Wie können die Verantwortlichen des Nachts eigentlich noch ruhig schlafen?
Ihr verbreitet in den Medien Lügen und Halbwahrheiten, welche vom Konsumenten, ohne eine gründliche Betrachtung der Sachlage, als Tatsachen aufgefasst werden. Die Vorgehensweise mittels Berichterstattungen erinnert mehr an die Zustände innerhalb eines totalitären Staates denn an die Leitung einer professionellen Sprotmannschaft.
An dieser Stelle eine kurze, lückenhafte Zusammenfassung:
- Kollektivstrafen: Nach den Ereignissen in St. Gallen in der letzten Saison hörte man von Vereinsseite, dass Kollektivstrafen in Luzern nicht zum Zuge kommen werden. Auch nach der gezielten Provokation in Wohlen (mit einer Fackel und dazugehörigem Statement) hiess es, dass eine Bestrafung der Kurve nicht zur Diskussion steht. Der Täter war ja anscheinend schnell ermittelt. Oder etwa doch nicht?
- SK Root: Aufgrund eines unbedachten Posts eines Junioren auf dem Online Portal einer Schweizer Boulevard Zeitung wurde die Zusammenarbeit mit dem Klub in allen Bereichen beendet. Dies war wohl ein Schnellschuss einer "handlungsbevollmächtigten" Person, welcher im Nachhinein korrigiert wurde. Die Übergabe einer Tasse plus Kalender haben die dadurch entstandenen Wogen anscheinend geglättet.
- Zensur: Kommentare auf Facebook wurden gelöscht und Nutzer geblockt, unter anderem auch der Account von justcantbeatthat.com. Insbesondere JCBT hat wesentlich dazu beigetragen die Kommunikation auf Seiten der Fans massiv zu verbessern. Geradezu fadenscheinig erscheint die Begründung, dass die Gruppierung Fäkalsprache propagiert sowie Links mit pyrotochnischem Inhalt auf deren Website verlinkt.
- Letztes Gespräch: Die Medienmitteilung wurde bereits vor dem Zusammentreffen der Klubleitung mit den Fanvertretern versendet. Bei der "sogenannten" Aussprache handelte es sich also lediglich um eine Urteilsverkündung. Ausführliche Informationen darüber entnehmt ihr der aktuellen Ausgabe vom Stelzbock, Seite 6-10 ->
http://www.us-luzern.ch/usl/upload/stel" onclick="window.open(this.href);return false; ... bock15.pdf
- Stimmungsboykott: Regimekritische Anhänger des FC Luzern sollen gemäss Herrn Stierli ausgetauscht werden. Ob die neuen Fans (wie auch Sponsoren, Präsidenten und Spieler) auch dann zu uns kommen wenn wir wieder um den Abstieg spielen sei dahingestellt. ->
http://allmend-united.org/2011/12/allme" onclick="window.open(this.href);return false; ... alli-zame/
- Rückgabe der Saisonkarten: Den Teilnehmern der Aktion "Lozärn stand uf" wird der Kauf einer neuen Saisonkarte im Sektor B für die Rückrunde verweigert. Angeblich handelt es sich dabei um ein EDV Problem, welches plötzlich rückwirkend auf drei Tage besteht und dies obwohl die potentiellen Käufer vom Verkaufspersonal darauf hingewiesen wurden, dass die Teilnehmer der Aktion auf einer "schwarzen" Liste stehen / standen. ->
http://www.youtube.com/watch?feature=pl" onclick="window.open(this.href);return false; ... qppDDynLRA
Der Ball liegt nun eindeutig beim FC Luzern um den Dialog mit der aktiven Fanszene wieder aufzunehmen. Insbesondere deshalb, da es in diesem Konflikt längst nicht mehr um Bengalos und dergleichen geht. Den Vorwurf, dass man keine Ansprechsperson hat, lassen wir an dieser Stelle nicht gelten. Mit wem wurde damals "das letzte Gespräch" geführt? Kennt womöglich die Fanarbeit Ansprechspersonen? Einer Lösung will man ja anscheinend auch dahingehend entgegen wirken, in dem die Gelder der Fanarbeit gestrichen werden und dadurch die Gewaltspirale unseres Erachtens wissentlich wieder in Gang gesetzt wird. Eine Aufstockung der Sicherheitskosten werden dadurch ja bestens gerechtfertigt.
Die Chronologie der Ereignisse zeigt wohl mehr als deutlich, dass es jetzt endgültig Zeit ist, in der Vereinsleitung personelle Entscheide zu fällen. Wenn ihr euch auf Facebook unter der Rubrik Produkt/Dienstleistung repräsentiert, erwarte ich auch einen angebrachten Auftritt in Sachen Marketing und Kommunikation. Den FC Basel findet man zum Beispiel unter "professionelle Sportmannschaft".
Ich bin mir bewusst, dass im Forum und insbesondere hier auf Facebook Kommentare gepostet werden, welche der Lösung des Problems letztendlich nicht dienlich sind. Teilweise wird die Würde beteiligter Personen verletzt und dies rückt die Anliegen der aktiven Fanszene nicht in ein positives Licht. Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus. Ich bitte deshalb alle Schreiber auf provokative Kommentare zu verzichten und dadurch den konstruktiven Dialog zu fördern.
Ich bin Herrn Stierli und der Vereinsleitung dankbar, dass sie uns in eine erfolgreiche Zukunft geführt haben. Wie jetzt allerdings mit einem Teil der zahlenden Kundschaft umgegangen wird, passt auf keine Kuhhaut. Bei der Vermarktung des Produkts FC Luzern sollte letzendlich nicht ausser Acht gelassen werden, was dieses Produkt überhaupt ausmacht. Es handelt sich dabei weder um Präsidenten, Spieler oder Sponsoren, denn die kommen und gehen. Was bleibt ist die Region Zentralschweiz und deren grosses Einzugsgebiet. Gehen wir letztendlich nicht alle ins Stadion, um unsere Freude über den Erfolg der Mannschaft mit Gleichgesinnten zu feiern? Schmerzt eine Niederlage nicht weniger, wenn ich dieses Leid mit anderen teilen kann? Stehen wir letztendlich nicht alle auf der selben Seite? Womöglich nicht...