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FC Thun 2012/2013

Windfahne
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Re: FC Thun 2012/2013

Beitrag von Windfahne »

schnöili soll doch bitte gleich das dach mitbringen.
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Sue Luke
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bluewhite pride
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Re: FC Thun 2012/2013

Beitrag von bluewhite pride »

Windfahne hat geschrieben:schnöili soll doch bitte gleich das dach mitbringen.
DAS wäre dann wohl der Transfer des Jahrzehnts... :sabber: :sabber:
Walter Stierli in NLZ hat geschrieben:Ich bin ein Gegner von Schnellschüssen.
Aufwindfahne
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Re: FC Thun 2012/2013

Beitrag von Aufwindfahne »

https://www.plattformj.ch/artikel/246405/
Schuldenberg beim Meister wächst | Heute, 12.02 Uhr
Der FC Thun tief in den roten Zahlen – Minus von 6,7 Millionen Franken
Auch in der Meistersaison hat der FC Thun einen Millionenverlust geschrieben. Die vielen Spielerverkäufe dürften das Loch etwas stopfen. Bringt die Generalversammlung Klärung über die Besitzverhältnisse?
von Peter Salvisberg

Lichtet sich an der Generalversammlung vom 26. Oktober der Nebel? Wer sind die Aktionäre des FC Thun?

Fussballer, die kunstvoll jonglieren können, sind gefragt, Buchhalter hingegen sollen den Ball flach halten. Wer sich im Geschäftsbericht der FC Thun AG bis zum Bericht der Revisionsstelle vorkämpft, realisiert auch dieses Jahr wieder: Der Verein ist überschuldet, die Bilanz müsste deponiert werden, wären da nicht Geldgeber, die sich äusserst nett zeigen. Als Gläubiger verzichten sie mit einem «Rangrücktritt» im Betrag von sieben Millionen auf Rechte im Fall eines Konkurses oder einer Insolvenz.

Mit diesem Vorgehen halfen sie in den vergangenen Jahren immer wieder, dass der Klub überlebte. Allerdings sind die Schulden über all die Jahre auf 16,5 Millionen angewachsen. Das Minus im letzten Geschäftsjahr betrug 6,7 Millionen Franken.

Ein Märchen: der Meisterkübel für den FC Thun und dessen Präsidenten Andres Gerber. Aber die Meistersaison hat auch ihre Schatten auf der Kostenseite.Ein Märchen: der Meisterkübel für den FC Thun und dessen Präsidenten Andres Gerber. Aber die Meistersaison hat auch ihre Schatten auf der Kostenseite.

Geschäftsjahr betrug 18 Monate
Dabei haben die Buchhalter allerdings etwas kreativ jongliert. Speziell: Das letzte Geschäftsjahr betrug 18 Monate. Die Vereinsführung hatte die Buchlegung der Fussballsaison in der Schweiz angepasst. Am 17. März 2026 hatte der FC Thun mitgeteilt: «Die FC Thun AG stellt ihr Geschäftsjahr um. Künftig dauert dieses jeweils vom 1. Juli bis zum 30. Juni. Die ordentliche Generalversammlung findet neu im Herbst statt. Bisher entsprach das Geschäftsjahr der FC Thun AG dem Kalenderjahr. Mit der Änderung des Geschäftsjahres passt sich der Club der sportlichen Saison an und schafft so eine bessere Übereinstimmung zwischen finanzieller Berichterstattung und Meisterschaftsbetrieb.»

Liga ist gespalten 6:6
Interessant: Kantonsrivale YB hat das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember, genau gleich wie der FC Basel, Servette, Lausanne, Lugano und Vaduz. Die anderen Klubs der Super League (St. Gallen, FC Zürich, GC, Luzern und Sion) legen das Geschäftsjahr auch wie neu der FC Thun vom 1. Juli bis zum 30. Juni des Folgejahres. Finanzexperten munkelten bei der Umstellung des FC Thun, der Zeitpunkt dieser Anpassung sei interessant, das sei nur passiert, dass man den Geschäftsbericht (noch) nicht veröffentlichen müsse.

Löhne verdoppelt
Dieser Geschäftsbericht zeigt nun: Die Meistersaison hat bei den Ausgaben finanziell tiefe Spuren hinterlassen: Die Position «Löhne und Gehälter» hat sich mehr als verdoppelt von 5,1 Millionen (12 Monate) auf 12,9 Millionen (18 Monate). Dabei ist klar: Ein Kader, das in der höchsten Spielklasse mitspielt, hat immer wesentlich höhere Lohnkosten als ein Team in der Challenge League. Es braucht zusätzliche Stellen an vielen Orten, da drücken nicht nur höhere Spielerlöhne durch.

Wie hoch waren Meisterprämien?
Spannend wäre dabei zu erfahren, welche Auswirkungen der überraschende Meistertitel auf die Prämienausschüttung hatte. Vielleicht wird diese Frage an der Generalversammlung des FC Thun vom 26. Oktober geklärt.

9009 Zuschauende im Schnitt
Praktisch verdoppelt haben sich auch die Sponsoring-Einnahmen von 4,5 Millionen (12 Monate) auf 8,2 Millionen (18 Monate). Höchst erfreulich entwickelten sich in der Meistersaison die Zuschauereinnahmen. Sagenhafte 9009 Leute verfolgten im Schnitt die Matches im Visana Stadion. Da sprudelten immerhin 3,5 Millionen in die Kassen. Sieben Partien fanden vor vollem Haus statt.

Präsident Andres Gerber und Spieler Michael Heule liegen sich in den Armen. Der Transfer von Heule zu Heidenheim soll helfen, das Finanzloch zu stopfen. Die Transfersumme blieb unbekannt.Präsident Andres Gerber und Spieler Michael Heule liegen sich in den Armen. Der Transfer von Heule zu Heidenheim soll helfen, das Finanzloch zu stopfen. Die Transfersumme blieb unbekannt.Foto: Keystone
Und die Transfer-Erlöse?
Der neutrale Beobacher fragt sich, wie hoch sind die Transfer-Erlöse? Im Sommer verliessen nach dem Gewinn des Meistertitels unter anderen die Spieler Michael Heule (Heidenheim, 2. Bundesliga), Ethan Meichtry (Genua, Serie A), Elmin Rastoder (Panathinaikos Athen, griechische Super League), Valmir Matoshi (Sturm Graz, Österreichische Fussball-Bundesliga) oder Leonardo Bertone (FC Luzern) den Klub. Diese Transfer-Einnahmen betreffen das neue Geschäftsjahr und sind noch nicht ausgewiesen.

Laut Präsident Andres Gerber wird dies durchschlagen. Im aktuellen Geschäftsbericht lässt er sich zitieren: «Die Abgänge verschiedener Stammspieler nach diesem grossen Erfolg waren absehbar, erfolgten jedoch erst nach Abschluss der Rechnungsperiode. Vereinfacht gesagt: Viele der Aufwendungen haben diese Rechnungsperiode belastet, die Früchte daraus können wir nun ernten. Dank der Qualifikation für die Uefa Conference League und den Transfererlösen haben wir für die Saison 2026/27 eine finanzielle Stabilität erreicht, die es uns erlaubt, den FC Thun sportlich und wirtschaftlich nachhaltig, aber immer mit Bedacht weiterzuentwickeln».

Wer hat die Aktien?
Die Generalversammlung vom 26. Oktober dürfte spannend werden. Der Thuner Unternehmer Beat Fahrni, der den FC Thun aus der Misere gerettet hatte, sich dann aber noch vor dem Meistertitel im Frühsommer zurückzog, hatte versprochen, an der Generalversammlung werde bekannt, wer die neuen Aktionäre des FC Thun sind.
Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst was dafür zu tun,
ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten.

I don‘t have dreams. I have goals.
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