Yassin Mikari
Verfasst: 24. Jul 2013, 10:35
YASSIN MIKARI
«Ich will in Luzern Akzente setzen»
Yassin Mikari will mit Luzern zurück zum Erfolg. Für den Verteidiger war die 2:4-Klatsche gegen Aufsteiger Aarau ein Schuss vor den Bug zur richtigen Zeit.
Yassin Mikari wähnte sich im falschen Film. Machtlos sass der ehemalige Sochaux-Verteidiger auf der Ersatzbank und musste zusehen, wie der FC Aarau aus einem 0:1 innert 24 Minuten ein 4:1 machte. Drei Treffer erzielte der Aufsteiger aus einer Standardsituation. «Das habe ich in meiner Karriere noch nie erlebt», sagt Mikari von der Klatsche noch unfassbar.
«Mit einem heissblütigen Trainer wie Carlos Bernegger, muss man anders in die Spiele gehen», sagt Mikari, der den FCL-Trainer schon aus gemeinsamer GC-Zeit (2001-2003 und 2007-2009) kennt. «Aus dieser Niederlage müssen wir lernen, sonst wird die Arbeit eines Jahres für nichts sein.»
Mikari schiebt Sonderschichten
Seit drei Wochen ist der Aussenverteidiger, der die letzten fünf Jahre in Frankreich engagiert war, nun beim FCL. Der Kontakt ist durch Alex Frei zustande gekommen. Nach einem Gespräch mit Bernegger war für den 30-Jährigen klar: «Ich will in Luzern Akzente setzen, mit der Mannschaft etwas reissen.» Eine Rolle spielt auch, dass seine Frau Didem aus Ebikon stammt und sich die kleine Familie seit der Ankunft von Töchterchen Aïcha vor fünf Monaten für eine Rückkehr in die Heimat entschieden hat.
Mikari ist ehrgeizig. Er will erfolgreich spielen. Aber noch hat der 30-Jährige einen Trainingsrückstand aufzuholen. «In Frankreich dauert die Pause viel länger und beim FCL habe ich die Vorbereitung verpasst. So schiebe ich mit Konditionstrainer Christian Schmidt neben dem Mannschaftstraining noch Zusatzschichten», so Mikari, der von der Arbeit des Franzosen sehr angetan ist.
Brasilien im Visier
«Das war ein Riesencoup von Sportchef Alex Frei, Christian Schmidt nach Luzern zu lotsen.» Die Engagements des 42-Jährigen bei den Ligue-1-Klubs Nice (1998-2003 und 2011/12), Rennes (2003-09) und der AS Monaco (2009-2011) in gleicher Funktion sprächen für sich. Parallel dazu war Schmidt zwischen 1998 und 2003 Konditionstrainer der tunesischen Nationalmannschaft. «Ich bin noch nicht zu hundert Prozent fit. Ein bis zwei Wochen rechne ich noch, bis ich im Spielrhythmus bin», so Mikari.
Und viel Einsatzzeit beim FCL braucht er auch, damit er für die tunesische Nationalmannschaft regelmässig aufgeboten wird, dessen Kader der schweizerisch-tunesische Doppelbürger seit Januar 2008 angehört. Mikaris Mutter stammt aus dem Kanton Uri. Der Vater ist Tunesier und in zweiter Ehe mit einer Tunesierin verheiratet.
Treffen mit Natikumpel am Sonntag
In der Nationalmannschaft ist er nicht nur der aktuell älteste Spieler, sondern sehr gut integriert. Nationaltrainer Nabil Maaloul vertraut dem derzeit ältesten Akteur der Landesauswahl. Und auch das Ziel des 18-fachen Nationalspielers ist klar: Brasilien 2014. Nach fünf Runden führt Tunesien die Afrika-Gruppe-B als Leader vor Kap Verde an und hofft, sich nach 2006 wieder für eine WM qualifizieren zu können.
Doch das ist ein Fernziel. Die nahe Zukunft heisst FCL. Obwohl das Pflichtspieldebüt Mikaris (ersetzte in Aarau in der 71. Minute Puljic) definitiv misslungen ist, brennt nicht nur er auf Wiedergutmachung. «Nach dem 2:4 muss jedem klar sein, dass er noch besser werden und sich noch mehr reinhängen muss.»
Am Sonntag kommt der FCZ nach Luzern, von dem man weiss, das er über offensiv starke Einzelspieler verfügt, schnell umschalten und geschickt kontern kann. Aber wir sind uns und unseren Fans eine Reaktion schuldig.» Gegen den FCZ trifft Mikari auch auf einen Natikollegen. «Man kennt Amine Chermiti und ich glaube, er ist schon in guter Form», so der Linksverteidiger. «Aber die Heimspiele müssen wir gewinnen - ohne Wenn und Aber.»
Quelle: 20 Minuten; 24.7.
«Ich will in Luzern Akzente setzen»
Yassin Mikari will mit Luzern zurück zum Erfolg. Für den Verteidiger war die 2:4-Klatsche gegen Aufsteiger Aarau ein Schuss vor den Bug zur richtigen Zeit.
Yassin Mikari wähnte sich im falschen Film. Machtlos sass der ehemalige Sochaux-Verteidiger auf der Ersatzbank und musste zusehen, wie der FC Aarau aus einem 0:1 innert 24 Minuten ein 4:1 machte. Drei Treffer erzielte der Aufsteiger aus einer Standardsituation. «Das habe ich in meiner Karriere noch nie erlebt», sagt Mikari von der Klatsche noch unfassbar.
«Mit einem heissblütigen Trainer wie Carlos Bernegger, muss man anders in die Spiele gehen», sagt Mikari, der den FCL-Trainer schon aus gemeinsamer GC-Zeit (2001-2003 und 2007-2009) kennt. «Aus dieser Niederlage müssen wir lernen, sonst wird die Arbeit eines Jahres für nichts sein.»
Mikari schiebt Sonderschichten
Seit drei Wochen ist der Aussenverteidiger, der die letzten fünf Jahre in Frankreich engagiert war, nun beim FCL. Der Kontakt ist durch Alex Frei zustande gekommen. Nach einem Gespräch mit Bernegger war für den 30-Jährigen klar: «Ich will in Luzern Akzente setzen, mit der Mannschaft etwas reissen.» Eine Rolle spielt auch, dass seine Frau Didem aus Ebikon stammt und sich die kleine Familie seit der Ankunft von Töchterchen Aïcha vor fünf Monaten für eine Rückkehr in die Heimat entschieden hat.
Mikari ist ehrgeizig. Er will erfolgreich spielen. Aber noch hat der 30-Jährige einen Trainingsrückstand aufzuholen. «In Frankreich dauert die Pause viel länger und beim FCL habe ich die Vorbereitung verpasst. So schiebe ich mit Konditionstrainer Christian Schmidt neben dem Mannschaftstraining noch Zusatzschichten», so Mikari, der von der Arbeit des Franzosen sehr angetan ist.
Brasilien im Visier
«Das war ein Riesencoup von Sportchef Alex Frei, Christian Schmidt nach Luzern zu lotsen.» Die Engagements des 42-Jährigen bei den Ligue-1-Klubs Nice (1998-2003 und 2011/12), Rennes (2003-09) und der AS Monaco (2009-2011) in gleicher Funktion sprächen für sich. Parallel dazu war Schmidt zwischen 1998 und 2003 Konditionstrainer der tunesischen Nationalmannschaft. «Ich bin noch nicht zu hundert Prozent fit. Ein bis zwei Wochen rechne ich noch, bis ich im Spielrhythmus bin», so Mikari.
Und viel Einsatzzeit beim FCL braucht er auch, damit er für die tunesische Nationalmannschaft regelmässig aufgeboten wird, dessen Kader der schweizerisch-tunesische Doppelbürger seit Januar 2008 angehört. Mikaris Mutter stammt aus dem Kanton Uri. Der Vater ist Tunesier und in zweiter Ehe mit einer Tunesierin verheiratet.
Treffen mit Natikumpel am Sonntag
In der Nationalmannschaft ist er nicht nur der aktuell älteste Spieler, sondern sehr gut integriert. Nationaltrainer Nabil Maaloul vertraut dem derzeit ältesten Akteur der Landesauswahl. Und auch das Ziel des 18-fachen Nationalspielers ist klar: Brasilien 2014. Nach fünf Runden führt Tunesien die Afrika-Gruppe-B als Leader vor Kap Verde an und hofft, sich nach 2006 wieder für eine WM qualifizieren zu können.
Doch das ist ein Fernziel. Die nahe Zukunft heisst FCL. Obwohl das Pflichtspieldebüt Mikaris (ersetzte in Aarau in der 71. Minute Puljic) definitiv misslungen ist, brennt nicht nur er auf Wiedergutmachung. «Nach dem 2:4 muss jedem klar sein, dass er noch besser werden und sich noch mehr reinhängen muss.»
Am Sonntag kommt der FCZ nach Luzern, von dem man weiss, das er über offensiv starke Einzelspieler verfügt, schnell umschalten und geschickt kontern kann. Aber wir sind uns und unseren Fans eine Reaktion schuldig.» Gegen den FCZ trifft Mikari auch auf einen Natikollegen. «Man kennt Amine Chermiti und ich glaube, er ist schon in guter Form», so der Linksverteidiger. «Aber die Heimspiele müssen wir gewinnen - ohne Wenn und Aber.»
Quelle: 20 Minuten; 24.7.