HC Luzern – EHC Arosa 4:3 n.P. (2:1, 0:1, 1:1, 0:0)
Swiss-Life-Arena. - 1300 Zuschauer (Saisonrekord). – SR Hagen, Urban. – Tore: 7. Gasser (Kündig, Cornioley, Überzahl) 0:1. 8. Koskinen (Thöny) 1:1. 15. Mock (Mächler) 2:1. 40. Manjlovic (Kündig, Überzahl) 2:2. 47. Kündig (Cornieoly, Jäger, Überzahl) 2:3. 48. Sven Stillhardt (Riederer, Thöny, Überzahl) 3:3. (Luzern gewinnt Penaltyschiessen mit 3:2) – Strafen: 11-mal 2 gegen Luzern; 6-mal 2 gegen Arosa. – Bemerkungen: überfordertes Schiedsrichterduo; Pfostenschuss Mächler (37.) und Thöny 74. - Luzern: Achermann; Sven Stillhardt, Panduri, Ron Stillhardt, Albisser, Burkart, Riederer, Hubli, Balada, Tambini, Mächler, Mock, Remo Lustenberger, Thöny, Koskinen, Trüb. – Arosa: Cottier; Manjlovic, Rageth, Heller, Vogler, Ayer, Neininger, Gasser, Cornioley, Jäger, Dalla Valle, Kündig, Kuppelwieser, Rey, F. Ryffel, M. Ryffel. (mw)
Eishockey, Playoff-Viertelfinal: HC Luzern – EHC Arosa 6:5 n.P. (2:1, 0:1, 1:1, 0:0)
Nur Cottier war überragend, Luzern mit mehr Siegeswille
Der HC Luzern siegte gegen den traditionsreichen EHC Arosa mit 6:5 nach Penaltyschiessen. Die Luzerner führen in der best-of-three Serie mit 1:0. Am Mittwoch (Eissporthalle Obersee 20 Uhr) kann sich das Team von HCL-Trainer Fred Voser mit einem weiteren Sieg für das Halbfinale qualifizieren.
VON MICHAEL WYSS
Arosa-Trainer Dino Stecher lag mit seinem Tipp vor dem Spiel sehr gut. „Es wird eine knappe Entscheidung geben, stufe ich Luzern und Arosa in etwa gleich stark ein.“ Richtig. Das spannende, unterhaltsame und hitchkokwürdige Spiel wurde nämlich erst im Penaltyschiessen entschieden. Luzern siegte in einem dramatischen Penaltykilling mit 3:2. War es ein glücklicher oder ein verdienter Sieger namens Luzern? HCL-Trainer Fred Voser nach dem Krimi: „Das Penaltyschiessen ist immer eine Glücksache. Aufgrund des Gezeigten und den vielen Chancen, die wir uns erarbeiteten, haben wir aber verdient gewonnen. Wir machten mehr für den Sieg als Arosa.“ Nach sechzig Minuten stand es nach Überzahl-Treffern von Gasser (0:1), Manjlovic (2:2) und Kündig (2:3) 3:3 unentschieden. Für die Gastgeber trafen Koskinen (1:1), Mock (2:1) und Sven Stillhardt (3:3 Überzahl). Das Resultat für die Gäste war sicherlich schmeichelhaft, aufgrund der Spielanteile und des klaren Chancenplus, welches Luzern zu verzeichnen hatte.
Leuchtenstädter sündigten immer wieder kläglich
Luzern war, wie erwähnt, von Beginn weg und auch über weite Phasen der Partie spielbestimmend und hätte bei besserer Chancenauswertung nach dem ersten Spielabschnitt bereits mit 3:1 oder 4:1 führen müssen. Steve Cottier hiess aber der Grund, warum die Leuchtenstädter nur mit einer 2:1 Führung in die erste Drittelspause mussten. „Unser Schlussmann Cottier hat uns mit seinen sehenswerten Paraden lange im Spiel halten können und eine starke Leistung gezeigt“, meinte Heini Staub, der EHCA-Assistentstrainer nach verlorener Schlacht.
Nichts für Nervenschwache war es
Die anschliessende Verlängerung, in dieser Luzern ganz klar dominierend war, blieb torlos. Sie war bestimmt nichts für Nervenschwache. Stefan Reist, der HCL-Assistentstrainer: „Es sind genau die Momente, in diesen man sein Herz kaum noch schlagen hört. Die Verlängerung war nichts für meine Nerven.“ Das anschliessende Penaltyschiessen gewann Luzern knapp mit 3:2. Koskinen, Sven Stillhardt und Thöny waren auf Seiten der siegreichen Luzerner erfolgreich. „Schade, dass so wenig fehlte. Ich bin enttäuscht, dass wir verloren haben. Wir standen dem Sieg genau so nahe wie Luzern“, lamentierte Stecher. Und wie erlebten Sie die Stimmung, im mit 1300 Zuschauern (Saisonrekord) gefüllten Hexenkessel der Swiss-Life-Arena? „Die war grandios und ein Erlebnis für uns“, meinte Stecher. Fortsetzung folgt am Mittwoch (20 Uhr Eissporthalle Obersee Arosa), wenn der HC Luzern beim EHC Arosa zu Gast sein wird.
Auf nach Arosa!
