Verfasst: 15. Feb 2011, 10:18
Warum nicht Swisspor?
Warum schon? Das Gersag wurde nur angeboten, damit der FCL noch etwas Kosten abwälzen kann. Für Infrastruktur, die man eh nicht mehr braucht.Gunner hat geschrieben:Warum nicht Swisspor?
GC mit zu hohem Risiko
Nur Verlierer im Streit mit der Stadt
Erst war es eine Drohung und ein Pokerspiel. Aber nun ist Realität geworden, was nie hätte geschehen dürfen, weil es in diesem Streit keinen Gewinner gibt. Die Stadt Zürich verliert mit dem Abschied des Grasshopper-Clubs einen Stadionmieter und Geld. Und noch wesentlicher: Mit GC verschwindet für zehn Jahre ein Teil Sportkultur aus der Stadt. So lange werden sich die Grasshoppers voraussichtlich ins Exil begeben. Dieses soll nur eine Fussnote in der Chronik des Rekordmeisters bleiben. Das hofft GC-Präsident Linsi. Aber so sicher ist das nicht.
Denn der Grasshopper-Club setzt seine Identität aufs Spiel, für einen im Selbstverständnis angeschlagenen Klub wie ihn ist das existenzbedrohend. In Manager-Sprache rechnen die GC-Verantwortlichen vor, dass sich der Auszug für die Grasshoppers lohnen wird, dass sie nur so überleben können. Vielleicht geht die Rechnung finanziell sogar auf, aber es ist eine Hochrisiko-Strategie unter dem Deckmantel der Vernunft, die sich nicht lohnen wird. 1,5 Millionen Franken muss GC sparen, das ist wenig Geld für einen zu hohen emotionalen Preis, den die Grasshoppers bezahlen.
Denn bei allem guten Willen hat die GC-Führung nicht verstanden, wie ein Fussballklub funktioniert, was abseits aller Kalkulations-Tabellen sein Wesen ist und welche Werte unantastbar sind. Der Grasshopper-Club ist schon lange nicht mehr der Nobelklub, allerspätestens jetzt nicht mehr. Aber das bleibt trotzdem sein Image, weil er kein anderes hat. Und gerade deshalb ist die Emigration in die nicht so vornehme Provinz ein Zeichen dafür, wie tief GC gesunken ist. Er klopft jetzt dort an, wo er früher nicht einmal die Türfalle berührt hätte. Die einst so spendablen Geldgeber haben sich in den letzten Jahren von GC abgewendet. Das Gewohnheitsrecht, dass die Grasshoppers in der Finanz-Oberschicht verankert sind, gibt es nicht mehr. Das ist das eigentliche Problem. Nicht, dass die Stadt GC eine Kostenreduktion von einer Million Franken verweigert hat.
Die Alte Tante von der Falkenstrasse bringts gut auf den Punkt.Maréchaux hat geschrieben:Kommentar der NZZ
GC mit zu hohem Risiko
Nur Verlierer im Streit mit der Stadt
Erst war es eine Drohung und ein Pokerspiel. Aber nun ist Realität geworden, was nie hätte geschehen dürfen, weil es in diesem Streit keinen Gewinner gibt. Die Stadt Zürich verliert mit dem Abschied des Grasshopper-Clubs einen Stadionmieter und Geld. Und noch wesentlicher: Mit GC verschwindet für zehn Jahre ein Teil Sportkultur aus der Stadt. So lange werden sich die Grasshoppers voraussichtlich ins Exil begeben. Dieses soll nur eine Fussnote in der Chronik des Rekordmeisters bleiben. Das hofft GC-Präsident Linsi. Aber so sicher ist das nicht.
Denn der Grasshopper-Club setzt seine Identität aufs Spiel, für einen im Selbstverständnis angeschlagenen Klub wie ihn ist das existenzbedrohend. In Manager-Sprache rechnen die GC-Verantwortlichen vor, dass sich der Auszug für die Grasshoppers lohnen wird, dass sie nur so überleben können. Vielleicht geht die Rechnung finanziell sogar auf, aber es ist eine Hochrisiko-Strategie unter dem Deckmantel der Vernunft, die sich nicht lohnen wird. 1,5 Millionen Franken muss GC sparen, das ist wenig Geld für einen zu hohen emotionalen Preis, den die Grasshoppers bezahlen.
Denn bei allem guten Willen hat die GC-Führung nicht verstanden, wie ein Fussballklub funktioniert, was abseits aller Kalkulations-Tabellen sein Wesen ist und welche Werte unantastbar sind. Der Grasshopper-Club ist schon lange nicht mehr der Nobelklub, allerspätestens jetzt nicht mehr. Aber das bleibt trotzdem sein Image, weil er kein anderes hat. Und gerade deshalb ist die Emigration in die nicht so vornehme Provinz ein Zeichen dafür, wie tief GC gesunken ist. Er klopft jetzt dort an, wo er früher nicht einmal die Türfalle berührt hätte. Die einst so spendablen Geldgeber haben sich in den letzten Jahren von GC abgewendet. Das Gewohnheitsrecht, dass die Grasshoppers in der Finanz-Oberschicht verankert sind, gibt es nicht mehr. Das ist das eigentliche Problem. Nicht, dass die Stadt GC eine Kostenreduktion von einer Million Franken verweigert hat.
na ja...in züri ein stadion zu bauen, da erscheinen mir die 10 jahre nun wirklich nicht übertrieben...Legia hat geschrieben:Wieso 10 Jahre?
Braucht es so lange um ein Stadion zu bauen? Andere bauen in 5 Jahren eine ganze Republik wieder auf.
Meines Wissens hatte man ein bewilligtes und finanziertes Stadionprojekt. Dann kam halt VCS und so...Agent Sawu hat geschrieben:Frage: Kann mir einer erklären, wieso um Himmels willen der Hardturm bereits abgebrochen wurde, bevor man ein bewilligtes und finanziertes neues Stadionprojekt hatte?
Lösung: Provisorisches Gersag Stadion in Emmenbrücke abbauen und im ehemaligen Hardturmareal oder im Niederhasli einfach wieder aufbauen. Problem gelöst und finanziell optimale Lösung für GC und FCL.
Schon klar. Unter bewilligt verstehe ich halt, dass man ALLE Einsprachen geregelt hat und mit dem Bagger auffahren kann.tuce hat geschrieben:Meines Wissens hatte man ein bewilligtes und finanziertes Stadionprojekt. Dann kam halt VCS und so...Agent Sawu hat geschrieben:Frage: Kann mir einer erklären, wieso um Himmels willen der Hardturm bereits abgebrochen wurde, bevor man ein bewilligtes und finanziertes neues Stadionprojekt hatte?
Lösung: Provisorisches Gersag Stadion in Emmenbrücke abbauen und im ehemaligen Hardturmareal oder im Niederhasli einfach wieder aufbauen. Problem gelöst und finanziell optimale Lösung für GC und FCL.