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Verfasst: 11. Apr 2007, 13:24
von steve
chief hat geschrieben:
Dräcksgoof hat geschrieben: Agressionen gegen etwas aus zu üben was sich nicht wehren kann wohl ziemlich das Peinlichste was es gibt.
stimmt, daher verspühr ich keine agressionen ggüber zürchern...
:D

Verfasst: 11. Apr 2007, 13:40
von NOISER
TEMPEL-GOTT hat geschrieben: Aber die Typen wo mutwillig Autos oder andere gegenstände zerstören,sollte mal eigenes wiederfahren,oder es ist an der Zeit ihnen mal die Meinung zu sagen :idea:
einem wurde bereits in aarau gut die "meinung gesagt" 8)

Verfasst: 11. Apr 2007, 13:59
von Hans
oder in denn bach schmeissen :D

Verfasst: 11. Apr 2007, 19:37
von Stumpen-Rudi
Sechs Tage nach der „Schlacht von Rom“
Blutige Straßenkämpfe vor ManU-Gala

ManU-Gala in der Champions League: Der mögliche Halbfinal-Gegner der Bayern spielte beim 7:1 gegen den AS Rom wie entfesselt (wir berichteten). Doch wie schon im Hinspiel liegt ein Schatten über der Begegnung: Fans im brutalen Blut-Rausch!

Sechs Tage nach der „Schlacht von Rom“ („The Sun“) gab's auch beim Rückspiel wilde Jagdszenen zwischen Rom- und Manchester-Randalierern sowie der Polizei. Bereits zwei Stunden vor Spielbeginn die ersten Straßenkämpfe zwischen rund 100 italienischen Hooligans und britischen Beamten. Die Polizei griff hart durch, konnte die Ausschreitungen unter Kontrolle bringen.

Kurz vor dem Anpfiff dann wieder Aufregung.
Als sich die Rom-Fans vor dem Stadion sammeln, hagelt es Flaschen und Feuerwerkskörper aus den Reihen der ManU-Fans.

Bilanz der Randale: Zahlreiche Fans mussten mit Platzwunden behandelt werden. Ein Polizeisprecher: „Es gab einige Festnahmen.“

Schon im Hinspiel hatte es in Rom brutale Ausschreitungen gegeben. 18 Manchester-Fans mussten im Krankenhaus behandelt werden, viele von ihnen mit Stichwunden.
Quelle: Bild.de

Verfasst: 11. Apr 2007, 23:09
von Fcaarau-fan
chief hat geschrieben:
Dräcksgoof hat geschrieben: Agressionen gegen etwas aus zu üben was sich nicht wehren kann wohl ziemlich das Peinlichste was es gibt.
stimmt, daher verspühr ich keine agressionen ggüber zürchern...
Es kommt noch so weit, und Box säcke sind in jedem Stadion pflicht xD

Hooligans....zzz...mer wössid was mer send...

Verfasst: 11. Apr 2007, 23:32
von mizu
!!!WIR SIND KEINE HOOLIGANS WIR SIND LUZERNER FUSSBALLFANS!!![/b]

Re: Hooligans....zzz...mer wössid was mer send...

Verfasst: 12. Apr 2007, 01:49
von Bani
mizu hat geschrieben:!!!WIR SIND KEINE HOOLIGANS WIR SIND LUZERNER FUSSBALLFANS!!![/b]
Hoi Mizu, Herzlich Willkommen in unserem Forum. :roll:

Re: Hooligans....zzz...mer wössid was mer send...

Verfasst: 12. Apr 2007, 06:48
von Moschle
mizu hat geschrieben:!!!WIR SIND KEINE HOOLIGANS WIR SIND LUZERNER FUSSBALLFANS!!![/b]
hab den spruch auch schon umgekehrt gehört. :D

Verfasst: 12. Apr 2007, 10:26
von mizu
hehe...ich auch, ich kenn ihn auch nur umgekehrt...aber ja...:D

Verfasst: 12. Apr 2007, 12:41
von NOISER
passend zum thema :wink:
Hinschauen endet im Spital

Von Daniel Ryser

Als es nach einem Super-League-Spiel zu Ausschreitungen kam, wollte der *Fanarbeiter Oliver Lemmke wissen, was genau passiert war. Jetzt droht ihm Stadionverbot.
Vor und nach dem Spiel Young Boys gegen Grasshoppers am 31. März war es rund um das Stade de Suisse zu Ausschreitungen gekommen. Trotz erheblichen Polizeiaufgebots waren nach Spielende vor dem Gästesektor ungehindert vierzig Berner Hooligans aufmarschiert und hatten im Rücken der Polizei provoziert. Dann wurde der *Sektor geöffnet, die Gästefans kamen heraus, es flogen Flaschen. Die Polizei schoss Gummischrot und Tränengas. Es waren absehbare Ausschreitungen, und Fankreise kritisierten die Stadtpolizei scharf, weil sie das Aufeinandertreffen der beiden Lager zugelassen hatte.

Im Zürcher Fanlager war auch Oliver Lemmke. Er war an diesem Tag, seinem Geburtstag, mit seinen drei Brüdern ans Spiel gereist, privat. Während sich Zürcher und Berner Anhänger mit Steinen und Flaschen bewarfen, kaufte Lemmke, unterwegs zum Bahnhof, an einer Tankstelle in der Nähe des Stadions Proviant für die Rückreise nach Zürich. Dann sah er, wie ein betrunkener Zürcher Fan einem Polizisten «den Vogel zeigte». Sofort stürzten sich Polizisten auf den Fan, rissen ihn zu Boden, legten ihm Handschellen an. Lemmke beobachtete die Szene, fragte einen Polizisten, der die Verhaftung bewachte, ob die Aktion nicht ein wenig übertrieben sei. «Es war offensichtlich ein Fehler, Position für den Fan zu beziehen», sagt Lemmke. Er wurde weggeschickt. Drehte sich um. Und dann lag er am Boden. Etwas hatte ihn am Kopf getroffen. Zwei Männer drückten ihn nieder. Er wehrte sich. Ein dritter Mann, alle waren sie uniformierte Polizisten, kam hinzu und sprühte ihm während mehrerer Sekunden aus kürzester Dis*tanz Pfefferspray ins Gesicht. «Ich bekam kaum noch Luft. Das Verhalten der Polizei war nicht angemessen.» Ein Polizist legte ihm Handschellen an. Dann kam eine Polizistin hinzu, die die Szene beobachtet hatte. Sie liess Lemmke die Handschellen abnehmen, orderte Wasser, damit er seine Augen ausspülen konnte, und als er auch nach mehreren Minuten noch immer kaum Luft bekam, rief sie einen Krankenwagen. Mit der Überführung ins Spital wurde der Fanarbeiter denn auch umgehend wieder auf freien Fuss gesetzt. Warum er zu Boden gedrückt und kurzfris*tig in Handschellen gelegt wurde, weiss er nicht. «Niemand hat sich gerechtfertigt.» Zeuge des Vorfalls wurde auch der Berner PDA-Stadtrat Rolf Zbinden: «Ich sah, wie ein Mann plötzlich und ohne offensichtlichen Grund in den Polizeigriff genommen und zu Boden gedrückt wurde.» Als der Stadtrat sich erkundigte, was die «absurde Aktion soll», wurde ihm eine Wegweisung angedroht.

Vielleicht könne man ihm Naivität vorwerfen, sagt Lemmke heute, «dass ich einen kritischen Augenschein nehmen wollte, als es zu den Ausschreitungen kam». Doch er habe ja auch aus Erfahrung gehandelt: Oliver Lemmke war unter anderem offizieller Fanbetreuer des Schweizerischen Fussballverbandes an der Europameisterschaft 2004 in Portugal: Dort half er Schweizer Fans, die ihren Pass verloren hatten, die das Stadion nicht fanden, die einen Übersetzer brauchten. Er traf Samuel Schmid, und der Bundesrat lobte während der EM das Fanprojekt. Lemmke erstellte ein Fanarbeitskonzept für die Fachhochschule Luzern, schrieb seine Diplomarbeit zum Thema «Soziokulturelle Animation und Fanarbeit». Für das Sozialdepartement der Stadt Zürich, in Zusammenarbeit mit dem GC, dem FC Zürich, und dem ZSC, erstellte er eine Fanarbeitsskizze und lieferte eine Studie ab: Wünschen die Fankurven mehr Fanarbeit? Er sollte das herausfinden. Und er fand es heraus: Die Mehrheit der befragten Fans sprach sich dafür aus. Nicht nur deshalb sieht Lemmke Handlungsbedarf, sondern auch, weil Ausschreitungen rund um Fussballspiele seit den achtziger und neunziger Jahren nicht abgenommen hätten und «Polizisten in Fankurven zusehends nicht mehr als Menschen wahrgenommen werden, sondern als Feindbilder, obwohl sie vielleicht auch einfach ihren Job machen und nicht zum Spass hier sind», wie Lemmke sagt.

Die Ausschreitungen rund um das Spiel Young Boys gegen Grasshoppers seien für ihn ebenfalls Beweis, dass professionelle Fanarbeit vonnöten sei. «Es gab an jenem Abend in Bern keine Ansprechpersonen für die Fans, und es gab keine Schnittstelle, die die Krawalle durch Kommunikation hätte verhindern können.» Er stellt sich heute eine Frage, die sich nach dem Spiel viele stellten - die Medien berichteten: Wenn das Einsatzkonzept der Polizei Deeskalation und die Trennung der Fangruppen beinhaltete, warum konnten sich dann nach Spielende vierzig Berner Hooligans vor dem Gästesektor versammeln?

Zu diesem essenziellen Punkt äussert sich die Berner Stadtpolizei nicht. Sie korrigiert aber ihr eigenes Communiqué, in dem sie geschrieben hatte, gewaltbereite GC-Fans hätten Stadion*tore aufgebrochen und so zur Eskalation beigetragen. Man habe, als man die Hooliganansammlung bemerkt habe, den Stadionbetreiber angewiesen, die GC-Fans bis zwanzig Minuten nach Spielschluss im Stadion zu behalten. «Entgegen den Abmachungen mit den *Verantwortlichen des Stade de Suisse wurden die Tore des Gästesektors bereits nach zwölf statt zwanzig Minuten geöffnet. Zurzeit finden klärende Gespräche statt», so ein Stapo-Sprecher gegenüber der WOZ.

Für Lemmke ist klar: «Das Polizeiverhalten an diesem Tag war chaotisch und nicht deeskalierend.» Für den Fanbetreuer könnte der «kritische Augenschein» ein böses Nachspiel haben: Im Zusammenhang mit einem Fussballspiel von der Polizei angehalten zu werden, genügt, um ein zweijähriges nationales Stadionverbot zu bekommen. Auch wenn Fragen und Antworten zum Warum fehlen. Die zuständige Sprecherin der Berner Stadtpolizei war laut einem Arbeitskollegen am Montag und Dienstag krank und für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

WOZ vom 12.04.2007

Verfasst: 12. Apr 2007, 12:48
von hackejunge
typischer http://fansicht.ch/ Fall

Verfasst: 12. Apr 2007, 12:59
von hra
cops sollen gerüchten nach in rom an einer polizeiweiterbildung gewesen sein :wink:

Verfasst: 12. Apr 2007, 20:46
von NOISER
aus dem heutigen tagi
Remo, der Hooligan vom Paradeplatz

Von Montag bis Freitag führt er ein bürgerliches Leben. Am Wochenende kultiviert er eine Aussenseiter-Existenz. Der 26 jährige Remo* ist ein Hooligan der GC-«Hardturmfront».

Von Dario Venutti

Seine grosse Sehnsucht ist die Gefahr. Seine grösste Leidenschaft nennt er «Voll kontakt »: der Kampf Mann gegen Mann, Horde gegen Horde. Remo ist ein Hooli gan, ein Gewalttäter, und doch lebt er mit ten in der Gesellschaft. Seine stärkste Waffe ist die Tarnung: Er ist ein Durch schnittsbürger.
Remo trägt Anzug und Krawatte. Am Paradeplatz in Zürich ragt er allenfalls wegen seiner Grösse aus der Menge der Finanzdienstleister heraus. Er arbeitet in einer Bank, spielt Golf. In seinem kantigen und gleichzeitig weichen Gesicht finden sich keine Spuren, die darauf hinweisen würden, dass Remo bereits seit zehn Jah ren bei der GC-«Hardturmfront» dabei ist. Als Eishockeyspieler fällt es ihm leicht, den Arbeitskollegen und den Eltern ein blaues Auge zu erklären, das er manchmal davonträgt, wenn es am Wo chenende zu einer «Aktion» kam. Das ist die Bezeichnung für eine Prügelei mit gegnerischen Hooligans. Einmal hatte er sich das Handgelenk gebrochen, das war bisher die schwerste Verletzung. Seine glatte Haut verrät den Gebrauch von Ge sichtscrème.
Über seine zweite Identität spricht Remo in einer nüchternen und distanzier ten Art, als würde er sich wissenschaftlich mit Hooliganismus beschäftigen. In der Lehre hielt er einen Vortrag über das Thema – und bekam die Note 6.

Eiskalter Rücken

Vor einer «Aktion» bringt sich Remo zu Hause mit Musik der deutschen Band «Ramstein» in Kampfstimmung. Das ist eine düstere Variante des Mainstream Rock mit viel Gewalt und Tod. «Dann tref fen wir uns und wärmen uns auf: mit Dehnübungen und Schattenboxen. Man che streichen Vaseline über die Augen brauen. Ich bandagiere meine Hände ein, ziehe Zahnschutz, Genitalienschutz und Handschuhe an. Ein paar Ohrfeigen ma chen dich wach: Wenn du nämlich im Kopf bereit bist, greifst du auch einen 2 Meter-Mann an. Wir formieren uns, laufen los, klatschen rhythmisch. Immer schnel ler. Dann läuft es dir eiskalt den Rücken hinunter.» «Hooligans sind Adrenalinjunkies», sagt der Psychotherapeut Dieter Bongers, der als Leiter der «Anlauf- und Beratungs stelle Rechtsextremismus» der beiden Ba sel Skinheads beim Ausstieg hilft. Bongers sieht in beiden Szenen ein grosses Sucht potenzial: Im Angesicht der Gefahr gerie ten Hooligans in einen Rausch, der sie be fähige, den Kampf aufzunehmen. Das rufe ein Gefühl grosser Befriedigung hervor. Remo sagt, er sei von den «Adrenalin kicks » abhängig geworden. Als wollte er Hooliganismus als Extremsport rechtferti gen, fügt er hinzu: «Andere holen sich den Kick beim Bungee Jumping.» In der ersten Reihe marschieren die stärksten Kämpfer. Remo läuft in der drit ten mit. Er sei ein Stratege und Taktiker. Oft bricht er aus der eigenen Formation aus, um den Gegner seitlich anzugreifen und so eine Schneise in dessen Einheit zu schlagen. «Wir rennen mit Gebrüll aufei- nander los und schlagen wild zu. Meistens dauern die Aktionen wenige Sekunden. Erst wenn alle zu Boden gegangen sind, haben wir gewonnen. Manchmal gibt es nach einer kurzen Pause einen zweiten Kampf, wenn der Gegner mag.» Hooligan-Gruppen seien mit Bruder schaften zu vergleichen, sagt der Thera peut Bongers. Als Mitglied müsse man be reit sein, sich für die Ehre der Brüder in Ge fahr zu begeben, und willens sein, Schmer zen hinzunehmen und solche zuzufügen. Der Akt des Zuschlagens verschleiere die Unsicherheit des Mannes als Individuum. Dafür vermittelten ihm die Brüder Anerkennung und Identität.
Remo stiess über den ehemaligen Freund seiner Schwester und nach der Lektüre des Buches «Geil auf Gewalt» zur «Hard turmfront ». Darin be schreibt der frühere Lite raturchef des «New Yor ker », Bill Buford, welchen Reiz das Wechselspiel zwischen Gefahr und Gewalt auf junge Männer ausübe, nachdem er sechs Jahre unter englischen Hooligans verbracht hatte: «Diese Jungen würden am liebsten in den Krieg ziehen.»

Auch Türken und Albaner

Trotz dieser Radikalität wollen Hooli gans wie Remo respektiert werden. Er stört sich zum einen daran, von den Me dien als Randalierer bezeichnet zu wer den. «Wir wissen uns zu benehmen: Wir trinken Alkohol in Massen, verursachen keine Sachbeschädigungen und lassen Un beteiligte in Ruhe. Wer pöbelt, wird aus sortiert. » Krawallmacher an Fussballspie len (siehe Kasten) verachtet er: «Das sind Weicheier. Die wollen Scharmützel mit der Polizei, werfen Steine, aber vor dem Vollkontakt rennen sie davon.» Zum an dern seien Hooligans keine Rechtsextre men: «Bei uns laufen keine Skins mit, das war früher so. Die meisten sind gut inte griert, haben einen Job, einige sind Famili enväter. Ich stehe politisch rechts, bin aber kein Nazi. Bei uns kämpfen auch Türken und Albaner.» Hooligans sehen sich als Elitefans. Für die Schals, Kappen, Gesänge und Choreo grafien der Ultra, den Stimmungsmachern in den Stadien, haben sie wenig übrig. Hooligans tragen einen Kurzhaarschnitt und teure Markenkleider von Lacoste, Stone Island oder Burberry. Und im Kampf gilt ein Ehrenko dex. Remo: «Der Gegner muss zahlenmässig etwa gleich stark sein, sonst gibt es keinen Start. Geht einer zu Boden, lasse ich ihn in Ruhe. Stiefeln, das Nachschlagen mit den Schuhen, ist ver pönt. Auch Waffen oder Wurfgegenstände verstossen gegen die Regeln. Ein Hooligan kämpft mit blossen Händen und Füssen. Wenn einer wieder aufsteht, verdient er Respekt. Dann kann ich ihn nochmals nie derstrecken. Ist der Kampf vorbei, reichen wir uns die Hände.» Dass «Aktionen» nicht immer auf aris tokratische Weise ablaufen, räumt Remo ein. «Den Baslern gegenüber sind wir misstrauisch. Manche von ihnen stiefeln. Deshalb treffen wir uns nicht gerne mit ih nen. » Und gelegentlich werden auch Ultra angegriffen: «Wenn gegnerische Fans vor unseren Sektor kommen, ist das für uns eine Kampfansage. Oder wenn sie vom Hauptbahnhof in den Hardturm marschie ren und beispielsweise ‹ Hurra, hurra, die Berner, die sind da!› rufen. Zürich ist unser Territorium.» Auge um Auge, Zahn um Zahn
Remo ist in letzter Zeit noch bürgerli cher geworden: Er hat jetzt eine feste Freundin, bildet sich in seinem Beruf wei ter und hat eine Führungsposition in Aus sicht. Deshalb sei er Ende März aus der Hooligan-Szene ausgestiegen.
Wie andern die Fussballmeisterschaft, ist ihm die Hooligan-Saison aber noch zu spannend. Seine Erzählungen machen deutlich, dass er wieder zuschlagen könnte: «Kürzlich war eine Aktion zwi schen Luzern und Wil. In den Reihen der Luzerner waren mehrheitlich Basler. Sie schlugen drei Wiler spitalreif. Das wird Konsequenzen haben: Man holt sich nicht Basler als Unterstützung. Jeder weiss, dass sie in der Schweiz die Übermacht sind.» * Name und Teile der Identitätsmerkmale von der Redaktion geändert..


Hooligans, Ultra, «Erlebnisorientierte»

«Mit Hooligans haben wir wenig Pro bleme », sagt Christoph Vögeli, Leiter der Schweizerischen Zentralstelle Hoo liganismus in Zürich. Hooligans treffen sich in der Regel an via Internet oder Mobiltelefon vereinbarten Orten ausser halb der Fussballstadien vor oder nach einem Match und prügeln sich unterei nander. Oft werden diese Schlägereien von der Öffentlichkeit gar nicht bemerkt: Als die Zürcher Stadtpolizei im Dezem ber 2004 mehr als 400 Basler Fans, da runter Schüler und Familienväter mit ih ren Kindern, am Bahnhof Altstetten ein kesselte und Dutzende verhaftete, prü gelten sich fast zeitgleich Zürcher und Basler Hooligans im Niederdorf.
Vögeli schätzt ihre Zahl auf 200 bis 300 in der Schweiz. Am grössten sind die «Bande Basel», die «Hardturmfront» (GC) und die «City Boys» (FC Zürich). Gegen Basler und Luganeser Hooligans (im Eishockey) vereinigen sich die bei den Zürcher Gruppierungen zu «Zurich United». Eine «Hooligan-National mannschaft » im Rahmen von Länder spielen existiert nicht, weil die Rivalität zwischen Zürchern und Baslern unüber brückbar ist. Hooligans prügeln sich nach festen Ritualen und Gesetzmässig keiten, wenn sie sich auf Feldern und Wiesen, auch ausserhalb von Spieltagen, treffen (siehe Hauptbeitrag).
Zu Ausschreitungen in den Städten kommt es beim Aufeinandertreffen von Hooligans und «erlebnisorientierten Fans» wie am Montag nach dem Spiel Zürich - Basel. «Erlebnisorientierte Fans sind die grösste Problemgruppe», sagt Vögeli. Bei ihnen handle es sich häufig um junge Secondos und Leute aus der autonomen Szene. «Sie sind auf Fun und Action aus und unberechenbar.» Vögeli schätzt ihre Zahl auf 500 bis 800.
«Erlebnisorientierte Fans» mischen sich unter die Ultra, eine Bewegung ge gen die Kommerzialisierung im Fussball und Stimmungsmacher in den Stadien mit Gesängen, Choreografien und benga lischen Fackeln. Ultra geraten wegen ih nen in Misskredit und werden oft fälsch licherweise als Hooligans und Randalie rer bezeichnet. «Viele missbrauchen die Ultra-Idee», sagt Vögeli. (dv.)

Verfasst: 12. Apr 2007, 21:35
von Bani
Ultra geraten wegen ihnen in Misskredit und werden oft fälschlicherweise als Hooligans und Randalierer bezeichnet. «Viele missbrauchen die Ultra-Idee», sagt Vögeli. (dv.)
Guter Schlusssatz. :thumright:

Ansonsten eigentlich ein lesenswerter Bericht!

Verfasst: 13. Apr 2007, 09:11
von kutte
Als Eishockeyspieler fällt es ihm leicht, den Arbeitskollegen und den Eltern ein blaues Auge zu erklären, das er manchmal davonträgt, wenn es am Wo chenende zu einer «Aktion» kam.
ihr im eishockey, wir im unihockey :D

Verfasst: 13. Apr 2007, 10:05
von Chris Climax
NOISER hat geschrieben:aus dem heutigen tagi
«Kürzlich war eine Aktion zwischen Luzern und Wil. In den Reihen der Luzerner waren mehrheitlich Basler. Sie schlugen drei Wiler spitalreif. Das wird Konsequenzen haben: Man holt sich nicht Basler als Unterstützung. Jeder weiss, dass sie in der Schweiz die Übermacht sind.»
Das hingegen halte ich für ein Gerücht. Seit wann braucht Luzern Basler Hilfe um ein paar Halskranke platt zu machen ? :?:

Verfasst: 13. Apr 2007, 10:25
von Gunner
Chris Climax hat geschrieben:
NOISER hat geschrieben:aus dem heutigen tagi
«Kürzlich war eine Aktion zwischen Luzern und Wil. In den Reihen der Luzerner waren mehrheitlich Basler. Sie schlugen drei Wiler spitalreif. Das wird Konsequenzen haben: Man holt sich nicht Basler als Unterstützung. Jeder weiss, dass sie in der Schweiz die Übermacht sind.»
Das hingegen halte ich für ein Gerücht. Seit wann braucht Luzern Basler Hilfe um ein paar Halskranke platt zu machen ? :?:
Zürcher halt

Verfasst: 13. Apr 2007, 10:34
von hra
soll kein gerücht sein :!:

Verfasst: 13. Apr 2007, 17:02
von Hans
höi remo

Verfasst: 13. Apr 2007, 18:39
von UNDERCOVER
Hooligans, Ultra, «Erlebnisorientierte»

«Mit Hooligans haben wir wenig Probleme », sagt Christoph Vögeli, Leiter der Schweizerischen Zentralstelle Hooliganismus in Zürich. Hooligans treffen sich in der Regel an via Internet oder Mobiltelefon vereinbarten Orten ausserhalb der Fussballstadien vor oder nach einem Match und prügeln sich untereinander. Oft werden diese Schlägereien von der Öffentlichkeit gar nicht bemerkt: Als die Zürcher Stadtpolizei im Dezember 2004 mehr als 400 Basler Fans, darunter Schüler und Familienväter mit ihren Kindern, am Bahnhof Altstetten einkesselte und Dutzende verhaftete, prügelten sich fast zeitgleich Zürcher und Basler Hooligans im Niederdorf.
Vögeli schätzt ihre Zahl auf 200 bis 300 in der Schweiz. Am grössten sind die «Bande Basel», die «Hardturmfront» (GC) und die «City Boys» (FC Zürich). Gegen Basler und Luganeser Hooligans (im Eishockey) vereinigen sich die beiden Zürcher Gruppierungen zu «Zurich United». Eine «Hooligan-Nationalmannschaft » im Rahmen von Länderspielen existiert nicht, weil die Rivalität zwischen Zürchern und Baslern unüberbrückbar ist. Hooligans prügeln sich nach festen Ritualen und Gesetzmässigkeiten, wenn sie sich auf Feldern und Wiesen, auch ausserhalb von Spieltagen, treffen.
Zu Ausschreitungen in den Städten kommt es beim Aufeinandertreffen von Hooligans und «erlebnisorientierten Fans» wie am Montag nach dem Spiel Zürich - Basel. «Erlebnisorientierte Fans sind die grösste Problemgruppe», sagt Vögeli. Bei ihnen handle es sich häufig um junge Secondos und Leute aus der autonomen Szene. «Sie sind auf Fun und Action aus und unberechenbar.» Vögeli schätzt ihre Zahl auf 500 bis 800.
«Erlebnisorientierte Fans» mischen sich unter die Ultra, eine Bewegung gegen die Kommerzialisierung im Fussball und Stimmungsmacher in den Stadien mit Gesängen, Choreografien und bengalischen Fackeln. Ultra geraten wegen ihnen in Misskredit und werden oft fälschlicherweise als Hooligans und Randalierer bezeichnet. «Viele missbrauchen die Ultra-Idee», sagt Vögeli. (dv.)
quelle: tagesanzeiger von heute.