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Kampf den Hooligans und Rassisten

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LU-57
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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Beitrag von LU-57 » 16. Jan 2024, 15:35

gewisse kreise chli nerwös geworden?
Pfadizeitung hat geschrieben: FANGEWALT

Verfeindete Fussballfans vereinen sich für nationale Demo in Bern – auch Luzerner sind dabei

Neu werden als Strafe nach Ausschreitungen rund um Fussballspiele sofort ganze Sektoren in Schweizer Stadien gesperrt. Fans, die sich sonst verachten, machen nun gemeinsam mobil.

[...]

Bereits die Aktion mit den enorm vielen Rauchpetarden beim letzten Heimspiel gegen St.Gallen Mitte Dezember, wo auch ein offenes Feuer im Stadion gelegt wurde, welches den Feueralarm auslöste, sei Teil des Widerstandes gewesen, heisst es weiter.
kann eigentlich mal irgendwer erörtern, wie wer wo was warum sich diese medienlöite zum wiederholten male gegenseitig in der endlosschlaufe abschreiben, beim rauchprotest gegen basel sei ein "offenes feuer" gelegt worden? :eye: :D

Bild

aso ähm, rauch hüben wie drüben, ok. aber wenn feuer, dann bitzeli mini-brötlischtelle links unten. tönt logisch, dass genau dieser gigantische feuerlavastrom für den feueralarm (btw. :love3: ) verantwortlich war. aber easy, "offenes feuer entfachen" schreibt und liest sich halt schon geil, fairplay.

greez
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«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
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Schalker jung
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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Beitrag von Schalker jung » 16. Jan 2024, 16:06

:grill:
1000 Trainer schon verschliessen, Spieler kommen Spieler gehen
doch was stehts bleibt sind wir Luzerner die immer Treu zur Mannschaft stehn

e. nord
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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Beitrag von e. nord » 16. Jan 2024, 16:42

das "offene feuer" zahlt sich auf jedenfall aus: auch im berner bund ist der sich daraus entwickelte rauch titelbild beim fanprotest-artikel. woohoo:
https://www.derbund.ch/yb-fansektor-ges ... 2050989631

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LU-57
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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Beitrag von LU-57 » 18. Jan 2024, 13:39

CVP :love4:
zentralplus hat geschrieben:HAPPIGE VORWÜRFE DES LUZERNER MITTE-PRÄSIDENTEN
Christian Ineichen: «FCL macht nichts gegen Fangewalt»
https://www.zentralplus.ch/sport/fc-luz ... t-2612988/
härzig.

aber eben. es geht ineichen oder der cvp ja gar nicht um eine beruhigung der lage. ansonsten könnte die orange verliererpartei ja gar nicht mehr rumheepen.

wenn man die fakten zur hand nimmt, dann hat eine eskalation von seiten der behörden noch immer zu einer steigerung an unerwünschten nebenerscheinungen geführt. und nicht andersrum. siehe erfahrungen aus den letzten 15-20 jahre.

so lange das (illusorische) ziel der behörden/politik/bolizei ein komplett nebenerscheinungs-freier fussball bzw. die komplette zerschlagung der fanszenen ist, so lange wird das ziel wohl einzig und alleine durch geistermeisterschaften und aushebelung sämtlicher grundrechte bzw. des letzten verbliebenen verhältnisses von strafmassen der fussballfans erreicht werden können.

sollte sich dereinst die einsicht durchsetzen, dass man auch beim fussball (wie in allen anderen bereichen des öffentlichen lebens) nicht sämtliche störenden elemente entfernen, sondern sich in erster linie darauf konzentrieren möchte/sollte, dass sich diese störfaktoren so wenig und eingedämmt wie möglich zeigen (was in vielen anderen bereichen des öffentlichen lebens ja auch das - sinnvolle - ziel des politischen wirkens ist), käme man womöglich auf eine für alle seiten bessere lösung.

aber eben: verkehrstote, drogenelend, arbeitslose, obdachlose, wohnungsnot, krankenkassenprämienschöcker, krieg, terror, menschenhandel ... die schweizer politik hat sämtliche probleme des landes und der welt perfekt gelöst. einzig und alleine bei der fussbfallfangewalt hat man es bisher bloss soweit geschafft, dass jeder schweizer bürger ausserhalb des zeitungslesens im schnitt öpen alle 5 jahre mal für ein paar minuten ganz persönlich beeinträchtigt wird, weil er aufgrund eines fussballspiels im stau steht oder weil an seinem briefkasten ein kleber angebracht wurde.

verständlich, steht dieses thema ganz oben auf dem radar der glorreichen cvp. selbst nach dem abgang der wunderbaren ida g-punkt.

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Don Pedro
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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Beitrag von Don Pedro » 19. Jan 2024, 11:29

Hinterwäldler tun nun eben, was Hinterwäldler so tun. Keine Ahnung haben, etwas Polemik in den Wald brüllen und von allen Seiten ignoriert werden.
Absolute Nicht-Persönlichkeit. Der wurde sogar von seiner eigenen Partei rausgeekelt und übergangen bei den Nominationen.
Die ganze Wahrheit unzensiert.

Berni Alpswag
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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Beitrag von Berni Alpswag » 20. Jan 2024, 00:54

Don Pedro hat geschrieben:
19. Jan 2024, 11:29
Hinterwäldler tun nun eben, was Hinterwäldler so tun. Keine Ahnung haben, etwas Polemik in den Wald brüllen und von allen Seiten ignoriert werden.
Absolute Nicht-Persönlichkeit. Der wurde sogar von seiner eigenen Partei rausgeekelt und übergangen bei den Nominationen.
Ich denke nicht, dass es ganz so einfach ist. Ich nehme schon von vielen Personen mit welchen ich im Alltag zu tun habe eine Abneigung gegen Fussballfans wahr. Ob das Law and Order Fanatiker sind oder Leute welche das Gefühl haben, Fussballfans sind mehr oder weniger rassistische, sexistische und homophobe Prolethen.
Dieses Bild zeichnet ja gerade die LZ wahnsinnig gerne. Auf Instagram bekomme ich nach jedem noch so kleinen Vorfall sponsored Anzeigen von der LZ in die Timeline oder die Stories gespühlt wo sich wieder irgend ein Journi über das Hooliganproblem auslassen kann und wie nichts gemacht wird.
Die CVP beackert einfach dieses Thema wahnsinnig gerne weil es so einfach ist. Die Kurve hat kaum Fürsprecher und man kann ungestraft darauf einprügeln und sich noch Zustimmung abholen. So gesehen hat die CVP auch null Interesse, nachhaltige Lösungen zu finden. Mehr Repression wird nichts bringen ausser Gegenreaktionen was die LZ und die CVP freuen wird.
Generell passen diese Forderungen nach Repression auch in den Zeitgeist. Bei Demonstrationen wird ja genau dasselbe gefordert. Es wird getan als ob es immer schlimmer werde, was objektiv nicht der Fall ist und es wird mehr härte gefordert. Zufrieden ist man vielleicht dann, wenn Luzern endgültig nur noch ein Disneyland für Touris ist und sich die Luzerner Bevölkerung nur noch zum Einkaufen oder für die Luga in die Stadt bewegt. Oder vielleicht die Fasnacht, aber da ist es vielleicht auch nur einfe Frage der Zeit, bis diese gesitteter gemacht werden soll.

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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Beitrag von LU-57 » 20. Jan 2024, 16:20

USL hat geschrieben:Keine Reise nach Bern – vorerst

Es war nie unser Plan, nach Bern zu reisen. Der gemeinsame Aufruf der Schweizer Fanszenen und die darauffolgenden Reaktionen zeigen auf, dass die von der KKJPD vorangetriebene Eskalationsspirale eine Sackgasse ist. Die Spirale kann nur durch einen Schritt zurück zum bewährten Umgang mit Fussballfans wie in den vergangenen Jahren wieder verlassen werden.

In den letzten Tagen wurde eine allfällige Eskalation in Bundesbern heraufbeschworen und der Sicherheitsapparat kam ins Rollen. Alles für nichts. «Ob am Samstag nun Tausende nach Bern
reisen oder niemand – nur schon die Ankündigung sorgt für einen enormen Aufwand der Sicherheitsbehörden» – die medialen und behördlichen Reaktionen zeigen, dass es in der aktuell festgefahrenen Situation nur sehr wenig braucht, um grosse Unruhe zu stiften. Mehraufwand und weniger Sicherheit – das sind die Folgen des Werks politischer Hardliner:innen.

Wir Fanszenen reflektieren uns immer wieder selbst – auch öffentlich – und haben so in der Vergangenheit unseren Teil dazu beigetragen, dass sich eine insgesamt stabile Situation rund um Fussballspiele in der Schweiz nicht in eine Eskalationsspirale wandelt. Auf Behördenseite geschieht genau das Gegenteil. Anstatt auf Augenmass und Pragmatismus wird auf Nulltoleranz und Befehl um jeden Preis gesetzt. Reto Nause selbst macht den Zweck der Kollektivstrafen öffentlich: «Mir wäre auch lieber, es bräuchte keine Kollektivstrafen, dafür müssten sich aber die Täter stellen». Kollektive Erpressung – eine Blamage für den Rechtsstaat.

Weder Clubs, Liga noch die lokalen Stellen der Fanarbeit werden gegenwärtig ernsthaft oder überhaupt noch mit einbezogen, wenn es um die Fankultur geht – von Dialog auf Augenhöhe kann keine Rede sein. Die aktuelle Vernehmlassung des auf Eskalation setzenden und von der KKJPD entwickelten Kaskadenmodells ist eine Farce. Die darin enthaltenen Massnahmen werden seit Beginn der laufenden Saison auf Druck der Repressionsbehörden bereits umgesetzt und zwar in zunehmendem Masse, weil sie das Gegenteil von dem bewirken, was sie versprechen. Das Kaskadenmodell ist eine selbsterfüllende Prophezeiung der kantonalen Justiz- und Polizeidirektor:innen.

Dabei wäre es ganz einfach: Alles was es braucht, um die Eskalationsspirale zu verlassen, ist die Wiederherstellung und Weiterentwicklung des etablierten Umgangs mit Fussballfans der letzten Jahre, welcher eine insgesamt stabile Situation schuf. Wir sind bestrebt, den bewährten Weg weiter zu gehen und die Selbstregulierung weiter zu stärken. Zugleich werden wir nicht zulassen, dass die Fankultur in der Schweiz ohne Weiteres durch Hardliner:innen in die Knie gezwungen werden soll. Noch sind wir nicht nach Bern gefahren. Aber was nicht war, kann noch werden.

Auf Kollektivstrafen folgen kollektive Antworten!

https://www.usl.lu/share/keine-reise-nach-bern-vorerst
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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Beitrag von LU-57 » 20. Jan 2024, 20:44

Berner Zeitung hat geschrieben:«An der gegenwärtigen Eskalation sind diese Gewalttäter schuld», sagt Reto Nause auf Anfrage. «Sie haben den Buschauffeur mit Eisenstangen und Pickeln angegriffen. Er ist dadurch hochgradig traumatisiert.»
"offenes feuer" in luzern, "eisenstangen und pickel" in bern bzw. zürich. :lol:

ich wäre dafür, dass die ultras endlich einen atomschlag ausführen. langsam wäre es wohl an der zeit. was meinen die herren banause + co.?

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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Beitrag von LU-57 » 23. Jan 2024, 16:14

:clown:

immerhin gehört die südkurve nun ebenfalls auch zum erhabenen kreise der kurvengesperrten. wurde ja auch zeit.

und die politiker denken ernsthaft, dass sie mit solchen massnahmen die fans in der kurve gegen die chaoten mobilisieren können? wenig überraschend ist genau das gegenteil der fall.

auf viele weitere kurven- und stadionsperren!

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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Beitrag von LU-57 » 23. Jan 2024, 17:20

Blick hat geschrieben:Kurvensperrungen erweisen sich als wirkungslos

Bestrafte Fans führen Klubs und Behörden vor

Gleich zweimal zeigt die organisierte Fanszene den Behörden am Wochenende die lange Nase. Erst mit dem Fake-Trip nach Bern. Dann kreieren die YB-Ultras im Wankdorf eine Ad-hoc-Kurve für sich. Die Reaktionen sind gemischt.

https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 58201.html
da scheinen die ersten schon zu resignieren, bevor das repressions-turbo-kaskadenmodell richtig ins rollen gekommen ist. weil selbst die neue wunderwaffe "kollektivstrafe" nicht zu funktionieren scheint (höhö, überraschung), sollen es nun halt wieder die personalisierten tickets richten.
Karin Kayser, Co-Präsidentin KKJPD hat geschrieben:«Eine Massnahme ist nur so wirksam, wie sie umgesetzt wird, und dafür bedarf es der Beteiligung aller, einschliesslich der Ligen, Klubs und Bewilligungsbehörden. Ohne das Kaskadenmodell und die personalisierten Tickets kann man dieses Katz- und Mausspiel nicht verhindern.»
andere sind durchaus zufrieden, wie die massnahmen funktioniert haben. banause feiert zumindest ab, dass es keine choreo gegeben habe. oukei.
Blick hat geschrieben:In der Pause kommen die (gesperrten) Fans

Entsprechend war dann eine Stimmung in Halbzeit eins quasi nicht-existent. Die Idealvorstellung dieser Bestrafung. Auch der Gästesektor war leer. Die GC-Fans solidarisierten sich freiwillig mit denjenigen von YB. Aber: Die Fans standen vor dem Stadion.

In der Pause kamen sie dann rein. Die GC-Fans veranstalteten eine selten gesehene Pyro-Orgie. Derweil die YB-Ultras plötzlich den Sektor C16 neben/über der Ostkurve bevölkerten, einzelne Pyros anzündeten und fast schon für die übliche Stimmung sorgten. Ein Ad-absurdum-Führen der Strafe sondergleichen!

YB wusste von nichts
Nause sieht das nicht so. «Das Parkett im Sektor D umfasst 3000 Fans. Und der war leer. Die Massnahme hat also funktioniert. Die ‹schweren Jungs› waren nicht präsent. Und wenn sich nun Einzelne im Sektor C einfinden, wo einige Fans sitzen, die der Kurve nahestehen, dann kann man das nicht verhindern.» Choreos habe es ja gar keine gegeben. Und Pyros seien auch nur vereinzelt abgebrannt worden.

Und doch: Die Ostkurve hat alles wunderbar orchestriert. Ohne Wissen von YB, wie der Klub auf Anfrage sagt. So haben die Ultras wohl die ihnen nahestehenden Dauerkartenbesitzer des Sektors C16 kontaktiert und umplatziert. Und selber alle verfügbaren Tickets zusammengekauft. Denn ihre eigenen Dauerkarten waren für dieses Spiel gesperrt.
eines bleibt sicher: der unterhaltungswert der (verfickten) bolizeibehörden bleibt weiterhin hoch.

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KUSI
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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Beitrag von KUSI » 23. Jan 2024, 19:59

LU-57 hat geschrieben:
23. Jan 2024, 16:14
Aus diesem Grund wird der FC Zürich vom Sicherheitsdepartement der Stadt Zürich eine anfechtbare Verfügung anfordern.
Ich glaube zwar (noch) nicht, dass das von Erfolg gekrönt wird aber immerhin kann so die Behördenwillkür in die Öffentlichkeit gebracht werden. Schön dass hier ein Club die Eier hat, mal auf Konfrontation zu gehen.

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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Beitrag von LU-57 » 25. Jan 2024, 09:53

raz ist regelmässig eine wohltuende abwechslung zum ganzen unkritischen rest. :thumbleft:

und der kampf gegen die hskkjpd trägt bereits die ersten früchte ...
Tagi hat geschrieben:Gesperrte Fankurven

Wer Unschuldige bestraft, macht etwas falsch

Seit zehn Monaten reagiert die Politik mit Kurvensperren auf Randale ausserhalb der Stadien. Weil davon auch Tausende von Unbeteiligten betroffen sind, steigt die Gefahr einer Eskalation.

Florian Raz

Publiziert: 24.01.2024, 16:53

Die Strafe kommt schnell – und sie ist hart. Am Sonntagabend haben rund 100 Anhänger des FC Zürich beim Bahnhof Altstetten die Polizei angegriffen. Am Dienstag wird entschieden: Die Fankurve des FCZ muss für das Heimspiel gegen Lausanne leer bleiben. Das entspricht dem neuen Umgang der Polizeibehörden mit Fangewalt. Am Samstag war die Ostkurve der Young Boys geschlossen.

Die Strafe klingt auf den ersten Blick logisch und konsequent. Fussballfans machen Probleme? Also sollen Fussballfans dafür büssen. Es gibt viele Menschen, die nicht einsehen, warum Matches nur mit grossem und teurem Polizeieinsatz möglich sein sollen. Oder warum ihre Quartiere stundenlang vom öffentlichen Verkehr abgeschnitten sind.

Leider hat das Vorgehen gleich mehrere Haken: Am kommenden Mittwoch werden möglicherweise die 100 Gewalttäter von Altstetten bestraft. Vielleicht aber auch nicht. Niemand weiss, ob sie wirklich Karten für die Südkurve besitzen.

3900 Menschen in Sippenhaft

Sicher getroffen werden aber mindestens 3900 Menschen, die am Sonntag nicht randaliert haben und nun trotzdem nicht ans Spiel dürfen. Sie alle werden in Sippenhaft genommen.

Wie viele von ihnen erachten die Strafe wohl als verdient? Und wie viele fühlen sich ungerecht behandelt, weil sie für einen Angriff verantwortlich gemacht werden, der nach Spielschluss 1,5 Kilometer Luftlinie vom Stadion entfernt stattgefunden hat, während sie ganz woanders waren?

Die Idee hinter den Kollektivstrafen ist einfach: Will eine Gruppe nicht, dass sie für Taten Einzelner belangt wird, sorgt sie in den eigenen Reihen für Ruhe. Selbstregulierung heisst das Zauberwort.

Es gibt genügend wissenschaftliche Studien, die belegen, dass Gruppenstrafen im Normalfall genau das Gegenteil bewirken. Sie sorgen dafür, dass sich die Gemässigten oder Unbeteiligten unter den Bestraften mit den radikaleren Elementen solidarisieren. Die Folge ist also nicht mehr Ruhe. Sondern mehr Unruhe.

Der Staat darf es sich nicht zu einfach machen
Das bedeutet nicht, dass der Staat aus Angst vor der Reaktion der Fans tatenlos zusehen soll, wenn es zu Gewalt kommt. Aber er darf sich die Strafverfolgung auch nicht zu einfach machen. Natürlich ist es schwierig, in einer uniformen Gruppe von Fussballfans Einzeltäter zu fassen. Aber am Sonntagabend hat sich niemand in der Masse der Südkurve versteckt. Die war zu dem Zeitpunkt nämlich nicht am Bahnhof Altstetten.

Gemäss Informationen dieser Zeitung sind auf Videos sogar teils unvermummte Aggressoren zu sehen. Also ist es an den Behörden, diese Personen zu finden – und ihrer Bestrafung zuzuführen. Das ist mühsam, kostet Ressourcen und kann dauern. Aber so funktioniert nun mal das Schweizer Justizsystem.

Das aktuelle Vorgehen von Politik und Polizei umgeht all das mit scheinbarer Leichtigkeit. Statt Einzelnen ihre Taten nachzuweisen und Jahre auf ein Urteil zu warten, spricht man in Höchstgeschwindigkeit Pauschalstrafen aus. Womit man der Öffentlichkeit das Gefühl vermittelt, dass da endlich mal jemand für Ordnung sorgt.

Bloss ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass genau das Gegenteil bewirkt wird. Für Ruhe und Ordnung sorgen Kurvensperrungen selten. Nur wer sehr naiv ist, denkt, dass die ausgesperrten Fans einfach zu Hause bleiben. Im besten Fall weichen sie in andere Sektoren aus. Im schlechteren tauchen sie vor dem Stadion auf. Und den schlechtesten Fall will man sich gar nicht ausmalen.

In der letzten Saison kam es in der höchsten Schweizer Fussballliga zu den wenigsten schweren Vorkommnissen, seit Zahlen erhoben werden. Jetzt aber deutet fast alles darauf hin, dass es zwischen organisierten Fans und Behörden demnächst zur Eruption kommt.

Die Polizeidirektorinnen und -direktoren werden sich dann wieder sehr schockiert zeigen. Aber sie werden mit dem Vorwurf leben müssen, dass sie es diesmal selber waren, die massgeblich an der Eskalationsschraube mitgedreht haben.

https://www.tagesanzeiger.ch/gesperrte- ... 8318077772
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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Beitrag von Schalker jung » 25. Jan 2024, 22:54

Die Organisatoren der Tanzdemo gaben der Polizei eine Mitschuld an der Gewalt-Eskalation. Diese habe wegen ein paar weniger Chaoten mit Gummischrot und Tränengas auf die ganze Menge geschossen, die in Panik geriet. Das habe viele Teilnehmer wütend gemacht und dazu bewogen, sich zu wehren.
Tanz dich Frei 2013 Nause hat nichts gelernt. Immerhin wurden damals die Tanzclubs nicht geschlossen.
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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Beitrag von Schalker jung » 26. Jan 2024, 00:05

Der Bund https://www.derbund.ch/fanarbeiter-nach ... 4941214384
Interview mit Berner Fanarbeiter«So schlecht war die Situation noch nie»Lukas Meier bewegt sich zwischen den verhärteten Fronten von Fanszene und Behörden. Ein Gespräch über Willkür, Machtdemonstration und Sippenhaft.

Martin Erdmann

Publiziert heute um 17:38 Uhr

Für Lukas Meier von der Fanarbeit Bern ist es höchste Zeit, dass die Sicherheitsbehörden wieder für einen Dialog auf Augenhöhe offen sind.

Die YB-Fankurve blieb am Wochenende geschlossen. Lukas Meier, wie steht es zurzeit um die Befindlichkeit der Berner Fan-Seele?

Der Unmut ist gross. Die momentane Entwicklung macht mir Sorgen. Obwohl Zahlen der Behörden belegen, dass Spiele mit gravierenden Vorfällen deutlich abgenommen haben, werden nun Kollektivstrafen ausgesprochen. Dass Fansektoren geschlossen werden, ist extreme Willkür.

Der Fansektor blieb geschlossen, weil YB-Fans letztes Jahr in Zürich ein Tram demoliert und den Chauffeur bedroht haben. Soll das ohne Konsequenzen bleiben?

Es ist völlig korrekt, dass solche Vorfälle sanktioniert werden. Die beteiligten Personen muss man bestrafen. Doch die Verfolgung der Einzeltäter scheint bei der Polizei kein Thema mehr zu sein. Man macht es sich einfach und spricht Kollektivstrafen aus. Davon waren letzten Samstag 3000 YB-Fans betroffen. Das, obwohl am Vorfall in Zürich nur drei bis vier Personen beteiligt waren. Das ist rechtsstaatlich in höchstem Masse bedenklich. Damit wird endgültig eine Eskalation der Situation befeuert.

Wie meinen Sie das?

Das hat mit der Dynamik der Fankurve zu tun. Wenn Strafen verhängt werden, die 3000 Zuschauende treffen, dann löst das auch ausserhalb der Szene einen Solidarisierungseffekt aus. Gleichzeitig sorgen diese Massnahmen für grosse Empörung. Dadurch werden die radikaleren Kräfte in der Kurve gestärkt. Das kann eine Negativspirale einleiten. Der besonnene Teil der aktiven Fans verliert an Einfluss. Deshalb ist das Verhalten der Sicherheitsbehörden destruktiv und gefährlich.

Beim letzten Heimspiel gegen die Grasshoppers blieb im Wankdorf die Fankurve der YB-Anhänger geschlossen.


Was tragen solche Kollektivstrafen zur angespannten Situation bei?

Es ist wissenschaftlich belegt, dass solche Massnahmen die Situation verschlechtern. Das zeigen Beispiele aus dem Ausland. Die Schliessungen der Fansektoren können zu extrem unübersichtlichen Situationen führen, die schwer kontrollierbar sind. Manche Teile der aktiven Fanszene werden trotzdem an die Spiele reisen. Das geschieht dann über den normalen Personenverkehr anstatt per Extrazug. Die Fans können nicht daran gehindert werden, sich Tickets für Sektoren zu kaufen, die nicht gesperrt sind.

Die Fans schieben die Schuld an dieser Situation auf die Behörden ab. Lässt das nicht eine gewisse Selbstreflexion vermissen?

Mehr Selbstreflexion wäre sicher wünschenswert. Es gab bestimmt Phasen, in denen die Fankurve reflektierter war. Aber in diesem Klima ist es auch für uns als Fanarbeiter schwierig, ein solches Denken bei den Fans zu fördern.

Für Aussenstehende ist die Fankurve ein eher undurchsichtiges Konstrukt. Intern gibt es jedoch klare Regeln.

Ein Lieblingsbegriff der Fanszene in Krisenzeiten ist die Selbstregulierung. Man will die Probleme unter sich regeln. Wie soll das funktionieren?

Die Selbstregulierung funktioniert gut. Aber es ist eine Wellenbewegung. Als nach der Pandemie eine neue Generation junger Fans zur Szene stiess, brauchte es eine gewisse Zeit, um ihnen die Regeln der Kurve beizubringen.

Wie sehen diese aus?

Es gibt viele Beispiele. Die aktive Fanszene ist grundsätzlich sehr gut organisiert. Zum Beispiel werden im Extrazug Flyer gegen Böller, also Knallpetarden, verteilt. Wer trotzdem solche abfeuert, wird darauf angesprochen. Auch wird nicht die Konfrontation mit Unbeteiligten gesucht. Man darf aber nicht vergessen, dass die aktive Fanszene mehrere Tausend  Menschen umfasst und YB bis zu 60 Spiele im Jahr absolviert. Es ist extrem schwierig sicherzustellen, dass dabei nie etwas passiert. Schliesslich gibt es in der Kurve durchaus auch Leute, die es legitim finden, Radau zu machen. Sie gehören aber zu einer klaren Minderheit.

Was braucht es, damit in der Schweizer Fussballwelt Frieden einkehrt?

Fankurven müssen kollektiv bestraft werden. Mitgegangen, mitgefangen.Es braucht harte Strafen, aber nur für TäterDie Behörden und die Fanszene müssen wieder in einen Dialog tretenDie Behörden haben jegliches Augenmass verloren. Unschuldige Fans zu bestrafen, stiftet nur Unruhe.


Der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause verlangt von der Fankurve, dass sie Gewalttäter ausliefert. Wie realistisch ist diese Forderung?

Ein solches von einer Sicherheitsbehörde aktiv gefordertes Denunziantentum lehne ich klar ab. Es ist die Arbeit der Polizei, für die öffentliche Sicherheit zu sorgen. Das liegt keinesfalls in der Verantwortung der Stadionbesuchenden. Aber dass wir darüber diskutieren müssen, widerspiegelt die momentane Gesamtsituation.

Was ist die Fanarbeit?

Die Fanarbeit Bern wurde 2007 lanciert. Sie setzt sich für eine konstruktive Fankultur ein und wirkt Gewaltsituationen präventiv entgegen. Zudem sucht sie als unabhängige Stelle den Dialog zwischen den verschiedenen Anspruchsgruppen rund um Fussballspiele mit Berner Beteiligung. Der Verein wird durch den BSC YB, Stadt und Kanton finanziert.

Zurzeit wird das Kaskadenmodell ausgearbeitet, eine Art Strafenkatalog für Delikte rund um Fussballspiele. Die Fanarbeit Bern hat daran nicht mitgearbeitet. Wieso?

Wir wurden dazu nicht eingeladen. Als Präventionsstelle kommt es für uns auch nicht infrage, an der Ausarbeitung dieser Repressionsmassnahme mitzumachen. Ob ein solches Modell überhaupt zielführend ist, wurde nie diskutiert. Dass wir nicht einmal eingeladen wurden, zeigt, wie es um die Fanarbeit in der Schweiz steht.

Können Sie das ausführen?

Ich bin seit 17 Jahren Fanarbeiter. So schlecht wie jetzt war die Situation aber noch nie. Die Fanarbeit Bern hat drei Teilzeitstellen. Damit können wir unsere Arbeit kaum abdecken. Durch die vielen internationalen Spiele wurde diese natürlich erheblich grösser. Es ist auch ein nationales Problem. Die Fanarbeit Schweiz wurde eingestellt, weil die Liga sie nicht mehr finanzieren wollte. Das stösst bei mir auf blankes Unverständnis. Der Schweizer Fussball generiert durch TV-Rechte Millionenbeträge, aber man ist nicht bereit, in die Prävention und Sicherheit zu investieren. Das Ungleichgewicht von Repression und Prävention hat sich so nochmals massiv verstärkt.

Fanarbeiter Lukas Meier begleitet die YB-Fans bereits seit 17 Jahren.


Es gibt Stimmen, die sagen, das pädagogische Präventionskonzept der Fanarbeit tauge nicht, um gegen Gewalttäter vorzugehen. Was sagen Sie dazu?

Diese Wahrnehmung kann natürlich existieren. Unsere Wirkung ist schwierig auszuweisen. Man sieht vieles nur indirekt. Die Fanarbeit ist eine unabhängige Stelle zwischen momentan extrem festgefahrenen Fronten. Ich finde es wichtig, dass man nun an den Tisch zurückkehrt und auf Augenhöhe diskutiert. Wir setzen uns für einen konstruktiven Dialog ein.

Die Fankurve wird in der Öffentlichkeit oft als Ort wahrgenommen, wo sich gewaltbereite Rowdys treffen. Inwiefern deckt sich dieses Bild mit Ihrer Erfahrung als Fanarbeiter?

Es ist wohl tatsächlich so, dass die breite Öffentlichkeit vor allem dann mit der Fanszene konfrontiert wird, wenn es zu Gewalt kam. Dabei ist die Fanszene ein sehr vielfältiger sozialer Raum, der viel Gutes schafft. Die grossen Choreografien und die Gesänge im Stadion wären ohne Fanszene nicht denkbar. Auch darüber hinaus zeigt die Szene grosses Engagement. Es wurde zum Beispiel Geld für die Gassenküche oder die Ukraine gesammelt.

Und trotzdem kommt es immer wieder zu Gewalt. Ist sie schlicht ein fester Bestandteil der Fankultur?

Da hat sich über die Jahrzehnte einiges bewegt. Ein Hooliganproblem wie vor 30 Jahren gibt es heute nicht mehr. Nun haben die Ultras in der Kurve das Sagen. Diese lehnen Gewalt zwar nicht komplett ab, aber sie steht nicht mehr im Zentrum. Zudem wird Gewalt von den Behörden sehr breitflächig definiert. Beim Grossteil der erfassten Gewaltdelikte rund um Fussballspiele handelt es sich um abgebrannte Pyrotechnik. Körperliche Gewalt kommt eher selten vor.

Ist eine Fanszene ohne Gewalt überhaupt realistisch?

Die Fanszene lebt auch von einem Konkurrenzdenken. Oft wird dieser Wettbewerb auf kreative Weise ausgetragen, also durch Choreos oder Gesänge. Dennoch gibt es handgreifliches Konfliktpotenzial. Im europaweiten Vergleich passiert in der Schweiz aber relativ wenig. Sicher trägt auch das Auftreten der Fans zum negativen Bild in der Öffentlichkeit bei. Alle sind gleich angezogen und teils vermummt. Das kann militant wirken. Manche Fans sehen ihre Märsche durch andere Städte denn auch als Machtdemonstration. Dabei handelt es sich vornehmlich um junge Männer.

Gibt es auch Frauen in der Kurve?

Die Szene ist machoid. Frauen haben einen schweren Stand. Bern ist eine der wenigen Kurven, die eine weibliche Ultragruppierung hat. In anderen Stadien wäre das undenkbar.
1000 Trainer schon verschliessen, Spieler kommen Spieler gehen
doch was stehts bleibt sind wir Luzerner die immer Treu zur Mannschaft stehn

e. nord
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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Beitrag von e. nord » 26. Jan 2024, 20:27

Schalker jung hat geschrieben:
26. Jan 2024, 00:05
Der Bund https://www.derbund.ch/fanarbeiter-nach ... 4941214384
Interview mit Berner Fanarbeiter«So schlecht war die Situation noch nie»Lukas Meier bewegt sich zwischen den verhärteten Fronten von Fanszene und Behörden. Ein Gespräch über Willkür, Machtdemonstration und Sippenhaft.

Martin Erdmann

Publiziert heute um 17:38 Uhr

Für Lukas Meier von der Fanarbeit Bern ist es höchste Zeit, dass die Sicherheitsbehörden wieder für einen Dialog auf Augenhöhe offen sind.

Die YB-Fankurve blieb am Wochenende geschlossen. Lukas Meier, wie steht es zurzeit um die Befindlichkeit der Berner Fan-Seele?

Der Unmut ist gross. Die momentane Entwicklung macht mir Sorgen. Obwohl Zahlen der Behörden belegen, dass Spiele mit gravierenden Vorfällen deutlich abgenommen haben, werden nun Kollektivstrafen ausgesprochen. Dass Fansektoren geschlossen werden, ist extreme Willkür.

Der Fansektor blieb geschlossen, weil YB-Fans letztes Jahr in Zürich ein Tram demoliert und den Chauffeur bedroht haben. Soll das ohne Konsequenzen bleiben?

Es ist völlig korrekt, dass solche Vorfälle sanktioniert werden. Die beteiligten Personen muss man bestrafen. Doch die Verfolgung der Einzeltäter scheint bei der Polizei kein Thema mehr zu sein. Man macht es sich einfach und spricht Kollektivstrafen aus. Davon waren letzten Samstag 3000 YB-Fans betroffen. Das, obwohl am Vorfall in Zürich nur drei bis vier Personen beteiligt waren. Das ist rechtsstaatlich in höchstem Masse bedenklich. Damit wird endgültig eine Eskalation der Situation befeuert.

Wie meinen Sie das?

Das hat mit der Dynamik der Fankurve zu tun. Wenn Strafen verhängt werden, die 3000 Zuschauende treffen, dann löst das auch ausserhalb der Szene einen Solidarisierungseffekt aus. Gleichzeitig sorgen diese Massnahmen für grosse Empörung. Dadurch werden die radikaleren Kräfte in der Kurve gestärkt. Das kann eine Negativspirale einleiten. Der besonnene Teil der aktiven Fans verliert an Einfluss. Deshalb ist das Verhalten der Sicherheitsbehörden destruktiv und gefährlich.

Beim letzten Heimspiel gegen die Grasshoppers blieb im Wankdorf die Fankurve der YB-Anhänger geschlossen.


Was tragen solche Kollektivstrafen zur angespannten Situation bei?

Es ist wissenschaftlich belegt, dass solche Massnahmen die Situation verschlechtern. Das zeigen Beispiele aus dem Ausland. Die Schliessungen der Fansektoren können zu extrem unübersichtlichen Situationen führen, die schwer kontrollierbar sind. Manche Teile der aktiven Fanszene werden trotzdem an die Spiele reisen. Das geschieht dann über den normalen Personenverkehr anstatt per Extrazug. Die Fans können nicht daran gehindert werden, sich Tickets für Sektoren zu kaufen, die nicht gesperrt sind.

Die Fans schieben die Schuld an dieser Situation auf die Behörden ab. Lässt das nicht eine gewisse Selbstreflexion vermissen?

Mehr Selbstreflexion wäre sicher wünschenswert. Es gab bestimmt Phasen, in denen die Fankurve reflektierter war. Aber in diesem Klima ist es auch für uns als Fanarbeiter schwierig, ein solches Denken bei den Fans zu fördern.

Für Aussenstehende ist die Fankurve ein eher undurchsichtiges Konstrukt. Intern gibt es jedoch klare Regeln.

Ein Lieblingsbegriff der Fanszene in Krisenzeiten ist die Selbstregulierung. Man will die Probleme unter sich regeln. Wie soll das funktionieren?

Die Selbstregulierung funktioniert gut. Aber es ist eine Wellenbewegung. Als nach der Pandemie eine neue Generation junger Fans zur Szene stiess, brauchte es eine gewisse Zeit, um ihnen die Regeln der Kurve beizubringen.

Wie sehen diese aus?

Es gibt viele Beispiele. Die aktive Fanszene ist grundsätzlich sehr gut organisiert. Zum Beispiel werden im Extrazug Flyer gegen Böller, also Knallpetarden, verteilt. Wer trotzdem solche abfeuert, wird darauf angesprochen. Auch wird nicht die Konfrontation mit Unbeteiligten gesucht. Man darf aber nicht vergessen, dass die aktive Fanszene mehrere Tausend  Menschen umfasst und YB bis zu 60 Spiele im Jahr absolviert. Es ist extrem schwierig sicherzustellen, dass dabei nie etwas passiert. Schliesslich gibt es in der Kurve durchaus auch Leute, die es legitim finden, Radau zu machen. Sie gehören aber zu einer klaren Minderheit.

Was braucht es, damit in der Schweizer Fussballwelt Frieden einkehrt?

Fankurven müssen kollektiv bestraft werden. Mitgegangen, mitgefangen.Es braucht harte Strafen, aber nur für TäterDie Behörden und die Fanszene müssen wieder in einen Dialog tretenDie Behörden haben jegliches Augenmass verloren. Unschuldige Fans zu bestrafen, stiftet nur Unruhe.


Der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause verlangt von der Fankurve, dass sie Gewalttäter ausliefert. Wie realistisch ist diese Forderung?

Ein solches von einer Sicherheitsbehörde aktiv gefordertes Denunziantentum lehne ich klar ab. Es ist die Arbeit der Polizei, für die öffentliche Sicherheit zu sorgen. Das liegt keinesfalls in der Verantwortung der Stadionbesuchenden. Aber dass wir darüber diskutieren müssen, widerspiegelt die momentane Gesamtsituation.

Was ist die Fanarbeit?

Die Fanarbeit Bern wurde 2007 lanciert. Sie setzt sich für eine konstruktive Fankultur ein und wirkt Gewaltsituationen präventiv entgegen. Zudem sucht sie als unabhängige Stelle den Dialog zwischen den verschiedenen Anspruchsgruppen rund um Fussballspiele mit Berner Beteiligung. Der Verein wird durch den BSC YB, Stadt und Kanton finanziert.

Zurzeit wird das Kaskadenmodell ausgearbeitet, eine Art Strafenkatalog für Delikte rund um Fussballspiele. Die Fanarbeit Bern hat daran nicht mitgearbeitet. Wieso?

Wir wurden dazu nicht eingeladen. Als Präventionsstelle kommt es für uns auch nicht infrage, an der Ausarbeitung dieser Repressionsmassnahme mitzumachen. Ob ein solches Modell überhaupt zielführend ist, wurde nie diskutiert. Dass wir nicht einmal eingeladen wurden, zeigt, wie es um die Fanarbeit in der Schweiz steht.

Können Sie das ausführen?

Ich bin seit 17 Jahren Fanarbeiter. So schlecht wie jetzt war die Situation aber noch nie. Die Fanarbeit Bern hat drei Teilzeitstellen. Damit können wir unsere Arbeit kaum abdecken. Durch die vielen internationalen Spiele wurde diese natürlich erheblich grösser. Es ist auch ein nationales Problem. Die Fanarbeit Schweiz wurde eingestellt, weil die Liga sie nicht mehr finanzieren wollte. Das stösst bei mir auf blankes Unverständnis. Der Schweizer Fussball generiert durch TV-Rechte Millionenbeträge, aber man ist nicht bereit, in die Prävention und Sicherheit zu investieren. Das Ungleichgewicht von Repression und Prävention hat sich so nochmals massiv verstärkt.

Fanarbeiter Lukas Meier begleitet die YB-Fans bereits seit 17 Jahren.


Es gibt Stimmen, die sagen, das pädagogische Präventionskonzept der Fanarbeit tauge nicht, um gegen Gewalttäter vorzugehen. Was sagen Sie dazu?

Diese Wahrnehmung kann natürlich existieren. Unsere Wirkung ist schwierig auszuweisen. Man sieht vieles nur indirekt. Die Fanarbeit ist eine unabhängige Stelle zwischen momentan extrem festgefahrenen Fronten. Ich finde es wichtig, dass man nun an den Tisch zurückkehrt und auf Augenhöhe diskutiert. Wir setzen uns für einen konstruktiven Dialog ein.

Die Fankurve wird in der Öffentlichkeit oft als Ort wahrgenommen, wo sich gewaltbereite Rowdys treffen. Inwiefern deckt sich dieses Bild mit Ihrer Erfahrung als Fanarbeiter?

Es ist wohl tatsächlich so, dass die breite Öffentlichkeit vor allem dann mit der Fanszene konfrontiert wird, wenn es zu Gewalt kam. Dabei ist die Fanszene ein sehr vielfältiger sozialer Raum, der viel Gutes schafft. Die grossen Choreografien und die Gesänge im Stadion wären ohne Fanszene nicht denkbar. Auch darüber hinaus zeigt die Szene grosses Engagement. Es wurde zum Beispiel Geld für die Gassenküche oder die Ukraine gesammelt.

Und trotzdem kommt es immer wieder zu Gewalt. Ist sie schlicht ein fester Bestandteil der Fankultur?

Da hat sich über die Jahrzehnte einiges bewegt. Ein Hooliganproblem wie vor 30 Jahren gibt es heute nicht mehr. Nun haben die Ultras in der Kurve das Sagen. Diese lehnen Gewalt zwar nicht komplett ab, aber sie steht nicht mehr im Zentrum. Zudem wird Gewalt von den Behörden sehr breitflächig definiert. Beim Grossteil der erfassten Gewaltdelikte rund um Fussballspiele handelt es sich um abgebrannte Pyrotechnik. Körperliche Gewalt kommt eher selten vor.

Ist eine Fanszene ohne Gewalt überhaupt realistisch?

Die Fanszene lebt auch von einem Konkurrenzdenken. Oft wird dieser Wettbewerb auf kreative Weise ausgetragen, also durch Choreos oder Gesänge. Dennoch gibt es handgreifliches Konfliktpotenzial. Im europaweiten Vergleich passiert in der Schweiz aber relativ wenig. Sicher trägt auch das Auftreten der Fans zum negativen Bild in der Öffentlichkeit bei. Alle sind gleich angezogen und teils vermummt. Das kann militant wirken. Manche Fans sehen ihre Märsche durch andere Städte denn auch als Machtdemonstration. Dabei handelt es sich vornehmlich um junge Männer.

Gibt es auch Frauen in der Kurve?

Die Szene ist machoid. Frauen haben einen schweren Stand. Bern ist eine der wenigen Kurven, die eine weibliche Ultragruppierung hat. In anderen Stadien wäre das undenkbar.
derselbe autor hat damals das geschrieben: https://kultz.ch/a/clllzsp8d1217132547k ... ummischrot

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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Beitrag von LU-57 » 31. Jan 2024, 12:07

4 tage bis zum horrorsonntag! überlebt das diese stadt? wie viele bolizeiautos brennen ab? wird der delfin im luzerner becken versenkt? wie viele bullen werden verschleppt? f.ü.f. aber die vorfreude ist gigantisch.

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\O/ cumk \O/ choooooom \O/

«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
Allmend war.

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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Beitrag von risto » 31. Jan 2024, 13:01

LU-57 hat geschrieben:
31. Jan 2024, 12:07
4 tage bis zum horrorsonntag! überlebt das diese stadt? wie viele bolizeiautos brennen ab? wird der delfin im luzerner becken versenkt? wie viele bullen werden verschleppt? f.ü.f. aber die vorfreude ist gigantisch.

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Kannst den Elefanten im Raum ruhig ansprechen. Wie viele Tote wird es geben???
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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Beitrag von Schalker jung » 31. Jan 2024, 13:12

LU-57 hat geschrieben:
31. Jan 2024, 12:07
4 tage bis zum horrorsonntag! überlebt das diese stadt? wie viele bolizeiautos brennen ab? wird der delfin im luzerner becken versenkt? wie viele bullen werden verschleppt? f.ü.f. aber die vorfreude ist gigantisch.

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Gibt es für den Horrorsonntag eine Livesendung auf Tele1. So wäre es dem Gutbürger möglich, das ganze in der Warmen Stube verfolgen? Gleichzeitig könnte man dann bereits mit der Identifizierung der Täter vom Wohnzimmer aus beginnen.
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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Beitrag von Master » 31. Jan 2024, 13:30

Hört doch mal damit auf , alles ins Lächerliche zu ziehen!

Da findet ein kurz vor knapp angesetztes Hockey Cupfinal, von welchem das Datum erst seit (mindestens) 2022 bekannt ist, und ein Fussballspiel, bei dem die pozilei Einfluss auf den Spielplan nehmen kann, am selben Tag statt und Ihr spöttelt nur!? Ich möchte echt mal sehen, wie Ihr in so kurzer Zeit bei so vielen Terminen eine so grosse Verantwortung übernehmen könntet!? Da ist "Finger-lang" an der Gummischrot-Flinte ein Dreck dagegen!

Aber überall hat es Besserwisser! Und immerhin die cevaupe wird es verstehen, dass sowas einfach ein unlösbares Dilemma darstellt.
L U C E R N E - Till I Die!

Kämpfe Lozärn, Kämpfe Lozärn!
mer wend Euch gwönne gseh!

Master (am Do 20. Okt 2005 22:24 ) hat geschrieben:ich sage immer das gleiche.. dass er dem verein helfen wird, davon bin ich überzeugt!
dass er der fanszene schaden wird, davon bin ich genau so überzeugt! aber ich hoffe wir werden das überstehen!
Master hat geschrieben:
4. Mär 2021, 10:55
Danke sonnenkönnig*
*meine Prophezeiung in der Signatur ist kolossal falsch.. Die Fanszene hat sich geeint und geformt durch ihn, um den Verein steht es schlechter als erwartet..

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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Beitrag von LU-57 » 31. Jan 2024, 14:02

bitte jetzt die opfer (bolizei) nicht zu tätern machen, gelle!

adis schlumpfnazis müssen seit jahren mit ganz einfach gestrickten ideen sehr komplexe probleme lösen, das ist (gerade für intellektuelle tiefflieger) nicht ganz einfach eh!

aber ja, chli härzig ist es ja schon, wie sich die bolizei wieder mal von sämtlicher schuld freispricht:
pfadizeitung hat geschrieben:Die Luzerner Polizei erklärt zudem, dass die Cupfinals im Eishockey keiner Bewilligungspflicht unterliegen. Die Spieldaten des FC Luzern seien im Sommer durch die Luzerner Polizei bewilligt worden. Daran kann demnach nicht mehr gerüttelt werden.
haha. im sommer. genau. der dauert im luzernischen halt bis tief in den spätherbst. aber do chammer haut nüd mache. die allmächtige bolizei bewilligt sämtliche spiele und kann alle möglichen sperrdaten eingeben (z.b. so für jeden samstag bis ins jahr 2057) und alles. aber genau am nächsten sonntag war dies nicht möglich. klingt logisch. dabei haben sie es halt ganz einfach verschwitzt. oder öpen doch nicht?

leser reuter bringts im pfadi-portal auf den punkt:
pfadizeitung hat geschrieben:Fabian Reuter

vor etwa 19 Stunden

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Also konstatiere ich das richtig? Die Luzerner Polizei muss die Spiele bewilligen und kann sagen an welchen Daten Spiele stattfinden und an welchen nicht. Die Luzerner Polizei weiss seit mindestens einem Jahr, dass an diesem Tag der Eishockey-Cupfinal in Luzern stattfindet. Aber die Luzerner Polizei bewilligt trotzdem ein FCL-Spiel? Muss man schon wieder davon ausgehen, dass die Luzerner Polizei BEWUSST Probleme provozieren will? So dumm kann man ja gar nicht sein? Es wäre doch kein Problem gewesen zu sagen, dass an diesem Wochenende gar nicht oder nur am Samstag gespielt werden darf...? Man erinnere sich: Als am 31. Juli die 1.-August-Feier in Luzern stattgefunden hat, hat man das FCL-Spiel abgesagt!! Da man nicht zwei Anlässe gleichzeitig in Luzern haben könne... Eieiei, ein Schelm wer Böses denkt...

https://1ft.io/proxy?q=http%3A%2F%2Fwww ... ld.2572883
ob es nun bewusste taktik oder dämlich-desinteressiertes unwissen war, welches zur terminkollision geführt hat, wer weiss.

grundsätzlich wäre das alles (also gefahrentechnisch objektiv gesehen) ja auch kein thema. wenn die bolizei und ihre freunde bei politik und zeitung nicht nonstop den chaotenweltuntergang herbeibäägen würden, wenn es um HOCHRISIKOSPIELE geht. aber jo. esch haut so. sälber tschold.
risto hat geschrieben:
31. Jan 2024, 13:01
Wie viele Tote wird es geben???
wann ENDLICH? es wäre überfällig! alle lechzen danach. hab aber chli s gfühl, es werden auch dieses mal wieder alle enttäuscht sein, weil es (knapp) keine toten gibt. aber es hätte sicher anders kommen können!

greez
STADION ALLMEND 1934 - 2009
\O/ cumk \O/ choooooom \O/

«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
Allmend war.

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