Verfasst: 2. Mai 2008, 06:33
Hier der heutige NLZ-Artikel zum Spiel gegen Thun, in dem es eigentlich nur ums Kader geht:
Sforza: Klarheit am 10. Mai
Der FC Luzern erwartet Thun zum zweitletzten Heimspiel der Saison. Daneben laufen die Planungen für 2008/09. Primäre Ziele: Mit Sforza und Veskovac verlängern.
Dusan Veskovac wird nach seiner vor acht Tagen erlittenen Zerrung möglicherweise nicht dabei sein, wenn der FC Luzern morgen Abend den FC Thun empfängt. Das ändert nichts daran, dass der 22-jährige Innenverteidiger ein begehrter Fussballer bleibt. Sein halbjähriger Leihvertrag beim FCL läuft aus, und der FC Wohlen wäre ab 1. Juli wieder und noch für ein Jahr sein Verein. Zu einer Rückkehr in die Challenge League wird es aber mit Sicherheit nicht kommen. Das weiss auch Andreas Wyder, der Präsident der Aargauer. Er weiss aber auch, dass Veskovac «uns Geld in die Kassen spülen wird». Nur: Woher wird es kommen? Aus Luzern? Oder vom FC Basel, der angeblich grosses Interesse am Serben haben soll? Oder etwa plötzlich von YB?
Wyder: «Nur mit Galliker geredet»
Wyder antwortet so: «Interesse sollen neben Luzern auch Basel und YB haben. Aber geredet haben wir bislang nur mit Bruno Galliker vom FCL.» Dann fügt er an: «Tendenziell sehe ich Veskovac weiter in Luzern. Natürlich wollen wir einen rechten Profit aus dem Transfer schlagen, aber uns ist es auch wichtig, dass der Spieler bei seinem Verein gute Perspektiven hat. Eine Möglichkeit wäre es, dass wir bei einem nächsten Wechsel von Veskovac mitbeteiligt würden.» Allerdings hält Wyder auch fest: «Ich kann mir vorstellen, dass einiges davon abhängt, ob Ciriaco Sforza Trainer beim FC Luzern bleibt oder nicht.»
Sforza hat, wie von Präsident Walter Stierli am Dienstag in dieser Zeitung angekündigt, Zeit bis nach dem letzten Saisonmatch gegen Xamax bekommen, sich zu entscheiden. Seine Arbeit werde dadurch nicht blockiert, glaubt FCL-Sportchef Galliker: «Mit den Spielern schliessen wir sowieso eher länger befristete Verträge ab als mit dem Trainer. Wenn wir einen Neuen suchen müssten, wäre das einer, der zum Personal passt, das er hier vorfindet.» Grundsätzlich geht Galliker davon aus, dass Sforza sich zum FCL bekennen wird: «Ich rechne damit, dass er bleibt.» Dass Gerüchte aufgekommen sind, Sforza schiele nach Basel oder liebäugle allenfalls mit dem FC Zürich, nimmt Galliker gelassen zur Kenntnis: «Wir haben unsere Bedingungen dargelegt, Sforza seine. Jetzt müssen wir einen gemeinsamen Nenner finden.»
Galliker macht nicht den Eindruck, nervös zu sein. Und er ist es ebenso wenig, wenn es um die Personalie David Zibung geht. Nach dem Wirbel um einen angeblich bereits perfekten Wechsel zu Dortmund ist in dieser Sache vorerst wieder Ruhe eingekehrt. «Ich habe weiterhin von keinem Verein etwas gehört. Und das wäre ja wohl die Bedingung, bevor man von einem perfekten Wechsel reden kann.»
Diethelm: Kein neuer Vertrag
Galliker ist gegenwärtig daran, nach Michel Renggli (von GC) und Nelson Ferreira (von Thun) Verstärkungen für die Offensive und die linke Mittelfeldseite zu suchen. «Wir müssen keine neue Mannschaft bauen», sagt er, «sondern geeignete Ergänzungen finden.» Gleichzeitig werden am 10. Mai beim letzten Spiel der Saison gegen Neuchâtel vier aktuelle Kaderspieler verabschiedet: Fayçal El Idrissi und Roland Bättig verlassen den Klub nach sechs Monaten wieder. Pascal Bader geht nach drei Jahren. Und mit Michael Diethelm muss ein Urluzerner einen neuen Verein suchen. Der 23-Jährige ist seit 1991 beim FCL, sein Vertrag wird aber nicht verlängert.