Verfasst: 8. Nov 2010, 14:54
fairplay 
Ich finde das Argument von bürgerlicher Seite sehr scheinheilig, dass mit der Annahme dieser Initiative die Steuern auch für den Mittelstand steigen. Werden doch praktisch alle Kantone von einer bürgerlichen Regierung regiert, mit Ausnahme von Bern und BS, d.h. die Bürgerlichen haben es also selber in der Hand einen Anstieg der Steuern für den Mittelstand zu verhindern.Insider hat geschrieben:hässig-AL hat geschrieben:für den mittelstand sollte bei einem ja die belastung nicht höher werden.
finde den gedanken ein wenig naiv. oder gehörtest du zu denen, die vor 15 jahren glaubten, dass durch die einführung des neuen kvg die prämienerhöhungen gestoppt werden? die durchschnittliche monatsprämie für einen erwachsenen liegt inzwischen bei 216% verglichen mit dem stand bei einführung. momoll, nicht schlecht. dies soll nur als beispiel dienen, dass man den politikern gewisse sachen im vorfeld einer abstimmung, resp. einführung eines neuen gesetzes nicht allzu viel glauben soll, wenn man mit gesundem menschenverstand sieht, dass es gar nicht funktionieren kann...
lieber dragaodragao hat geschrieben:Ich finde das Argument von bürgerlicher Seite sehr scheinheilig, dass mit der Annahme dieser Initiative die Steuern auch für den Mittelstand steigen. Werden doch praktisch alle Kantone von einer bürgerlichen Regierung regiert, mit Ausnahme von Bern und BS, d.h. die Bürgerlichen haben es also selber in der Hand einen Anstieg der Steuern für den Mittelstand zu verhindern.Insider hat geschrieben:hässig-AL hat geschrieben:für den mittelstand sollte bei einem ja die belastung nicht höher werden.
finde den gedanken ein wenig naiv. oder gehörtest du zu denen, die vor 15 jahren glaubten, dass durch die einführung des neuen kvg die prämienerhöhungen gestoppt werden? die durchschnittliche monatsprämie für einen erwachsenen liegt inzwischen bei 216% verglichen mit dem stand bei einführung. momoll, nicht schlecht. dies soll nur als beispiel dienen, dass man den politikern gewisse sachen im vorfeld einer abstimmung, resp. einführung eines neuen gesetzes nicht allzu viel glauben soll, wenn man mit gesundem menschenverstand sieht, dass es gar nicht funktionieren kann...
bin kein sozialist, aber dieses Einkommen zähle ich nicht wirklich zum Mittelstand... von daher... wer soviel verdient, soll ruhig auch bizzeli mehr bezahlen...Legia hat geschrieben:Insider du solltest bei den Ja-Sagern mit anderen Zahlen argumentieren. Für einen Sozialisten ist auch jemand mit einem Jahreseinkommen von 150.000 ein elender Abzocker.
wird sich mit dem "neuen" parteiprogramm der sp schlagartig ändern, werden alle zur GLP abwandern...chamäleon hat geschrieben:dann kennt legia die lohnstruktur der so genannten sozialisten sehr schlecht - nicht umsonst werden sie "cüpli-sozialisten" genannt, verfügt wohl ein rechter teil deren wähler über ein einkommen von fr. 150'000 oder mehr, lg
ist ja heute schon so, nennt sich einfach andersLegia hat geschrieben:Der beste Punkt fand ich. Einkommen für alle auch ohne Arbeit oder irgendsowas.
Merkt man meist auch am Weihnachtsessen...chamäleon hat geschrieben:dann kennt legia die lohnstruktur der so genannten sozialisten sehr schlecht - nicht umsonst werden sie "cüpli-sozialisten" genannt
Wenn tatsächlich dieser Fall eintreten sollte, wäre dies verfassungswidrig, da ein solcher Sprung nicht erlaubt ist. Ergo müsste man die Steuerkurve von unten her anpassen, was die Steuern für fast alle erhöhen würde.Insider hat geschrieben: lieber dragao
ich wohne in meinem kanton, in welchem die bevölkerung das jetzige steuergesetz mittels einer abstimmung angenommen hat. die anzahl der ja-stimmen betrug mehr als das neunfache (900%!) der anzahl nein-stimmen. das ergebnis fiel also nicht zu knapp aus. die bevölkerung meines kantons ist also mit der aktuellen steuersituation zufrieden. dies mal so zur veranschaulichung der situation.
aber schauen wir mal an, was die initiative für konsequenzen hat. mit einem steuerbaren einkommen von chf 250'000 zahle ich momentan kantons- und gemeindesteuern in der höhe von ca. chf 35'000. dies wird aufgrund der mindestbesteuerung zukünftig mindestens chf 55'000 sein - also 20'000 mehr auf einen schlag (bitte korrigieren, wenn dies nicht so sein sollte). jetzt willst du behaupten, dass das argument scheinheilig ist, dass die steuerbelastung auch für die einkommen unter chf 250'000 steigt? d.h. einer mit einem reineinkommen von chf 249'000 zahlt zukünftig weiterhin chf 34'000, während der, der 1'000 mehr verdient pro jahr also 21'000 franken mehr steuern zahlt. ist das die im titel der initiative erwähnte gerechtigkeit?? und du willst mir des weiteren weismachen, dass einer, der chf 150'000 im jahr verdient auch in zukunft ca. chf 20'000 steuern zahlt. also die kurve des steuerbetrages in % des einkommens zwischen dem lohn von 150'000 und 250'000 um fast 100% steigt? verarschen kann ich mich selber...
bin doch gar nicht mehr so jung, sehe nur so jung aus...Kante hat geschrieben:Insider hat noch guten Lohn für sein junges Alter...
Perücke gekauftInsider hat geschrieben:bin doch gar nicht mehr so jung, sehe nur so jung aus...Kante hat geschrieben:Insider hat noch guten Lohn für sein junges Alter...
Heiri hat geschrieben:bin kein sozialist, aber dieses Einkommen zähle ich nicht wirklich zum Mittelstand... von daher... wer soviel verdient, soll ruhig auch bizzeli mehr bezahlen...Legia hat geschrieben:Insider du solltest bei den Ja-Sagern mit anderen Zahlen argumentieren. Für einen Sozialisten ist auch jemand mit einem Jahreseinkommen von 150.000 ein elender Abzocker.
Ich frage mich gerade, wieso man diese öffentliche, politische Debatte nicht zuerst über die Definition des Mittelstandes führen sollte, bevor über die Steuererhöhung diskutiert wird?Studie aus dem Beobachter hat geschrieben:Als mittelständisches Einkommen wurde in Übereinstimmung mit dem Bundesamt für Statistik
ein verfügbares Äquivalenzeinkommen definiert, welches mindestens 2'450 und
höchstens 5'250 Schweizer Franken pro Monat beträgt2. Dieser Bereich entspricht dem Bereich
von 70 bis 150 Prozent des mittleren Äquivalenzeinkommens von 3'500 Schweizer
Franken pro Monat (Median, Stand: 2002).
Das habe ich mich von Anfang an gefragt. Vor allem die Gegner sollten doch damit auffahren...KlamDo hat geschrieben:Ich frage mich gerade, wieso man diese öffentliche, politische Debatte nicht zuerst über die Definition des Mittelstandes führen sollte, bevor über die Steuererhöhung diskutiert wird?