschrei nun wieder los. Es brauche mehr Repression, die Fans müssen klar in ihre Schranken gewiesen werden. Dabei muss man festhalten, dass in den letzten Jahren kaum mehr etwas passierte. Das lohnt sich auch für den FCL: Von möglichen Sicherheitskosten von 870'000 Franken musste er 2017 nur 525'000 Franken bezahlen. Das Resultat für 2018 steht noch aus, dürfte sich aber im gleichen Rahmen bewegen.

    Wer noch immer die Schlägerei mit FCZ-Fans vom Mai 2015 oder den abscheulichen Pyrowurf eines Einzeltäters, an dessen Folgen das Opfer noch heute leidet, vor drei Jahren als Anhaltspunkt nimmt, verkennt die Realität. Luzern hat kein Fan-Problem.

    Stimmt nicht ganz. Luzern hat ein Problem mit den Fans: Es kommen immer weniger ins Stadion. In meinen Augen liegt das aber nicht an den Hardcore-Fans, welche Familien als Ausrede dienen, dem Stadion fernzubleiben. Es gibt unzählige Gründe: Ticketpreise, Anspielzeiten, attraktive Konkurrenzangebote, Liga-Modus.

    Man sollte sich jedoch die Frage stellen: Warum geht jemand ins Stadion? Und hier werden die eingefleischten Fans plötzlich sehr wichtig. Eine aufwändige Choreo: faszinierend. Fangesänge während 90 Minuten: atemberaubend. Beim Thema Pyro kann man geteilter Meinung sein. Wer aber Szenen aus fussballverrückten Ländern wie der Türkei, Griechenland oder Serbien kennt, staunt bestimmt.

    In diesem Sinne: Der FC Luzern tut gut daran, die eingefleischten Fans bei Laune zu halten. Ansonsten gibt’s Spiele wie das Cup-Derby gegen Kriens im letzten Jahr. Dort blieben die FCL-Fans aus Protest fern. Und so etwas ist weder im Interesse der Fans, noch des Clubs, noch der «anderen» Zuschauern.


    Kopfschütteln: Warum der Fanprotest dem eigenen Verein schadet

    von Andreas Ineichen

    Es ist eine Geschichte, die exemplarisch zeigt, dass ein Teil der FCL-Fans ihre Botschaft über das Ansehen des Klubs stellt. Einem Geschäftsleitungsmitglied des FCL zufolge sind die Fans Anfang Woche über die geplante Protestaktion der St. Galler Anhänger am Sonntag in der Swissporarena in Kenntnis gesetzt worden.

    Und was machen die Unbelehrbaren unter ihnen am Mittwochabend? Sie nützen die Bühne des im Schweizer Fernsehen live übertragenen Cup-Viertelfinals, um auf dem Platz und mit einer Maske vor dem Gesicht gegen die ihrer Ansicht nach unhaltbar frühen Anspielzeiten zu protestieren. Damit haben sie die FCL-Führung der Lächerlichkeit preisgegeben.

    Was soll Präsident Philipp Studhalter gegen die Fans des FC St. Gallen, die sich Tickets ausserhalb des ihnen zugewiesenen Fansektors gekauft haben, ins Feld führen, wenn er nicht mal seinen eigenen Laden im Griff hat?

    Es geht nicht darum, dass das Anliegen der FCL-Fans keine Berechtigung hätte. Auch nicht darum, dass die Protestaktion friedlich verlief und sich kein Zuschauer im Stadion um seine Gesundheit zu sorgen brauchte. Es geht darum, dass Unberechtigte nichts auf dem Rasen eines Fussballstadions verloren haben. Dabei kann es nichts anderes als Nulltoleranz geben.

    Fanproteste dieser Art und Ausschreitungen inner- und ausserhalb der Super-League-Stadien schaden ohne Wenn und Aber der Reputation und dem Produkt Schweizer Fussball. Die unrühmlichen Vorfälle sind ein Grund dafür, dass nicht nur der FCL mit schwindenden Zuschauerzahlen kämpft – auch wenn es zweifellos einige weitere gibt. Zum Beispiel die Glaubwürdigkeit der Klubführung.

    Wenn Studhalter nun anregt, dass die Liga das «Good Hosting»-Konzept überdenken und vielleicht verschärfen müsse, weil sich die Fans anhand einiger Beispiele in jüngerer Vergangenheit keinen Deut um die Abmachungen scheren, hat er Recht. Schon seit Jahren wäre eine klare Haltung der Super-Ligisten gegenüber den Fans, vor allem auch den eigenen, unabdingbar.

    Aber das «Wohlfühl-Murren» des FCL-Präsidenten und sein Gedanke an Repressionen (Ticket nur gegen ID) wird so schnell verraucht sein wie ein Frauenfurz in der Sonntagsmesse. Wer engagiert sich schon in einem Bereich, in dem man sich bloss Feinde machen, aber unmöglich Meriten holen kann? Spätestens beim Gedanken an die eigenen Geldmittel, die für eine Erhöhung der Sicherheit im Stadion investiert werden müssten, vergeht ihm die Lust an diesem Thema ganz schnell.

    Weil die Super-Ligisten mit ihren Fans über verschiedene Stränge eng verbandelt sind, wird die Verantwortung auch in Zukunft lieber auf andere geschoben. Auf die Liga, die Politik und den Gesetzgeber.

    In Zeiten der zunehmenden Kommerzialisierung des Profisports sind leidenschaftliche Fans unerlässlich für eine wunderbare Stimmung und schöne Emotionen in einem Stadion. Sie machen ein Spiel mit 22 Mannen und einem Ball erst zu einem Fussballfest. Wie am Mittwoch beim grossen Sieg der Luzerner über YB.

    Aber der vorangegangene Fanprotest auf dem Platz ist nicht tolerierbar.


    toll halt das evergreen-argumentationsmuster "wegen den chaoten kommen weniger fans ins stadion", das zeiht scheinbar immer, egal, ob die chaoten mehrmals im jahr ihrem grundbedürfnis folgen oder nur mal so alle zwei jährchen wieder n bisschen. n totschlagargument für die ewigkeit.

    mega unfair zudem, dass die fans vom fcl scheinbar die geheimsten aller Infos erhalten (st.gallen boykottiert gästeblock, breaking news!), sich dann aber nicht mal dafür revauchieren. so nicht!

    greez
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