Wir können uns einen Aufstieg bereits diese Saison leisten
Der HC Luzern steht kurz vor dem Erreichen des sportlichen Minimalziels, sprich der Teilnahme an der Finalrunde. Das freut auch Vizepräsident und den Verantwortlichen der ersten Mannschaft, Urs Schwanengel (38).
VON MICHAEL WYSS
Urs Schwanengel, seit der Vereinsgründung des HC Luzern im Frühling 1998 sind Sie nun im Vorstand. Der Eishockeysport konnte unter anderem auch dank Ihrem grossen Engagement am Leben erhalten werden. Wie erlebten Sie diese letzten Jahre?
Schwanengel: Es waren sehr lehrreiche Erfahrungen, die ich machen durfte. Der gesamte Verein hat in dieser Zeit viel profitieren können und sich weiterentwickelt. Einige Hürden mussten wir dabei meistern. Auf-, aber auch neben dem Eis. Ich blicke auf eine erlebnisreiche Zeit zurück, die ich nicht missen möchte.
Wir stehen nun in der sechsten Saison seit der Vereinsneugründung. Nach dem Neustart in der 4. Liga, einem Jahr in der 3. Liga, bestreitet Luzern nun seine vierte Saison in der 2. Liga. Was hat sich verändert, im Bezug auf Zuschauerinteresse und Sponsoren?
Schwanengel: Das Zuschauerinteresse war schon in der 4. Liga sehr gross und hat immer mehr zugenommen. In der 2. Liga haben wir nun einen Schnitt von 500 - 600 Zuschauern, das ist toll. Der Eishockeysport interessiert die Leute wieder, das durfte ich aber auch bei den Sponsoren erfreulicherweise feststellen. Wir haben viele Firmen, die uns über all die Jahre hinweg unterstützt haben, dafür bin ich sehr dankbar.
In zwei Jahren spätestens will man in der 1. Liga sein! Wie steht um die Finanzen? Könnte man bereits diese Saison aufsteigen?
Schwanengel: Mit den Finanzen sind wir leider immer noch nicht auf Rosen gebettet. Jedoch können wir eine weitere Saison kostendeckend abschliessen. Dies natürlich auch dank der Ausgabenpolitik, welche wir seit Jahren betreiben. Der Aufstieg in die 1. Liga ist unser klar erklärtes Ziel, welches wir spätestens nächste Saison erreichen wollen. Die Finanzen sind bezüglich eines Aufstieges in die Planung eingebettet und zum Teil auch schon realisiert. Wir können uns somit einen Aufstieg bereits in diesem Meisterschaftsbetrieb leisten.
Wie sieht Ihre persönliche Zukunft aus? Würde Sie das Präsidentenamt nicht reizen? Der Verein ist ja auf der Suche nach einem Vereinshöchsten.
Schwanengel: Es geht nicht um Reiz oder nicht Reiz, sondern vielmehr darum, ob ich diese Tätigkeit auch zu 100% ausüben könnte. Wenn ich zu etwas JA sage, muss ich auch 100% hinter dem stehen können, was ich mache. Meine Vereinszukunft ist noch offen. Wichtig ist nun, dass die erste Mannschaft die Playoffs schafft.
Wo sehen Sie die Zukunft des Eishockeysportes in Luzern, ligamässig bezogen? Was ist zuschauermässig möglich?
Schwanengel: Das Fundament für ein längerfristiges Engagement in der 1. Liga ist vorhanden. Die Nachwuchsabteilung, ein sehr wichtiges Vereins-Kriterium, macht grosse Fortschritte. Der eine oder andere Nachwuchsspieler gehört ja auch seit längerer Zeit dem Fanionteam an. Ich bin auch davon überzeugt, dass wir immer vor 1000 - 1200 Zuschauern spielen werden. Das ist absolut realistisch.
Seit dieser Saison arbeitet Luzern mit dem HC Ambri Piotta im Nachwuchsbereich zusammen. Wäre es möglich, dass die erste Mannschaft bei einem allfälligen Aufstieg in die 1. Liga das Farmteam der Leventiner wäre? Bestehen da schon konkrete Pläne?
Schwanengel: Konkrete Pläne betreffend eines Farmteams bestehen nicht. Aber, wir haben mit Ambri bereits über die Zukunft gesprochen und es besteht ein gegenseitiges Interesse für ein längerfristiges Engagement. Die Zusammenarbeit im Nachwuchsbereich funktioniert hervorragend. Wir werden das noch intensivieren.
Was trauen Sie dem Fanionteam diese Saison noch zu?
Schwanengel: Das Team hat mich in den letzten beiden Spielen stark beeindruckt. Wenn wir so weiterspielen und das Potential noch weiter ausschöpfen, steht der Finalrunde eigentlich nichts mehr im Wege. Und in dieser ist dann alles möglich.

You know me, evil eye. You know me, prepared to die. You know me, the snake-bite kiss. Devils grip, the iron fist.