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[Diskussion] Referendum „Nein zu Polizeiwillkür“
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FCL-Sicherheitschef
«Nur die Tat ist entscheidend»
Mike Hauser glaubt an die Selbstregulierung innerhalb von Fangruppen. Trotzdem: Verletze ein Fan die Regeln, bekomme er Stadionverbot.
Express:
* 33 FCL-Fans hatten trotz fehlenden Beweisen ein Rayonverbot in Luzern.
* Im neuen Stadion sollen mehr Kameras eine Identifikation vereinfachen.
«Ich gehe immer vom Guten im Menschen aus.»
Mike Hauser, Sicherheitschef FC Luzern
Mike Hauser, wie viele Fans des FC Luzern haben derzeit ein Stadionverbot?
Mike Hauser: Ganz genau kann ich dies nicht sagen. Aber es sind etwas über 50 Personen. Damit sind wir im Schnitt der Liga.
33 dieser Verbote, die nach einem Match der U 21 in Biel ausgesprochen wurden, sind vergangene Woche aufgelöst worden. Haben Sie vom Verein aus etwas für diese Fans gemacht?
Hauser: Wir haben immer signalisiert, dass, sobald das Verfahren eingestellt wird, die Betroffenen wieder ins Stadion gelassen werden.
Wurden Sie von dieser Geschichte überrascht?
Hauser: Überrascht wäre falsch. Es ist sicher etwas vorgefallen in Biel, aber die Vorgehensweise danach war wohl nicht ganz ideal. Auch bei einem Stadionverbot muss die Beweisbarkeit gegeben sein.
Kann der FCL in seinem Stadion Fackelzünder genau identifizieren?
Hauser: Mit der jetzigen Infrastruktur ist dies sehr schwierig. Wir haben zu wenig fix installierte Kameras. In der neuen Swissporarena wird das anders sein. Wir versuchen aber sowieso, verstärkt auf der präventiven Achse zu fahren. Etwa mit dem neuen Lokal «Zone 5». Dort stehen wir in direktem Kontakt mit den Fans. Auch die Fanarbeiter haben dort einen direkten Draht zu den Fans.
Auf der Allmend wird wenig gezündet. Passiert mal etwas, muss der FCL dafür eine Busse bezahlen. Wie hoch sind die jährlichen Kosten?
Hauser: Rund 25 000 Franken. Die bezahlen wir der Liga. Dazu gehören auch Verfehlungen wie das Werfen von Gegenständen aufs Spielfeld. Wir wissen aber nicht, was mit diesem Geld passiert. Wir fordern seit Jahren von der Liga, dass dieses Bussengeld direkt für die Prävention und Repression eingesetzt wird.
Was passiert, wenn der FCL jemanden mit Fackeln erwischt?
Hauser: Wir übergeben ihn der Polizei. Das Gleiche gilt auch, wenn wir Bildmaterial haben. Allerdings muss dieses den Täter zweifelsfrei identifizieren. Ansonsten gilt auch hier der Grundsatz: Im Zweifelsfall für den Angeklagten. Zudem weigere ich mich, dass man bei Eingangskontrollen allen Personen in den Schritt fasst. Es ist für mich unverhältnismässig, wenn ich 1000 Leuten zwischen die Beine fassen muss, um dann zwei oder drei Petarden zu finden.
Trotzdem: In der Fankurve tummeln sich nicht nur Unschuldige. Darunter gibt es auch einige bekannte Schläger. Wieso sperrt der FCL diese nicht einfach aus?
Hauser: Es ist nicht der Verdacht entscheidend, sondern die Tat. Nur weil wir wissen, dass dieser und jene schon zugeschlagen hat, können wir ihm kein Stadionverbot geben. Ich gehe zudem immer vom Guten im Menschen aus. Sprich: Hatte mal jemand Stadionverbot und kann dann wieder hinein, so hoffe ich inständig, dass er seine Lehren daraus gezogen hat.
Stichwort Selbstregulierung: Nützt es dem FCL am Ende nicht sogar, wenn gewisse bekannte Personen im Stadion sind? Immerhin haben diese einen gewichtigen Platz in der Szene und können einschreiten, wenn es innerhalb der Kurve zu scheppern droht.
Hauser: Grundsätzlich ist mir jeder, der in der Szene etwas zu sagen hat, viel lieber als Personen, die mit einem Stadionverbot belegt sind. Das Beispiel in Bern, als es wegen des Einsatzes der Security zu unschönen Bildern kam, hat gut gezeigt, wie die Selbstregulierung funktioniert. Einige wichtige Fans haben dort verhindert, dass es zu noch schwereren Ausschreitungen gekommen ist. Es gilt aber auch: Können wir einem mit Sicherheit nachweisen, dass er gewalttätig wird, so bekommt er Stadionverbot.
Hooligandatenbank
Unschuldige bleiben registriert
Die Juso der Stadt Luzern fordern im Zusammenhang mit den Verhaftungen in Biel (siehe Zeitung von gestern), dass alle 33 FCL-Fans automatisch aus der eidgenössischen Hooligandatenbank (Hoogan) gelöscht werden. Wer einmal erfasst ist, bleibt bis mindestens drei Jahre nach Ablauf der letzten Massnahme darin registriert. Weil die Fans ungerechtfertigterweise eingetragen worden sind, wie sich bei den kürzlich eingestellten Strafverfahren ergeben hat, werden jetzt Gesuche um Datenlöschung geprüft.
«Nur die Tat ist entscheidend»
Mike Hauser glaubt an die Selbstregulierung innerhalb von Fangruppen. Trotzdem: Verletze ein Fan die Regeln, bekomme er Stadionverbot.
Express:
* 33 FCL-Fans hatten trotz fehlenden Beweisen ein Rayonverbot in Luzern.
* Im neuen Stadion sollen mehr Kameras eine Identifikation vereinfachen.
«Ich gehe immer vom Guten im Menschen aus.»
Mike Hauser, Sicherheitschef FC Luzern
Mike Hauser, wie viele Fans des FC Luzern haben derzeit ein Stadionverbot?
Mike Hauser: Ganz genau kann ich dies nicht sagen. Aber es sind etwas über 50 Personen. Damit sind wir im Schnitt der Liga.
33 dieser Verbote, die nach einem Match der U 21 in Biel ausgesprochen wurden, sind vergangene Woche aufgelöst worden. Haben Sie vom Verein aus etwas für diese Fans gemacht?
Hauser: Wir haben immer signalisiert, dass, sobald das Verfahren eingestellt wird, die Betroffenen wieder ins Stadion gelassen werden.
Wurden Sie von dieser Geschichte überrascht?
Hauser: Überrascht wäre falsch. Es ist sicher etwas vorgefallen in Biel, aber die Vorgehensweise danach war wohl nicht ganz ideal. Auch bei einem Stadionverbot muss die Beweisbarkeit gegeben sein.
Kann der FCL in seinem Stadion Fackelzünder genau identifizieren?
Hauser: Mit der jetzigen Infrastruktur ist dies sehr schwierig. Wir haben zu wenig fix installierte Kameras. In der neuen Swissporarena wird das anders sein. Wir versuchen aber sowieso, verstärkt auf der präventiven Achse zu fahren. Etwa mit dem neuen Lokal «Zone 5». Dort stehen wir in direktem Kontakt mit den Fans. Auch die Fanarbeiter haben dort einen direkten Draht zu den Fans.
Auf der Allmend wird wenig gezündet. Passiert mal etwas, muss der FCL dafür eine Busse bezahlen. Wie hoch sind die jährlichen Kosten?
Hauser: Rund 25 000 Franken. Die bezahlen wir der Liga. Dazu gehören auch Verfehlungen wie das Werfen von Gegenständen aufs Spielfeld. Wir wissen aber nicht, was mit diesem Geld passiert. Wir fordern seit Jahren von der Liga, dass dieses Bussengeld direkt für die Prävention und Repression eingesetzt wird.
Was passiert, wenn der FCL jemanden mit Fackeln erwischt?
Hauser: Wir übergeben ihn der Polizei. Das Gleiche gilt auch, wenn wir Bildmaterial haben. Allerdings muss dieses den Täter zweifelsfrei identifizieren. Ansonsten gilt auch hier der Grundsatz: Im Zweifelsfall für den Angeklagten. Zudem weigere ich mich, dass man bei Eingangskontrollen allen Personen in den Schritt fasst. Es ist für mich unverhältnismässig, wenn ich 1000 Leuten zwischen die Beine fassen muss, um dann zwei oder drei Petarden zu finden.
Trotzdem: In der Fankurve tummeln sich nicht nur Unschuldige. Darunter gibt es auch einige bekannte Schläger. Wieso sperrt der FCL diese nicht einfach aus?
Hauser: Es ist nicht der Verdacht entscheidend, sondern die Tat. Nur weil wir wissen, dass dieser und jene schon zugeschlagen hat, können wir ihm kein Stadionverbot geben. Ich gehe zudem immer vom Guten im Menschen aus. Sprich: Hatte mal jemand Stadionverbot und kann dann wieder hinein, so hoffe ich inständig, dass er seine Lehren daraus gezogen hat.
Stichwort Selbstregulierung: Nützt es dem FCL am Ende nicht sogar, wenn gewisse bekannte Personen im Stadion sind? Immerhin haben diese einen gewichtigen Platz in der Szene und können einschreiten, wenn es innerhalb der Kurve zu scheppern droht.
Hauser: Grundsätzlich ist mir jeder, der in der Szene etwas zu sagen hat, viel lieber als Personen, die mit einem Stadionverbot belegt sind. Das Beispiel in Bern, als es wegen des Einsatzes der Security zu unschönen Bildern kam, hat gut gezeigt, wie die Selbstregulierung funktioniert. Einige wichtige Fans haben dort verhindert, dass es zu noch schwereren Ausschreitungen gekommen ist. Es gilt aber auch: Können wir einem mit Sicherheit nachweisen, dass er gewalttätig wird, so bekommt er Stadionverbot.
Hooligandatenbank
Unschuldige bleiben registriert
Die Juso der Stadt Luzern fordern im Zusammenhang mit den Verhaftungen in Biel (siehe Zeitung von gestern), dass alle 33 FCL-Fans automatisch aus der eidgenössischen Hooligandatenbank (Hoogan) gelöscht werden. Wer einmal erfasst ist, bleibt bis mindestens drei Jahre nach Ablauf der letzten Massnahme darin registriert. Weil die Fans ungerechtfertigterweise eingetragen worden sind, wie sich bei den kürzlich eingestellten Strafverfahren ergeben hat, werden jetzt Gesuche um Datenlöschung geprüft.
Bis das der Tod uns scheidet - FC LUZERN
Aus dem "Rundbrief" der Grünen Luzern, Abstimmungsempfehlung für den 17. Mai:
http://www.gruene-luzern.ch/docs/rb0902.pdf
Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen
Nein zum Konkordatsbeitritt
Das Dekret über den Konkordatsbeitritt, über das wir am 17. Mai abstimmen, schaukelt vor, ein Mittel gegen Gewalt zu sein. Es verhindert
jedoch keine Gewalt, sanktioniert in der Anwendung Unschuldige und liefert lediglich viel Juristenfutter. Das vorliegende Konkordat sieht Massnahmen wie Rayonverbot, Meldeauflagen und Polizeigewahrsam
für verdächtige Personen vor. Gemäss Konkordat muss kein gerichtlicher Beweis für ein gewalttätiges Verhalten mehr erbracht werden. Es genügt ein «Nachweis», der sogar von (durchaus auch privaten) Stadionbetreibern erbracht werden kann.
Als absolutes Novum muss Artikel 10 bezeichnet werden. Personenbezogene Daten sollen an unbeteiligte Privatpersonen weitergegeben werden können. Diese nicht verfassungskonformen
Massnahmen sollen nun über ein Konkordat statt über eine ordentliche kantonale Gesetzgebung eingeführt werden. Dies ist aus demokratischen
Gesichtspunkten abzulehnen. Konkordate entziehen den Parlamenten das Mitspracherecht. Wenn zudem ein Konkordat ausgearbeitet wird, das von
allen Kantonen unterzeichnet werden sollte, ist es nicht nachvollziehbar, dass nicht eine gesamtschweizerische Lösung auf Bundesebene angestrebt wird.
Polizei gewinnt kein Vertrauen
«Die Politik hat der Polizei nichts zu sagen.» Dies sagte mir der ehemalige Polizeikommandant von Luzern am 1. Mai 2005 Unter der Egg, wobei ihm beim Diskutieren die Bratwurst auf den Boden fiel. Vier Stunden später kesselte er mit seinen Polizisten die DemoteilnehmerInnen ein und verhaftete Unbeteiligte. Sie wurden in die Zivilschutzanlage Sonnenberg gebracht. Ebenso wurden am 1. Dezember
2007 245 Verhaftete in den Sonnenberg gesteckt. Im Antragsbericht zum Rückbau und zur Sanierung der Zivilschutzanlage Sonnenberg wurde die Gefängnisnutzung mit keinem Wort erwähnt. Dieses Gefängnis wurde einfach am Parlament vorbeigeschmuggelt. Beim jetzigen Konkordat wird die gleiche Sicherheitsphilosophie praktiziert. Eine Gewaltentrennung wird abgelehnt; das Resultat ist Polizeiwillkür.
Exemplarischer Fall Biel
Das Engagement der Fans gegen das Konkordat entstand aufgrund eines konkreten Erlebnisses. Am 12. April 2008 wurden 33 FCL-Fans grundlos
von der Polizei getrieben, angehalten und mit Anzeigen eingedeckt. Der Fanbericht im Stelzbock Nr. 8 gibt die Chronologie folgendermassen wieder: Androhung Rayonverbot Kapo LU, Strafanzeige Stapo Biel, Verfügung Rayonverbot Kapo BE, Verfügung Rayonverbot Kapo LU, Stadionverbot FC Biel, Einstellung Strafverfahren Minderjährige, Versand
Strafmandate Erwachsene, Einsprachen Erwachsene, Aufhebung Rayonverbot LU Minderjährige, Aufhebung Stadionverbot Minderjährige Biel, Aufhebung Rayonverbot BE Minderjährige. Nach acht Monaten sind nun alle freigesprochen und alle Rayonverbote aufgehoben worden (nachzulesen in der Neuen LZ vom 17. 3. 2009). Die Stadtpolizei
Biel war nicht in der Lage, ihre massiven Beschuldigungen zu belegen. Echte Gewalttäter sollen normal strafrechtlich verfolgt werden. Voreilige
und unüberprüfte Sanktionen sind untauglich, strafen viele Unschuldige und beschäftigen nur die JuristInnen.
Philipp Federer
Grossstadtrat Grüne Luzern
Dekret über den Beitritt zum Konkordat
über Massnahmen gegen Gewalt
anlässlich von Sportveranstaltungen
Parole: NEIN
http://www.gruene-luzern.ch/docs/rb0902.pdf
Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen
Nein zum Konkordatsbeitritt
Das Dekret über den Konkordatsbeitritt, über das wir am 17. Mai abstimmen, schaukelt vor, ein Mittel gegen Gewalt zu sein. Es verhindert
jedoch keine Gewalt, sanktioniert in der Anwendung Unschuldige und liefert lediglich viel Juristenfutter. Das vorliegende Konkordat sieht Massnahmen wie Rayonverbot, Meldeauflagen und Polizeigewahrsam
für verdächtige Personen vor. Gemäss Konkordat muss kein gerichtlicher Beweis für ein gewalttätiges Verhalten mehr erbracht werden. Es genügt ein «Nachweis», der sogar von (durchaus auch privaten) Stadionbetreibern erbracht werden kann.
Als absolutes Novum muss Artikel 10 bezeichnet werden. Personenbezogene Daten sollen an unbeteiligte Privatpersonen weitergegeben werden können. Diese nicht verfassungskonformen
Massnahmen sollen nun über ein Konkordat statt über eine ordentliche kantonale Gesetzgebung eingeführt werden. Dies ist aus demokratischen
Gesichtspunkten abzulehnen. Konkordate entziehen den Parlamenten das Mitspracherecht. Wenn zudem ein Konkordat ausgearbeitet wird, das von
allen Kantonen unterzeichnet werden sollte, ist es nicht nachvollziehbar, dass nicht eine gesamtschweizerische Lösung auf Bundesebene angestrebt wird.
Polizei gewinnt kein Vertrauen
«Die Politik hat der Polizei nichts zu sagen.» Dies sagte mir der ehemalige Polizeikommandant von Luzern am 1. Mai 2005 Unter der Egg, wobei ihm beim Diskutieren die Bratwurst auf den Boden fiel. Vier Stunden später kesselte er mit seinen Polizisten die DemoteilnehmerInnen ein und verhaftete Unbeteiligte. Sie wurden in die Zivilschutzanlage Sonnenberg gebracht. Ebenso wurden am 1. Dezember
2007 245 Verhaftete in den Sonnenberg gesteckt. Im Antragsbericht zum Rückbau und zur Sanierung der Zivilschutzanlage Sonnenberg wurde die Gefängnisnutzung mit keinem Wort erwähnt. Dieses Gefängnis wurde einfach am Parlament vorbeigeschmuggelt. Beim jetzigen Konkordat wird die gleiche Sicherheitsphilosophie praktiziert. Eine Gewaltentrennung wird abgelehnt; das Resultat ist Polizeiwillkür.
Exemplarischer Fall Biel
Das Engagement der Fans gegen das Konkordat entstand aufgrund eines konkreten Erlebnisses. Am 12. April 2008 wurden 33 FCL-Fans grundlos
von der Polizei getrieben, angehalten und mit Anzeigen eingedeckt. Der Fanbericht im Stelzbock Nr. 8 gibt die Chronologie folgendermassen wieder: Androhung Rayonverbot Kapo LU, Strafanzeige Stapo Biel, Verfügung Rayonverbot Kapo BE, Verfügung Rayonverbot Kapo LU, Stadionverbot FC Biel, Einstellung Strafverfahren Minderjährige, Versand
Strafmandate Erwachsene, Einsprachen Erwachsene, Aufhebung Rayonverbot LU Minderjährige, Aufhebung Stadionverbot Minderjährige Biel, Aufhebung Rayonverbot BE Minderjährige. Nach acht Monaten sind nun alle freigesprochen und alle Rayonverbote aufgehoben worden (nachzulesen in der Neuen LZ vom 17. 3. 2009). Die Stadtpolizei
Biel war nicht in der Lage, ihre massiven Beschuldigungen zu belegen. Echte Gewalttäter sollen normal strafrechtlich verfolgt werden. Voreilige
und unüberprüfte Sanktionen sind untauglich, strafen viele Unschuldige und beschäftigen nur die JuristInnen.
Philipp Federer
Grossstadtrat Grüne Luzern
Dekret über den Beitritt zum Konkordat
über Massnahmen gegen Gewalt
anlässlich von Sportveranstaltungen
Parole: NEIN
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- Registriert: 30. Mai 2003, 18:32
- Wohnort: Nasj Goräng / Schmette-Schnettene!
- Kontaktdaten:
Heute Abend...
FDP Malters Parteiversammlung
Hotel Kreuz, Malters: 30. April 2009 ab 20Uhr
http://www.lpl-malters.ch/PV300409.pdf
Podiumsdiskussion "Hooligan-Konkordat":
- Beat Hensler, Kdt KAPO Luzern
- Vertreter United Supporters Luzern
STADION ALLMEND 1934 - 2009
\O/ cumk \O/ choooooom \O/
«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
\O/ cumk \O/ choooooom \O/
«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
Allmend war.
- sprayvenhoe
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was kam dabei raus?LU-57 hat geschrieben:Heute Abend...FDP Malters Parteiversammlung
Hotel Kreuz, Malters: 30. April 2009 ab 20Uhr
http://www.lpl-malters.ch/PV300409.pdf
Podiumsdiskussion "Hooligan-Konkordat":
- Beat Hensler, Kdt KAPO Luzern
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- Kontaktdaten:
Parolenfassungen der Parteien:
durchgewunken haben (nur die fraktion der grünen stimmte dagegen), haben sich
in der zwischenzeit insbesondere im mitte-links und im rechten lager doch einige
informieren und umstimmen lassen. bei der svp unterstützten z.b. über einen
drittel der delegierten die fananliegen, nachdem im kantonsrat noch die gesamte
fraktion dafür gestummen hatte. bei der cvp sind's immerhin 10%. einzig die fdp
ist nach wie vor praktisch diskussionslos für die vorlage. die fdp war allerdings
auch die einzige partei, die sich einer wirklichen diskussion enthielte und bei denen
niemand vom referendumskomitee vorsprechen konnte um die erschreckenden
zahlen und fakten der bisherigen 2 1/4 testjahren zu belegen.
fazit also: überall dort, wo die leute informiert und wo diskutiert wird, gewinnen
die gegner an boden, weil die beiden nein-komitee's (es hat sich noch ein
zusätzliches jungbürgerliches nein-komitee gegründet) nicht mit bildern und
emotionen (wie die befürworter) argumentieren, sondern mit fakten und zahlen.
alli go abstemme
greez
SVP Luzern hat geschrieben:Konkordat über Massnahmen gegen Gewalt an Sportanlässen
Hier beschlossen die Delegierten nach angeregter Diskussion mit 68 JA zu 28 NEIN bei 4 Enthaltungen die JA-Parole
JSVP Luzern hat geschrieben:Kant. Abstimmung über den Beitritt zum Konkordat "über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen"
Da diese Vorlage parteiintern schon im Vorfeld für kontroverse Diskussionen sorgte, wurden die Referate in Pro und Contra aufgeteilt. Christian Eiholzer plädierte in seinem engagierten Votum für ein Ja. Die verschärften Massnahmen gegen Hooligans zielten in die richtige Richtung. Für ein Nein votierte Michael Brügger. Das von nicht legitimierten Funktionären erarbeitete Konkordat sei eine Scheinlösung. Nach intensiver und emotionaler Diskussion beschlossen die Mitglieder auf Antrag aus der Versammlung Stimmfreigabe.
CVP Luzern hat geschrieben:JA zum Beitritt zum Konkordat über Massnahmen gegen Gewalt an Sportveranstaltungen („Hooligan“-Konkordat)
JA - 202 // Nein - 17 // Leer - 5
http://www.cvpluzern.ch/no_cache/home/b ... oolig.html
Man beachte den Kommentar
SP Luzern hat geschrieben:Stimmfreigabe zum Konkordat "über Massnahmen gegen Gewalt an Sportveranstaltungen"
JUSO Luzern hat geschrieben:Einstimmiges NEIN
Grünen Luzern hat geschrieben:Einstimmiges NEIN
wenn man berücksichtigt, dass im kantonsrat noch 94 gegen 8 die massnahmenJunge Grünen Luzern hat geschrieben:Einstimmiges NEIN
durchgewunken haben (nur die fraktion der grünen stimmte dagegen), haben sich
in der zwischenzeit insbesondere im mitte-links und im rechten lager doch einige
informieren und umstimmen lassen. bei der svp unterstützten z.b. über einen
drittel der delegierten die fananliegen, nachdem im kantonsrat noch die gesamte
fraktion dafür gestummen hatte. bei der cvp sind's immerhin 10%. einzig die fdp
ist nach wie vor praktisch diskussionslos für die vorlage. die fdp war allerdings
auch die einzige partei, die sich einer wirklichen diskussion enthielte und bei denen
niemand vom referendumskomitee vorsprechen konnte um die erschreckenden
zahlen und fakten der bisherigen 2 1/4 testjahren zu belegen.
fazit also: überall dort, wo die leute informiert und wo diskutiert wird, gewinnen
die gegner an boden, weil die beiden nein-komitee's (es hat sich noch ein
zusätzliches jungbürgerliches nein-komitee gegründet) nicht mit bildern und
emotionen (wie die befürworter) argumentieren, sondern mit fakten und zahlen.
greez
STADION ALLMEND 1934 - 2009
\O/ cumk \O/ choooooom \O/
«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
\O/ cumk \O/ choooooom \O/
«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
Allmend war.
- Agent Sawu
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- Registriert: 14. Feb 2004, 23:51
- Wohnort: LU City
too little, too late......LU-57 hat geschrieben:fazit also: überall dort, wo die leute informiert und wo diskutiert wird, gewinnen
die gegner an boden, weil die beiden nein-komitee's (es hat sich noch ein
zusätzliches jungbürgerliches nein-komitee gegründet) nicht mit bildern und
emotionen (wie die befürworter) argumentieren, sondern mit fakten und zahlen.
alli go abstemme
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greez
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«Verkennung der Gewaltentrennung»
Zur Abstimmung über das Polizeikonkordat und den Artikel «Zu Unrecht Rayonverbot erteilt?», Ausgabe vom 17. März.
Philipp Federer, Grüner Grossstadtrat, Luzern
«Die Kantonspolizei Luzern hat gegen mehrere Fans ein Rayonverbot verhängt. Doch Beweise für ein Fehlverhalten lagen keine vor.» Darauf antwortete der Polizeikommandant in dieser Zeitung: «Es handelt sich eben nicht um Strafen, sondern um Präventionsmassnahmen ... » Vorbeugende Massregelungen?
Stellen Sie sich vor, ein Elternpaar bestraft seine Kinder vorsorglich mit Hausarrest und Fernsehverbot. Ihren Kindern ist kein Vergehen nachzuweisen. Oder ein Lehrer bestraft vorsorglich seine Klasse mit zusätzlichen Schreibarbeiten und der Absage der Schulreise. Keinem seiner Schüler ist ein Fehlverhalten nachzuweisen. Das Verhalten dieser Eltern und dieses Lehrers ist unverständlich und verärgert die Bestraften. Mit dem Polizeikonkordat soll genau diese vorbeugende Strafe abgesegnet werden. Fans wurden mit Rayonverboten für ein ganzes Jahr belegt. Sie wurden in unangenehme juristische Verfahren verwickelt, obwohl Beweise für ein Fehlverhalten keine vorlagen. Die 33 FCL-Fans in Biel wurden demzufolge ungerecht bestraft. Die Unterscheidung des Polizeikommandanten, dies sei keine Strafe, sondern eine vorbeugende Massnahme – ist eine unmögliche Wortspalterei. Was der Kanton und die Polizei mit dem Konkordat einführen wollen, ist real eine Verkennung der Gewaltentrennung. Straftäter gehören bestraft, aber nicht Unschuldige auf Vorrat vorsorglich bestraft. Das Polizeikonkordat missachtet fundamentale Grundsätze des Rechtsstaates und muss deshalb abgelehnt werden.
Philipp Federer, Grüner Grossstadtrat, Luzern
STADION ALLMEND 1934 - 2009
\O/ cumk \O/ choooooom \O/
«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
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«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
Allmend war.
Dann sollen sie es auch zeigen. Geht nicht um links oder rechts. Geht um die Sache.Camel hat geschrieben:Naja einige (viele?) Rechte denken auch gut, haben jedoch ein Problem mit dem linkslastigen Referendumskomiteechamäleon hat geschrieben:philippe federer denkt und schreibt gut - schade nur, dass er zur minderheit gehört



