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Kampf den Hooligans und Rassisten

Heiri
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Beitrag von Heiri »

Der Schnellrichter
«Verboten ist verboten»
Von Daniel Ryser


Nach dem Spiel FC St. Gallen gegen FC Basel mussten zehn Basel-Anhänger die Nacht in St. Galler Zellen verbringen. Der St. Galler Staatsanwalt Thomas Hansjakob über seine Erfindung, das Schnellverfahren.

WOZ: Herr Hansjakob, Sie sind als Staatsanwalt in St. Gallen zuständig für Schnellverfahren an Fussballspielen. Am Sonntag gab es vor dem Spiel FC St. Gallen gegen den FC Basel zehn Verhaftungen. Was war los?

Thomas Hansjakob: Beim Gästeeingang gab es eine Schlägerei mit Securitas-Mitarbeitern. Die mutmasslichen Basler Schläger wurden verhaftet. Sie blieben über Nacht hier.

Und befinden sich nun in einem Schnellverfahren?

Ja. Nach konventioneller Methode hätte man sie heimgeschickt und dann in ein paar Wochen wieder aufgeboten. Nun erledigen wir die Fälle in einem Zug. Sie bleiben über Nacht in der Zelle. Tags darauf werden sie befragt. Wenn es gut läuft, haben wir die Sache innerhalb von 24 Stunden abgeschlossen. Bei einer Übertretung, etwa einem Verstoss gegen das Vermummungsverbot, können wir die Bussenverfügung sofort ausstellen. Bei einem Vergehen oder Verbrechen geht das nicht so schnell. Wir müssen die Leute anhören.

Sie sind vor Ort, noch bevor klar ist, ob etwas passieren wird. Warum?

Ich muss mir ein Bild machen können. Den Marsch der Gästefans verfolge ich von einer Aussichtsplattform, die Eingangskontrolle in der Einsatzzentrale. Dort sah ich am Bildschirm auch die Schlägerei. Nach den Krawallen von GC-Fans im letzten Oktober sagten Festgenommene, sie seien zufällig in der randalierenden Gruppe gewesen. Weil ich von Anfang an vor Ort war und nicht erst kam, als es schon geknallt hatte, konnte ich die Lage richtig einschätzen und wusste: Die Randalierer waren eine geschlossene, extrem aggressive Gruppe. Niemand war zufällig dort.

Dann waren alle geständig?

Ja. Wenn wir den Leuten konkret sagen können: Sie haben dort einen Stein geworfen, gegen den Zaun getreten, bei der Festnahme waren Sie ver­­mummt – dann bestreitet das niemand mehr.

Wie können Sie den Leuten die Taten derart genau zuordnen?

Die Polizei hat ihre Strategie geändert. Sie macht nicht mehr bloss Ordnungsdienst, sondern arbeitet mit Greifern, die gezielt Leute festnehmen. Leute, die eingebracht werden, hat man vorher zwischen dreissig Sekunden und zwei Minuten lang beobachtet. Bei jedem Zugriff habe ich mindestens einen Beamten, der mir genau sagen kann, was die Person gemacht hat.

Das war bisher nicht der Fall?

Man machte Ordnungsdienst, Festnahmen waren Zufall. Wenn es ging, nahm man den einen oder anderen mit auf den Posten. Aber bis er dort war, wusste keiner mehr, wieso genau. Dann hiess es: Landfriedensbruch. Das konnte schnell kompliziert werden. Es gab viele Einstellungen, Freisprüche. Die neue Strategie in Zusammenhang mit den Schnellverfahren, dem Untersuchungsrichter vor Ort, hat die Effizienz massiv erhöht.

Sie greifen also jemanden, legen ihm eine belastende Aussage vor und stellen ihm einen Strafbefehl aus. Wo bleibt da das rechtliche Gehör?

Wir halten uns exakt an geltendes Recht. Über ihre Rechte kläre ich die Leute als Erstes auf. Will einer Akteneinsicht, kriegt er sie. Er kann sich alles anschauen, was wir gegen ihn haben.

Das Recht auf einen Anwalt?

Auch darauf weise ich die Leute hin. Bisher wollte keiner einen.

Keiner?

Nein. Weil der Fall immer absolut klar war. Besteht der Eingebrachte auf einen Anwalt, drücke ich ihm eine Anwaltslis­te in die Hand. Wenn der Anwalt dar­auf besteht, bei der Einvernahme dabei zu sein, machen wir einen Termin aus. Am selben Tag oder am nächsten. Das Schnellverfahren ist nicht weniger genau, es ist bloss viel effizienter. Wir haben von Anfang gesagt: Wir machen die Schnellverfahren nur, wenn uns die Polizei genau sagen kann, was dem Betroffenen vorgeworfen wird. Und das klappt.

Der Kanton St. Gallen ist Vorreiter, wenn es um neue Polizeimethoden geht: Zuerst Internetfahndung nach Hooligans und Randalierern, nun Schnellverfahren. Warum?

Da gibt es keinen grösseren Plan. Wir waren geschockt, als der FC St. Gallen 2008 in der Barrage-Runde gegen Bellinzona verlor und abstieg und es im Stadion schwere Krawalle gab. Man verhaftete zwar dreissig bis vierzig Leute, war aber völlig überfordert: Wer hatte was getan? Hatten sie überhaupt etwas gemacht? Wir hatten Aufnahmen von Rädelsführern, die wir nicht hatten verhaften können. Also haben wir uns für die Internetfahndung entschieden.

Sie haben in erster Linie nach jugendlichen Sachbeschädigern gefahndet – und das ganze Land an der Fahndung beteiligt.

Das war gerechtfertigt. Es ging um massive Gewalt gegen Beamte, die keiner der Beteiligten kontrollieren konnte. Es geht um Leute, die nur in der anonymen Masse delinquieren. Wenn sie merken, dass die Anonymität sie nicht mehr schützt, dann machen sie es auch nicht mehr. Das sind keine Leute, die grundsätzlich gewaltbereit wären, sie sind es in der Gruppe. Es ist ein Massenphänomen, und diese Leute haben in den letzten fünf Jahren gelernt, dass ihnen an Fussballspielen nichts geschieht, dass sie Steine auf Menschen werfen können, und es passiert ihnen einfach nichts.

Sie haben bei der Internetfahndung nicht unterschieden zwischen Leuten, die Polizisten attackierten, und solchen, die ein Tor auseinanderschraubten – das ja nicht mehr gebraucht wurde, weil das Stadion danach abgebrochen wurde.

Nein.

Warum nicht?

Weil jeder, der sich in solch einer Masse bewegt und Gewalttätigkeiten begeht, den anderen unkontrolliert Gewalttätigkeiten ermöglicht.

Derjenige, der in einem abbruchreifen Stadion ein Tor auseinanderschraubt, ist für jenen verantwortlich, der einen Polizisten angreift?

Jeder, der in solch einer Situation gegen das Gesetz verstösst, kann dies nur im Schutz der Masse tun. Er begeht Straftaten, geringere oder schwerere, und ermöglicht es damit anderen, ebenfalls Straftaten zu begehen. Jeder weiss, dass er nicht kontrollieren kann, wie weit die anderen gehen. Er nimmt als Sachbeschädiger Gewalt gegen Menschen in Kauf. Somit ist er strafrechtlich mitverantwortlich. Deshalb ist auch das Vermummungsverbot so wichtig. Es zeigt, dass die meisten einfach mitlaufen.

Wie meinen Sie das?

Ein Beispiel: Als der FC St. Gallen den FC Luzern empfing, entstiegen hundert vermummte Luzerner dem Extrazug. Der Einsatzleiter sagte per Megafon: «Guten Tag, willkommen in St. Gallen. Bitte denken Sie daran, dass hier ein Vermummungsverbot gilt, wer dagegen verstösst, riskiert eine Busse von 800 Franken.» Dann ist etwas Erstaunliches passiert. Neunzig Prozent der Leute zogen ihre Haube ab. Wenn von hundert plötzlich neunzig nicht mehr vermummt sind, begeht keiner mehr Sachbeschädigungen. Deshalb ist es gerechtfertigt, wenn man auch jene Leute voll zur Verantwortung zieht, die in der gewaltbereiten Gruppe bloss eine Randfunktion haben, aber es der Gruppe ermöglichen, Straftaten zu begehen. Wir sind in St. Gallen auf einem guten Weg. Ein bisschen Optimierung braucht es noch.

Wo?

Bei den Kameras etwa. Man hat in der AFG-Arena ein ausgebautes System, aber beim Eingang sind es viel zu wenige. Man könnte auch auf den Tribünen mehr machen im Kampf gegen Feuerwerk. Die Kameras müssen dazu dienen, einzelne Leute zu identifizieren.

Das Fussballstadion – ein Ort der totalen Überwachung.

Diese vermummten, militärisch auftretenden Gruppen finde ich beängstigend. Dadurch werden Allmachtsfantasien ausgelebt: Man tritt in der Gruppe auf und fühlt sich unbesiegbar. Und dieses Feuerwerk ist sehr gefährlich. Nirgendwo sonst würde man so was tolerieren.

Am 1. August toleriert man es.

Aber nicht auf derart engem Raum. Von mir aus könnte man aber auch 1.-August-Feuerwerk verbieten. Zu Pyro kann ich nur sagen: Verboten ist verboten.

Wie sind Sie auf die Idee mit den Schnellverfahren gekommen?

Ausschlaggebend dafür waren nicht Hooligans, sondern die «Chügelidealer». Kleindealer also, meist Asylbewerber, die auf der Strasse Kokain verkaufen. Wir kamen mit konventionellen Mitteln nicht dagegen an, die Szene wurde immer grösser. Wir setzten polizeiliche Käufer ein. Ein Polizist kauft ein Chügeli, Sekunden später wird der Dealer angehalten. Dann hat er die nummerierte Banknote des Polizisten in der Tasche, der Polizist hat das Chügeli mit der DNA des Dealers. Das war wirkungsvoll. Dann aber standen wir vor dem Problem, dass die Kleindealer, sofern es sich bei ihnen um Asylbewerber gehandelt hat, keinen festen Wohnsitz hatten. Wenn wir zwei Wochen später versuchten, eine Vorladung oder einen Strafbefehl zuzustellen, hat das ein Puff gegeben. Also haben wir – die St. Galler Untersuchungsbehörden – ein Schnellverfahren entwickelt und so das Problem gelöst: Scheinkauf, Festnahme, Verhör, Strafbefehl. In einem Guss.

Sie sagen auf Dealer wie auf Fans bezogen: Der veränderte Polizeieinsatz erhöht die Verhaftungsquote, die veränderte Taktik der Strafuntersuchungsbehörden, die Schnellverfahren, erhöhen die Effizienz.

Ja, und das war beim Fussball wichtig. Denn der Druck war gross.

Welcher Druck? Von der Politik?

Nein, von der Polizei. Die Beamten leis­ten jedes zweite Wochenende Ordnungsdienst, werden dort regelmässig attackiert, beschimpft. Da haben sich eine Menge Leute gefragt: Ist es nötig, dass ich mich so behandeln lassen muss? Seit wir mit den Schnellverfahren arbeiten, sind die Leute wieder motiviert. Die Polizisten sehen, dass jene, die an vorderster Front randalieren, zur Rechenschaft gezogen werden können. Ich weiss, das ist jetzt nicht die Linie der WOZ ...

Was ist nicht die Linie der WOZ?

Das, was ich hier sage. Die Polizisten sind überzeugte Polizisten, die ihre Arbeit lieben. Und das ist aus eurer Sicht wohl etwas suspekt ...

Der überzeugte Polizist?

Ja. Aber Sie müssen sehen: Das sind normale Familienväter, die am Sonntag­nachmittag auch lieber etwas anderes machen würden, als sich mit Bier und Steinen bewerfen zu lassen.



Der ehemalige SP-Kantonsrat Thomas Hansjakob (54) ist seit 2007 Erster Staatsanwalt des Kantons St. Gallen. Davor war er während fast zwanzig Jahren Untersuchungsrichter mit Spezialgebiet Betäubungsmitteldelikte, was ihm im unerbittlichen Kampf gegen Hanfshops den Spitznamen «Hanfjakob» einbrachte. Unter SP-Genossen gilt er als «scharfer Hund». Er selbst äusserte im Vorfeld Bedenken, von der WOZ als «repressives Arschloch» dargestellt zu werden, was er nicht sei, «und Sie werden das merken, wenn Sie mir zuhören». Als stellvertretender Eidgenössischer Untersuchungsrichter hat Hansjakob Ende 2009 Anklage gegen den Zürcher Privatbankier Oskar Holenweger erhoben. Der Fall Holenweger, bei dem es um Geldwäscherei geht, hatte 2007 grossen Wirbel ausgelöst und massgeb­lich zur Absetzung von Bundesanwalt Valentin Roschacher beigetragen.
"Ich realisierte wie stolz ich war, ein Luzerner zu sein"

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LUzifer

Beitrag von LUzifer »

dragao hat geschrieben: du weisst schon wie es zu dieser Blockade gekommen ist?
Ja, das weiss ich, und zwar nicht nur aus Medienberichten...

Ultrà-Bashing ist am Millerntor nichts Neues...

Aber erklär mir doch lieber mal, inwieweit USP an der Repressionskurbel mitgedreht haben soll, wie Du das eingangs geschrieben hast.
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dragao
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Beitrag von dragao »

LUzifer hat geschrieben:
dragao hat geschrieben: du weisst schon wie es zu dieser Blockade gekommen ist?
Ja, das weiss ich, und zwar nicht nur aus Medienberichten...

Ultrà-Bashing ist am Millerntor nichts Neues...

Aber erklär mir doch lieber mal, inwieweit USP an der Repressionskurbel mitgedreht haben soll, wie Du das eingangs geschrieben hast.
Wenn Leuten der Zugang zur Kurve unter Gewaltandrohung verwehrt wird, ist das für mich auch Repression. Insbesondere wenn diese eine andere Meinung vertreten.
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Beitrag von Wessun »

Winterthur Eishockey Krawalle

Am vergangenen Wochenende ist es in Winterthur in der Eishalle Deutweg nach einem Eishockey-Match zu heftigen Krawallen gekommen. Dabei wurden insgesamt 6 Hooligans von HC Red Ice Martigny-Verbier, der gegen den EHC Winterthur im Final der Amateurmeisterschaft verlor, nach Angaben der Polizei verhaftet.

Die Hooligans sind zwischen 18 und 22 Jahre alt und waren durchweg stark angetrunken. Ein Winterthur-Fan mußtee mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Auch ein Polizist wurde an der Hand verletzt. Ein weiterer Red-Ice-Fan stürzte laut Stadtpolizei angeblich ohne Fremdeinwirkung mehrere Stufen von der Tribüne hinunter und erlitt dabei Rückenverletzungen. Nach Angaben der Polizei hatten sich Anhänger des HC Red Ice im Laufe des Abends in verschiedene Sektoren des Stadions verteilt. Nach 21 Uhr hatte der private Sicherheitsdienst die Polizei zur Verstärkung ins Stadion rufen müssen. Rund 30 Anhänger des HC Red Ice hätten randaliert. Auch nach dem Spiel gings munter weiter und die Polizei musste Gummischrot gegen die Randalierer einsetzen, als diese die Sicherheitsangestellten angriffen.
LUzifer

Beitrag von LUzifer »

dragao hat geschrieben:
LUzifer hat geschrieben:
dragao hat geschrieben: du weisst schon wie es zu dieser Blockade gekommen ist?
Ja, das weiss ich, und zwar nicht nur aus Medienberichten...

Ultrà-Bashing ist am Millerntor nichts Neues...

Aber erklär mir doch lieber mal, inwieweit USP an der Repressionskurbel mitgedreht haben soll, wie Du das eingangs geschrieben hast.
Wenn Leuten der Zugang zur Kurve unter Gewaltandrohung verwehrt wird, ist das für mich auch Repression. Insbesondere wenn diese eine andere Meinung vertreten.
Ach so meinst Du das...

Ich habe Dich falsch verstanden. Ich dachte, Du wolltest andeuten, dass USP die Einschränkung des Kartenkontingents für Gästefans (DAS ist die eigentliche Repression, wie lächerlich sind dagegen 5 verpasste Spielminuten) in irgendeiner Form begrüsst hätte...

So richtig traurig ist, dass eine Blockade überhaupt nötig war. Dass es für Leute, die wissentlich in einer selbstverwalteten Ultrà-Kurve stehen, nicht selbstverständlich ist, auf fünf Minuten des Spiels zu verzichten, wenn elementare Fanrechte auf dem Spiel stehen. Dass eine konsequente Protestkultur selbst am Millerntor nicht mehr zum unverhandelbaren Grundkonsens zu gehören scheint. Dass die Gräben zwischen aktiver Fanszene und Eventfans (wie überall) immer grösser werden. Und dass nach dem Aufstieg alles noch viel schlimmer werden wird.

Und auch der Verein darf sich sein „non established...“ langsam aber sicher abschminken...
Heiri
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Beitrag von Heiri »

kenn mich in dieser szene nicht aus...
verkaufen die ultras also sämtliche Eintrittskarten für diese Kurve selber? oder konnten sie nur über die Saisontickets verfügen?
"Ich realisierte wie stolz ich war, ein Luzerner zu sein"

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LUzifer

Beitrag von LUzifer »

Heiri hat geschrieben:kenn mich in dieser szene nicht aus...
verkaufen die ultras also sämtliche Eintrittskarten für diese Kurve selber? oder konnten sie nur über die Saisontickets verfügen?
USP organisiert den Verkauf der 2000 Südkurven-Jahreskarten. 600 Tickets jeweils im freien Verkauf.
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Wiesel
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Beitrag von Wiesel »

War gute Aktion von St.Pauli. Hier wurden klar(politische) Interessen hinter die Sache gestellt...Heute Rostock morgen St.Pauli?!
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dragao
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Beitrag von dragao »

Wiesel hat geschrieben:War gute Aktion von St.Pauli. Hier wurden klar(politische) Interessen hinter die Sache gestellt...Heute Rostock morgen St.Pauli?!
Die Aktion mag schon gut sein, aber die Durchführung halt ein wenig "unglücklich".
Wickie
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Beitrag von Wickie »

Wiesel hat geschrieben:War gute Aktion von St.Pauli. Hier wurden klar(politische) Interessen hinter die Sache gestellt...Heute Rostock morgen St.Pauli?!
Rrrright, Noetigung der restlichen Stadionbesucher. Sehr gute Aktion... :roll:
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Beitrag von Master »

Wickie hat geschrieben: Rrrright, Noetigung der restlichen Stadionbesucher. Sehr gute Aktion... :roll:
finde es genau so bedenklich, dass es nicht mal in sankt pauli möglich ist, so ne aktion ohne "nötigung" durchzuführen.. das bei uns jeder bauerntölpel nicht über den nasenspitz denkt, würde mich ja nicht überraschen..
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Kämpfe Lozärn, Kämpfe Lozärn!
mer wend Euch gwönne gseh!

Master (am Do 20. Okt 2005 22:24 ) hat geschrieben:ich sage immer das gleiche.. dass er dem verein helfen wird, davon bin ich überzeugt!
dass er der fanszene schaden wird, davon bin ich genau so überzeugt! aber ich hoffe wir werden das überstehen!
Master hat geschrieben: 4. Mär 2021, 10:55 Danke sonnenkönnig*
*meine Prophezeiung in der Signatur ist kolossal falsch.. Die Fanszene hat sich geeint und geformt durch ihn, um den Verein steht es schlechter als erwartet..
Wessun
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Beitrag von Wessun »

Master hat geschrieben:
Wickie hat geschrieben: Rrrright, Noetigung der restlichen Stadionbesucher. Sehr gute Aktion... :roll:
finde es genau so bedenklich, dass es nicht mal in sankt pauli möglich ist, so ne aktion ohne "nötigung" durchzuführen.. das bei uns jeder bauerntölpel nicht über den nasenspitz denkt, würde mich ja nicht überraschen..
zum glück gehen die restlichen Stadionbesucher, alle über die Kurve ins Stadion. Depp
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Beitrag von WWuG »

Wessun hat geschrieben:
Master hat geschrieben:
Wickie hat geschrieben: Rrrright, Noetigung der restlichen Stadionbesucher. Sehr gute Aktion... :roll:
finde es genau so bedenklich, dass es nicht mal in sankt pauli möglich ist, so ne aktion ohne "nötigung" durchzuführen.. das bei uns jeder bauerntölpel nicht über den nasenspitz denkt, würde mich ja nicht überraschen..
zum glück gehen die restlichen Stadionbesucher, alle über die Kurve ins Stadion. Depp
wobei die restlichen stadionbesucher, die tatsächlich in die kurve gehen, eine "nötigung" wohl am wenigsten verdient hätten. aber schon klar, das sehen die hardliner etwas anders. die bezeichnung "depp" ist trotzdem nicht angebracht.
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Beitrag von Wessun »

wird immer schöner... jetzt hast du mir schon zu sagen was angebracht ist und was nicht!!!!
WWuG
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Beitrag von WWuG »

nö, nicht dir. finde das allgemein ne unsitte in diesem forum.

:arrow: http://www.fclforum.ch/viewtopic.php?p=86576#86576
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Beitrag von Wickie »

Wessun hat geschrieben:
Master hat geschrieben:
Wickie hat geschrieben: Rrrright, Noetigung der restlichen Stadionbesucher. Sehr gute Aktion... :roll:
finde es genau so bedenklich, dass es nicht mal in sankt pauli möglich ist, so ne aktion ohne "nötigung" durchzuführen.. das bei uns jeder bauerntölpel nicht über den nasenspitz denkt, würde mich ja nicht überraschen..
zum glück gehen die restlichen Stadionbesucher, alle über die Kurve ins Stadion. Depp
Es wurden auch Leute vom Besuch der Haupttribuene abgehalten (Quelle: Kumpel, der in Hamburg lebt und vor Ort war). Die Replik aufs "Depp" erspare ich mir...
Luciaria
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Beitrag von Luciaria »

Prügler mit Halstuch
Von Carlos Hanimann

Ein Mitarbeiter der Sicherheitsfirma prahlt, wie er Fussballfans verdrischt. Das wirft Fragen auf.

Sie sind schwarz gekleidet, tragen Schutzpanzer, Helme, Schlagstöcke und Pfefferspray. Wenn es im Stadion knallt, sind sie sofort zur Stelle: die Eingreiftruppe der Thurgauer Sicherheitsfirma Delta Security, in mehreren Schweizer Stadien für die Sicherheit zuständig. In Fankreisen haben die Deltas einen zweifelhaften Ruf: «Schlägertruppe» und «Rambos» nennt man sie. Die­se Woche wurde der Eindruck bestätigt. Der «Blick» schrieb über den «gefährlichsten Sicherheitsmann der Schweiz» – einen Delta-Mann, der nach den Ausein­andersetzungen zwischen Basler Fans und Sicherheitskräften vom 21. März in St.  Gallen auf Facebook prahlte: «Den Hurensöhnen haben wir es gegeben.» Dann rief er dazu auf, «die Inzuchtbuben vom Rhein» beim nächsten Spiel in Sion gleich nochmals zu «ficken». Auf seinem Facebook-Profil bezeichnet er sich als «gepflegt arrogant», eine Anspielung auf eine gleichnamige Hooligan-Website.

«Energische Deltas»

Vor zwei Wochen versuchten Basler Anhänger in St. Gallen Feuerwerk ins Stadion zu schmuggeln. Zehn Personen wurden verhaftet. Dabei kam es zu einer Schlägerei zwischen Fans und Securitas-Mitarbeitern. Dann griffen die Deltas ein. Die Basler beklagten sich später über die Brutalität der Deltas. Laut dem Fanprojekt Fanarbeit Basel gab es mehrere Verletzte, sämtliche Kameras und Handys wurden vorübergehend eingezogen, die Fotos und Videos gelöscht.

Thomas Hansjakob, Erster Staatsanwalt in St. Gallen, äusserte sich dar­aufhin in der WOZ Nr. 12/10 zu den Ausschreitungen und seiner Erfindung: den Schnellverfahren gegen Hooligans. Wirft die Tatsache, dass sich jetzt ein Delta-Mann im Internet rühmt, Bas­ler verdroschen zu haben, ein neues Licht auf die Vorfälle in St. Gallen? «Es ist zwar ein offenes Geheimnis, dass die Deltas relativ energisch eingreifen», sagt Hansjakob. Allerdings sei es in St. Gal­len nicht um die Deltas, sondern um die Securitas gegangen. «Die Deltas griffen erst ein, als die Securitas-Leute schon angegriffen worden waren.»

Vermummung als Schutz

Dennoch stellen sich nach den neuen Erkenntnissen über den Prügel-Delta Fragen zur Rolle privater Sicherheitsfirmen: Welche Kompetenzen haben sie? Sind sie – wie gesetzlich vorgeschrie­ben – klar von der Polizei zu unterscheiden? Und: Warum treten sie vermummt auf? Beim besagten Spiel trugen laut verschiedenen Quellen mehrere Delta-Mitarbeiter Sturmhauben und schwarze Tücher im Gesicht. Nicht zum ersten Mal – und dies obwohl in St. Gallen ein Vermummungsverbot gilt; der Verstoss dagegen ist ein Offizialdelikt. Staatsanwalt Hansjakob wehrt ab. Es gehe nicht um den Wortlaut, sondern um Sinn und Zweck des Gesetzes. Und dieses ziele auf Leute, die sich vermummten, um unerkannt zu randalieren. Er hat Verständnis für die Deltas. «Einige Ultras versuchen mit zerbrochenen Plastikfahnenstangen in den vom Helmvisier ungeschützten Halsbereich zu stechen. Da kann ich verstehen, dass sich die Deltas mit einem Tuch um den Hals schützen wollen.»

Die Delta Security war bis zum Redaktionsschluss nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

WOZ vom 01.04.2010
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Wiesel
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Beitrag von Wiesel »

ach Gottchen ob man jetzt 5 Minuten mehr oder weniger von einem Spiel sieht.........Hansa Fans wären froh gewesen sie hätten auch nur 85Minuten des Spiels sehen können :roll: :roll:
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Wickie
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Beitrag von Wickie »

Wiesel hat geschrieben:ach Gottchen ob man jetzt 5 Minuten mehr oder weniger von einem Spiel sieht.........Hansa Fans wären froh gewesen sie hätten auch nur 85Minuten des Spiels sehen können :roll: :roll:
Das muss ich mir von irgendwelchen Ultra Mongos vorschreiben lassen, genau...
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Beitrag von WWuG »

Die Replik auf
Wickie hat geschrieben:Ultra Mongos
erspare ich mir.
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