ist zwar nur eine Momentaufnahme, für die ewigen Natikritiker muss das aber ganz schön frustrierend sein...
FEUSISBERG - Das freut Naticoach Köbi Kuhn: Von den 19 heute in Feusisberg eingerückten Spielern haben zuletzt nicht weniger als 17 volle 90 Minuten gespielt.
«Ja, ja, der Konkurrenzkampf wird härter. Und vergessen wir nicht, dass noch ein paar wichtige Spieler fehlen», sagte Kuhn vor versammelten Medien nach dem Einrücken für das letzte Test-Länderspiel 2007 am nächsten Dienstag in Zürich gegen Nigeria.
Als letzte Chance für die Spieler aus der «zweiten» Reihe mag er den Test gegen Nigeria aber nicht klassifizieren. Nur die Torhüter-Rotation wird enden, auf dem Feld «macht eine Vorselektion noch keinen Sinn».
In den vergangenen Monaten war die Liste der Reservisten oder Tribünenplatz-Abonnenten oft länger als jene der Stammspieler. Die Ankunft in Feusisberg war deshalb auch mit der Hoffnung verbunden, wieder zu Spielpraxis auf hohem Level zu gelangen. Nun steht für einmal primär das Ringen um einem Platz im EM-Kader im Fokus, nicht die Besorgnis, das eigene Bewerbungsdossier durch die Ersatzrolle beim Verein zu gefährden.
Bemerkenswert: 17 von 19 eingerückten Akteuren haben in der Schweiz, in Italien, England, Deutschland, Frankreich, Spanien und Portugal 90 Minuten gespielt. Dass etwa Marco Streller (schon 9 Saisontore) und David Degen die Rückkehr zum FC Basel wagten, wertete Kuhn nicht als Rückschritt. «Das zeigt doch nur, dass sie unbedingt bei der Euro dabei sein wollen.»
Ausserhalb der Landesgrenzen hat sich die problematische Situation von Xavier Margairaz erheblich verändert. Der ehemalige Meisterdribbler des FCZ hat begriffen, aus welcher Richtung der Wind in Osasuna weht. Der vorwiegend stille Romand musste sich selber austricksen: «Ich darf dort nicht scheu sein und muss halt auch laut meine Ansprüche anmelden.»
Das tat er. Zuletzt begann Margairaz in der Primera Division dreimal in Folge. Ein anderer Westschweizer verkörpert zwar das Gegenteil von Margairaz, auf seine Meisterschaftspremiere musste er gleichwohl viel länger warten: Gelson Fernandes, 21-jährig, das Talent von Manchester City. Gegen Portsmouth erlebte der unerschrockene Kämpfer aus dem Wallis seinen Einstand. Nach dem 0:0 wählten ihn die City-Anhänger zum «Man of the Match».
ich bin ein Niemand...