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Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

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LU-57
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von LU-57 » 21. Sep 2022, 16:34

(vorerst) nur ganz kurz:

1.) ist es immer eine freude, wenn the clou wieder mal seine feder schwingt.

2.) @e.nord: wer meint, dass es bei der "zweckgemeinschaft" bloss darum geht, bitzeli geld gegen bitzeli unruhe abzuwägen, verkennt, dass genau dieser eine mann, den in der zwischenzeit viele nicht mehr bloss als unanständig sondern viel eher als verwirrt und labil betrachten, ganz alleine entscheiden kann, was mit dem fcl geschieht. dass sich einer wie er mit personen wie petralito umgibt, ist ein (weiteres) alarmzeichen. dass der alleinherrscher ohne jegliche not (und ohne motiv?) einen öffentlichen knatsch und einen frontalangriff auf den sportchef initiiert, deutet nicht gerade von rationaler entscheidungskraft. vom vereinswohl wollen wir erst gar nicht sprechen. nochmals: dieser mann entscheidet beispielsweise weiterhin in eigenregie, ob der fcl ein eigenständiger verein bleibt oder an die internationale fussballkonzern-pest verscherbelt wird. dies darf nicht sein. nach wie vor nicht. und für immer nicht. vielleicht kommt die hundertsiebenundfünzigste börni-posse zum richtigen zeitpunkt. nur noch die allergrössten naivlinge können behaupten, dass dieser mann effektiv "ruhig zu stellen" oder zu "kontrollieren" sei. der verein muss sich endlich emanzipieren. und sich bzw. den fans zumindest in den zentralsten fragen die entscheidungsmacht zurückholen. es gibt wege. zeit, sie endlich ernsthaft zu beschreiten.

3.)
Aufwindfahne hat geschrieben:
20. Sep 2022, 09:22
Das nennt man dann wohl Nagelprobe. Jetzt liegt es am VR, zu beweisen, wie unabhängig er wirklich (re-)agieren kann. Sicher unangenehm, dem "Boss" zu widersprechen und auch mittel- und langfristig nicht unproblematisch - aber notwendig wie nie zuvor! Ich wünsche uns allen, dass der FCL in diesem "Sturm hinter den Kulissen" noch näher zusammenrückt und sich gegen Widerstände von aussen und oben standhaft und erfolgreich wehren kann. Ich halte diese Phase für eminent wichtig, ein positiver Ausgang könnte auch nachhaltig befreiend wirken. Klappts nicht, werden wir wieder ein paar Jahre zurückfallen. Aber wenns klappt, wirds geil.
wuala.

greez
STADION ALLMEND 1934 - 2009
\O/ cumk \O/ choooooom \O/

«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
Allmend war.

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LU-57
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von LU-57 » 23. Sep 2022, 08:53

hoppla, jetzt wird börni gar schon von den unkritischsten kritisiert ... und selbst daneli scheint ein paar stossende zusammenhänge zu "verstehen" (bzw. er schafft es zumindest, diese ohne grössere fehler copy-paste-mässig wiederzugeben).
Pfadizeitung hat geschrieben:Zerreissprobe für den FC Luzern – warum gründet Alpstaeg eine Sportberatungsfirma?

Die Mannschaft von Mario Frick ist sportlich gut unterwegs. Mit Ardon Jashari stellt der FC Luzern erstmals seit Alain Wiss und Adrian Winter im Jahr 2012 einen Spieler in der Schweizer Nationalmannschaft. Störend wirken dagegen die Nebengeräusche um Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg.

Daniel Wyrsch

23.09.2022, 05.00 Uhr

In einem Krimi wähnt sich, wer in diesen Tagen den FC Luzern verfolgt. Dabei geht es nicht um spannende Entscheidungen auf dem Fussballplatz wie im Frühling, als der Ligaerhalt zum zweiten Mal in der Klubgeschichte erst in der Barrage gesichert wurde. Die neue Saison beginnt sportlich erfreulich und mehrere Neuverpflichtungen sind Verstärkungen. Nur neben dem Rasen liefert der FCL negative Schlagzeilen – in einem Moment, wo niemand damit rechnet.

Wie aus heiterem Himmel sind die Negativschlagzeilen aus der Swisspor-Arena gedrungen. Angefangen hat alles mit einem Stadionverbot, ausgesprochen von der Holding mit Mehrheitsaktionär und Stadionbesitzer Bernhard Alpstaeg gegen Agron Krasniqi, den Berater des 20-jährigen Luzern-Juwels Ardon Jashari. Krasniqi ist seit Sommer Agent des gerade erstmals fürs Schweizer Nationalteam aufgebotenen Jashari.

Es geht um die Bild- und Werberechte des Spielers

Für Berater Krasniqi haben die Probleme begonnen, als ihm der umstrittene Italo-Schweizer Berater Giacomo Petralito im Auftrag von Bernhard Alpstaeg die Bild- und Werberechte von Jashari abkaufen wollte – und Krasniqi auf den Deal nicht eingegangen ist. Die Retourkutsche erfolgte in Form des erwähnten, unbegründeten Stadionverbots in und um die Swisspor-Arena.

Über Krasniqi muss Alpstaeg sehr verärgert sein. Dabei hat Krasniqis Klient Jashari Mitte Juni seinen Vertrag beim FCL trotz anderen, lukrativeren Angeboten bis Sommer 2026 verlängert. Hört man auf den italienisch-spanischen Transferexperten Matteo Moretto, wird der defensive Mittelfeldspieler und junge FCL-Captain bereits heiss gehandelt für das Transferfenster vom Januar 2023: Arsenal, Nizza, Real Sociedad San Sebastian und Ajax Amsterdam wollen Jashari. Vier bis fünf Millionen Euro Ablöse sind realistisch, damit wäre Jashari der neue Luzerner Rekordtransfer.

FCL-Fans, die sich über den Geldsegen freuen, muss allerdings in Erinnerung gerufen werden, dass der Covid-Kredit von 4 Millionen Franken bald zur Rückzahlung an den Bund fällig ist. Immerhin wäre die Summe bei einem Verkauf des jungen Baarers in diesem Umfang vorhanden.

Klubbesitzer gründet Sportberatungsfirma

Offensichtlich freut sich Holding-Mehrheitsbesitzer Alpstaeg nicht mit. Der Swisspor-Patron nimmt für sich in Anspruch, Jashari lange unterstützt zu haben – leitet Alpstaeg daraus den Anspruch ab, jetzt via Petralito wie erwähnt die Bild- und Werberechte des hoch gehandelten Spielers kaufen zu dürfen?

Und jetzt kommt die am 25. August 2022 gegründete und wenig später ins Handelsregister eingetragene BA Sport AG in Horw ins Spiel. Einzige eingetragene Person ist Alpstaeg Bernhard Traugott aus Dürrenäsch in Horw. Im Eintrag heisst es: «Die Gesellschaft bezweckt die Erbringung von Beratungs- und Unterstützungsleistungen im Bereich sportliche Aktivitäten, insbesondere den Erwerb, die Verwaltung und die Verwertung von Bildrechten an Sportlern, Profis und Nicht-Profis sowie der damit verbundenen digitalen Rechte aller Art.»

Die Firma bezwecke weiter das Marketing, Merchandising und die Öffentlichkeitsarbeit im Bereich des Sports sowie Verwaltung, Verhandlung und/oder Übertragung der wirtschaftlichen und finanziellen Rechte.

Mit Spielern Geld verdienen oder Herzensangelegenheit FCL

Mit anderen Worten: Der 77-jährige Bernhard Alpstaeg steigt nach zwölf Jahren als Mehrheitsaktionär (zuerst mit Walter Stierli, später allein) auch ins Spielerberatungsgeschäft ein. Ihm zur Seite steht der 72-jährige Giacomo Petralito, der unter anderem bei Juventus Turin mit dem 2006 verurteilten und lebenslang gesperrten Manager Luciano Moggi mitmischte. Eine Rolle in der neuen Beraterfirma soll der 30-jährige Daniel Schrecker, Alpstaegs Schwiegersohn in spe, spielen.

Alpstaeg, Schrecker, Petralito, Krasniqi und der FC Luzern beantworten keine Fragen. Bei der Neuausrichtung des Klubs am 11. Februar 2021 versprach Klubbesitzer Alpstaeg:

«Der FCL ist für mich eine Herzensangelegenheit und ein Ziehkind – ein solches lässt man nicht einfach fallen, sondern nimmt es mit.»

Es stellt sich die Frage: Was machen Sie gerade, Herr Alpstaeg?
ach und ich bin dann übrigens auch mehrheitsaktionär (also zusammen mit dem traugott).
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«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
Allmend war.

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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Aufwindfahne » 23. Sep 2022, 09:14

Ho-ho-hopp Lozärn!
Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst was dafür zu tun,
ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten

the clou
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von the clou » 23. Sep 2022, 23:24

Auf geht’s jetzt. VR soll Börni in die Mangel nehmen und nie war Situation günstiger als jetzt.
Das Dreckspiel von Alpstäg über all die Jahre hat ihn zu selbstsicher gemacht. Das Vorgehen mit Petralito, Duraki, Wettstein mit NAU (vorher Blick), Spieletagentur gründen zeigt endlich auf , das es beim Alten nicht um das Wohle des FCL geht, sondern einzig um seine ,Selbstbefriedigung‘.
Wenn jetzt Daneli mit Einwilligung Pfadiblatt Meinungsmacher erstmals kritisch (in der Konsequenz in Konfrontation) den Multimilliardär angeht, ist die Chance definitiv gegeben, zu den 2% von B.A. und so zur FCL Mehrheit von Börni zu kommen.
Entweder die 2% an Bieri, oder noch besser an Unabhängige (z.B. Übertrag an die Zone mit einem Vertreter) als Stichentscheidgeber innerhalb des VR resp. als Stichentscheid innerhalb des unsäglichen Holdinggebide zu übertragen. Mit einem ,aggressiven’ Anwalt sowie Offenlegung von Sepp Bieri der effektiven Tatsachen (ansonsten wird Sepp für mich zum Nichtsnutz, welcher einfach Glück mit Partners Group hatte, aber keine wirkliche Persönlichkeit ist, sondern auch einer, welcher den FCL mit ,seiner Kohle’ für seinen persönlichen EGO missbraucht) wäre es definitiv möglich, mit einem legalen Winkelzug (muss nicht mal an die rechtliche Grenze gehen und auch nicht unter die Gürtellinie). Mit richtigen ,lesen’ des FCL Firmenkonstrukt mit Hilfe des seit GJ 2016 erstmals offengelegten Geschäftsbericht können die richtigen Frage gestellt und daraus die Schlüsse gezogen werden. Seit 2016 besteht einigermassen Transparenz und so wird nachvollziehbar, wie und wo Alpstäg über all die Jahre profitiert hat. Dies (zu Lasten ,Minderheitsaktionären‘ mit Übervorteilung der Alpstäg Firmen sowie Bernhard Traugott selbst mit Aktien-Zuteilung beim Bau Stadion bei Überbrückung Emmenbrücke/ Aktienübertrag von Stierli, welche ,ihm die Mehrheit entgegen Aktionärbindungsbertrag ermöglichte / Deal zu Bösiger/ Deal Stadion etc). Politisch wird das zwar heikel ( warum hat Stadt das OK für die Übergabe der Stadion AG Aktien an Bernhard Traugott gegeben) und könnte Einfluss auf die nächste Stadtratzusammensetzung haben , vielleicht auch auf die Rente von Bitterli,. Jedoch Sauhäfeli -Saudeckeli soll bestraft werden.

Folglich wäre der erste Schritt einfach und klar. VR soll provozieren zum Nutzen des FCL. Provoziert Börni mit einem Stadionverbot an Mischi Wettstein (Argument: Unlautere Absichten gegen FCL sowie FCL Geschäftsleitungsmitglieder) und unterlegt den Stadionvermieter Börni ebenfalls mit einem Verbot Matchbesuch (Argument: Unlautere Absichten gegen Interesse des Mieters) FCL hat gegen Kurvenfans schon wegen weniger gravierenden ,Fehl‘ -Verhalten SV ausgesprochen und ,bestraft‘.
Ein PROVOZIERTER ALPSTAEG verliert die Kontrolle und das wäre DIE CHANCE

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