Alle gegen Luzern – und der FCL gegen sich selbst
Verfasst: 18. Jul 2003, 07:10
LUZERN – Bühne frei für eine Weltpremiere. Challenge League (CL) heisst sie. Heute gehts los – mit einem revolutionären Modus. Und einem Gejagten: dem FC Luzern.
3,5 Millionen Franken. So viel beträgt das Budget des Absteigers – es ist mindestens eine Million höher als das jedes andern CL-Klubs. Der FCL verfügt als einziger Verein über eine reine Profitruppe – das verpflichtet. «FC Luzern – das ist immer noch ein grosser Name», sagt auch der neue Trainer Urs «Longo» Schönenberger.
Er drückt sich nicht vor der Rolle des Gejagten: «Das sind wir, ganz klar. Wir bringen mehr Fans in fremde Stadien. Jeder ist gegen uns top motiviert. Doch wenn wir mit Herz und Seele spielen, sollten wir die Differenz ausmachen können. Spielerisch sind wir dazu in der Lage.»
Schönenberger war noch nie ein Mann mit fehlendem Selbstvertrauen.
Und das ist gut so in Luzern. Denn die Verlierer- und Absteigermentalität der letzten Saison muss raus aus den Köpfen. Zumal im 17-Mann-Kader nur drei Neue stehen: Righetti von Xamax, Mikari von GC und Alsemi Keita, der Zwillingsbruder von FCZ-Alhassane. Der Rest sind die Absteiger der letzten Saison.
Klar: Auch ein paar andere Teams werden zu beachten sein – aber der Weg zum Aufstieg führt über die Innerschweiz. Die wirklich grossen Stolpersteine sind… die Luzerner selbst. Mit den hängigen Rechtsfällen, mit einer Führung, die sich bisher nicht als sehr stark erwiesen hat, mit den Fragezeichen um den neuen Hauptsponsor RH Media, mit dem permanenten Kampf um Liquidität und mit den Intrigen, ohne die Luzern nicht Luzern wäre.
Oder kann der neue Modus zum Stolperstein für den FCL werden? Kaum. «Hätte man die letzte NLB-Qualifikation bereits so gespielt, hätte sich nur eine einzige Rangverschiebung ergeben», hat Kriens-Präsident Tony Burri ausgerechnet.
«Die Ausgangslage kann sich innert kürzester Zeit radikal ändern», sagt Burri. Das mache die Sache spannend. «Vielleicht kalkuliert man vor Auswärts-Hinspielen mehr als bisher, weil man die Bonuspunkte im Hinterkopf hat», wirft Schönenberger ein. Ob Fluch oder Segen – für eine Beurteilung ist es zu früh.
Also lassen wir die Weltpremiere erst einmal steigen!
Quelle: Blick
3,5 Millionen Franken. So viel beträgt das Budget des Absteigers – es ist mindestens eine Million höher als das jedes andern CL-Klubs. Der FCL verfügt als einziger Verein über eine reine Profitruppe – das verpflichtet. «FC Luzern – das ist immer noch ein grosser Name», sagt auch der neue Trainer Urs «Longo» Schönenberger.
Er drückt sich nicht vor der Rolle des Gejagten: «Das sind wir, ganz klar. Wir bringen mehr Fans in fremde Stadien. Jeder ist gegen uns top motiviert. Doch wenn wir mit Herz und Seele spielen, sollten wir die Differenz ausmachen können. Spielerisch sind wir dazu in der Lage.»
Schönenberger war noch nie ein Mann mit fehlendem Selbstvertrauen.
Und das ist gut so in Luzern. Denn die Verlierer- und Absteigermentalität der letzten Saison muss raus aus den Köpfen. Zumal im 17-Mann-Kader nur drei Neue stehen: Righetti von Xamax, Mikari von GC und Alsemi Keita, der Zwillingsbruder von FCZ-Alhassane. Der Rest sind die Absteiger der letzten Saison.
Klar: Auch ein paar andere Teams werden zu beachten sein – aber der Weg zum Aufstieg führt über die Innerschweiz. Die wirklich grossen Stolpersteine sind… die Luzerner selbst. Mit den hängigen Rechtsfällen, mit einer Führung, die sich bisher nicht als sehr stark erwiesen hat, mit den Fragezeichen um den neuen Hauptsponsor RH Media, mit dem permanenten Kampf um Liquidität und mit den Intrigen, ohne die Luzern nicht Luzern wäre.
Oder kann der neue Modus zum Stolperstein für den FCL werden? Kaum. «Hätte man die letzte NLB-Qualifikation bereits so gespielt, hätte sich nur eine einzige Rangverschiebung ergeben», hat Kriens-Präsident Tony Burri ausgerechnet.
«Die Ausgangslage kann sich innert kürzester Zeit radikal ändern», sagt Burri. Das mache die Sache spannend. «Vielleicht kalkuliert man vor Auswärts-Hinspielen mehr als bisher, weil man die Bonuspunkte im Hinterkopf hat», wirft Schönenberger ein. Ob Fluch oder Segen – für eine Beurteilung ist es zu früh.
Also lassen wir die Weltpremiere erst einmal steigen!
Quelle: Blick