Verfasst: 13. Jul 2007, 14:45
Quelle: Blick-Online
ZÜRICH – Die Euro 08 wird zum Härtetest für die Polizei. In Zürich stockt man das Personal auf und rechnet mit massiv mehr Einsätzen.
Um genügend personelle Ressourcen für den Fussballgrossevent einsetzen zu können, stocken die Sicherheitsverantwortlichen in der Gastgeberstadt Zürich das Personal auf und erlassen sogar ein Ferienverbot für die Mitarbeiter.
Auch sonst laufen die Vorbereitungen für die Euro 08 auf Hochtouren. Die Sicherheitsverantwortlichen sind optimistisch, alles in den Griff zu kriegen: Man greift auf die Erfahrung mit Grossanlässen wie Züri Fäscht und Fussballspielen mit hohem Risikopotenzial zurück.
Die Verantwortlichen der Stadtpolizei Zürich und der städtischen Rettungsorganisation Schutz & Rettung räumten heute zwar ein, dass der dreiwöchige Anlass im Juni 2008 eine grosse Herausforderung sei. Im Gegensatz zu anderen Grossanlässen sei die Zeitspanne von drei Wochen neu und stelle besonders hohe Anforderungen an das Durchhaltevermögen der Einsatzkräfte.
Für die drei Spieltage in Zürich geht man von einem Personalbedarf von rund 1000 Einsatzkräften und für die übrigen Spieltage von bis zu 500 Einsatzkräften aus.
Neben der Kantonspolizei, welche die Stadtpolizei unterstützen wird, kommen speziell geschulte Szenekenner sowie ausländische Verbindungsbeamte zum Einsatz. Das Ostschweizer Polizeikonkordat stellt zudem wenn nötig eine Reserve zur Verfügung.
Diese Verstärkung wird auch nötig sein. Etwa im Bereich der medizinischen Versorgung. Hier macht sich die Zürcher Rettungsorganisation auf eine sehr hohe Zahl an Einsätzen gefasst. Sie stützt sich dabei auf Erfahrungswerte von der Fussball-WM 2006 in Deutschland: In Stuttgart hatten Rettungsdienste an Spitzentagen zusätzliche 3100 Patientenbehandlungen und 270 Hospitalisationen zu bewältigen!
Vergleichszahlen haben die Zürcher einzig von der Street Parade: Im Durchschnitt der letzten Jahre verzeichnete die Sanität von Schutz & Rettung pro Grossanlass 700 Patientenbehandlungen und 90 Hospitalisationen.
Medien sollen nur Sonnenseite zeigen
ZÜRICH – Die Chefin der Stadtzürcher Sicherheits- und Rettungskräfte, Stadträtin Esther Maurer, hat die Medien zur Zurückhaltung mit der Abbildung negativer Emotionen an der Fussball-Europameisterschaft EURO 08 aufgefordert. «Es wird Siegestaumel und Frustrationen geben, und alle Emotionen sollen Platz haben», sagte die SP-Politikerin. Sie sei sich bewusst, dass die Berichterstattung über allfällige Ausschreitungen zur Informationspflicht der Medien gehöre. Diese müssten sich aber bewusst werden, was sie mit Bildern von negativen Emotionen auslösen könnten, sagte Maurer. Sie wies darauf hin, dass die deutschen Medien während der letztjährigen Fussball-Weltmeisterschaft anders als ausländische Medien das Schwergewicht auf positive Bilder gelegt hätten, obwohl es an jedem WM-Spielort Ausschreitungen gegeben habe. Dies habe positive Erinnerungen hinterlassen. (AP)
ZÜRICH – Die Euro 08 wird zum Härtetest für die Polizei. In Zürich stockt man das Personal auf und rechnet mit massiv mehr Einsätzen.
Um genügend personelle Ressourcen für den Fussballgrossevent einsetzen zu können, stocken die Sicherheitsverantwortlichen in der Gastgeberstadt Zürich das Personal auf und erlassen sogar ein Ferienverbot für die Mitarbeiter.
Auch sonst laufen die Vorbereitungen für die Euro 08 auf Hochtouren. Die Sicherheitsverantwortlichen sind optimistisch, alles in den Griff zu kriegen: Man greift auf die Erfahrung mit Grossanlässen wie Züri Fäscht und Fussballspielen mit hohem Risikopotenzial zurück.
Die Verantwortlichen der Stadtpolizei Zürich und der städtischen Rettungsorganisation Schutz & Rettung räumten heute zwar ein, dass der dreiwöchige Anlass im Juni 2008 eine grosse Herausforderung sei. Im Gegensatz zu anderen Grossanlässen sei die Zeitspanne von drei Wochen neu und stelle besonders hohe Anforderungen an das Durchhaltevermögen der Einsatzkräfte.
Für die drei Spieltage in Zürich geht man von einem Personalbedarf von rund 1000 Einsatzkräften und für die übrigen Spieltage von bis zu 500 Einsatzkräften aus.
Neben der Kantonspolizei, welche die Stadtpolizei unterstützen wird, kommen speziell geschulte Szenekenner sowie ausländische Verbindungsbeamte zum Einsatz. Das Ostschweizer Polizeikonkordat stellt zudem wenn nötig eine Reserve zur Verfügung.
Diese Verstärkung wird auch nötig sein. Etwa im Bereich der medizinischen Versorgung. Hier macht sich die Zürcher Rettungsorganisation auf eine sehr hohe Zahl an Einsätzen gefasst. Sie stützt sich dabei auf Erfahrungswerte von der Fussball-WM 2006 in Deutschland: In Stuttgart hatten Rettungsdienste an Spitzentagen zusätzliche 3100 Patientenbehandlungen und 270 Hospitalisationen zu bewältigen!
Vergleichszahlen haben die Zürcher einzig von der Street Parade: Im Durchschnitt der letzten Jahre verzeichnete die Sanität von Schutz & Rettung pro Grossanlass 700 Patientenbehandlungen und 90 Hospitalisationen.
Medien sollen nur Sonnenseite zeigen
ZÜRICH – Die Chefin der Stadtzürcher Sicherheits- und Rettungskräfte, Stadträtin Esther Maurer, hat die Medien zur Zurückhaltung mit der Abbildung negativer Emotionen an der Fussball-Europameisterschaft EURO 08 aufgefordert. «Es wird Siegestaumel und Frustrationen geben, und alle Emotionen sollen Platz haben», sagte die SP-Politikerin. Sie sei sich bewusst, dass die Berichterstattung über allfällige Ausschreitungen zur Informationspflicht der Medien gehöre. Diese müssten sich aber bewusst werden, was sie mit Bildern von negativen Emotionen auslösen könnten, sagte Maurer. Sie wies darauf hin, dass die deutschen Medien während der letztjährigen Fussball-Weltmeisterschaft anders als ausländische Medien das Schwergewicht auf positive Bilder gelegt hätten, obwohl es an jedem WM-Spielort Ausschreitungen gegeben habe. Dies habe positive Erinnerungen hinterlassen. (AP)



