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FCL för ALLI!

the clou
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Re: FCL för ALLI!

Beitrag von the clou » 16. Apr 2021, 10:44

Auf Zefix.ch findest jeweils, wer als VR eingetragen ist
damit ihr es einfacher habt:
https://lu.chregister.ch/cr-portal/ausz ... 12.620.948
https://lu.chregister.ch/cr-portal/ausz ... 14.827.561
https://lu.chregister.ch/cr-portal/ausz ... 12.539.619
https://lu.chregister.ch/cr-portal/ausz ... 14.506.967
https://lu.chregister.ch/cr-portal/ausz ... 14.665.146

auch noch interessant; Zibung seine FCL-Funktionärskarriere auch schon gesichert
https://lu.chregister.ch/cr-portal/ausz ... 15.105.364

und dann sehr interessant; Sieber immer noch irgendwie beim FCL dabei,
https://lu.chregister.ch/cr-portal/ausz ... 64.115.699
dafür sich bei der Geldwaschmaschine ORASCOM mit den Ägyptischen Despotengelder verabschiedet
https://ur.chregister.ch/cr-portal/ausz ... 14.029.051
https://www.luzernerzeitung.ch/wirtscha ... ld.2124545 definitiv weg vom Fenster. Zeigt wohl auf, dass FCL eher als "Privates-Sau-(sorry) Schaufenster missbraucht wurde und die Männer-(VR-Ämtlifreundschaft) nicht so stark verbindet ist. Immerhin.

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Re: FCL för ALLI!

Beitrag von the clou » 16. Apr 2021, 11:10

und der Filz besteht anhand den HR-Auszügen halt immer noch beim FCL.
Mit Blicke auf die "Zuträger" Firmen (Stiftungen und Stadion AG) scheint Ehrenpräsident Walti Stierli mit seinen (seinem Jünger Sandro Wyss) und Jüngerin Rosie Bitterli (hat doch längst Rücktritt als städtische Kultur- und Sportchefin geben) schon noch nahe (sehr nahe) zu sein. Zum Filz zähle ich auch den guten Dave. Der hat seine hoch dotieren FCL-Verträge zum überaus grössten Teil ja auch dem guten Walti zu verdanken (gesicherte Quelle) und dafür die Stimmungslage der Rasenakteure als Botengänger direkt in den Vorstand "gemeldet". Und warum der gute Bernhard Traugott Alpstaeg zur Stadionmehrheit kam, Bitterli sei Dank! Immerhin zahlt jetzt der gute Milliardär Bernhard einen Teil der Steuern der Stadt und nicht mehr Horw und muss ein Teil des Stadt-Deals gewesen sein.

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Re: FCL för ALLI!

Beitrag von LU-57 » 20. Apr 2021, 09:25

tolle aktion am samstag-morgen! grande velo-, lastenrad-, elektromobil-, töff-, trotti-, auto- und wohnmobilcorso. die EUFORIE ist def. wieder etwas zurück. die anzeichen stehen in verschiedener hinsicht relativ positiv. jetzt einfach auf keinen fall göppsieger werden, ansonsten könnte das glaubs wirklich gut kommen in absehbarer zeit. oooooohohohohohhooooo *sing*

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Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
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Re: FCL för ALLI!

Beitrag von the clou » 27. Apr 2021, 18:35

Jetzt wird es so richtig Interessant FCL Aktionär zu sein.
Mit dem Sonntagsblick und gar der "seriösen" NZZ am Sonntag wurde am letzten Sonntag hingewiesen, wie schlecht es der Super League wirklich geht!
Wirklich.? Besonders miserabel steht der FCL laut den Journis da. Sind Sportjournis und darum auch äs bitzeli entschuldigt.
Nehmen wir den FCL. Die Blätter schreiben von einem Minus Kapital von CHF 0.5 Mio. Hinterfragt wird dies nicht.
So kommt der FCL auf die Überholspur und mit ein wenig cleverem Vorgehen könnten wir bald zu den Bienen aus Bern aufschliessen (Finanziell meine ich).
Wie das?. Dem FCL stehen auf der Minus Seite noch rund CHF 6 Mio in den Büchern, welche jedoch durch den Kapitalschnitt längst zu Eigenkapital geworden ist. Aus dem Minus wird plötzlich ein saftiges Plus.
Das wirkliche Geschenk kommt jetzt aber vom Bund. Still und Heimlich (offenbar auch an den Wirtschaftsjournis und Kulturjournis vorbei) wurde am 31.03.2021 das bestehende Gefäss zu den A-Fonds-perdu-Beiträge zu Gunsten FCL ein klein wenig angepasst. Das heisst dann so auf der offiziellen Website des Bundesamt für Sport BASBO https://www.baspo.admin.ch/de/aktuell/c ... raege.html:
Um die Strukturen im Schweizer Mannschaftssport in der Covid-19-Pandemie aufrechterhalten zu können, wollen Bundesrat und Parlament professionelle und semiprofessionelle Klubs mit A-Fonds-perdu-Beiträgen unterstützen. Das Parlament hat am 19. März 2021 die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen angepasst. Der Bundesrat hat am 31. März 2021 die dazugehörigen Verordnungsanpassungen verabschiedet.
DANKE BUNDESRAT. Der FCL bekommt jetzt neben dem rückzahlbaren Kredit noch A -Fonds-perdu-Beiträge von schätzungsweis CHF 6-7 Mio.. Dies verdanken wir blau weissen einem kleinen Passus in der Berechnung der Lohnsumme 2019/2020, welches für die Lohnkriterien nicht die ausbezahlten Löhne nimmt, sondern der maximal vertraglich vereinbarte Lohn. Das heisst also, der FCL kann als Basis den Schweizer-Meister-Titel für 2019/2020 mit allen Prämien (Meisterprämie, 36 x die Siegprämien, Zschämpiensleague-Quali, Göpp-Siegprämie usw. für alle Spieler, Trainer und Bonusberechtigten Geschäftsstellen-Mitarbeiter in die Lohntabelle nehmen und diese in den Vergleich zu den heute ausbezahlten Löhne nehmen. Der FCL muss "nur" die Zahlen korrekt in die offengelegte EXCEL Liste eintragen und muss so auch die nächsten 5 Jahre sicher keine Lohnreduktion machen. Ich hoffe einer der cleveren Verwaltungsräte sieht das Bundesgeschenk. Im Minimum erwarte ich aber, dass die FCL Finanzabteilung jetzt zugreift und das richtige Formular mit den richtigen hochgerechneten Lohn Zahlen 2019/2020 eingibt. (EXCEL vom BUND mit der Spalte 19/20 vertraglich vereinbarte Löhne) Also die best Case Zahlen für den Arbeitnehmer eintragen mit allen möglichen Prämien und sicher nicht den ausbezahlten Lohn)
So fliesst Gratis-Bundes-Gelder zum FCL und der FCL kommt trotz COVID in Gewinn-Zonen. Die fehlenden Zuschauer werden ja jetzt vom Bund ä fonds perdu bezahlt und Kosten für den Spielbetrieb sind ja praktisch Null. Es lebe die Krise.
Hochgerechnet dürfte der FCL mit dem (Rückzahlbaren) Bundes-Darlehen, dem Kapitalschnitt Bieri/Alpstaeg und den oben beschriebenen Gelder A -Fonds-perdu-Beiträge vom Bund zwischen CHF 15'000'000 und chf 20'000'000 auf der hohen Kante bringen. :-D :-D :-D :-D :-D
Ich freue mich schon auf die nächste GV, wo und wie uns Kleinaktionären der CASH-Bestand erklärt wird. Nach dem Versammlungsverbot dürfte uns eine sehr, sehr, sehr grosse Bratwurst zustehen. Wir können dann sicher Solidarität vom Club verlangen und nicht umgekehrt. ZÄME FÖR DÄ FCL :D
ALPSTAEG und BIERI scheinen einmal mehr ein gutes Business-Näschen gehabt zu haben.

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Re: FCL för ALLI!

Beitrag von LU-57 » 1. Jul 2021, 12:57

kennt sie jemand? was ist sie für eine?

auf den ersten blick bitzeli viel (zu viel) unterwaldner-background (nidwalden, engelberg(er), buochs, igitt igitt...).

besteht eine verwandschaft mit dem legendären albert?
fcl.ch hat geschrieben:Ursula Engelberger-Koller komplettiert FCL-Verwaltungsrat

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Ab sofort ist der Verwaltungsrat der FCL Holding AG komplett: Ursula Engelberger-Koller stösst zum Team um FCL-Präsident Stefan Wolf. Die 46-jährige, aus Buochs (NW) stammende Anwältin führt eine eigene Anwaltskanzlei mit Notariat in Luzern, Stansstad und Weggis.

Ursula Engelberger stösst ab sofort zum Verwaltungsratsteam der FCL Holding AG und komplettiert damit das Gremium, das die neue Strategie des Gesamtunternehmens FC Luzern vorgibt und vorlebt. Die Anwältin und Notarin stammt aus Luzern, lebt aber seit vielen Jahren mit ihrer Familie in Buochs im Kanton Nidwalden. Als Eigentümerin ihrer Anwaltskanzlei steht sie einem vielköpfigen Team vor und ist sich gewohnt, rasche und dennoch vorausblickende Entscheidungen zu treffen. Die im Kanton Nidwalden stark vernetzte Unternehmerin wird unter anderem ihre juristische Kompetenz in das Gremium einbringen können.

Ursula Engelberger ist die erste Frau in einem Verwaltungsrat in der FCL-Geschichte. Ihre künftigen Themenfelder lassen sich jedoch nicht allein auf das Thema der Stärkung des weiblichen Elements im FC Luzern verengen. Wichtig wird ihr die so genannte Corperate Governance – das Einhalten einer guten, gewissenhaften Unternehmensführung – sein und damit ein Einbringen ihrer beruflichen Kompetenzen.

«Ich begrüsse Ursula Engelberger herzlich im Verwaltungsrat der FCL Holding AG und freue mich ausserordentlich auf die Zusammenarbeit mit ihr», sagt FCL-Präsident Stefan Wolf. «Mit der erfolgten Wahl von Ursula Engelberger durch die beiden FCL-Aktionäre Bernhard Alpstaeg und Josef Bieri beweisen diese, dass es ihnen ernst ist, die Unternehmensführung auf ein neues Level zu heben und den FC Luzern als Organisation für die künftigen, anspruchsvollen Aufgaben fit zu machen. Als gesellschaftliche Institution der Innerschweiz steht es dem FCL gut an, eine so ausgewiesene, tatkräftige und unternehmerisch denkende Frau im Verwaltungsrat zu haben.»

Damit ist der Verwaltungsrat der FCL Holding AG komplett, wie es die Verantwortlichen an der Antrittsmedienkonferenz vom 11. Februar 2021 versprochen hatten. Er besteht neu aus Präsident Stefan Wolf, Josef Bieri, Ursula Engelberger, Laurent Prince und Bruno Affentranger.

Der FC Luzern begrüsst Ursula Engelberger ganz herzlich beim FC Luzern und wünscht ihr alles Gute und viel Erfolg.
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«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
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Re: FCL för ALLI!

Beitrag von hoermae » 1. Jul 2021, 14:37

Hallo zämä

Kenne sie persönlich...ist ne ganz flotte...und ja es gibt übrigens sehr viele Nidwaldner mit viel Herzblut für Blau-Weiss!

Grüsse aus...Stans

:D

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harud
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Re: FCL för ALLI!

Beitrag von harud » 1. Jul 2021, 15:02

hoermae hat geschrieben:
1. Jul 2021, 14:37
Hallo zämä

Kenne sie persönlich...ist ne ganz flotte...und ja es gibt übrigens sehr viele Nidwaldner mit viel Herzblut für Blau-Weiss!

Grüsse aus...Stans

:D
Danke für deinen Beitrag, Questo.

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Re: FCL för ALLI!

Beitrag von Master » 1. Jul 2021, 15:02

hoermae hat geschrieben:
1. Jul 2021, 14:37
und ja es gibt übrigens sehr viele Nidwaldner mit viel Herzblut für Blau-Weiss!
Birgerfront ist heikles Thema! :-k :confused2: :pale:

:lol:
L U C E R N E - Till I Die!

Kämpfe Lozärn, Kämpfe Lozärn!
mer wend Euch gwönne gseh!

Master (am Do 20. Okt 2005 22:24 ) hat geschrieben:ich sage immer das gleiche.. dass er dem verein helfen wird, davon bin ich überzeugt!
dass er der fanszene schaden wird, davon bin ich genau so überzeugt! aber ich hoffe wir werden das überstehen!
Master hat geschrieben:
4. Mär 2021, 10:55
Danke sonnenkönnig*
*meine Prophezeiung in der Signatur ist kolossal falsch.. Die Fanszene hat sich geeint und geformt durch ihn, um den Verein steht es schlechter als erwartet..

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Re: FCL för ALLI!

Beitrag von Aufwindfahne » 23. Aug 2021, 11:40

https://www.sportschau.de/fussball/mdr- ... ry100.html
System unter Druck: Forscher untersuchen Investorenmodelle
Von Patrick Franz

Dass immer mehr Fußball-Klubs in Investorenhände geraten, beschäftigt nun auch die Wissenschaft. Eine Wirtschaftsstudie der Universität Jena untersucht dank 235.000 Euro Förderung vier Jahre lang die Entwicklung.

Prof. Dr. Mike Geppert hat mit seinem Team einen Berg Arbeit vor sich. Als Teilprojekt einer breitangelegten Wirtschaftsstudie geht es den Forschern um die Problematik, wem die populärste Sportart der Welt gehört. "Fußball ist ein soziales Produkt, dadurch stellt sich die Frage, ob es zugänglich für alle ist, die Interesse daran haben. Denn andererseits ist es immer mehr zu einem ökonomischen Produkt geworden. Manche Fans finden das gut, weil durch Investoren Top-Spieler in ihre Mannschaften kommen. Andere sehen eine zu große Kommerzialisierung. Dadurch sind wir mitten im Konflikt", erklärt Prof. Geppert dem MDR.

These 1: "Private Besitzer versuchen immer mehr, Einfluss auf ihre Vereine auszuüben"
Daher werden die Jenaer Forscher vor allem die veränderten Eigentumsverhältnisse von Fußballklubs in den Blick nehmen. In einer quantitativen Analyse wollen sie Zahlen beschaffen, wie sich die Besitzverhältnisse in den fünf großen Ligen Europas - England, Deutschland, Spanien, Italien und Frankreich - verändert haben. Statt einer mitgliedergeführten, demokratischen Struktur gehen die Wissenschaftler heute von der These aus, dass die meisten ehemaligen Vereine durch Investoren und Anteilseigner fremdbestimmt werden.

Prof. Geppert verrät: "Wir nehmen an, dass es eine fortlaufende Professionalisierung, Kommerzialisierung und Privatisierung des Fußballs gibt. Dazu wollen wir international Daten sammeln, inwiefern Profiabteilungen in GmbHs ausgegliedert wurden und sich die Eigentumsstrukturen gewandelt haben. Mehrheitseigentümer setzen sich im Profifußball in den letzten Jahren immer mehr durch und private Besitzer versuchen immer mehr, Einfluss auf ihre Vereine auszuüben."

Corona-Situation und gescheiterte Super League belegen Forschungsinteresse
Das Forschungsinteresse begründen die Thüringer mit zwei konkreten Beispielen. Einerseits geht es dabei um die Frage, warum der Profi-Fußball in Corona-Lockdowns so frühzeitig und dauerhaft weiterspielen durfte. Lag es daran, dass der Fußball ein Geschäftszweig wie viele andere Berufe ist, was eher der kommerziellen Ausrichtung entspricht oder lag es daran, dass die Regierung der Bevölkerung Unterhaltung bieten wollte, was eher dem sozialen Charakter des Fußballs entspricht?

Prof. Geppert ordnet das so ein: "Auch wenn es gesundheitspolitische Bedenken gab, ist es Fakt, dass der Amateurfußball anders als der Profisektor keine gute Lobby hatte. Wahrscheinlich zeigt sich eine Vermischung von Interessen. Die Politik weiß, dass man die Bevölkerung so ablenkt." Das zweite Beispiel ist die gescheiterte Einführung der europäischen Super League, welche vor allem viele investorengeführte Klubs vorantrieben.

These 2: Die wahren Machtverhältnisse im Fußball
Daraus ergibt sich die zweite These der Studie, die in Form einer qualitativen Analyse in Form von Gesprächen mit den verschiedenen Interessensgruppen im Fußball untersucht wird. Prof. Geppert erläutert: "Hierbei geht es um das öffentliche Interesse an Fairness im Fußball, das dem der Eigentümer entgegensteht. Es ist die sogenannte Konfliktthese.

Das heißt, was es für unterschiedliche Anspruchsgruppen im Fußball gibt, welche gegensätzlichen Interessen sie vertreten, wie groß ihre Teilhabe an Entscheidungen ist und wie sie ihre Macht verteidigen." Zur besseren Überschaubarkeit wird sich hier auf England und Deutschland konzentriert, weil sich in diesen Ländern der Fan-Einfluss besonders konträr darstellt.

"Fußball-Systeme sind unter Druck"
Während sich laut Prof. Geppert auf der britischen Insel, angefangen mit Roman Abramowitsch beim FC Chelsea, zunächst russische Oligarchen, später arabische Scheiche und neuerdings immer mehr chinesische Investoren den Besitz von Klubs erkauft haben, gilt in der Bundesliga trotz bestimmter Härtefälle die 50+1-Regel weiter.

Der Wirtschaftswissenschaftler sagt: "Dass gewählte Gremien wie bei Union Berlin, dem SC Freiburg oder Dynamo Dresden Spielertransfers absegnen müssen oder dabei zu Wort kommen, ist in England unmöglich." Trotzdem bemerkt Prof. Geppert: "Beide Systeme sind unter Druck, es gibt aus unterschiedlichen Richtungen Dynamiken, die wir uns anschauen werden." So steigt im deutschen Profi-Fußball seit Jahren die Anzahl investorengeführter Vereine, welche die 50+1-Regel entweder umgehen oder offen abschaffen wollen.

Das komplexe Beispiel RB Leipzig
Neben den Bundesligisten Hoffenheim und RB Leipzig tummeln sich allein in der 3. Liga zahlreiche Klubs wie u.a. Türkgücü München, Viktoria Berlin und Viktoria Köln, die zum Sprung nach oben ansetzen wollen. Prof. Geppert beschreibt vor allem die Verhältnisse bei RB als bezeichnend: "In Leipzig wird nicht versucht, die Mehrheitsverhältnisse zu ändern, sondern durch exklusive Zugänge zur Mitgliedschaft die Mitbestimmung begrenzt."

Formal hätten die Mitglieder also das Sagen. Da sie aber ungewöhnlich hohe Beiträge leisten müssen oder auch eine Verbindung zum Unternehmen Red Bull bestehen muss, ist es praktisch eingeschränkt. "Man versucht über komplizierte Strukturen, die Machtverhältnisse bei RB Leipzig zu klären. Das kennt man so auch aus anderen Wirtschaftszweigen und Firmen", ordnet Geppert die Lage ein.

Englische Fans fordern 50+1-Regel für die Premier League
In England vernimmt der Ökonomie-Experte nun die gegenteilige Entwicklung. Nachdem die Fans mit scharfen Protesten auf der Insel den Rücktritt ihrer Klubs von der Super-League-Gründung geschafft haben, wittern sie Morgenluft. Prof. Geppert: "Neuerdings wird dort eine 50+1-Regel diskutiert, die Anhänger vieler Vereine wollen dafür kämpfen und orientieren sich an Deutschland. Doch die Ausgangslage in den englischen Machtverhältnissen ist schwieriger."

Undemokratische Anfälligkeiten der Verbände im Auge
Vier Jahre haben die Forscher Zeit, die Rollen der Akteure zu beleuchten – auch die von DFB, UEFA und FIFA. "Es gibt Aussagen von beteiligten Funktionären, dass die kleineren Vereine keine gleichberichtige Stimme gegenüber den großen Klubs haben. Dadurch stellt sich die Frage, wie demokratisch diese Verbände aufgebaut sind. Offensichtlich gab es da die letzten Jahre einige bedenkliche Probleme und das werden wir uns anschauen", meint Prof. Geppert. "Dabei ist es gut möglich, dass die Kommerzialisierung etwas damit zu tun, wenn sie sich gegen das öffentliche Interesse oder das von Amateurvereinen richtet."

Insgesamt steht im Fokus, hochkomplexe Lagen zu systematisieren – so auch den zunehmenden Einfluss chinesischer Geldgeber, die allein vier der zwölf UEFA-Sponsoren bei der diesjährigen Europameisterschaft ausmachten, während nur ein europäisches Unternehmen darunter war. "Es steht im Fünf-Jahres-Plan der kommunistischen Partei, dass Fußball in den nächsten Jahren ganz oben angesiedelt werden soll und China dort große Erfolge vorhat", weiß Prof. Geppert. Die Ergebnisse dürften für Ende 2025 Spannung versprechen und Fakten schaffen, die zumindest Teile der Fußball-Welt erschüttern.
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Re: FCL för ALLI!

Beitrag von Aufwindfahne » 31. Mai 2022, 10:53

Was.für.eine.Saison.
Aufwindfahne hat geschrieben:
11. Feb 2021, 15:44
Wie erwartet ein paar Anfängerfehler gemacht, aber insgesamt in meinen Augen sehr, sehr vielversprechend. Eventuell bin ich ja noch der einzige, der auf solches Zeugs aufspringt, aber wenn ein antretender FCL-Präsident seine Rede so beginnt, dann krieg ich spontan feuchte Augen, dagegen kann ich mich einfach nicht wehren. Und ein paar Minuten später dossiersicher die Sache mit dem Kredit präzisiert und selbstverständlich zu verstehen gegeben, dass man nicht nebenbei noch Geschäfte macht (herrlicher Kontrast zum abtretenden Präsidenten :mrgreen: ), sowas macht mir Eindruck.
Dem neuen VR, Präsidium und Team alles Gute und hoffentlich sind die während der PK eingegangenen E-Mails tatsächlich so etwas wie erste Vorzeichen auf bessere Zeiten und breite Unterstützung. Dass der Fussball mehr an Bedeutung gewinnen wird, ist für mich mit dieser Besetzung garantiert und das ist gut so. Next steps: Strukturen vereinfachen (Holding, I-AG, seag, etc...) und die Fans einbinden, aber bitte richtig.
15 unfassbar bewegende Monate sind seit der bemerkenswerten PK vom 11. Februar 2021 vergangen. Von Himmel (Cupsieg) bis Hölle (...) war einfach alles drin. Vor allem: Viel Fussball und noch mehr Emotionen. Das ist per se schon mal richtig geil.

Der kompromisslose Support der Fans – selbst bei langanhaltenden Negativphasen - ist selbst bei Aussenstehenden nicht unbemerkt geblieben. Das war nicht nur hier im Forum häufig zu lesen, sondern auch sonst fleissig wahrzunehmen. Pasci Schürpf nannte das «FCL-Familie», ich gebe zu, ich mag diesen Begriff sehr - dem Kitschpotenzial zum Trotz. Diese Saison geht in die Geschichte ein als diejenige, in der die Kurve so viel positive Energie, so viel Leidenschaft und bedingungslosen Rückhalt für die Mannschaft reingebracht hat, wie es nur möglich war für den FC Luzern. Das wird auf Ewig in Erinnerung bleiben. Ich bin jetzt noch beeindruckt, wieviel Disziplin, Geduld, Hartnäckigkeit, Glauben, Fleiss und maximale Motivation der harte Kern und alle drumherum Woche für Woche mitgebracht haben und feiere es unendlich hart, dass sich das für alle Beteiligten am Ende absolut ausgezahlt hat. Das alles war so viel mehr Ultra als irgendein voll krasser, austauschbarer Platzsturm es je sein könnte. Das esch Lozärn!

Ich hatte immer furchtbaren Respekt, nein, eher Angst davor, dass der Cupsieg auch vieles wieder kaputt machen würde, dass die Erwartungen im Umfeld sofort in unerreichbare Höhen geschraubt würden. Dass die Fans bei Misserfolgen sofort nervös werden, zu pfeifen beginnen. Im Extremfall Chaos stiften würden. Dass von aussen gerne Unruhe geschürt wird, besonders medial. Dass die Führung Uneinigkeit demonstrieren könnte. Dass die Mannschaft Risse bekommt, die man nicht mehr reparieren kann. Mir sind kaum Beispiele geläufig, bei denen mit dem ersten Titelgewinn einer neuen Generation die Geduld im Umfeld nicht rascher schwindet als ohne.

Bei uns ist nach meiner Wahrnehmung exakt das Gegenteil passiert. Die «FCL-Familie» ist unverkennbar noch näher zusammengerückt. Und sie ist gewachsen. Die Zuschauerzahlen steigen endlich stetig, die Stimmung leidet nicht, der FCL löst auch bei den Kids und ihren Eltern wieder eine gewisse «Coolness» aus. Ist es der Zeitgeist, ist es Zufall, ist es Glück, ist es vielleicht tatsächlich, weil Luzern anders tickt? Ich weiss es nicht genau, es ist spekulativ, zu argumentieren, woran das vor allem gelegen hat. Aber der Gedanke an den einen oder anderen möglichen Grund zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht.

Mannschaft: Ich bilde mir ein, dass die Spieler in dieser Saison oft froh waren, bei Luzern zu kicken. Nicht, weil die Summe im Vertrag hier höher ist als anderswo. Nicht, weil es karrieremässig ein cooles Sprungbrett ist. Nicht, weil wir eine Erfolgsgarantie geben könnten. Sondern weil sie spürten, dass wir ihren Kampfgeist wertschätzen. Dass wir sie auch im Abstiegskampf nicht davonjagen, wenn sie verlieren. Voraussetzung: Der Einsatz, der Wille muss einfach stimmen. Das Resultat, die Belohnung kommt dann schon. Vielleicht nicht heute, nicht diese Woche, vielleicht auch nicht nächste Woche. Aber «eeeeergendwenn». Es hat auch keiner der Mannschaft den Eindruck hinterlassen, sich wegen des ausschliesslich positiven Supports zurückzulehnen und zu denken «mer passiert ja nüd, wemmer abstieged». Ich bilde mir ein, dass sie diese Harmonie, diesen Rückhalt tatsächlich nicht nur schätzten, sondern als moralische Verpflichtung sahen, für Luzern zu kämpfen, möglicherweise den Platz 8 noch zu erreichen und sonst halt in der Barrage den Sieg zu erzwingen.

Führung: «Die Nähe zur Basis», wie oft habe ich das gehört in diesen Tagen. Ich darf festhalten, bislang sind das alles andere als die gewohnten Plattitüden. Nicht, weil z.B. Stefan Wolf dies gebetsmühlenartig sagt oder weil es irgendwo geschrieben steht. Man spürts – und zwar regelmässig. Da tigert der Präsident in den Minuten zwischen dem Pre-Game-TV-Interview und dem Anpfiff nochmals hinter der Fankurve durch. Er trägt ein blaues T-Shirt, kein Hemd mit Krawatte. Er steht mal auswärts im Block und schlachtet es in den Tagen danach nicht medial aus, sondern «die, die es wissen müssen, wissens». Medial geht man trotzdem punktuell voran, aber mit Themen, die die Basis ebenso beschäftigt wie der nächste Spieltag. Der Modus. Die positive Wahrnehmung der Fankurve. Der FCL hat eine Meinung, er prescht vor, er versucht, weitere Stakeholder für ihre Ideen zu begeistern. Er gibt nicht sofort auf, er kämpft weiter. Immer im Interesse des Fussballs und um die FCL-Familie zu stärken.

Sportchef: Man darf Meyer selbstverständlich für die Vorrunde kritisieren, sollte dabei aber auch fairerweise in die Waagschale werfen, dass er – zusammen mit Wolf – im Winter mehrere sehr unpopuläre Entscheide fällen musste und im Nachhinein eindeutig richtig gehandelt hat. Die Rechnung ist gerade nochmal aufgegangen – uff. Die Selbstkritik bleibt nicht aus, Fehler werden zugegeben. Die Verantwortung, die Schuld wird nicht abgeschoben, sondern auf sich genommen. Man ist gewillt, daraus zu lernen.

Demut, Bescheidenheit, all das ist immer wieder zu hören und dies in den Minuten vor und nach dem existenziellen Kampf um den Ligaerhalt. In den Stunden des Sieges, der Erleichterung geht das nicht vergessen. «Uf em Bode bliibe» - das ist wichtiger denn je. Der Umbruch ist nicht aufzuhalten, es wird vermutlich mindestens eine, zwei oder mehr Saisons Geduld brauchen, vielleicht gibt’s ausnahmsweise kein geiles Cupjahr, vielleicht wird die Durststrecke länger, bis wieder Europokal-Feeling angesagt ist.

What’s next? Auch ausserhalb des anstehenden sportlichen Umbruchs sind immer noch etliche Pendenzen nicht erledigt. Es ist noch längst nicht alles so, wie es sein müsste. Die aktuellsten Anekdoten: ALLI IN BLAU, aber das Team spielt in Weiss und der Fanshop hat bei Sommertemperaturen fast nur noch blaue Winterpullis im Angebot. Die Social Media-Abteilung sorgt standesgemäss für regelmässige Lacher usw - alles schon gehabt. Aber inzwischen sind wir wieder in dem Stadium angelangt, in dem wir diese Dinge eher als "sympathisch, der Wille zählt, der Einsatz stimmt" abtun und froh sind, dass wir nicht der durchgestylte, perfekte Club sind. Trotzdem: Da ist noch viel Luft nach oben.

Die Nähe zur Basis, der Dialog, der steht – darauf lässt sich definitiv aufbauen. Der Fussball steht wieder vermehrt im Vordergrund. Das ist gut – und das haben wir den jetzigen «Köpfen» des Clubs zu verdanken. Aber eins ist sicher: All dies fällt wieder zurück, im schlimmsten Fall auf Level Null, wenn diese Köpfe ausgetauscht werden. Und das wird früher oder später wieder der Fall sein. Darum ist es wichtig, die jetzige romantische Phase nicht einfach nur zu geniessen, sondern die weiterhin offenen Punkte abzuarbeiten. Und zwar personenunabhängig – um den «FCL FÖR ALLI» nachhaltig in die Realität zu überführen. Dazu gehört, wie letztes Jahr erwähnt (siehe oben, Posting vom Februar 2021): Vereinfachung der Strukturen, die konkrete, institutionalisierte Einbindung der Fans in die Organisation, eine für alle klar verständliche Strategie. Das Paradies muss noch ein wenig warten…

«eeeeeergendwenn» … Auf jetzt!
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Re: FCL för ALLI!

Beitrag von LU-57 » 31. Mai 2022, 15:38

Aufwindfahne hat geschrieben:
31. Mai 2022, 10:53
Was.für.eine.Saison.

[...]
PUNKT.

plus

DANKE!

plus
Aufwindfahne hat geschrieben:
31. Mai 2022, 10:53
Darum ist es wichtig, die jetzige romantische Phase nicht einfach nur zu geniessen, sondern die weiterhin offenen Punkte abzuarbeiten. Und zwar personenunabhängig – um den «FCL FÖR ALLI» nachhaltig in die Realität zu überführen. Dazu gehört, wie letztes Jahr erwähnt (siehe oben, Posting vom Februar 2021): Vereinfachung der Strukturen, die konkrete, institutionalisierte Einbindung der Fans in die Organisation, eine für alle klar verständliche Strategie.
AUF JETZT!

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Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
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raven
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Re: FCL för ALLI!

Beitrag von raven » 31. Mai 2022, 17:32

Aufwindfahne hat geschrieben:
31. Mai 2022, 10:53
Was.für.eine.Saison.

...

«eeeeeergendwenn» … Auf jetzt!
Wenn ichs gekonnt hätte, hät ichs etwo so geschrieben.
:salut: :thumbleft: \:D/ :headbang: :hello1:
stänkerer gegen oben

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