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ZÄME MEH ALS 52%!

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LU-57
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Re: ZÄME MEH ALS 52%!

Beitrag von LU-57 » 31. Dez 2022, 00:35

2022 :arrow: geilstes fcl-kalenderjahr ever :love4: :love4: :love4:

merci für all die emotionen. wahnsinn! :sabber:

und 2023 fallen 4%-börni und der ehrenlospräsident. 8)

ALPSTÄG & STIERLI RAUS!

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«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
Allmend war.

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Re: ZÄME MEH ALS 52%!

Beitrag von the_wolf » 2. Jan 2023, 20:48

https://www.youtube.com/watch?v=ruhPYVWI8aE

Find dä Cheib us Züüüüri hätti mal en Uftritt i de Zone verdient.

Für mich der ZMA 52 Song zur Zeit und die Kids zu Hause singen mit! :smurf: :smurfin: :supz:

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Schalker jung
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Re: ZÄME MEH ALS 52%!

Beitrag von Schalker jung » 9. Jan 2023, 22:43

Heute in der NLZ von Jérôme Martinu und Cyril Aregger.
Interview von Bernhard Alpstaeg
Es war ein Fehler» – jetzt redet Bernhard Alpstaeg

Im Machtkampf beim FC Luzern meldet sich nun endlich Bernhard Alpstaeg zu Wort. Für ihn gibt es nur eine Lösung, wenn er seine Mehrheit am Klub zurückerhält.

Interview: Jérôme Martinu und Cyril Aregger 09.01.2023, 21.11 Uhr


Bernhard Alpstaeg und Sacha Wigdorovits (im Vordergrund) im Gespräch mit unserer Zeitung.


Als erstes will sich FCL-Mitbesitzer Bernhard Alpstaeg erklären. Ein Papier liegt vor ihm auf dem Tisch, darauf stehen die wichtigsten Aussagen Punkt für Punkt. Mit am Tisch im Luzerner Hotel Schweizerhof sitzt Sascha Wigdorovits, seit Dezember der neue Kommunikationsberater des 77-jährigen Swisspor-Patrons, schweizweit bekannt als erfahrener Krisenkommunikator. Subito wird klar, dass der Wind in Sachen Auskünften gedreht hat: Man wolle nun sukzessive in der Öffentlichkeit klarstellen, wie sich die Situation aus der Sicht des Aktionärs zeige.

Der strategisch-kommunikative Fokus liegt klar auf den Finanzen und den Ereignissen vom 21. Dezember: An der Aktionärsversammlung wurde Bernhard Alpstaeg mit der Streichung seines 25-prozentigen Anteils von Walter Stierli aus dem FCL-Aktienbuch sowie mit der Einreichung einer Strafanzeige konfrontiert. Gegen 80 neue Kleinaktionäre waren vor Ort im «Schützenhaus» und stellten sich gegen Alpstaeg. Dieser für den vormaligen Mehrheitsaktionär mit seinem 52-Prozent-Anteil überraschende Coup stellte ihn komplett bloss. Die Ereignisse und Aussagen von Bernhard Alpstaeg bis dorthin werden von diesem und Sascha Wigdorovits bei den wiederholten Nachfragen marginalisiert. Sein Sprecher ist es auch, der über weite Strecken Auskunft gibt.

Sie wollen sich erklären.

Bernhard Alpstaeg: Ein schöner Tag ist es dann, wenn der FCL zwei, drei Tore geschossen hat und ich das bei einer Zigarre auf der Terrasse geniessen kann. Das Interview im «Blick» würde ich nicht mehr so machen, das war ein Fehler. Ziel ist es, dass es dem FCL gut geht. Ich will nicht einen Haufen Geld verdienen mit dem Klub, aber auch nicht verlieren.

War der 21.Dezember, die FCL-Generalversammlung, der schlimmste Tag Ihres Lebens?

Ich kam mir vor wie beim jüngsten Gericht, war danach niedergeschlagen. Aber nur kurz. Denn mit dieser Inszenierung an der Generalversammlung hat der Verwaltungsrat die rote Linie überschritten. Das heisst für mich: «Jetzt erst recht!»

Sie haben nicht mit so einer Aktion gerechnet?

Nein, überhaupt nicht. Am Morgen des 21. hat mich Präsident Stefan Wolf per Mail eingeladen, vor der GV noch einige Punkte der Traktandenliste zu besprechen. An dieser Sitzung um 17.30 Uhr wurde mir dann eröffnet, dass mein 25-Prozent-Aktienpaket aus dem Aktienbuch gestrichen werde und dass der Verwaltungsrat eine Strafanzeige gegen mich einreichen werde. Deshalb habe ich Walter Stierli geholt, den vorherigen Besitzer des Aktienpakets. Aber ihm, dem Ehrenpräsidenten, wurde dann ja der Zutritt zur GV verweigert.

Streitpunkt ist das Aktienpaket. Der FCL-Verwaltungsrat ist der Meinung, diese 25 Prozent sei unrechtmässig in Ihrem Besitz gewesen, Sie sagen, alles sei rechtens.

Das ist es auch! Die Aktionäre haben das mehrmals bestätigt. Erstmals 2019. Auch ein unabhängiger Gutachter hat das bestätigt. Und im Jahresbericht 2021 steht explizit, dass der Aktionärsstreit beigelegt sei.

Diese Bestätigungen seien nur unter Druck zustande gekommen.

Das ist doch Unsinn. Für solche Behauptungen möchte ich Beweise sehen.

Sie hätten unter anderem gedroht, dem FCL den Geldhahn zuzudrehen kurz vor der Lizenzvergabe. In Korrespondenzen haben sie wiederholt mit Geldstopp gedroht.

Das sind doch keine Drohungen! In der Geschäftswelt ist das gang und gäbe: «Hilfst Du mir, helfe ich Dir.» Das wird mir auch nicht zum Vorwurf gemacht. Mir wird fälschlicherweise vorgeworfen, ich hätte die anderen Aktionäre persönlich bedroht. Aber solche Drohungen gab es nie – genauso wenig wie den Einsatz eines Privatdetektivs.

Der Anwalt der FCL Holding hat 2019 also öffentlich gelogen? Wieso sollte er das getan haben?

Das müssen sie ihn fragen. Ich würde nicht sagen gelogen. Aber was er behauptete, stimmte nicht.

Sie sehen der Anzeige also gelassen entgegen?

Ja. Ich frage mich, was mir da konkret vorgeworfen werden soll – und ob die Anzeige tatsächlich eingereicht wurde. Denn bislang habe ich diesbezüglich noch nichts gehört.

Wo sehen Sie Ihren Anteil an der verfahrenen Situation? Diese eskalierte nach Ihrem «Blick»-Interview Anfang Oktober, in dem Sie die Führung, vor allem Präsident Stefan Wolf und Sportchef Remo Meyer, hart attackierten.

Das war ein Fehler, die Angriffe auf einzelne Personen waren falsch. Ich rede halt wie ein Bauer. Das hätte nie so gedruckt werden sollen. Die weitere Eskalation ist aber ganz dem Verwaltungsrat zuzuschreiben wegen dem 21. Dezember.

Haben Sie sich nach diesem Interview bei Meyer und Wolf gemeldet?

Nein. Und ich habe auch sonst geschwiegen, weil die Situation nicht eskalieren sollte.

Mit Ihrem Schweigen haben Sie die Unruhe aber noch befördert.

Das sehe ich anders. Der Verwaltungsrat hat nur auf einen Grund gewartet, um es eskalieren zu lassen. Eben an der GV. Was er an der GV dann veranstaltet hat, das war inakzeptabel. Und kein Fehler, den ich begangen haben soll, rechtfertigt dies.

Ein Konfliktpunkt war schon vor «Blick» die von ihnen gegründete Beratungsfirma.

Ich wollte damit doch kein Geld verdienen. Im Gegenteil. Ich wollte damit junge Spieler und deren Familie unterstützen. So, wie ich das bei unserem Nationalspieler Ardon Jashari auf privater Ebene getan habe. Ich gebe aber zu, der Firmenzweck ist falsch formuliert.

Aber sie hätten wissen müssen, dass die Spielerberatung eines Klubbesitzers im Widerspruch steht zum Reglement der Liga.

Die Diskussion ist sowieso hinfällig: Die Firma war nie aktiv und wird es auch nicht werden.

Sprechen wir über den FCL. Es droht ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen Ihnen und dem FCL-Verwaltungsrat. Übersteht das der Klub?

Nein. Ein solcher Rechtsstreit bedroht die Existenz des FCL. Aber der Klub ist auch so schon ein Sanierungsfall und in seiner Existenz unmittelbar bedroht.

Sanierungsfall? Wie kommen Sie zur Einschätzung?

Für das Lizenzgesuch braucht es bis Anfang März die Zusage über 5 Millionen Franken. Für die kommenden zwei Saisons wird mit einem Defizit von 32,8 Millionen Franken gerechnet!

Zur Einbettung: Bernhard Alpstaeg nimmt damit Bezug auf ein Schreiben zur FCL-Finanzlage, datiert vom 24. November 2022 (liegt der Redaktion vor), das von einer Anwaltskanzlei im Auftrag der FCL Holding AG an den Mehrheitsaktionär geschickt wurde. Darin ist die Rede davon, dass bis zur Saison 2024/25 dem FCL kumuliert 32,8 Millionen Franken fehlen werden. Fünf bis acht Millionen sollen auf das Konto von Bernhard Alpstaeg gehen. Der amtierende VR stellt sich auf den Punkt, man habe damit aufzeigen und prognostizieren wollen, was passiert, wenn es zu einem «FC Alpstaeg» käme. Für Alpstaeg wiederum – «Andere Zahlen liegen mir nicht vor!» – ist es Ausdruck davon, dass der VR Misswirtschaft betreibt, der FCL finanziell angeschlagen sei.

Sehen Sie eine mögliche Lösung?

Ich bin weiter bereit, mich finanziell zu engagieren. Aber dafür muss ich erst wieder im Besitz meines gesamten Aktienpakets von 52 Prozent sein.

Ist das ein Angebot an den Vorstand?

Ja. Er soll die Streichung meiner 25 Prozent rückgängig machen und die Anzeige zurückziehen. Im Gegenzug werde ich auch keine rechtlichen Schritte einleiten. Dann können wir den FCL fit machen für die Zukunft.

Die FCL-Mehrheit zu besitzen ist für Sie wichtig. War das schon Ihr Plan zusammen mit Walter Stierli?

Ja, das war so abgemacht.

Und wenn sie Ihre 25 Prozent nicht bald zurückerhalten?

Dann gibt es von mir auch keine Unterstützung. Die aktuelle Führung soll dann die Löcher stopfen. Aber ich zweifle, dass ihr das gelingt.

Nehmen wir an, der Verwaltungsrat geht auf Ihren Vorschlag ein. Wie geht es dann weiter?

Es braucht eine saubere Auslegeordnung. Finanziell, organisatorisch, sportlich, personell. Dann müssen wir ein entsprechendes Geschäftsmodell anschauen und einen passenden Businessplan entwickeln. Mit allem, was dazu gehört, also auch den richtigen Strukturen und den richtigen Leuten Eventuell auch mit zusätzlichen Geldgebern. Ich habe einen Plan, wie man dazu vorgehen muss.

Schweben Ihnen personelle Änderungen vor? Was ist mit Sportchef Remo Meyer?

Im Moment geht es darum, Mittel und Wege zu suchen, um das Finanzloch von 32.8 Millionen zu stopfen.

Das heisst, Sie würden mit dem aktuellen Team weiter machen?

Wie gesagt: Erst die Auslegeordnung und dann einen guten Plan, um den FCL zu stabilisieren. Dann muss man intern und extern schauen, wer geeignet ist, diesen umzusetzen. Auch im jetzigen Verwaltungsrat hat es Mitglieder, mit denen ich mir trotz allem, was vorgefallen ist, eine weitere Zusammenarbeit vorstellen könnte.

Wo wollen Sie den FCL sportlich sehen, falls Sie wieder die Macht besitzen?

Der FCL gehört zwischen die Ränge 4 bis 6. Und er soll weiter Innerschweizerisch geprägt sein.

Im Herbst sprachen Sie noch von einem Spitzenteam, mit internationalen Ambitionen.

Das ist wohl unrealistisch.

Die Fans stehen nicht auf Ihrer Seite. Wie überzeugen Sie sie von Ihren Plänen?

Ich werde mit ihnen das Gespräch suchen, sie sind Fehlinformationen aufgesessen. Ich möchte auch, dass ihre Stimme im Klub besser gehört wird.

Die Supporter wollen keinen Mehrheitsaktionär, der den Klub wie eine Firma führt.

Der FCL gehört als Innerschweizer Institution in gewisser Weise allen. Aber als AG ist er eine Firma, die wirtschaftlich geführt werden muss. Und da er zu 52 Prozent mir gehört, will ich da mitbestimmen.
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Re: ZÄME MEH ALS 52%!

Beitrag von Schalker jung » 10. Jan 2023, 07:55

Noch das ganze von Blick
Bernhard Alpstaeg will weiterhin Mr. FCL sein.
von
Carlo Emanuele Frezza und Michael Wegmann
Alpstaeg zum Mega-Zoff beim FCL

«Mich zurückziehen? Keine Chance!»

Bernhard Alpstaeg äussert sich nach der GV von kurz vor Weihnachten zum Machtkampf beim FC Luzern. Dabei schlägt er neue Töne an und gibt sich sogar ein Stück weit kompromissbereit.

Publiziert: 00:18 Uhr 


Bernhard Alpstaeg will weiterhin Mr. FCL sein.

Carlo Emanuele Frezza und Michael Wegmann

Während der Verwaltungsrat des FC Luzern in diesen Tagen in Marbella beim Klub weilt, lädt Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg zu einem Treffen im luxuriösen Hotel Schweizerhof – mitten in Luzern. Das Geschirr beim FCL ist längst zerschlagen. An einen friedlichen Ausgang im Machtkampf ist spätestens seit der Generalversammlung kurz vor Weihnachten nicht mehr zu denken.

Herr Alpstaeg, das letzte Bild, das wir von Ihnen haben, ist, wie Sie am 21. Dezember die Wirtschaft zum Schützenhaus wutentbrannt verlassen.
Es war wie ein Schlag ins Gesicht und hat sich angefühlt wie beim letzten Gericht. Ohne jegliche Vorwarnung sah ich mich ganz allein 90 anderen Aktionären gegenüber.


Das hat ordentlich geschmerzt ...
Absolut. So etwas habe ich noch nie erlebt. Ich fühle mich in meinem Stolz verletzt. Die rote Linie ist seither definitiv überschritten.

Warum sind Sie denn eigentlich nicht einfach aus dem Saal gelaufen?
Ich bin eine Stunde vor der GV informiert worden, dass der Verwaltungsrat mir 25 Prozent Aktien wegnimmt, sowie Strafanzeige gegen mich erstattet, die bis heute übrigens nicht eingetroffen ist. Dann habe ich meine Anwälte gefragt, ob ich mir das überhaupt antun muss. Aus rechtlichen Gründen haben sie mir aber geraten, trotzdem teilzunehmen.

Von aussen betrachtet, stellt sich die Frage, warum Sie sich das im Alter von 77 Jahren überhaupt noch antun?
Sie müssen mich fragen, wie alt ich mich fühle.

Bitte ...
Ich fühle mich 50-jährig. Aber letztlich ist es ganz einfach. Ich engagiere mich beim FCL einzig und allein aus emotionalen Gründen: Weil er mir am Herzen liegt. Deshalb habe ich in den letzten rund zehn Jahren über 20 Millionen Franken locker gemacht.


Es könnte also nicht sein, dass Sie den Bettel hinwerfen und sich zurückziehen?
Keine Chance.

Aber Ihnen ist schon auch bewusst, dass Sie für die zerfahrene Situation mitverantwortlich sind.
Klar. Mein Interview von Anfang Oktober im SonntagsBlick war nicht gut. Ich habe darin Aussagen über das Management des FC Luzern gemacht, die ich in der Öffentlichkeit nicht hätte machen sollen. Das war ein Fehler und er tut mir leid.

Das sind nun aber deutlich sanftere Töne von Ihnen. Haben Sie ihre Meinung geändert?
Wenn man Fehler macht, dann muss man auch dazu stehen. Aber über einzelne Personen zu sprechen, wäre auch sonst falsch. Die dringendste Frage ist jetzt: Wie retten wir den FCL? Dazu will ich gerne meinen Beitrag leisten.

Neues Jahr, neue Strategie. Dafür verantwortlich, dass Bernhard Alpstaeg andere Töne anschlägt, als noch vor wenigen Monaten, ist sein neuer Kommunikationsberater Sacha Wigdorovits. Der 71-jährige Zürcher unterstützt den Patron des FCL seit kurz vor der ordentlichen Generalversammlung und ist bestens bekannt als Krisenkommunikator.

Herr Alpstaeg, die Fans sind längst auf der Seite des VR. Wie wollen Sie die Fans wieder auf Ihre Seite holen?
Ich will sie treffen und ihnen die Situation erklären und zeigen, wie ich helfen will, den FCL zu retten. Denn sie verdienen das genauso wie der FC Luzern.

Sie getrauen sich in allem Ernst, vor die Fans zu stehen und zu ihnen zu sprechen?
Klar. Ich bin sicher, sie werden dann sehen, dass alles, was ich bisher gemacht habe – auch wenn ich mich zwischendurch unglücklich geäussert und damit berechtigte Kritik provoziert habe –, nur deshalb geschehen ist, weil mir der FCL genau wie ihnen am Herzen liegt.

Und die Fans werden das verstehen?
Es hat ganz viele, die vernünftig sind. Wenn ich ihnen schwarz auf weiss aufzeige, was der Verwaltungsrat anstellt und er die Zukunft des Klubs aufs Spiel setzt, dann werden sie ihre Meinung schon ändern.

Was meinen Sie konkret?
Die jetzige Führung hat selber erklärt, für diese Saison und die beiden kommenden Spielzeiten drohe ein Finanzierungsloch von total 32,8 Millionen.


Das war aber nur eine Hochrechnung des Verwaltungsrats im Fall, dass es zu einem «FC Alpstaeg» käme ...
Das stimmt nicht. Das ist eine unwahre Schutzbehauptung des Verwaltungsrates. Im Brief, den seine Anwälte in seinem Namen geschrieben haben, steht zwar, ich sei schuld an Mehrkosten und weggefallenen Einnahmen von insgesamt 5 bis 8 Millionen. Aber das ganze Finanzloch beziffert der Verwaltungsrat auf 32,8 Millionen. Also ist er selber schuld an einem Defizit von 24,8 bis 27,8 Millionen.

Was befürchten Sie denn, wie es ohne Sie weiterginge?
Das wäre der Tod des FCL. Wenn wir dieses gigantische Loch nicht rasch stopfen können, gibt es den FCL in zwei Jahren nicht mehr.

Wie kommt der FCL noch aus dieser Situation raus?
Ich habe einen genauen Plan, wie wir vorgehen müssen und ich bin bereit, mich weiter finanziell zu engagieren. Im Interesse des Klubs bin ich auch willens, einen dicken Frosch zu schlucken, und mit dem einen oder anderen Verwaltungsrat weiter zusammenzuarbeiten, auch wenn ich dazu nach der letzten GV keine grosse Lust verspüre. Aber als Gegenleistung dafür, müssten mir alle 52 Prozent der Aktien und Stimmen anerkannt werden, damit ich entscheidend Einfluss auf die Sanierung des FCL nehmen kann.

Alpstaeg hält an seinem Plan also munter fest. Er will Mr. FCL sein. Wie der juristische Streit weitergeht, ist offen. Für diesen Teil sind die Anwälte zuständig. Im schlimmsten Fall könnte sich alles über mehrere Jahre hinziehen. Doch so viel Zeit bleibt dem FCL nicht. Denn schon Anfang März geht es um die Lizenz für die kommende Super-League-Saison. Und dafür braucht der Klub dringend Geld. Egal, ob Alpstaeg oder Minderheitsaktionär Josef Bieri – einer muss zahlen.
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Re: ZÄME MEH ALS 52%!

Beitrag von bjaz » 10. Jan 2023, 09:32

Schalker jung hat geschrieben:
10. Jan 2023, 07:55
Noch das ganze von Blick
Bernhard Alpstaeg will weiterhin Mr. FCL sein.
von
Carlo Emanuele Frezza und Michael Wegmann

Sie getrauen sich in allem Ernst, vor die Fans zu stehen und zu ihnen zu sprechen?
Klar. Ich bin sicher, sie werden dann sehen, dass alles, was ich bisher gemacht habe – auch wenn ich mich zwischendurch unglücklich geäussert und damit berechtigte Kritik provoziert habe –, nur deshalb geschehen ist, weil mir der FCL genau wie ihnen am Herzen liegt.

Witzig. Es ist noch keine drei Wochen her als die kleine Whitney Houston gebrochen und in den Armen ihrer Bodyguards und unter Polizeischutz das Schützenhaus verliess.

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Re: ZÄME MEH ALS 52%!

Beitrag von Aufwindfahne » 10. Jan 2023, 09:35

Alpstäg am 21.12. hat geschrieben:Das beeindruckt mich nicht.
Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst was dafür zu tun,
ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten

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Re: ZÄME MEH ALS 52%!

Beitrag von tuce » 10. Jan 2023, 09:53

Hat da einer Angst und bereitet eine gesichtswahrende Exit-Strategie vor?

Fassen wir Alpstägs "Angebot" einmal zusammen:
Der VR soll ihm sein Aktienpaket zurückgeben sowie die Anzeige die auf Unwahrheiten beruhe (aber nicht auf Lügen, wichtiges Detail im Interview) zurückziehen, obwohl diese ja gar nie rausgegangen sei.

Im Gegenzug bringt er den FCL auf Platz 4-6, kommt zum Klamdo und stopft die von ihm selber verursachten finanziellen Löcher. Ausserdem darf er weiterhin seine Lügen verbreiten und je nach Lust und Laune des Patrons kann auch der/die eine oder andere im VR bleiben.
Aufwindfahne hat geschrieben:
10. Jan 2023, 09:35
Alpstäg am 21.12. hat geschrieben:Das beeindruckt mich nicht.

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Re: ZÄME MEH ALS 52%!

Beitrag von Schalker jung » 10. Jan 2023, 10:17

Was heisst der eine oder andere? 1! Das wäre dann Laurent
1000 Trainer schon verschliessen, Spieler kommen Spieler gehen
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Re: ZÄME MEH ALS 52%!

Beitrag von dragao » 10. Jan 2023, 10:28

Ich werte die Interviews positiv. Da ist jemand zunehmend verzweifelt und versucht zu retten was kaum noch zu retten ist.

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Re: ZÄME MEH ALS 52%!

Beitrag von risto » 10. Jan 2023, 11:32

Platz 4-6 haben wir ja jetzt schon. Da kann ja gar nicht sooo schlecht gekrampft werden. Mal gespannt was Alpstäg Versteher Gutzi so dazu sagt. Der meint ja die Fans kommen dann schon wieder wenn der FCl erfolgreich ist, mit dem revidierten Plan wirds ja gar nicht erfolgreicher
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Re: ZÄME MEH ALS 52%!

Beitrag von Tempo-Racer » 10. Jan 2023, 13:54

Aktuell haben wir nur Platz 6.

Damit Börni sein Ziel erreicht, muss man zwingend noch den FC Luzern B. und den FC Luzern A. gründen und die Plätze 4 und 5 holen.

Clean Sweep des FC Luzerns in den Plätzen 4-6 ist ja das Ziel. :usmeschte:
Aufwindfahne hat geschrieben:
10. Jan 2023, 09:35
Alpstäg am 21.12. hat geschrieben:Das beeindruckt mich nicht.
Möched dere Region die Mannschaft ned kaputt! :stierlisip:

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Re: ZÄME MEH ALS 52%!

Beitrag von Schalker jung » 10. Jan 2023, 13:56

Hier noch Bernhards Hausblatt Nau. Verfasser leider nicht bekannt.
FC Luzern: Bernhard Alpstaeg macht dem Verwaltungsrat ein Angebot

Bernhard Alpstaeg (77) ist weiterhin bereit, den FC Luzern finanziell zu unterstützen. Das wird allerdings nur unter einer bestimmten Bedingung geschehen.

Bernhard Alpstaeg (77), Hauptaktionär beim FC Luzern. - Nau.ch

Das Wichtigste in KürzeBernhard Alpstaeg (77) äussert sich zu seiner Zukunft rund um den FC Luzern.Im Machtkampf lässt er sich weiterhin nicht von seinem Weg abbringen.Der Klub-Führung unterbreitet der Unternehmer ein konkretes Angebot.

Knapp drei Wochen ist die denkwürdige GV der FCL Holding AG mittlerweile her. Damals kommt es beim FC Luzern zum grossen Knall. Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg werden 25 Prozent seiner Aktien gestrichen, zudem wird Strafanzeige gegen den 77-Jährigen eingereicht.


Am Tag darauf spricht Alpstaeg im exklusiven Nau.ch-Interview über die Geschehnisse – und bestätigt, dass er sich dadurch nicht von seinem Weg abbringen lassen wird.

Über den Jahreswechsel wird es dann etwas ruhiger im Aktien-Zoff des FC Luzern. Jetzt meldet sich Bernhard Alpstaeg erneut zu Wort. Im Gespräch mit der «Luzerner Zeitung» äussert er sich gemeinsam mit seinem Sprecher Sascha Wigdorovits über die aktuelle Lage.

Alpstaeg: «Das ist doch Unsinn»

Noch einmal betont der Unternehmer, dass das 25-prozentige Aktienpaket rechtmässig in seinem Besitz gewesen war. «Die Aktionäre haben das mehrmals bestätigt. Im Jahresbericht 2021 steht explizit, dass der Aktionärsstreit beigelegt sei.»

Die Behauptungen, dass Alpstaeg das Aktienpaket nur unter bestimmten, rechtswidrigen Umständen überlassen worden sei, seien falsch, bekräftigt Alpstaeg. «Dafür möchte ich Beweise sehen, das ist doch Unsinn.»


Er habe Fehler gemacht, indem er öffentlich über gewisse Leute beim FCL gesprochen habe. «Die Angriffe auf einzelne Personen waren falsch», gesteht Alpstaeg. Aber: Die weiteren Eskalationen seien ganz dem Verwaltungsrat zuzuschreiben.

Und wie geht es jetzt weiter? Droht dem FC Luzern ein jahrelanger Rechtsstreit? «Nein», sagt Bernhard Alpstaeg. Ein solcher würde nämlich die Existenz des Klubs bedrohen, welcher schon jetzt ein Sanierungsfall sei.

Angebot an den Verwaltungsrat

Er sei bereit, sich weiterhin finanziell beim FCL zu engagieren. Allerdings unter einer Bedingung. «Dafür muss ich erst wieder im Besitz meines gesamten Aktienpakets von 52 Prozent sein», stellt Alpstaeg klar.

Der Verwaltungsrat solle die Streichung seiner 25 Prozent rückgängig machen und die Anzeige zurückziehen. «Im Gegenzug werde ich auch keine rechtlichen Schritte einleiten. Dann können wir den FCL fit machen für die Zukunft», so der Aktionär.


Das sei ein Angebot an den Vorstand, meint Alpstaeg. Sollte er seinen Anteil nicht zurückerhalten, werde es von ihm keine Unterstützung mehr geben. «Die aktuelle Führung soll dann die Löcher stopfen. Aber ich zweifle, dass ihr das gelingt.»

Auch das zerrüttete Verhältnis mit den Fans will der Unternehmer angehen. «Ich werde mit ihnen das Gespräch suchen, sie sind Fehlinformationen aufgesessen. Ich möchte auch, dass ihre Stimme im Klub besser gehört wird», so Alpstaeg.
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Re: ZÄME MEH ALS 52%!

Beitrag von Schalker jung » 10. Jan 2023, 19:46

Gerade hat die NLZ eine gute Zusammenfassung gemacht von Larissa Gassmann
«KARMA»

Die Alpstaeg-Affäre in Zitaten

Seit Oktober 2022 dauert die Alpstaeg-Affäre nun schon an. Zeit, in chronologischer Reihenfolge Bilanz zu ziehen – anhand von Zitaten der Protagonisten.

Larissa Gassmann 10.01.2023, 16.26 Uhr

Exklusiv für Abonnenten

Bernhard Alpstaeg sorgte während der Hinrunde für mächtig Wirbel beim FC Luzern.



Mit einem Interview im «Sonntags-Blick» fing alles an: Bernhard Alpstaeg kritisierte dabei nicht nur die Arbeit von Präsident Stefan Wolf und Sportchef Remo Meyer – sondern auch Äusserlichkeiten (2. Oktober 2022):

«Ich bin mit der ganzen Führung nicht zufrieden. Ich muss sie alle kritisieren. Sie sind zu wenig demütig, zu wenig aktiv, zu wenig bescheiden. Sie müssen lernen, zu arbeiten.»


«Ganz grundsätzlich sage ich, dass die aktuelle Führung zu wenig darauf hört, was die Mitarbeiter sagen.»

«Das ist lange her. Aber das gefällt mir bis heute noch nicht. Wie auch der Zopf von Remo Meyer – gar nicht mein Geschmack.»

Die Reaktion des Verwaltungsrates liess nicht lange auf sich warten (3. Oktober 2022):

«Der FC Luzern mit seinem Gründungsjahr 1901 ist grösser als jede Person, in welcher Position sie auch immer tätig ist oder Einfluss zu nehmen glaubt.»

«Der FC Luzern lässt sich auf seinem eingeschlagenen, nachhaltigen Weg nicht abbringen. Weder durch mutwillige Falschaussagen, die in den Medien derzeit systematisch gestreut werden, noch durch Störmanöver oder unnötige Machtkämpfe.»

Prompt verlor der FC Luzern am Wochenende gegen YB. Trainer Mario Frick zeigte sich dementsprechend angefressen (3. Oktober 2022):

«Wir sind sehr enttäuscht über diese Niederlage, aber sie ist auch nicht besonders erstaunlich. Das ist das Karma, wenn du so eine Unruhe hast vor dem Spiel.»

Auch Sponsor Thomas Meier, Geschäftsführer der Lehner Versand AG, äusserte sich (4. Oktober 2022):

«In zwei Minuten hat Alpstaeg mit dem verbalen Zweihänder alles kaputt geschlagen.»

«Wenn Bernhard Alpstaeg nun ernsthaft alles wieder auf den Kopf stellen sollte und aus dem FC Luzern einen FC Alpstaeg macht, dann ergibt unser Engagement keinen Sinn

Der Zorn der Fans liess nicht lange auf sich warten (5. Oktober 2022):

«Alpstaeg: Mach der es Gschänk ond nemm din Huet.»

Kritik gab es zudem von Donatoren Club 70, namentlich von Präsident Bruno Koch (10. Oktober 2022):

«Dass sich eine Einzelperson beim FC Luzern dermassen dominant aufführen darf, ist wohl ein Fehler im System.»

Die ehemaligen Aktionäre Hans Schmid, Samih Sawiris und Marco Sieber forderten derweil ihr Millionendarlehen zurück (12. Oktober 2022):

«Dieses zerstörerische Verhalten können wir weder moralisch noch finanziell unterstützen und verlangen deshalb jetzt unsere Darlehen im Umfang von rund 2,2 Millionen Franken zurück.»

Mitte Oktober sprach FCL-Aktionär Josef Bieri Klartext (17. Oktober 2022):

«Ich bin wohl noch nie von einem Menschen so enttäuscht ‒ und getäuscht ‒ worden. Das Wort von Bernhard Alpstaeg ist nichts wert.»

«Ich wünsche mir den Bernhard Alpstaeg zurück, wie er vor eineinhalb Jahren war.»

«Der gesamte Verwaltungsrat spürt eine enorme Solidarität von allen Seiten, allen Kanälen. Fans und Politiker bieten Unterstützung an.»


Der frühere Aktionär Hans Schmid zeigte sich derweil besorgt über den FCL-Zoff (20. Oktober 2022):

«Ich denke, dass Alpstaeg seine Provokationen bewusst abgesondert hat. Es ist die langfristige Strategie eines hochintelligenten Mannes, mit einem einzigen Ziel: Alleineigentümer zu werden.»

«Der FCL ist nicht für Aktionäre, sondern als Institution für die ganze Region, seine Fans und Matchbesucher da.»


Schliesslich formte sich die Protestbewegung «Zäme meh als 52 Prozent». Diese hatte klare Forderungen (20. Oktober 2022):

«Bernhard Alpstaeg scheint fest entschlossen, seine persönlichen Ansichten über das Wohl des Klubs zu stellen.»

«Mutiert der FCL effektiv zum FC Alpstaeg, droht der Rückfall in längst überwunden geglaubte Zeiten. Der interne und externe Vertrauensverlust wäre gewaltig.»

«Wir fordern unmissverständlich: Der aktuelle Verwaltungsrat gehört beibehalten, das Mehrheitsaktionär-Modell ausgehebelt und die Mitentscheidungsrechte aller FCL-Fans gestärkt!»

Auch ein Song wurde erstellt (21. Oktober 2022):

«Bernhard dini Ziit esch cho, legg d’Aktie ufe Tesch.»


«Traugott, ess dini Cervelat amne andere Ort.»

Die Fans bewiesen bei ihrem Protest einen langen Atem.



Kurz vor dem Showdown (der später verschobenen) ausserordentlichen GV äusserte sich Alpstaeg nach langem Schweigen wieder (31. Oktober 2022):

«Ich wurde durch eine Hetzkampagne beleidigt und bedroht.»

«Wir müssten unter den besten Schweizer Klubs sein.»

«Gerade von den Führungskräften erwarte ich, dass sie Werte und Prinzipien vorleben, die für mich unverhandelbar sind: Loyalität, Vertrauen, Fleiss, kaufmännisch korrektes Handeln und Transparenz.»

«Jetzt, wo Änderungen anstehen, fordern politisch motivierte Kreise plötzlich Mitspracherecht, ohne dass sie bisher etwas für den FCL geleistet haben.»

Auch nach der GV – die letztendlich erst Ende Dezember stattfand – äusserte sich Alpstaeg (21. Dezember 2022):

«Was sich die Verwaltungsräte der FCL Holding und vor allem Präsident Stefan Wolf und Vizepräsident Josef Bieri leisten, um sich ihre Pfründe zu sichern, das ist der Schweiz und insbesondere des FC Luzern nicht würdig.»


FCL-Ehrenpräsident Walter Stierli zeigte sich betroffen (22. Dezember 2022):

FCL-Ehrenpräsident Walter

«Das ist eine Katastrophe. Es steht nicht mehr der FC Luzern im Vordergrund, es geht nur noch darum, wer welche Anteile hat.»

«Ab 2011 begannen die Streitereien unter den vielen Alphatieren im Aktionariat und im Verwaltungsrat. Ich stelle mich selbst dazu, schliesslich bin ich auch ein Alphatier.»

FCL-Verwaltungsrätin Ursula Engelberger begründet das Vorgehen rund um die Anzeige gegen Alpstaeg (22. Dezember 2022):

«Eine fundierte Strafanzeige reicht man nicht so schnell vor dem Frühstück ein. Es muss Fleisch am Knochen haben. Die Strafanzeige ist auch 37 A4-Seiten lang.»

«Wir hoffen immer noch, dass wir miteinander an den Tisch sitzen können, um eine gemeinsame Lösung zu finden. Im Sinn des FCL wäre es das Beste.»

FCL-Verwaltungsrätin Ursula Engelberger informierte die Medien am Tag nach der Generalversammlung über den Stand der Dinge.


Alpstaeg sah sich in seiner Ehre verletzt – und äussert sich zu den Vorwürfen, er habe die VR-Mitglieder persönlich bedroht (23. Dezember 2022):

«Das ist eine ganz böswillige, unwahre und auch ehrverletzende Unterstellung! Deshalb prüfen wir jetzt eine Strafanzeige wegen Ehrverletzung gegen alle Verwaltungsräte.»

«Die Buhrufe an der GV haben mich natürlich getroffen. Denn wenn man die Sache nüchtern betrachtet, dann bin in diesem ganzen Trauerspiel nicht ich der Böse.»

«Mit seinem Schmierentheater gegen mich hat der Verwaltungsrat sämtliche Brücken für einen Dialog und eine Einigung abgebrochen.»

«Ich bin nicht sauer auf diese Fans. Sie werden vom Verwaltungsrat seit Wochen direkt und indirekt mit falschen und meine Person verunglimpfenden Informationen gefüttert.»

Anfang 2023 folgt das erste ausführliche Alpstaeg-Interview seit Beginn des Streit, er zeigte sich dabei erstmals auch selbstkritisch (9. Januar 2023):

«Das Interview im ‹Blick› würde ich nicht mehr so machen, das war ein Fehler.»

«Ich kam mir vor wie beim jüngsten Gericht, war danach niedergeschlagen. Mit dieser Inszenierung an der Generalversammlung hat der Verwaltungsrat die rote Linie überschritten.»

«Ich bin weiter bereit, mich finanziell zu engagieren. Aber dafür muss ich erst wieder im Besitz meines gesamten Aktienpakets von 52 Prozent sein.»

«Ein schöner Tag ist es dann, wenn der FCL zwei, drei Tore geschossen hat und ich das bei einer Zigarre auf der Terrasse geniessen kann.»
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Re: ZÄME MEH ALS 52%!

Beitrag von lucerne » 10. Jan 2023, 19:54

Ergänzt um den Punkt von Wyrsch heute, dass Alpstaeg via Petralito sich für CHF >100k die Bildrechte von Jashari sichern wollte (Quelle: NLZ, 10.01.2023)
lucerne hat geschrieben:
19. Dez 2022, 17:00
Im Folgenden der Versuch einer Zusammentragung der wichtigsten der brisanten Infos aus dem Adventsblog (https://adventsblog.meh-als-52.ch/) rechtzeitig vor der GV am Mittwoch in chronologischer Reihenfolge (kann gerne noch editiert/ergänzt werden).

Gratulation und herzlichen Dank allen Involvierten für die fantastische (Recherche-)Arbeit!

Spätestens wenn man diese Kernpunkte unten liest, wird klar, dass Alpstaeg als Inhaber des FCL nicht mehr tragbar ist und seine Anteile an der FCL Holding abgeben soll.
Bernhard Alpstaeg:
  • Bei der Gründung der FCL Holding im Jahr 2005 besass Walter Stierli 100 % der Aktien.
  • Obwohl nirgends belegt ist, wie viel Bernhard Alpstäg tatsächlich zur Finanzierung des neuen Stadions beitrug, wurde er dafür fürstlich belohnt. So wurde ihm sein Aktienpaket von 26 % an der FCL Holding «in Verrechnung von bisherigen und zukünftigen Leistungen an den Club» gratis übertragen. Bezahlt hat er dafür nichts.
  • Um das Projekt «Sportarena Allmend Luzern» zu realisieren, wurde damals eine sogenannte Public-Private-Partnership (PPP) gebildet, also ein Zusammengehen von öffentlicher Hand und Unternehmen aus der Privatwirtschaft. Das mit ca. 75 Millionen veranschlagte Sportstadion sollte durch Beiträge der Stadt Luzern, des Kantons Luzern und der Abgabe des Grundstücks im Baurecht an die Immobilien-Anlagegefässe der Credit Suisse finanziert werden. Und auch der FC Luzern wurde zur Kasse gebeten: 9.8 Millionen musste er übernehmen.
  • Diese Intransparenz sorgte an der Sitzung des Grossen Stadtrats vom 25. September 2008 für rote Köpfe. Über Parteigrenzen hinweg fragten sich Politiker und Politikerinnen, ob der Finanzierungsbeitrag des FCL tatsächlich aus rein privaten Geldern bestehen würde – oder ob auch öffentliche Kassen angezapft wurden bzw. Gelder von staatsnahen Betrieben wie der EWL, der VBL oder der Luzerner Kantonalbank. Diese Befürchtungen waren nicht ganz unbegründet, hatte sich doch bereits eine Million aus dem kantonalen Lotteriefond in den FCL-Finanzierungsbeitrag hineingeschmuggelt.
  • Wir wissen also bis heute nicht, in welchem Umfang Bernhard Alpstäg tatsächlich an der Finanzierung der Sportarena beteiligt war, wie hoch zum Beispiel eine allfällige Bürgschaft von ihm war.
  • Wenn man berücksichtigt, dass 26 % an der FCL Holding AG heute wohl über 8 Millionen wert wären, muss man nicht Mathematik studiert haben, um zu merken, dass die Stadion-Mitfinanzierung für Bernhard Alpstäg ein sehr, sehr lukratives Geschäft war.
  • Für die Namensrechte am Stadion zahlte Alpstäg in den ersten zehn Jahren pro Jahr eine halbe Million Franken – und nicht eine Million, wie es fälschlicherweise kolportiert wurde.
  • Vom Geld, das Alpstäg für die Namensrechte am Stadion zahlt, sieht der FC Luzern keinen Rappen.
  • Die späteren Aktionäre Marco Sieber, Samih Sawiris, Hans Schmid sowie Josef Bieri bezahlten für ihre nicht einmal halb so grossen Pakete jeweils 2 bis 3 Millionen Franken an den FCL.
  • Um bei einem Weiterverkauf Kasse zu machen [wurde 2012 "Die Löwen Pool AG" gegründet, diese] finanziert Transfers und besitzt ab 2012 FCL-Spieler (z. B. Lezcano, Hyka).
  • Wieso die zusätzliche Firma? Eigentümer von Löwen Pool AG und FCL Holding sind dieselben [, u.a. auch Alpstaeg mit einem ca. 15% Anteil]
  • Und nun zur zentralen Frage: Wer verdient (und wie) an diesem Konstrukt? Für Verkäufe von LP-Spielern gibt es eine klar definierte Vorgehensweise. Vereinfacht: Der erwirtschaftete Netto-Gewinn (Transferertrag abzüglich sämtlicher Kosten wie Einkaufspreis, Beraterkommission etc.) wird zwischen dem FCL (51 %) und der Löwen Pool AG (49 %) nahezu hälftig geteilt.
  • Interessenkonflikte vorprogrammiert: Operative Entscheidungsträger sind privat an einzelnen Spielern des Vereins beteiligt.
  • Die FIFA besiegelt das Ende: Stierli, Alpstäg + Co. müssen die Löwen Pool AG 2015 aufgeben.
  • Bernhard Traugott Alpstäg bezahlte 2015 für Walter Stierlis Aktienpaket [an der FCL Holding] 500’000 Franken und sicherte sich dadurch die Mehrheit an der FCL Holding AG.
  • Per Anfang des Jahres liess der 2014 als Präsident zurückgetretene Walter Stierli (Nachfolger; Mike Hauser) seine Aktien treuhänderisch verwalten [von der Studhalter Rechtsanwälte AG]. Sie sollten, so der einstimmige Beschluss des FCL-Holding-AG-Verwaltungsrates 2015, an neue Investoren verkauft werden. Für den FCL erhoffte man sich dadurch 7,5 Millionen Franken neues Kapital. Da Stierli nicht mehr als aktiver Aktionär galt, wurden die finanziellen Verpflichtungen anteilsmässig unter den verbleibenden Aktionären (Alpstaeg [27%], Sawiris [12,5%], Schmid, Sieber und Bieri [je 10%]) aufgeteilt. (Quelle: NLZ, 23.10.2022)
  • Im Dezember 2018 wurde dann öffentlich bekannt, dass Alpstaeg das Stierli-Paket als sein Eigentum betrachtet und sich mit 52 Prozent als Mehrheitsaktionär sieht. Alpstaeg soll Stierli für den 25-Prozent-Anteil 500’000 Franken überwiesen haben. Diese Aktion hat schliesslich zum Aktionärsstreit zwischen Bernhard Alpstaeg und der «Triple-S-Gruppe» Sawiris, Schmid, Sieber geführt. Walter Stierli schweigt sich bis heute zu diesem Deal aus. (Quelle: NLZ, 23.10.2022)
  • Alpstaeg hatte mit dem Stierli-Deal das Vorverkaufsrecht seiner Mitaktionäre missachtet und dem Klub entgingen über 7 Millionen Franken an neuem Kapital, das bei einem Verkauf an neue Aktionäre in die Kassen der Holding geflossen wären. Zudem sah sich die Triple-S-Gruppe auch von Alpstaeg getäuscht, da dieser so eigentlich seit 2015 anteilsmässig für 52 Prozent der Defizite hätte aufkommen müssen. Knapp eine Million Franken hat die Gruppe deshalb nach eigenen Berechnungen zu viel bezahlt.(Quelle: NLZ, 23.10.2022)
  • 2019 wird Alpstäg am Willen seiner damaligen Holding-Mitaktionäre vorbei Mehrheitsaktionär der Stadion Luzern AG. Seither hat er auch die volle Kontrolle über das Stadion.
  • Er erwirbt die Aktien nicht unter eigenem Namen, sondern gut getarnt mit Hilfe der Antoga AG, die er kurz zuvor von Anton Eberli übernommen hat.
  • Da der Erlös aus der Vermarktung der Stadion-Namensrechte zwingend für den Unterhalt und die Instandhaltung des Stadions eingesetzt werden müsste, finanziert Bernhard Alpstäg mit seinen Zahlungen im Prinzip nichts anderes als den Werterhalt seiner Immobilie.
  • Die doppelte Machtfülle von Bernhard Alpstäg – sowohl als Mehrheitsaktionär der FCL Holding AG als auch der Stadion Luzern AG – ist ein grosses Problem für den FCL und gehört konsequent zerschlagen.
  • 2020 verhandelte Bernhard Alpstäg mit der AC Milan über eine mögliche Partnerschaft/Übernahme.
  • Die Verhandlungen wurden von Spielerberater und Alpstäg-Einflüsterer Giacomo Petralito initiiert.
  • Der Deal scheiterte letztlich am Widerstand aus dem Mailänder Clubumfeld.
  • Jeder Fussballspieler hat das Recht, seine Bilder zu vermarkten und mit ihnen Geld zu verdienen. Viele treten dieses Recht allerdings an Agenturen ab, die damit gute Geschäfte machen. Manchmal auch im rechtlichen Graubereich.
  • Auch Bernhard Alpstäg will mit Bildrechten von Spielern handeln. Insbesondere dafür hat er letzten Sommer die Firma BA Sport AG gegründet.
  • Nachdem es sich Petralito nun also bereits mit einigen Klubs und Klienten verscherzt hat, scheint er nun zu versuchen, via Bernhard Alpstäg beim FCL seine Deals zu machen.
  • Alpstaeg wollte, dass der 20-jährige Mittelfeldspieler die Bildrechte via Mittelsmann Giacomo Petralito an seine im August gegründete BA Sport AG für eine sechsstellige Summe abtrat. Jashari und sein Berater Agron Krasniqi lenkten nicht ein. Worauf Alpstaeg wütend auf Meyer wurde. Von diesem verlangte er, dass er den Kontakt mit Krasniqi abbricht, keine Spieler mehr von diesem Berater verpflichtet (Quelle: NLZ, 10.01.2023).

Walter Stierli:
  • Um die Kontrolle über einen allfälligen Stadionum- oder -neubau wurde beim FCL schon früh mit harten Bandagen gekämpft.
  • Als Kontrahenten standen sich Romano Simioni und Walter Stierli gegenüber. Letzterer tatkräftig unterstützt durch ʹseinenʹ Club 200.
  • Der FCL-interne Machtkampf fand seinen unrühmlichen Höhepunkt im jahrelangen Hickhack um das so genannte «Haus des Sports».
  • Bei der Gründung der FCL Holding im Jahr 2005 besass Walter Stierli 100 % der Aktien.
  • Im November 2010 erhielt die Gruppe Rigi 5.5 % der Aktien an der FCL Holding AG, soweit ersichtlich ohne finanzielle Gegenleistung.
  • Die Gruppe Rigi ist eine einfache Gesellschaft – bestehend aus Walter Stierli (damals Verwaltungsratspräsident der FCL Holding AG), Mike Hauser (damals Verwaltungsrat der FCL Holding AG) und Thomas Schönberger (damals FCL-CEO).
  • An dieser Gesellschaft waren Walter Stierli zur Hälfte, Mike Hauser und Thomas Schönberger zu je einem Viertel beteiligt.
  • Im Oktober 2011 verkaufte die Gruppe Rigi bereits wieder 3.5 % ihrer Holding-Aktien – für 1.05 Mio. Franken (300 Franken pro Aktie).;
    Fr. 600’000.- flossen im November 2011 von der Gruppe Rigi an die FC Luzern-Innerschweiz AG weiter, die restlichen Fr. 450’000.- verblieben bei Stierli, Hauser und Schönberger.
  • Spannend ist nun allerdings, dass im Sommer 2012 bei der Gründung der Löwen Pool AG die Einlagen von Walter Stierli (Fr. 400’000.-), Mike Hauser und Thomas Schönberger (je Fr. 100’000.-) nicht von diesen Personen überwiesen wurde, sondern von der FC Luzern-Innerschweiz AG.
  • Um bei einem Weiterverkauf Kasse zu machen [wurde 2012 "Die Löwen Pool AG" gegründet, diese] finanziert Transfers und besitzt ab 2012 FCL-Spieler (z. B. Lezcano, Hyka).
  • Wieso die zusätzliche Firma? Eigentümer von Löwen Pool AG und FCL Holding sind dieselben[, u.a. mit ca. 15% Anteil von Stierli STIWA Consulting AG]
  • Und nun zur zentralen Frage: Wer verdient (und wie) an diesem Konstrukt? Für Verkäufe von LP-Spielern gibt es eine klar definierte Vorgehensweise. Vereinfacht: Der erwirtschaftete Netto-Gewinn (Transferertrag abzüglich sämtlicher Kosten wie Einkaufspreis, Beraterkommission etc.) wird zwischen dem FCL (51 %) und der Löwen Pool AG (49 %) nahezu hälftig geteilt.
  • Interessenkonflikte vorprogrammiert: Operative Entscheidungsträger sind privat an einzelnen Spielern des Vereins beteiligt.
  • Die FIFA besiegelt das Ende: Stierli, Alpstäg + Co. müssen die Löwen Pool AG 2015 aufgeben.
  • Bernhard Traugott Alpstäg bezahlte 2015 für Walter Stierlis Aktienpaket 500’000 Franken und sicherte sich dadurch die Mehrheit an der FCL Holding AG.
  • Per Anfang des Jahres liess der 2014 als Präsident zurückgetretene Walter Stierli (Nachfolger; Mike Hauser) seine Aktien treuhänderisch verwalten [von der Studhalter Rechtsanwälte AG]. Sie sollten, so der einstimmige Beschluss des FCL-Holding-AG-Verwaltungsrates 2015, an neue Investoren verkauft werden. Für den FCL erhoffte man sich dadurch 7,5 Millionen Franken neues Kapital. Da Stierli nicht mehr als aktiver Aktionär galt, wurden die finanziellen Verpflichtungen anteilsmässig unter den verbleibenden Aktionären (Alpstaeg [27%], Sawiris [12,5%], Schmid, Sieber und Bieri [je 10%]) aufgeteilt. (Quelle: NLZ, 23.10.2022)
  • Im Dezember 2018 wurde dann öffentlich bekannt, dass Alpstaeg das Stierli-Paket als sein Eigentum betrachtet und sich mit 52 Prozent als Mehrheitsaktionär sieht. Alpstaeg soll Stierli für den 25-Prozent-Anteil 500’000 Franken überwiesen haben. Diese Aktion hat schliesslich zum Aktionärsstreit zwischen Bernhard Alpstaeg und der «Triple-S-Gruppe» Sawiris, Schmid, Sieber geführt. Walter Stierli schweigt sich bis heute zu diesem Deal aus. (Quelle: NLZ, 23.10.2022)
  • Alpstaeg hatte mit dem Stierli-Deal das Vorverkaufsrecht seiner Mitaktionäre missachtet und dem Klub entgingen über 7 Millionen Franken an neuem Kapital, das bei einem Verkauf an neue Aktionäre in die Kassen der Holding geflossen wären. Zudem sah sich die Triple-S-Gruppe auch von Alpstaeg getäuscht, da dieser so eigentlich seit 2015 anteilsmässig für 52 Prozent der Defizite hätte aufkommen müssen. Knapp eine Million Franken hat die Gruppe deshalb nach eigenen Berechnungen zu viel bezahlt.(Quelle: NLZ, 23.10.2022)
  • Bei seinem Ausstieg hat sich Walter Stierli sein Engagement vergolden lassen.
  • Walter Stierli, der Meister der Vertuschung, der Spezialist für komplizierte und geldflussverschleiernde Strukturen. Derjenige, der sich nach seinem Komplett-Rückzug wie folgt zitieren liess: «Ich war ehrenamtlicher Präsident. Ich hatte keinen Lohn, nichts».
    --> Fr. 500’000.- (Aktienverkauf an Alpstäg)?
    --> Fr. 400’000.- (Rückforderung für «Entflechtung Engagement FCL Holding»)?
    --> Fr. 225’000.- (Gruppe Rigi)?
    Nichts. Absolut nichts.
Zuletzt geändert von lucerne am 11. Jan 2023, 09:49, insgesamt 1-mal geändert.
jossen hat geschrieben:Lucerne hatte immer recht! Asche über mein Haupt

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Re: ZÄME MEH ALS 52%!

Beitrag von Master » 11. Jan 2023, 09:36

Falls wer mal Zeit und Lust hat (Danke 57) könnte man einen aupstäg-Schnorri-Tracker einführen und seine Widersprüche 1:1 gegenüberstellen.
L U C E R N E - Till I Die!

Kämpfe Lozärn, Kämpfe Lozärn!
mer wend Euch gwönne gseh!

Master (am Do 20. Okt 2005 22:24 ) hat geschrieben:ich sage immer das gleiche.. dass er dem verein helfen wird, davon bin ich überzeugt!
dass er der fanszene schaden wird, davon bin ich genau so überzeugt! aber ich hoffe wir werden das überstehen!
Master hat geschrieben:
4. Mär 2021, 10:55
Danke sonnenkönnig*
*meine Prophezeiung in der Signatur ist kolossal falsch.. Die Fanszene hat sich geeint und geformt durch ihn, um den Verein steht es schlechter als erwartet..

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Re: ZÄME MEH ALS 52%!

Beitrag von Schalker jung » 11. Jan 2023, 13:44

Heute im Blick von
Carlo Emanuele Frezza Reporter
Brisante Zahlen im Luzerner Aktionärs-Streit

Dokumente enthüllen Vorwürfe gegen Alpstaeg

Längst ist der Machtkampf beim FC Luzern eine juristische Angelegenheit. Nun liegen Blick zwei brisante Dokumente vor, die aufzeigen, was die Seite Bieri dem Hauptaktionär Bernhard Alpstaeg tatsächlich vorwirft.

Publiziert: 10:19 Uhr 

Aktualisiert: 11:22 Uhr


Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Der Machtkampf beim FC Luzern ist hochkomplex. Die brisanten Zahlen im Aktionärs-Streit sind längst zum Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen geworden. An die Öffentlichkeit ist davon bislang nicht viel gedrungen. Bis jetzt.

Blick liegen zwei Schreiben vor, die von den Anwälten des Minderheitsaktionärs Josef Bieri an Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg gerichtet sind. Zwei Briefe, in denen die Seite Bieri klarmacht, weshalb sie nicht mit Alpstaegs Geschäftsgebaren einverstanden ist. Der erste datiert vom 24. November – gut einen Monat vor der ordentlichen GV der FCL Holding AG in der Wirtschaft zum Schützenhaus.

«Ein Schaden von 32,8 Millionen Franken»

In diesem Dokument rechnen die Anwälte im Namen der Geschäftsleitung der FCL Holding AG vor, was passiert, sollte es zu einer Alleinherrschaft Alpstaegs kommen. Dabei werden in erster Linie die Kündigung der Darlehensverträge der ehemaligen Aktionäre Samih Sawiris, Schmid Holding AG und Marco Sieber genannt, wodurch 2’178’648 Franken verloren gingen. «Sollte auch Bieri die Rückzahlung seiner Darlehen fordern, würde sich dieser Betrag auf 2’806’449 Franken erhöhen.» Aus diesem Grund ruft Bieri seinen Mitaktionär Alpstaeg dazu auf, den Betrag möglichst rasch aus der eigenen Tasche zur Verfügung zu stellen.

Weiter wird Alpstaeg darüber in Kenntnis gesetzt, dass «zahlreiche kommerzielle Partner bzw. Kunden mit einem jährlichen Umsatz von 1’061’813 Franken ihre Geschäftsbeziehung entweder bereits gekündigt oder aber «auf Eis gelegt» haben.

Einen weiteren finanziellen Schaden würde Alpstaegs «unsägliches Verhalten» bei den Zuschauerzahlen verursachen. «Zurzeit rechnet die Geschäftsleitung mit einem Rückgang auf 6000 Zuschauer (gegenüber 9364 Zuschauern in der Vor-Covid-19-Saison 2018/19). Damit wird der FCL Mindereinnahmen bei den Tickets von rund 1,3 Mio. Franken pro Jahr haben.» Unter dem Strich rechnet die Bieri-Seite im Zuge der im Brief genannten Vorwürfe mit einem prognostizierten Gesamtverlust von 32,8 Millionen Franken über die nächsten drei Jahre.

Der zweite Brief ist noch länger als der erste

Genau diese Zahlen hat Alpstaeg inzwischen unter die Lupe genommen. Und er dreht den Spiess um. «Im Brief steht zwar, ich sei schuld an Mehrkosten und weggefallenen Einnahmen von insgesamt 5 bis 8 Millionen. Aber das ganze Finanzloch beziffert der Verwaltungsrat auf 32,8 Millionen. Also ist er selber schuld an einem Defizit von 24,8 bis 27,8 Millionen. Wenn dieses riesige Finanzloch nicht schnell und nachhaltig gestopft werden kann, dann wird dies der Tod des FCL sein.»

Die Seite Bieri lässt das Ganze nicht auf sich sitzen. «Die Berechnungen sind durchdacht, und wir stehen noch immer dazu», lässt sie ausrichten. Gleiches gilt für den zweiten Brief, der Blick vorliegt. Dieser stammt von der Anwaltskanzlei Niederer Kraft Frey (NKF) und datiert vom 30. November. In 17 Punkten wendet sich NKF an die Anwälte von Bernhard Alpstaeg.

Dabei stellt die Kanzlei gleich mehrmals klar, dass sie an einer «raschen, konstruktiven Lösung interessiert» sei. Sie schlägt Alpstaeg unter anderem zwei Termine für ein Treffen vor. Zu diesem ist es aber nicht gekommen, weil sich Alpstaeg an der vorangegangenen Sitzung vom 31. Oktober, die wenige Tage vor der verschobenen ausserordentlichen GV der FCL Holding AG über die Bühne ging, hintergangen fühlte.

An jenem Abend habe Alpstaeg seinem Aktionärskollegen angeboten, dass er mit seinen 48 Prozent an der FCL Holding AG zwei Verwaltungsratsmitglieder stellen könnte und Alpstaeg mit seinen 52 Prozent mit drei Mitgliedern im Gremium sitzt. Doch das habe Bieri abgelehnt. Zwei Tage später ist es dann wegen der «vorsorglichen Massnahmen» zur Verschiebung der ausserordentlichen GV gekommen.

Verkauft Bieri sein ganzes Aktienpaket?

Zurück zum Schreiben vom 30. November. Unter Punkt 5 betonen Bieris Anwälte, dass dieser nicht bereit sei, «die durch die Unruhen der letzten zwei Monate entstandenen gravierenden sportlichen und finanziellen Unsicherheiten weiterzutragen». Man könne bereits jetzt mitteilen, «dass Herr Bieri, sofern keine Lösung gefunden wird, keine weiteren finanziellen Beiträge mehr leisten wird».

Einige Absätze später erinnert NKF Alpstaeg daran, dass «Herr Bieri im Februar 2021 einen Sanierungsbeitrag in der Höhe von 3,6 Millionen Franken auf der Grundlage gesprochen hat, dass sich Herr Alpstaeg operativ nicht mehr ins Geschäft einmischt und dem FCL keinen weiteren Reputationsschaden mehr verursacht». Genau das sei nun aber passiert, betont die Anwaltskanzlei.

Durch diesen Schritt sei zudem der Wert des Aktienpakets von Josef Bieri massiv kleiner geworden. «Durch diese Vorfälle ist es ihm auch nicht möglich, die Aktien wie geplant bei interessierten Investoren zu platzieren.» Denn eine Veräusserung sei notwendig, um ein breit abgestütztes Aktionariat zu realisieren.

Für die Seite Alpstaeg ist mit dieser Aussage aber klar, dass Bieri von einem Verkauf seines gesamten Aktienpakets spricht. «Der zweitgrösste Aktionär neben mir, Josef Bieri, hat mir durch seinen Anwalt schriftlich erklären lassen, er wolle seine Aktien verkaufen», meint Alpstaeg.
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Re: ZÄME MEH ALS 52%!

Beitrag von Schalker jung » 11. Jan 2023, 13:47

Master hat geschrieben:
11. Jan 2023, 09:36
Falls wer mal Zeit und Lust hat (Danke 57) könnte man einen aupstäg-Schnorri-Tracker einführen und seine Widersprüche 1:1 gegenüberstellen.
Einen tread für die Presseberichte wäre auch nicht schlecht.
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Re: ZÄME MEH ALS 52%!

Beitrag von Aufwindfahne » 11. Jan 2023, 14:18

zentralplus hat geschrieben:PR-MASSARBEIT BEIM FC LUZERN
Sacha Wigdorovits: Der Mann hinter Bernhard Alpstaeg
11.01.2023, 11:39 Uhr
aktualisiert 11.01.2023, 11:40 Uhr

Plötzlich scheint das Image von FCL-Investor Bernhard Alpstaeg geglättet und ganz zahm. Einflüsterer Sacha Wigdorovits hat erfolgreich zugeschlagen. Der PR-Berater für ganz heikle Fälle hat eine Luzerner Vergangenheit.

Michael Flückiger

«Es war ein Fehler …, ich rede halt wie ein Bauer …, das hätte nie gedruckt werden sollen …» Bernhard Alpstaeg, der umstrittene Investor beim FC Luzern streut Asche auf sein Haupt. So kannte man den als Polteri bestens bekannten Verwaltungsratspräsidenten und Inhaber von Swisspor bisher ganz gewiss nicht. Auf einmal bereut er seine Anwürfe gegen das FCL-Managment, die er Anfang Oktober im «Sonntagsblick» vorgebracht hat.

Einflüsterer im Hintergrund
Dafür verantwortlich, dass Alpstaeg auf einmal mit Engelszungen redet, ist der PR-Berater Sacha Wigdorovits. Er greife stark in das Gespräch ein, wie die Luzerner Zeitung im Begleittext zum Interview-Termin im Hotel Schweizerhof in Luzern durchblicken lässt: «Die Ereignisse und Aussagen von Bernhard Alpstaeg bis dorthin werden von diesem und Sacha Wigdorovits bei den wiederholten Nachfragen marginalisiert. Sein Sprecher ist es auch, der über weite Strecken Auskunft gibt.»

Die Verteidigungsstrategie ist klar: Zugeben, was nicht abzustreiten ist – sich entschuldigen – und damit das eigene Fehlverhalten an den Rand drängen. Nächster Schritt: Das Ding drehen und voll in den Angriff übergehen.

Entschuldigen, abhaken – und dann angreifen
Der Verlierer Alpstaeg muss zum Gewinner mutieren. Folglich ist die Verteidigungsstrategie nicht nur dazu da, Unliebsames auszuradieren, sondern soll vor allem die Angriffsstrategie vorbereiten und stützen. Wie diese aussieht, tritt in den Interviews deutlich zutage: Die Schwachpunkte der Gegenpartei herausschälen, diese voll angreifen und sich möglichst als Opfer darstellen.

Und dann mit dem Wir-Gedanken auftrumpfen: Also betonen, dass Alpstaeg die Zukunft und das Gedeihen des FC Luzern ganz besonders am Herzen liegt – wie allen anderen Beteiligten auch. Die Spitze der Cleverness. So lässt sich suggerieren, dass es nur am Widerstand der Gegenparteien liegt, dass Alpstaeg diesen hehren Absichten nicht entsprechen kann. Selbstredend will Alpstaeg die ihm abgesprochenen Aktien-Anteile zurück. Nachdrücklich pocht er auf die Wiederherstellung seiner Mehrheitsanteile von 52 Prozent am FC Luzern.

Der PR-Berater Sacha Wigdorovits zieht tatsächlich alle Register. Und zwar in geradezu generalstabsmässiger Manier. Es gelingt ihm, den Imagewandel prominent und zielsicher zu platzieren. Das Treffen zum Interview mit den ausgewählten Journalisten begleitet er persönlich. Die Botschaften platziert er wirksam. Den sperrigen Charakter Bernhard Alpstaeg hat er im Fünf-Sterne-Hotel Schweizerhof voll im Griff.

Als Kommunikationsberater muss Sacha Wigdorovits niemand etwas vormachen.

Schillernde Figur der Unschulds- und Schuldvermutung
Wer ist dieser Mann, der in seiner Vita als Kommunikationsberater mehrmals darauf gepocht hat, dass in noch nicht rechtlich geklärten Fällen die Unschuldsvermutung zu gelten habe?

Ein Auszug aus der Kundenkartei von Sacha Wigdorovits: Carl Hirschmann, Millionärssohn und Nachtclubbesitzer. Er hat den wegen Vergewaltigung angeklagten und schliesslich wegen sexueller Nötigung rechtskräftig verurteilten Millionärssohn und Nachtclubbesitzer Carl Hirschmann in der Kommunikation beraten.

Aufsehen erregt hat Wigdorovits in der sogenannten Nacktselfie-Affäre um den ehemaligen Aargauer Nationalrat Geri Müller (Grüne). Dieser musste als Badener Stadtpräsident zurücktreten, nachdem bekannt geworden war, dass er einer jungen Frau im Zuge einer gemeinsamen Affäre Nacktbilder von sich zugeschickt hatte. Respektive: Ihr Druck aufgesetzt hatte, dass sie diese wieder löscht.

Zahlreiche Karrierestationen und Verbandlung mit SRF
Wigdorovits hatte die Frau, die später wegen Nötigung gegenüber Geri Müller verurteilt wurde, beraten. Er selbst wurde vom Vorwurf der Nötigung freigesprochen. Schuldig gesprochen hat ihn das Regionalgericht Berner Jura-Seeland in Biel allerdings wegen Aufbewahrung und Kenntnisgabe unbefugt aufgenommener Gespräche, die im Zusammenhang mit diesem Fall stattfanden und an die Medien gelangt sind.

Die berufllichen Stationen von Sacha Wigdorovits, Lebenspartner der ehemaligen SRF-Direktorin Ingrid Deltenre, auszubreiten, füllen ein grösseres Kapitel. Doch lässt pointiert formuliert folgendes sagen: Wigdorovits Wirken in Luzern in den 90er Jahren legt den Grundstein dafür, dass seine Karriere in der Folge so richtig Fahrt aufgenommen hat.

Wigdorovits in den 90er-Jahren auch in Luzern aktiv
So ist er kurz vor dem Brand der Kapellbrücke am 18. August 1993 in die Redaktion der «Luzerner Neusten Nachrichten» (LNN) eingetreten. Böse Zungen haben später gewitzelt, er habe diese sogar angezündet. Faktisch entbehrt diese Behauptung natürlich jeglicher Grundlage.

Doch verdeutlicht der damals gerne portierte Kalauer: Medienschaffende haben diesen Mann in Luzern als sehr forsch und zündelnd erlebt. Gezündet hat Wigdorovits – aber ausschliesslich im Medienbusiness. Sein klares Ziel: Die LNN schneller zu machen als die im Jahr 1991 aus den Konkurrenzblätter «Vaterland» und «Luzerner Tagblatt» fusionierte «Neuen Luzerner Zeitung».

Amerikanische Methoden bei der LNN
Und er tat das auf eine amerikanische Art und Weise. Was der LNN-Redaktion anfangs etwas fremd war: Als ehemaliger US-Korrespondent der «SonntagsZeitung» hat Sacha Wigdorovits in New York den angelsächsischen Journalismus in sich aufgesogen.

Vor allem das Tempo hat es ihm angetan: So erschien bereits eine Sonderbeilage der «Luzerner Neusten Nachrichten» über den Brand der Kapellbrücke, bevor die Flammen richtig gelöscht werden konnten.

Kurz vor der Einstellung der «Luzerner Neusten Nachrichten» im Jahr 1995 wechselte Wigdorovits zum «Blick» und blieb somit unter dem Dach des Verlagshauses Ringier. An der Zürcher Dufourstrasse amtete er zunächst als Sportchef, bevor er zum Blick-Chefredaktor ernannt wurde.

«20 Minuten»: Wigdorovits gründet das Erfolgsblatt
Nach seiner Zeit beim «Blick» – Blick-Chefredaktoren hatten damals eine kurze Halbwertszeit – mischte Wigdorovits den Schweizer Medienmarkt gründlich auf. Er hatte bereits seit Jahren die Vision, das Land mit einer Gratis-Pendler-Zeitung zu überziehen.

Da seine Idee wegen der Reduit-Mentalität der Schweizer Verleger gegenüber solch progressiven Ideen nicht gut ankam, suchte er Hilfe im hohen Norden. Und fand sie in Form der Pendlerzeitung «20 Minuten», die der norwegische Medienkonzern Schibsted mit Erfolg betrieb.

Als nach dem blutigen Zeitungskrieg zwischen «20 Minuten» und «Metropol» das Zürcher Verlagshaus Tamedia den Sieger «20 Minuten» für teures Geld kaufte (und sein eigens Produkt «Express» einstellte), suchte Wigdorovits eine neue Herausforderung.

Er lancierte «.ch» (ausgesprochen Punkt CH), eine Pendlerzeitung, die nicht erst an der Bushaltestelle oder am Bahnhof zu den Leserinnen und Lesern kommt, sondern mit einer Art Hauszustellung funktioniert hat – oder eben nicht.

So lernt Wigdorovits Bernhard Alpstaeg kennen
Nach dem Scheitern von «.ch» und der Dominanz von «20 Minuten» auf dem Schweizer Markt kümmerte sich Wigdorovits vor allem um die von ihm gegründete Firma «Contract Media». Sie preist sich auf ihrer Website als «unabhängige Agentur für holistische Unternehmenskommunikation» an. Mit «holistisch» ist zu neudeutsch «ganzheitlich» gemeint.

In diesem Zusammenhang lernte Wigdorovits Bernhard Alpstaeg kennen. Noch heute führt die Webseite der Agentur die Swisspor als Kundin auf – just jene Baumaterial-Firma, die Bernhard Alpstaeg gegründet hat und der er heute noch als Verwaltungsratspräsident vorsteht. Alpstaeg und Wigdorovits sind unterdessen also alte Bekannte.

Und sie sind gute Bekannte, die sich offensichtlich mögen. So liess sich Wigdorovits Ende 2019 auf zentralplus folgendermassen zitieren: «Bernhard Alpstaeg ist ein Patron alter Schule. Er taktiert nicht danach, wer ihm gerade gegenüber sitzt. Er bringt seine Meinung und Position zum Ausdruck. Bernhard Alpstaeg ist ein emotionaler Mensch und gleichzeitig eine treue Seele. Er hat das Herz am rechten Fleck.»

Damit schliesst sich der Kreis um diese beiden illustren Figuren Sacha Wigdorovits und Bernhard Alpstaeg. Aus medialer Sicht erfreulich ist der Umstand, dass Alpstaeg/Wigdorovits im Rahmen dieser beiden Interviews eine offene, proaktive Kommunikationspolitik zum FC Luzern angekündigt haben.

Doch aufgepasst: Auf der anderen Seite sitzt jetzt auch ein mit allen Wassern gewaschener PR-Profi.
Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst was dafür zu tun,
ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten

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LU-57
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Re: ZÄME MEH ALS 52%!

Beitrag von LU-57 » 12. Jan 2023, 10:35

finds ja toll, dass er mit diesem wudowitz nun einen fakenewsprofi an seiner seite hat. aber börni bleibt halt börni. mehr als drei eingetrichterte sätze kann sich der nicht merken. ist und bleibt ein einfaches, aber halt steinreiches, opfer.

dass er sich nun wieder vermehrt öffentlich zu melden gedenkt ist ganz bestimmt das beste, was allen, die vom vr instrumentalisiert wurden und ihn nur deswegen weghaben wollen, passieren kann.

freue mich schon ungemein auf seine terminvorschläge für seine gross angekündigte aussprache mit den fans. wie er, der bereits wegen 70 mittelalterlichen fcl-holding-krawattenträgern den schiss in der hose, den notfallknopf in der (zittrigen) hand und die fünf eingreif-leibwächter vor der türe hat, sicherheitstechnisch anstellen will, wenn er plötzlich mehreren hundert blutlechzenden und schlecht frisierten krawall-hooligans gegenübersteht, weiss wohl nicht einmal die kkjpd.

4%-GRÜSEL-BÖRNI & EHRENLOSPRÄSI RAUS!

greez
Zuletzt geändert von LU-57 am 12. Jan 2023, 10:39, insgesamt 1-mal geändert.
STADION ALLMEND 1934 - 2009
\O/ cumk \O/ choooooom \O/

«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
Allmend war.

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Re: ZÄME MEH ALS 52%!

Beitrag von Neuer » 12. Jan 2023, 10:38

https://www.zentralplus.ch/fc-luzern/sa ... g-2509177/

Interessante Vorstellung von Alpstägs neuem Sprecher

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