Verfasst: 20. Mai 2009, 12:48
Tragisch, wie die Medien versuchen ihre leeren Seiten zu füllen. NLZ Berichte nehmen immer mehr Blick-Niveau an, tragisch!
Warst du dabei?Solo LUcerna hat geschrieben:Die Fan-Idioten lernen offenbar gar nichts. Um 16.38 Uhr kam es in der Berner Bahnhofshalle zu einem Zwischenfall, als rund 2500 feiernde Sion-Fans von etwa 30 vermummten YB-Anhängern mit brennenden Fackeln angegriffen und beworfen wurden. Die Polizei schritt sofort ein, drängte die Randalierer zurück und isolierte sie. Die brenennden Fackeln wurden von Sion-Fans weggeschafft, ehe sie für ein Feuer hätten sorgen können. Personen wurden keine verletzt - und nach 30 Sekunden war der Spuk vorbei und der Bahnhof hatte die ausgelassene Stimmung zurück.
wiso sollte ich dabei gewesen sein??vodka lemon hat geschrieben:Warst du dabei?Solo LUcerna hat geschrieben:Die Fan-Idioten lernen offenbar gar nichts. Um 16.38 Uhr kam es in der Berner Bahnhofshalle zu einem Zwischenfall, als rund 2500 feiernde Sion-Fans von etwa 30 vermummten YB-Anhängern mit brennenden Fackeln angegriffen und beworfen wurden. Die Polizei schritt sofort ein, drängte die Randalierer zurück und isolierte sie. Die brenennden Fackeln wurden von Sion-Fans weggeschafft, ehe sie für ein Feuer hätten sorgen können. Personen wurden keine verletzt - und nach 30 Sekunden war der Spuk vorbei und der Bahnhof hatte die ausgelassene Stimmung zurück.
solo LUcerna hat wohl nur Bericht widergegeben.....Solo LUcerna hat geschrieben:wiso sollte ich dabei gewesen sein??vodka lemon hat geschrieben:Warst du dabei?Solo LUcerna hat geschrieben:Die Fan-Idioten lernen offenbar gar nichts. Um 16.38 Uhr kam es in der Berner Bahnhofshalle zu einem Zwischenfall, als rund 2500 feiernde Sion-Fans von etwa 30 vermummten YB-Anhängern mit brennenden Fackeln angegriffen und beworfen wurden. Die Polizei schritt sofort ein, drängte die Randalierer zurück und isolierte sie. Die brenennden Fackeln wurden von Sion-Fans weggeschafft, ehe sie für ein Feuer hätten sorgen können. Personen wurden keine verletzt - und nach 30 Sekunden war der Spuk vorbei und der Bahnhof hatte die ausgelassene Stimmung zurück.
Quelle?Wiesel hat geschrieben:solo LUcerna hat wohl nur Bericht widergegeben.....Solo LUcerna hat geschrieben:wiso sollte ich dabei gewesen sein??vodka lemon hat geschrieben: Warst du dabei?
vodka lemon hat geschrieben:Quelle?Wiesel hat geschrieben:solo LUcerna hat wohl nur Bericht widergegeben.....Solo LUcerna hat geschrieben: wiso sollte ich dabei gewesen sein??
vodka lemon hat geschrieben:Danke, waren übrigens Sionultras die die Fackeln warfen
Yoda hat geschrieben:http://www.20min.ch/news/zuerich/story/ ... h-17475513
+ alle anderen schwachsinnigen meldungen:
LU-57 hat geschrieben:
geh vor die hunde, du erbärmliches volk von naiven, untolleranten röhrenblick-bünzlis!
Tages-Anzeiger hat geschrieben:Der Krawall als Spektakel
Von Dario Venutti.
Wenn der FC Zürich gegen den FC Basel spielt, sind zwei Dinge sicher: Erstens gewinnt meistens der FCB. Zweitens setzt der Match ein Ritual aus Ausschreitungen, Empörung über die Ausschreitungen und der Forderung nach raschen Lösungen gegen Gewalt in Gang.
Wer Krawall macht, begreift nicht, dass die Begegnung eine symbolische Sache ist: FCB-Fans.
Nach ein paar Tagen legt sich die Aufregung, und es passiert nichts. Bis zum nächsten Spiel. So geht das schon seit Jahren.
Die Ausschreitungen sind zweifellos skandalös. Ebenso irritierend ist die Tatsache, dass es sich sämtliche Beteiligten in diesem Ritual bequem eingerichtet haben:
Gewaltbereite Fussballfans erhalten einen Kick, um ihre Wut an Leuten abzureagieren, die zufällig Basler, Zürcher oder Polizisten sind. Wer Krawall macht, begreift nicht, dass die Begegnung zweier Mannschaften eine symbolische und keine physische Sache ist.
Die Medien verhalten sich widersprüchlich. Gerade in den Tagen vor dem Spiel FCZ - FCB am letzten Sonntag wurde der Match unermüdlich zum Hochrisikospiel mit grosser Polizeipräsenz hochgeschrieben, um sich dann darüber zu wundern, dass die erwarteten Krawalle eingetroffen sind. In Kommentaren wird seit Jahren gefordert, man wolle an Fussballspielen keine Krawallbilder sehen, und doch werden sie immer wieder gezeigt.
Politiker und Vereinsfunktionäre präsentieren schnelle Lösungen, ohne über ihre Tauglichkeit nachgedacht zu haben. Die neueste Idee: keine Gästefans bei Hochrisikospielen. Als ob gewaltbereite FCZ- oder FCB-Fans dadurch abgehalten würden, in die andere Stadt zu fahren. Es ist ein Teil des Krawall-Rituals, dass sofort Lösungen präsentiert werden, damit die Öffentlichkeit den Eindruck erhält, man arbeite am Problem.
Die Bevölkerung gibt sich geschockt und ergötzt sich gleichzeitig an den Krawallbildern. Überdies haben die Bilder eine ungemein beruhigende Wirkung: Im Angesicht der Krawallanten vergewissert sich der Durchschnittsbürger, auf der Seite der positiven Werte zu stehen.
Wie könnte dieses Ritual durchbrochen werden? Muss man sich von der Vorstellung lösen, Fussball müsse eine gewaltfreie Angelegenheit sein, und sich damit abfinden, dass er gelegentlich seine hässliche Fratze zeigt?
Wer jetzt nach drakonischen Massnahmen ruft, offenbart Ratlosigkeit. Ohne Zweifel ist Repression notwendig, etwa die konsequente Durchsetzung von Stadionverboten. Doch die Prävention steckt in der Schweiz weiterhin in den Kinderschuhen und müsste ausgebaut werden. Hier geht es unter anderem um eine Stärkung der Selbstkontrolle der Fans, die bezeichnenderweise innerhalb des Stadions meistens schon funktioniert.
Man darf nicht die Illusion haben, Ausschreitungen wie am Sonntag seien mit einfachen Rezepten zu unterbinden. Im Kontrast zum Krawall ist die Lösung langwierig und unspektakulär.
ok...Sepp hat geschrieben:Die fans müssen auch betreut werden. Man kann die nicht einfach so herum laufen lassen, wenn sie noch nicht erzogen sind.
Gute medien- und gesellschaftskritische Analye. Zum Glück gibt es noch Zeitungen die sowas abdrucken. Bei "unserem" NLZ-Schundblatt kann man von solchen Artikeln nur träumen..!UNDERCOVER hat geschrieben:Tages-Anzeiger hat geschrieben:Der Krawall als Spektakel
Von Dario Venutti.
Wenn der FC Zürich gegen den FC Basel spielt, sind zwei Dinge sicher: Erstens gewinnt meistens der FCB. Zweitens setzt der Match ein Ritual aus Ausschreitungen, Empörung über die Ausschreitungen und der Forderung nach raschen Lösungen gegen Gewalt in Gang.
Wer Krawall macht, begreift nicht, dass die Begegnung eine symbolische Sache ist: FCB-Fans.
Nach ein paar Tagen legt sich die Aufregung, und es passiert nichts. Bis zum nächsten Spiel. So geht das schon seit Jahren.
Die Ausschreitungen sind zweifellos skandalös. Ebenso irritierend ist die Tatsache, dass es sich sämtliche Beteiligten in diesem Ritual bequem eingerichtet haben:
Gewaltbereite Fussballfans erhalten einen Kick, um ihre Wut an Leuten abzureagieren, die zufällig Basler, Zürcher oder Polizisten sind. Wer Krawall macht, begreift nicht, dass die Begegnung zweier Mannschaften eine symbolische und keine physische Sache ist.
Die Medien verhalten sich widersprüchlich. Gerade in den Tagen vor dem Spiel FCZ - FCB am letzten Sonntag wurde der Match unermüdlich zum Hochrisikospiel mit grosser Polizeipräsenz hochgeschrieben, um sich dann darüber zu wundern, dass die erwarteten Krawalle eingetroffen sind. In Kommentaren wird seit Jahren gefordert, man wolle an Fussballspielen keine Krawallbilder sehen, und doch werden sie immer wieder gezeigt.
Politiker und Vereinsfunktionäre präsentieren schnelle Lösungen, ohne über ihre Tauglichkeit nachgedacht zu haben. Die neueste Idee: keine Gästefans bei Hochrisikospielen. Als ob gewaltbereite FCZ- oder FCB-Fans dadurch abgehalten würden, in die andere Stadt zu fahren. Es ist ein Teil des Krawall-Rituals, dass sofort Lösungen präsentiert werden, damit die Öffentlichkeit den Eindruck erhält, man arbeite am Problem.
Die Bevölkerung gibt sich geschockt und ergötzt sich gleichzeitig an den Krawallbildern. Überdies haben die Bilder eine ungemein beruhigende Wirkung: Im Angesicht der Krawallanten vergewissert sich der Durchschnittsbürger, auf der Seite der positiven Werte zu stehen.
Wie könnte dieses Ritual durchbrochen werden? Muss man sich von der Vorstellung lösen, Fussball müsse eine gewaltfreie Angelegenheit sein, und sich damit abfinden, dass er gelegentlich seine hässliche Fratze zeigt?
Wer jetzt nach drakonischen Massnahmen ruft, offenbart Ratlosigkeit. Ohne Zweifel ist Repression notwendig, etwa die konsequente Durchsetzung von Stadionverboten. Doch die Prävention steckt in der Schweiz weiterhin in den Kinderschuhen und müsste ausgebaut werden. Hier geht es unter anderem um eine Stärkung der Selbstkontrolle der Fans, die bezeichnenderweise innerhalb des Stadions meistens schon funktioniert.
Man darf nicht die Illusion haben, Ausschreitungen wie am Sonntag seien mit einfachen Rezepten zu unterbinden. Im Kontrast zum Krawall ist die Lösung langwierig und unspektakulär.