Alle Jahre wieder: Krawalle am 1. Mai!
Verfasst: 2. Mai 2007, 06:19
Quelle NZZ:
Die 1.-Mai-Feier abschaffen
mbm. Schauplatz Seepromenade, Zürich, Nachmittag am Tag der Arbeit: Zehntausende Menschen geniessen den herrlichen Tag – friedlich. Szenenwechsel: Zur gleichen Zeit zieht eine Hundertschaft von Querköpfen randalierend durch den Kreis 4 und hinterlässt dort eine Spur der Verwüstung und Zerstörung: versprayte Fassaden, demolierte Autos, eingeschlagene Scheiben und zerstörte Verkehrsanlagen und Tramhaltestellen – Schäden in der Höhe von mehreren hunderttausend Franken. Die Teilnehmer an der unbewilligten Nachdemonstration am 1. Mai haben wieder ihre hässlichste Fratze gezeigt und einmal mehr bewiesen, dass sie völlig unbelehrbar und unverbesserlich sind. Es geht den Krawallmachern nur um rohe Gewalt und destruktives Verhalten, aber sicher nicht um politische Inhalte oder Forderungen.
Es ist so gekommen, wie es kommen und wie man es allgemein erwarten musste. Die Ausschreitungen lassen sich nicht verhindern, weder mit Bemühungen im Vorfeld des 1. Mai noch am Tag der Arbeit selber. Ob die Polizei die weiche Tour wählt oder hart durchgreift, spielt keine Rolle, am Resultat ändert sich nichts: In weiten Teilen des Kreises 4 sind am Abend Schäden zu beklagen. Am harten Kern der Querulanten um die alternde Revoluzzerin Andrea Stauffacher perlen vernünftige Argumente für einen friedlichen 1. Mai ab wie Wasser an einem Regenschirm. Und die Mitläufer, darunter etliche mit Migrationshintergrund, wissen wohl nicht einmal, was Gewerkschaften bezwecken, und kennen kaum den Unterschied zwischen der Unia und der Uno. Sie wissen nur, dass sie am 1. Mai nicht arbeiten müssen, sofern sie überhaupt eine Stelle haben, und dass sie sich in Zürich an Krawallen beteiligen können. Die Polizei machte ihr Möglichstes, stand aber gegen die Guerillataktik der Krawallanten vielfach auf verlorenem Posten. Bedenklich ist, dass die Polizisten, die den Tag wohl lieber anders verbracht hätten, von einer Unzahl an Gaffern in der Ausübung ihrer Arbeit behindert wurden.
In dieser Form hat der 1. Mai keine Berechtigung mehr. Bundesräte wagen sich in Zürich nicht mehr ans Rednerpult, weil sie um ihr Leben bangen müssen. Dass die halbherzigen Versuche des 1.-Mai-Komitees, sich von den gewaltbereiten Kreisen zu distanzieren, nichts fruchten, ist bekannt. Nur noch zynisch und reine Sozialromantik ist es, wenn das grösste Problem von Gemeinderat Balthasar Glättli (gp.) darin besteht, dass die Zahl der Sonnenstiche unter den Festteilnehmern möglichst tief gehalten werden kann. Und die Empörung des Stadtpräsidenten über die Chaoten in Ehren, doch jetzt muss gehandelt werden. Die Lösung kann nur lauten: die 1.-Mai-Feier abschaffen. Viele Kantone kennen den 1. Mai nicht einmal als Feiertag. Warum soll man hier an den Feiern festhalten, wenn sie in Zürich immer nur von Gewalt dominiert sind und in Zerstörung münden? Von den bürgerlichen Parteien sind jetzt entsprechende Schritte gefordert. Doch auch die SP und andere linke Gruppierungen dürfen sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Schliesslich gedeiht die unbewilligte Nachdemonstration mit ihren unschönen Folgen nur im Schatten der Veranstaltungen der Sozialdemokraten, der Gewerkschaften und des 1.-Mai-Komitees. Der offizielle Umzug interessiert schon lange niemanden mehr und ist zum Vorspiel des unseligen Auftritts der Krawallmacher verkommen. Beide braucht es nicht mehr.
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Die 1.-Mai-Feier abschaffen
mbm. Schauplatz Seepromenade, Zürich, Nachmittag am Tag der Arbeit: Zehntausende Menschen geniessen den herrlichen Tag – friedlich. Szenenwechsel: Zur gleichen Zeit zieht eine Hundertschaft von Querköpfen randalierend durch den Kreis 4 und hinterlässt dort eine Spur der Verwüstung und Zerstörung: versprayte Fassaden, demolierte Autos, eingeschlagene Scheiben und zerstörte Verkehrsanlagen und Tramhaltestellen – Schäden in der Höhe von mehreren hunderttausend Franken. Die Teilnehmer an der unbewilligten Nachdemonstration am 1. Mai haben wieder ihre hässlichste Fratze gezeigt und einmal mehr bewiesen, dass sie völlig unbelehrbar und unverbesserlich sind. Es geht den Krawallmachern nur um rohe Gewalt und destruktives Verhalten, aber sicher nicht um politische Inhalte oder Forderungen.
Es ist so gekommen, wie es kommen und wie man es allgemein erwarten musste. Die Ausschreitungen lassen sich nicht verhindern, weder mit Bemühungen im Vorfeld des 1. Mai noch am Tag der Arbeit selber. Ob die Polizei die weiche Tour wählt oder hart durchgreift, spielt keine Rolle, am Resultat ändert sich nichts: In weiten Teilen des Kreises 4 sind am Abend Schäden zu beklagen. Am harten Kern der Querulanten um die alternde Revoluzzerin Andrea Stauffacher perlen vernünftige Argumente für einen friedlichen 1. Mai ab wie Wasser an einem Regenschirm. Und die Mitläufer, darunter etliche mit Migrationshintergrund, wissen wohl nicht einmal, was Gewerkschaften bezwecken, und kennen kaum den Unterschied zwischen der Unia und der Uno. Sie wissen nur, dass sie am 1. Mai nicht arbeiten müssen, sofern sie überhaupt eine Stelle haben, und dass sie sich in Zürich an Krawallen beteiligen können. Die Polizei machte ihr Möglichstes, stand aber gegen die Guerillataktik der Krawallanten vielfach auf verlorenem Posten. Bedenklich ist, dass die Polizisten, die den Tag wohl lieber anders verbracht hätten, von einer Unzahl an Gaffern in der Ausübung ihrer Arbeit behindert wurden.
In dieser Form hat der 1. Mai keine Berechtigung mehr. Bundesräte wagen sich in Zürich nicht mehr ans Rednerpult, weil sie um ihr Leben bangen müssen. Dass die halbherzigen Versuche des 1.-Mai-Komitees, sich von den gewaltbereiten Kreisen zu distanzieren, nichts fruchten, ist bekannt. Nur noch zynisch und reine Sozialromantik ist es, wenn das grösste Problem von Gemeinderat Balthasar Glättli (gp.) darin besteht, dass die Zahl der Sonnenstiche unter den Festteilnehmern möglichst tief gehalten werden kann. Und die Empörung des Stadtpräsidenten über die Chaoten in Ehren, doch jetzt muss gehandelt werden. Die Lösung kann nur lauten: die 1.-Mai-Feier abschaffen. Viele Kantone kennen den 1. Mai nicht einmal als Feiertag. Warum soll man hier an den Feiern festhalten, wenn sie in Zürich immer nur von Gewalt dominiert sind und in Zerstörung münden? Von den bürgerlichen Parteien sind jetzt entsprechende Schritte gefordert. Doch auch die SP und andere linke Gruppierungen dürfen sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Schliesslich gedeiht die unbewilligte Nachdemonstration mit ihren unschönen Folgen nur im Schatten der Veranstaltungen der Sozialdemokraten, der Gewerkschaften und des 1.-Mai-Komitees. Der offizielle Umzug interessiert schon lange niemanden mehr und ist zum Vorspiel des unseligen Auftritts der Krawallmacher verkommen. Beide braucht es nicht mehr.
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