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Nein zu Playoffs in der NLA!

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Don Pedro
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Nein zu Playoffs in der NLA!

Beitrag von Don Pedro » 9. Mai 2022, 11:52

Es steht ja wieder mal eine Modus-Abstimmung an. Der vorgeschlagene Modus ist aber m.M. so ziemlich für den Müll.
Details mit den Playoffs unter folgendem Link:
https://www.sfl.ch/news/news/artikel/de ... rsammlung/

Ein Zürcher hat sich ein Herz gefasst und eine Petition online geschaltet. "Nötzts nüt, so schadts nüt!" Alle unterschreiben! Jeder Widerstand und jedes Zeichen der Ablehnung gegenüber den Vereinen ist wichtig!

https://www.openpetition.eu/ch/petition ... per-league
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Re: Nein zu Playoffs in der NLA!

Beitrag von Galaxis » 9. Mai 2022, 12:06

Aufstockung ist ja gut, aber das mit den Playoffs! Einfach NEIN!!!!

Ich würde so ne 16er Liga eigentlich noch geil finden, 30 Spiele.
Jedoch wird dann die Challenge League komplett geopfert und ob wirklich 6 Teams konkurrenzfähig wären??

Wenn das mit den Playoffs kommt, Bye Saisonkarte

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Don Pedro
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Re: Nein zu Playoffs in der NLA!

Beitrag von Don Pedro » 10. Mai 2022, 09:02

Kommentar von Zwoelf:
https://www.zwoelf.ch/neuer-modus/
Am 20. Mai müssen die Klubfunktionäre zeigen, ob es ihnen wirklich um den Fussball geht. Oder ob sie ihn für ein Marketingexperiment opfern wollen. Ein Kommentar der ZWÖLF-Redaktion.
Wieder einmal wird über den Modus debattiert, doch diesmal gilt es ernst. Einschneidende Änderungen am Fussball an sich stehen bevor, wenn die 20 Klubvertreter am 20. Mai zu Abstimmung schreiten. Die Lage ist so dringlich, dass wir als Printmagazin uns gezwungen sehen, dazu online einen aktuellen Text zu publizieren. Mehrere Fankurven (leider noch nicht alle) haben ihren Unmut bereits kundgetan. Wenn die Losung «Gegen den modernen Fussball» irgendwann einmal mehr sein soll als eine leere Worthülse, dann ist jetzt der Moment gekommen. Doch das Unbehagen beschränkt sich ohnehin nicht auf die aktiven Fans. Von dem, was wir bis jetzt zu hören bekommen, sagen auch die meisten Junioren, Journalistinnen, Tribünengänger, ZWÖLF-Leserinnen, Trainer und Profis: Bitte nicht.

Die ZWÖLF-Redaktion lebt den Austausch und die Vielfalt der Meinungen – auch in der Modus-Frage haben wir nicht den einen, perfekten Vorschlag, hinter den wir uns unisono stellen würden.

Einig sind wir uns aber in Folgendem:

Keine Play-offs
Das alles entscheidende Argument wurde schon x-fach ausgeführt: Der Sinn einer Meisterschaft ist es, jenes Team mit einem Titel zu belohnen, das über die Dauer einer Saison am erfolgreichsten ist. Dabei zählt jedes Spiel gegen jeden Gegner und zu jeder Jahreszeit gleich viel. Dies im Gegensatz zum Cup.

Anders als etwa im Eishockey, das gerne als Erfolgsmodell für Play-offs ins Feld geführt wird, wiegen einzelne Aktionen im Fussball teilweise zentnerschwer. Eine frühe, höchst umstrittene Rote Karte oder die Verletzung eines Schlüsselspielers können eine Partie entscheiden, in einem Play-off allerdings gleich die ganze Meisterschaft. Das kann nicht der Sinn einer Liga sein.

Die Befürworter der Play-offs argumentieren mit der «Generation Z», für die «Sport-Events attraktiver» werden müssen. Der Schweizer Klubfussball müsse mehr «unterhalten».

Das ist Marketingsprech und entlarvt die Funktionäre. Wer solche Überlegungen in den Vordergrund stellt, dem geht es nicht um das Wohl des Fussballs, sondern sieht sich als Vertreter der Unterhaltungsindustrie und könnte geradesogut ein Golfturnier oder ein Reality-TV-Format verantworten.

Die Klubs leben von der emotionalen Bindung ihrer Fans, und diese besteht gerade darin, dass über ein Jahr hinweg ein Grundrauschen erzeugt werden kann.

Aber nicht nur stilistisch, sondern auch inhaltlich sind solche Aussagen in Zweifel zu ziehen. Schweizer Fussball ist für die meisten Leute Leidenschaft, nicht Unterhaltung. Um sich zu unterhalten, gibt es heute eine Million bessere Möglichkeiten. Die Klubs leben von der emotionalen Bindung ihrer Fans, und diese besteht gerade darin, dass über ein Jahr hinweg ein Grundrauschen erzeugt werden kann. Wenn nun aber ein paar Spiele zum Saisonende effekthascherisch zu Events hochstilisiert werden, dann kommen in Runde 7 gegen Lugano und Runde 16 gegen Schaffhausen umso weniger Leute. Wer mit Play-offs einzelnen Partien enorme Bedeutung beimisst, stuft gleichzeitig viele andere deutlich herunter. Warum soll man sich die überhaupt noch anschauen?

Hinzu kommt: Die fehlende Eventisierung scheint den Schweizer Fans ganz zu behagen. In der laufenden, noch immer von Corona tangierten Super-League-Saison wird voraussichtlich der beste Zuschauerschnitt seit zehn Jahren erreicht werden.

Solche Argumente (wie auch jene bezüglich der Sicherheit oder der Kaderplanung) wiegen schwer gegen Play-offs. Trotzdem müssen sie nebensächlich bleiben. In erster Linie sind wir nämlich der Meinung, dass der sportliche Wettbewerb die eigentliche Essenz des Fussballs darstellt und nicht anderen Überlegungen geopfert werden darf.

Keine Entwertung der Challenge League
Eine Aufstockung der Super League scheint uns realistisch, aber bitte mit Bedacht! 14, 16 oder gar 18 Teams, wie es manche auch schon erwägten, sind unserer Meinung nach zu viel. Die Aufstockung darf nicht dazu führen, dass die Challenge League keine kompetitiven Klubs mehr findet und somit gänzlich in den Amateur-Status abrutscht. Dies würde einerseits den Traditionsvereinen in der zweithöchsten Liga und ihren Talenten schaden. Und andererseits würde die Kluft zwischen Super und Challenge League in Sachen Zuschauerzahlen und Finanzen dermassen viel grösser, dass ein Abstieg für Luzern und Co. tatsächlich existenzbedrohlich würde. Die logische Konsequenz daraus wäre die Forderung nach einer geschlossenen Super League im US-Format oder die Unterwanderung der zweiten Liga durch U21-Teams der Grossen. Beides wollen wir nicht.

Nur 22 Teams haben für die kommende Saison im ersten Anlauf die Lizenz für Profifussball erhalten, dies zeigt die natürlichen Grenzen einer Expansion und gleichzeitig eine Entwicklung, die man gut im Auge behalten sollte. Eine Super League mit 12 Teams, wie sie aktuell zur Debatte steht, würde eine deutliche Entwertung der Challenge League gerade noch so verhindern. Die Abwechslung, die durch zwei zusätzliche Klubs entstehen würde, wäre sowohl den Spielern als auch den Zuschauern sehr willkommen. Argumente wie zusätzliche Einsatzminuten für U-Akteure auf höchstem Niveau oder Planungssicherheit für die Vereine scheinen uns valabel, sollten aber wiederum nicht ausschlaggebend sein.

Welche Modus-Varianten erachten wir nun angesichts dieser Gedanken und der Ausgangslage vom 20. Mai für angemessen?

Es bleiben aus unserer Sicht noch vier Optionen:

a) 12er-Liga, 2 x 11 Runden plus eine Final- und eine Abstiegsrunde mit Hin- und Rückspielen
Diese Variante ist uns nicht sonderlich sympathisch. Gerade die Abstiegsrunde wäre ein Publikumskiller. Weil es monatelang nur noch um die Verhinderung des Abstiegs geht und die attraktivsten Gegner ausbleiben. Der FC St. Gallen etwa hätte statt einer phänomenalen Rückrunde wie in dieser Saison nach diesem Modus nur noch gegen Sion, Luzern, Lausanne, Vaduz und Aarau gespielt. Mit der Aussicht auf ein Europacup-Playoff, wie vom Liga-Komitee vorgeschlagen, liesse sich dieses Problem etwas abfedern, aber wirklich in genügendem Masse? Und auch hier gilt primär: Dass sich ein Teilnehmer einer Abstiegsrunde noch für Europa qualifizieren kann, scheint uns hochgradig unfair. Denn aus irgendeinem Grund hat es zuvor ja einen tabellarischen Cut gegeben.

b) 12er-Liga, 3 x 11 Runden
Diese Variante kam bis 2016 in der dänischen Superliga zum Einsatz, bevor diese auf 14 Teams aufgestockt wurde. Der Modus überzeugt mit seiner Schlichtheit und entspricht am ehesten dem echten Meisterschaftscharakter in einer 12er-Liga. Das Problem: Sportlich ist er nicht fair, weil zum Beispiel Basel zwei Mal zu Hause gegen YB antreten dürfte und nur einmal auswärts ranmüsste (oder umgekehrt). Dazu kämen wieder wirtschaftliche Sorgen: Die Klubs hätten bei 33 Runden ein oder zwei Heimspiele weniger, das Fernsehen würde dadurch ebenfalls weniger bezahlen.

c) 12er-Liga, 3 x 11 Runden plus eine Final- und eine Abstiegsrunde, aber ohne Rückspiele
Es ist der Modus, der seit 2012 in Schottland praktiziert wird, und aus unserer Sicht die beste Lösung für eine 12er-Liga. Die Final- und Abstiegsrunde werden auf ein Minimum reduziert. Sie bestehen aus bloss fünf Runden. Diese werden dann auch zum Anlass genommen, die ungleiche Anzahl Heim-/Auswärtsspiele aus den ersten 33 Runden möglichst wieder auszugleichen. Nach dieser Mini-Final- bzw. Abstiegsrunde ist die Saison zu Ende. Der Erste ist Meister, die Teams dahinter spielen europäisch. Der Letzte der Abstiegsrunde muss runter, der Zweitletzte geht in die Barrage. Schottland hat also einen Modus für eine 12er-Liga gefunden, der möglichst lange einer normalen Meisterschaft gleicht, ohne Zufall auskommt und verhindert, dass einige Klubs während der Rückrunde nur gegen den Abstieg spielen. Die 38 Spiele pro Team verleihen zudem auch keinen Grund für wirtschaftliches Wehklagen.

d) 10er-Liga, Status quo
Die Puristen in unserer Redaktion ziehen generell eine Liga vor, wo jeder gegen jeden gleich viel spielt. So etwas ist mit zwölf Teams nicht möglich, da dafür 44 Runden nötig wären. Die aktuellen Saisons der Super und Challenge League, die in Sachen Attraktivität nicht leicht zu toppen sind, zeigen zudem, dass eine Veränderung alles andere als zwingend ist.

In unserer Redaktion stehen die Varianten c) und d) am höchsten im Kurs: eine 12er-Liga mit möglichst kurzen Entscheidungsrunden oder das bestehende 10er-Format. Das mag wenig «visionär» anmuten, aber trägt dem Wohl des sportlichen Wettbewerbs – und ein solcher ist der Fussball in erster Linie immer noch – am besten Rechnung.

Selbstverständlich verschliessen wir uns nicht vor wirtschaftlichen Argumenten, mit denen wir uns ja auch regelmässig befassen. Wir haben Verständnis für die Klubs und ihre Präsidenten, die oft mit finanziellen Widrigkeiten kämpfen müssen und dies mit Leidenschaft tun. Doch rein marketinggetriebene Überlegungen dürfen nicht über die Zukunft des Schweizer Fussballs entscheiden – erst recht nicht, wenn sie auch aus wirtschaftlicher Sicht ein Experiment darstellen.

Wir erwarten von den 20 Klubvertretern, dass sie bei ihrem Votum am 20. Mai den Geist des Spiels ins Zentrum stellen. Wir können unsere Enttäuschung nicht verhehlen, falls sie dies nicht tun.
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Re: Nein zu Playoffs in der NLA!

Beitrag von cuervo » 10. Mai 2022, 09:09

Zum Kommentar von ZWÖLF: Nichts Revolutionäres, jedoch ein sehr wichtiges Statement. Top! Im Widerstand gegen die Playoffs muss der Druck von allen Seiten erzeugt werden. Dass ZWÖLF die bei einigen Fans beliebte Idee einer 16er-Liga im Ansatz kritisch betrachtet, finde ich nebenbei auch noch gut. :wink: Aber back to topic.

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Re: Nein zu Playoffs in der NLA!

Beitrag von Master » 10. Mai 2022, 17:49

Wenn die halbe Liga Konkurs gehen würde, weil sie ein, zwei Heimspiele weniger hätten, könnte man auch noch eine Ausgleichszahlung ins Spiel bringen.
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mer wend Euch gwönne gseh!

Master (am Do 20. Okt 2005 22:24 ) hat geschrieben:ich sage immer das gleiche.. dass er dem verein helfen wird, davon bin ich überzeugt!
dass er der fanszene schaden wird, davon bin ich genau so überzeugt! aber ich hoffe wir werden das überstehen!
Master hat geschrieben:
4. Mär 2021, 10:55
Danke sonnenkönnig*
*meine Prophezeiung in der Signatur ist kolossal falsch.. Die Fanszene hat sich geeint und geformt durch ihn, um den Verein steht es schlechter als erwartet..

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Re: Nein zu Playoffs in der NLA!

Beitrag von biancoblu » 12. Mai 2022, 12:20

Biancoblu ist für Playoffs im Eishockey!!!

im Fussball ist das Quatsch (wie schon tausendfach bestätigt)

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Re: Nein zu Playoffs in der NLA!

Beitrag von Aufwindfahne » 12. Mai 2022, 14:34

Kommentare von Seiten Union Saint-Gilloise herzlich willkommen.
Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst was dafür zu tun,
ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten

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Re: Nein zu Playoffs in der NLA!

Beitrag von LU-57 » 13. Mai 2022, 07:57

Pfadizeitung hat geschrieben:«Wir können dem Playoff-Modus nichts abgewinnen»: FCL-Präsident im Gastbeitrag

Die Super League soll bald schon eine Modusänderung erhalten. FCL-Präsident Stefan Wolf erläutert in seinem Gastbeitrag, wie sich sein Verein bei der Abstimmung entscheiden wird.

https://www.luzernerzeitung.ch/sport/fc ... ld.2289504
STADION ALLMEND 1934 - 2009
cumk :: ultras mongos :: choooom

«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
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Re: Nein zu Playoffs in der NLA!

Beitrag von LU-57 » 16. Mai 2022, 20:00

https://www.luzernerzeitung.ch/sport/fc ... ld.2290022

https://www.srf.ch/play/tv/sportpanoram ... Ratio=16_9

noch dreieinhalb tage um diesen schwachsinn zu bodigen. den top6/flop6-blödsinn gleich mit!

greez
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«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
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Re: Nein zu Playoffs in der NLA!

Beitrag von LU-57 » 19. Mai 2022, 19:51

ganze unterhaltung lesen:

STADION ALLMEND 1934 - 2009
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«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
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Re: Nein zu Playoffs in der NLA!

Beitrag von Beo » 20. Mai 2022, 00:48

LU-57 hat geschrieben:
19. Mai 2022, 19:51
ganze unterhaltung lesen:

Ja, wenn alle diesen Schrott boykottieren, würden sie wohl einen Rückzieher in Betracht ziehen. Das müsste dann aber bereits auf 2022/23 durchgezogen werden.
Nicola Sturgeon, Premierministerin von Schottland, 19.06.2019 hat geschrieben:
"I still don’t fully understand how it works, but I understand enough to know that I hate VAR!"

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Re: Nein zu Playoffs in der NLA!

Beitrag von g.love » 20. Mai 2022, 13:02

Evtl. besteht ja Hoffnung, dass dies doch nicht kommt (Auszug aus der offiziellen SFL-Mitteilung):
Weitere Zustimmung erforderlich
Aufgrund der angestrebten Erhöhung der CSSL auf 12 Klubs, womit zukünftig 22 Klubs in der SFL vertreten wären, muss nach Annahme innerhalb der SFL auch vom Verbandsrat des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) die Zustimmung eingeholt werden.

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Re: Nein zu Playoffs in der NLA!

Beitrag von maré » 20. Mai 2022, 13:30

Bin ziemlich sprachlos...

...Super League und Blick: Verpissed euch id USA!


https://www.youtube.com/watch?v=bc1B_rDNGQc

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Re: Nein zu Playoffs in der NLA!

Beitrag von steve » 20. Mai 2022, 13:59

Verstehe ich das richtig? Eines der Hauptargumente war ja uA auch, dass es nicht weniger Spiele geben darf wegen der entgehenden Einnahmen. Soweit so gut.
Wenn man nun 1. oder 2. wird, dann ergibt das 22 + 10 + max 3 Spiele = 34 oder 35 Spiele
Wenn man nun 3.-6. oder 7.-10. wird, dann hat man 22 + 10 + 2/4/5 Spiele (2 "Viertelfinal", 2 "Halbfinal", 1 "Final") ergibt also entweder 34, 36 oder 37 Spiele.
Der 11. Spielt 2 Barragespiele, ergibt 22+10+2 Spiele = 34 Spiele
Der 12. als direkter Absteiger kommt noch auf genau 22+10 Spiele = 32
Ergo: Von den neu 12 NLA-Teams haben genau 2 Teams 1 Spiel mehr als bisher und 2 weitere gleich viele. Die anderen 8 kommen auf weniger... :scratch:
Oder habe ich hier den Modus falsch verstanden oder einen Überlegungsfehler gemacht?
Und muss der Cupsieger (und dessen vermeintlicher Gegner) auch noch berücksichtigt werden?

Zusatzfrage: Wenn die beiden "Rückrunden" gespielt sind, ist man dann als bester der 2. Hälfte einfach 7. und spielt gegen den schlechstesten der 1. Hälfte, obwohl man vermutlich mehr Punkte auf dem Konto hat? Oder wird dann nochmals sauber nach Punkten sortiert? Dann wäre 7. zu werden ja grundsätzlich attraktiver als 5. oder 6., weil man dann 10 Spiele gegen schwächere Gegner austragen darf..
Würde das allenfalls jemand kurz erläutern?

Ach ja fast vergessen: Was für ein versch*** Kackmodus. SFL Paradebeispiel für "wie scheisst man richtig (drein)"
"Wer sich vor nichts Grossem fürchtet, der hat vor jeder Kleinigkeit Schiss. Gerade der postmoderne Relativismus führt dazu, dass wir nichts mehr relativieren können. So werden wir bei jeder minimalen Gelegenheit zu reaktionären Mimosen, die sofort nach Repressionsmassnahmen rufen und sich auch beträchtliche Zumutungen - wie zum Beispiel Leibesvisitationen, Nacktscannen, Rauchverbote, Bologna-Reformen oder massive Umverteilungen gesellschaftlichen Reichtums - gerne gefallen lassen."
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Re: Nein zu Playoffs in der NLA!

Beitrag von cuervo » 20. Mai 2022, 14:19

steve hat geschrieben:
20. Mai 2022, 13:59
Verstehe ich das richtig? Eines der Hauptargumente war ja uA auch, dass es nicht weniger Spiele geben darf. Soweit so gut.
Wenn man nun 1. oder 2. wird, dann ergibt das 22 + 10 + max 3 Spiele = 35 Spiele
Wenn man nun 3.-6. oder 7.-10. wird, dann hat man 22 + 10 + 2/4/5 Spiele (2 "Viertelfinal", 2 "Halbfinal", 1 "Final") ergibt also entweder 34, 36 oder 37 Spiele.
Der 11. Spielt 2 Barragespiele, ergibt 22+10+2 Spiele = 34 Spiele
Der 12. als direkter Absteiger kommt noch auf genau 22+10 Spiele = 32
Ergo: Von den neu 12 NLA-Teams haben genau 2 Teams 1 Spiel mehr als bisher und 2 weitere gleich viele. Die anderen 8 kommen auf weniger... :scratch:
Oder habe ich hier den Modus falsch verstanden oder einen Überlegungsfehler gemacht?
Und muss der Cupsieger (und dessen vermeintlicher Gegner) auch noch berücksichtigt werden?

Zusatzfrage: Wenn die beiden "Rückrunden" gespielt sind, ist man dann als bester der 2. Hälfte einfach 7. und spielt gegen den schlechstesten der 1. Hälfte, obwohl man vermutlich mehr Punkte auf dem Konto hat? Oder wird dann nochmals sauber nach Punkten sortiert? Dann wäre 7. zu werden ja grundsätzlich attraktiver als 5. oder 6., weil man dann 10 Spiele gegen schwächere Gegner austragen darf..
Würde das allenfalls jemand kurz erläutern?

Ach ja fast vergessen: Was für ein versch*** Kackmodus. SFL Paradebeispiel für "wie scheisst man richtig (drein)"
Ja es wird bei den meisten Clubs weniger Spiele geben, aber halt einige Super-Einschaltquoten-Spiele. Die SFL hat den Clubs meiner Einschätzung nach die Playoffs mit dem möglicherweise lukrativeren TV-Vertrag schmackhaft gemacht. Fussball - für wen? Die Orientierung hin zu den Fernseh-Zuschauenden und nicht zu den im Stadion präsenten Fans finde ich sehr gefährlich für den Schweizer Profifussball. Denn: In der NLA nehmen die Vereine 31% durch Tickets ein, das ist prozentual hinter Schottland in den Top20-Ligen europäischer Höchstwert. Die TV-Einnahmen in der NLA sind momentan vergleichsweise sehr tief. Ich bin gespannt, ob die Einführung der Playoffs wirklich mehr Geld für die Clubs aus TV-Geldern abwirft oder ob schlussendlich den Vereinen Einnahmen aus den Ticketverkäufen fehlen werden und summa summarum weniger Einnahmen generiert werden konnten... Ich habe da nur schon rein finanziell grosse Zweifel.

Zu deiner Zusatzfrage: Ja, als Bester der unteren Tabellenhälfte (7.Platz) spielt man trotz sogar wahrscheinlich höherer Punktzahl gegen den letzten der oberen Tabellenhälfte (6.Platz).
Zuletzt geändert von cuervo am 20. Mai 2022, 14:24, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Nein zu Playoffs in der NLA!

Beitrag von Gabor_Gerstenmaier » 20. Mai 2022, 14:22

Nicht zu vergessen, wenn der Cupsieger auf den Rängen 3-10 rangiert ist, spielt derjenige Club gar keine Playoffs. Das heisst keine Spiele in den Playoffs für den Cupsieger und auch für den Gegner in Runde eins (Viertelfinale) nicht. Absoluter voll Schrott!
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„Manche Leute halten Fußball für eine Sache von Leben und Tod. Ich bin von dieser Einstellung sehr enttäuscht.
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Re: Nein zu Playoffs in der NLA!

Beitrag von steve » 20. Mai 2022, 14:27

Gabor_Gerstenmaier hat geschrieben:
20. Mai 2022, 14:22
Nicht zu vergessen, wenn der Cupsieger auf den Rängen 3-10 rangiert ist, spielt derjenige Club gar keine Playoffs. Das heisst keine Spiele in den Playoffs für den Cupsieger und auch für den Gegner in Runde eins (Viertelfinale) nicht. Absoluter voll Schrott!
Dann fallen also für den Cupsieger weitere mögliche 5 Spiele weg und der Gegner profitiert ganz "fair" vom direkten "Halbfinaleinzug", hat aber wiederum auch 2 Spiele bzw. 1 Heimspiel weniger. :cyclopsani:
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Re: Nein zu Playoffs in der NLA!

Beitrag von Gabor_Gerstenmaier » 20. Mai 2022, 14:32

Genau. Schlau kombiniert! :prayer: :applaus: :clapclap:
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Re: Nein zu Playoffs in der NLA!

Beitrag von bjaz » 20. Mai 2022, 14:32

Verstehe zwar die Aufregung aber lässt mich dann auch irgendwie bitzli kalt. Kann aber die Argumente für diesen Modus auch nicht wirklich nachvollziehen, bzw. kann nicht wirklich verstehen, dass bei einer sorgfältigen Betrachtung die Nachteile nicht überwiegen sollen. Aber jo, die haben ja auch einen Studhalter an die Spitze gewählt, den VAR eingeführt und somit schon längst offenbart, dass ihnen der finanzielle Wert des Fussballs weitaus wichtiger ist als der emotionale. Für mich grundsätzlich eine weitere Entwertung und die Hoffnung bleibt, dass sie damit irgendwann mal auf die Schnauze fallen.

Danke an den FCL für die Stellungsnahme im Vorfeld der Abstimmung! :picobello:
Wenigstens einmal, dass man sich als Fan des eigenen Vereins nicht fremdschämen muss.

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Re: Nein zu Playoffs in der NLA!

Beitrag von steve » 20. Mai 2022, 14:38

Gabor_Gerstenmaier hat geschrieben:
20. Mai 2022, 14:32
Genau. Schlau kombiniert! :prayer: :applaus: :clapclap:
Und das an einem Freitag und Folgetag eines FCL-Spiels :eye: Danke Gersti 8)
"Wer sich vor nichts Grossem fürchtet, der hat vor jeder Kleinigkeit Schiss. Gerade der postmoderne Relativismus führt dazu, dass wir nichts mehr relativieren können. So werden wir bei jeder minimalen Gelegenheit zu reaktionären Mimosen, die sofort nach Repressionsmassnahmen rufen und sich auch beträchtliche Zumutungen - wie zum Beispiel Leibesvisitationen, Nacktscannen, Rauchverbote, Bologna-Reformen oder massive Umverteilungen gesellschaftlichen Reichtums - gerne gefallen lassen."
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