Liiribox
Nur angemeldete User dürfen liiren.
CUP FC Winterthur-FC Luzern 23.10.04
-
Thomas1365
-
Bill Shankly
- Elite
- Beiträge: 6167
- Registriert: 14. Nov 2002, 22:45
- Wohnort: city of london
- Kontaktdaten:
-
Bill Shankly
- Elite
- Beiträge: 6167
- Registriert: 14. Nov 2002, 22:45
- Wohnort: city of london
- Kontaktdaten:
Mal ne kleine Zwischenfrage. War ich als einziger nicht besoffen an diesem Match? Hier werden Spieler und analysiert, aber das Wesentliche kommt gar nicht zur Sprache...
Vielleicht hat niemand von euch die Nummer 22 beobachtet... Rathino ist die ganze erste Halbzeit NUR an der Seitenlinie auf und ab getrabt. Zur Pause hatte er nicht einmal eine kleine Schweissperle im Gesicht! Die grösste Anstrengung war es für ihn wohl von der Kabine auf den Platz zu laufen! Den Ball bekam er nie zu Gesicht und wollte dies auch gar nicht.
Der Grund? Er war mit einer Kritik seines Trainers nicht einverstanden und wollte nun demonstrativ nichts tun damit ihn Van Eck raus holt. Dieser holte ihn aber demonstrativ nicht raus (erst zur Pause). Sie trugen also ihren Kleinkrieg einfach mal so auf dem Spielfeld eines Cup-Matchs aus
Ich finde solche überaus kindischen Spielchen unpassend und in dieser Liga auch ziemlich unprofessionel. Von mir aus gehören Spieler und Trainer entlassen.
Wollte ich nur mal loswerden
Vielleicht hat niemand von euch die Nummer 22 beobachtet... Rathino ist die ganze erste Halbzeit NUR an der Seitenlinie auf und ab getrabt. Zur Pause hatte er nicht einmal eine kleine Schweissperle im Gesicht! Die grösste Anstrengung war es für ihn wohl von der Kabine auf den Platz zu laufen! Den Ball bekam er nie zu Gesicht und wollte dies auch gar nicht.
Der Grund? Er war mit einer Kritik seines Trainers nicht einverstanden und wollte nun demonstrativ nichts tun damit ihn Van Eck raus holt. Dieser holte ihn aber demonstrativ nicht raus (erst zur Pause). Sie trugen also ihren Kleinkrieg einfach mal so auf dem Spielfeld eines Cup-Matchs aus
Ich finde solche überaus kindischen Spielchen unpassend und in dieser Liga auch ziemlich unprofessionel. Von mir aus gehören Spieler und Trainer entlassen.
Wollte ich nur mal loswerden
-
Bill Shankly
- Elite
- Beiträge: 6167
- Registriert: 14. Nov 2002, 22:45
- Wohnort: city of london
- Kontaktdaten:
-
lucerne
.. und natürlich hat man diesem jungsporn ja auch einen 2- jahresvertrag gegeben..Lozärn hat geschrieben:Mal ne kleine Zwischenfrage. War ich als einziger nicht besoffen an diesem Match? Hier werden Spieler und analysiert, aber das Wesentliche kommt gar nicht zur Sprache...
Vielleicht hat niemand von euch die Nummer 22 beobachtet... Rathino ist die ganze erste Halbzeit NUR an der Seitenlinie auf und ab getrabt. Zur Pause hatte er nicht einmal eine kleine Schweissperle im Gesicht! Die grösste Anstrengung war es für ihn wohl von der Kabine auf den Platz zu laufen! Den Ball bekam er nie zu Gesicht und wollte dies auch gar nicht.
Der Grund? Er war mit einer Kritik seines Trainers nicht einverstanden und wollte nun demonstrativ nichts tun damit ihn Van Eck raus holt. Dieser holte ihn aber demonstrativ nicht raus (erst zur Pause). Sie trugen also ihren Kleinkrieg einfach mal so auf dem Spielfeld eines Cup-Matchs aus![]()
Ich finde solche überaus kindischen Spielchen unpassend und in dieser Liga auch ziemlich unprofessionel. Von mir aus gehören Spieler und Trainer entlassen.
Wollte ich nur mal loswerden
-
Tom Sizemore
- Experte

- Beiträge: 494
- Registriert: 2. Mär 2003, 12:43
- Wohnort: Zürcher
Genau diese Frage wollte ich auch stellen, nachdem ich gestern abend die Geschichte in der NLZ gelesen hatte. Ich staunte, dass dieser "Vorfall" hier drin nie zur Diskussion stand.Lozärn hat geschrieben:Mal ne kleine Zwischenfrage. War ich als einziger nicht besoffen an diesem Match? Hier werden Spieler und analysiert, aber das Wesentliche kommt gar nicht zur Sprache...
Vielleicht hat niemand von euch die Nummer 22 beobachtet... Rathino ist die ganze erste Halbzeit NUR an der Seitenlinie auf und ab getrabt. Zur Pause hatte er nicht einmal eine kleine Schweissperle im Gesicht! Die grösste Anstrengung war es für ihn wohl von der Kabine auf den Platz zu laufen! Den Ball bekam er nie zu Gesicht und wollte dies auch gar nicht.
Der Grund? Er war mit einer Kritik seines Trainers nicht einverstanden und wollte nun demonstrativ nichts tun damit ihn Van Eck raus holt. Dieser holte ihn aber demonstrativ nicht raus (erst zur Pause). Sie trugen also ihren Kleinkrieg einfach mal so auf dem Spielfeld eines Cup-Matchs aus![]()
Ich finde solche überaus kindischen Spielchen unpassend und in dieser Liga auch ziemlich unprofessionel. Von mir aus gehören Spieler und Trainer entlassen.
Wollte ich nur mal loswerden
Van Eck warf Ratinho gemaess NLZ vor, dass er den Ball schneller spielen solle. Das ist genau jene Kritik, welche Mr. X betreffend Andreoli angebracht hat. Bei dem ist es dem Trainer aber anscheinend nicht aufgefallen. Na ja, der Reporter wusste auch zu berichten, dass das Kriegsbeil am selben Abend noch begraben wurde und Ratinho auch beim naechsten Spiel gesetzt sei. Doch auf der rechten Aussenbahn ueberzeugte er bislang ueberhaupt nicht. Dasselbe gilt fuer Righetti. Darum: Caminada rein!
Hier noch ein Bericht aus dem Landbote zum Spiel gegen Winterthur.
Vielleicht hilft dieser Bericht auch wieder vermehrt den Tatsachen in die Augen zu sehen und den wieder erwachenden Optimismus von einingen Personen zu dämpfen.
Besonders wenn Garfield von einem "nie gefährdeten Sieg" spricht, tut eine andere Ansicht zur Meinungsbildung vielleicht ganz gut
!
DER FCW VERLIERT DEN CUP-SECHZEHNTELFINAL GEGEN DEN FC LUZERN TROTZ FRÜHER FÜHRUNG 1:3
Ein verpatzter statt ein schöner Nachmittag
Für den FCW läuft nach frühem 1:0 so ziemlich alles schief. Er verliert zwei Mann und das Spiel gegen den FC Luzern 1:3.
Von Hansjörg Schifferli, Landbote 25.10.04
Ein schöner Nachmittag für den FCW hätte es werden sollen. Ein Achtelfinalplatz im Cup wäre was gewesen für eine Mannschaft, die in der Meisterschaft im Mittelfeld herumdümpelt (was immerhin schon ein erheblicher Fortschritt ist). Ein Freistosstor Giorgio Continis aus nahezu 30 Metern war, nach acht Minuten, auch ein viel versprechender Beginn. Aber die Fortsetzung erfüllte die Hoffnungen nicht; und am Ende, nach dem 3:1-Sieg des gewiss nicht beeindruckenden FC Luzern und gleich zwei Platzverweisen für den FCW, wars aus Winterthurer Sicht ein verpatzter Nachmittag, ein verknorztes Spiel, eine vergebene Chance.
Die lange Zeit des Ungemachs begann unmittelbar nach dem 1:0. Der Anfang waren Unsicherheiten in der Abwehr, auf der rechten Seite, wo Marjan Solomun-Egg und Umberto Romano zu patzen begannen. Die Folge: Solomun-Egg verlor ein Kopfballduell gegen Luis Calapes; dessen Kopfball prallte von der Latte vor die Füsse Jean-Michel Tchougas – 1:1 nach 18 Minuten.
Ein Fehler und eine Dummheit
Für die Fortsetzung gravierendster Punkt war, zwei Minuten später, der Platzverweis für Simone Gandolfo, den zentralen Mann in Winterthurs Mittelfeld. Er wurde für ein Foul mitten in der gegnerischen Platzhälfte mit einer zweiten Verwarnung bestraft. Diese Rote Karte war eine unheilvolle Kombination aus einem Fehler (einer von bedenklich vielen) des Schiedsrichters und einer Dummheit Gandolfos.
Martin Salm, ein betont laufschwacher Herr, hatte fünf Minuten vorher Gandolfo ein erstes Mal verwarnt für ein Foul, das offensichtlich nicht Gandolfo, sondern Stephan Kohler begangen hatte. Gandolfo seinerseits musste wissen, dass auch eine ungerechtfertigte Verwarnung zählt; er hätte jenes Foul an Tchouga, der die Aktion auch noch reichlich betonte, nun mal nicht riskieren dürfen.
Mit zehn Mann hielten sich die Winterthurer zwar nicht schlecht; sie gestanden den Luzernern auch in (einfacher) Unterzahl wenige bis keine Torchancen zu. Allerdings wars auch mit ihrem bis dahin wirkungsvollen Angriffsspiel so gut wie vorbei. Oder wie es Trainer und Sportchef Mathias Walther hinterher formulierte: «Dieser Platzverweis hat unser ganzes Spiel kaputtgemacht.» Er hätte, fügte er bei, «mit elf Mann keinen Grund gesehen, warum wir dieses Spiel nicht hätten gewinnen sollen.»
Zweites Tor, zweiter Platzverweis
Natürlich war diese Aussage hypothetisch. Vor allem aber war sie bedeutungslos, denn in der 49. Minute kassierten sie durch einen – kaum unhaltbaren Weitschuss Calapes' – das 2:1. Eine klare Ausgleichschance hatten sie danach nur noch in der 70. Minute, als Romano nach einem Corner völlig frei stehend zum Kopfball ansetzen konnte, aber genau Torhüter David Zibung traf.
Vorbei mit den letzten Hoffnungen wars in der 78. Minute, als José Gonçalves nach einem Patzer Thomas Stamms zur Notbremse griff und ebenfalls vom Platz musste. Neun Winterthurer waren dann definitiv zu wenig, die Luzerner vom Weg zum Sieg abzubringen. In der 91. Minute brachte es dann selbst einer wir Marinko Jurendic fertig, den Ball über die Torlinie zu drücken – zum 1:3.
«Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, wie sie zu zehnt gespielt hat», sagte Walther noch. Und Contini, sein Captain: «Wir haben solidarisch gekämpft, bis zum zweiten Platzverweis solide gespielt.» Aber der Ärger über die verpasste Chance war offensichtlich: «Ich hätte Luzern gerne in der Meisterschaft drei Punkte geschenkt – für einen Sieg heute», liess Contini noch wissen.
Van Eck und Ratinho
Die Luzerner sahen die Dinge etwas anders, auf Grund des Resultats wohl ziemlich beschönigend: «Es war eine
gute Leistung, kämpferisch und spielerisch», sagte Trainer René van Eck, «wir haben auch nach dem 0:1 normal weitergespielt, und nach dem Platzverweis kamen wir kaum mehr in Gefahr, kontrollierten wir das Spiel.» Übersehen hatte er da, beispielsweise, dass seine Abwehr bis zum ersten Platzverweis wiederholt in erhebliche Schwierigkeiten geraten war, dass seine Mannschaft nachher – vor lauter Kontrolle – offensiv wenig Zwingendes geboten hatte. Aber nach dem zweiten Auswärtssieg in Folge, nach dem glückhaften 2:1 in der Meisterschaft in Chiasso, durfte sich Luzerns zuvor angefochtener Holländer in seiner Haut ja auch wieder wohler fühlen und denken, eine Mannschaft, die zuerst zehn, dann noch neun Gegner besiegt habe, müsse auch gut gespielt haben.
Da focht ihn auch nicht an, dass er sich im Laufe der ersten Halbzeit mit seinem alternden Star Ratinho überworfen hatte. Der Brasilianer reagierte beleidigt auf eine Kritik, die Van Eck von der Seitenlinie äusserte; er wollte sich demonstrativ auswechseln lassen; Van Eck liess ihn, nicht minder demonstrativ, drinnen. Bis zur Pause wenigstens. Und am Ende verlangte Ratinho «eine Aussprache» mit dem Trainer ...
So waren am Ende also nicht mal alle Luzerner zufrieden. Und schon gar nicht die Winterthurer, für die – sehr wohl auch aus eigenem Verschulden – einfach zu viel schief gelaufen war, als dass sie den 1500 Zuschauern (und der Generalversammlung heute Abend) hätten bieten können, was sie wollten: einen Platz in den Cup-Achtelfinals, womöglich gar ein Spiel gegen einen «Grossen».
Vielleicht hilft dieser Bericht auch wieder vermehrt den Tatsachen in die Augen zu sehen und den wieder erwachenden Optimismus von einingen Personen zu dämpfen.
Besonders wenn Garfield von einem "nie gefährdeten Sieg" spricht, tut eine andere Ansicht zur Meinungsbildung vielleicht ganz gut
DER FCW VERLIERT DEN CUP-SECHZEHNTELFINAL GEGEN DEN FC LUZERN TROTZ FRÜHER FÜHRUNG 1:3
Ein verpatzter statt ein schöner Nachmittag
Für den FCW läuft nach frühem 1:0 so ziemlich alles schief. Er verliert zwei Mann und das Spiel gegen den FC Luzern 1:3.
Von Hansjörg Schifferli, Landbote 25.10.04
Ein schöner Nachmittag für den FCW hätte es werden sollen. Ein Achtelfinalplatz im Cup wäre was gewesen für eine Mannschaft, die in der Meisterschaft im Mittelfeld herumdümpelt (was immerhin schon ein erheblicher Fortschritt ist). Ein Freistosstor Giorgio Continis aus nahezu 30 Metern war, nach acht Minuten, auch ein viel versprechender Beginn. Aber die Fortsetzung erfüllte die Hoffnungen nicht; und am Ende, nach dem 3:1-Sieg des gewiss nicht beeindruckenden FC Luzern und gleich zwei Platzverweisen für den FCW, wars aus Winterthurer Sicht ein verpatzter Nachmittag, ein verknorztes Spiel, eine vergebene Chance.
Die lange Zeit des Ungemachs begann unmittelbar nach dem 1:0. Der Anfang waren Unsicherheiten in der Abwehr, auf der rechten Seite, wo Marjan Solomun-Egg und Umberto Romano zu patzen begannen. Die Folge: Solomun-Egg verlor ein Kopfballduell gegen Luis Calapes; dessen Kopfball prallte von der Latte vor die Füsse Jean-Michel Tchougas – 1:1 nach 18 Minuten.
Ein Fehler und eine Dummheit
Für die Fortsetzung gravierendster Punkt war, zwei Minuten später, der Platzverweis für Simone Gandolfo, den zentralen Mann in Winterthurs Mittelfeld. Er wurde für ein Foul mitten in der gegnerischen Platzhälfte mit einer zweiten Verwarnung bestraft. Diese Rote Karte war eine unheilvolle Kombination aus einem Fehler (einer von bedenklich vielen) des Schiedsrichters und einer Dummheit Gandolfos.
Martin Salm, ein betont laufschwacher Herr, hatte fünf Minuten vorher Gandolfo ein erstes Mal verwarnt für ein Foul, das offensichtlich nicht Gandolfo, sondern Stephan Kohler begangen hatte. Gandolfo seinerseits musste wissen, dass auch eine ungerechtfertigte Verwarnung zählt; er hätte jenes Foul an Tchouga, der die Aktion auch noch reichlich betonte, nun mal nicht riskieren dürfen.
Mit zehn Mann hielten sich die Winterthurer zwar nicht schlecht; sie gestanden den Luzernern auch in (einfacher) Unterzahl wenige bis keine Torchancen zu. Allerdings wars auch mit ihrem bis dahin wirkungsvollen Angriffsspiel so gut wie vorbei. Oder wie es Trainer und Sportchef Mathias Walther hinterher formulierte: «Dieser Platzverweis hat unser ganzes Spiel kaputtgemacht.» Er hätte, fügte er bei, «mit elf Mann keinen Grund gesehen, warum wir dieses Spiel nicht hätten gewinnen sollen.»
Zweites Tor, zweiter Platzverweis
Natürlich war diese Aussage hypothetisch. Vor allem aber war sie bedeutungslos, denn in der 49. Minute kassierten sie durch einen – kaum unhaltbaren Weitschuss Calapes' – das 2:1. Eine klare Ausgleichschance hatten sie danach nur noch in der 70. Minute, als Romano nach einem Corner völlig frei stehend zum Kopfball ansetzen konnte, aber genau Torhüter David Zibung traf.
Vorbei mit den letzten Hoffnungen wars in der 78. Minute, als José Gonçalves nach einem Patzer Thomas Stamms zur Notbremse griff und ebenfalls vom Platz musste. Neun Winterthurer waren dann definitiv zu wenig, die Luzerner vom Weg zum Sieg abzubringen. In der 91. Minute brachte es dann selbst einer wir Marinko Jurendic fertig, den Ball über die Torlinie zu drücken – zum 1:3.
«Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, wie sie zu zehnt gespielt hat», sagte Walther noch. Und Contini, sein Captain: «Wir haben solidarisch gekämpft, bis zum zweiten Platzverweis solide gespielt.» Aber der Ärger über die verpasste Chance war offensichtlich: «Ich hätte Luzern gerne in der Meisterschaft drei Punkte geschenkt – für einen Sieg heute», liess Contini noch wissen.
Van Eck und Ratinho
Die Luzerner sahen die Dinge etwas anders, auf Grund des Resultats wohl ziemlich beschönigend: «Es war eine
gute Leistung, kämpferisch und spielerisch», sagte Trainer René van Eck, «wir haben auch nach dem 0:1 normal weitergespielt, und nach dem Platzverweis kamen wir kaum mehr in Gefahr, kontrollierten wir das Spiel.» Übersehen hatte er da, beispielsweise, dass seine Abwehr bis zum ersten Platzverweis wiederholt in erhebliche Schwierigkeiten geraten war, dass seine Mannschaft nachher – vor lauter Kontrolle – offensiv wenig Zwingendes geboten hatte. Aber nach dem zweiten Auswärtssieg in Folge, nach dem glückhaften 2:1 in der Meisterschaft in Chiasso, durfte sich Luzerns zuvor angefochtener Holländer in seiner Haut ja auch wieder wohler fühlen und denken, eine Mannschaft, die zuerst zehn, dann noch neun Gegner besiegt habe, müsse auch gut gespielt haben.
Da focht ihn auch nicht an, dass er sich im Laufe der ersten Halbzeit mit seinem alternden Star Ratinho überworfen hatte. Der Brasilianer reagierte beleidigt auf eine Kritik, die Van Eck von der Seitenlinie äusserte; er wollte sich demonstrativ auswechseln lassen; Van Eck liess ihn, nicht minder demonstrativ, drinnen. Bis zur Pause wenigstens. Und am Ende verlangte Ratinho «eine Aussprache» mit dem Trainer ...
So waren am Ende also nicht mal alle Luzerner zufrieden. Und schon gar nicht die Winterthurer, für die – sehr wohl auch aus eigenem Verschulden – einfach zu viel schief gelaufen war, als dass sie den 1500 Zuschauern (und der Generalversammlung heute Abend) hätten bieten können, was sie wollten: einen Platz in den Cup-Achtelfinals, womöglich gar ein Spiel gegen einen «Grossen».



