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Nein zum VAR

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VSHG
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Re: Nein zum VAR

Beitrag von VSHG » 25. Feb 2020, 06:25

Mein Gott jetzt tut nicht so. Aufgrund des Torjubels von Hoarau und Seoane, handelte es sich eh nur um ein Testspiel.
10.06.1989
... weitere Daten folgen in Kürze!

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bjaz
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Re: Nein zum VAR

Beitrag von bjaz » 30. Mär 2020, 11:37

Ein kleiner statistischer Hinweis zu einer Regel die eigentlich gar keine Regel ist. Eventuell sollte man ja von der Begrifflichkeit "Regel" wegrücken.
https://www.wahretabelle.de/news/regelmythen-der-torwart-darf-den-ball-nur-sechs-sekunden-festhalten/7648 hat geschrieben:Regelmythen: Der Torwart darf den Ball nur sechs Sekunden festhalten
Ursprünglich kommt die Bestimmung aus den 1980er-Jahren

Im Regelwerk des International Football Association Board (IFAB) steht geschrieben, dass es einen indirekten Freistoß gibt, wenn der Torhüter den Ball „mehr als sechs Sekunden lang mit der Hand/dem Arm kontrolliert, bevor er ihn freigibt“: Aber warum hält sich kaum ein Torwart an diese Regel?

Das liegt am Ursprung der Regelung. Während der Weltmeisterschaft 1982 durften die Torhüter den Ball zum Teil sehr lang in der Hand behalten und sogar ablegen, nur um ihn danach erneut in die Hand zu nehmen. Das IFAB beschloss in den Jahren darauf, das Spiel zu beschleunigen und legte dafür die Sechs-Sekunden-Regel fest. Ohne feste Zeit, hätte sich vermutlich nichts an der Spielweise geändert. Heute wird den Schiedsrichtern beigebracht, diese Regel nicht so streng auszulegen. Ein indirekter Freistoß im Strafraum soll nur verhängt werden, wenn der Keeper mit seinem Verhalten offensichtlich Zeit schinden will. Sucht er nach einer Anspielstation, sollen die sechs Sekunden nur als Richtwert dienen.

Der Fernsehsender „Sky“ hat am 14. Spieltag der Saison 2014/15 die Zeit gemessen, die die Torhüter mit dem Ball in der Hand verbrachten. In neun Spielen wurden 121 Aktionen registriert, in denen die Torhüter den Ball in der Hand hatten und in insgesamt 60 Aktionen, wurden die erlaubten sechs Sekunden überschritten. Damit hätte in 50 Prozent der Fälle ein indirekter Freistoß verhängt werden müssen. Bayerns Manuel Neuer und der damalige Gladbach-Torwart Yann Sommer waren an diesem Spieltag die Einzigen, die nicht gegen die Regel verstießen. (yk)

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LU-57
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Re: Nein zum VAR

Beitrag von LU-57 » 8. Mai 2020, 15:22

byebye varschloch
CH Medien hat geschrieben:Und noch eine Änderung ist möglich: Es ist den Organisatoren freigestellt, ob sie nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs den Video-Schiedsrichterassistenten (VAR) einsetzen wollen - oder nicht.
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Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
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max power
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Re: Nein zum VAR

Beitrag von max power » 13. Jul 2020, 09:15

Gemäss SRF Bericht, gab es zu Spielbeginn in Thun keine Verbindung zum VAR, wegen technischen Problemen. Deswegen konnte das 1:0 nicht auf Abseits überprüft werden. Kommt mir so vor, wie wenn der Linienrichter noch auf der Klo Schüssel sitzt, aber der Schiri das Spiel trotzdem schon mal anpfeift. Der Assi kommt ja dann schon noch.


Bei Basel YB fordert der Dani Kern vom SRF den VAR bei einer Gelb/Roten Karte. Der hat die Regel wohl immer noch nicht verstanden, auch wenn ich sein Einwand verstehen kann. Das Gelbe Karten für eine Schwalbe ausserhalb des 16er verteilt werden, kommt auch nicht oft vor. Aber die Szene zeigt halt schon auch eine grosse Schwäche des VAR auf. Ob Gelb/Rot oder direkt Rot spielt für die betroffene Mannschaft, für das laufende Spiel, keine Rolle. Mann spielt mit einem Mann weniger. Also kann auch eine gelbe Karte durchaus ein krasser Fehlentscheid sein und das war die gelbe Karte definitiv.

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von bjaz » 13. Jul 2020, 10:11

max power hat geschrieben:
13. Jul 2020, 09:15
Gemäss SRF Bericht, gab es zu Spielbeginn in Thun keine Verbindung zum VAR, wegen technischen Problemen. Deswegen konnte das 1:0 nicht auf Abseits überprüft werden. Kommt mir so vor, wie wenn der Linienrichter noch auf der Klo Schüssel sitzt, aber der Schiri das Spiel trotzdem schon mal anpfeift. Der Assi kommt ja dann schon noch.
:!:

max power hat geschrieben:
13. Jul 2020, 09:15
Bei Basel YB fordert der Dani Kern vom SRF den VAR bei einer Gelb/Roten Karte. Der hat die Regel wohl immer noch nicht verstanden, auch wenn ich sein Einwand verstehen kann.
Die Berichterstattung bezüglich VAR ist teilweise jenseits von Gut und Böse. Manchmal mögen sie bei SRF auf einer Szene rumreiten bei der es eigentlich gar nichts zu lamentieren gibt und wo man am Ende entweder zum Fazit "kann man geben" oder "muss man nicht geben" gelangt. Schlussendlich einfach eine sinnlose Diskussion über uneindeutige Regeln, die man auch mit der futurischtisten Technik unterschiedlich bewerten kann. Was bei einem normalen Menschen eigentlich zu mindestens einer der beiden Fragen führen sollte: Braucht es "futuristische Technik" oder sind die Regeln schlicht veraltet? Wenn einem die (finanzielle) Gerechtigkeit denn so wichtig ist, sollte man doch vielmehr die letzte Frage stellen.

Zum Anderen lassen sie gewisse Szenen einfach links liegen. Die Szenenauswahl für den Matchbericht ist ja generell selten wirklich aussagekräftig und aus Stadionbesuchersicht heikle Szenen kann man sich da meistens nicht mehr alle nochmals anschauen. Aber dass auch während eines Live-Spiels einzelne Szenen und damit der VAR nicht hinterfragt wird war mir als ansonsten regelmässiger Stadionbesucher neu. Beim Führungstreffer von Servette letzte Woche hat man sich kaum einen halben Satz dazu gegönnt, die Szene aufzulösen, von wem der Kopfball effektiv stammt und die Sinnhaftigkeit des VAR anzusprechen. Weiter gehts. Aus der Ostschweiz hätte es wohl wieder Hassbriefe, Online-Petitionen und Verschwörungstheorien gehagelt. Wenn man nicht mal eine solche Szene auflösen kann, werde ich nicht mal mehr sauer, sondern rolle nur noch meine Augen. Von einem öffentlich-rechtlichen Sender würde ich allgemein doch etwas mehr Kritik erwarten. Schlussendlich verschwendet diese unnötige Scheisse mindestens 1.5 Mio pro Jahr, die man dann unter anderem über TV-Rechte reinholen muss. Aber durch die Kommerzialisierung aller Sportarten und der damit verbundenen Lizenzvergabe der Übertragungsrechte rollt das SRF praktisch jeder Sportart/Liga den roten Teppich aus, welche sie überhaupt noch übertragen können. Immerhin dürfte es nicht mehr all zu lange dauern bis auch der Schweizer Fussball aus dem Free TV verschwindet. Für mich dürfte das lieber früher als später der Fall werden.

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von Pitcher » 13. Jul 2020, 11:35

BTW gab es anschliessend zu den Matchberichten noch eine kurze Reportage zu den Schiedsrichtern, insbesondere Fedayi San. Da fragt man sich schon warum man immense Summen für den VAR ausgibt aber Schiedsrichter nicht zum Vollzeitpensum anstellen kann (will).. Meiner Meinung nach dürfte eine Schiri in der obersten Spieklasse einen angemessenen Batzen verdienen und kann sich dafür Vollzeit auf den anspruchsvollen und wohl nicht sehr beliebten Beruf konzentrieren.

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von Master » 22. Jul 2020, 08:11

Hebi im "Satz des Tages"-Fred hat geschrieben:
21. Jul 2020, 15:54
SFR zum Einjährigen vom VAR hat geschrieben: Zum einjährigen Geburtstag des Videobeweises in der Schweiz lässt sich einiges konstatieren. Etwa, dass der VAR den Fussball gerechter macht. Viele Befürchtungen blieben unbegründet. Als Stärke gilt, dass er sich hierzulande nur selten einmischt.
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Master (am Do 20. Okt 2005 22:24 ) hat geschrieben:ich sage immer das gleiche.. dass er dem verein helfen wird, davon bin ich überzeugt!
dass er der fanszene schaden wird, davon bin ich genau so überzeugt! aber ich hoffe wir werden das überstehen!

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von bjaz » 22. Jul 2020, 09:11

Der Vollständigkeit halber sollte man eine solche Bewertung mit Zahlen begründen. Die einzige Statistik die das SRF für diesen Schluss herbeizieht:
Ende Saison will die SFL den VAR erneut bewerten. Die Evaluation Ende 2019 war äusserst positiv ausgefallen: Man sei «sehr zufrieden», dank des Video-Schiris seien nach 18 Runden 21 Fehlentscheide korrigiert worden.
Hochgerechnet kostet die Liga also ein "korrigierter Fehlentscheid" über 35'000 Franken. Wow! Die Erfahrung zeigt, dass solche Zahlen am Ende meist noch höher sind. Aber was ist ein "korrigierter Fehlentscheid"? Wer entscheidet darüber? Eine unabhängige Stelle oder ein paar Alt-Schiedsrichter die selber finanziell vom System profitieren, solange es existiert? Oder hat die FIFA-Ethikkommission das ganz sachlich analysiert? Das ist wie wenn sich der rosafarbene Bäckerei-Gigant selber mit einem eigens kreierten Award auszeichnet. Herzliche Gratulation!

Sind unter diesen 21 Fehlentscheiden auch Spielsituationen, bei denen (zumindest vom Schiedsrichter-System direkt) unabhängige Experten zum Schluss kommen "kann man geben [muss man aber nicht]"? Falls ja, bedürfte es eine Begründung für die jeweiligen Szenen. Damit kann man Spieler wie Fans transparent aufklären, wie die teils schwammigen Regeln einzuhalten sind. Ansonsten ist davon auszugehen, dass der VAR regelwidrig gehandelt hat, da es eben keine "eindeutigen" Fehlentscheide waren. Wie sieht die Statistik aus zu den Spielsituationen, wo die gleichen Experten (meinetwegen jene im SRF-Studio) meinen "der VAR hätte eingreifen müssen"? Und am wichtigsten: wie oft hat der VAR selber eingegriffen, obwohl er es nicht hätte dürfen, was insofern selber einen Fehlentscheid verursacht, den es ohne Einführung des VAR nicht gegeben hätte? Im Sinne der Transparenz dürfte man doch auch diese Zahlen bekannt geben. Wenn dieses Schiedsrichter-Addon wirklich so gut sein soll, dann dürften diese Zahlen doch unterstützend wirken?! Als öffentlich-rechtliches Programm stünde man eigentlich in der Verantwortung nicht einfach nur abzuschreiben, sondern mal nachzufragen. Aber sonst heisst es wohl "du, aso wenn ehr wiiter so kritisch brechtet, de gämmer d'Rächt s'nögscht mol ganz a Teleclub oder im rote Füürdrache vo MySports".

Ohne statistischen Gegenbeweis muss man annehmen, dass es in der Summe weniger korrekte Entscheide sind als man angegeben hat, da der Verband selber stets betont, dass der VAR nicht fehlerfrei sei. Und selbst wenn man keine Mischrechnung macht und die 35'000 nicht weiter erhöht, muss man sich fragen: Lohnt sich das? Über die Zeit, lass es Jahre sein, gleichen sich die Fehlentscheide sowieso aus. Wenn die Gelder flacher verteilt würden, dann ist ein Fehlentscheid kurzfristig auch weit weniger gravierend, als er jetzt sowieso auch nicht ist. Die 150k die der FCL aber jährlich für dieses unnötige System ausgeben muss wären anderswo besser investiert gewesen. Beispielsweise hätte man für diesen Betrag auf der LUMAG-Tribüne eine Begegnungszone einrichten können. Da wäre wohl sogar noch eine kleine Brücke zum Sektor B drin gelegen. Btw: Falls jemand weiss wieviel die Holzkonstruktion die Parkour-Leute gekostet hat würde ich mich über eine PN freuen.

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von Hebi » 22. Jul 2020, 10:41

Ich kaufe mir auch immer überteuerte Sachen, die nicht ganz komplett sind und erzähle allen wie geil das Ding ist, weil ich es so wenig brauche.

Deine Fragen und Anmerkungen sind alle richtig und wären auch wichtig zu wissen, aber ihre Argumentation zeigt, dass sie weder das Interesse haben, noch sich die Mühe machen wollen irgendetwas zu hinterfragen. Von diesem Jahr VAR wurde fast die Hälfte der Spiele ohne Zuschauer gespielt und sie kommen zum Schluss, dass - egal wie man den VAR findet - die Emotionen im Fussball weiterleben. Wie kommen die auf so einen Scheiss? Weiter wurden in 18 Runden 21 Fehlentscheide korrigiert. Man hätte auch schreiben können in 90 Spielen. Jedes vierte Spiel , wow! Da stimmt der Satz der SFL vor der Einführung bestimmt:
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Re: Nein zum VAR

Beitrag von Master » 22. Jul 2020, 10:57

Letztenendes diskutiert man nun halt ein kleines Bisschen weniger, ob das nun Foul war oder nicht, dafür noch viel mehr wieso einmal der var eingreift/bemüht wird und sonst nicht. Wobei die Diskussionen ob Hands oder Foul oder gelb oder rot oder was auch immer trotz var nicht fertig sind. Am Schluss entscheiden immer noch Menschen.. wohl gemerkt ein Amateur mit einer so wichtigen Rolle in der systemrelevanten Nahrungskette Fussball. Aber vielleicht kommen nun mit der so viel faireren Liga eine enorme Menge Spenden zusammen, weil die Welt, welche sich ein bisschen nach Frieden und Einheit sehnt, sich nun im schweizer Fussball verwirklicht fühlt.. Mit all diesem Geld könnte man dann vielleicht auch noch die Schiris professionalisieren.. :shock:

Zum Glück haben wir immerhin nicht soviel Geld, dass wir den perversen Abseitsschwachsinn aus der pl übernehmen können. :roll:
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Master (am Do 20. Okt 2005 22:24 ) hat geschrieben:ich sage immer das gleiche.. dass er dem verein helfen wird, davon bin ich überzeugt!
dass er der fanszene schaden wird, davon bin ich genau so überzeugt! aber ich hoffe wir werden das überstehen!

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von Tempo-Racer » 22. Jul 2020, 17:54

Master hat geschrieben:
22. Jul 2020, 10:57
Letztenendes diskutiert man nun halt ein kleines Bisschen weniger, ob das nun Foul war oder nicht, dafür noch viel mehr wieso einmal der var eingreift/bemüht wird und sonst nicht. Wobei die Diskussionen ob Hands oder Foul oder gelb oder rot oder was auch immer trotz var nicht fertig sind. Am Schluss entscheiden immer noch Menschen.. wohl gemerkt ein Amateur mit einer so wichtigen Rolle in der systemrelevanten Nahrungskette Fussball. Aber vielleicht kommen nun mit der so viel faireren Liga eine enorme Menge Spenden zusammen, weil die Welt, welche sich ein bisschen nach Frieden und Einheit sehnt, sich nun im schweizer Fussball verwirklicht fühlt.. Mit all diesem Geld könnte man dann vielleicht auch noch die Schiris professionalisieren.. :shock:

Zum Glück haben wir immerhin nicht soviel Geld, dass wir den perversen Abseitsschwachsinn aus der pl übernehmen können. :roll:
Dieser perverse Abseitsschwachsinn wäre meiner Meinung nach etwa der einige sinnvolle Anwendungspunkt des VARs. Denn dort kannst du über jeden Schiri hinweg das gleiche Resultat (Abseits/Kein Abseits) erwarten. Natürlich ist das extremst Pingelig... Aber da kann nach der Entscheidung keiner kommen und die Entscheidung anzweifeln.

Ob man das nun in der Schweiz benötigt ist dann wieder ein anderer Aspekt.

Das System VAR müsste komplett überdenkt werden. Das Hawkeye-System im Tennis finde ich z.B. sehr passend.
Gebt den Coaches je zwei bis drei Challenges, die sie im Spiel verwenden können. Falls sie falsch liegen ist die Challenge weg.
Und wenn dann eine Challenge ausgelöst wird, bespricht der Schiri sich mit dem Coach was er sehen will und das wird dann im GANZEN Stadion gezeigt.

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von Master » 23. Jul 2020, 07:36

Tempo-Racer hat geschrieben:
22. Jul 2020, 17:54

Dieser perverse Abseitsschwachsinn wäre meiner Meinung nach etwa der einige sinnvolle Anwendungspunkt des VARs. Denn dort kannst du über jeden Schiri hinweg das gleiche Resultat (Abseits/Kein Abseits) erwarten. Natürlich ist das extremst Pingelig... Aber da kann nach der Entscheidung keiner kommen und die Entscheidung anzweifeln.

Und wenn dann eine Challenge ausgelöst wird, bespricht der Schiri sich mit dem Coach was er sehen will und das wird dann im GANZEN Stadion gezeigt.
Es werden Millimeter-Entscheide gefällt, ohne dass genau die Millisekunde definiert werden kann, wann der Ball nun wirklich den Fuss verlässt. Wenn sich die Spieler in gegensetzlicher Richtung bewegen, ist dann schnell mal sehr viel Spielraum und das nicht mehr im mm-Bereich. Schon wenn ein Stürmer mit Tempo gegen einen eher statischen Verteidiger verglichen wird, ist es fast nicht mehr möglich. Ausser die Beschleunigung des Balles wird noch zusätzlich gemessen als massgebende Grösse. :roll:

Die Challenges sind ok, aber was dann? Hast Du ernsthaft das Gefühl, dass jeder dann die Situationen gleich beurteilt? Tatsachenentscheide wie beim Tennis gibt es nur auf den Tor-/Ausslinien. Ansonsten kannst das vergessen. Ok, noch bei einer Tätlichkeit ausserhalb des Blickfeldes der Schiris. Da wäre es wirklich eine Bereicherung.
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Master (am Do 20. Okt 2005 22:24 ) hat geschrieben:ich sage immer das gleiche.. dass er dem verein helfen wird, davon bin ich überzeugt!
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Re: Nein zum VAR

Beitrag von LU-57 » 23. Jul 2020, 11:22

Tempo-Racer hat geschrieben:
22. Jul 2020, 17:54
Das System VAR müsste komplett überdenkt werden
falsch. es muss nicht überdenkt, sondern abgeschaffen werden.
Hebi hat geschrieben:
22. Jul 2020, 10:41
Ich kaufe mir auch immer überteuerte Sachen, die nicht ganz komplett sind und erzähle allen wie geil das Ding ist, weil ich es so wenig brauche.
wuala.

wie unkritisch bzw. fast schon zwanghaft wohlwollend (auch) die medien hüben wie drüben solche - und andere - änderungen im fussball betrachten, ist für mich nicht ganz verständlich. ausser für jene wenigen, die an diesem system (mit-)verdienen, bringt das jetzt ganz einfach niemandem wirklich was. wenn etwas so viel kostet, dann muss man doch den anspruch daran haben, dass im gegenzug eine markante verbesserung der situation herbeigeführt werden kann. aber irgendwie sind alle schon total happy, dass keine verschlechterung eingetreten ist bzw. dass der var in der schweiz nicht ein solches chaos angerichtet hat, wie anderenorts.

und dass das srf findet, der var habe den fussball "gerechter" gemacht ist ja schön und gut. aber "gerecht" bzw. "gerechtigkeit" ist ein total subjektives empfinden, darauf lässt sich nun wirklich keine sachliche argumentation aufbauen.
Hochgerechnet kostet die Liga also ein "korrigierter Fehlentscheid" über 35'000 Franken.
Weiter wurden in 18 Runden 21 Fehlentscheide korrigiert. Man hätte auch schreiben können in 90 Spielen. Jedes vierte Spiel
auf sowas schon eher. btw.: wie kommst du eigentlich auf 35'000.- @bjaz?

und solche überlegungen wären m.e. ebenfalls elementar bzw. sowas von folgerichtig:
Lohnt sich das?
was ist ein "korrigierter Fehlentscheid"? Wer entscheidet darüber? Eine unabhängige Stelle oder ein paar Alt-Schiedsrichter die selber finanziell vom System profitieren, solange es existiert?
Die 150k die der FCL aber jährlich für dieses unnötige System ausgeben muss wären anderswo besser investiert gewesen.
so-oder-so bleibe ich dabei: ein business, welches sich n freiwilliges luxus-spielzeug wie den var immer noch leisten will (kosten-nutzen-bilanz und so), kann m.e. nie und nimmer in seiner existenz bedroht sein. wer wirklich an allen ecken und enden sparen muss, die einsparung dieses gewichtigen posten aber nicht mal diskutiert, der ist für mich unglaubwürdig.

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von bjaz » 23. Jul 2020, 11:32

LU-57 hat geschrieben:
23. Jul 2020, 11:22
Hochgerechnet kostet die Liga also ein "korrigierter Fehlentscheid" über 35'000 Franken.
Mindestens 1.5 Mio kostet der VAR die Clubs pro Jahr. Pro halbe Saison 0.75 Mio. In dieser halben Saison hat der VAR angeblich 21 mal korrekt eingegriffen.

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von Tempo-Racer » 23. Jul 2020, 22:41

Master hat geschrieben:
23. Jul 2020, 07:36
Es werden Millimeter-Entscheide gefällt, ohne dass genau die Millisekunde definiert werden kann, wann der Ball nun wirklich den Fuss verlässt. Wenn sich die Spieler in gegensetzlicher Richtung bewegen, ist dann schnell mal sehr viel Spielraum und das nicht mehr im mm-Bereich. Schon wenn ein Stürmer mit Tempo gegen einen eher statischen Verteidiger verglichen wird, ist es fast nicht mehr möglich. Ausser die Beschleunigung des Balles wird noch zusätzlich gemessen als massgebende Grösse. :roll:

Die Challenges sind ok, aber was dann? Hast Du ernsthaft das Gefühl, dass jeder dann die Situationen gleich beurteilt? Tatsachenentscheide wie beim Tennis gibt es nur auf den Tor-/Ausslinien. Ansonsten kannst das vergessen. Ok, noch bei einer Tätlichkeit ausserhalb des Blickfeldes der Schiris. Da wäre es wirklich eine Bereicherung.
Ja klar.. Habe damit jetzt mehr gemeint, dass dies jedenfalls mehr Sinn macht als ein VAR ohne diese kalibrierten Linien. Wenn der scheiss schon vorhanden sein muss, dann wenigstens korrekt.
LU-57 hat geschrieben:
23. Jul 2020, 11:22
Tempo-Racer hat geschrieben:
22. Jul 2020, 17:54
Das System VAR müsste komplett überdenkt werden
falsch. es muss nicht überdenkt, sondern abgeschaffen werden.
Ich sage ja müsste. Das Problem ist nur, dass die hohen Tiere dies immer noch als Bereicherung empfinden... Deshalb wird das Übel noch längere Zeit vorhanden sein.

Btw: Ich finde immer noch, dass wenn ein Spieler zum Schiri rennt und den VAR verlangt, dass dies auch als "Beleidigung" gegen den Schiri aufgefasst werden könnte und Gelb nach sich ziehen sollte.
Man wirft ja dem Schiri vor, dass er Tomaten auf den Augen hat

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von LU-57 » 11. Aug 2020, 22:13

https://www.sfl.ch/news/news/artikel/va ... heidungen/

1.5mio zur verhinderung von 36 fehlentscheiden. eine korrektur pro runde. in wievielen fällen dadurch das spielergebnis (punkteverteilung) beeinflusst wurde, wird (wie vieles anderes) bewusst verschwiegen. beachtet man, wie gross die abstände zwischen den relevanten tabellenplätzen (meister-europagöpp-direktabstieg, einzig barrage knapp) am ende waren, hätts im endeffekt auch ohne die paar var-korrekturen (1x mistaken identity!) und ohne 1.5mio mehraufwand dasselbe bild ergeben.

aber "sehr positives fazit", " eindeutiger beleg, dass der fussball durch den var gerechter und fairer geworden ist", "erfolgsgeschichte" und die sonstigen schlag-auf-schlag aneinandergereihten hochgestochenen lobhuldigungssätze tönen halt schon noch ziemlich geil.

etwas schepps steht dann am ende allerdings das "trotzdem müssen wir WEITERHIN DEMÜTIG bleiben" im raum. ähm? "mistaken word meaning" oder was?

tja, eigentlich passts ja perfekt. demut wird im profifussball schliesslich nicht erst seit heute irgendwie etwas anders interpretiert als anderswo.

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von bjaz » 12. Aug 2020, 09:08

Neutral ist anders. Kaum Selbstkritik, lediglich, dass man das Ganze noch optimieren soll, toll. Ein paar unbeantwortete Fragen, auf die man hätte eingehen dürfen und die man sich ruhig hätte stellen können:


Die Qualität der Entscheide ist sehr hoch, die VAR haben sich an unsere Weisungen gehalten und zurückhaltend eingegriffen und die Überprüfungen nehmen sehr wenig Zeit in Ansprung.
Was bedeutet "Ansprung" und wieviel ist das konkret? Gefühlt dauern mir gewisse Überprüfungen zu lange, manchmal ist nicht einmal klar, ob es zu Überprüfungen kommt. Das sehe ich positiv wie auch negativ. Da treffen am Ende natürlich zwei subjektive Meinungen aufeinander, weshalb man mit Zahlen durchaus mehr Klarheit schaffen könnte.
LU-57 hat geschrieben:
11. Aug 2020, 22:13
[...] und ohne 1.5mio mehraufwand dasselbe bild ergeben.
Wo stehen wir hier aktuell? Ist es noch immer dieser grobe Richtwert oder konnte man dessen Kosten sogar verkleinern? Das wäre doch wünschenswert, jetzt wo alle Fussballvereine davonsterben. Das wird man wohl frühestens an der übernächsten GV des FCL in Erfahrung bringen können, wenn überhaupt. Dass ein korrigierter Fehlentscheid die Liga über 40k kostet sollte einem schon zu denken geben. Ein korrigierter Fehlentscheid kostet den FCL immerhin rund 130 Saison-Abos im B, was hochgerechnet etwa 470 wären, die pro Saison kompensiert werden müssen. Die Erfahrung zeigt, dass die erste Schätzung normalerweise am Ende höher ausfällt. Und wie viel würde es die Liga kosten die kalibrierten Linien einzuführen?
In den 182 Spielen der ersten Saison führten die VAR in Volketswil total 1064 Checks durch (56% Goal Decision, 26% Penalty Decision, 18% Red Card Incident, 2 Checks Mistaken Identity).
Ein ziemlich stressfreier Job für die 3-10 Nasen (VAR, Techniker, Supervisor, Abwart, ...) die in Volketswil für den VAR im Einsatz stehen und sich pro Spiel durchschnittlich alle 15 Minuten eine Situation anschauen müssen. Auf einen klaren und offensichtlichen Fehlentscheid muss man fast 450 Minuten warten. Da darf man sich dann aber überhaupt nicht ablenken lassen, was ich denen natürlich nie unterstellen würde. Die nehmen das bestimmt genauso gewissenhaft wahr, wie sie dieses Fazit gezogen haben. Erst recht in ein zwei Jahren, wo sich der VAR etabliert hat und der Fokus nicht mehr so stark auf ihm liegt.
In 36 Fällen folgte der Schiedsrichter der Empfehlung des Videoschiedsrichters (17 Goal Decisions, 14 Penalty Decisions, 4 Red Card Incidents, 1 Mistaken Identity). Somit konnte in jedem fünften RSL-Spiel ein klarer und offensichtlicher Fehlentscheid korrigiert werden.
Und wie oft konnte er ein klarer und offensichtlicher Fehlentscheid nicht korrigiert werden, weil der VAR gepennt hat? Wie oft hat der VAR eingegriffen, obwohl kein klarer und offensichtlicher Fehlentscheid vorlag? Nie? Zumindest wird das suggeriert.

Wie sieht der Vergleich mit der Kontrollgruppe aus, also allen vorherigen Super League Saisons? Das könnte einen Rückschluss darauf geben, ob die Qualität der Entscheidungen der Feldschiedsrichter gleich geblieben ist oder was ich vielmehr befürchte, dass deren Entscheidungen schlechter geworden sind. Denn eines ist klar: Je schlechter die Feldschiedsrichter agieren, desto besser kann sich der VAR inszenieren. Kommt hinzu, dass die Worte "klar" und "offensichtlich" eben doch nicht so klar und offensichtlich sind. Ein solcher Entscheid wäre dann zu rechtfertigen, wenn von 100 Schiedsrichtern 95 die gleiche Entscheidung treffen würden. Eigentlich müssten es 100 sein, ich bin heute aber grosszügig. Der Feldschiedsrichter verlässt sich bei für ihn stritigen Szenen auf den VAR, im Wissen dass er korrigiert werden könnte. Er verlässt sich aber auch in Situationen auf den VAR wenn "nur" 80% für die eine oder andere Entscheidung plädieren und ein dementsprechender Entscheid grundsätzlich "richtiger" wäre, aber dann eben doch nicht "klar und offensichtlich" genug ist. Diese falsche Sicherheit kann dazu führen, dass er sich verhältnismässig öfters auf der "falscheren" Seite widerfindet.
klarer und offensichtlicher Fehlentscheid
Das möchte wohl der Meister der Herzen, die Betrogenen aus der Ostschweiz gerne wissen: Was ist überhaupt ein klarer und offensichtlicher Fehlentscheid, wenn im einen Spiel ein Entscheid klar und offensichtlich falsch war, im anderen jedoch nicht?


Wie viele Spielszenen wurden von den Feldschiedsrichtern frühzeitig abgebrochen, obwohl man sie hätte weiterlaufen lassen müssen? Einmal mehr die Frage: Könnte man die Linienrichter nicht abschaffen, um dieses Geld einsparen? Der VAR macht ja genau das Gleiche, hat aber die wesentlich besseren Möglichkeiten, eine Entscheidung zu fällen.


Hat der VAR mal nicht funktioniert? Meines Wissens ja. Wie oft war das konkret der Fall und welche Spiele waren betroffen? Allgemein würde mich interessieren, welche 36 Szenen betroffen waren. Das wäre transparent. Weil dann kann ich fragen, weshalb diese oder jene Entscheidung nicht analysiert wurde. Als Trainer oder Spieler würde ich das gerne wissen, damit ich mich künftig darauf einstellen könnte, wie die Regeln ausgelegt werden.

Wie zufrieden sind die Direktbetroffenen mit dem VAR? Zum Einen die Schiedsrichter. Was muss "optimiert" werden? Wer überprüft den VAR bzw. wer hat diese Statistik angefertigt? Sind sich da alle unsere Schiedsrichter einig oder einfach der Wermelinger? Wie sieht es bei den Spielern aus? Wurde dieses Fazit im Wesentlichen nur von denen getroffen, welche in einer finanziellen Abhängigkeit stehen?



Eventuell gibt es ja mal Studenten, die sich nicht immer nur der Fanzufriedenheit oder der Fangewalt annehmen, sondern mal diese Thematik betrachten. An die Medien stelle ich mittlerweile keine Erwartungen mehr, ausser dass sie ein solches Textchen einfach blind abschreiben. Das ist schon deprimierend. Ein solch kritikloses Fazit kommt nur dann zu Stande, wenn man auch von aussen nicht kritisiert wird. Die Liga wird so nicht einmal zu mehr Transparenz gezwungen. Ich bin mir sicher, dass die Liga auf viele dieser Fragen auch gar keine Antworten parat hätte, weil sie sich diese gar nicht stellen wollen und erst recht nicht müssen. Ende der nächsten Saison hat man jetzt auf jeden Fall schon mal einen Platzhaltertext.

Und zum Schluss noch ein paar positive Worte:
Die Spieler des FCL haben sich vorwiegend vorbildlich verhalten und die getroffenen Entscheidungen meist akzeptiert. Sie haben verstanden, dass der VAR nur bei "klaren und offensichtlichen" Fehlentscheidungen eingreift, es also überhaupt nichts zu lamentieren gibt. Schlägt dieses Verhalten auch auf die Fairplay-Wertung nieder und wo steht da St. Gallen?
Das erhöhte Auswechselkontingent aufgrund des engeren Zeitplans kommt mir als Zuschauer entgegen. Ich bin in vielen Fällen dafür das Regelwerk unverändert zu lassen, könnte diese Regel aber auch künftig akzeptieren. Wie sieht es im Hinblick auf die nächste(n) Saison(s) aus?

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von LU-57 » 13. Aug 2020, 10:38

amen, bjaz. das kritische denken und hinterfragen ist im fussball-business aber längst abhanden gekommen bzw. konzentriert sich nur noch auf finanzielle bereiche.

hierzu aber noch ein paar anmerkungen:
bjaz hat geschrieben:
12. Aug 2020, 09:08
Das erhöhte Auswechselkontingent aufgrund des engeren Zeitplans kommt mir als Zuschauer entgegen. Ich bin in vielen Fällen dafür das Regelwerk unverändert zu lassen, könnte diese Regel aber auch künftig akzeptieren. Wie sieht es im Hinblick auf die nächste(n) Saison(s) aus?
wieso kommt dir dies als zuschauer entgegen? :D

ich sehs etwas zwiespältig. zum einen sind zusätzliche auswechslungen interessant, um den jungen (oder grundsätzlich dem ersatzkader) einsatzmöglichkeiten zu gewähren, auf der anderen seite kann man aber wohl bereits nach den letzten drei monaten festhalten, dass diese änderung vorallem den grossen vereinen mit den breiten kadern (sprich yb und fcb) zugute kommt, welche auch eine gut besetzte ersatzbank haben - und die erhöhte auswechsel-kontigentierung auch ausnutzen können/wollen. bei uns sassen da zuletzt ja nicht mal mehr die u21- sondern öpen die u18-junioren.

gefühlt (amigs chli beim teletext-telegramme durchschauen) wechseln nämlich die meisten kleineren teams weiterhin nur ca. 3x, während vornehmlich die grossen clubs von den zusätzichen wechseln gebraucht machen. eine statistik dazu wäre interessant.

in der nächsten saison wird die 5-wechsel-regelung in der nla/nlb zumindest noch beibehalten, haben die clubs entschieden.

greez
STADION ALLMEND 1934 - 2009
cumk :: ultras mongos :: choooom

«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»

Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
Allmend war.


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Re: Nein zum VAR

Beitrag von bjaz » 13. Aug 2020, 11:32

LU-57 hat geschrieben:
13. Aug 2020, 10:38
wieso kommt dir dies als zuschauer entgegen? :D
Vor allem deswegen:
LU-57 hat geschrieben:
13. Aug 2020, 10:38
zum einen sind zusätzliche auswechslungen interessant, um den jungen (oder grundsätzlich dem ersatzkader) einsatzmöglichkeiten zu gewähren
Ich mag das. Die Team-Kader sind mittlerweile 23-30 Mann stark, am Ende spielen aber nur 11-14 dieses Kaders, meistens immer dieselben. Das darf man meiner Meinung nach durchaus etwas aufweichen. Die Chance für einen jungen Spieler ist aktuell quasi inexistent, solange sich kein Stammspieler verletzt.
LU-57 hat geschrieben:
13. Aug 2020, 10:38
bei uns sassen da zuletzt ja nicht mal mehr die u21- sondern öpen die u18-junioren.
Die letzten Wochen waren jetzt doch etwas spezieller und ich denke nicht dass das regelmässig der Fall sein würde.

LU-57 hat geschrieben:
13. Aug 2020, 10:38
gefühlt (amigs chli beim teletext-telegramme durchschauen) wechseln nämlich die meisten kleineren teams weiterhin nur ca. 3x, während vornehmlich die grossen clubs von den zusätzichen wechseln gebraucht machen. eine statistik dazu wäre interessant.
Was heisst hier "weiterhin"? Bis anhin wurde das Wechselkontingent kaum ausgenutzt oder wenn dann erst irgendwo nach der 85. Minute.

Ich finde es einfach auch grossartig zu wissen, dass ich bei einem Rückstand theoretisch noch 5 Stürmer einwechseln könnte. In der Halbzeit einfach mal drei neue Spieler zu bringen habe ich mir als Fan schon so oft gewünscht, aber auch verstanden, dass sich da noch einer verletzen oder vom Platz fliegen kann. Da weisst du genau, dass die zweite Halbzeit genauso scheisse wird, wie die erste.
Die Trainer, die mit den immerselben 11 Spielern spielen werden gezwungen mehr Wechsel zu machen, wenn die gegnerische Mannschaft 3-4 frische Spieler auf dem Platz stehen hat. Grundsätzlich wäre meine Hoffnung, dass das Spiel etwas schneller von Strafraum zu Strafraum wird.

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von the clou » 21. Sep 2020, 22:27

TV-Zeit ist doch VAR Zeit. Warum gab es gestern beim Romand-Derby keinen Aufschrei. Wo blieb der viel gerühmte VAR.
Alles verdächtig ruhig. Oder war - VAR - ich der einzige beim 1:0 für die Neureichen des FC Ineos, welcher ein klares OFFFFSide von unserem Ex-Junior Turkes gesehen hat. Mit seinen langen Latschen stand der bei Ballabgabe 1 m im Fünfer und der 2. letzte Serviettien auf der Fünfer-Linie. Bei der Ballannahme war unser Ex-Junior dann auf der 5er Linie und auf gleicher Höhe wie der Verteidiger.
Kein rein gar nichts kam von nirgendwo. Oh der VAR macht ja alles viel gerechter und kostet die Klammen Verein rein gar nicht. Glauben jetzt alle, wenn der VAR nicht einschreitet, es sei alles richtig? Der VAR gehört abgeschafft und die Offside Line 5 Meter wären mal ein Beweis gewesen.
Frage: Hat sich Studhalter mal je zum VAR geäussert? Was kostet das $Ding den FCL in der Saison 20/21 ? Sorry kostet ja nichts, es gibt nur weniger Teleclub Gelder für die Vereine zurück.

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