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Verfasst: 2. Jun 2010, 14:57
von UNDERCOVER
mal bisschen stimmung in die bude!
Alpenloewe hat geschrieben:Das Pokerspiel wird sich in die Hinterräume verlagern und unter zweideutigen Rahmenbedingungen durchgeführt werden. In dieses Hinterräumen wird bereits heute häufig beobachtet, dass auch der Betäubungsmittelhandel floriert.
dieser punkt ist äusserst gesucht. genau so wurde bei der schliessung von hanfshops auch argumentiert, eingetreten ist diese befürchtung praktisch nicht.
Alpenloewe hat geschrieben:Die Pokerspieler können nur bedingt für ihr Turnierspiel in ein konzessioniertes Casino ausweichen, da bereits heute die Auslastung an Turnieren sehr gut ist. Die zum Teil schlecht frequentierten Spielbanken im nahen Ausland werden mit Sicherheit von dieser Entscheidung profitieren.
völlig unvorstellbar, dass die schweizer casinos aufgrund des urteils ihre kapazitäten erhöhen, ne?
Alpenloewe hat geschrieben:Der Profit wird jedoch nicht im Turnier-Poker sondern im Cash-Game gemacht werden. Der grosse Unterschied zwischen Turnierpoker und Cash-Game besteht darin, dass bei einem Turnier nur einmal ein Einsatz entrichtet wird (buyin), während es beim Cash Game jederzeit möglich ist, sich wiedereinzukaufen. So werden beim, in der Schweiz illegalen, Cash Game ausserhalb der Casinos häufig mehrere Tausend Franken pro Abend verspielt oder aber auch gewonnen. Diesem Reiz werden nun die Spieler als Besucher der Schweizer Casinos, aber auch bei Besuchen im nahen Ausland ausgesetzt sein. Die grössten Profiteure sind jedoch mit Bestimmtheit die ausländischen Onlineanbieter, welche dasselbe Spiel auf dem Internet anbieten und Ihren Sitz in einem Offshore Steuerparadis haben.
der arme, willenlose pokerspieler muss nun künftig also cashgame statt turnierpoker spielen. dabei wird er ausgenommen wie eine weihnachtsgans, wie bedauernswert. im ernst: jeder zocker entscheidet selbst, was er tun und lassen will. steigt er nun auf cashgame-tische um, tut er dies freiwillig.

das bundesgericht entscheidet zudem nicht mit der was-wäre-wenn-methode. es vollzieht geltendes recht, punkt. und das schreibt nunmal vor, dass glücksspiel primär in casinos stattzufinden hat, weil sich nur so auch negative symptome wie spielsucht und geldwäscherei einigermassen kontrollieren lassen (sagt das gesetz und meinen die eidgenössischen räte, nicht ich).
Alpenloewe hat geschrieben:Betroffen von diesem Entscheid sind direkt die noch nicht rechtskräftigen Verfügungen. Indirekt werden jedoch auch die bereits rechtskräftigen Qualifikationsverfügungen betroffen sein, da diese gemäss Urteil zu widerrufen sind. Analog der Praxisänderung bei den Spielautomaten (man unterscheidet heute die Geschicklichkeitssautomaten nach Altrechtlichen (Super Cherry etc.) und Neurechtlichen (Sputnik, Playoff etc.) gehen die Veranstalter davon aus, dass es eine vernünftige Übergangsfrist gibt, damit die Veranstalter die Möglichkeit haben, den Betrieb ordentlich einzustellen und nicht in den Konkurs getrieben werden.
Viele der Mitarbeiter in Pokerbetrieben sind Studenten, welche sich so ihr Studium finanzieren. Über 100 Personen verlieren Ihre Vollzeitstelle
ironie des schicksals: diese leute haben sich klassisch verpokert. :D
wer in kenntnis einer unsicheren rechtslage darauf spekuliert, dass pokern legal sei, darf sich nicht beklagen, wenn die rechtslage später nicht in ihrem sinne präzisiert wird. das hat die spielbankenkommission bei ihrer lizenzvergabe immer so mitgeteilt. entsprechend hält sich das mitleid in engen grenzen.
Alpenloewe hat geschrieben:und mehrere 10'000 Spielern werden für die Ausübung ihres Hobbys ins Ausland aufgefordert oder auf die Onlineplattformen verwiesen.
stimmt überhaupt nicht: das bundesgericht hat ausdrücklich festgehalten, dass es legal ist, im privaten rahmen (familie, freunde) um geld zu pokern.
Alpenloewe hat geschrieben:Gerade weil diese Auswirkungen so massiv und unverständlich für ein freies Land sind, wird in Betracht gezogen, eine Volksinitiative zu lancieren.
unverständlich ist es vielleicht für diejenigen, die das spielbankengesetz nicht kennen.

richtig unterhaltend werden deine zeilen vor dem hintergrund, dass sich ausgerechnet ein der sp nahestehender freiheit auf die fahnen schreibt und staatsinterventionismus brandmarkt. natürlich nur selektiv nach eigenen interessen, denn steuerparadiese werden weiterhin fleissig angeprangert.
Alpenloewe hat geschrieben:Aufgrund dessen, dass das Bundesgericht als Grundlage für das Urteil einen Blick nach Deutschland und Osterreich geworfen hat, stellt sich ebenfalls die Frage, ob wir demnächst bundesgerichtlich verordnet den Euro einführen werde….
polemisch-peinlich. das bundesgericht sagt einzig, auch deutsche und österreichische gerichte hätten nicht feststellen können, dass poker primär auf geschicklichkeit basiere. die spielregeln sind hier wie dort dieselben, was ist daran also problematisch?

zum schluss noch zur klarstellung: ich bin nicht der meinung, dass sich geldwäscherei durch das spielbankengesetz eindämmen lässt. spielsucht noch eher, aber auch dieses problem lässt sich damit nicht zufriedenstellend lösen. letztendlich sind nicht fragen wie glücks- oder geschicklichkeitsspiel entscheidend, zumal sich die eh nie schlüssig beantworten lässt. denn beim pokercrack überwiegt beim genau gleichen spiel nach gleichen regeln wohl geschicklichkeit, während bei einem durchschnittszocker wie mir das glück ausschlaggebend ist.

im kern geht es einzig um eine klare antwort, ob man die zockerei mit all ihren negativseiten (spielbetrug, spielsucht, geldwäscherei, etc.) will oder nicht. es läuft auf den klassiker hinaus: freiheit und eigenverantwortung vs. fürsorgestaat und reglementierung. allen recht machen kann mans aber selbst mit einer klaren antwort auf die grundfrage nicht.

Verfasst: 2. Jun 2010, 15:04
von LU-57
wie siehst du die unterschiedliche handhabung
zwischen poker und lotto/jassen, ect.?

greez

Verfasst: 2. Jun 2010, 16:10
von come on lucerne
LÜ-57 hat geschrieben:wie siehst du die unterschiedliche handhabung
zwischen poker und lotto/jassen, ect.?
Jassen: Geschicklichkeit sicher höher einzustufen als Glück

Lotto: Dafür gibt es ein eigenes Gesetz und Verordnung (Bsp. vom Kt. Lu), welches peinlich genau vorschreibt, wie solche Veranstaltungen durchzuführen sind. Da drin steht unter anderem, dass eine Karte max. 2 Fr. pro Durchgang kosten darf und nur beim ersten Durchgang eine Gartiskarte abgegeben werden darf.

So etwas wäre natürlich auch für Poker möglich, müsste aber ein eigenes Gesetz ausgearbeitet werden. Ist jedem Schweizer Stimmberechtigten freigestellt, eine entsprechend Initiative zu starten ;)

Verfasst: 2. Jun 2010, 16:11
von TurbojugendFCL
come on lucerne hat geschrieben: Jassen: Geschicklichkeit sicher höher einzustufen als Glück
gleiches gilt für poker *nurso*

Verfasst: 2. Jun 2010, 16:12
von come on lucerne
TurbojugendFCL hat geschrieben:
come on lucerne hat geschrieben: Jassen: Geschicklichkeit sicher höher einzustufen als Glück
gleiches gilt für poker *nurso*
Laut Bundesgericht nicht! :roll: :wink:

wobei ich nicht ausschliessen möchte, dass es auch zum Jassen bestimmte Vorgaben etc. gibt. Da kenn ich mich nicht aus.

Verfasst: 2. Jun 2010, 16:14
von TurbojugendFCL
come on lucerne hat geschrieben:
TurbojugendFCL hat geschrieben:
come on lucerne hat geschrieben: Jassen: Geschicklichkeit sicher höher einzustufen als Glück
gleiches gilt für poker *nurso*
Laut Bundesgericht nicht! :roll: :wink:
bundesgericht von pokern wohl etwa so viel ahnung wie user "TW II" von neurologie

Verfasst: 2. Jun 2010, 16:17
von hässig-AL
UNDERCOVER hat geschrieben:mal bisschen stimmung in die bude!
Alpenloewe hat geschrieben:Das Pokerspiel wird sich in die Hinterräume verlagern und unter zweideutigen Rahmenbedingungen durchgeführt werden. In dieses Hinterräumen wird bereits heute häufig beobachtet, dass auch der Betäubungsmittelhandel floriert.
dieser punkt ist äusserst gesucht. genau so wurde bei der schliessung von hanfshops auch argumentiert, eingetreten ist diese befürchtung praktisch nicht.
Alpenloewe hat geschrieben:Die Pokerspieler können nur bedingt für ihr Turnierspiel in ein konzessioniertes Casino ausweichen, da bereits heute die Auslastung an Turnieren sehr gut ist. Die zum Teil schlecht frequentierten Spielbanken im nahen Ausland werden mit Sicherheit von dieser Entscheidung profitieren.

völlig unvorstellbar, dass die schweizer casinos aufgrund des urteils ihre kapazitäten erhöhen, ne?
Alpenloewe hat geschrieben:Der Profit wird jedoch nicht im Turnier-Poker sondern im Cash-Game gemacht werden. Der grosse Unterschied zwischen Turnierpoker und Cash-Game besteht darin, dass bei einem Turnier nur einmal ein Einsatz entrichtet wird (buyin), während es beim Cash Game jederzeit möglich ist, sich wiedereinzukaufen. So werden beim, in der Schweiz illegalen, Cash Game ausserhalb der Casinos häufig mehrere Tausend Franken pro Abend verspielt oder aber auch gewonnen. Diesem Reiz werden nun die Spieler als Besucher der Schweizer Casinos, aber auch bei Besuchen im nahen Ausland ausgesetzt sein. Die grössten Profiteure sind jedoch mit Bestimmtheit die ausländischen Onlineanbieter, welche dasselbe Spiel auf dem Internet anbieten und Ihren Sitz in einem Offshore Steuerparadis haben.
der arme, willenlose pokerspieler muss nun künftig also cashgame statt turnierpoker spielen. dabei wird er ausgenommen wie eine weihnachtsgans, wie bedauernswert. im ernst: jeder zocker entscheidet selbst, was er tun und lassen will. steigt er nun auf cashgame-tische um, tut er dies freiwillig.

das bundesgericht entscheidet zudem nicht mit der was-wäre-wenn-methode. es vollzieht geltendes recht, punkt. und das schreibt nunmal vor, dass glücksspiel primär in casinos stattzufinden hat, weil sich nur so auch negative symptome wie spielsucht und geldwäscherei einigermassen kontrollieren lassen (sagt das gesetz und meinen die eidgenössischen räte, nicht ich).
Alpenloewe hat geschrieben:Betroffen von diesem Entscheid sind direkt die noch nicht rechtskräftigen Verfügungen. Indirekt werden jedoch auch die bereits rechtskräftigen Qualifikationsverfügungen betroffen sein, da diese gemäss Urteil zu widerrufen sind. Analog der Praxisänderung bei den Spielautomaten (man unterscheidet heute die Geschicklichkeitssautomaten nach Altrechtlichen (Super Cherry etc.) und Neurechtlichen (Sputnik, Playoff etc.) gehen die Veranstalter davon aus, dass es eine vernünftige Übergangsfrist gibt, damit die Veranstalter die Möglichkeit haben, den Betrieb ordentlich einzustellen und nicht in den Konkurs getrieben werden.
Viele der Mitarbeiter in Pokerbetrieben sind Studenten, welche sich so ihr Studium finanzieren. Über 100 Personen verlieren Ihre Vollzeitstelle
ironie des schicksals: diese leute haben sich klassisch verpokert. :D
wer in kenntnis einer unsicheren rechtslage darauf spekuliert, dass pokern legal sei, darf sich nicht beklagen, wenn die rechtslage später nicht in ihrem sinne präzisiert wird. das hat die spielbankenkommission bei ihrer lizenzvergabe immer so mitgeteilt. entsprechend hält sich das mitleid in engen grenzen.
Alpenloewe hat geschrieben:und mehrere 10'000 Spielern werden für die Ausübung ihres Hobbys ins Ausland aufgefordert oder auf die Onlineplattformen verwiesen.
stimmt überhaupt nicht: das bundesgericht hat ausdrücklich festgehalten, dass es legal ist, im privaten rahmen (familie, freunde) um geld zu pokern.
Alpenloewe hat geschrieben:Gerade weil diese Auswirkungen so massiv und unverständlich für ein freies Land sind, wird in Betracht gezogen, eine Volksinitiative zu lancieren.
unverständlich ist es vielleicht für diejenigen, die das spielbankengesetz nicht kennen.

richtig unterhaltend werden deine zeilen vor dem hintergrund, dass sich ausgerechnet ein der sp nahestehender freiheit auf die fahnen schreibt und staatsinterventionismus brandmarkt. natürlich nur selektiv nach eigenen interessen, denn steuerparadiese werden weiterhin fleissig angeprangert.
Alpenloewe hat geschrieben:Aufgrund dessen, dass das Bundesgericht als Grundlage für das Urteil einen Blick nach Deutschland und Osterreich geworfen hat, stellt sich ebenfalls die Frage, ob wir demnächst bundesgerichtlich verordnet den Euro einführen werde….
polemisch-peinlich. das bundesgericht sagt einzig, auch deutsche und österreichische gerichte hätten nicht feststellen können, dass poker primär auf geschicklichkeit basiere. die spielregeln sind hier wie dort dieselben, was ist daran also problematisch?

zum schluss noch zur klarstellung: ich bin nicht der meinung, dass sich geldwäscherei durch das spielbankengesetz eindämmen lässt. spielsucht noch eher, aber auch dieses problem lässt sich damit nicht zufriedenstellend lösen. letztendlich sind nicht fragen wie glücks- oder geschicklichkeitsspiel entscheidend, zumal sich die eh nie schlüssig beantworten lässt. denn beim pokercrack überwiegt beim genau gleichen spiel nach gleichen regeln wohl geschicklichkeit, während bei einem durchschnittszocker wie mir das glück ausschlaggebend ist.

im kern geht es einzig um eine klare antwort, ob man die zockerei mit all ihren negativseiten (spielbetrug, spielsucht, geldwäscherei, etc.) will oder nicht. es läuft auf den klassiker hinaus: freiheit und eigenverantwortung vs. fürsorgestaat und reglementierung. allen recht machen kann mans aber selbst mit einer klaren antwort auf die grundfrage nicht.
also, der text ist nicht von mir, sondern ich postete es , weil es für mich eine gute meinung darstellt.
gefunden auf swisspokerlounge

für mich sicher schwierig , dir UC stange zu halten, du bist da der profi.

Alpenloewe hat Folgendes geschrieben:
Die Pokerspieler können nur bedingt für ihr Turnierspiel in ein konzessioniertes Casino ausweichen, da bereits heute die Auslastung an Turnieren sehr gut ist. Die zum Teil schlecht frequentierten Spielbanken im nahen Ausland werden mit Sicherheit von dieser Entscheidung profitieren.

völlig unvorstellbar, dass die schweizer casinos aufgrund des urteils ihre kapazitäten erhöhen, ne?


richtig total unvorstellbar, weil
a) es nicht genug plätze hat
und
b) weil die casinos lieber cashgame anbieten, da dort der verdienst des casinos grösser.
das heisst, turniere wird man ab sofort praktisch nicht mehr spielen können in der schweiz .
übrigens, spielsucht, findet wohl eher beim cashgame statt, und nicht bei turnieren. FAKT


Alpenloewe hat Folgendes geschrieben:
Der Profit wird jedoch nicht im Turnier-Poker sondern im Cash-Game gemacht werden. Der grosse Unterschied zwischen Turnierpoker und Cash-Game besteht darin, dass bei einem Turnier nur einmal ein Einsatz entrichtet wird (buyin), während es beim Cash Game jederzeit möglich ist, sich wiedereinzukaufen. So werden beim, in der Schweiz illegalen, Cash Game ausserhalb der Casinos häufig mehrere Tausend Franken pro Abend verspielt oder aber auch gewonnen. Diesem Reiz werden nun die Spieler als Besucher der Schweizer Casinos, aber auch bei Besuchen im nahen Ausland ausgesetzt sein. Die grössten Profiteure sind jedoch mit Bestimmtheit die ausländischen Onlineanbieter, welche dasselbe Spiel auf dem Internet anbieten und Ihren Sitz in einem Offshore Steuerparadis haben.


der arme, willenlose pokerspieler muss nun künftig also cashgame statt turnierpoker spielen. dabei wird er ausgenommen wie eine weihnachtsgans, wie bedauernswert. im ernst: jeder zocker entscheidet selbst, was er tun und lassen will. steigt er nun auf cashgame-tische um, tut er dies freiwillig.


eben, NEU hat man die möglichkeit gar nicht mehr turniere zu spielen.
kannst jeden pokerspieler fragen: turnier und cash game sind zwei paar schuhe. und neu darf man nicht mehr turniere spielen. also wurde ein ganzes verboten.


Alpenloewe hat Folgendes geschrieben:
Betroffen von diesem Entscheid sind direkt die noch nicht rechtskräftigen Verfügungen. Indirekt werden jedoch auch die bereits rechtskräftigen Qualifikationsverfügungen betroffen sein, da diese gemäss Urteil zu widerrufen sind. Analog der Praxisänderung bei den Spielautomaten (man unterscheidet heute die Geschicklichkeitssautomaten nach Altrechtlichen (Super Cherry etc.) und Neurechtlichen (Sputnik, Playoff etc.) gehen die Veranstalter davon aus, dass es eine vernünftige Übergangsfrist gibt, damit die Veranstalter die Möglichkeit haben, den Betrieb ordentlich einzustellen und nicht in den Konkurs getrieben werden.
Viele der Mitarbeiter in Pokerbetrieben sind Studenten, welche sich so ihr Studium finanzieren. Über 100 Personen verlieren Ihre Vollzeitstelle

ironie des schicksals: diese leute haben sich klassisch verpokert.
wer in kenntnis einer unsicheren rechtslage darauf spekuliert, dass pokern legal sei, darf sich nicht beklagen, wenn die rechtslage später nicht in ihrem sinne präzisiert wird. das hat die spielbankenkommission bei ihrer lizenzvergabe immer so mitgeteilt. entsprechend hält sich das mitleid in engen grenzen.


absolut richtig UC

Alpenloewe hat Folgendes geschrieben:
und mehrere 10'000 Spielern werden für die Ausübung ihres Hobbys ins Ausland aufgefordert oder auf die Onlineplattformen verwiesen.

stimmt überhaupt nicht: das bundesgericht hat ausdrücklich festgehalten, dass es legal ist, im privaten rahmen (familie, freunde) um geld zu pokern.


naja, wie ist das mit den fünf franken max. einsatz? wird ja wohl immer noch gelten.
somit kann man nicht mehr in dem rahmen spielen.

Verfasst: 2. Jun 2010, 16:20
von hässig-AL
come on lucerne hat geschrieben:
TurbojugendFCL hat geschrieben:
come on lucerne hat geschrieben: Jassen: Geschicklichkeit sicher höher einzustufen als Glück
gleiches gilt für poker *nurso*
Laut Bundesgericht nicht! :roll: :wink:

wobei ich nicht ausschliessen möchte, dass es auch zum Jassen bestimmte Vorgaben etc. gibt. Da kenn ich mich nicht aus.
wenn vier gleichstarke jasser jassen, entscheidet mehr als nur das glück der karten das spiel

Verfasst: 2. Jun 2010, 16:23
von Thunder
come on lucerne hat geschrieben:
LÜ-57 hat geschrieben:wie siehst du die unterschiedliche handhabung
zwischen poker und lotto/jassen, ect.?
Jassen: Geschicklichkeit sicher höher einzustufen als Glück
Bestätigt: Quelle Zwillinge 8)

Verfasst: 2. Jun 2010, 16:51
von hässig-AL
wäre nett , wenn der eine oder andere unterschreiben würde.


Mit dieser Petition wehrern wir uns gegen den Bundesentscheid vom 20. Mai 2010 indem festgelegt wurde, dass Poker ein Glücksspiel ist und sämtliche Pokerturniere ausserhalb von Spielbanken nicht mehr erlaubt sind.

Durch diesen Entscheid mussten hunderte von Veranstaltern in der ganzen Schweiz ihre Tore schliessen und somit auch ihre Angestellten auf die Strasse setzen. Viele davon stehen nun ohne Arbeit und Einkommen da.
Die jungen Unternehmen, welche in den letzten Monaten grosse Investitionen (z.B. für Pokerchips, Tische, Renovationen) getätigt haben, konnten diese Ausgaben in dieser kurzen Zeit nicht amortisieren und stehen somit vor dem finanziellen Ruin.

Die einzig wichtige Frage ist ja nur: 'Ist das Pokerspiel ein Glücksspiel?'
Unsere Antwort lautet NEIN, da zum Pokerspiel so viel mehr dazu gehört als nur Glück. Da wären Taktik, mathematische Fähigkeiten, ein gutes Gedächtnis, Konzentrationsfähigkeit, Lernfähigkeit, schauspielerisches Talent, psychologisches Geschick und eine kluge Risikoeinschätzung.
Wieso sonst sieht man immer die gleichen Pokerspieler auf den vordersten Plätzen der Turniere. Wenn Poker ein Glückspiel wäre, könnte jeder Pokerprofi werden, das schaffen jedoch nur jene, welche die oben genannten Fähigkeiten besitzen und diese auch umsetzen können.

Wir wollen diesen Entscheid nicht akzeptieren und bitten euch hiermit mit eurer Unterschrift einen Teil dazu beizutragen, dass dieses Urteil angefochten werden kann.

http://www.petitiononline.ch/petition/p ... -2052010/1

Verfasst: 2. Jun 2010, 18:46
von Ofen
Alpenloewe hat geschrieben: übrigens, spielsucht, findet wohl eher beim cashgame statt, und nicht bei turnieren. FAKT
Ganz wichtiger punkt!


Hier noch was dazu gefunden....
Ich versuche sachlich zu bleiben und bringe es auf den Punkt: Bei Pokern überwiegen die mathematischen Grundkenntnisse, Geschicklichkeit etc. das Glück spielt sicherlich mit, nimmt aber im Verhältnis zu allen anderen Faktoren eine untergeordnete Rolle ein. Wenn mir ein Paragraphen-Reiter/in was anderes sagen will, lade ich ihn/sie gerne mal ein.



Back to Casino. Dort gibts ein Sozialkonzept. Ach ja, klar und allen Spielsüchtigen wird geholfen. Das Konzept ist vorhanden, leider aber meines Erachtens nicht wirklich cool. Wenn alle Damen und Herren in Bundes Bern wüssten, was sich da so abspielt, würden sie sich hüten so einen Schwachsinn zu reden. Da gibt es Personen aus anderen Kulturen, welche Geld ausleihen zu Zinssätzen von 10 Prozent MONATLICH. Diese Geldgeber stehen mitunter vor den Casinos oder in den Tiefgaragen. Wie kann ein Casinobetreiber solche Dinge kontrollieren, oder verhindern.

Diese Auflage ist auch für die Casinos nicht lückelos umsetzbar, aber Bunds Bern kann sich so hinter den Tatsachen verstecken und den Casinos den Donk zuschieben.



Die Casinos machen einen guten Job. Turnier-Poker ist nicht deren Ding, es bringt einfach zu wenig ein. Das GCB Baden ist der führende Pokeranbieter in den CH Casinos und ich danke Udo Herbst an dieser Stelle für sein Egagement. Es dürfte aber nicht möglich sein, alle Pokerspieler, welche es zur Zeit gibt in den Casinos aufzunehmen.



Der Entscheid bewirkt meines Erachtens folgende Sachen:



1. Illegale Spielclubs öffnen die Pforten und sind nicht mehr kontrollierbar, es wird langfristig auch Cash Game angeboten werden, da es lukrativer ist, aber ein Spieler auch viel mehr Geld verlieren kann



2. Labile Spieler, welche legal Pokern möchten, werden ins Casino getrieben, viele scheiden frühzeitig aus und warten ev. auf die Kollegen, einige beginnen mit Cash Game und verlieren mehr als am Turnier überhaupt möglich, wieder andere kommen nicht an den Maschinen vorbei oder beginnen mit Roulette und Blackjack, den wirklichen Glückspielen, aber da ist ja noch ein Sozialkonzept



frei nach dem Motto: Wir führen sie mal in Versuchung und erlösen sie nachher mit einen Sozialkonzept von dem Bösen, el ultimo deseo del diablo

Verfasst: 4. Jun 2010, 07:59
von LU-57
20min.ch hat geschrieben:Pokerverbot: SP reicht Vorstoss ein

Das vom Bundesgericht beschlossene gewerbliche Pokerverbot wirft hohe Wellen – besonders Pokeranbieter reagierten mit Entrüstung. Auf Initiative der Jungsozialisten wird SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr nun einen Vorstoss gegen das Verbot einreichen.

Er verlangt vom Bundesrat eine Anpassung der gesetzlichen Grundlagen, sodass die beliebte Poker-Variante Texas Hold’em nicht als Glücks-, sondern als Geschicklichkeitsspiel gilt und damit auch ausserhalb von Casinos wieder gespielt werden darf. Juso-Präsident Cédric Wermuth: ­«Poker ist inzwischen zu einem echten Volkssport geworden. Ich verstehe nicht, warum man einmal mehr den Menschen das Vergnügen wegnehmen will.»

http://www.20min.ch/news/schweiz/story/22950933

Verfasst: 4. Jun 2010, 08:19
von hässig-AL
auf gehts cedric

Verfasst: 4. Jun 2010, 08:31
von TW II
sich mit den linken verbünden :roll:

Verfasst: 4. Jun 2010, 09:25
von Ofen

Verfasst: 8. Jun 2010, 09:38
von hässig-AL
ich mag es

Verfasst: 8. Jun 2010, 10:33
von hässig-AL
Alpenloewe hat geschrieben:ich mag es
achja, und ofen wird ein neuer bundesrichter

Verfasst: 8. Jun 2010, 10:45
von Ofen
:lol:

Verfasst: 8. Jun 2010, 10:47
von Master
Alpenloewe hat geschrieben:
Alpenloewe hat geschrieben:ich mag es
achja, und ofen wird ein neuer bundesrichter
"euer ehren.." *anwalts stimme*

"säged sie mer "Don"" *richter Ofen*

Verfasst: 9. Jun 2010, 10:47
von jossen