Re: Markus Babbel
Verfasst: 13. Okt 2014, 12:28
Der *keinanderergefunden* Trainer...
nzz.chWie aus einer anderen Zeit
An einer Medienkonferenz stellt der FC Luzern den neuen Trainer Markus Babbel vor. Er steht für die Generation erfolgreicher Altspieler, die auf die Trainerbank drängten. In der Bundesliga ist dieser Typ nicht mehr gefragt.
Als Spieler war er ein Dynamiker. Laufstark, hart im Zweikampf und dabei so gut mit dem Ball, dass er bis in das höchste Niveau vorstiess. Markus Babbel, der neue Trainer im FC Luzern, spielte als Verteidiger für den FC Bayern und für den FC Liverpool, er gewann Titel, er war erfolgreich. Er spielte 51 Mal für die deutsche Nationalelf und wurde mit ihr 1996 in England Europameister. In seinen besten Augenblicken war Babbel mitreissend, und auch als Trainer war die Ansprache seine grösste Waffe: Wenn Babbel zu einer Mannschaft sprach, dann wusste diese, dass da einer weiss, wovon er redet.
Wo immer Markus Babbel trainierte, klappte es am Anfang richtig gut. Das war beim VfB Stuttgart so, jenem Verein, bei dem er seine Karriere als Spieler beendet hatte und wo er zuvor Co-Trainer gewesen war. Das war in Berlin bei der Hertha so, wo ihm der Aufstieg in die Bundesliga gelang. Und selbst in Hoffenheim, wo er nur eine halbe Saison angestellt war, gelang ihm ein furioser Start.
Doch am Ende scheiterte Babbel in jedem dieser Klubs, und es gibt nicht wenige, die sagen, dass im Trainer Babbel zu viel vom Spieler steckt. Denn Babbel ist einer aus der Generation derjenigen, deren Autorität sich vor allem aus einer erfolgreichen Vita schöpft. Er war schliesslich ein wichtiger Spieler im FC Bayern. Mit der Erfahrung wuchert er. Genauso hielt es Thorsten Fink, der seine Triumphe im roten Trikot nur ungern verschwieg und in Luzern ebenfalls Kandidat war.
Doch Babbel wie Fink mussten erkennen: Der Fussball hat sich eine andere Richtung entwickelt. Eine Fussballer-Karriere auf höchstem Niveau schadet nicht, wenn man Trainer werden will, aber sie ist längst nicht mehr die Voraussetzung, um in der Bundesliga eine Spitzenmannschaft zu trainieren. In der Liga gilt Jürgen Klopp, der BVB-Coach, noch immer als das Vorbild schlechthin. Auch Thomas Tuchel, der ehemalige Mainz-Trainer, konnte genauso wenig wie sein Vorgänger mit einer imposanten Karriere als Profi prunken. Und mit Joachim Löw hat das Nationalteam einen Coach, der als Spieler ebenfalls nur ein Durchschnitt war.
Der deutsche Fussball hat sich zu einem guten Stück emanzipiert vom Modell des Altspielers, für das ein Mann wie Babbel steht. Davon zeugt, dass Originale wie Stefan Effenberg und Lothar Matthäus nicht unterkommen; davon zeugt auch, dass Babbel nach seinen Engagements in Stuttgart, Berlin und Hoffenheim keinen Job auf hohem Niveau mehr hat finden können. Insofern ist seine Anstellung in Luzern eine grosse Chance. Vielleicht die letzte, um zu zeigen, dass er doch mehr als ein Reisser in Krisenzeiten ist.
WORD! Aus meiner Sicht ein völlig einseitiger Bericht. Man könnte genau so gut die Gegenbeispiele mit Guardiola, Favre, Korkut oder Schaaf auflisten. Eher könnte man wohl sagen, dass die Zeit vorbei ist, als die verdienten Ex Spieler direkt nach ihrer Aktivkarriere den Sprung auf die Trainerbank in der höchsten Liga fanden.timtim hat geschrieben:Bisschen Klopp, Tuchel und Löw hier, bisschen Fink, Matthäus und Effe da, und schon sieht man sich in seiner Theorie bestätigt. Von ein paar wenigen handerlesenen Beispielen auf die Allgemeinheit zu schliessen ist man sich von der NZZ sonst gar nicht gewohnt. Ist mehr so chli Blick-Style.
Kaiser hat geschrieben:Eher könnte man wohl sagen, dass die Zeit vorbei ist, als die verdienten Ex Spieler direkt nach ihrer Aktivkarriere den Sprung auf die Trainerbank in der höchsten Liga fanden.
Wohl nicht genau so. Meine Aussage bezieht sich darauf, dass auch die etablierten ex Spieler eine gute Ausbildung geniessen müssen um den Weg auf die Trainerbänke der obersten Ligen zu finden. Im Bericht wird aber darauf gepocht, dass die erfolgreichen Trainer primär einen anderen Weg gehen, resp. dass man heute eigentlich nur noch auf Trainer setzt, die keine erfolgreiche Spielerkarriere zu verzeichnen haben.UNDERCOVER hat geschrieben:Kaiser hat geschrieben:Eher könnte man wohl sagen, dass die Zeit vorbei ist, als die verdienten Ex Spieler direkt nach ihrer Aktivkarriere den Sprung auf die Trainerbank in der höchsten Liga fanden.![]()
In den letzten beiden Abschnitten steht so ziemlich genau dies.
nur schon beim ersten satz kommt einem das kotzen.OldRabbit hat geschrieben:http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 06103.html
Und siehe da - sogar im Blick erscheint auf einmal ein positiver Artikel zum FCL![]()
Liebster Jossen, willst du tatsächlich nach einem Spiel ein Fazit über den Trainer ziehen? Bei CB konnte man immerhin einige Monate zusehen, wie sich immer und immer wieder die gleichen Fehler ereigneten. Sollte es Babbel nicht schaffen, der Mannschaft nebst defensiver Stabilität auch die nötigen Punkte einzufahren, so wird auch er scheitern (nicht nur hier im Forum). Darum sollte man aktuell halt mal das positive sehen und hoffen, dass er, da er nun ja wieder 10 Tage Zeit hat, der Mannschaft entscheidend weiterhelfen kann.jossen hat geschrieben:komisch. jetzt sind plötzlich wieder die spieler die schlecht sind und nicht der trainer. die gleichen phrasen klingen in gutem deutsch halt auch besser. ein unentschieden hat plötzlich wieder einen wert. wahrscheinlich ist die tabellenlage sogar nicht mehr so aussichtslos... alles dummschwätzer.
hinspiel war wenigstens halbwegs spannend...
komisch, dabei MUSS es doch am trainer liegen; denn schliesslich haben wir den besten kader seit jahren....jossen hat geschrieben:komisch. jetzt sind plötzlich wieder die spieler die schlecht sind und nicht der trainer. die gleichen phrasen klingen in gutem deutsch halt auch besser. ein unentschieden hat plötzlich wieder einen wert. wahrscheinlich ist die tabellenlage sogar nicht mehr so aussichtslos... alles dummschwätzer.
hinspiel war wenigstens halbwegs spannend...
war unter koko auch schon sojossen hat geschrieben:komisch. jetzt sind plötzlich wieder die spieler die schlecht sind und nicht der trainer. die gleichen phrasen klingen in gutem deutsch halt auch besser. ein unentschieden hat plötzlich wieder einen wert. wahrscheinlich ist die tabellenlage sogar nicht mehr so aussichtslos... alles dummschwätzer.
hinspiel war wenigstens halbwegs spannend...
malfunction hat geschrieben:war unter koko auch schon sojossen hat geschrieben:komisch. jetzt sind plötzlich wieder die spieler die schlecht sind und nicht der trainer. die gleichen phrasen klingen in gutem deutsch halt auch besser. ein unentschieden hat plötzlich wieder einen wert. wahrscheinlich ist die tabellenlage sogar nicht mehr so aussichtslos... alles dummschwätzer.
hinspiel war wenigstens halbwegs spannend...![]()
gottlob sind uns solche Tim-Wiese-Verträge bis jetzt noch erspart gebliebenUNDERCOVER hat geschrieben:Bleibt mal locker. Im Gegensatz zu Bernegger (und Alex Frei) hat Babbel diese Mannschaft nicht zusammengestellt.