Verfasst: 18. Mai 2007, 11:29
habe mich entschieden, offizielle sachen für ein paar tage gut zu finden. lg.Ofen hat geschrieben:Wo bleiben kutte&admin?
habe mich entschieden, offizielle sachen für ein paar tage gut zu finden. lg.Ofen hat geschrieben:Wo bleiben kutte&admin?
gibt nichts zu kommentieren, sind ja keine news...Ofen hat geschrieben:Wo bleiben kutte&admin?
Jeder will sein Gesicht wahren. Dass der FCK und die deutschen Medien nachkarren, ist so neu nicht, vor allem dann, wenn sich ihre bereits verkündeten "Tatsachen" in Luft auflösen. Sicher, Sforza ist kein Heiliger aber da der FCK keine offizielle Anfrage an den FCL gerichtet hat, ist das, was Schjönberg da laut Kicker angeblich verlauten lässt tatsächlich Humbug. Und wenn einige beim FCK eh den Ciri nicht wollen, hätte Ciri auch mit seinen angeblichen Wünschen keine Chance auf den Trainerposten beim FCK gehabt. Mag sein, dass mal auf eher privater Ebene ein Gedankenaustausch zwischen Sforza und Schjönberg stattgefunden hat und das nun an die grosse Glocke gehangen wird. Vom FCL wusste offiziell keiner was. Nur Gerede!manuel hat geschrieben:Passt irgendwie ins Bild....
NLZ:
Ciriaco Sforza
Schjönberg: «Wir hatten verhandelt»
Am Dienstag gab Ciriaco Sforza bekannt, auf den Gebrauch der Ausstiegsklausel zu verzichten und in Luzern Trainer zu bleiben. Gleichzeitig erklärte er die Wechselgerüchte nach Kaiserslautern für Humbug. Er habe nie weggewollt. Im deutschen Fussballmagazin «Kicker» klingt das aber ganz anders. Das Blatt stellte die Frage: Forderte Sforza zu viel? Und lässt darauf den Pfälzer Sportdirektor Michael Schjönberg antworten: «Ja. Wir hatten verhandelt, doch es hat nicht gepasst.» Laut «Kicker» sei Konditionstrainer Zvonko Komes Streitpunkt gewesen, den Sforza in seinem Trainerteam dabei haben wollte. Und einige Aufsichtsratsmitglieder hätten Bedenken geäussert - «weil sie befürchten mussten, dass Sforza schonungslos den Finger in die Wunde legen und offen ansprechen würde, was auf Führungsebene schiefläuft». Seltsam, seltsam.
Generell gebe ich dir recht. Aber der FCL hat den Klassenerhalt geschafft und - quasi als Sahnehäubchen - den Cupfinal erreicht. Das ist dann schon mehr, als man als Fan erwarten durfte. Möglicherweise will Sforza mit diese Aussage vor allem den Druck von der Mannschaft nehmen. Der FCL kann also unbeschwert aufspielen.sid hat geschrieben:Das ist nicht gut wenn man im VORAUS bereits erwähnt dass man im Falle einer Niederlage stolz sein kann auf das Erreichte.
Wie der FCBasel, wenn er nicht schweizermeister wird?Schlimmer ist, wenn man es gewinnen "Muss".
Der FCBasel muss den Cupfinal auch gewinnen, auch wenn er Schweizermeister wird..!Emmi hat geschrieben:Wie der FCBasel, wenn er nicht schweizermeister wird?Schlimmer ist, wenn man es gewinnen "Muss".
Sforza brennt
Ciriaco Sforza war noch Stunden nach dem Spiel gegen Grashoppers Zürich aufgewühlt. „Was die letzten 20 Minuten angeht, kann ich in Richtung Mannschaft nur sagen: Chapeau!“, so der FCL-Coach. Einen 0:3-Rückstand hatte seine Elf noch egalisiert.
Doch was davor passierte, wird Sforza Kopfschmerzen bereitet kann ihm nicht gefallen haben. Fast 70 Minuten lang spielte sein Team „Hasenfußball“ und ließ sich vom Gegner über den Platz – oder besser: durch die eigene Spielhälfte jagen. Wie so oft, war der FCL in den ersten Minuten überhapot nicht auf dem Platz und geriet früh in Rückstand.
Im Kreuzfeuer der Kritik stand einmal mehr die Innenverteidigung. Fabijan Cipot blieb auch in diesem Spiel den Nachweis schuldig, auf höherem Niveau kicken zu können. Seiner fehlenden Präsens war der frühe Rückstand durch Bobadilla (7.) zu verdanken.
Auch das 0:2 fiel unter freundlicher Zuhilfenahme Luzerner Unzulänglichkeiten, als die Hintermannschaft eine einfache Kombination des Gegners nicht unterband und Touré einnetzte (29.). Der gleiche Spieler kam nach einem Corner völlig frei zum Kopfstoß und es stand 0:3 nach 62 Minuten.
Neben Cipot und seinem verunsichert spielenden Partner Schwegler war die schon chronische Schwäche auf der rechten Seite ein Problemfeld. Diethelm, in dieser Saison schon mehrfach von seinem Trainer in die Pflicht genommen, konnte Sforzas Vertrauen erneut nicht rechtfertigen. Das Gleiche lässt sich über den vor ihm agierenden Lambert sagen, der gegen GCZ wenig falsch und wenig richtig machte. Er machte kaum etwas. Dass auch Neuverpflichtung Celmente unterging, sah Ciriaco Sforza gelassen: „Das war mein Fehler. Das Spiel kam zu früh für ihn.“
Ciriaco Sforza ist stark genug, öffentlich seine schützende Hand über die gesamte Mannschaft zu legen. „Die ersten 70 Minuten nehme ich auf meine Kappe“, erklärte der Coach bei der Medienkonferenz. Damit nahm er den Druck von denjenigen, die das Torso nicht zu verantworten haben: von denen, die das Heft in die Hand nahmen, wie der zweifache Torschütze Cantaluppi etwa oder Lustrinelli, der nach der Pause omnipräsent war; vor allem aber von den „jungen Wilden“ wie Wiss, oder den erstmals eingesetzten Sego und Sagi. Sie will Ciriaco Sforza behutsam aufbauen und sie nicht im Kreuzfeuer einer allgemeinen Kritik verheizen.
Gerade ein Ausbildungsverein wie der FC Luzern braucht Ruhe im Umfeld, damit die vielen „zarten Pflänzchen“ wachsen können. Dass der erfolgsorientierte Trainer intern deutliche Worte an die richtigen Adressaten richten wird, ist indes gewiss. Ein Zeichen dafür, dass Sforza durchgreift, ist das Training, dass die Mannschaft unmittelbar nach dem Spiel absolvieren musste – trotz der gendiosen Energieleistung, die noch den Ausgleich ermöglichte.
Lustrinelli setzte mit dem 1:3 nach schönem Solo das erste Aufbruchsignal (68.), danach sah man Powerplay Richtung Züricher Tor. Nach einem Foul an Lustrinelli verwandelte Cantaluppi den fälligen Penalty (88.) und ein Fehler des GCZ-Goalies Coltorti, der sich offenbar von der völligen Verunsicherung seiner Mannschaft in dieser Phase anstecken ließ, führte zum Ausgleich. Eine Flanke von Cantaluppi aus 40 Metern hatte sich ins Tor gesenkt (93.)
Die Energieleistung der letzten 20 Minuten zeigt aber, dass die Mannschaft im Grunde intakt ist, dass sie sich nicht aufgibt und den Kampf auch dann annimmt, wenn er schon verloren scheint. Sie ist damit auch ein Spiegelbild ihres Trainers, der als Spieler selbst weit davon entfernt war, ein „Schönwetterfußballer“ zu sein.
Doch Sforza fehlen auch in dieser Saison die personellen Alternativen, die ihm notwendige Wechsel an relevanten Stellen ermöglichen. Der Kader wurde zwar verstärkt, aber die Ausfälle wichtiger Spieler wiegen zu schwer. Denkbar also, dass sich der FC Luzern bis zur Schließung der Transferliste noch einmal auf dem Markt umsieht. Immerhin hat der Verkauf von Fabian Lustenberger einiges in die klamme Kasse des Vereins gespült. Kontakte zu Gürkan Sermeter vom FC Aarau bestehen, auch weitere hat er im Visier.
Sforza selbst sagte gestern Abend, dass er „in den nächsten Tagen gewaltig arbeiten wird“ und vergaß dabei nicht, bei allem Ärgernis über das vergangene Spiel die Relationen wieder hezustellen: „Wir haben schon verdammt einfache Punkte liegen lassen, trotzdem sind es nur vier Punkte auf die Tabellenspitze.“ Der Hinweis mutet waghalsig an, aber er zeigt nur eines: Dieser Mann brennt!