bluewhite pride hat geschrieben:
Niveauvoll auch die Leute, die rumpöbelten, als Stelzböcke verteilt wurden. Wenn man dann Gesicht zeigte und höflich nach dem Grund für die Fäkalsprache fragte oder eine Diskussion anfangen wollte, waren sie so perplex, dass gleich noch ne Ansammlung von Flüchen folgte, bevor sie sich aus dem Staub machten - rein ins Lifestyleerlebnis swissporarena.
Obwohl ich noch keine 35 bin kann ich mit der heutigen Jugend leider gar nix anfangen. Wenn ich jeweils diese frechen, rumlungernden, arroganten, anstandslosen, saufenden, littering verursachenden Rotzlöffel sehe, kommen in mir Gedanken hoch wie sonst wohl nur einem Rentner. Ich weiss, nicht alle Jugendlichen pöbeln, spucken, ficken und saufen nur in der Gegend rum. Mir fehlt halt einfach der Bezug und ich kenne zwischen 12 und 22 niemanden persöhnlich so richtig gut. Dabei ist es doch gar nicht mal so lange her, als ich auch noch so ein Rotzlöffel war.
Am Sonntag vor dem Spiel trank ich noch ein Bierchen vor dem Stadion. Da waren sie wieder, diese jugendlichen, diese.... aber Halt. Irgendetwas war anders. Von wegen rumlungern, saufen, betteln und Bierbüxxen trinken. Diese jugendlichen verteilten Zettel. Sie setzen sich aktiv für ihre Anliegen ein. Sie waren freundlich und versuchten sich zu erklären. Sie betrieben einen grossen Aufwand um andere Matschbesucher aufzuklären. Doch nicht nur dies; sie liessen sich beschimpfen, blöde anmachen und z.T. sogar anpöbeln. Sie blieben ruhig und freundlich. In den 20 Minuten in denen ich mein Bierchen trank, konnte ich so einiges beobachten. Da waren Väter welche, vor ihren Kindern, die jugendlichen "runterputzten". Was für tolle Vorbilder. Da waren alte Männer welche ihren senielen Frust an den Flyer und Stelzbock verteilern rausliessen. Da waren arrogant wirkende Frauen welche rummotzten über eine Thematik welche sie offensichtlich nicht mal ansatzweise verstehen konnten. Es waren traurige Bilder und irgendwie eine verkehrte Welt.
Man kann für oder gegen Pyros sein. Man kann eine aktive Fanszene gut finden, es kann einem auch am Arsch vorbei gehen. Man kann für oder gegen ein Fahnenverbot sein. Man kann die
friedliche Boykott Massnahme der aktiven Fans gut oder schlecht finden. Es darf doch wirklich jeder seine eigene Meinung zu jedem Thema haben. Aber wer jugendliche welche sich friedlich für etwas einsetzen, welche informieren wollen, welche sich gesprächen stellen, welche sich dermassen für etwas engagieren so behandelt, sorry der hat nen verdammten "Schutt in den Arsch" mehr als verdient.
Klar hat die Jugend einen schlechten Ruf. Den hat sie schon seit Urzeiten. Dafür gibt es auch genügend schlechte Beispiele.
Doch es gibt auch immer wieder gute Beispiele, wie eben, wenn sich die Jugend friedlich für ihre Interessen einsetzt. Wenn man auch noch anfängt diese zu kritisieren und mit den Schuhen zu treten, dann gute Nacht.
Dann muss man sich auch nicht mehr über 1. Mai Randale, littering, faulheit, rumhängen und öffentliches urinieren aufregen, dann hat man schlicht nichts besseres mehr verdient.