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Ligenreform Schweiz (NLA+NLB)

Sammler
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Re: Ligenreform Schweiz (NLA+NLB)

Beitrag von Sammler » 22. Aug 2019, 08:23

Gefällt mir - im Großen und Ganzen. Über die Punkteteilung kann man streiten. Doch da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Aufwindfahne
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Re: Ligenreform Schweiz (NLA+NLB)

Beitrag von Aufwindfahne » 22. Aug 2019, 08:29

OldRabbit hat geschrieben:Solche Schwachköpfe beim Verband. Kack Punkteteilung und Playoff-Spiel - nun also doch das Modell der holländischen(?) Supi-Vermarktungsfirma. Haben sie mit der Schweiz tatsächlich noch einem dummen kleinen Verband diesen Schwachsinn andrehen können...Fragt mal in Oesterreich nach, was sie von diesem "Furz" halten...(und vergesst das Argument mit dem besseren Liga-Ranking, das kommt einzig und allein von der RB-Kohle)

Einfach Weltklasse - von Ausbildungsliga reden und dann den Modus so gestalten, dass die kurzfristige Nervosität nochmals deutlich ansteigt. Wäre ja interessant zu wissen, wie die Trainer darüber denken.

Wie in der Politik: Alle träumen, bei den grossen 6 dabei zu sein. Dass zwei Plätze davon eh schon praktisch gebucht sind - geschenkt. Die Reichen reicher machen und den anderen ein paar Brosamen hinwerfen. Viel Spass, ich hör die Vereine (allen voran Luzern) jetzt schon jammern.

Irgendeiner hat hier im Forum mal einen Ballesterer-Artikel mit einem ersten deutlichen Fazit zum Austria-Modell reingestellt, vielleicht lohnt es sich ja, diesen nochmals hervorzukramen.
Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst was dafür zu tun,
ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten

Sammler
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Re: Ligenreform Schweiz (NLA+NLB)

Beitrag von Sammler » 22. Aug 2019, 08:42

Machen wir uns nichts vor: Die Ausbildungsliga steht doch seit Jahren schon nur noch auf dem Papier.

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LU-57
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Re: Ligenreform Schweiz (NLA+NLB)

Beitrag von LU-57 » 22. Aug 2019, 10:27

weitere plus/minuspunkte:

bei 6 partien pro runde dürften (hoffentlich) mind. deren 3 am samstag sein (weiterhin 3 am sonntag), d.h. erhöhte chancen auf samstags-spiele (das ösi-vorbild handhabt(e) es zumindest so).

aber die anspielzeiten werden mit dem neuen tv-vertrag wohl anyway auch nochmals zur diskussion stehen.

tendenziell würden mit 12 mannschaften aber eher je 3 am sa/so gespielt.

für die final- bzw. abstiegsrunde würden dann wohl (in österreich zumindest der fall) sämtliche 3 partien der finalrunde am einen und die 3 partien der abstiegsrunde am anderen tag durchgeführt. dies hätte je nach dem zur folge, dass man nur noch am samstag oder nur noch am sonntag spielt. ok, noch ziemlich hypothetisch zwar. aber sollte man nicht ausser acht lassen. :wink:

ergo: eine aufstockung auf 12 teams befürwortet wohl mehr oder weniger jeder und ist unbestritten ein schritt in die richtige richtung.

der split in final- und abstiegsrunde ist allerdings fraglich. dann doch lieber das übel der 33 partien im dänemark-style (22 round-robin plus "willkürlich" nochmals 5/6 daheim/auswärts).

Aufwindfahne hat geschrieben:Irgendeiner hat hier im Forum mal einen Ballesterer-Artikel mit einem ersten deutlichen Fazit zum Austria-Modell reingestellt, vielleicht lohnt es sich ja, diesen nochmals hervorzukramen.

den wink mit dem zaunpfahl scheinst bei meiner +/- auflistung nicht verstanden zu haben. hab den nämlich sogar noch - erfolglos - gesucht. HOL IHN HERVOR EH!

jossen hat geschrieben:In einer 16er Liga dümpeln 8 Teams im Mittelfeld rum, die weder am Abstiegskampf noch um den Kampf um europäische Plätze beteiligt sind. Ob das dann bezüglich Spannung besser ist, naja.

mir geht es in erster linie auch überhaupt nicht um die spannung, sondern um abwechslung! spannung die kann man eh nicht wirklich künstlich erzeugen. schlussendlich hängt alles immer davon ab, wie ausgeglichen die meisterschaft ist, egal mit wie vielen mannschaften. das bisherige punktesystem verzerren (halbierung der punkte, play-offs, pipapo) ginge im übrigen auch bei einer round-robin 16er meisterschaft (komplexest-umfangreiche play-off-grüsse nach italien). und sind wir ehrlich: egal wie nahe alle teams beieinander sind - wirklich spannung kommt sowieso erst kurz vor saisonende auf. bis vier-fünf runden vor dem ende bringt diese "spannung" m.e. wenig bis nichts an zusätzlichem publikum oder emotionen.

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«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
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Re: Ligenreform Schweiz (NLA+NLB)

Beitrag von Beo » 22. Aug 2019, 12:49

LU-57 hat geschrieben:dann doch lieber das übel der 33 partien im dänemark-style (22 round-robin plus "willkürlich" nochmals 5/6 daheim/auswärts).

Die haben diesen Modus ja bereits wieder abgeschafft - stattdessen eine 14er-Liga eingeführt, mit Grunddurchgang, danach Finalrunde und zwei (!) Abstiegsgruppen, aus denen vier Mannschaften schlussendlich für um einen Europacup-Playoffplatz gegen den vierten der Finalrunde kämpfen!

Nur in San Marino läuft's noch ein bisschen komplizierter… :mrgreen:
Nicola Sturgeon, Premierministerin von Schottland, 19.06.2019 hat geschrieben:
"I still don’t fully understand how it works, but I understand enough to know that I hate VAR!"

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Re: Ligenreform Schweiz (NLA+NLB)

Beitrag von Schalker jung » 22. Aug 2019, 14:35

Wie ist eigentlich die Meinungen der anderen Kurven? Gibt es einen gemeinsamen Nenner? Wie damals bei den Eintrittspreisen?
1000 Trainer schon verschliessen, Spieler kommen Spieler gehen
doch was stehts bleibt sind wir Luzerner die immer Treu zur Mannschaft stehn

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Re: Ligenreform Schweiz (NLA+NLB)

Beitrag von LU-57 » 22. Aug 2019, 15:07

Schalker jung hat geschrieben:Wie ist eigentlich die Meinungen der anderen Kurven? Gibt es einen gemeinsamen Nenner? Wie damals bei den Eintrittspreisen?

yb ists scheissegal. hauptsache tschempiensliig.

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Re: Ligenreform Schweiz (NLA+NLB)

Beitrag von bjaz » 22. Aug 2019, 15:09

Schalker jung hat geschrieben:Wie ist eigentlich die Meinungen der anderen Kurven? Gibt es einen gemeinsamen Nenner? Wie damals bei den Eintrittspreisen?


basel ists scheissegal. hauptsache kein esports.
Diesbezüglich soll scheinbar an diesem Tag auch abgestimmt werden

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Re: Ligenreform Schweiz (NLA+NLB)

Beitrag von LU-57 » 14. Nov 2019, 09:30

die amateurliga unterstützt gem. präsientenkonferenz einstimmig die aufstockung der nla.

entsprechend steht der aufstockung sowie einem neuen modus nur noch die zustimmung der vertreter der proficlubs im wege. diese entscheiden morgen in ner woche, am 22.11.2019 anlässlich der gv. für die änderung ist eine 2/3 mehrheit notwendig.

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Re: Ligenreform Schweiz (NLA+NLB)

Beitrag von LU-57 » 15. Nov 2019, 12:25

bjaz hat geschrieben:[...] esports.
Diesbezüglich soll scheinbar an diesem Tag auch abgestimmt werden


die angedachte e-sport-supertruperliig dürfte n ziemliches rumpfgeschwür werden. nebst luzern soll auch st.gallen und thun nicht teilnehmen wollen. aber vielleicht stellt basel ja 3-4 teams, dann bringen sie die liga womöglich doch noch voll.

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Re: Ligenreform Schweiz (NLA+NLB)

Beitrag von Heiri » 18. Nov 2019, 16:15

anscheinend vorläufig wieder vom tisch...
"Ich realisierte wie stolz ich war, ein Luzerner zu sein"

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Re: Ligenreform Schweiz (NLA+NLB)

Beitrag von LU-57 » 19. Nov 2019, 11:07

scheinbar haben die amateurclubs - dessen präsidentenkonferenz das anliegen noch einstimmig unterstützt hat (?) - die reform (vorerst) zu fall gebracht - und nicht etwa die einsicht, dass man die 2/3-mehrheit nicht erreicht. im februar soll das traktandum aber wieder auf den tisch kommen. ich frage mich nach wie vor, wie und warum dem anliegen (falls man das problem mit den amateurligen lösen bzw. sich davon freikaufen kann) mindestens 14 teams der nla/nlb zustimmen sollten. die reform darf von maximal 6 teams abgelehnt werden. darunter ist sicher thun. des weiteren sehe ich auch für alle anderen schwanzclubs der nla (wegen der splitung in final- und abstiegsrunde) sowie vorallem für die clubs der nlb (verlieren ihre "zugpferde", zurück bleibt alles, was eh nicht aufsteigen darf) nur wenig bzw. überhaupt keine vorteile an der reform. aber wichtig scheint ja vorallem, dass die hüperkiub-holländer wieder etwas kohle scheffeln können. mal schauen, vielleicht liegt bis im februar ja noch n besserer vorschlag aufm tisch. eine aufstockung an sich wäre ja sehr, sehr wünschenswert.

Tagi hat geschrieben:Modusänderung in der Super League kommt vorerst nicht

Markus Lüthi, Präsident des FC Thun und Gegner der Reform, bestätigt, dass das Traktandum von der Liste gestrichen wurde.

Nichts ist schiefgelaufen. So sieht das Heinrich Schifferle, der Präsident der Swiss Football League (SFL) am Tag, an dem bekannt wurde, dass die Aufstockung der Super League von 10 auf 12 Teams vorerst verhindert wurde. Dabei zeigte sich Schifferle im August zuversichtlich, dass am 23. November die Reform beschlossen würde. Das Ja zur Reform an der Generalversammlung schien Formsache.

Dass es nun anders gekommen ist, verdeutlicht, dass einiges schiefgelaufen ist. Eine Reform muss von einer Zweidrittelmehrheit der 20 Proficlubs abgesegnet werden sowie von den anderen Abteilungen innerhalb des Schweizerischen Fussballverbandes. Da liegt das Problem: Ganz viele Interessen prallen aufeinander, eine Entscheidungsfindung ist schwierig. Umso mehr brauchte es einen Ligapräsidenten, der es versteht, zu vermitteln, sämtliche Parteien einzubinden.

Es war schon ein Geburtsfehler, die Clubs im August erst Stunden vor der Öffentlichkeit über die Details der geplanten Reform zu informieren. Schwerer wog allerdings ein Konflikt, der im Verband schwelt. Es geht darum, unter welchen Bedingungen die U-21-Teams der Proficlubs in der dritt- und vierthöchsten Liga mitspielen dürfen. Für dieses Recht bezahlte die SFL den Vereinen der Promotion League und der 1. Liga bislang insgesamt jährlich eine halbe Million Franken. Kürzlich hat die SFL diesen Vertrag aber einseitig gekündigt. Auch hier gelang es der Liga und Schifferle nicht, Brücken zu bauen.

«Gut Ding will Weile haben»

Im Gegenteil: An der letzten Konferenz der Ersten Liga sollen sich deren Vertreter äusserst unversöhnlich gezeigt haben. Nun haben sie ihre Macht als Druckmittel genutzt und die Modusänderung der Profiligen vorerst zum Scheitern gebracht. Das zeugt zwar auch von einer gewissen Kleingeistigkeit, bringt die SFL aber in Zugzwang. Denn: Der Entscheid zur Reform eilt. Ende nächster Saison läuft der Fernsehvertrag aus, die Ausschreibung für einen neuen Kontrakt soll im zweiten Quartal 2020 erfolgen. Bis dann muss klar sein, in welchem Modus gespielt wird.

Bis Ende Januar soll eine Arbeitsgruppe der SFL die Probleme lösen. Etwa klären, wie sich eine Reform auf die Einnahmen der Clubs auswirken könnte. Oder, ob eine Punkte­teilung nach 22 Runden Sinn ergibt. Nur: Das alles hätte schon passieren sollen, bevor die Liga im August vorpreschte. Zudem müssen die Differenzen mit der Ersten Liga beseitigt werden. Geht es nach der SFL, wird an einer ausserordentlichen Generalversammlung im Februar endlich über die Reform abgestimmt werden. «Gut Ding will Weile haben», sagt Schifferle. Und: «Es wird sich alles lösen.» Der Präsident nennt sich selbst einen Dauer-Optimisten.
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Re: Ligenreform Schweiz (NLA+NLB)

Beitrag von Don Pedro » 19. Nov 2019, 14:13

(…) Schwerer wog allerdings ein Konflikt, der im Verband schwelt. Es geht darum, unter welchen Bedingungen die U-21-Teams der Proficlubs in der dritt- und vierthöchsten Liga mitspielen dürfen. Für dieses Recht bezahlte die SFL den Vereinen der Promotion League und der 1. Liga bislang insgesamt jährlich eine halbe Million Franken. Kürzlich hat die SFL diesen Vertrag aber einseitig gekündigt. Auch hier gelang es der Liga und Schifferle nicht, Brücken zu bauen. (...)

Ernsthaft? :scratch:
Was bedeutet das nun für uns bzw. unsere U21?
Bienvenido a Lucerna, hijo de puta!

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Re: Ligenreform Schweiz (NLA+NLB)

Beitrag von LU-57 » 21. Nov 2019, 16:04

Don Pedro hat geschrieben:Was bedeutet das nun für uns bzw. unsere U21?

scheinbar nicht wahnsinnig viel. gemäss heutigem pfadiblatt bzw. von der zeitung/plattform wo die pfader diesen bericht herkopiert haben, scheint es beim konflikt auch um eine grundsätzlichere reform der promotion league (und der nlb) zu gehen. scheinbar möchten die spitzenmannschaften bzw. die sfl, dass mehr u21 teams in der PL spielen könnten (aktuell ja max. 4). eine aufstockung der PL von 16 auf 18 teams wird daher in erwägung gezogen. es wird nun scheinbar ein weiteres projektteam gebildet, welches bis zur ausserordentlichen gv im frühjahr 2020 auch anpassungen im bereich PL und NLB unter die lupe nimmt. es wird also hüben wie drüben noch abgeklärt. keine ahnung, was die hüperkiub-absahner nun eigentlich genau gemacht haben. aber wie dem auch sei. scheinbar sei eine zustimmung zur NLA-reform (aufstockung auf 12 teams, ect.) nach wie vor "reine formsache". wir werden sehen...

grundsätzlich ist es sicherlich begrüssenswert, wenn sich in der NLB ebenfalls etwas tuen würde (hab ich schon diverse male angedeutet). wie/was die integration von noch mehr u21-mannschaften in der PL bzw. deren aufstockung (anstatt aufhebung) für die vereine dort positives bewirken soll, bleibt mir allerdings schleierhaft.

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Re: Ligenreform Schweiz (NLA+NLB)

Beitrag von LU-57 » 21. Jan 2020, 02:06

...und natürlich schaffen sie es, die eigentlich gute idee vollends zu versauen:
SFL hat geschrieben:SFL PRÜFT NEUE MODUS-VARIANTE MIT 12 TEAMS

20.01.2020

Die Vertreter der 20 Klubs der Swiss Football League (SFL) diskutierten heute in Bern über die künftige Struktur und den Modus für die Super League. Die Mehrheit der Klubvertreter sprach sich für eine Erhöhung der höchsten Schweizer Liga auf 12 Klubs aus.

Beim Modus für eine Meisterschaft mit 12 Klubs wird in den nächsten Wochen eine detaillierte Analyse des Modells stattfinden, welches seit rund 20 Jahren in Schottland zum Einsatz kommt. In Schottland tragen die 12 Klubs der höchsten Liga pro Saison 38 Runden aus. Nach 33 Spieltagen, in denen alle Teams jeweils dreimal gegeneinander antreten, wird die Liga in zwei Gruppen mit jeweils 6 Klubs unterteilt. Die Teams der jeweiligen Gruppen spielen anschliessend in 5 weiteren Runden je einmal gegeneinander entweder um die Meisterschaft oder gegen den Abstieg.

Mitte März wird an einer ausserordentlichen Generalversammlung der Swiss Football League über die Aufstockung beschlossen. Sollte keine Mehrheit zustande kommen, bleibt die aktuelle Struktur bestehen. Eine Erweiterung der Anzahl Klubs in der Swiss Football League muss von den anderen Abteilungen innerhalb des Schweizer Fussballverbandes befürwortet werden.
#-o ein entscheid, der einmal mehr offenbart, was den schweizer fussball bestimmt: geld und angst.

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Re: Ligenreform Schweiz (NLA+NLB)

Beitrag von Don Pedro » 21. Jan 2020, 16:02

Geiler Scheiss. Nicht! :eye: :clown:
Als Verein, wie auch Fan kann dann also eine Saisonkarte für 18, 19 oder 20 Heimspiele (ver)kaufen. Wie wird dann der Preis angesetzt? Total logische und faire Angelegenheit. (ok, fairplay. Vor der Saison kann man es immerhin eingrenzen auf 18/19 bzw. 19/20 Heimspiele)
Mit dem Winter in der Schweiz ist's natürlich auch total logisch, die Winterpause weiter zu verkürzen, oder weitere Spiele unter der Woche um 17 Uhr anzusetzen, weil ansonsten UEFA-Spiele tangiert werden. :roll: Die Logik der Einfaltspinsel ist natürlich einfach: Mehr Spiele = mehr Geld und somit mehr Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit international und blablabla. Unsägliches Thema, wobei gerade der (Vize-)Präsident von Winti mir dazu einmal im Salon Erika einen Vortrag hielt. Mit VAR wären sie auch schon im Cupfinal gewesen, usw usf. Immer dieselben kurzsichtigen Denkmuster..

Ganz ehrlich, da wäre die Halbierung der Liga nach 22 Spielen und anschliessender Meister- bzw. Abstiegsrunde (ohne Punktehalbierung!!) um einiges fairer. Zudem entspannt sich der Spielplan, sodass im Sommer nicht so früh, im Winter etwas später und auch sonst noch 1-2 Mal weniger unter der Woche gespielt werden muss. Für den Cup ergäbe dies alternativ 1-2 Mal mehr die Möglichkeit, am Wochenende gespielt zu werden. Die Trennung der Tabelle kann ausserdem perfekt in der März-Natipause vorgenommen werden, dann haben die Bullereien weniger zu heulen wegen der Bewilligung von Spielen und der Vorverkauf der Tickets kann mit mehr Vorlaufzeit aufgegleist werden.

Wenn aber ein Modus mit 12 Teams kommen soll, dann von mir aus einfach die Dreifachrunde. Dort könnte man immerhin die Unsicherheit bezüglich Anzahl Heimspielen bereits vor Saisonbeginn beseitigen und ggf. eine sportliche Challenge draus machen: Beste 6 Teams der Meisterschaft erspielen sich ein zusätzliches Heimspiel in der nächsten Saison.

Ich bin nach wie vor pro 16 Teams in der NLA. 30 Runden. Mehr Reiz für das einzelne Spiel, mehr Zuschauer an den Spitzenspielen, grössere Spitzengruppe, gesichertes Mittelfeld, geile Oldschoolgrounds. Fertig. Man müsste nur wollen und entsprechend die Anforderungen runterschrauben. Aber äbe..
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Re: Ligenreform Schweiz (NLA+NLB)

Beitrag von LU-57 » 6. Feb 2020, 12:51

bjaz in der Liiribox hat geschrieben:https://sport.ch/superleague/496867/die ... diskussion
finds ja okei, dass man liechtenstein aufgenommen hat. aber die österreicher muss man nun effektiv nicht auch noch integrieren. einzig bei vorarlberg wäre ich absolut dafür (reichshofstadion lustenau :love10: ).

jaja, blabla. gähn. ähnliche projekte wie in holland/belgien verfolgt man auch auch in irland. dort macht es zumindest "historisch" gesehen sinn. so bilden nordirland und die republik in verschiedenen anderen sportarten - sowie im fussball-cup - schon bzw. wieder eine gemeinsame liga, teils gar gemeinsamen nationalmannschaften (rugby). selbsterklärend liegt aber auch beim aktuellen projekt einer gemeinsamen irischen fussballliga das hauptaugenmerk beim lieben geld.

bin gespannt, wie es hüben wie drüben weitergeht. auch die kleinen wollen etwas am geld ersticken. sollen sie doch. in der schweiz halte ich einen solchen zusammenschluss für unmöglich. da würde sich wohl selbst die ostkurve bern dagegen auflehnen.

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Re: Ligenreform Schweiz (NLA+NLB)

Beitrag von Don Pedro » 6. Feb 2020, 13:41

Um es mal bildlich für alle Funktionäre generell und die geldgeilen Unterstützer einer Alpen- oder Schwesterreich-Liga im Spezifischen auszudrücken :
Ein Gebäude/Gebilde ist nur so stark wie sein Fundament. Mag sein, dass man mit dem höchsten Kirchturm, der höchsten Rooftop-Bar, etc. viele Insta-Likes und Touristen generiert. Wenn dir bei diesem Konstrukt aber irgendwann das Fundament wegbricht, gibt's gezwungenermassen auch keine (positiven) Insta-Rezensionen mehr.
Wie wäre es also für einmal, man würde beim Thema "Ligareform", "Wachstum", "Anschluss zu den Grossen" von der Basis des "grauen", aber traditionsreichen Unterbaus beginnen und DANACH den Überbau ausschmücken? Gibt es allenfalls auch Möglichkeiten, den Unterbau authentischer und spannender zu gestalten, sodass man gar nicht erst die 100 Stockwerke bis zur Rooftop-Bar erklimmen muss? Stichwort Nischenmarkt, zurück zu den Wurzeln. Es muss nicht immer das 0815-HSG-Hypercube-Berater-Gebrabbel sein, sondern womöglich passt für einmal auch der Rat der einfachen Menschen von der Strasse bzw. aus dem Stadion oder der kleineren Vereine. Würde ich in meinem Job die Gebäude von oben nach unten planen, wäre ich ziemlich schnell weg vom Fenster. Das Fenster ausserdem gleich mit, nur so.

Das heisst übrigens nicht, dass man später nicht nach Höherem streben darf. Ohne solides Fundament bleiben solche Versuche aber ständig ein Flickwerk und unglaubwürdiges Gebastel.

Basel - Rapid, Luzern - Sturm Graz, FCZ - Austria, tönt alles verlockend. Ob dies bei Mattersburg - Thun, Aarau - SCR Cashpoint (!) Altach, Lausanne - St. Pölten auch so aussieht?
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Re: Ligenreform Schweiz (NLA+NLB)

Beitrag von Schalker jung » 6. Feb 2020, 13:57

Lieber SFV
Hört doch einfach einmal auf die Fans und erhöht die NLA auf 16 Teams
Aarau, Lausanne, Vaduz, Winterthur, GC, Schaffhausen sind bereit. Promiotionsliga ohne U21 Teams als neue NLB. U21 wieder eine NLC wie in den 80er Jahren
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Re: Ligenreform Schweiz (NLA+NLB)

Beitrag von Aufwindfahne » 14. Feb 2020, 15:05

Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst was dafür zu tun,
ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten

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