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Verfasst: 27. Okt 2010, 13:34
von Frizzel
chamäleon hat geschrieben:seltsamer schluss, frizzel, wenn der fc luzern an den anderen gesellschaften beteiligt ist ... aber dafür bräuchte man wohl intimere kenntnisse des ganzen konstrukts
Warum? wenn ich in meinem Depot paar UBS-Aktien hätte, so wäre ich auch an dieser Gesellschaft beteilit. Wenn die UBS Konkurs geht, verlieren meine Beteiligungen zwar ihren Wert, aber mir persönlich geht es nicht an den Kragen.

Aber eben, habe keine Ahnung wie was und wo miteinander verbunden ist und wieviel Geld von wem an wen fliesst...

Verfasst: 27. Okt 2010, 13:43
von chamäleon
"aus den Erträgen den Profifussball unterstützen und betreiben"

aus welchen erträgen, wenn die erträge infolge konkurs/insolvenz ausbleiben?

mag sein, dass mein zweckpessimismus nicht angebracht ist - ich hoffe darauf, zumindest der zitierte passus ist derart schwammig und unverständlich, dass zweifel meinerseits bestehen bleiben - reden wir in 3 jahren wieder drüber

Verfasst: 27. Okt 2010, 14:42
von Garfield
Frizzel hat geschrieben:
chamäleon hat geschrieben:seltsamer schluss, frizzel, wenn der fc luzern an den anderen gesellschaften beteiligt ist ... aber dafür bräuchte man wohl intimere kenntnisse des ganzen konstrukts
Warum? wenn ich in meinem Depot paar UBS-Aktien hätte, so wäre ich auch an dieser Gesellschaft beteilit. Wenn die UBS Konkurs geht, verlieren meine Beteiligungen zwar ihren Wert, aber mir persönlich geht es nicht an den Kragen.

Aber eben, habe keine Ahnung wie was und wo miteinander verbunden ist und wieviel Geld von wem an wen fliesst...
So oder so bleibt das Konstrukt in Luzern genauso undurchsichtig wie jenes in St.Gallen. Da spielt sicher mit, dass man wie bereits erwähnt, den FCL schützen will. Aber auch, dass alle, welche zum Stadion in irgendeiner grösseren Form beitragen, sich auch beteiligen können. Meine Befürchtung ist nur, dass da zuviele Abhängigkeiten und Verpflichtungen entstehen. Aber dies musste der FCL wohl eingehen, damit es überhaupt zu einem Neubau kommen konnte....

Verfasst: 27. Okt 2010, 15:32
von Frizzel
chamäleon hat geschrieben:"aus den Erträgen den Profifussball unterstützen und betreiben"

aus welchen erträgen, wenn die erträge infolge konkurs/insolvenz ausbleiben?
Dann gründet man halt eine neue AG, die künftig für die Events zuständig ist.

Beispiel:
Event AG plant ein grosses Tokio Hotel Konzert. Hohe Fixkosten und Hegu ist der einzige Zuschauern. Riesen Defizit, insolvenz. Der FCL ist juristisch nicht beteiligt und kann weiter existieren. Die Aufgaben der Event AG wird durch eine Nachfolgeunternehmung übernommen, alles ist eigentlich wieder wie am Anfang. Das macht m. E. durchaus Sinn.

Die Frage ist, inwiefern wäre eine Nachfolgeunternehmung dazu verpflichtet, auch wieder Gelder in den FCL fliessen zu lassen? Aber diese Frage stellt sich ja grundsätzlich bereits bei der jetztigen Struktur...

Verfasst: 27. Okt 2010, 15:33
von TW II
wieso Tokio Hotel?

Verfasst: 27. Okt 2010, 15:36
von grantler
TW II hat geschrieben:wieso Tokio Hotel?
Weil er Hegu erwähnen wollte. Aber man hätte DJ Bobo nehmen können, dann wärst Du erwähnt worden, beim Duo Hinterletscht wärs Radiohead.

Verfasst: 27. Okt 2010, 15:37
von TW II
KlamDo hat geschrieben:
TW II hat geschrieben:wieso Tokio Hotel?
Weil er Hegu erwähnen wollte. Aber man hätte DJ Bobo nehmen können, dann wärst Du erwähnt worden, beim Duo Hinterletscht wärs Radiohead.
bin schon seit längerem the ramones.
und jetzt wieder BTT.

Verfasst: 28. Okt 2010, 07:33
von lucerne
locärne hat geschrieben:
lucerne schrieb am 26.08.2010 hat geschrieben:Mehr Angst macht mir, dass wir ebenfalls ein Konstrukt mit Stadioneigentümer (Stadion Luzern AG), Betriebs AG (swissporarena events AG), Fussballclub (FC Luzern-Innerschweiz AG) plus auch noch Stadionnamen-Stiftung (Stiftung Fussballsport Luzern) haben.
http://www.swissporarena.ch/dynasite.cfm?dsmid=85115

Das klingt doch ziemlich ähnlich wie in SG. Bleibt wirklich zu hoffen, dass diese als "enge Partner" zusammenarbeiten (wie Stierli auch immer betont....) und es hier nicht auch zu unnötigen falschen Abhängigkeiten und aufgeblasenen Verwaltungsapparäten kommt - der FCL wäre prädistiniert dafür... :?
das konstrukt mit den verschiedenen AGs scheint vielleicht ähnlich, ist aber nicht zu vergleichen mit dem in St.gallen. die machtverhältnisse sind ganz anders verteilt. zudem sind keine alten Präsidenten oder verwaltungsräte in den anderen AGs involviert.
die thematik scheint mir hier eine gewisse ähnlichkeit aufzuweisen mit der diskussion um die verteilung der macht im sportlichen bereich, wo verschiedentlich ein sportchef gefordert wird, der fcl aber wohl aktuell mit den starken persönlichkeiten stierli und fringer gut fährt.

solange die starke persönlichkeit stierli die verschiedenen AGs in den händen hält, scheint mir deine einschätzung plausibel. was passiert jedoch, wenns sich stierli nach vollendung des stadions (teilweise) zurückzuzieht. wird eine starke persönlichkeit folgen, welche diese "machtverhältnisse" mit all den AGs aufrechterhält? wird stierli gar teilweise (bei einzelnen) AGs noch mitreden wollen ... dies alles scheint zwar heute klar abgegrenzt, hängt meiner meinung nach aber nicht nur im sportlichen, sondern auch in der stadionfrage sehr stark von der person stierli ab. hoffe, er findet dannzumal die richtige nachfolgelösung in beiden bereichen.

hier noch die heutige NLZ dazu:
NLZ, 28.10.2010 hat geschrieben: «FCL ist besser aufgestellt als St. Gallen»

Der FC St. Gallen steht am Abgrund.

Dem ältesten Schweizer Fussballclub droht der
Zwangsabstieg in die 1. Liga. Experten sagen, warum
ein Stadionneubau mit Risiken verbunden ist.

LUKAS SCHARPF
lukas.scharpf@neue-lz.ch

«Ich drücke St. Gallen die Daumen,
dass sie das nötige Geld finden», sagt
Thomas Schönberger, CEO des FC Luzern.
Aus der Distanz sei es schwierig zu
sagen, was genau in St. Gallen abgehe
und was die Verantwortlichen jetzt tun
müssten. «Ich kann nicht darüber urteilen,
ob in St. Gallen noch eine Chance
zu einer Rettung besteht. Aber aus
sportlichen Gründen hoffe ich, dass sie
es schaffen», sagt Schönberger. Der
CEO des FC Luzern betont: «St. Gallen
hat kein Fussballproblem, sondern ein
Stadionproblem.»

16 Millionen Franken sind in St. Gallen
nötig, um Club und Stadionbetrieb
zu sanieren. Zugesichert sind erst 5 Millionen.
St. Gallen wäre nicht der erste Fussballclub,
der keinen Ausweg aus der
finanziellen Misere findet (siehe Box).
2002 musste der heutige Europe-League-
Teilnehmer Lausanne-Sport wegen
Überschuldung den Gang in die 1. Liga
antreten. Im Jahr 2005 folgte der Genfer
Traditionsclub Servette. Wie heute St.
Gallen spielte auch Servette in einem
neuen Stadion. Das 30 000 Zuschauer
fassende Stade de Genève steht heute
mit Ausnahme von Länderspielen leer
und belastet die Kasse der Städte Genf
und Lancy sowie des Kantons mit
mehreren Millionen Franken jährlich.

Mantelnutzung ist problematisch

Beim Bau von neuen Stadien wird
immer wieder die Wichtigkeit der Mantelnutzung
betont. Sportökonom Helmut
Dietl warnt davor, darin einen
finanziellen Schutzschild zu sehen.
«Der Wert eines Stadions ist abhängig
vom Club», sagt Dietl. Langfristig könne
ein grosses Stadion nur von einem Club
in der obersten Liga ausgelastet werden.
«Steigt der Club ab, hat man eine
Investitionsruine.» Eine Mantelnutzung
des Stadions könne höchstens vorübergehend
den finanziellen Schaden begrenzen.
Für den Sportökonomen der Universität
Zürich liegt es auch an der Liga,
Lösungen zu finden, um der Misswirtschaft
der Clubs Herr zu werden. «Zwischen
den Clubs herrscht ein Rüstungswettbewerb.
Der wirtschaftliche Erfolg
ist an den sportlichen gekoppelt», darum
sei es nur normal, dass sich immer
wieder ein Club übernehme. «St. Gallen
hat offenbar einige hausgemachte Probleme.
Aber es gibt im Fussball ein
grundlegendes Problem: die Kostenexplosion
wegen der hohen Gehälter von
Trainern und Spielern», sagt Dietl.

Die ganze Liga leidet

Mit dem Lizenzierungsverfahren der
Schweizer Fussballliga wird versucht
sicherzustellen, dass die Clubs auf einer
soliden finanziellen Basis stehen. «Offenbar
reicht das Verfahren nicht, um
Überinvestitionen zu verhindern», sagt
Dietl. Die Lösungen müssten aus dem
Sport selbst kommen. «Wenn man
nicht gewillt ist, neue Regulatorien
einzuführen, sind irgendwann alle
Clubs davon betroffen.» Ohne Super-
League-Clubs in St. Gallen, Genf oder
Lausanne leide die Attraktivität der
gesamten Liga. «Dann sinken auch die
Einnahmen für alle», sagt Dietl.
Zehnerliga keine Lösung
Ein neues Stadion schaffe überhöhte
Erwartungen, sagt Christoph Graf, Geschäftsführer
von 4Sports. Das Zuger
Unternehmen ist im Athletenmanagement
und im Sportmarketing tätig.
«Das Beispiel St. Gallen zeigt einmal
mehr, dass der Neubau eines Stadions
einen Club nicht finanziell sichern
kann.» Graf bezweifelt, dass der FC
St. Gallen vor dem Zwangsabstieg zu
retten ist. Das Beispiel in der Ostschweiz
zeige auch, wie verhängnisvoll
es sei, wenn ein Club von wenigen
Geldgebern abhängig sei. «Ähnliches
erlebt auch der Grasshoppers-Club.» Er
kritisiert auch die Idee, mit nur zehn
Clubs in der Super League seien diese
besser finanziert. «Das ist ein Irrglaube.
»

Weniger Gefahr für den FC Luzern

Dass sich der Fall St. Gallen in Luzern
wiederholen könnte, glaubt Graf aber
nicht. «Der Neubau des Luzerner Stadions
scheint breit abgestützt. Der FCL ist
besser aufgestellt als St. Gallen.»
Das sieht auch der FCL-CEO Schönberger
so: «Wir haben klare Rahmenbedingungen
der Stadt Luzern. Daran
halten wir uns.» Der Bau werde schuldenfrei
in Betrieb genommen. «Darum
bin ich von unserem neuen Stadion
überzeugt. Wir werden unbelastet den
Betrieb starten», sagt Schönberger. Der
CEO glaubt darum nicht, dass der FC
Luzern Lehren aus den Problemen in
St. Gallen ziehen müsse. Muss der FC
St. Gallen absteigen, ist das nicht nur
ein Schandfleck für den Club selbst.
«Das wäre ein Imageverlust für die
gesamte Liga», sagt Schönberger.
BTW: kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass dieser starke mann im fcl in der aera "post-stierli" schönberger sein wird...

Verfasst: 9. Nov 2010, 18:28
von Iggy Pop
Bild

Verfasst: 9. Nov 2010, 18:52
von tuce
Iggy Pop hat geschrieben:Bild
Üble Mauer...

Verfasst: 13. Nov 2010, 16:51
von gaertner14
Freue mich auf's neue Stadion.
Wird sicher ein Hexenkesel.
Allmend immer in unseren Herzen

Verfasst: 13. Nov 2010, 16:53
von Wiesel
gaertner14 hat geschrieben:Freue mich auf's neue Stadion.
Wird sicher ein Hexenkesel.
Allmend immer in unseren Herzen

Verfasst: 13. Nov 2010, 20:15
von Pazzo
Wiesel hat geschrieben:
gaertner14 hat geschrieben:Freue mich auf's neue Stadion.
Wird sicher ein Hexenkesel.
Allmend immer in unseren Herzen

Verfasst: 14. Nov 2010, 01:09
von H4
gaertner14 hat geschrieben:Freue mich auf Block 100.
Wird sicher ein Hexenkesel.
Allmend immer in unseren Herzen

Verfasst: 16. Nov 2010, 12:32
von grantler

Verfasst: 19. Nov 2010, 08:36
von Jack

Verfasst: 19. Nov 2010, 08:55
von scheisssion

Verfasst: 19. Nov 2010, 09:08
von Heiri
Je nach dem kann das nicht die dümmste Lösung sein.

Verfasst: 19. Nov 2010, 09:08
von Plastikelefant
Warum nichg gleich Jeton System à la Thun? :roll:

Verfasst: 19. Nov 2010, 09:14
von scheisssion
Heiri hat geschrieben:Je nach dem kann das nicht die dümmste Lösung sein.
Vorallem für die Gästefans sicher die beste Lösung.....