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Keine neue Saisonkarte ohne klare Verhältnisse!

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US LUZERN
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Keine neue Saisonkarte ohne klare Verhältnisse!

Beitrag von US LUZERN » 25. Jun 2020, 11:22

USL hat geschrieben:Keine neue Saisonkarte ohne klare Verhältnisse!

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Wegen dem Lockdown und den Geisterspielen ist in den letzten Monaten ein wichtiges Thema in den Hintergrund geraten, welches uns FCL-Fans schon seit seiner unrühmlichen Entstehung auf der Zunge brennt: Wer wird nach dem Sandkasten-Streit der FCL-Grossaktionäre die Nachfolge als Besitzer unseres geliebten Fussballclubs antreten? Wer bleibt an Bord, wer übernimmt das Ruder, wer stösst neu dazu? Was ist der Bezug der neuen Investoren zur Stadt, zur Region und vor allem zum FCL selber? Wie sehen die Zukunftspläne aus? Oder verzögert sich die Lösung, geht der Knatsch gar in die nächste Runde? Die von den Grossaktionären versprochene Lösung lässt weiter auf sich warten. Solange wir von ihnen keine Antworten auf diese Fragen erhalten, können wir für die kommende Saison 2020/2021 keine Saisonkarte kaufen. Wir empfehlen allen FCL-Fans und -Sponsoren, es uns gleichzutun und sich nicht die Katze im Sack andrehen zu lassen.

In Gesprächen, die wir im Anschluss an unsere Stellungnahme «Geschlossene Stadien und offene Fragen» mit der FCL-Geschäftsleitung geführt haben, konnten unsere Fragen zu einem möglichen - und in den vergangenen Wochen wiederholt ins Spiel gebrachten - Verkauf des Clubs ins Ausland nicht beantwortet werden. Konkret wurde die FCL-Führung einzig folgendermassen: «Wir können derzeit nichts ausschliessen». Eine Aussage, die das Risiko, dass der FCL an irgendwelche Oligarchen, Scheichs oder Finanzhaie verscherbelt wird, alles andere als entkräftet.

Die Verunsicherung unter Fans und Sponsoren ist riesig. Zu viele Beispiele aus der Vergangenheit belegen, was passiert, wenn sich Schweizer Fussballclubs von dahergelaufenen Schönrednern verführen lassen:

- Servette fiel dem Grössenwahn von Marc Roger zum Opfer.
- Bulat Tschagajew ruinierte Xamax.
- Der FC Wil schaffte es, sich binnen eines Jahrzehnts gleich zweimal von einem ukrainischen respektive türkischen Investor ins Verderben führen zu lassen.

Doch nicht nur rückblickend zeigt sich, wie gefährlich und omnipräsent die Verführungen sind, sich auch als Schweizer Club einem global tätigen Spekulanten an den Hals zu werfen:

- GC wurde erst vor wenigen Wochen von chinesischen Investoren vereinnahmt und fungiert innerhalb eines globalen «Fussball-Investment-Konstrukts» fortan quasi als Farmteam für die Wolverhampton Wanderers aus England.
- Der FC Lausanne-Sport ist derweil in die Fänge eines internationalen Chemiemultis geraten, der auch den OGC Nizza besitzt und als erste Amtshandlung das traditionelle Clublogo mit den eigenen Konzernfarben überziehen wollte.

Die Vereinnahmung von Clubs durch internationale Grosskonzerne hat im Schweizer Fussball längst Einzug gehalten - auch ohne den «Markteintritt» des geächteten Getränkekonzerns.

Für uns ist es elementar, dass dieser Kelch an unserem FCL vorbeigeht. Unser Fussballclub muss eigenständig und lokal verankert bleiben. Ein Verkauf an Spekulanten und profitgetriebene Grossinvestoren ist für uns daher ein Schreckensszenario, welches es um jeden Preis zu verhindern gilt.

Beileibe, auch die aktuellen Grossaktionäre bergen Risiken, dies hat sich in den vergangenen Jahren insbesondere durch den Streit innerhalb des Gremiums offenbart. Der Reputationsschaden ist beträchtlich und stellt die - insbesondere im sportlichen Bereich - bemerkenswerten Leistungen des FCL im öffentlichen Diskurs leider viel zu oft in den Schatten.

Von daher begrüssen wir, dass im Aktionariat eine Lösung angestrebt wird. Diese lässt nun allerdings bereits wieder über sieben Monate auf sich warten, ohne dass auch nur geringste Tendenzen erkennbar wären. Gepaart mit den unklaren Auswirkungen der aktuellen Krise und einer ebenfalls in Unwissenheit gelassenen operativen Leitung führt dies dazu, dass sich viele Fans fragen: Soll man unter diesen Umständen tatsächlich seine Saisonkarte verlängern? Was, wenn noch vor Beginn der neuen Meisterschaft das Horrorszenario eintrifft und uns beispielsweise ein schwerreicher Scheich als Clubbesitzer vor die Nase gesetzt wird? Die tiefen Verkaufszahlen für die Saisonkarten 2020/21 belegen eindeutig, wie stark verunsichert das FCL-Umfeld ist!

In unseren Augen ist daher jetzt der Zeitpunkt gekommen, die Fakten auf den Tisch zu legen! Wir fordern von Club und Aktionariat endlich Klarheit, an was oder wem wir uns zukünftig orientieren können: Wie geht es mit dem FCL weiter? Wer hat bei unserem Club zukünftig das Sagen? An wen - und wohin - wird der FCL verkauft?

Erst wenn die gesamte FCL-Familie Bescheid weiss, wie die zukünftigen Besitzverhältnisse aussehen werden, können der Club, das Umfeld und die Fans endlich wieder vorwärts blicken und die bevorstehenden Herkulesaufgaben zusammen und voller Überzeugung zum Wohle unseres geliebten Vereins bewältigen.

Bis dahin ist für uns klar, dass wir mit dem Kauf der Saisonkarte 20/21 noch zuwarten werden. Das empfehlen wir auch allen anderen FCL-Fans und -Sponsoren, denen die Zukunft unseres FCL am Herzen liegt.
USL

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Re: Keine neue Saisonkarte ohne klare Verhältnisse!

Beitrag von LU-57 » 25. Jun 2020, 12:01

überüberfällig! ohne die lösung (oder zumindest entschärfung) dieses so zentralen hauptproblems, das bei so viel zu vielen teilproblemchen des vereins die eigentliche ursache bzw. das grundübel ist, wird der club nie zur ruhe kommen. egal wie gut (oder schlecht) der fcl sportlich (und operativ) unterwegs ist. sogenannte investoren: bekennt endlich farbe! jetzt!

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«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»

Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
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Aufwindfahne
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Re: Keine neue Saisonkarte ohne klare Verhältnisse!

Beitrag von Aufwindfahne » 25. Jun 2020, 12:21

:applaus: :applaus: :applaus:
Aufwindfahne hat geschrieben:
6. Jun 2020, 08:00
[...]
Die Fragen bleiben:
- Mit wem genau zeige ich mich solidarisch bei einem Saisonabo-Kauf zu diesem Zeitpunkt? Spieler, Staff, „Verein“ oder eben doch mit den Investoren?
[...]
- Ist es finanziell und emotional für mich sinnvoll, diesen (Vertrauens)vorschuss zu tätigen?

- Hat der FCL sein Ablenkungsmanöver tatsächlich so clever aufgesetzt, dass die meisten Fans fraglos die letzten sieben Heimspiele der laufenden Saison schenken und nur noch darüber hirnen, ob sie bereits Geld für die nächste Saison einschiessen?

Meine Antwort wäre klar. Finanziell ist es so oder so ein völlig unnötiges und hohes Risiko für den Fan, ausser man betrachtet es bewusst als bedingungslose Spende an die Investoren. Bleibt also noch die emotionale Verbindung zum FCL-Konstrukt. Sagt in ein paar Monaten nicht, Ihr hättet es nicht gewusst und Ihr fühlt Euch verarscht.
Verdammt gut zu wissen, dass ich offensichtlich nicht der einzige bin, der sich diese Fragen stellt. Mehr denn je ist Klarheit gefragt. Auf jetzt, FCL-Familie!
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Re: Keine neue Saisonkarte ohne klare Verhältnisse!

Beitrag von bjaz » 25. Jun 2020, 13:47

Gute Sache! Ich befürchte, dass ein solches Statement aber nur dann eine Wirkung auf die Narzisten im Aktionariat hat, wenn sich weitere "Interessengruppen" in dieser Sache positionieren. Sponsoren, Donatoren, Angestellte und Fans die nicht zum normalen Dunstkreis der USL gehören.

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Re: Keine neue Saisonkarte ohne klare Verhältnisse!

Beitrag von LU-57 » 25. Jun 2020, 14:25

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dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
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Re: Keine neue Saisonkarte ohne klare Verhältnisse!

Beitrag von LU-57 » 27. Jun 2020, 06:49

FC Luzern

Kurve ruft zu Boykott von Saisonabos auf

https://www.pilatustoday.ch/sport/fcl/k ... -138273574
Anhänger wollen endlich Antworten

Jetzt gibts auch beim FCL einen Fan-Aufstand!

https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 58492.html
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Re: Keine neue Saisonkarte ohne klare Verhältnisse!

Beitrag von FCLuzern-1901 » 27. Jun 2020, 13:09

Sehr gut, dass jemand das Thema öffentlich anspricht.

Es wäre eine Schande, wenn im September angekündigt wird, dass irgend ein Investor ohne Bezug zur Innerschweiz den FCL übernehmen würde :puker:

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Re: Keine neue Saisonkarte ohne klare Verhältnisse!

Beitrag von Hebi » 27. Jun 2020, 21:51

War höchste Zeit, dass dieses Thema angesprochen wird. Hoffentlich springen die Sponsoren und Donatoren ebenfalls mit auf den Zug auf. Einerseits ist die aktuelle Situation wohl für alle unbefriedigend andereseits machen die Aussagen von Seiten FCL - alles ist möglich und dementsprechend ist ein Verkauf an irgendeinen Oligarchen nicht auszuschliessen - schon massiv Angst. Das Thema muss endlich bereinigt werden. Dies nachhaltig und im Sinne der Region und Fans.
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Re: Keine neue Saisonkarte ohne klare Verhältnisse!

Beitrag von Racker » 28. Jun 2020, 13:33

Tolle Aktion!

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bjaz
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Re: Keine neue Saisonkarte ohne klare Verhältnisse!

Beitrag von bjaz » 29. Jun 2020, 09:56

https://www.luzernerzeitung.ch/sport/fc ... ld.1233443


Man beachte erwähntes Zitat: «Mit grossem Erstaunen nehmen die Vereinigten FCL Fan Clubs (VFFC) vom Boykottaufruf der Fan-Gruppierung United Supporters Luzern (USL) Kenntnis.»
Im Original-Statement liest sich das allerdings etwas anders: Mit grossen Befremden nehmen die Vereinigten FCL Fan Clubs(VFFC) vom Boykottaufruf der Fan Gruppierung United Supporters Luzern(USL) kenntnis.

Bei Zitaten darf man meiner Meinung nach ruhig bei der Wahrheit bleiben. Die SVP Rothenburg ist nämlich nicht nur erstaunt, sondern es befremdet sie :!:

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Re: Keine neue Saisonkarte ohne klare Verhältnisse!

Beitrag von Aufwindfahne » 29. Jun 2020, 09:58

Ich denke, beim VFFC wirds ebenfalls langsam Zeit, über einen neunen Vorstand nachzudenken.
Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst was dafür zu tun,
ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten

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Re: Keine neue Saisonkarte ohne klare Verhältnisse!

Beitrag von Aufwindfahne » 29. Jun 2020, 10:18

Aber vielleicht noch ein, zwei ernsthaftere Anmerkungen aus meiner Sicht:

Aktuell wird dem FCL überhaupt keinen Schaden zugefügt, es werden auch keine Löcher in den Rumpf gebohrt. Es wird (bei positivem Verlauf) einzig und allein ein paar Wochen länger dauern, bis der Teil der Saisonkarten-Gelder eintrifft. Parallel dazu entstehen aber auch einige Aufwände (Kosten) später als beim ursprünglichen Spielkalender.

Und in den paar Wochen dazwischen findet hoffentlich im ganzen Umfeld eine seriöse und lebendige Debatte statt, wohin der FCL das Schiff denn genau führen soll. Direkt nach China mit einem rasenden 0815-Schnellboot, das von einer seelenlosen Besatzung gesteuert wird? Oder vielleicht einfach von Luzern nach Alpnach, Flüelen und Brunnen mit einem verlässlichen, bodenständigen und zu uns passenden Dampfschiff, mit uns bekanntem Personal und den schönsten Aussichten, die man sich vorstellen kann? Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass der FCL genau jetzt diese Diskussion braucht - und dann im besten Falle gestärkt aus der Krise kommt. Mit einer nachhaltigen Investorenlösung, mit Fans, Sponsoren und Donatoren, die sich allesamt und gemeinsam an einem identifikationsstiftenden FC Luzern erfreuen können.

Finde es übrigens bemerkenswert, dass der VFFC den Gedanken meiner Signatur aufgenommen hat. Leider nur etwas falsch interpretiert.
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ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten

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Re: Keine neue Saisonkarte ohne klare Verhältnisse!

Beitrag von Master » 29. Jun 2020, 11:32

VFFC disqualifiziert sich mal wieder mit einer absoluten "Null-Reflektion". Egal, was von "offizieller" Seite kommt, das ist dann so in Ordnung und sowieso die einzige Möglichkeit.

Man muss ihnen als "Vereinigung" nicht gleich die Daseins-Berechtigung absprechen, aber wenn sie einfach nicht zum Denken bereit(/fähig?) sind, sollten sie doch bitte öffentliche Statements unterlassen.
L U C E R N E - Till I Die!

Kämpfe Lozärn, Kämpfe Lozärn!
mer wend Euch gwönne gseh!


Master (am Do 20. Okt 2005 22:24 ) hat geschrieben:ich sage immer das gleiche.. dass er dem verein helfen wird, davon bin ich überzeugt!
dass er der fanszene schaden wird, davon bin ich genau so überzeugt! aber ich hoffe wir werden das überstehen!

Wickie
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Re: Keine neue Saisonkarte ohne klare Verhältnisse!

Beitrag von Wickie » 29. Jun 2020, 14:36

Aufwindfahne hat geschrieben:
29. Jun 2020, 10:18
Aber vielleicht noch ein, zwei ernsthaftere Anmerkungen aus meiner Sicht:

Aktuell wird dem FCL überhaupt keinen Schaden zugefügt, es werden auch keine Löcher in den Rumpf gebohrt. Es wird (bei positivem Verlauf) einzig und allein ein paar Wochen länger dauern, bis der Teil der Saisonkarten-Gelder eintrifft. Parallel dazu entstehen aber auch einige Aufwände (Kosten) später als beim ursprünglichen Spielkalender.
...Und bezüglich Liquidität? Ziemlich abenteuerlich zu behaupten, es entstünde kein Schaden. Mir gehen die Politics der verschiedenen Vereinigungen, welche jeweils für sich reklamieren, das Beste für den FCL zu wollen, am Allerwertesten vorbei. Die Debatte bezüglich Ownership und zentralschweizer vs. ausländische Lösung muss geführt werden. Aber schon mal überlegt, dass eine Verschärfung der finanziellen Probleme noch eher dazu führt, dass der Club an einen ausländischen Investor verscherbelt wird? Das kann nicht im Interesse des Erfinders sein..

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Re: Keine neue Saisonkarte ohne klare Verhältnisse!

Beitrag von UNDERCOVER » 29. Jun 2020, 14:57

Wickie hat geschrieben:
29. Jun 2020, 14:36
...Und bezüglich Liquidität? Ziemlich abenteuerlich zu behaupten, es entstünde kein Schaden.
Dem Vernehmen nach hat der FCL liquiditätsmässig aktuell kein Problem, da steht es um andere A-Clubs deutlich schlechter.
Wickie hat geschrieben:
29. Jun 2020, 14:36
Die Debatte bezüglich Ownership und zentralschweizer vs. ausländische Lösung muss geführt werden. Aber schon mal überlegt, dass eine Verschärfung der finanziellen Probleme noch eher dazu führt, dass der Club an einen ausländischen Investor verscherbelt wird? Das kann nicht im Interesse des Erfinders sein..
Das glaube ich nicht. Finanzen hin oder her: Die aktuellen Investoren können es sich imagemässig schlicht nicht leisten, den FCL in falsche Hände zu geben. Sonst ruinieren sie sich ihren Ruf noch komplett. Denn so etwas würde ihnen in der Zentralschweiz nie jemand vergessen.

Aber gut, dass Du die Debatte lancierst: Was wäre für dich eine wünschenswerte Investorenlösung? Und was ein no go?

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FCLuzern-1901
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Re: Keine neue Saisonkarte ohne klare Verhältnisse!

Beitrag von FCLuzern-1901 » 29. Jun 2020, 16:22

Wo findet man die Pressemitteilung des VFFC? Oder wurde diese bereits vom Netz genommen?

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Re: Keine neue Saisonkarte ohne klare Verhältnisse!

Beitrag von Aufwindfahne » 29. Jun 2020, 18:03

...Und bezüglich Liquidität?
Fakt ist: Dieser Frage (und anderen) ist der FCL bisher öffentlich bewusst ausgewichen und der Bundeskredit wurde bis zum heutigen Tage nicht in Anspruch genommen (was ich gut finde!).
Wickie hat geschrieben:
29. Jun 2020, 14:36
[...] Das kann nicht im Interesse des Erfinders sein..
Es ist zwar nicht die richtige Diskussion zur Zeit, aber ich glaube, die Investoren haben mit ihrem Schmierentheater die letzten Monate deutlich mehr finanzielle Probleme verursacht als die Saisonkarten-Inhaber, die ihre Zahlung ein paar Wochen nach hinten verlegen.

Mir ist einfach weiterhin noch nicht ganz wohl dabei, das Schicksal unseres geliebten Fussballclubs in den Händen zu sehen, die notfalls auch Privatdetektive beauftragen und unter Drohungen Aktienmehrheiten zu erstreiten versuchen. Dass dann am Ende die Saisonkarten-Inhaber (welche sich im übrigen immer genau für eine Saison verpflichten) schuld sein sollen, wenn wir zum profillosen Farmteam verkommen? Also bitte!

Die Alternative zum jetzigen Vorgehen ist genau die, die der VFFC empfiehlt: Schnauze halten, blind vertrauen, Geld überweisen. Das Schiff fährt dann schon in den richtigen Hafen... Ist selbstverständlich jedem selbst überlassen, wie er das handhaben möchte. Aber ich möchte mir persönlich bei einem allfälligen Ausverkauf nicht vorwerfen lassen, dass ich den gesetzten Kurs mit einem frühzeitigen, bedingungslosen Kauf ohne Kenntnis der Destination unterstütze.

Weil ich positiv bin, aber gerne im Umkehrschluss bei erfreulichem Verlauf: Ganz im Gegenteil würde ich mich enorm freuen, wenn der Kapitän mit einer vertrauensvollen Crew bald bekanntgibt, wohin das Schiff denn gesteuert wird und wir mit einem Flow euphorisch in die neue Saison steigen könnten.

Und damit zum wirklich wichtigen Teil der von Dir gestarteten Debatte, nämlich da, wo wir bestimmt einen gemeinsamen Nenner finden könnten:
Was wäre für dich eine wünschenswerte Investorenlösung? Und was ein no go?
Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst was dafür zu tun,
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Re: Keine neue Saisonkarte ohne klare Verhältnisse!

Beitrag von bjaz » 30. Jun 2020, 17:22

bjaz hat geschrieben:
29. Jun 2020, 09:56
Bei Zitaten darf man meiner Meinung nach ruhig bei der Wahrheit bleiben. Die SVP Rothenburg ist nämlich nicht nur erstaunt, sondern es befremdet sie :!:
Zentral- mit einer ähnlichen Taktik, obwohl die wohl aus Authentizitätsgründen nicht alle Fehler entfernt haben.

Aufwindfahne hat geschrieben:
29. Jun 2020, 18:03
Was wäre für dich eine wünschenswerte Investorenlösung? Und was ein no go?
Da sich niemand getraut euch diese Frage zu beantworten würde ich vorschlagen, dass eventuell AWF den ersten Schritt macht und seine Wunschvorstellung äussert.

Wenn ich mir selber dieselbe Frage stelle, dann verlagert sich meine Antwort nämlich vielmehr darauf, was ich nicht will, was doch eher destruktiv ist. Ich machs nun doch mal, um die Diskussion anzuheizen.

Natürlich gibt die Antithese Rückschlüsse auf das gewünschte Profil eines möglichen Investors. Aber ich bin mich gewohnt, dass man sich beim FCL nicht zu hohe Ziele stecken sollte. Und auch wenn es manchmal anders klingt, so bin ich dennoch nicht wirklich mega anspruchsvoll. Die folgende nicht abschliessende Liste sehe ich dennoch grundsätzlich als selbstverständlich an. Über einzelne Punkte könnte ich sogar noch hinwegsehen, denn niemand ist perfekt.
  • Ich will niemanden an der Spitze der sich offensichtlich nur damit profilieren möchte. Du kriegst Applaus, wenn du ihn dir verdienst!
  • Ich will niemanden, der andere Menschen aufgrund ihres Aussehens diskriminiert und deswegen eine Anstellung verhindert oder auflöst. Was für ein Mensch würde sich gegen jemanden aussprechen nur weil dieser lange Haare hat?
  • Ich will niemanden, der das Gefühl hat aus dem FCL einen Zirkus oder Stripclub machen zu müssen. Letzteres zu wollen deutet auf eine rückständige Wertehaltung hin, die ich beim FCL nicht möchte.
  • Ich will niemanden, der eine Frau als Trainerin will, nur weil sie eine Frau ist, sondern weil sie gut ist und zu meinem Verein passt.
  • Ich will niemanden, der heute diese Meinung vertritt und morgen eine andere oder seine Meinung abhängig vom jeweiligen Gesprächspartner macht.
  • Ich will niemanden, der die Arbeit seiner Angestellten nicht wertschätzt und ihnen beispielsweise einfach einen Ribéry vor den Latz knallt, nur weil er gerade Lust oder nichts Besseres zu tun hat.
  • Ich will niemanden, der alleine herrscht und die Meinung anderer missachtet.
  • Ich will niemanden, der sich dagegen wehrt die Farben blau und weiss nach aussen zu tragen, sei es an der Stadionwand oder in Form eines Fan-Schals.
  • Ich will niemanden, der lieber mit Boulevard-Journalisten redet, als mit Anhängern seines Vereins.
  • Ich will niemanden, der nicht zurückstecken kann, wenn es um das Wohlergehen des Vereins geht.
  • Ich will niemanden, der sich respektlos gegenüber anderen Menschen verhält. Wer es nötig hat einen Privatdetektiv zu engagieren um Intrigen im FCL-Umfeld zu spinnen, hat bei meinem Verein nichts verloren.
  • Ich will niemanden, der sich einer gemeinsam gesteckten Vision verwehrt und diese nicht mitträgt. In dieser Position sollten sie vielmehr vorgelebt werden. Visionen und Leitbilder lassen sich jedoch ändern.
  • Ich will niemanden, der den FCL kurz- bis mittelfristig in der Champions League sieht.
  • Ich will niemanden, der den FCL nur vom TV kennt und sich nie im Stadion zeigt.
  • Ich will niemanden, der den Fussball nur vom TV kennt.
  • Ich will niemanden, der mehr als zwei Mal öffentlich erwähnt, dass er den FC Bayern super findet.
  • Ich will niemanden, bei dem mir das Kotzen kommt, wenn er vom Fussball oder vom FCL redet.

Leider werden zu viele dieser Punkte, der nicht abschliessenden Liste, von einzelnen Investoren aktuell nicht erfüllt. Für mich ist mindestens einer, nämlich Alpstäg absolut untragbar. Da bin ich sogar noch grosszügig. Mindestens zwei weitere sind nahe dran ebenfalls als absolut untragbar zu gelten. An schlechten Tagen sehe ich alle als mitverantwortlich und dementsprechend als untragbar. Aber eine Lösung mit Alpstäg wäre für mich schlicht und einfach keine Lösung. Dieser Mensch wird sich auf sein Lebensende hin nicht mehr ändern. Dieser Mensch würde mir meinen Verein früher oder später kaputt machen! Natürlich würden das grundsätzlich auch andere Leute schaffen, aber mit ihm bin ich mir ganz sicher.

Wenn sich nichts Grundlegendes ändert werden all die Wünsche und Träume die ich mit und für den FCL habe niemals in Erfüllung gehen. Im Gegensatz zu wahrscheinlich vielen anderen, würde ich auch ein Abtauchen in eine (viel) tiefere Liga in Kauf nehmen. Manchmal denke ich sogar, dass dies der einzige Weg wäre, um die Ziele zu erreichen. Dann aber schöpfe ich wieder die Hoffnung, dass das gar nicht nötig wäre. Aber diese Hoffnungsmomente werden immer kürzer.

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Re: Keine neue Saisonkarte ohne klare Verhältnisse!

Beitrag von Frizzel » 30. Jun 2020, 21:53

UNDERCOVER hat geschrieben:
29. Jun 2020, 14:57

Das glaube ich nicht. Finanzen hin oder her: Die aktuellen Investoren können es sich imagemässig schlicht nicht leisten, den FCL in falsche Hände zu geben. Sonst ruinieren sie sich ihren Ruf noch komplett. Denn so etwas würde ihnen in der Zentralschweiz nie jemand vergessen.
Dann wäre die Boykottaktion ja nicht nötig...
bjaz hat geschrieben:
30. Jun 2020, 17:22
[*]Ich will niemanden, der [...]
Hättest Du dann nicht schon längst die Konsequenzen ziehen müssen?

Was ich nicht ganz verstehe: Im November blieb man relativ ruhig (von einem schon fast gesitteten Plakat mal abgesehen) und nun, wo es dem Verein aufgrund einer für einmal nicht selbst verschuldeten Situation schlecht geht, sucht man den Konflikt. Dies, obwohl die (durch Stillschweigen quasi akzeptierte) Frist für eine Neustrukturierung noch nicht abgelaufen ist. Gibt es neue Anzeichen, dass ausländische Investoren kommen sollen, die es im November noch nicht gab? Oder ist nun einfach ein guter Zeitpunkt für eine "Machtdemonstration", weil man ein Druckmittel hat, das man vor acht Monaten noch nicht hatte?
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Re: Keine neue Saisonkarte ohne klare Verhältnisse!

Beitrag von Heiri » 1. Jul 2020, 07:06

gut geschrieben Frizzel!

In diesem Zusammenhang würde mich noch folgendes Interessieren (ist eventuell auch der falsche Thread).
Wie funktioniert eigentlich die Meinungsbildung bei der USL? Gibt es einen Vorstand der die Richtung festlegt? Passiert dies durch Mitgliederbefragungen?
Und wie viele Mitglieder hat die USL eigentlich inzwischen?
"Ich realisierte wie stolz ich war, ein Luzerner zu sein"

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