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Nein zum VAR

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von Tempo-Racer » 22. Sep 2020, 09:12

the clou hat geschrieben:
21. Sep 2020, 22:27
TV-Zeit ist doch VAR Zeit. Warum gab es gestern beim Romand-Derby keinen Aufschrei. Wo blieb der viel gerühmte VAR.
Alles verdächtig ruhig. Oder war - VAR - ich der einzige beim 1:0 für die Neureichen des FC Ineos, welcher ein klares OFFFFSide von unserem Ex-Junior Turkes gesehen hat. Mit seinen langen Latschen stand der bei Ballabgabe 1 m im Fünfer und der 2. letzte Serviettien auf der Fünfer-Linie. Bei der Ballannahme war unser Ex-Junior dann auf der 5er Linie und auf gleicher Höhe wie der Verteidiger.
Kein rein gar nichts kam von nirgendwo. Oh der VAR macht ja alles viel gerechter und kostet die Klammen Verein rein gar nicht. Glauben jetzt alle, wenn der VAR nicht einschreitet, es sei alles richtig? Der VAR gehört abgeschafft und die Offside Line 5 Meter wären mal ein Beweis gewesen.
Als klarer VAR-Gegner muss ich dir in dieser Situation sagen, dass diese Entscheidung des VARs richtig war. (Oder besser: Du hast die Situation einfach falsch betrachtet)
Bei der Ballabgabe steht Sasso mit dem Fuss auf der 5 Meter Linie während Turkes noch nicht auf der Linie ist... Wie du da draufkommst, dass er 1 Meter IM Strafraum steht kannst du gerne deinen Stammtisch-Brudis erklären.

Was du dem VAR vorwirfst, gilt auch für dich: Die Offside Line 5 Meter wären mal ein Beweis gewesen.

Demnach warst du wohl definitiv der einzige, der dort ein Abseits gesehen hat
the clou hat geschrieben:
21. Sep 2020, 22:27

Frage: Hat sich Studhalter mal je zum VAR geäussert? Was kostet das Ding den FCL in der Saison 20/21?
Studhalter äussert sich doch nie zu etwas. Würde mich aber auch interessieren.

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von Pitcher » 22. Sep 2020, 09:51

Denke auch, beide Entscheidungen waren knapp aber richtig . Das Bild kurz NACH der Ballabgabe, also kein Offside.

Bild

the clou
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Re: Nein zum VAR

Beitrag von the clou » 23. Sep 2020, 20:39

Denke auch, beide Entscheidungen waren knapp aber richtig
im Zweifel für den Angreifer. Bin wohl schon VAR süchtig und warte bei jedem knappen Entscheid auf das 4-Eck Zeichen :pale:

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von Pitcher » 7. Mär 2021, 10:33

https://www.srf.ch/play/tv/redirect/det ... pp.unknown

Gibt es irgendwelche Regel-Nerds hier drin?
Die Begründung, wieso das Offside aufgehoben ist, klingt für mich sehr abenteuerlich! Als Vertediger würde das bedeuten, dass man besser gar nicht auf den Ball geht wenn ein Gegenspieler Offside steht, den im Zweifel hebt man das Offside mit den Haarspitzen auf.

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von Schalker jung » 7. Mär 2021, 11:03

Grundsätzlich wenn der Ball von einem Gegner kommt, ist es kein offside. Da er aber bereits bei der Flanke im Abseits steht und sich die Flugbahn nicht wesentlich verändert ist diese Regelausglegung nicht unbedingt von Nöten. Kann man so Pfeiffen sollte man aber nicht. Grauzone.

Sonst stellen wir Sorgic in den 5 Meter Raum, Ugrinic schiesst dann aus 20 Meter einen Gegner an, damit Sorgic dann nur noch einschieben muss.
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doch was stehts bleibt sind wir Luzerner die immer Treu zur Mannschaft stehn

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von Tempo-Racer » 7. Mär 2021, 16:04

Schalker jung hat geschrieben:
7. Mär 2021, 11:03
Grundsätzlich wenn der Ball von einem Gegner kommt, ist es kein offside. Da er aber bereits bei der Flanke im Abseits steht und sich die Flugbahn nicht wesentlich verändert ist diese Regelausglegung nicht unbedingt von Nöten. Kann man so Pfeiffen sollte man aber nicht. Grauzone.

Sonst stellen wir Sorgic in den 5 Meter Raum, Ugrinic schiesst dann aus 20 Meter einen Gegner an, damit Sorgic dann nur noch einschieben muss.
Keine Ahnung wie die Regel exakt ausgelegt ist. Der Basler geht ja bewusst zum Ball und probiert ihn zu spielen...
Wahrscheinlich hätte es weniger Diskussionen gegeben, wenn das Tor aberkannt worden wäre...
Zum Drama rund um Basel passt das so aber schon auch

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von cuervo » 7. Mär 2021, 22:00

Pitcher hat geschrieben:
7. Mär 2021, 10:33
https://www.srf.ch/play/tv/redirect/det ... pp.unknown

Gibt es irgendwelche Regel-Nerds hier drin?
Die Begründung, wieso das Offside aufgehoben ist, klingt für mich sehr abenteuerlich! Als Vertediger würde das bedeuten, dass man besser gar nicht auf den Ball geht wenn ein Gegenspieler Offside steht, den im Zweifel hebt man das Offside mit den Haarspitzen auf.
Vielleicht habe ich jahrzentelang den Fussballregeln falsch verstanden, aber das Abseits ist doch so etwas von klar wie die geschlossenen Augen von Sforza beim Satzende seiner Antworten auf "heikle" Fragen?

Pssst, der VAR macht den Fussball gerechter! :freespeech:

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von Insider » 8. Mär 2021, 00:04

Pitcher hat geschrieben:
7. Mär 2021, 10:33
https://www.srf.ch/play/tv/redirect/det ... pp.unknown

Gibt es irgendwelche Regel-Nerds hier drin?
Die Begründung, wieso das Offside aufgehoben ist, klingt für mich sehr abenteuerlich! Als Vertediger würde das bedeuten, dass man besser gar nicht auf den Ball geht wenn ein Gegenspieler Offside steht, den im Zweifel hebt man das Offside mit den Haarspitzen auf.
Deine zweite Schlussfolgerung ist korrekt, denn nach den Regeln ist es nunmal kein Abseits, oder nach welchem Kriterium würdest du den Servette-Spieler bestrafen?

2. Abseitsvergehen
Ein Spieler, der sich zum Zeitpunkt, in dem ein Mitspieler den Ball spielt oder berührt, in einer Abseitsstellung befindet, wird nur bestraft, wenn er aktiv am Spiel teilnimmt, indem er:
• durch Spielen oder Berühren des Balls, den zuletzt ein Mitspieler gespielt oder berührt hat, ins Spiel eingreift oder
• einen Gegner beeinflusst, indem er:
• diesen daran hindert, den Ball zu spielen oder spielen zu können, indem er ihm eindeutig die Sicht versperrt,
• mit diesem Gegner einen Zweikampf um den Ball führt,
• eindeutig versucht, den Ball in seiner Nähe zu spielen, wenn diese Aktion
einen Gegner beeinflusst,
• eindeutig aktiv wird und so die Möglichkeit des Gegners, den Ball zu
spielen, eindeutig beeinflusst,
oder
• sich einen Vorteil verschafft, indem er den Ball spielt oder einen Gegner
beeinflusst, wenn der Ball:
• von einem Torpfosten, der Querlatte, einem Spieloffiziellen oder einem
Gegner zurückprallt oder abgelenkt wird,
• absichtlich von einem Gegner abgewehrt wurde.


Ein Spieler verschafft sich keinen Vorteil aus seiner Abseitsstellung, wenn er den Ball von einem gegnerischen Spieler erhält, der den Ball absichtlich spielt (auch per absichtlichem Handspiel), es sei denn, es handelt sich dabei um eine absichtliche Abwehraktion eines gegnerischen Spielers.

Eine Abwehraktion liegt dann vor, wenn ein Spieler einen Ball, der ins oder sehr nah ans Tor geht, mit irgendeinem Körperteil ausser mit den Händen/Armen (ausgenommen der Torhüter im eigenen Strafraum) abwehrt oder abzuwehren versucht.
I'm going to make him an offer he can't refuse...

GEGEN DEN MODERNEN SCHIFFSBAU

offene beträge: CHF 50 von tjfcl, CHF 10 von LU-57, CHF 10 von chamäleon, CHF 10 von nelson, CHF 10 an seimon.

JASSOBIG RETTEN - NIEDER MIT DEN WETTEN!

Sammler hat geschrieben: Der FCL ist ein Verein, den man besser erst gar nicht beitreten sollte. Leistungen werden definitiv nicht honoriert. Jetzt auf Margiotta herumzuhacken ist absolut fehl am Platz. Kein Wunder, bekommt der FCL keine Mannschaft mehr zusammen, die mal einen Kübel stemmen wird. Nicht unter Swisspor, nicht unter Meyer. :clown:

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von Pitcher » 8. Mär 2021, 08:41

Insider hat geschrieben:
8. Mär 2021, 00:04

Eine Abwehraktion liegt dann vor, wenn ein Spieler einen Ball, der ins oder sehr nah ans Tor geht, mit irgendeinem Körperteil ausser mit den Händen/Armen (ausgenommen der Torhüter im eigenen Strafraum) abwehrt oder abzuwehren versucht.
Danke für die Erklärung!
Könnte man als sehr nah interpretieren, aber ich denke die Regel wurde korrekt ausgelegt!
In meinem Fussballverständnis wäre es fairer, diese Passage so zu ändern, dass nicht nur abgewehrte Torschüsse, sondern auch Pässe und Flanken in diese Kategorie aufgenommen würden.

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von dragao » 10. Mär 2021, 11:12


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Re: Nein zum VAR

Beitrag von Schalker jung » 2. Mai 2021, 18:42

Bin ja ein bekennender pro VAR Anhänger. Dieses Wochenende griff er bei geschätzten 4 Elfmeter nicht ein nur gerade bei den 2 die sehr umschritten sind meldet sich Volketswil in Zürich. Entweder Gleist man das jetzt professionell auf oder lässt es bleiben.
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Re: Nein zum VAR

Beitrag von Gabor_Gerstenmaier » 3. Mai 2021, 11:01

In der Tat sehr gschpässig. Bin ich deiner Meinung. Entweder man macht es konsequent, wenn man ihn schon hat oder man lässt den Kack einfach sein. Mich wundert es vor allem dass man sich gewisse strittige Szenen nicht am Monitor anschaut. Die Situation mit N'diaye und Gasser am Wochenende war genau so eine Aktion. In meinen Augen am Schluss zwar richtig entschieden, da es auch für mich zu wenig war für einen Elfer, aber man hätte die Gemüter, vorallem von Celestini wohl beruhigen können, in dem man sich die Situation noch kurz angeschaut hätte. Ja ich weiss...wenn es kein offensichtlicher Fehlentscheid war, meldet sich fucking Volketswil nicht. Aber diese Auslegungen sind mir zum Teil schon sehr zwiespältig ausgelegt. FCZ kriegt zwei Penalties. Hands war klar. Aber der zweite...naja...das war ein Zupferchen. Klarer Fehlentscheid? Und dann nimmt man die Aktion bei Servette - YB wo Camara den Servette Stürmer umreisst. Für mich klarer Elfer. Volketswil meldet sich aber nicht. Also kein klarer Fehlentscheid...??? In der Tat ist das alles sehr schwammig und steht auf fragilen Beinen. Ich bin grundsätzlich nicht gegen die Idee, den Sport fairer zu machen. Aber der VAR ist und bleibt erstens ein Stimmungskiller und ob er denn nun wirklich mehr Fairness bringt, wenn ihn alle Schiris wieder anders anwenden, lassen wir mal offen.
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„Manche Leute halten Fußball für eine Sache von Leben und Tod. Ich bin von dieser Einstellung sehr enttäuscht.
Ich kann Ihnen versichern, es ist sehr viel wichtiger als das!“

1901 FC LUZERN - 1960 /// 1989 /// 1992 /// 2021

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von Pitcher » 3. Mai 2021, 11:35

Die Phrase mit "kein klarer Fehlentscheid" kann man sich getrost sonst wohin stecken. Wäre das tatsächlich der Fall dürften nur noch bei klaren Abseits und Hands mit gestreckten Armen über dem Kopf vom VAR korrigiert werden. Da dies aber offensichtlich nicht der Fall ist, bleibt es pure Lotterie, wann und wie das Varschloch eingreift. Mit Transparenz seitens der SFL ist auch nicht mehr zu rechnen, die melden sich höchstens mal wieder wenn halb Güllen in Tränen und wehklagen versinkt.

Mit diesem Satz hat man sich selber ans Bein gepisst, denn jeder der nur annähernd etwas mit Fussball am Hut hat, weiss das es kaum schwarz -weiss Entscheidungen gibt und vieles im Graubereich liegt.

Schade, dass wohl gerade die Corona Situation dazu geführt hat, dass sich die (TV)Zuschauer an diese Pseudogerechtigkeit gewohnt haben und der breite Widerstand dagegen nicht zustande kommen wird.
Zuletzt geändert von Pitcher am 3. Mai 2021, 11:55, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von Don Pedro » 3. Mai 2021, 11:49

Eingriff des VAR bei klarem Fehlentscheid.. Wäre es so, müsste der Schiri doch sowieso nicht an den Monitor und in jedem Fall gleich seinen Entscheid korrigieren. --> Spiel wird weniger verzögert durch diese Show und man kann sich die wohl sündhaft teuren Monitore sparen.
Wieso? Weil der VAR ja angeblich nur bei KLAREN FEHLentscheiden eingreift.

Ansonsten konsequenterweise halt jeden Mückenschiss anschauen. Dann verleidets dann auch dem oder der Hinterletzten.

VARschlöcher SFL.
Bienvenido a Lucerna, hijo de puta!

Die ganze Wahrheit unzensiert.

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von Schalker jung » 3. Mai 2021, 12:28

Wäre doch so einfach. Wenn man innert 20 Sekunden keinen Fehler sieht, gilt der Feldentscheid. Für mich gehören einfach Schiris in den Keller, die nur das machen. Bei den 5 Spielen, die dann neu ja auch noch zeitversetzt sind. Reichen also 3 VARs
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Re: Nein zum VAR

Beitrag von bjaz » 3. Mai 2021, 15:05

Schalker jung hat geschrieben:
2. Mai 2021, 18:42
Entweder Gleist man das jetzt professionell auf oder lässt es bleiben.
Musste gut lachen bei diesem Satz :D
Deine Haltung zum VAR ist lange bekannt und kann ich akzeptieren, obwohl ich sie nie wirklich verstehen konnte. Aber wenn du tatsächlich glaubst, dass die das "professionell neu aufgleisen" können/werden, dann zweifle ich langsam an deinem Verstand.

Schalker jung hat geschrieben:
3. Mai 2021, 12:28
Wäre doch so einfach. Wenn man innert 20 Sekunden keinen Fehler sieht, gilt der Feldentscheid.
So einfach? Und nach 21 Sekunden kann die klare möglicherweise spielentscheidende rote Karte oder der Elfmeter nicht mehr gegeben werden? Gibt bestimmt keine Diskussionen... Bullsiht-Vorschlag und insofern nicht unrealistisch, dass die so etwas tatsächlich einführen könnten.


Ich bleibe dabei: Das Kosten-/Nutzen-Verhältnis des VAR ist komplett unausgewogen, wie so vieles andere im Fussball. Insofern passt das eigentlich tiptop. Da hat sich irgend ein Cousin eines Verbands-Funktionärs mit seiner Firma die die technischen Mittel zur Verfügung stellt bereichern können. Die dahin sterbenden Fussballvereine können sich diesen Mehraufwand für praktisch die gleiche Leistung ja leisten. Das Geld, das meiner Meinung nach in der Schiedsrichterausbildung und -bezahlung besser aufgehoben gewesen wäre, steckt man nun in eine Art Live-Fortbildung. Hoffen wir mal, dass sich das wenigstens langfristig gesehen auf die Qualität der Schiedsrichter auswirkt. Ich bezweifle es. Denn mit dem VAR beschneidet man den Schiedsrichtern ihre Kompetenzen und hat ihnen einen Teil der Verantwortung entzogen. Der Mensch neigt zu mehr Fehlern, wenn er nicht selbst in der Verantwortung steht. Immerhin kostet der ganze Quatsch die Liga nur läppische 1,5Mio+ pro Jahr. Die 150K pro Verein sparen die Vereine ja bestimmt bei Sachen ein, die total unwichtig sind. Oder sie geben die Kohle immerhin nicht für unnötige Sachen aus, wie die Integration des Frauenfussballs in den Profibetrieb. Wäre ja noch schöner. Die sollen ihr Scheiss Geld schön weiterhin über irgendwelche Crowdfunding-Kampagnen organisieren. Fairness hört nämlich bei Gleichberechtigung auf, meine Herren. Ausser der Rubel rollt, dann ist das natürlich wichtig und gesellschaftlich relevant. Elende Heuchler... 150K pro Jahr für nichts und wieder nichts. Gebt den Fans 20% dieses Budgets und jeder Verein nachhaltige Projekte geliefert - jedes Jahr. Ihr könntet dann immer noch 120K pro Jahr verbrennen und hättet immer noch mehr für den Fussball gemacht, als mit diesem Heuchler-Projekt. So ein Hass! Und leider entfernen mich auch Meinungen von Fans, die dem VAR positiv gegenüber stehen, genauso vom Fussball, wie vieles andere auch. Das darf jetzt niemand persönlich nehmen, sondern ist lediglich eine äusserst persönliche Feststellung, mit dem ich selber klar kommen muss.

Dem Argument "mehr Fairness im Sport" kann man nicht viel entgegenhalten und da gehe ich meist auch mit. Hätte man den Sport aber tatsächlich fairer machen wollen, dann hätte man sich auf die Torlinientechnologie und kalibrierte Abseitslinien fokussiert, da diese Regeln mit technischen Hilfsmitteln eindeutig überprüfbar wären und die Fehlerquelle Mensch entfernt werden könnte. Oder man würde gewisse Regeln ändern und sattelfest machen. In einem Sport wie dem Fussball wird das an gewissen Punkten allerdings sehr schwierig. Stattdessen führt man genau diese Hilfsmittel nicht ein und überprüft stattdessen nur Regeln, die bereits in ihrer Definition nicht eindeutig sind und zu der 100 Schiedsrichter 100 unterschiedliche Meinungen haben. Das ist für mich nach wie vor unverständlich.

Praktisch alle Gegenargumente, welche vor der Einführung des VARs eingebracht wurden, haben sich bewahrheitet. Lediglich, das Wembley-Tor-Argument, dass es zu weniger Diskussionen rund um den Fussball kommen könnte, muss man zurückziehen. In der Schweiz könnte ein Wembley-Tor in einem Cup-Final noch genau gleich passieren (Glückwunsch!). Die Diskussionen sind aufgrund der gestiegenen Erwartungshaltung an die Unparteiischen aber nicht angenehmer geworden, im Gegenteil.
Gabor_Gerstenmaier hat geschrieben:
3. Mai 2021, 11:01
Entweder man macht es konsequent, wenn man ihn schon hat oder man lässt den Kack einfach sein.
Letzteres wird nicht passieren. Es wäre ein absolutes Novum, würde da jemand zurückkrebsen und einen Fehler eingestehen. Zudem profitieren hier neue Akteure finanziell, die sich dagegen wehren würden. Der Fussball hat davon nicht profitiert, im Gegenteil, wenn ich das Kosten-/Nutzen-Verhältnis herbeiziehe. Immerhin hat mit dem VAR endlich das Lamentieren der Spieler und Schwalben ein Ende gefunden. Ein kleiner Scherz am Rande. Nichts wurde besser. Die Statistiken der Verbände suggerieren zwar eine minimale Verbesserung, gewisse Daten werden aber gar nicht erhoben oder schlicht nicht ausgewiesen. Und selbst dann wäre es bis zu einem gewissen Mass eine self fulfilling prophecy. Denn je schlechter die Schiedsrichter durch den VAR werden, desto erfolgreicher ist der VAR.

Allerdings gehe ich mit dir einig, was den ersten Teilsatz angeht. Daher sollte die Parole nicht mehr heissen "VAR abschaffen". Eine mittlerweile total unnötige Berufsgattung. Deren Aufgaben- und Verantwortungsfeld hat sich durch den VAR derart reduziert, dass man die nun endlich outsourcen sollte. Insofern sollte die Parole eher "Linienrichter abschaffen" oder "Linienrichter outsourcen" heissen. A propos Outsourcing: Was an einem Spieltag in Volketswil passiert könnte doch genau so gut in Donezk oder wo auch immer auf der Welt passieren, wo die Kosten nur noch ein Bruchteil der Summe wären. Ganz ehrlich: Vor dem VAR hatte ich eine ziemlich neutrale Haltung gegenüber dem Schiedsrichtergespann, spätestens nachdem ich das Stadion verlassen hatte. Mittlerweile sehe ich sie als Mittäter bei der schleichenden Ermordung des Fussballs und es hat sich ein regelrechter Hass gegen sie aufgebaut.

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von Schalker jung » 3. Mai 2021, 18:49

@bajaz ich meinte mit der Zeit die Analyse am TV. Nicht die Zeit bis zum Pfiff. Wenn man am TV sich nach 30 Sekunden noch nicht einigen kann gilt der Feldentscheid. Der Schiri oder der Bar könnten auch mit einem Signal auf der Anzeigetafel anzeigen, dass sie die Szene beim nächsten Unterbruch anschauen wollen.
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Re: Nein zum VAR

Beitrag von Tempo-Racer » 3. Mai 2021, 20:06

Schalker jung hat geschrieben:
3. Mai 2021, 18:49
@bajaz ich meinte mit der Zeit die Analyse am TV. Nicht die Zeit bis zum Pfiff. Wenn man am TV sich nach 30 Sekunden noch nicht einigen kann gilt der Feldentscheid. Der Schiri oder der Bar könnten auch mit einem Signal auf der Anzeigetafel anzeigen, dass sie die Szene beim nächsten Unterbruch anschauen wollen.
Und dann wartet der Schiri 19 Sekunden und hört dann auf sein Bauchgefühl? Perfekt.

Die einzige Lösung wie der VAR angewendet werden kann ist wie im American Football.
Der Trainer hat drei Challenges und wenn er nicht mit der Meinung des Schiris einverstanden ist, setzt er eine Challenge ein (vor Wiederanpfiff).
Hat der Trainer recht, erhält er die Challenge zurück. Liegt er falsch, dann verliert er sie und hat noch zwei.

Ansonsten wird man für IMMER die Diskussion haben: Wieso griff Volketswil nicht ein/wieso griff Volketswil ein...

Natürlich wäre mir kein VAR auch lieber, aber an eine Abschaffung glaube ich momentan nicht wirklich.

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von Aufwindfahne » 3. Mai 2021, 20:41

Wenn ich eine Lösung wie im American Football oder im Rugby will, dann schaue ich American Football oder Rugby.

Hört einfach auf mit dem Scheiss.
Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst was dafür zu tun,
ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten

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Re: Nein zum VAR

Beitrag von Tempo-Racer » 3. Mai 2021, 20:58

Aufwindfahne hat geschrieben:
3. Mai 2021, 20:41
Wenn ich eine Lösung wie im American Football oder im Rugby will, dann schaue ich American Football oder Rugby.

Hört einfach auf mit dem Scheiss.
Logisch. Am liebesten wäre mir ja auch eine Abschaffung.

Da diese wohl aber leider nicht kommen wird, sollte man wengistens das vorhandene Übel verbessern. Und da halte ich diese Variante für einiges besser als das rumgewurste jetzt.

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