Simioni sieht schwarz...
Verfasst: 14. Mär 2003, 09:15
Die Sorgen des Ehrenpräsidenten: Simioni sieht schwarz
Zwei Spiele, null Punkte. Der FCL ist miserabel gestartet. Doch Ehrenpräsident Romano Simioni macht sich weit über die Resultate hinaus Gedanken. Und Sorgen.
Zum Thema Mannschaft: «Der schlechte Start tut mir weh, überrascht mich aber nicht wirklich. Trainer Hans-Peter Zaugg hatte schon in der Qualifikation ein Team zur Verfügung, mit dem er in die Finalrunde und damit in die neue Zehnerliga hätte kommen müssen. Jetzt hat er wieder neue Spieler erhalten, aber offenbar sind das keine Verstärkungen. Sonst würden doch alle von Beginn weg spielen, oder?»
Zum Thema Tabelle: «Der Trainer sagte nach der 0:1-Niederlage gegen Aarau, dass der FCL am Ende vorne dabei sein werde. Woher er diese Sicherheit nimmt, weiss ich nicht, denn nach zwei Spielen ist der FCL ganz hinten dabei. Ich frage mich, wie gut im Trainigslager in Südafrika gearbeitet worden ist und ob das nicht Durchhalteparolen sind, die Rat- sowie Hilflosigkeit verraten. Und jetzt steht das schwere Auswärtsspiel in Delémont an, danach das Derby gegen Kriens, in dem alles möglich ist. Wenn die Wende bis dann nicht geschafft ist und der FCL mit vier Spielen und einem Punkt da steht, sehe ich schwarz.»
Zum Thema Klubleitung: «Ich war am Dienstag letztmals in Kontakt mit Präsident Peter Pfister, der mir sagte, dass die Klubleitung noch immer viel Energie in die Vergangenheitsbewältigung investieren müsse. Und auch Geld. Offenbar bewegt sich der Klub finanziell am Limit, weil budgetierte Gelder nicht fliessen wie etwa die je 200000 Franken von Stadt und Kanton. Mein Eindruck ist, dass die Klubleitung alles tut, was sie kann. Aber damit geht leider nicht automatisch einher, dass alles gut kommt. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass die Sicherstellung von Liquidität reinste Knochenarbeit ist, und zwar Tag für Tag. Die Erfolglosigkeit der ersten Mannschaft kann diese Arbeit noch erschweren. Denn mit dem Erfolg kommen sofort viele Leute zu den Spielen. Und damit Franken in die FCL-Kasse.»
Zum Thema Allmend: «Auf der Allmend geht gar nichts. Das liegt nicht nur daran, dass die Stadt kein Geld hat und nicht in eine zeitgerechte Infrastruktur investieren kann. Die Allmend ist ein Sammelpunkt verschiedener Interessen. Die Luzerner Messe will mehr Ausstellungsraum und neue Tennisplätze, der Gewerbeverband denkt an ein Haus, das deutlich grösser ist als das viel diskutierte und nicht zustande gekommene Haus des Sports. Aber niemand denkt dabei an den FCL. Und niemand merkts. Alle backen ihre eigenen Brötchen.»
Zum Thema Zukunft: «Ich bin nicht einer, der nur kritisiert und alles und jeden in Frage stellt. Ich will immer auch konstruktiv sein. Ich habe Ideen und denke konkret an eine Crew von Sponsoren und Werbern, die ihr Herz am rechten Fleck haben und einen guten FC Luzern wollen. Aber im Zusammenhang mit dieser Crew muss alles sauber, offen und ehrlich ablaufen. Ein Schritt dazu könnte sein, dass die Donatoren- und Gönnerklubs sich nicht in die Arbeit der Klubleitung einmischen, sondern dieser vertrauen. Es darf nicht sein, dass einer dort austritt, weil ein anderer da dabei ist. Dieses Theater haben alle satt. Es gibt Leute, die dem FCL helfen wollen, aber diese Leute wollen kein Theater. Ich bin einer von diesen, und ich stelle mein Wissen, meine Beziehungen und meine Kraft für die Sache zur Verfügung. Und die Sache ist einzig und allein ein FC Luzern, der Freude macht.»
Zwei Spiele, null Punkte. Der FCL ist miserabel gestartet. Doch Ehrenpräsident Romano Simioni macht sich weit über die Resultate hinaus Gedanken. Und Sorgen.
Zum Thema Mannschaft: «Der schlechte Start tut mir weh, überrascht mich aber nicht wirklich. Trainer Hans-Peter Zaugg hatte schon in der Qualifikation ein Team zur Verfügung, mit dem er in die Finalrunde und damit in die neue Zehnerliga hätte kommen müssen. Jetzt hat er wieder neue Spieler erhalten, aber offenbar sind das keine Verstärkungen. Sonst würden doch alle von Beginn weg spielen, oder?»
Zum Thema Tabelle: «Der Trainer sagte nach der 0:1-Niederlage gegen Aarau, dass der FCL am Ende vorne dabei sein werde. Woher er diese Sicherheit nimmt, weiss ich nicht, denn nach zwei Spielen ist der FCL ganz hinten dabei. Ich frage mich, wie gut im Trainigslager in Südafrika gearbeitet worden ist und ob das nicht Durchhalteparolen sind, die Rat- sowie Hilflosigkeit verraten. Und jetzt steht das schwere Auswärtsspiel in Delémont an, danach das Derby gegen Kriens, in dem alles möglich ist. Wenn die Wende bis dann nicht geschafft ist und der FCL mit vier Spielen und einem Punkt da steht, sehe ich schwarz.»
Zum Thema Klubleitung: «Ich war am Dienstag letztmals in Kontakt mit Präsident Peter Pfister, der mir sagte, dass die Klubleitung noch immer viel Energie in die Vergangenheitsbewältigung investieren müsse. Und auch Geld. Offenbar bewegt sich der Klub finanziell am Limit, weil budgetierte Gelder nicht fliessen wie etwa die je 200000 Franken von Stadt und Kanton. Mein Eindruck ist, dass die Klubleitung alles tut, was sie kann. Aber damit geht leider nicht automatisch einher, dass alles gut kommt. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass die Sicherstellung von Liquidität reinste Knochenarbeit ist, und zwar Tag für Tag. Die Erfolglosigkeit der ersten Mannschaft kann diese Arbeit noch erschweren. Denn mit dem Erfolg kommen sofort viele Leute zu den Spielen. Und damit Franken in die FCL-Kasse.»
Zum Thema Allmend: «Auf der Allmend geht gar nichts. Das liegt nicht nur daran, dass die Stadt kein Geld hat und nicht in eine zeitgerechte Infrastruktur investieren kann. Die Allmend ist ein Sammelpunkt verschiedener Interessen. Die Luzerner Messe will mehr Ausstellungsraum und neue Tennisplätze, der Gewerbeverband denkt an ein Haus, das deutlich grösser ist als das viel diskutierte und nicht zustande gekommene Haus des Sports. Aber niemand denkt dabei an den FCL. Und niemand merkts. Alle backen ihre eigenen Brötchen.»
Zum Thema Zukunft: «Ich bin nicht einer, der nur kritisiert und alles und jeden in Frage stellt. Ich will immer auch konstruktiv sein. Ich habe Ideen und denke konkret an eine Crew von Sponsoren und Werbern, die ihr Herz am rechten Fleck haben und einen guten FC Luzern wollen. Aber im Zusammenhang mit dieser Crew muss alles sauber, offen und ehrlich ablaufen. Ein Schritt dazu könnte sein, dass die Donatoren- und Gönnerklubs sich nicht in die Arbeit der Klubleitung einmischen, sondern dieser vertrauen. Es darf nicht sein, dass einer dort austritt, weil ein anderer da dabei ist. Dieses Theater haben alle satt. Es gibt Leute, die dem FCL helfen wollen, aber diese Leute wollen kein Theater. Ich bin einer von diesen, und ich stelle mein Wissen, meine Beziehungen und meine Kraft für die Sache zur Verfügung. Und die Sache ist einzig und allein ein FC Luzern, der Freude macht.»