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Verfasst: 2. Nov 2010, 15:26
von Insider
Gibt es eigentlich auch GUTE Argumente dafür?

Verfasst: 2. Nov 2010, 15:30
von LU-57
zielt in die richtige richtung, wurde einfach nicht ganz fertig durchdacht,
was ich - wie bei vielen anderen initativen - nicht wirklich verstehen kann.
einfachste ergänzungen würden ja schliesslich genügen, um die gröbsten
"fehler" auszumerzen...

greez

Verfasst: 2. Nov 2010, 21:02
von LUtown
LÜ-57 hat geschrieben:... auszumerzen...
aber der ist doch schon gegangen, der kann nichts mehr dafür. :wink:

Verfasst: 3. Nov 2010, 00:35
von bluewhite pride
Finde es einfach noch lustig, dass überall in den Medien davon gesprochen wird, dass 3% der Bevölkerung irgend x % des Vermögens aller Schweizer besitzen und dann wollen sie, um das zu verhindern die Einkommenssteuer erhöhen. So ziemlich die allermeisten reichsten Schweizer sind durch Erbschaft oder an der Börse zu solch (virtuellen) Vermögen gekommen.

Ziemlich billige Populismusinitiative, die ausserdem die Steuern für alle erhöht.

Verfasst: 3. Nov 2010, 01:13
von lucerne
Legia hat geschrieben:Dabei ist diese Abstimmung viel wichtiger.
Kann Alpenlöwe (oder einer der anderen 9) bitte mal Argumente vorbringen, damit wir diese zerpflücken dürfen, danke.

Verfasst: 3. Nov 2010, 16:53
von Legia
Ist unser Steuersystem denn so ungerecht? Ist es so ungerecht, dass jemand der 4x mehr verdient 52x mehr Bundessteuern bezahlt? Wenn ja, für wen? :wink:

Ach ja und wie geht das mit der berühmten Arm-Reich-Schere die angeblich immer weiter auseinander geht? War es wirklich besser vor 50, 100 oder 200 Jahren arm zu sein? Also ich persönlich wäre lieber im Jahre 2010 arm als damals. Habt ihr schon mal mit Menschen die zwischen 1900 und 1930 geboren sind über deren Kindheit gesprochen? Ich möchte nicht tauschen. Ist es nicht besser arm zu sein in einem Land wo auch Reiche leben und hat man nicht bessere Möglichkeiten sozial aufzusteigen, oder lebt es sich besser in Bangladesch oder Bolivien wo es nur Arme hat?

Ist Neid nicht eine Eigenschaft, die einen zerfrisst? Warum immer vergleichen, warum sich nicht an dem erfreuen was man hat anstatt nur zu sehen was man nicht hat aber der andere schon.

Die schlimmste Folge eines Ja's wäre der Abschied vom Föderalismus zum Zentralismus. Der Föderalismus hat unser Land gross gemacht. Er ist verantwortlich für Wohlstand, sozialer Frieden und Sicherheit.

Bitte werft das nicht weg nur um an ein paar Reichen ans Bein zu pinkeln.

Verfasst: 3. Nov 2010, 16:57
von Insider
Legia hat auch schon dümmere Beiträge geschrieben.

Verfasst: 3. Nov 2010, 17:16
von dragao
Legia hat geschrieben:Ist unser Steuersystem denn so ungerecht? Ist es so ungerecht, dass jemand der 4x mehr verdient 52x mehr Bundessteuern bezahlt? Wenn ja, für wen? :wink:

Ach ja und wie geht das mit der berühmten Arm-Reich-Schere die angeblich immer weiter auseinander geht? War es wirklich besser vor 50, 100 oder 200 Jahren arm zu sein? Also ich persönlich wäre lieber im Jahre 2010 arm als damals. Habt ihr schon mal mit Menschen die zwischen 1900 und 1930 geboren sind über deren Kindheit gesprochen? Ich möchte nicht tauschen. Ist es nicht besser arm zu sein in einem Land wo auch Reiche leben und hat man nicht bessere Möglichkeiten sozial aufzusteigen, oder lebt es sich besser in Bangladesch oder Bolivien wo es nur Arme hat?

Ist Neid nicht eine Eigenschaft, die einen zerfrisst? Warum immer vergleichen, warum sich nicht an dem erfreuen was man hat anstatt nur zu sehen was man nicht hat aber der andere schon.

Die schlimmste Folge eines Ja's wäre der Abschied vom Föderalismus zum Zentralismus. Der Föderalismus hat unser Land gross gemacht. Er ist verantwortlich für Wohlstand, sozialer Frieden und Sicherheit.

Bitte werft das nicht weg nur um an ein paar Reichen ans Bein zu pinkeln.
Du hast absolut recht, wenn du sagst, dass es früher härter war arm zu sein als heute. Das dem so ist, liegt an der allgemeinen Verbesserung der Lebensqualität und dem technischen Fortschritt. Nur ist aber der Wohlstand der Reichen im Vergleich zum "Wohlstand" der Armen überproportional stark angestiegen. Weiter kommt hinzu, dass die Mittelschicht immer mehr in Richtung Unterschicht bewegt, die Oberschicht aber weiterhin kräftig zu legt.
Deine Vergleiche mit Bolivien und Bangladesch mögen stimmen, aber bringen in Zusammenhang mit einer schweizer Abstimmung absolut nichts. Schliesslich geht es ja nicht darum die Welt zu verbessern :wink:

Und bezüglich Neid hast du absolut recht, aber dies ist wohl eher ein Argument für die Befürworter als für die Gegner. Ist man doch weniger neidisch auf einen Millionär den auf einen Milliardär.

Zum Föderalismus:
1. Wird mit dieser Abstimmung der Föderalismus nicht abgeschafft
2. stellt sich die Frage, ob der Föderalismus in der jetztigen Form der Schweiz nicht mehr schadet als nützt. Der historische Rechtfertigung des Föderalismus (Freisinn vs. Konservative) existiert nämlich nicht mehr.

Die Initiative mag nicht perfekt sein, aber sie geht in die richtige Richtung.

Verfasst: 3. Nov 2010, 17:22
von Raubi
Gehe ich richtig in der Annahme, dass es für diese Initiative ein Ständemehr braucht? Gruss über den Röschtigraben.

Verfasst: 3. Nov 2010, 17:23
von dragao
Raubi hat geschrieben:Gehe ich richtig in der Annahme, dass es für diese Initiative ein Ständemehr braucht? Gruss über den Röschtigraben.
Braucht für jede Initiative das Ständemehr.

Verfasst: 3. Nov 2010, 17:23
von chamäleon
für die initiative keineswegs, nein, aber für deren annahme

Verfasst: 3. Nov 2010, 17:23
von Legia
Volks- und Ständemehr (ist Initiative)

Verfasst: 3. Nov 2010, 17:50
von Raubi
Insider hat geschrieben:Gibt es eigentlich auch GUTE Argumente dafür?

Verfasst: 3. Nov 2010, 18:23
von UNDERCOVER
dragao hat geschrieben:1. Wird mit dieser Abstimmung der Föderalismus nicht abgeschafft
die freiheit der kantone in steuersachen wird drastisch eingeschränkt. dies zeigt bereits die tatsache, dass 16 von 26 kantonen bei annahme der initiative ihre steuern erhöhen müssten. im privaten sektor sind solche kartelle mit gutem grund verboten.
dragao hat geschrieben:2. stellt sich die Frage, ob der Föderalismus in der jetztigen Form der Schweiz nicht mehr schadet als nützt. Der historische Rechtfertigung des Föderalismus (Freisinn vs. Konservative) existiert nämlich nicht mehr.
ist das dein bestes argument?

der föderalismus bezweckt letztendlich die freiheit. die freiheit einer gemeinde oder eines kantons, ihre dinge nach eigenem gutdünken zu regeln. dass der föderalismus heute mindestens so stark wie früher seine berechtigung hat, siehst du bei jeder abstimmung: es kommt kaum je vor, dass sich alle 26 kantone in sachfragen einig sind. natürlich bestehen regelungsgebiete, in denen einheitliche lösungen notwendig sind. doch zumindest menschen, für die freiheit keine leere floskel ist, sind sich einig, dass diese mit grosser zurückhaltung bestimmt werden sollten.

Verfasst: 6. Nov 2010, 00:10
von grantler
Legia hat geschrieben:Die schlimmste Folge eines Ja's wäre der Abschied vom Föderalismus zum Zentralismus. Der Föderalismus hat unser Land gross gemacht. Er ist verantwortlich für Wohlstand, sozialer Frieden und Sicherheit.

Bitte werft das nicht weg nur um an ein paar Reichen ans Bein zu pinkeln.
naive frage: kann man dasselbe eigentlich nicht auch zur ausschaffungsinitiative sagen? (man ersetze "Reichen" durch "Ausländern")

Verfasst: 6. Nov 2010, 02:26
von Legia
Nein

Verfasst: 6. Nov 2010, 09:34
von Insider
KlamDo hat geschrieben:
Legia hat geschrieben:Die schlimmste Folge eines Ja's wäre der Abschied vom Föderalismus zum Zentralismus. Der Föderalismus hat unser Land gross gemacht. Er ist verantwortlich für Wohlstand, sozialer Frieden und Sicherheit.

Bitte werft das nicht weg nur um an ein paar Reichen ans Bein zu pinkeln.
naive frage: kann man dasselbe eigentlich nicht auch zur ausschaffungsinitiative sagen? (man ersetze "Reichen" durch "Ausländern")
passt.

Verfasst: 6. Nov 2010, 10:31
von hässig-AL
ich war beim podiumsgespräch zwischen wermuth und löpfe

nach diesem podium bin ich zw stuhl und bank. es gibt soviel dafür und dagegen.


fakten sind
1-max 3% der superreichen machen steuereinnahmen von der restlichen 97 -99 % aus, wenn man den superreichen steuererleichterung macht, müssen wir halt die staatskasse auffüllen, mit überteuerten gebühren etc etc etc etc

was auch noch eine gute studie ist.
die kantone die mit dem finanzausgleich am meisten profitieren, sind die kantone die "beste" steuererleichterungen den supperreichen anbieten, verrückt nicht?

Verfasst: 6. Nov 2010, 13:20
von dragao
hässig-AL hat geschrieben:ich war beim podiumsgespräch zwischen wermuth und löpfe

nach diesem podium bin ich zw stuhl und bank. es gibt soviel dafür und dagegen.


fakten sind
1-max 3% der superreichen machen steuereinnahmen von der restlichen 97 -99 % aus, wenn man den superreichen steuererleichterung macht, müssen wir halt die staatskasse auffüllen, mit überteuerten gebühren etc etc etc etc

was auch noch eine gute studie ist.
die kantone die mit dem finanzausgleich am meisten profitieren, sind die kantone die "beste" steuererleichterungen den supperreichen anbieten, verrückt nicht?
Und wer leidet am meisten darunter, wenn die Gebühren angehoben werden?

Verfasst: 6. Nov 2010, 13:25
von hässig-AL
dragao hat geschrieben:
hässig-AL hat geschrieben:ich war beim podiumsgespräch zwischen wermuth und löpfe

nach diesem podium bin ich zw stuhl und bank. es gibt soviel dafür und dagegen.


fakten sind
1-max 3% der superreichen machen steuereinnahmen von der restlichen 97 -99 % aus, wenn man den superreichen steuererleichterung macht, müssen wir halt die staatskasse auffüllen, mit überteuerten gebühren etc etc etc etc

was auch noch eine gute studie ist.
die kantone die mit dem finanzausgleich am meisten profitieren, sind die kantone die "beste" steuererleichterungen den supperreichen anbieten, verrückt nicht?
Und wer leidet am meisten darunter, wenn die Gebühren angehoben werden?
HABE ICH JA SELBST BEANTWORTET :-)