Verfasst: 27. Jul 2007, 06:32
GRANDE CHOREO
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Lugern hat geschrieben:GRANDE CHOREO
Spielerbewertung von NLZ:Fussball, Super League: FC Zürich - FC Luzern 4:1 (2:0)
1:4 - Sforza fehlen die Worte
Eine desolate Mannschaft, ein sprachloser Trainer: Der FC Luzern bot gestern bei Meister Zürich einen miserablen Auftritt.
«Wir wollen dieses Spiel noch gewinnen.» Die rund 1000 mitgereisten Luzerner Fans bedachten das Geschehen im Zürcher Hardturm mit Sarkasmus, als dem FCL in der 87. Minute der Anschlusstreffer zum 1:4 gelang. Bezeichnenderweise durch ein Eigentor von Tihinen. An einen Punktgewinn, geschweige denn an einen Sieg war zu diesem Zeitpunkt und bei diesem Spielstand beileibe nicht mehr zu denken. Wobei der Zeitpunkt an diesem Abend eigentlich gar keine grosse Rolle spielte. Der FCL war miserabel. Vom Anfang bis zum Schluss.
Wie vor einem Jahr, beim 0:3
Knapp ein Jahr ist es her, als der FC Luzern nach dem Wiederaufstieg das erste Spiel in der höchsten nationalen Liga bestritt. Neu war damals der Trainer, Ciriaco Sforza, und neu war vor allem für einen Grossteil der Mannschaft die Super League. Zu Gast auf der Allmend war damals der FC Zürich, der amtierende Meister. Der FCL verlor 0:3 und hatte nicht den Hauch einer Chance. Kurz: Er bezahlte Lehrgeld auf ungewohntem Terrain.
Viele Fragen bleiben offen
Gestern nun, im zweiten Spiel der aktuellen Saison, traf der FCL wieder früh auf den FC Zürich, wieder auf den amtierenden Meister. Und genau wie vor einem Jahr gab es für die Luzerner überhaupt nichts zu holen. Dies, obwohl sich in den letzten 12 Monaten einiges getan hat. Derart viel, dass Trainer Sforza in der Vorbereitung von Welten sprach; dass Cantaluppi oder Felipe von einer möglichen Platzierung sprachen, die durchaus bis zu Rang eins reichen könne. Der FCL war schliesslich reifer geworden und glaubte, sich auf Schlüsselpositionen geschickt verstärkt zu haben. Fehlende Substanz oder mangelnde Erfahrung hielten gestern als Entschuldigung für den desolaten Auftritt tatsächlich auch nicht mehr her. Deshalb entschloss sich Trainer Sforza hinterher, nur dies zu sagen: «Ich brauche nicht viel zu reden. Das, was wir heute spielten, entsprach nicht dem, was ich in der Vorbereitung sah. Ich gratuliere Zürich zum Sieg.»
Sprachs. Und zog sich zurück. Was hätte Sforza auch sagen sollen? Dass der Mannschaft die Leidenschaft fehlte? Dass sie nie bereit war, die Zweikämpfe anzunehmen? Dass die Abwehr reihenweise Abstimmunsgprobleme offenbarte? Dass vom hochgelobten Angriff nur ein laues Lüftchen ausging? Niemand hätte ihm widersprochen. An seine Stelle trat Präsident Walter Stierli mit den Worten: «Das war heute eine Lehrstunde. Unser Trainer hat noch viel zu tun.»
Grosse Abstimmungsprobleme
In der Tat. Und dabei wird sich Sforza gewiss gesprächiger als unmittelbar nach dem gestrigen Spiel zeigen. Denn genügend waren gestern höchstens Claudio Lustenberger, der linke Aussenverteidiger, und David Zibung, der Goalie, der bei allen vier Gegentoren nur wenig ausrichten konnte. Beunruhigend war die Zusammenarbeit in der Abwehr, wo ein Chef, der die Dinge lenkt, nicht zu erkennen war. Symptomatisch dafür war die Szene vor dem 2:0, als die beiden Innenverteidiger Schwegler und Cipot beide nach rechts auswichen, um Abdi den Platz freizumachen.
Beunruhigend war die Verfassung der gesamten Offensivabteilung. Lustrinelli auf der linken Seite ist ein Schatten seiner selbst, ebenso wie Tchouga, der sich wenigstens in der Schlussphase noch etwas aufbäumte. Chiumiento spielte angesichts seiner fussballerischen Qualitäten mehr als nur einen unverständlich ungenauen Pass. Und das Zentrum mit Cantaluppi und Fabian Lustenberger war dem Zürcher Pendant Aegerter/Tico in Sachen Robustheit und Aggressivität unterlegen.
Wo war der Wille, dem Meister, der sich nach wichtigen Abgängen auch erst wieder finden muss, nicht nur als Aufbaugegner zu dienen? Der FCZ jedenfalls, der spielerisch noch immer über ein grosses Potenzial verfügt, machte Trainer Challandes gestern ein wunderbares Geschenk zum 56. Geburtstag.
Den Worten Taten folgen lassen
Grund zur Schwarzmalerei besteht zwar nicht. Zwei Runden sind erst gespielt, noch ist auf dem Papier nicht viel passiert. Doch auf dem Platz müssen die Luzerner schon am Sonntag gegen YB beweisen, dass sie gewillt sind, den schönen und zuversichtlichen Worten vor der Saison Taten folgen zu lassen. In erster Linie mit bedingungsloser Einsatzbereitschaft. Sonst schlägt der Sarkasmus schnell um in Unverständnis und Frust.
Cipot ein ganz GuterFelipe 2,5
Lustrinelli 2,5 Tchouga 3
Chiumiento 2,5
Cantaluppi 3,5 F. Lustenberger 3,5
C. Lustenberger 4 Cipot 2 Schwegler 3 Diethelm 2,5
Zibung 4
Fussball: FC Luzern
«Alle waren schlecht»
Keine Leidenschaft, kein Biss, keine Chance: Beim FCL passte gegen den FCZ gar nichts zusammen. Und auch die Suche nach den Gründen erwies sich als schwierig.
Es fiel nach dem unerwartet deutlichen 1:4 nicht nur dem FCL-Trainer schwer, Worte für diese Leistung zu finden. Auch die Spieler taten sich wie Ciriaco Sforza mit der Aufarbeitung der Niederlage schwer. «Wir hatten uns zwar viel vorgenommen, aber nichts umgesetzt», sagte beispielsweise Roland Schwegler, der auch im zweiten Spiel zusammen mit Fabijan Cipot keine stabile Innenverteidigung bildete, was aber häufig an der fehlenden Schnelligkeit des Slowenen lag. «Wir hatten Löcher überall», gab Neuzugang Schwegler zu. «Und es passte irgendwie zu unserer Leistung, dass unser Tor zum 1:4 bloss ein Eigentor des Gegners war.»
«Was passiert ist, ist passiert»
Auch Captain David Zibung, der nach seiner Sperre wieder im Tor stand, wollte nichts davon wissen, dass er immerhin noch der beste FCL-Spieler gewesen sei. «Alle waren schlecht», stellte er in forschem Ton klar. «Zum Spiel will ich eigentlich gar nichts mehr sagen. Vielleicht», versuchte er dem bitteren Moment noch etwas Positives abzugewinnen, «hat uns diese Ohrfeige jetzt gezeigt, dass es so nicht geht.»
Dass Zibung und seine Mitspieler schon in drei Tagen die Chance erhalten, eine Antwort zu geben, sieht er als Vorteil. «Das ist das Schöne am Fussball. Was passiert ist, ist passiert. Ich schaue deshalb bereits wieder nach vorne.» Anzeichen von Verunsicherung waren beim FCL-Goalie nicht auszumachen.
Das YB-Spiel am Sonntag (16.00, Allmend) wird nach diesem missratenen Auftritt in Zürich folglich bereits zur ersten Bewährungsprobe in der noch jungen Saison.
Lustloser Auftritt vor Fototermin
So lustlos darf sich eine Mannschaft, die ihre Ambitionen unmissverständlich angemeldet hat, nicht mehr präsentieren. Denn weitere solche Aufritte würden auf die Dauer auch die Luzerner Anhänger nicht mehr goutieren. Und auch FCL-Präsident Walter Stierli vermutete nach der Partie, dass dieses 1:4 am Sonntag beim zweiten Heimspiel bereits einige Zuschauer kosten könnte.
Vorerst steht heute Morgen aber der offizielle Fototermin für die Super-League-Mannschaft auf dem Programm. Es dürfte den Spielern dabei nach dem gestrigen Abend sicher nicht leicht fallen, ein Lächeln aufzusetzen.
das war das 4:4, ihr ottos!manuel hat geschrieben:«Wir wollen dieses Spiel noch gewinnen.» Die rund 1000 mitgereisten Luzerner Fans bedachten das Geschehen im Zürcher Hardturm mit Sarkasmus, als dem FCL in der 87. Minute der Anschlusstreffer zum 1:4 gelang.
Natale hat gesagt, dass man einen Spieler dieser Klasse nicht testen muss, weil man weiss, dass er gut ist.manuel hat geschrieben:Cipot ein ganz Guter. Der ist so gut, dass man ihn ohne Beobachtung und Testspiel fuer Jahre verpflichten kann. Etwa so hat es doch geheissen, nicht?
diesen Satz habe ich gestern auch gesagtmanuel hat geschrieben:Cipot ein ganz Guter. Der ist so gut, dass man ihn ohne Beobachtung und Testspiel fuer Jahre verpflichten kann. Etwa so hat es doch geheissen, nicht?
sforza soll dem spieler seine mangelnde schnelligkeit vorgeworfen habenRadiohead hat geschrieben: Natale hat gesagt, dass man einen Spieler dieser Klasse nicht testen muss, weil man weiss, dass er gut ist.
nur schon weil das aus dem mund von natale kommt hätte man vom transfer absehen müssen...Radiohead hat geschrieben:Natale hat gesagt, dass man einen Spieler dieser Klasse nicht testen muss, weil man weiss, dass er gut ist.
Thread und Spieler schliessen.Dräcksgoof hat geschrieben:nur schon weil das aus dem mund von natale kommt hätte man vom transfer absehen müssen...
kutte hat geschrieben:Wir wollen uns nicht mit fremden Federn schmücken, Kompliment geht an die Lugern-Boys...!sävu hat geschrieben:Herzliches Dankeschön noch an die Macher der Choreo!
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höi Hüetliclub
Partyanimal hat geschrieben: Spiel zum vergessen, das einzig gute waren die Mäuse.