Fussball Ausland

Beitrag » 25. Apr 2016, 08:49


Gestern (CH-Zeit) fanden in Argentinien in der höchsten Liga vier der grössten (wenn nicht sogar die vier grössten :arrow: sorry Huracán und San Lorenzo) Derbys des Landes statt.
Die Endresultate:

El clásico platense 0:0
El clásico rosarino 0:0
El superclásico 0:0
El clásico de Avellaneda 0:0

:lol: :lol: :lol:
I'm going to make him an offer he can't refuse...

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  • Beitrag » 14. Mai 2016, 08:15


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    Master (am Do 20. Okt 2005 22:24 ) hat geschrieben:ich sage immer das gleiche.. dass er dem verein helfen wird, davon bin ich überzeugt!
    dass er der fanszene schaden wird, davon bin ich genau so überzeugt! aber ich hoffe wir werden das überstehen!

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  • Beitrag » 14. Mai 2016, 14:00


    Master hat geschrieben:http://www.bild.de/sport/fussball/nachgehakt/verzwergung-der-bundesliga-ist-ein-problem-45811652.bild.html

    was für ein vollidiot :rabbit:



    ICH BIN MIR BEWUSST, DASS ICH MIT DIESEM ARTIKEL MEINE REPUTATION ALS JOURNALIST UND REPORTER AUFS SPIEL SETZE.


    http://sportbild.bild.de/fussball/2015/ ... sport.html
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  • Beitrag » 23. Mai 2016, 19:50


    Fussball in Zypern:
    An die Kenner der Szene:
    Wie schaut es mittlerweile eigentlich auf Zypern aus?
    Nach den Vorfällen in den letzten Jahren (Fankrawalle, Autobomben,Schiedsrichter, Funktionäre, Schiebung, Korruption etc) hiess es einst der Verband würde rigoros durchgreiffen und und Fanpässe etc einführen.
    Ist diesbezüglich was gegangen?
    Ich habe gehört, dass es nebst den Derbys und speziellen Spielen durchaus auch ruhigere begegnungen gibt, die man z.B. auch mit der Familie anschauen könnte.
    Lässt man offensichtliche Touristen überhaupt noch ins Stadion oder braucht es spezielle Fanausweise?
    Welche Partien sind zu empfehlen? (mit Familie)
    stänkerer gegen oben

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  • Beitrag » 24. Mai 2016, 18:07


    Tix bekommst problemlos vor Stadion.
    wenn nicht grad Nicosia Derby oder Limassol Derby voll ok.. und diese vier gegen Famagusta weiss man nie..
    z.B. Ethnikos Achna voll gemütlich.

    wann gehst? Saison beginnt erst Mitte/Ende Aug

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  • Beitrag » 24. Mai 2016, 20:19


    Merci
    Anfang oktober
    stänkerer gegen oben

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  • Beitrag » 11. Jul 2016, 08:33


    kann mir jemand tipps geben, wie ich an tickets für die premier league komme? jemand schon erfahrungen gemacht mit footballticketnet.com? oder gibt es andere seriöse seiten oder kontakte?

    danke für eure hilfe.

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  • Beitrag » 11. Jul 2016, 08:44


    dassystem hat geschrieben:kann mir jemand tipps geben, wie ich an tickets für die premier league komme? jemand schon erfahrungen gemacht mit footballticketnet.com? oder gibt es andere seriöse seiten oder kontakte?

    danke für eure hilfe.


    Am besten und sichersten ist es, direkt über die jeweiligen Heimklubs Billette zu beziehen.

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  • Beitrag » 9. Aug 2016, 16:59


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  • Beitrag » 10. Aug 2016, 08:43


    chch und die leute werden's trotzdem wieder feiern \:D/ :---) :happy3: :sleepy2:
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    Master (am Do 20. Okt 2005 22:24 ) hat geschrieben:ich sage immer das gleiche.. dass er dem verein helfen wird, davon bin ich überzeugt!
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  • Beitrag » 10. Aug 2016, 09:13


    wieso bleibt für die schweiz... wieso bleibt für den fcb trotzdem n fixer startplatz?

    können die ned grad die ganzen übrig gebliebenen tschempiens-kack-plätze mit weiteren spaniern und ehemaligensuperobermegatopclubsdieinasieneinegrossefinanzkräftigefangemeindenhaben auffüllen?

    DAS wäre eine echte freude für den (nicht wettbewerbsverzerrenden) fussball!

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    «Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
    «Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»

    Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
    gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
    dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
    Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
    lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
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  • Beitrag » 17. Aug 2016, 14:36


    Das nenn ich mal eine gelungene Aktion... :D :D :D

    http://mobil.derstandard.at/20000429632 ... Geschichte

    Und jetzt steht in Bukarest das Derby an, man darf gespannt sein....

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  • Beitrag » 26. Aug 2016, 14:03


    http://www.laola1.at/de/red/kommentare/bernhard-kastler/kommentar--4-aus-43/
    Hoffentlich kommts so. Dann besteht die Chance, dass unsere Liga längerfristig wieder etwas ausgeglichener wird.
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  • Beitrag » 26. Aug 2016, 16:18


    Windfahne hat geschrieben:http://www.laola1.at/de/red/kommentare/bernhard-kastler/kommentar--4-aus-43/
    Hoffentlich kommts so. Dann besteht die Chance, dass unsere Liga längerfristig wieder etwas ausgeglichener wird.

    haha, toppest, bosel noch kurz schnell rausgeschmissen. 8)

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    Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
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  • Beitrag » 14. Sep 2016, 13:54


    Neuer CL-Modus
    Bernhard Heusler: «Was denken Sie, welcher Tag der Woche den Broadcastern am liebsten wäre?»
    http://verlag.baz.ch/artikel/?objectid= ... VA.twitter

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    «Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»

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  • Beitrag » 14. Sep 2016, 14:38


    LU-57 hat geschrieben:Neuer CL-Modus
    Bernhard Heusler: «Was denken Sie, welcher Tag der Woche den Broadcastern am liebsten wäre?»
    http://verlag.baz.ch/artikel/?objectid= ... VA.twitter

    greez

    http://www.fclforum.lu/viewtopic.php?p=531591#p531591
    scheiss basel.
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  • Beitrag » 9. Okt 2016, 22:10


    AFC Wimbledon zum ersten Mal vor the Franchise!
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  • Beitrag » 2. Dez 2016, 14:06


    neuer Modus in Österreich ab Saison 2018/2019

    - 12 Teams
    - Hin-/Rückspiel jeder gegen jeden
    - danach Meistergruppe mit Top6
    - Abstiegsgruppe mit den restlichen 6 Teams
    - Punkte werden für Rückrunde halbiert
    - ende Saison hat der erste der "Abstiegsgruppe" die Möglichkeit in Playoffs-Spielen gegen die entsprechenden "Meistergruppenteams" einen Europacup-Startplatz zu ergattern
    "Ich realisierte wie stolz ich war, ein Luzerner zu sein"

    ATV - Anti Thread Verhunzer

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  • Beitrag » 27. Dez 2016, 19:45


    die partien sind zwar schon wieder n paar wochen her, aber vielleicht interessierts ja doch noch den einen oder anderen...
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    dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
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  • Beitrag » 27. Dez 2016, 19:52


    WE ARE HONG KONG

    Der Oktober ist DER Sport-Monat in Hong Kong. Plakate und Inserate preisen es überall an. Der FIA Formula E Grand Prix, das Hong Kong Tennis-Open (mit der Weltelite am Start), Marathon, Triathlon, Cyclothon... eine wahre Freude für jeden Sport-Junkie. Just in der Woche, in welcher wir vor Ort sind, startet das WTA-Turnier und die Boliden düsen durch die Strassen Centrals. Doch wir interessieren uns nicht für diese beiden world-class Sportevents. Sondern für drittklassigen Fussball.

    Wie immer, wenn eine neue Destination angepeilt wird, wird sofort der Fussball-Ligen-Spielplan konsultiert. Dabei frohlockt mitnichten nur unsere männliche Reiseduo-Hälfte mit den Stadionbesuchen. Auch A. ward von bisherigen „Länderpunkten“ in Asien (Thailand, beste Ananas des Kontinents, ect.) hell begeistert. Nun, infolge Nationalmannschafts-Pause (nicht nur in Europa, sondern auch in Asien) pausiert die Fussball-Liga in Hong Kong allerdings die gesamten 8 Tage unseres Aufenthalts. Schade! Dafür hält das „Hong Kong Team“ ein Freundschaftsspiel ab - zuhause in Hong Kong. Der Gegner: Die Nationalelf aus Singapore. Ein „alter Bekannter“ unsereiner, haben wir im Stadt-Staat doch bei diversen Reisen schon jenste Tage verbracht. Hong Kong gegen Singapore. Nicht gerade die prickelnde Affiche, doch immerhin. Die Hoffnung, dass das – bedeutungslose - Testspiel auf grösseres öffentliches Interesse stösst, wird von unserem "local-man" J. beim gemeinsamen Nachtessen zusätzlich gemindert. Etwas ungläubig fragt er uns, warum wir diese Partie besuchen wollen. Mit ca. 500 Zuschauer rechne er.

    Am zweitletzten Abend unseres Aufenthalts ist es dann soweit. Nach einem Pre-Game-Local-Glutenfree-Craft-Bierchen (das exzellente Kowloon Bay Pale-Ale) im biologisch-vegetarischen HOME-Restaurant unseres Vertrauens, geht’s mit der MTR zum Mong Kok Stadium. Kurz vor dem Stadiongelände häufen sich die Menschen, die mit rot-schwarzen Hong Kong Shirts und einer Dose Bier durch die Gassen ziehen. Fast ähnlich viele tragen zudem die – ebenfalls roten - ManUtd-Jerseys. Hauptsache die Farbe stimmt. ;-) Das Spiel scheint also doch ein paar Fans anzulocken.

    Wir betreten das moderne, kompakt-gebaute Mong Kok Stadium und nehmen auf der Hintertor-Tribüne Platz (freie Platzwahl im gesamten Stadion). Aus „ein paar Fans“ sind zirka 4000 geworden. Der gut 6‘500 Zuschauer fassende Ground ist gut gefüllt. Auf der Seitengerade sind die Supporter eine halbe Stunde vor Spielbeginn bereits am klatschen, singen und hüpfen. Ihr Bereich ist mit vielen Hong Kong Emblems geschmückt.

    Der Kick-Off rückt näher. Die beiden Mannschaften laufen ein und formieren sich für die Nationalhymnen auf. Zunächst jene der Gäste aus Singapore. Artig wird Beifall geklatscht. Im Anschluss wird die Hymne für Hong Kong angespielt... und: Sie wird gnadenlos ausgebuht. Von allen Seiten wird gepfiffen und gejohlt, was das Zeug hält. Vor uns prasselt gar ein wahrhaftiges Fluchwort-Spektakel in Richtung Spielfeld. Das Gepoltere, welches vom Publikum in einer Gemütslage von amüsiert bis wütend zelebriert wird, endet mit dem letzten Klang der Hymne. Es folgen lautstarke „We are Hong Kong“-Schlachtrufe.

    Es ist nicht das erste Mal, dass die Anhängerschaft des Hong Kong Teams ihre „eigene“ Hymne ausbuht. Das Ganze ist in den vergangenen Monaten an Länderspielen schon fast zum Ritual geworden. Hintergrund: Weil die „Sonderverwaltungszone Hong Kong“ als Teil Chinas über keine eigene „Nationalhymne“ verfügt (im Gegensatz etwa zu Schottland, als Teil des Vereinigten Königreichs, o.ä.), wird an internationalen Sportanlässen für die Vertreter aus Hong Kong die chinesische Hymne abgespielt. Und auf eben dieses China sind viele Bewohner Hong Kongs nicht gerade gut zu sprechen. Dieser Unmut entlädt sich, unter anderem, beim Abspielen der chinesischen Hymne.

    Rückblende: Vor gut 2 Jahren, im Herbst 2014, formierten sich im Herzen des Hong Konger Finanz- und Regierungszentrums, auf den Strassen von Central und Admiralty, Studenten-Demonstrationen, die in den internationalen Medien unter dem Namen Regenschirm-Bewegung für Furore sorgten. Ihr Ziel war es, die von der Zentralregierung torpedierte Wahlrechtsreform (2017 sollte Hong Kong seinen Regierungschefs erstmals selber wählen dürfen, Peking wollte nun aber die Kandidatenauswahl diktieren) durchzusetzen bzw. grundsätzlich mehr demokratische Entscheidungsfreiheiten zu erlangen. Wochenlang legten Tausende von Studenten und Sympathisanten der heterogenen Demokratie- und Unabhängigkeitsbewegung unterschiedliche Knotenpunkte der Stadt lahm. J. zeigte uns diverse Fotos der Massenproteste, an welchen auch er teilgenommen hatte. Die friedliche Bewegung wurde von der Polizei nach 3 Monaten gewaltsam aufgelöst, viele Anführer wurden bestraft, kamen aber mit verhältnismässig milden Strafen davon (niemand musste ins Gefängnis). Obschon sie die Forderung nach einer freien Volkswahl des Verwaltungschefs von Hong Kong nicht durchsetzen – und den derzeitigen Amtsinhaber nicht zum Rücktritt zwingen konnten - stand das Umbrella-Movement am Anfang eines Prozesses, welcher bei vielen Bewohnern (und dabei insbesondere der Jungen) von Hong Kong ein politisches Interesse weckte. Das chinesische Diktat wurde offen in Frage gestellt und der Ruf nach mehr Eigenbestimmung laut. Im Gleichschritt nahm auch das Interesse am Hong Kong Team zu. Die „Nationalmannschaft“ wurde zum Symbol für ein eigenständiges Hong Kong – und auch zur Projektierungsfläche politischer Botschaften. Wie uns S., ein Matchbesucher (mehr von ihm später), erzählt, kommen seit den Protesten von Ende 2014 viel mehr Fans an die Spiele, viele davon sympathisieren mit den „Regionalisten“, wie die Unabhängigkeitsanhänger hier genannt werden.

    Die 2. Qualifikations-Phase zur Fussball-WM 2018 in Russland erhöhte die Brisanz – und damit das Interesse – am Fussballteam von Hong Kong zusätzlich. Hong Kong (aus dem "schlechtesten" Topf 5) und das topgesetzte China wurden nämlich beide derselben Gruppe zugelost. In der zweiten Hälfte des Jahres 2015 spitzte sich die sport-politische Situation deswegen erneut zu. Anfangs September 2015 trafen die beiden Mannschaften in der 3. Spielrunde ein erstes Mal aufeinander. Mehrere Tausend Fans aus Hong Kong begleiteten ihr Team zum Auswärtsspiel in die Festland-Grenzstadt Shengzeen. Mit lauten „We are Hong Kong“-Sprechchören und einem 0:0 gegen den haushohen Favoriten China sorgte Hong Kong den Chinesen ein erstes Mal für Kopfschmerzen.

    Den Höhepunkt fand das Duell zwei Monate später, im November 2015. In der drittletzten Runde stand das Rückspiel in Hong Kong auf dem Terminplan. Zu diesem Zeitpunkt waren die topgesetzten und ambitionierten Chinesen nur auf Platz 3 rangiert, noch hinter Hong Kong. China war dringend auf einen Sieg angewiesen, ansonsten drohte das blamable Out bereits in der zweiten (von drei) Qualifikations-Phasen. Doch nicht nur sportlich waren die Vorzeichen auf Hochbrisanz getrimmt. Der Fussballverband von Hong Kong wurde in der Zwischenzeit von der FIFA infolge des wiederholten Ausbuhen der „eigenen“ Hymne zu einer Geldbusse verdonnert (der chinesische Verband erstattete Anzeige). Zusätzlich zur bereits ansonsten angespannten politischen Situation (Jahrestag der Regenschirm-Proteste), sorgte der chinesische Fussballverband mit einem seiner regelmässig ziemlich bissigen Spielvorschau-Plakaten für Aufruhr. „The Chinese FA has warned its team’s fans not to underestimate Hong Kong in upcoming World Cup qualifiers, pointing out that HK’s team has “black skin, yellow skin and white skin people”, and that “playing a team with such diverse background, you’d better be prepared“, fasste die South China Morning Post, eine englischsprachige Zeitung aus Hong Kong, den in Hong Kong als rassistisch eingestuften Lapsus (für welche die FIFA übrigens keine Strafe verhängte) zusammen.

    Das Spiel zwischen den „schwarz-gelb-weissen“ Hong Kongern und den „reinrassigen“ Chinesen sorgte hüben wie drüben für Aufregung. Im ausverkauften und für diesen Match viel zu kleinen Mong Kok Stadium (die Nicht-Ansetzung im viel grösseren Nationalstadion sorgte ebenfalls für Unverständnis bei den vielen Tausend Hong Kongern, die kein Ticket ergattern konnten) sollte ein massives Polizeiaufgebot und drastische Eingangskontrollen für Ruhe und Ordnung sorgen. 1‘200 Einsatzkräfte wurden aufgeboten. 6‘000 Fans waren zugelassen. Diese verzichteten zunächst darauf, die chinesische Hymne erneut auszubuhen, zumindest akustisch. Auf hunderten von Papier-Tafeln präsentierten sie während der Hymne ihr „booh“ schriftlich. Garniert wurden das visuelle Ausbuhen von „HK is not China“-Bannern und den standesgemässen „We are Hong Kong“-Sprechchören. Auf dem Rasen trotzte Hong Kong dem chinesischen Nationalteam auch im Rückspiel ein torloses Unentschieden ab. Das wiederholte 0:0 ging als einer der Höhepunkte in die Geschichte des bislang nur bedingt erfolgreichen Hong Kong Fussballverbands ein. Die eigenen Anhänger feierten den Punkt euphorisch-ausgelassen. Obschon damit der eigene Aufstieg in die 3. Qualirunde unrealistisch wurde (nur der Gruppensieger sowie die 4 besten Gruppenzweiten kamen weiter), war dies insbesondere dem trotzigen Grund „Schadenfreude“ zu verdanken. Auch Chinas Chancen auf das Erreichen der dritten Quali-Phase reduzierten sich infolge der Punkteteilung auf ein Minimum. Das offizielle China sowie die Festland-Presse reagierten ab den Vorkommnissen in Mong Kok mit grosser Empörung.

    Als die ausufernde Party-Nacht in Hong Kong schon längst ihr Ende genommen hatte, schafften die Chinesen in extremis doch noch das unvorstellbar gewordene. Dank eines souveränen Finishs (2 Siege, u.a. gegen den zuvor makellosen WM22-Gastgeber Katar) – und weil Nordkorea auf den Philippinen in der Nachspielzeit des letzten Gruppenspiels den eigenen Aufstieg noch verspielte – qualifizierte sich China als viertbestplatzierter Zweiter doch noch haarscharf für die aktuell laufende dritte WM-Quali-Phase (steht dort aber am Tabellenende, wird die Endrunde trotzdem verpassen).

    Doch auch wenn die „Regionalisten“ mit ihrem 0:0 den chinesischen WM-Träumen doch (noch) nicht den erhofften Todesstoss versetzten. Zumindest politisch verbuchten sie, 11 Monate später, einen Sieg. Anfangs September 2016 wurden in Hong Kong Regionalwahlen abgehalten. Mehrere Anführer der verschiedenen Demokratie-Bewegungen, welche die Innenstadt Hong Kongs monatelang besetzten, wurden ins Parlament gewählt. Bei den halbdemokratischen Wahlen (nur die Hälfte der Parlamentssitze werden durch Volkswahlen besetzt) konnten sich die jungen „Regionalisten“ neben den „Pan-Demokraten“ (etablierte, gemässigt-eigenständige Hong Kong Parteien) und den pekinghörigen Regierungsparteien („Pro-Establishment“) als dritte politische Kraft etablieren. Jeder fünfte Hong Konger wählte die erstmals antretenden Separatisten. 8 „Regionalisten“ schafften den Sprung in die Legislative. Der jüngste von ihnen war gerade mal 23 Jahre alt. Zudem verbuchten die demokratischen Kräfte (Pan-Demokraten und Regionalisten) auch gemeinsam leichte Sitzgewinne: Sie besetzen nach wie vor eine solide Mehrzahl der von der Bevölkerung gewählten Sitze. Da die andere Hälfte der Parlaments-Sitze aber aufgrund wirtschaftlich-funktionalen Interessen „verteilt werden“ (fast ausschliesslich an Pro-Chinesische Abgeordnete) behalten die China-Treuen (mit 40 von 70 Sitzen) insgesamt die (absolute) Mehrheit. Augenfällig: Obschon nur 40% der Bevölkerung die pekingtreuen Regierungsparteien gewählt haben, verfügen diese über 60% der Parlamentssitze – und bestimmen entsprechend die politische Stossrichtung Hong Kongs.

    Die Vertreter der Studentenbewegungen, welche ins Parlament gewählt wurden, sind der chinesischen Regierung, trotz deren begrenzten Einfluss auf parlamentarische Abstimmungen, n grosser Dorn im Auge, da sie als erste Volksvertreter für weitreichende Selbstbestimmung bzw. für eine Unabhängigkeit vom Festland einstehen. Peking schert sich daher wenig um die Stimmungslage in Hong Kong und tüftelt seinerseits an Massnahmen, die unliebsamen Elemente des neuen Parlaments doch noch eliminieren zu können. Dabei zeigt sich China einfallsreich und schamlos zugleich.

    So erliess der Volkskongress in Peking eine neue Weisung, wonach Vertreter des Parlaments in Hong Kong der Volksrepublik China die Treue schwören müssen. Der Treueeid dürfe weder abgeändert – noch wiederholt werden. Mit diesem Erlass zielt Peking rückwirkend auf zwei Abgeordnete der Regionalisten ab, welche bei ihrer Vereidigung im Oktober den Amtseid auf provokative Weise abgeändert hatten. Die zwei wurden von ihrer parlamentarischen Arbeit in der Zwischenzeit ausgeschlossen. Weitere Amtsenthebungs-Bestrebungen gegen regimekritische Politiker bzw. neue Gesetze, welche solche zur Folge hätten, laufen. So funktioniert das, wenn einem eine Meinung nicht genehm ist. Wiederaufkeimende Massenproteste gegen die massive Einflussnahme Chinas wurden von den Sicherheitskräften Mitte November niedergeschlagen.

    Politisch bleibt die Situation in Hong Kong also höchst interessant. Wie sich das – vor allem bei den Jungen – stark gesteigerte Bewusstsein nach – auch politischer – Selbstbestimmung mit der vorherrschenden Keulen-Filz-Politik der chinatreuen Elite vereinbaren lassen soll, bleibt abzuwarten. Aufgrund der speziellen Situation des weltoffenen Hong Kongs, werden die verlängerten Arme der Zentralregierung in Peking aber wohl grössere Schwierigkeiten haben, die Bewegung in gewohnter Manier mundtot zu machen.

    Diese Entwicklung bleibt also to be continued. Abgeschlossen dagegen, ist in der Zwischenzeit die Freundschaftspartie zwischen Hong Kong und Singapore, um den Bogen nach der etwas längeren Abschweifung in die sportpolitischen Situationen der vergangenen zwei Jahre wieder zurück zum besuchten Spiel zu schlagen.
    In einer kurzweiligen Partie gewann das agilere und motiviertere Team aus Hong Kong verdient mit 2:0. Begleitet von einem ansehnlichen Support der Seitengerade, zwei ausgelassenen bejubelten Toren, die einem glaubhaft hätten machen lassen, dass Hong Kong soeben irgendwas Grosses gewonnen hätte (oder der Gegner China heissen würde) und Hintertortribüne-Besuchern, welche in der Pause ihre sieben Sachen packten – und in Scharen auf die gegenüberliegende Tribüne wechseln, da Hong Kong in Halbzeit 2 auf dessen Seite angriff – und dort auch das zweite Tor schoss. Fast chli oldschool, muss der sektorentrennungsgeplagte Modernefussballstadienbesucher einmal mehr feststellen.

    Mit dem Schlusspfiff endete der Abend allerdings noch nicht. Ganz im Gegenteil. Während dem halbzeitlichen Anstehen für Speis und Trank, fungierte der bereits eingangs Text erwähnte S. als „Touristen-Food-Guide“, in dem er unsereiner erklärte, welche Arten von Gemüsen und Tieren sich in den verschiedenen, gleichaussehenden, Frittier-Bällchen befanden. Aus der Queue-Plauderei wurde während der zweiten Spielhälfte n munteres Bierchen-Stemmen, an welchem sich nebst Sor Kang und unserer beiden, auch Sor Kangs Freundin (eine Japanerin, welche in Hong Kong für die Schweizer Bank Julius Baer arbeitet und bereits sage und schreibe 80 Länder bereist hat) sowie ein gewisser JJ (Tschei-Tschei) beteiligte.

    Und als das Spiel aus war, lud uns das Trio kurzerhand zum Nachtessen ein. Per überbelegtem Taxi gings in die bekannte, nächtliche Schlemm- und Einkaufsmeile der Temple Street, wo die Konversationen bei abwechslungs- sowie umfangreichem Streetfood und (amerikanischem) Flaschenbier (nur umfangreich) weitergeführt wurden. Derweil S. („I am a very strong Drinker“) bzw. seine Freundin je länger je mehr damit beschäftigt waren, die herunterfallenden Essensstäbchen und Mobiltelefone wieder aufzuheben (ehe die Bierbecher wieder mit viel Schaum und wenig Bier gefüllt – und sogleich wieder heruntergespült werden konnten – „these is HK-Style“ :-D), plauderte der kultige JJ von seinen Olympiaeinsätzen (mit der Kamerunischen Fussball-Nationalmannschaft), von der Geschichte seines Mutterlandes Kameruns, von seinen wilden Jahren als „Fussballstar“ in Hong Kong (welche er mit Zeitungs-Titelseiten mit Unterwäsche-Fotos untermalte) und lachte und spasste was das Zeug hielt. Bis zuletzt waren wir uns nicht ganz sicher, ob wir ihm bzw. seinen blumig-fantastischen Geschichten Glauben schenken durften. Tags drauf bestätigte Google allerdings seine Ausführungen - und legten uns seinen vollständigen Namen offen: Gerard Ambassa Guy, in der Zwischenzeit 38 Jahre alt und 29-facher Hong Kong Internationaler.

    Im Nu war Mitternacht um, die letzte U-Bahn-Verbindung nach Hong Kong Island konnte gerade noch erreicht werden. Zuvor allerdings bedankten wir uns noch siebenundfünfzigfach bei den Dreien für den sehr lustigen, teils gar saukomischen, interessanten und kurzweiligen Abend, auf welchen wir wie selbstverständlich auch noch eingeladen wurden.

    Ein wunderbarer, verlängerter Fussball-Abend! „M Goi, S.!“ Wir hoffen, du bist am nächsten Tag doch einigermassen rechtzeitig bei der Arbeit (sein Arbeitgeber ist im übrigen Hong Kong Sapling, ein Fussballverein der Hong Kong Premier League) erschienen. ;-)

    11. Oktober 2016, Hong Kong - Singapore 2:0 (1:0)
    STADION ALLMEND 1934 - 2009
    cumk :: ultras mongos :: choooom

    «Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
    «Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»

    Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
    gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
    dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
    Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
    lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
    Allmend war.

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