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Wird da nicht wieder masslos übertrieben????

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Kurzer FACTS-Artikel zu den Problemen kleiner Clubs bei Cup-Spielen gegen "Grosse":
Teure Fans auf der Tribüne

Fliegende Flaschen und Papp-Pokale: Reisen grosse Klubs zu den kleinen, kanns ins Geld gehen.

Die Saisonrekordkulisse von 1700 Zuschauern brachte dem FC Baden rund 40 000 Franken ein. Trotzdem herrschte beim Challenge-League-Klub nicht eitel Freude. Während seiner Partie im Swisscom-Cup gegen den oberklassigen FC Sankt Gallen warf der Ostschweizer Mob permanent Bierflaschen aufs Spielfeld. Unbehelligt von Sicherheitspersonal. Den Schaden trägt der Heimklub: Der Fussballverband wird dem FC Baden eine Busse von etwa 2000 Franken aufbrummen.

Der beschämende Auftritt der randalierenden Sankt-Galler vom letzten Sonntag ist kein Einzelfall. Am gleichen Tag zettelten GC-Fans in Bellinzona eine Schlägerei an. Im Genfer Vorort Meyrin verprügelten Anhänger des FC Basel den Materialwart des Challenge-League-Klubs. Und in Herisau flogen dem Schiedsrichter-Assistenten die von Cup-Sponsor Swisscom verteilten Papp-Pokale um die Ohren.

Wenn Profivereine bei den «Kleinen» zu Besuch kommen, bringen sie auch unwillkommene Fans mit: notorische Randalierer. Und das überfordert die Unterklassigen. Auf die Unterstützung von Profivereinen, Verband und Sponsor können sie nicht zählen.

Heinz Gassmann, Präsident des FC Baden, moniert: «Es ist für mich unverständlich, dass der FC Sankt Gallen ohne Fan-Betreuer nach Baden reiste.» Und als die Situation im Sankt-Galler Fan-Sektor zu eskalieren drohte, habe kein Offizieller eingegriffen. «Statt die Fans zu beruhigen, blieb Sankt Gallens Präsident tatenlos auf der Tribüne sitzen.» Cup-Sponsor Swisscom, der die Papp-Pokale verteilt, fühlt sich nicht kompetent genug, die Klubs in Sicherheitsfragen zu beraten. Und beim Verband macht sich eine gewisse Machtlosigkeit breit, wie Cup-Projektleiter Robert Breiter verrät. «Wir müssen alle Optionen prüfen, wie wir die Unterklassigen im Cup besser unterstützen können. Doch eine Lösung haben wir noch nicht.»
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