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Kampf den Hooligans und Rassisten
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revolucion
- FCL-Insider

- Beiträge: 614
- Registriert: 10. Mär 2004, 14:23
eben, solche artikel unterstützen die absicht der polizei und sonstiger sicherheitsapparate, kontrollen und repressionen ohne ende aufzubauen.
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ps: was hört ihr gerade?
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Plastikelefant hat geschrieben:Ich weiss nicht, ob das hier der richtige Thread ist, habe sonst keinen besseren gefunden...
Quelle: 20min.chWM: Europas vereinte Fussballnazis planen Massaker an Muslimen
Gemäss einem Bericht der italienischen Zeitung La Repubblica haben sich Europas Hooligans und Neonazis grenzübergreifend zusammengetan. Gemeinsames Ziel: Ein Massaker an Muslimen in Deutschland.
«Wir haben uns zusammgenschlossen. Zum ersten mal sprechen und planen wir zusammen, mit den Engländern, den Deutschen, den Holländern, den Spaniern. Wir haben ertmals alle ein gemeinsames Ziel: An der Weltmeisterschaft wird es ein Massaker geben», diktiert der italienische Hooligan dem La Repubblica-Reporter in den Notizblock. Der rechtsextreme Ultra weiss, wovon er spricht. Laut eigener Aussage hat er an dem Treffen teilgenommen, an dem sich die verschiedenen Hooliganverteter Europas auf eine gemeinsame Linie geinigt haben. Für ihr Treffen wählten die vereinigten Fussball-Nazis einen symbolträchtigen Ort: Braunau am Inn in Österreich.
Der interviewte italienische Faschist ist laut La Repubblica bekennender Fan der AS Roma. An der WM freut er sich aber nur auf das grosse Blutbad: «Wir werden alle in Deutschland sein. Und dort hat es Türken, Algerier, Tunesier. Wir werden sie angreifen. Das sind alles Feinde, die wir eliminieren werden. Genauso wie die Polizei.» Angst hat der Nazi-Fan gemäss eigener Aussage in La Repubblica nicht. «Warum auch», fragt er lapidar: «Wir werden Zehntausend sein.»
stänkerer gegen oben
nichts gegen st.pauli, eh!
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scheiss fascho verein!
L U C E R N E - Till I Die!
Kämpfe Lozärn, Kämpfe Lozärn!
mer wend Euch gwönne gseh!
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Master (am Do 20. Okt 2005 22:24 ) hat geschrieben:ich sage immer das gleiche.. dass er dem verein helfen wird, davon bin ich überzeugt!
dass er der fanszene schaden wird, davon bin ich genau so überzeugt! aber ich hoffe wir werden das überstehen!
- Surflehrer-Björn-Senjor
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Was zum Teufel ist ein Renter?Surflehrer-Björn-Senjor hat geschrieben:Renter-Hooligans
http://www.blick.ch/lifestyle/kraaz/artikel34352
- Surflehrer-Björn-Senjor
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- Registriert: 12. Jul 2004, 09:01
- Wohnort: Patong
Passt glaub ich am besten hier rein:
In Italien sorgt Lazios Di Canio immer wieder mit dem Faschistengruss für Skandale. In der deutschen Oberliga Nordost, der dritthöchsten deutschen Liga, kams nun ebenfalls zu Eklat: Beim 2:2 zwischen Halle und Leipzig reckte ein Leipziger Spieler die Hand zum Hitlergruss.
Der Name des Spielers: Adebowale Ogungbure, Afrikaner mit Heimat Nigeria. Auf den ersten Blick absurd, dass gerade er den Faux-Pas beging.
Ogungbure war jedoch eher Opfer als Täter. Er war von Hooligans provoziert und angegriffen worden. Der Hitlergruss war seine Art, darauf zu reagieren.
Der Eklat hat sich inzwischen ausgeweitet. Während der Nordostdeutsche Fussballverband (NOFV) die Vorfälle vor das Sportgericht bringt, kritisiert FC-Sachsen-Präsident Rolf Heller die Polizei in Halle. Diese habe nach seiner Aussage weggesehen, als ein so genannter Anhänger mehrfach eine rechtsradikale Parole gerufen habe. «Das Weggucken der Polizei ist bedenklich», sagte Heller.
Der Skandal wirft ein Schlaglicht auf die rechtsextreme Szene in Deutschlands Ligen. Und Ogungbure wird sich paradoxerweise womöglich bald vor dem Kadi wieder finden. Von Amts wegen ermittelt die Polizei gegen ihn wegen öffentlichen Zeigens verfassungsfeindlicher Symbole.
Quelle: Blick.ch
In Italien sorgt Lazios Di Canio immer wieder mit dem Faschistengruss für Skandale. In der deutschen Oberliga Nordost, der dritthöchsten deutschen Liga, kams nun ebenfalls zu Eklat: Beim 2:2 zwischen Halle und Leipzig reckte ein Leipziger Spieler die Hand zum Hitlergruss.
Der Name des Spielers: Adebowale Ogungbure, Afrikaner mit Heimat Nigeria. Auf den ersten Blick absurd, dass gerade er den Faux-Pas beging.
Ogungbure war jedoch eher Opfer als Täter. Er war von Hooligans provoziert und angegriffen worden. Der Hitlergruss war seine Art, darauf zu reagieren.
Der Eklat hat sich inzwischen ausgeweitet. Während der Nordostdeutsche Fussballverband (NOFV) die Vorfälle vor das Sportgericht bringt, kritisiert FC-Sachsen-Präsident Rolf Heller die Polizei in Halle. Diese habe nach seiner Aussage weggesehen, als ein so genannter Anhänger mehrfach eine rechtsradikale Parole gerufen habe. «Das Weggucken der Polizei ist bedenklich», sagte Heller.
Der Skandal wirft ein Schlaglicht auf die rechtsextreme Szene in Deutschlands Ligen. Und Ogungbure wird sich paradoxerweise womöglich bald vor dem Kadi wieder finden. Von Amts wegen ermittelt die Polizei gegen ihn wegen öffentlichen Zeigens verfassungsfeindlicher Symbole.
Quelle: Blick.ch
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Simba
- UNDERCOVER
- Elite
- Beiträge: 6280
- Registriert: 26. Apr 2003, 00:29
das verfassungsfeindliche symbol ist der hitlergruss, die hand nur das tatmittel.raven hat geschrieben:"Von Amts wegen ermittelt die Polizei gegen ihn wegen öffentlichen Zeigens verfassungsfeindlicher Symbole. "
Seine Hand ist demnach ein verfassungsfeindliches Symbol?
Was ist denn eine Geste?
Bitte keinen Wikipedia Link.
eine geste ist eine (körper-)bewegung, welche eine eindeutige, allgemein verständliche botschaft vermittelt.
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Simba
Nein, aber der Gruss. Und da in Deutschland alle Symbolik die auf dem Dritten Reich basiert (Büsten des Führers, H-Kreuz-Fahnen, etc.) verboten ist, macht er sich laut der Verfassung anscheinend strafbar.raven hat geschrieben:"Von Amts wegen ermittelt die Polizei gegen ihn wegen öffentlichen Zeigens verfassungsfeindlicher Symbole. "
Seine Hand ist demnach ein verfassungsfeindliches Symbol?
Ich verstehe die Geschichte aber so, dass der Spieler die Geste zynischerweise gemacht hat, um den parolenrufenden Fan ruhig zu stellen. Oder doch nicht?
Aus dem Blick - HAMMER
Rentner als Hooligans
VON OLIVER KRAAZ
28.03.2006 | 00:27:21
An unserer Fussball-EM 2008 wird es keinen Tropfen Alkohol in den Stadien geben. Niente. Aus Sicherheitsgründen. Sogar Rentner mit einer angeknabberten Geschenkpackung Kirschstängeli oder einem Fläschchen «Klosterfrau Melissengeist» werden bereits im Stadionumkreis von fünfzig Kilometern mit dem Radar geortet, von einer Sondereinheit der Schweizer Armee festgenommen, mit dem Helikopter in ein von den letzten Kampfhunden bewachten Hochsicherheitstrakt in den Schweizer Alpen transportiert und dort festgehalten. Ohne Besuchszeiten und UKW-Empfang. So lange, bis die auf 63 Kilo runtergehungerte Carmen Fenk die letzten Takte des EM-Songs lasziv ausgehaucht hat. Denn die Uefa hat Angst, dass alle fünf Minuten nur mit einer Alkoholfahne bekleidete Flitzer über den Rasen huschen. So gesehen kann man die Massnahme verstehen, muss man aber nicht. Es ist eben so, wie von mir an dieser Stelle bereits im Zusammenhang mit betrieblichen Weihnachtsfeiern festgehalten: Man kann ohne Alkohol lustig, aber nicht besoffen sein. Und mal Hand aufs Herz: Wenn die Schweiz im Finale Deutschland (mit Bundestrainer Waldemar Hartmann) 2:0 schlägt – ja wer möchte da schon mit einem alkoholfreien Bier im Festzelt des blauen Kreuzes sitzen? Sehen Sie.
Darum gibt es nur eine Lösung: Schön besoffen, aber sehr freundlich und lächelnd ins Stadion einrücken. Die Kleider kann man während des Spiels immer noch ausziehen und sie Bundesrat Samuel Schmid auf der Ehrentribüne nackt in die Hand drücken. Eine Packung Kirschstängeli inklusive.

Rentner als Hooligans
VON OLIVER KRAAZ
28.03.2006 | 00:27:21
An unserer Fussball-EM 2008 wird es keinen Tropfen Alkohol in den Stadien geben. Niente. Aus Sicherheitsgründen. Sogar Rentner mit einer angeknabberten Geschenkpackung Kirschstängeli oder einem Fläschchen «Klosterfrau Melissengeist» werden bereits im Stadionumkreis von fünfzig Kilometern mit dem Radar geortet, von einer Sondereinheit der Schweizer Armee festgenommen, mit dem Helikopter in ein von den letzten Kampfhunden bewachten Hochsicherheitstrakt in den Schweizer Alpen transportiert und dort festgehalten. Ohne Besuchszeiten und UKW-Empfang. So lange, bis die auf 63 Kilo runtergehungerte Carmen Fenk die letzten Takte des EM-Songs lasziv ausgehaucht hat. Denn die Uefa hat Angst, dass alle fünf Minuten nur mit einer Alkoholfahne bekleidete Flitzer über den Rasen huschen. So gesehen kann man die Massnahme verstehen, muss man aber nicht. Es ist eben so, wie von mir an dieser Stelle bereits im Zusammenhang mit betrieblichen Weihnachtsfeiern festgehalten: Man kann ohne Alkohol lustig, aber nicht besoffen sein. Und mal Hand aufs Herz: Wenn die Schweiz im Finale Deutschland (mit Bundestrainer Waldemar Hartmann) 2:0 schlägt – ja wer möchte da schon mit einem alkoholfreien Bier im Festzelt des blauen Kreuzes sitzen? Sehen Sie.
Darum gibt es nur eine Lösung: Schön besoffen, aber sehr freundlich und lächelnd ins Stadion einrücken. Die Kleider kann man während des Spiels immer noch ausziehen und sie Bundesrat Samuel Schmid auf der Ehrentribüne nackt in die Hand drücken. Eine Packung Kirschstängeli inklusive.
Spiegel online:
Der Wahnsinn liegt auf dem Platz
Jedes zweite Spiel ist ein Martyrium: Der Leipziger Stürmer Adebowale Ogungbure wird angespuckt, als "Nigger" beschimpft, Zuschauer imitieren Affenlaute. Dann riss ihm einmal der Geduldsfaden, er hob den Arm zum Hitlergruß. Bei SPIEGEL ONLINE spricht er über Fußball im Feindesland.
Leipzig - "Mein Mund ist so trocken", sagt er. Adebowale Ogungbure findet die Worte auf deutsch nicht mehr. Er hat den Blick gesenkt, versteckt seine Augen unter der beigen Schiebermütze. In seinen Gedanken spielt sich das Drama vom vergangenen Samstag ab. In einem Hinterzimmer seines Vereins sitzt der Mittelfeldspieler und starrt auf den Zahnstocher in seinen Händen. Seine Finger drehen, knicken und zerfasern ihn.
Als er ins Englische wechselt, bricht es aus ihm heraus: "Ich war so wütend. Mir war alles egal. Ich hätte auch sterben können. Aber ich musste etwas tun. Ich dachte: 'Was kann ich machen, damit die Leute die gleiche Wut fühlen wie ich? Damit sie mich verstehen?' Und als ich den Arm gehoben hatte, sah ich, dass sie auch wütend werden konnten. Da habe ich gelacht."
Aber dieses Lachen blieb dem Nigerianer im Halse stecken. Als er verzweifelt den Arm zum Hitlergruß gehoben hatte und mit einem Moment der Genugtuung belohnt wurde - dann kam schon ein Fan des Halleschen FC von hinten und attackierte ihn mit einer Eckfahne. Von vorne kam ein anderer und würgte ihn. Ogungbure schubste die Gegner weg. Am Ende war es nicht die Polizei und auch nicht der Sicherheitsdienst, der ihn vom Platz rettete. Ein Mannschaftskollege zog ihn in den Tunnel zu den Umkleidekabinen.
Den Skandal kleinhalten
Es ist nicht verwunderlich, dass Adebowale Ogungbure ausgerastet ist. Denn es war nicht das erste Mal, dass er 90 Minuten lang beschimpft wurde, mit Ausdrücken wie "Bimbo" oder "Neger". Oder dass gegenerische Fans Affenlaute nachgeahmt haben, sobald er in die Nähe des Balls kam. 23 Spiele hat er bislang absolviert. "Bei fast jedem zweiten Spiel bin ich irgendwie rassistisch beleidigt worden", erzählt er. Dieses Mal ist er auch angespuckt worden. "Noch nie habe ich in Deutschland jemanden gesehen, der auf Hunde oder Katzen spuckt - warum auf mich?"
Was folgte, war grotesk: Der 24-Jährige bekam eine Anzeige nach Paragraph 86a, weil er ein verfassungsfeindliches Symbol in der Öffentlichkeit gezeigt hatte. Einen Tag später stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren wieder ein. In den ersten Debatten ging es darum, wie Adebowale Ogungbure so etwas nur tun konnte. Was die Aggressionen und Beleidigungen jedoch anging - da hieß und heißt die Parole der beteiligten Offiziellen: Bloß nicht aufblähen! Keine Überdramatisierung! Den Skandal kleinhalten!
Der Polizeisprecher Siegfried Koch sagte, dass 450 Beamte vor Ort waren, um das Spitzenspiel der beiden Klubs abzusichern. Eine Schlägerei habe es nicht gegeben. "Geschubst und gestoßen - das wurde der Spieler schon. Aber keiner hat ihn tätlich angegriffen", meint Koch. Der Hallesche FC hat sich erst am Mittwoch, vier Tage später, von den Vorfällen im Stadion distanziert. Es gab kein Wort der Entschuldigung. Niemand hat Adebowale Ogungbure angerufen und wenigstens sein Mitleid ausgedrückt.
Auch Rolf Heller, der Präsident des FC Sachsen Leipzig, behauptet, der Vorfall sei eine Ausnahme. Eindringlich bittet er die Journalisten, bloß nicht zu negativ zu schreiben. "Das hat nichts mit Rechtsradikalismus zu tun, das ist fehlgeleitete Vereinsempathie", meint er. Dabei sagt Adebowale Ogungbure, dass er dem Präsidenten immer erzählt habe, wie er angefeindet worden sei. Die Antwort: "Die wollen dich nur provozieren." Er selbst glaubt es mittlerweile: "Die warten doch nur darauf, dass ich eine Anzeige erstatte. Aber das muss von ganz oben kommen, nicht von mir." Konsequenzen hätte es bis zum letzten Wochenende nie gegeben; auch nicht als er von einem gegnerischen Spieler "Nigger" genannt wurde.
"Dumm gelaufen. Passiert eben."
Der Mann hinterm Tresen des Vereinsheims war beim Spiel dabei, hat die Rüpeleien aus der Ferne gesehen. Die Beleidigungen aus der gegenüberliegenden Kurve der Gegner konnte er nicht hören, sagt er. Die Fangesänge waren um ihn herum zu laut. Ob er glaubt, dass ein Spieler 90 Minuten lang so runtergemacht werden kann? Ohne dass jemand einschreitet? Er zuckt die Schultern. "Dumm gelaufen. Passiert eben", sagt der Mann, "ein paar Rechte gibt es überall." Die vermeintliche Toleranz geht sogar so weit, dass vor ein paar Wochen Fans - angeblich von Lok Leipzig - bei einem unbedeutenden Jugendturnier neben dem Spielfeldrand ein menschliches Hakenkreuz bilden konnten.
Adebowale Ogungbure hat sich immer geduckt. Er hat nie aufhebens um seine Person machen wollen. Nur Fußball spielen, das zählt. Seine Stollenschuhe hat er schon als Kind heimlich in den Schulranzen gepackt. Mit 17 Jahren bekam er die große Chance: Einen Vertrag in Deutschland beim 1. FC Nürnberg. "Das war eine schwere, aber tolle Zeit", schwärmt er, "mit Augenthalter, Littbarski."
Er wusste nicht viel von seiner neuen Heimat. "Mmmh, ich hatte vom Karneval gehört", murmelt er und grinst ganz breit. Das macht er eigentlich sehr oft, wenn er nicht gerade über Rassismus redet. "Mir gefiel der deutsche Fußball: Das waren Kämpfer, die hatten Disziplin", sagt er. Die musste er zwar erst lernen. Jetzt allerdings sei er immer fünf Minuten vor jedem Termin da. "Deutschland ist meine Schule. Ich mache gerade meinen Master", gluckst er.
Adebowale Ogungbure hat zwischendurch auch bei Energie Cottbus gespielt: Ein Verein, der für sein rechtes Fanpotenzial bekannt ist. Dort sei er aber nie angegriffen worden. "Nur einmal war mein Auto nach der Meisterschaft demoliert. Manchmal glaube ich, dass die Menschen auch gerne so leben würden wie ich", sagt er. Auf dem Tisch liegt der Schlüssel seines Mercedes.
Beleidigungen ignorieren - das ist professionell
Als Adebowale Ogungbure in seinem schicken Anzug und den passend beigen Schuhen durch das Vereinshaus schlendert, tönt es aus allen Ecken. "Hey Ade!", "Na, wie geht's Ade?", "Alles ok, Ade?" Schulterklopfen, Händeschütteln. An den Wänden hängen die Fotos von der Anti-Rassismuskampagne, die der Verein noch in der letzten Woche organisiert hatte. "Wir sind alle Ade", steht dort. "Ich bin so stolz auf den Verein und die Fans, dass sie hinter mir stehen", erklärt er. "Ich will ja nur, dass alle fröhlich sind."
Er war es die letzten Tage nicht. Er schämt sich für das, was er getan hat. "Ich bin doch ein Vorbild für die Fans", sagt Ogungbure. Trotzdem weiß er, dass seine dramatische Geste eigentlich das Beste war, was er tun konnte: "Hätte ich das nicht gemacht, wäre es so weiter gegangen wie immer." Dann hätte er sich wieder Kopfhörer aufgesetzt, Musik gehört und versucht abzuschalten, bevor er aufs Feld geht. Beleidigungen zu ignorieren - das nennt er "professionell sein".
Jetzt zumindest kümmert sich der DFB: Der Fall geht vors Sportgericht. Die Fifa drängt: Geldstrafe oder Punktabzug sollen auch in der Oberliga möglich sein, wenn ein Verein seine Fans nicht unter Kontrolle hat. Bundesweite Stadionverbote sollen auf die Oberliga ausgeweitet werden - so wie es in den höheren Ligen Gang und Gäbe ist.
"Ich bin jetzt 24 Jahre alt, die besten drei Fußballjahre habe ich noch vor mir", sagt Adebowale Ogungbure. Im Juni läuft sein Vertrag beim FC Sachsen Leipzig aus. "Ich mag die Stadt sehr, die Leute sind toll, auch die Fans", sagt er. Aber angeblich habe er Angebote aus Erstligaklubs in Italien und Frankreich, von Zweitligavereinen in Deutschland. Jedenfalls ist er vorbereitet. "Ich habe natürlich einen Plan B und C", sagt er stolz, "das habe ich hier so gelernt."
Für Fragen, Kritik und Anregungen zum Forum ist Camel zuständig. Ich beantworte weder Mails noch PNs dazu.

