gehe mit dir bezüglich glaubwürdigkeit gewisser politischer kreise durchaus einig, aber wie bitteschön rechtfertigt man ein jährlichen zustupf von über chf 10 mio. für ein luzerner theater? wenn ich mich richtig entsinne, wird da jedes einzelne ticket mit über chf 40.-- subventioniert...Wickie hat geschrieben:Ob Stierli eine Null ist, das werden wir sehen. Ich denke, dass er Potential hat und unseren Verein weiter bringen kann und hoffentlich auch wird. Eine andere Geschichte ist die Politik. Materiell bin ich wohl total einverstanden mit dem Vorstoss von Stierli und Co und ich würde mich freuen, wenn es klappen würde. Parteipolitisch ist dieser an Lächerlichkeit und Inkonsequenz jedoch kaum zu überbieten. Genau die gleichen Kreise, die beim Budget um jeden Rappen feilschen und ohne Ende sparen wollen, fordern nun eine finanzielle Beteiligung für ein Fussballstadion. Sorry Guys, aber das ist (leider) politisch niemals durchsetzbar. Wie soll man den Leuten verklickern, dass bspw. ein Spital in Wolhusen aus Spargründen geschlossen werden soll, im Gegenzug dafür zig Millionen in ein Fussballstadion gebuttert werden. It ain't gonna happen
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Wiggerl Kögl
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Klar, keine Frage. Von mir aus könnte man auch gleich alle Subventionen für Gleichstellungsbüros, die Boa usw. ruhig streichen. Aber bitte nicht überall streichen wollen und dann bei den eigenen Interessen die Sache umdrehen und Wasser predigen und dann Wein trinken. DAS ist inkonsequent und für die SVP wieder mal sehr typisch.
Ähm, meine Replik war natürlich an Noiser und nicht an Wiggerl gerichtet (no Offense). Noch eine kleine Anekdote zu Basel:
Hatte da mal ein Jobangebot, eine ziemlich interessante Stelle. Ich kam zu spät zum ersten Interview, weil ich mich weigerte, in ein in FCB-Farben gehaltenes Drämli (war wohl kurz nach einem Meistertitel) einzusteigen. Musste also auf das nächste warten und kam prompt zu spät. Nun, hätte den Job trotzdem gekriegt, aber als ich auf dem Nachhauseweg all die FCB-Fahnen in der Stadt sah, wusste ich, dass ich nie im Leben in dieser Stadt arbeiten geschweige denn wohnen könnte (da ist mir Züri um einiges lieber). Trotzdem können wir Luzerner dank dem Finanzausgleich ganz schön froh um Chemie City sein. Merci dafür, dass Ihr Eure Stadt mit Abgasen verpestet und uns dann erst noch Kohle in unseren schönen Bauernkanton rüber schiebt.
Hatte da mal ein Jobangebot, eine ziemlich interessante Stelle. Ich kam zu spät zum ersten Interview, weil ich mich weigerte, in ein in FCB-Farben gehaltenes Drämli (war wohl kurz nach einem Meistertitel) einzusteigen. Musste also auf das nächste warten und kam prompt zu spät. Nun, hätte den Job trotzdem gekriegt, aber als ich auf dem Nachhauseweg all die FCB-Fahnen in der Stadt sah, wusste ich, dass ich nie im Leben in dieser Stadt arbeiten geschweige denn wohnen könnte (da ist mir Züri um einiges lieber). Trotzdem können wir Luzerner dank dem Finanzausgleich ganz schön froh um Chemie City sein. Merci dafür, dass Ihr Eure Stadt mit Abgasen verpestet und uns dann erst noch Kohle in unseren schönen Bauernkanton rüber schiebt.
Ich bin grundsätzlich total mit dir einverstanden. Stierli aus der Partei die immer und überall sparen will beansprucht nun plötzlich Geld für (s)ein Vorhaben. Das passt nicht.Wickie hat geschrieben:Ob Stierli eine Null ist, das werden wir sehen. Ich denke, dass er Potential hat und unseren Verein weiter bringen kann und hoffentlich auch wird. Eine andere Geschichte ist die Politik. Materiell bin ich wohl total einverstanden mit dem Vorstoss von Stierli und Co und ich würde mich freuen, wenn es klappen würde. Parteipolitisch ist dieser an Lächerlichkeit und Inkonsequenz jedoch kaum zu überbieten. Genau die gleichen Kreise, die beim Budget um jeden Rappen feilschen und ohne Ende sparen wollen, fordern nun eine finanzielle Beteiligung für ein Fussballstadion. Sorry Guys, aber das ist (leider) politisch niemals durchsetzbar. Wie soll man den Leuten verklickern, dass bspw. ein Spital in Wolhusen aus Spargründen geschlossen werden soll, im Gegenzug dafür zig Millionen in ein Fussballstadion gebuttert werden. It ain't gonna happen
Ich glaube aber, dass sicher der Kanton beteiligen wird. Der Druck von allen Seiten ist zu gross, als dass er sich da raus winden kann. Zudem ist die Kultur auch bestens bedient - Zeit, dass auch was für den Sport gemacht wird. Verstehe mich richtig: Ich will nicht das Eine gegen das Andere ausspielen. Eher "sowohl als auch".
Und, dass das Spital Wolhusen geschlossen werden soll ist eh im Land der Träume anzusiedeln. Das ist/war nie und nimmer durchsetzbar! Vergiss das. Das war verhandlungtechnisch sehr geschickt. Das ist vergleichbar mit meinen Lohnverhandlungen: Ich will zu Beginn auch immer 20%. Und krieg dann effektiv 2%
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ganz grosses kinoWickie hat geschrieben:Ähm, meine Replik war natürlich an Noiser und nicht an Wiggerl gerichtet (no Offense). Noch eine kleine Anekdote zu Basel:
Hatte da mal ein Jobangebot, eine ziemlich interessante Stelle. Ich kam zu spät zum ersten Interview, weil ich mich weigerte, in ein in FCB-Farben gehaltenes Drämli (war wohl kurz nach einem Meistertitel) einzusteigen. Musste also auf das nächste warten und kam prompt zu spät. Nun, hätte den Job trotzdem gekriegt, aber als ich auf dem Nachhauseweg all die FCB-Fahnen in der Stadt sah, wusste ich, dass ich nie im Leben in dieser Stadt arbeiten geschweige denn wohnen könnte (da ist mir Züri um einiges lieber). Trotzdem können wir Luzerner dank dem Finanzausgleich ganz schön froh um Chemie City sein. Merci dafür, dass Ihr Eure Stadt mit Abgasen verpestet und uns dann erst noch Kohle in unseren schönen Bauernkanton rüber schiebt.
Ich brauche Aufmerksamkeit!
Und das Topkader wohnt ebenfalls in der Innerschweiz irgendwo an den Gestaden des Vierwaldstättersees!Wickie hat geschrieben: Trotzdem können wir Luzerner dank dem Finanzausgleich ganz schön froh um Chemie City sein. Merci dafür, dass Ihr Eure Stadt mit Abgasen verpestet und uns dann erst noch Kohle in unseren schönen Bauernkanton rüber schiebt.
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Zugersee. Grande Daniel :tongue5:g.love hat geschrieben:Und das Topkader wohnt ebenfalls in der Innerschweiz irgendwo an den Gestaden des Vierwaldstättersees!
AFCA / CAN'T BE STOPPED
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Heldhaftig - Vastberaden - Barmhartig
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Landskampioen 1918, 1919, 1931, 1932, 1934, 1937, 1939, 1947, 1957, 1960, 1966, 1967, 1968, 1970, 1972, 1973, 1977, 1979, 1980, 1982, 1983, 1985, 1990, 1994, 1995, 1996, 1998, 2002, 2004, 2011, 2012, 2013, 2014, 2019, 2021, 2022
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lucerne
nur ein kleiner hinweis dazu: ein paradebeispiel dieser lächerlichkeit stellt der fdp-ler damian meier dar. auch er war einer jener, die vor allem beim budget zurecht enormen handlungsbedarf sahen. ging es dann um sein spital wolhusen (das meiner meinung nach auch ohne weiteres geschlossen werden dürfte), stellte er sich plötzlich dagegen, um nicht seine sympathie bzw. politische karriere zu gefährden. dass er nun auch bei stadion-vorstoss unterschreibt, unterstreicht seine konsequenz (plötzlich in der anderen richtung)Wickie hat geschrieben:Ob Stierli eine Null ist, das werden wir sehen. Ich denke, dass er Potential hat und unseren Verein weiter bringen kann und hoffentlich auch wird. Eine andere Geschichte ist die Politik. Materiell bin ich wohl total einverstanden mit dem Vorstoss von Stierli und Co und ich würde mich freuen, wenn es klappen würde. Parteipolitisch ist dieser an Lächerlichkeit und Inkonsequenz jedoch kaum zu überbieten. Genau die gleichen Kreise, die beim Budget um jeden Rappen feilschen und ohne Ende sparen wollen, fordern nun eine finanzielle Beteiligung für ein Fussballstadion. Sorry Guys, aber das ist (leider) politisch niemals durchsetzbar. Wie soll man den Leuten verklickern, dass bspw. ein Spital in Wolhusen aus Spargründen geschlossen werden soll, im Gegenzug dafür zig Millionen in ein Fussballstadion gebuttert werden. It ain't gonna happen
meiner meinung nach versucht es stierli - nicht nur was das stadion angelangt - "svp-like" mit dem frontalangriff. der fcl muss nun den weg nach oben zurück in den schweizer spitzenfussball auf biegen und brechen finden, ansonsten ist er wohl endgültig bald tot, da jegliches letztes vertrauen abhanden gehen würde.
das stadion stellt dabei bekannterweise einen wichtigen eckpfeiler dar. da die kommerzielle mantelnutzung (bei der stadt) keine akzeptanz findet, nutzt er die aktuell ein wenig spürbare aufbruchststimmung und setzt auf "alles oder nichts". Dass ihm dies sogar doch gelingen könnte, woran ich immer noch glaube, liegt daran, dass nun scheinbar endlich mal die presse wieder zu 100% dahintersteht. die nlz könnte den benötigten druck auf die politiker ausüben .. sportlicher erfolg im frühling, bin ich mir sicher, würde dem vorhaben zusätzlichen schub verleihen.
mein Gott...Admin hat geschrieben:Zugersee? Wohne doch am Baldeggersee...Radiohead hat geschrieben:Zugersee. Grande Daniel :tongue5:
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Jetzt hat das Volk mit grossem Mehr den Kulturwerkplatz Luzern-Süd angenommen. Ein erneutes klares Votum für den Kulturstandort Luzern. Dies ist wirklich zu begrüssen. Jetzt müssen sich die Politiker und das Volk auch für den Sportstandort bekennen. Wie die Gegner des Kulturwerkplatzes zum Teil richtig bemerkt haben, besteht ein krasses Missverhältnis zwischen den Kultursubventionen und den Sportbeiträgen. Dieses soll aber nicht durch drücken der Kulturunterstützung sondern durch Förderung der Sportbeiträge angenähert werden. Die Stadt Luzern ist eine Boom-City, die im Kulturbereich die obere Grenze erreicht hat. Wenn man nun weiterkommen will, führt kein Weg am Sport vorbei! Kaum eine Stadt in der Schweiz dieser Grössenordnung ist im Sport so schlecht vertreten. Einzig zT im Hand- und Volleyball und in Randsportarten wie Seilziehen ist die Innerschweiz prominent vertreten. Hingegen darbt der HCL und auch der FCL ist trotz deutlich steigender Tendenz (durch den Einsatz von Privatpersonen) betreffend der von der Stadt zur Verfügung gestellten Infrastruktur noch weit im Amateurzeitalter (siehe Beitrag und Bild im Gratismagazin Knall-Frosch). Genau jetzt ist die Zeit gekommen, ein Zeichen zu setzen. Denn durch die Abstimmungsniederlagen in Aarau und Thun ist die Zukunft dieser Vereine gefährdet. Dies sind nicht abschreckende Bsp sondern dies ist eine weitere Chance sich zukünftig an der Schweizer-Spitze zu positionieren.
Yep. Aber du sagst richtig: Der Sport soll nicht auf Kosten der Kultur subventioniert werden. Also nicht "entweder oder", sondern "sowohl als auch". Obwohl ich wenig Einblick in die Geschehnisse habe, wage ich zu behaupten, dass es (bis jetzt zumindest!) am mangelnden politischen Einfluss liegt. Stichwort "Lobbying". Hier kann vielleicht Stierli tatsächlich wirbeln. Die Frage bleibt ob er es über alle Interessengruppen und Parteien hinweg kann und ob er es schafft das Projekt auch in der Bevölkerung positiv zu verankern!Doc hat geschrieben:Jetzt hat das Volk mit grossem Mehr den Kulturwerkplatz Luzern-Süd angenommen. Ein erneutes klares Votum für den Kulturstandort Luzern. Dies ist wirklich zu begrüssen. Jetzt müssen sich die Politiker und das Volk auch für den Sportstandort bekennen. Wie die Gegner des Kulturwerkplatzes zum Teil richtig bemerkt haben, besteht ein krasses Missverhältnis zwischen den Kultursubventionen und den Sportbeiträgen. Dieses soll aber nicht durch drücken der Kulturunterstützung sondern durch Förderung der Sportbeiträge angenähert werden. Die Stadt Luzern ist eine Boom-City, die im Kulturbereich die obere Grenze erreicht hat. Wenn man nun weiterkommen will, führt kein Weg am Sport vorbei! Kaum eine Stadt in der Schweiz dieser Grössenordnung ist im Sport so schlecht vertreten. Einzig zT im Hand- und Volleyball und in Randsportarten wie Seilziehen ist die Innerschweiz prominent vertreten. Hingegen darbt der HCL und auch der FCL ist trotz deutlich steigender Tendenz (durch den Einsatz von Privatpersonen) betreffend der von der Stadt zur Verfügung gestellten Infrastruktur noch weit im Amateurzeitalter (siehe Beitrag und Bild im Gratismagazin Knall-Frosch). Genau jetzt ist die Zeit gekommen, ein Zeichen zu setzen. Denn durch die Abstimmungsniederlagen in Aarau und Thun ist die Zukunft dieser Vereine gefährdet. Dies sind nicht abschreckende Bsp sondern dies ist eine weitere Chance sich zukünftig an der Schweizer-Spitze zu positionieren.
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