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Fussball Ausland

Aufwindfahne
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Re: Fussball Ausland

Beitrag von Aufwindfahne » 17. Feb 2020, 14:45

https://www.luzernerzeitung.ch/sport/ma ... ld.1194904
Simon Häring hat geschrieben:Manchester City und das Geld fremder Vögte: Wenn Staaten im Fussball das Sagen haben
Europa ist das Epizentrum des Weltfussballs, und die Champions League dessen grösste Bühne. Doch regiert wird mit dem Geld fremder Vögte aus Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Russland. Auch bei Manchester City, das nun für sein Geschäftsgebaren bestraft wird.

Am Dienstag ist es wieder so weit. Die Hymne erklingt, das Sternebanner glitzert im Flutlicht, und die Spieler fabulieren vom besonderen Kribbeln, das immer ein bisschen grösser sei, wenn Spiele der Champions League anstehen. In Madrid und Dortmund, in London und Paris, in München und Barcelona, in Liverpool und Turin. In den Epizentren des Fussballs. Es geht um die europäische Krone, um Ruhm, aber auch um: Geld und Geltung.

Europa als Epizentrum des Weltfussballs?

Geografisch vielleicht, politisch hingegen längst nicht mehr. Der Erfolg ist gekauft mit dem Geld fremder Vögte. Die Hälfte der 16 Achtelfinalisten der Königsklasse sind vollständig in ausländischem Besitz, weitere lassen sich direkt von Staaten alimentieren, oder von Unternehmen, die von Staaten gelenkt werden. Nicht immer ist das unproblematisch.

Wer im europäischen Klubfussball das Sagen hat.
Beispiel Katar. Das Emirat an der Ostküste der arabischen Halbinsel gilt als hochmodern, von demokratischen Strukturen ist das Land indessen weit entfernt. Macht hat nur einer: Emir Scheich Tamim bin Hamad Al Thani. Und auf seiner politischen Agenda ganz oben steht der Sport. Seit Jahren werden Athleten aus allen Winkeln der Erde eingebürgert und als Gastgeber von Grossveranstaltungen hat Katar längst Weltruhm erlangt. 2018 fanden die Weltmeisterschaften im Kunstturnen in der Hauptstadt Doha statt, im letzten Jahr die Leichtathletik-Weltmeisterschaften. Die Krönung dieser Strategie: Im Dezember 2022 findet in Katar die Fussball-Weltmeisterschaft statt, gespielt in klimatisierten Stadien.

Und das im Land, das schon jetzt den weltweit grössten CO2-Ausstoss pro Kopf verzeichnet. Ein Land, das die Stadien von Gastarbeitern bauen lässt. Ein Land, in dem Hausangestellte wie Sklaven gehalten werden. Kurz: Ein Land, in dem die Menschenrechte mit Füssen getreten werden.

Als Barcelona seine Tradition verkaufte
Für Katar ist die Fussball-Weltmeisterschaft nur ein weiteres Mittel zur Imagepflege. Denn im Weltfussball hat das Emirat längst das Sagen. 2011 kaufte Katar über die Qatar Sports Investments QSI Paris Saint-Germain. Die QSI ist ein Tochterunternehmen der katarischen Investmentbehörde. Deren Gründer und Präsident? Katars Scheich Tamim bin Hamad Al Thani. Für ein unmoralisches Angebot von 165 Millionen Euro über fünfeinhalb Jahre verteilt, brach 2010 selbst der grosse FC Barcelona, der sich als Nationalmannschaft Kataloniens sieht und mit dem Slogan «Més que un Club» (mehr als ein Verein) wirbt, mit der Tradition und verkaufte erstmals nach 111 Jahren seine Brust – an die Qatar Foundation, hinter der die katarische Investmentbehörde und damit ebenfalls der Staat Katar steht.

Katar hält aber auch Anteile am deutschen Autobauer Volkswagen, dessen Konzerngruppe Audi angehört. Audi wiederum hält 8,3 Prozent der Aktien des deutschen Rekordmeisters Bayern München. Und Katar kooperiert auch mit Spaniens Rekordmeister Real Madrid.

Real Madrid wiederum lässt sich von Emirates unterstützen, der staatlich kontrollierten Fluggesellschaft des Emirats Dubai. In den Achtelfinals der Champions League treffen die Madrilenen auf Manchester City, das die Abu Dhabi United Group im Herbst 2008 für 210 Millionen Pfund (damals 420 Millionen Franken) vom ehemaligen thailändischen Premierminister, Thaksin Shinawatra, kaufte. Gründer und Besitzer der Abu Dhabi United Group? His Royal Highness, Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan, Bruder des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate. Als Trikotsponsor und Namensgeber des Stadions von Manchester City fungiert Etihad, die nationale Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate.

Verwirrend, nicht?

Fehlt noch die Figur, die all diese Zielkonflikte auf sich vereinigt: Nasser Al-Khelaifi. Seit einem Jahr ist er Mitglied des Exekutivkomitees der Uefa. Er ist aber auch Präsident von Paris Saint-Germain. Die Pariser stehen wegen möglicher Verstösse gegen das Financial Fairplay seit Jahren unter Beobachtung der Uefa. Die Uefa lässt sich wiederum von beIN Sports für die Übertragungsrechte der Champions-League-Spiele bezahlen. Und wie heisst der Besitzer des katarischen Medienkonzerns? Nasser Al-Khelaifi.

Norwegens Zentralbank als Juventus-Aktionär
Ausländische Mehrheitseigner kontrollieren auch RB Leipzig (Red Bull, Österreich), den FC Liverpool (Fenway Sports Group, USA), Valencia (Peter Lim, Singapur), und Chelsea London (Roman Abramowitsch, Russland). Bei Atlético Madrid halten der chinesische Mischkonzern Wanda (17 Prozent) und der israelische Unternehmer Idan Ofer (15 Prozent) bedeutende Minderheitsbeteiligungen. Bei Olympique Lyon hält das chinesische Unternehmen IDG Capital Partners Co. 20 Prozent der Aktien.Von den Achtelfinalisten der Champions League gehören einzig Tottenham und Borussia Dortmund nicht fremden Vögten. Die italienischen Vertreter Atalanta Bergamo und Napoli sind wahre Einhörner. Sie gehören den jeweiligen Präsidenten Antonio Percassi und Aurelio De Laurentiis.

Juventus Turin befindet sich zwar in Besitz der italienischen Familie Agnelli, doch die Exor-Gruppe, der zwei Drittel der Anteile gehören, ist in den Niederlanden domiziliert. Beim italienischen Rekordmeister sind die Besitzverhältnisse besonders interessant. Unter den Investoren befinden sich auch solche aus China, Frankreich, Grossbritannien und den USA. Die Spuren führen auch zur berüchtigten Fondsgesellschaft BlackRock. Und die norwegische Zentralbank, welche die Aufgabe hat, die Einnahmen aus der Erdölförderung, die in den staatlichen Pensionsfonds des Landes fliesst, sieht in der Juventus-Aktie ebenfalls eine sichere Anlage.

Russischer Staatskonzern als Sponsor der Champions League
Mittendrin statt nur dabei ist der europäische Fussballverband, die Uefa. Seit 2012 ist Gazprom, der grösste Erdgasförderer der Welt, Partner der Champions League. Das Unternehmen ist auch Hauptsponsor von Zenit St. Petersburg, Roter Stern Belgrad und Schalke 04. Gazprom, der Konzern, der Russland gehört. Russland, das sich in Syrien mit Katar bekriegt. Vereinzelt regt sich Widerstand gegen das Geschäftsgebaren der Vereine. So protestierten Fans von Bayern München gegen die Nähe zu Katar und zeigten ein Banner mit dem Konterfei des Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge mit Tomaten auf den Augen, nachdem dieser gesagt hatte, die Arbeitsbedingungen in Katar würden sich verbessern. Und als Schalke im November 2013 in Basel zu Gast war, seilten sich vier Greenpeace-Aktivisten vom Stadiondach ab, entrollten ein Protestplakat gegen Gazprom und provozierten damit einen Spielunterbruch.

In einer Welt, die mit Geld vom fremden Vögten regiert wird, sind das nur Randnotizen geblieben. Wenn die Sterne der Königsklasse funkeln und die Spieler Tausende im Stadion und Millionen vor den Fernsehern in Jubel versetzen, geht vergessen, mit wessen Geld die Löhne bezahlt werden.

Bis am Freitag, den 14. Februar 2020. Es ist der Tag, an dem die Uefa Manchester City wegen Verstössen gegen das Financial Fairplay für zwei Saisons von europäischen Wettbewerben ausschliesst und zur Zahlung einer Busse über 30 Millionen Euro verpflichtete. Der englische Meister hat zwischen 2012 und 2016 die Einnahmen aus Sponsoring in seinen Bilanzen höher als der Realität entsprechend bewertet. Manchester City kann am internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne Berufung gegen das Urteil einlegen. Auch das mit dem Geld fremder Vögte.
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Re: Fussball Ausland

Beitrag von LU-57 » 1. Mär 2020, 23:58

was für ein verspnobter haufen scheisse.

die aalglattesten millionenschweren spieler, welche ansonsten zu nichts und noch weniger eine eigene meinung haben, setzen sich plötzlich beherzt und empört für einen mächtigen milliardär ein.

die ebenfalls gutbetuchten club- und verbandbosse solidarisieren sich mit ihrem bestfriendgeschäftspartner und überhäufen sich mit apokalyspse-beschwörungen und extrem-forderungen.

spiele werden unterbrochen, sollen gar abgebrochen werden oder werden wie im kindergarten nicht mehr richtig fertig gespielt.

und weshalb? weil ein jahrealter kleinkrieg zwischen fanszene und teppichetage - in der aktuellen episode mittels eines persönlich-beleidigenden spruchbands an die adresse eines der reichsten und mächtigsten menschen des landes - wieder mal ans tageslicht gekommen ist?

und das ist eure reaktion? lächerlicher und niederiger gehts kaum mehr, abgehobene deutsche fussballbusiness-elite.

und dann ist der fussballadel auch noch der totalen überzeugung, die moral auf seiner seite zu haben.

mir kommen die tränen.

https://www.faszination-fankurve.de/ind ... s_id=21506

egal wie doof man ultrà-deutschland finden kann oder muss, dieses theater ist jenseits von gut und böse ...

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«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»

Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
Allmend war.


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Re: Fussball Ausland

Beitrag von Master » 2. Mär 2020, 08:16

LU-57 hat geschrieben:
1. Mär 2020, 23:58
und dann ist der fussballadel auch noch der totalen überzeugung, die moral auf seiner seite zu haben.
:!: :!: :!: :!: :!:

Da läuft so viel schief in diesem ganzen Theater, man müsste fast warten bis bjaz einen seitenlangen Txt formuliert hat!

Eine Doppelmoral, WO sogar das pornöse Amerika blutrot anläuft :eye:

btw: kenne die Hintergründe von hopp im Fadenkreuz nicht, aber diese Transparente waren sicher too much.
L U C E R N E - Till I Die!

Kämpfe Lozärn, Kämpfe Lozärn!
mer wend Euch gwönne gseh!


Master (am Do 20. Okt 2005 22:24 ) hat geschrieben:ich sage immer das gleiche.. dass er dem verein helfen wird, davon bin ich überzeugt!
dass er der fanszene schaden wird, davon bin ich genau so überzeugt! aber ich hoffe wir werden das überstehen!

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Re: Fussball Ausland

Beitrag von bjaz » 2. Mär 2020, 12:40

Master hat geschrieben:
2. Mär 2020, 08:16
Da läuft so viel schief in diesem ganzen Theater, man müsste fast warten bis bjaz einen seitenlangen Txt formuliert hat!
Habe mich ein wenig gewehrt, da ich einigen zu pessimistisch sei. Alternativ ein lesenswerter Text mit weiterführenden Links zur Situation und Symbolfigur:

https://www.facebook.com/notes/andrej-r ... 845222856/

Ich muss aber leider sagen, dass ich es dennoch nicht lassen konnte. Und ich muss mich auch bei euch entschuldigen für die Art der Sprache. Ich möchte aber ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich mich nur bei euch entschuldige, jedoch ganz bestimmt nicht bei den Adressaten der nachfolgenden Beleidigungen.
Bild hat geschrieben:Hoffenheim-Investor Dietmar Hopp (79) wurde mehrfach als „Hurensohn“ beleidigt.
Diese Bild-Schlagzeile fasst ganz gut zusammen was genau geschehen ist: Ein Hurensohn (79) wird als Hurensohn beschimpft und das Land der Fliesentische dreht durch. Dasselbe Land, dass sich derart empört und sich vermeintlich und situativ gegen Hetze und Mobbing stark macht, schaut sich am Sonntag Abend zur Primetime an, wie ein nicht ganz so witziger Comedian seine wochenlange Hetze gegen einen zugegeben grüseligen und bescheidenen Musiker zur Schau stellt. Der moralische Kompass ist nichts weiter als ein Spielzeug aus dem Micky Maus Heft. Hurensöhne!

Und eigentlich geht es sowieso um etwas ganz anderes. Rummenigge, Beckenbauer oder nun eben dieser Dietmar Hopp (79) - sie alle sind Symbolfiguren, an denen sich der angestaute Hass und die Verabscheuung entlädt. Und dies auch völlig zurecht. Sie sind nicht die Sündenböcke, sondern Mittäter. Das ist ganz wichtig zu verstehen. Erinnern wir uns an dieses schöne Zitat über einen verurteilten Verbrecher der genauso hofiert wird wie Dietmar Hopp (79):
Uli Hoeness hat geschrieben:Ich bin der einzige Deutsche, der Selbstanzeige gemacht hat und trotzdem im Gefängnis war. Ein Freispruch wäre völlig normal gewesen. Aber in diesem Spiel habe ich klar gegen die Medien verloren.
Welch Ehrenmann. In der Liste der Weltverbesserer liegt er noch knapp vor Gandhi und Mandela.

Ihr seid so arm. Diese Selbstwahrnehmung ist abscheulich. Lange Zeit hatte ich das trügerische Gefühl, dass Sepp Blatter ein "tragischer Einzelfall" einer unerkannten Art von Schizophrenie sei. Dabei war Blatter höchstens ein Vorreiter - aber selbst er war nicht Patient null. Insgesamt dreht die Welt durch und die Bürger wissen sich nicht besser zu helfen als mit der Wahl von teils weit schlechteren, aber immerhin provozierenden Alternativen vermeintlich Gehör zu verschaffen. In Wahrheit befeuern sie das ganze damit aber sogar noch. Egal ob in den USA, Frankreich, England oder eben Deutschland. Denn die Reichen und Mächtigen werden vom System geschützt und berechtigte und fundierte Kritik wird ignoriert, mundtot gemacht oder verschwindet in einem schwarzen Loch. "Hurensohn"-Spruchbänder sind auch ein Ausdruck von Hilflosigkeit gegenüber diesem System.

Umgekehrt wird auch die Hilflosigkeit der Vereine und Verbände offensichtlich. Als Zeichen und Bild taugt es ungemein gut, wenn ein paar Millionäre den Ball hin- und herpassen. Ein Boykott der ganz neuen Art. Noch viel stärker sind allerdings die Zeichen aus Köln und Köpenick. Die Zeichen von Verbrüderung. Die lose Phrase "in den Farben getrennt,..." ist 2020 in der echten Welt angekommen. Sie sagen: Fickt euch ihr Hurensöhne! Sie sagen: Wir waren bereit mit euch zu reden - aber ihr habt keine Ehre, ihr Hurensöhne! Ihr wollt uns unser Spiel wegnehmen? Könnt ihr, aber ihr spielt dann auch nicht damit. Und mit einem Schlag muss es den Verbandsfunktionären klar geworden sein: "Fuck fuck fuck, was haben wir getan? Das war taktisch nicht ganz so schlau". Ich hoffe, dass die Fans der verschiedenen Vereine diese Hilflosigkeit als eigene Stärke erkennen und einsehen, dass die nächste Stufe des Eskalationsplans angegangen werden muss. Es geht hier nicht um irgendwelche Helene Fischer Shows, sondern muss persönlicher werden. Es funktioniert. Glauben tue ich es jedoch nicht.

Denn welche Lobby hat man denn? Das "links-versiffte" in "öffentlich-rechtlich" trifft es dann eben doch nicht schlecht. Denn öffentlich-rechtlichen Anstalten blasen dabei nämlich ins gleiche Horn wie die Medien der wenigen monopolistischen Medienhäuser mit machterhaltender und daher oftmals eher politisch rechter Gesinnung. Und so sind sich schnell alle einig: Der Fussball in Geiselhaft der Ultras. Krasse Botschaft. Dabei wäre das Konstrukt der FIFA und UEFA die einzige Geiselnahme (die ich all diesen Hurensöhnen dennoch nicht als Ausrede zugestehen will). Ihr Interesse an Macht und Geld und ihr gleichzeitiges Desinteresse gegenüber Menschen und dem Sport könnte offensichtlicher nicht sein. Alle wissen es. Alle. Alleine wenn man die Visage eines Infantinos betrachtet müsste sie eigentlich bei jedem anständigen Menschen Schlagreiz auslösen. Er stellt den Kopf einer mörderischen Bande. Anstelle sie für ihre Taten zu verurteilen bleiben sie nicht nur straffrei, am obersten Rand der Gesellschaft, sondern dürfen sich noch als Wohltäter rechtfertigen und feiern lassen. Ein Unternehmen wie die FIFA, welches nach wie vor den Status eines Vereines trägt, aber den Einfluss eines westlichen Landes hat und welches Sklavenarbeit in Katar nicht nur unterstützt sondern fördert produziert ständig irgendwelche Auflagen im Interesse ihres Vermögens, vor denen sich die Bücklinge in Anzügen aus allen Ländern ducken. Dabei sind sie nichts weiter als die Leute die bei der Krönung des Königs in den Thronsaal dürfen. Speichellecker die über Leichen gehen würden, um ein Teil dieses elitären Kreises zu sein. Alle wissen dass diese Verbände ein arroganter scheiss Dreckshaufen von Hurensöhnen ist. Hurensöhne! Alle. Keiner macht irgendetwas dagegen. Im Gegenteil: Lieber jubelt man ihnen noch zu wenn sie sich Putin direkt auf den Schoss setzen. Yay, "Fussball nimmt so viel Einfluss". "Fussball ist wichtig" bla.

Und der Stern des Südens? Der hätte jetzt die Möglichkeit endlich die Ticket-Preise im Stehplatzsektor zu erhöhen, damit solch Unfug nicht mehr passiert. Zum Wohle des Sports! Dann müsste man sich auch nicht mehr so vehement gegen eine internationale Super League wehren. Und es ist mir einfach ein Anliegen, dass man sich nicht nur auf Dietmar Hopp (79) einschiesst und nicht vergisst, dass nicht nur er ein Hurensohn ist. Auch die aalglatten Profis hätten ein paar Spruchbänder verdient. Lewandowski? Hurensohn! Manuel Neuer? Was ist die Steigerung von Hurensohn? In Katar übernehmt ihr dann wieder die Rolle der Social Influencer. Damit der Eindruck entsteht, alles wäre super organisiert und überhaupt ganz korrekt und alles Gegenteilige vermeintliche Lügengeschichten. Ihr habt keine Eier. Ihr seid nichts anderes als der Schatten des Systems. Und der Ausrede, es ginge ihnen nur um den Sport und sie seien doch nur Fussballer und wollen sich nicht einmischen, darf man gerne mit einem "Fick dich du kleiner Hurensohn" entgegnen. Ey und noch was: Wie oft wurde in Luzern von irgendjemandem der FC Bayern als Vorbild genannt? Die wollen alle in den scheiss Thronsaal. Bitter wenn man selbst mit 700 Mio. Vermögen eine Nummer zu klein ist.

Wenn man sich mal wieder die neuen zwei Sätze von Christian Streich zu dieser Thematik anhört, muss man sagen: Ja Christian, du hast absolut recht. Danke! Unglaublich wie der das jedes Mal auf den Punkt bringen kann: Anstand und Respekt sollten Grundbestandteile einer jeden Gesellschaft sein. Mit diesen Grundwerten würden sich viele Probleme lösen lassen. Kriege, Flüchtlinge, Armut,... Dass dies nicht der Fall ist, ist schlicht und einfach traurig. Dass diese Heuchler versuchen die Fans als "Täter" zu verunglimpfen ist klar. Immer geil, wenn man sich als Fussballfunktionär als Moralapostel aufspielen kann. Aber mit nur etwas gesundem Menschenverstand ist klar ersichtlich, dass es sich hier nicht um eine Aktion, sondern um eine Reaktion handelt. Und das ist essenziell.

Die nüchterne Feststellung der moralischen Instanz Christian Streich ändert aber leider nichts daran, dass vieles falsch läuft und verheimlicht ausserdem den Fakt, dass einzelne über Recht und Unrecht entscheiden dürfen, sich selber aber gewisse Rechte herausnehmen können. Eine Verbindung von irgend einem dieser Spruchbänder oder "Plakate" zu Hanau zu ziehen ist so falsch wie ein Souvenirladen auf dem Mond. Sich künstlich darüber zu empören, dass da ein alter Grossvater und beschimpft wird ist so heuchlerisch, erst recht wenn man bedenkt, dass in den Logen Europas Stadien Leute aus der Waffen- und Rüstungsindustrie sitzen oder solche welche diese im politischen Diskurs unterstützen. Was für Hurensöhne! Aber bitte, wenn man es wirklich korrekt will, dann reichen auch die Fakten: Dietmar Hopp (79) ist ein Nazisohn. Das ist ein Fakt, keine Beleidigung. Aber für Dietmar Hopp (79) waren das halt "schwierige Zeiten". Alles Heuchler.

Angesichts der allgemeinen Heiligpreisung von Dietmar Hopp (79) kann man als einfacher Bürger tatsächlich nur hoffen, dass die chinesische Letztwählerkrankheit ein paar Sessel frei gibt... Und auch wenn es am Ende nichts bewirkt, so würde ich mir zumindest eine Absage der EM im Sommer wünschen. Das wäre ein richtig geiler Sommer!

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Re: Fussball Ausland

Beitrag von Aufwindfahne » 2. Mär 2020, 14:22

Der Masterplan gewinnt an Tempo. Kritische Fans auf dem schnellstmöglichen Weg mundtot machen, damit der Widerstand zu Themen wie 50+1-Abschaffung, Pay-TV-Diktat, Anspielzeiten-Verzerrung, Superduper-Euro-League, höhere Eintrittspreise usw. gebrochen wird. So können die konkreten Absichten endlich weitgehend störungsfrei umgesetzt werden und der Bereicherungswahn im Fussball darf sich nochmals deutlich vervielfachen.

In diesem Falle drücke sogar ich den Schickeria Hurensöhnen die Daumen. Natürlich nicht, ohne noch darauf hinzuweisen, dass sie selbst seit Bestehen eine fatale Doppelmoral an den Tag legen und am Samstag nicht besonders originell waren.
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Re: Fussball Ausland

Beitrag von bjaz » 2. Mär 2020, 16:21


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Re: Fussball Ausland

Beitrag von LU-57 » 3. Mär 2020, 18:15

es ist so unfassbar erbärmlich ...

https://www.tagesanzeiger.ch/sport/fuss ... y/21117098

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«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»

Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
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Re: Fussball Ausland

Beitrag von dragao » 18. Mär 2020, 01:56

https://www.watson.ch/sport/schweiz/441 ... _441161627

Einfach unfassbar, dass Lauber vom Parlament als BA wieder gewählt wurde.

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Re: Fussball Ausland

Beitrag von Aufwindfahne » 26. Mär 2020, 16:34

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Re: Fussball Ausland

Beitrag von LU-57 » 29. Mär 2020, 21:58

chch, richtig geil gentlemens-like von allen seiten.

etwas muss ich euch noch beichten:

beim lesen des texts hats mich, doch wieder einmal, fussballromantisch-naiv erwischt.
Nur ein Verein aus den ersten zehn hat sich dem Protest nicht angeschlossen: Sheffield United, derzeit im 7. Rang klassiert.
ich so: fairplay! das passt. sheffield. geschichte eh! so ne deindustrialisierungsgefuckte stadt im nirgendwo. der geburtsort des fussballs. und auch wenn nicht ef-siii oder wiiinsdei, so scheinbar zumindest die iunäited seit neustem wieder zurück im oberhaus - und sogar auf öiropakurs. coole sache. und die haben doch noch dieses legendäre stadion. sheffield. sympathisch! die guten! schön gibt es doch noch nicht-arschlochvereine!

der nächste satz so:
Auch dies entspringt wohl nicht dem Zufall. Der Aufsteiger gehört zu 100 Prozent dem saudischen Prinzen Abdullah bin Musa’ad bin Abdulaziz Al Saud – die Beziehungen zwischen Saudiarabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten sind derzeit gut.
:eye:

erkenntnis: alles pack. und die bestätigung: prömierliiig, who cares ...

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Re: Fussball Ausland

Beitrag von LU-57 » 31. Mär 2020, 11:12

ARD hat geschrieben:Slowakischer Topklub geht wegen des Coronavirus pleite

MSK Zilina kann nicht mehr - erster Topklub pleite

https://www.sportschau.de/fussball/inte ... te100.html
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Re: Fussball Ausland

Beitrag von LU-57 » 6. Apr 2020, 02:11

breaking news aus burundi:

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jeder kontinent (exkl. ozeanien, diese lutschers) hat noch seinen unbeugsamen fahnen-hochhalter! 8)

hoffe und nehme an, die uefa belohnt weissrussland für seine bemerkenswerten bemühungen, die saison zu beenden, mit einem friendship-ticket für die nächste tschempiensliig-gruppenphase! ausserdem erwarte ich, dass weissrussland sämtliche europagöpp-startplätze der belgier erben darf!

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Re: Fussball Ausland

Beitrag von Master » 6. Apr 2020, 07:51

LU-57 hat geschrieben:
6. Apr 2020, 02:11


hoffe und nehme an, die uefa belohnt weissrussland für seine bemerkenswerten bemühungen, die saison zu beenden, mit einem friendship-ticket für die nächste tschempiensliig-gruppenphase! ausserdem erwarte ich, dass weissrussland sämtliche europagöpp-startplätze der belgier erben darf!

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Master (am Do 20. Okt 2005 22:24 ) hat geschrieben:ich sage immer das gleiche.. dass er dem verein helfen wird, davon bin ich überzeugt!
dass er der fanszene schaden wird, davon bin ich genau so überzeugt! aber ich hoffe wir werden das überstehen!

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Re: Fussball Ausland

Beitrag von Pendergast » 6. Apr 2020, 10:16

LU-57 hat geschrieben:
6. Apr 2020, 02:11
breaking news aus burundi:

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jeder kontinent (exkl. ozeanien, diese lutschers) hat noch seinen unbeugsamen fahnen-hochhalter! 8)



Ngozi wird sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen in Burundi und seinen zweiten Titel in der Vereinsgeschichte einfahren.
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Re: Fussball Ausland

Beitrag von Beo » 6. Apr 2020, 12:50

LU-57 hat geschrieben:
6. Apr 2020, 02:11
jeder kontinent (exkl. ozeanien, diese lutschers) hat noch seinen unbeugsamen fahnen-hochhalter! 8)
Dabei sollte man natürlich berücksichtigen, dass beispielsweise die vanuatuische Liga gar keine Möglichkeit hatte, die Meisterschaft zu unterbrechen!
Diese ist nämlich seit dem 12. Dezember 2019 ohnehin unterbrochen, da der einzige Fussballplatz (Port Vila Stadium) aufgrund der anhaltenden Trockenheit nicht mehr gepflegt und gewässert werden kann. (https://oceaniafootballcenter.home.blog ... -holidays/)

Bildbeweis hier. (Ich sehe allerdings nicht ein, warum man hier nicht tschutten könnte. Beim FC Südstern sieht's ja auch nicht wirklich anders aus): Bild

By the way: Sportlich liegen nach neun von vierzehn gespielten Runden Tafea und Ifira Black Bird mit 18 Punkten gleichauf an der Spitze. Dahinter lauert gleich Galaxy - die Situation ist also durchaus mit derjenigen in der Schweiz vergleichbar.

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Nicola Sturgeon, Premierministerin von Schottland, 19.06.2019 hat geschrieben:
"I still don’t fully understand how it works, but I understand enough to know that I hate VAR!"

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Re: Fussball Ausland

Beitrag von Insider » 6. Apr 2020, 14:53

Beo hat geschrieben:
6. Apr 2020, 12:50
LU-57 hat geschrieben:
6. Apr 2020, 02:11
jeder kontinent (exkl. ozeanien, diese lutschers) hat noch seinen unbeugsamen fahnen-hochhalter! 8)
Dabei sollte man natürlich berücksichtigen, dass beispielsweise die vanuatuische Liga gar keine Möglichkeit hatte, die Meisterschaft zu unterbrechen!
Diese ist nämlich seit dem 12. Dezember 2019 ohnehin unterbrochen, da der einzige Fussballplatz (Port Vila Stadium) aufgrund der anhaltenden Trockenheit nicht mehr gepflegt und gewässert werden kann. (https://oceaniafootballcenter.home.blog ... -holidays/)

Bildbeweis hier. (Ich sehe allerdings nicht ein, warum man hier nicht tschutten könnte. Beim FC Südstern sieht's ja auch nicht wirklich anders aus): Bild

By the way: Sportlich liegen nach neun von vierzehn gespielten Runden Tafea und Ifira Black Bird mit 18 Punkten gleichauf an der Spitze. Dahinter lauert gleich Galaxy - die Situation ist also durchaus mit derjenigen in der Schweiz vergleichbar.

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Galaxy noch gute Offensive.
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Re: Fussball Ausland

Beitrag von Beo » 19. Apr 2020, 18:58

Was ist eigentlich mit FK Minsk los? Seit dem Derbysieg (3:2) am 28. März haben sie alle drei Spiele verloren. Gestern gab es eine 0:1-Niederlage bei Aufsteiger Ruch Brest, aber auch von Energetik-BGU (in der letzten Saison bekanntlich knapp am Abstieg vorbeigeschrammt) mussten die FK-ler sich schon bezwingen lassen.
Im nächsten Spiel geht's zuhause gegen Torpedo BelAS Schodsina. Die sind etwas überraschend punktgleich mit dem Leader und somit eher schwer einzuschätzen. Drei Punkte sind für die Hauptstädter aber Pflicht, sonst kommen sie langsam aber sicher in eine Negativspirale.

Allerdings sind auch die weiteren Meisterschaftsfavoriten (Dinamo Brest, Dinamo Minsk, Schachtjor Soligorsk) noch nicht so richtig aus den Startlöchern gekommen - aber die Saison dauert ja noch lange!

Nur eins steht fest: die beiden Aufsteiger, Belschyna Babrujsk und FK Smaljewitschy, haben noch immer keinen Sieg verbucht… So wird das sicher nichts mit dem Ligaerhalt.
Nicola Sturgeon, Premierministerin von Schottland, 19.06.2019 hat geschrieben:
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Re: Fussball Ausland

Beitrag von LU-57 » 21. Apr 2020, 11:50

Beo hat geschrieben:
19. Apr 2020, 18:58
Was ist eigentlich mit FK Minsk los?
hehe. denen scheinen die glücks-engel (?) wohl nur noch im vereinswappen beizustehen.

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interessant diesbezüglich auch der blick ins famose tadschikistan, wo die wysschaja-liga nach drei gespielten runden erste tendenzen erhaschen lässt:

istiqlol dushanbe, tadschikistanischer rekordmeister mit einer vereinsgeschichte die eigentlich nur aus sportlichem erfolg besteht (2008 in der zweiten liga gestartet, sämtliche 27 partien mit einer sagenhaften tordifferenz von +147 (im schnitt fast 5.5. tore vorsprung pro spiel :lol: ) gewonnen, spielen sie seit dem aufstieg nun elf saisons im oberhaus, haben davon 8 (und die letzten 6) als meister abgeschlossen und auch im cup stets für furore gesorgt: der club stand in jedem pokalfinale, holte 8 titel), ist auch 2020 wieder gut aus den startlöchern gekommen: mit 7 punkten ist der verein, gemeinsam mit khatlon bokhtar, an der tabellenspitze. die liga wurde im übrigen extra auf diese saison wieder von 8 auf 10 teams aufgestockt. wohl, damit sich noch zwei teams mehr im internationalen schaufenster präsentieren können. es bleibt spannend in tadschikistan (mein gott, was für ein zungenbrecher).

übrigens, was mich auch mega interessieren würde: wird das abgebrochene spiel zwischen juventus managua und real madriz ( :D fast chli oldschool fussballmanätscher u.ä. game-style) noch nachgeholt oder beenden die beiden teams die saison nun einfach mit einem spiel weniger? kann mich und alle anderen, die aufgrund dieser unsicherheit kaum mehr richtig schlafen können, diesbezüglich ein insider des nicaraguanischen fussballs updaten? besten dank im voraus.

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«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»

Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
Allmend war.


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Re: Fussball Ausland

Beitrag von Don Pedro » 22. Apr 2020, 09:56

Barcelona nutzt die Corona-Krise im Übrigen dazu, einen sehr uneigennützigen und edlen Move zu machen: Man will den Stadionnamen verkaufen und das Geld für die COVID-19 Bekämpfung zur Verfügung stellen.
Wahre Edel-Ritter, diese Barcelonier. "Mes que un club" eben. Heftigster Beifall meinerseits! Selbstlos wie immer. Ich glaube, in dieser Stadt wimmelt es einfach nur vor Ehrenleuten.

Ähnlichkeiten mit der erstmaligen Trikot-Werbung von Unicef für 5 Jahre (inkl. Spende von 1 Mio. per anno und anschliessender Verkauf der Brust an den Menschenrechtsstaat Katar für den 6-fachen Betrag) sind natürlich rein zufällig. Auch der Zeitpunkt, in dem einmal mehr Misswirtschafts- und Korruptionsvorwürfe den "Mehr als ein Klub" durchrütteln. Und natürlich erscheint dieser Move auch überhaupt nicht verdächtig, wenn man schon bald das Stadion zu einem Supertempel umbauen möchte. Immerhin Watson habt ihr in der Tasche. Schreibt dort doch ein sehr kritischer Journalist: "Camp Nou soll einen Sponsoren-Namen erhalten – der Grund ist edel".
:cyclopsani: :cyclopsani:
Bienvenido a Lucerna, hijo de puta!

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Re: Fussball Ausland

Beitrag von LU-57 » 26. Apr 2020, 10:38

LU-57 hat geschrieben:
21. Apr 2020, 11:50

interessant diesbezüglich auch der blick ins famose tadschikistan, wo die wysschaja-liga nach drei gespielten runden erste tendenzen erhaschen lässt
leider heissts in tadschikistan vorerst nun auch lichterlöschen. schade, das wäre DIE grosse chance gewesen für das aufstrebene fussballland. gerüchten zufolge hätten die tadschiken von der uefa als anerkennung für ihren wertvollen und selbstlosen einsatz für sport und gesellschaft die europacup-startplätze der egoistischen weichei-holländer erhalten. wäre interessant gewesen, zu sehen, ob isiqLOL seinen sagenhaften siegeszug auch gegen liwerpul, barsa und dinamo brest fortgesetzt hätte.

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