Frauenfeindlich? Aarau küsst die Niederlage? 4:2 nicht dabei?
... kenn ich nicht...

warst hacke? haben wir doch die ganze zeit gesungen. zur melodie von "tetris" ehMatula hat geschrieben:Luzern siegt keine Frage, Aarau küsst die Niederlage!
Neues Lied?

Sorry, aber mit Löwenherz Kriens identifiziere ich mich nicht so...Stecki hat geschrieben:Der Verfasser des Berichts hat (dem Fanclub Löwenherz) angeboten eine Richtigstellung als Leserbrief abzudrucken. Weitere Leserbriefe sind erwünscht.
Auf jetzt, küttchen!Wer also Lust hat, Füllfeder zur Hand nehmen...
Murmi hat geschrieben:Bericht vom Zofinger Tagblatt von heute
«Ho-ho-hopp Lozärn ...!»
Fan-Gesang Ohrenbetäubender Augenschein beim Match FC Aarau - FC Luzern
Jörg Lüscher
Sie sind das Salz in der Suppe, ohne die heissblütigen, angefressenen,
fanatischen Fans wäre der Fussballsport nur halb so faszinierend. Erst die
grölende, tobende, feiernde Meute in der Nord-, Süd-, Ost- oder
Muttenzerkurve macht den Stallgeruch eines Stadions aus. Lamenti über dann
und wann vorkommende Ausschreitungen hin oder her, geben wir es doch zu: Je
mehr der Mist dampft, desto kribbelnder das Erlebnis «Tschuttimatch».
Es gilt zu unterscheiden zwischen braven Fans (FC Aarau), gefürchteten Fans
(FC Basel), heissblütigen Fans (FC Sion), inexistenten Fans (FC
Schaffhausen) und den Fans des FC Luzern. Diese sind bekannt für ihre
Nibelungentreue zu ihrem geliebten Verein. Egal, was die Jungs auf dem Rasen
für einen Stiefel zusammenkicken, egal wie einfältig der Vorstand agiert und
erste recht egal, wie die Partie endet für einen genetisch veranlagten
FCL-Fan sind grundsätzlich immer die eigenen Spieler die Helden und die
anderen schuld.
Frauenfeindliches in Richtung Nicole Petignat
In diesem Sinn gut für Frau Petignat, die am letzten Sonntag im Aarauer
Brügglifeld den Match FC Aarau gegen den FC Luzern leitete. Die Gäste
siegten 1:0, und sie war raus aus der verbalen Schusslinie. Derbe
Nettigkeiten sind ihr auch so bei jedem Pfiff gegen Weissblau zugejohlt
worden. Nettigkeiten, die nicht jugendfrei sind und unter dem Begriff
«frauenfeindlich» entschärft zusammengefasst werden können.
Natürlich bekamen auch die Aarauer ihr Fett ab: «Hat noch jemand ein Päckli
weisser Socken?», fragte Seppi D. in die bierlaunige Runde. Das Mitglied der
Fansektion Löwenherz Kriens suchte etwas, das er Torhüter Massimo Colomba
mutig um die Ohren hätte schmeissen können. Der Aarauer Keeper weiss, was es
heisst, den «Gegner» im Rücken zu haben. Als Aargauer etwa muss man immer
damit rechnen, mit einem «Rüebliregen» begrüsst zu werden.
Anheizer und Choreograf
Oben auf dem Absperrzaun hat sich der Einheizer installiert. Ausgerüstet mit
einem Megafon gibt er als Animator alles. Der Match in seinem Rücken
interessiert ihn nur am Rande. Sein Kerngeschäft ist dafür zu sorgen, dass
die eigene Mannschaft koordiniert angefeuert wird. Zuerst kommt der Befehl,
«Hände nach oben», dann rufen auf sein Kommando alle im Takt «L-U-Z-E-R-N
Luzern, wir siegen keine Frage, Aarau küsst die Niederlage ...». Bei
nächster Gelegenheit wird der Gegner ebenfalls choreografiert mit
Ausdrücken aus dem Fäkal-Vokabular verhöhnt. Selbstredend, dass jeder Fan
eines anderen Fussballclubs ein Hurensohn ist und alle Nicht-FCL-Spieler
grundsätzlich als Weichbecher gelten. Wer denkt, schlimmer gehts nimmer,
irrt: Als das Aarauer Fan-Grüppchen auf der Gegentribüne in Richtung
Luzerner Block Laut von sich gab, erntete es nicht wie erhofft Groll,
sondern nur mitleidiges Lachen: «Sieh da, sieh da, das ganze Dorf ist da.»
Natürlich gibts bei Gelegenheit immer auch Originelles aus der Ecke
Rassismus: Als Gürkan Sermeter, Aarauer Spieler mit türkischen Wurzeln, zur
Eckfahne schreitet, wird er in Anspielung auf
das WM-Qualifikationsspiel Schweiz - Türkei mit einem «4:2 nicht dabei
ha, ha, ha ...» ausgelacht. Dann fällt das 1:0 für Luzern der Fanblock
verfällt in ein kollektives Zen. Und Aaraus Trainer Urs Schönenberger erhält
den Gratistipp, schon mal die Koffer zu packen. Wo Fans Recht haben, haben
sie Recht.
Wirklich?Majo? hat geschrieben:Murmi hat geschrieben:Bericht vom Zofinger Tagblatt von heute
«Ho-ho-hopp Lozärn ...!»
Fan-Gesang Ohrenbetäubender Augenschein beim Match FC Aarau - FC Luzern
Jörg Lüscher
Sie sind das Salz in der Suppe, ohne die heissblütigen, angefressenen,
fanatischen Fans wäre der Fussballsport nur halb so faszinierend. Erst die
grölende, tobende, feiernde Meute in der Nord-, Süd-, Ost- oder
Muttenzerkurve macht den Stallgeruch eines Stadions aus. Lamenti über dann
und wann vorkommende Ausschreitungen hin oder her, geben wir es doch zu: Je
mehr der Mist dampft, desto kribbelnder das Erlebnis «Tschuttimatch».
Es gilt zu unterscheiden zwischen braven Fans (FC Aarau), gefürchteten Fans
(FC Basel), heissblütigen Fans (FC Sion), inexistenten Fans (FC
Schaffhausen) und den Fans des FC Luzern. Diese sind bekannt für ihre
Nibelungentreue zu ihrem geliebten Verein. Egal, was die Jungs auf dem Rasen
für einen Stiefel zusammenkicken, egal wie einfältig der Vorstand agiert und
erste recht egal, wie die Partie endet für einen genetisch veranlagten
FCL-Fan sind grundsätzlich immer die eigenen Spieler die Helden und die
anderen schuld.
Frauenfeindliches in Richtung Nicole Petignat
In diesem Sinn gut für Frau Petignat, die am letzten Sonntag im Aarauer
Brügglifeld den Match FC Aarau gegen den FC Luzern leitete. Die Gäste
siegten 1:0, und sie war raus aus der verbalen Schusslinie. Derbe
Nettigkeiten sind ihr auch so bei jedem Pfiff gegen Weissblau zugejohlt
worden. Nettigkeiten, die nicht jugendfrei sind und unter dem Begriff
«frauenfeindlich» entschärft zusammengefasst werden können.
Natürlich bekamen auch die Aarauer ihr Fett ab: «Hat noch jemand ein Päckli
weisser Socken?», fragte Seppi D. in die bierlaunige Runde. Das Mitglied der
Fansektion Löwenherz Kriens suchte etwas, das er Torhüter Massimo Colomba
mutig um die Ohren hätte schmeissen können. Der Aarauer Keeper weiss, was es
heisst, den «Gegner» im Rücken zu haben. Als Aargauer etwa muss man immer
damit rechnen, mit einem «Rüebliregen» begrüsst zu werden.
Anheizer und Choreograf
Oben auf dem Absperrzaun hat sich der Einheizer installiert. Ausgerüstet mit
einem Megafon gibt er als Animator alles. Der Match in seinem Rücken
interessiert ihn nur am Rande. Sein Kerngeschäft ist dafür zu sorgen, dass
die eigene Mannschaft koordiniert angefeuert wird. Zuerst kommt der Befehl,
«Hände nach oben», dann rufen auf sein Kommando alle im Takt «L-U-Z-E-R-N
Luzern, wir siegen keine Frage, Aarau küsst die Niederlage ...». Bei
nächster Gelegenheit wird der Gegner ebenfalls choreografiert mit
Ausdrücken aus dem Fäkal-Vokabular verhöhnt. Selbstredend, dass jeder Fan
eines anderen Fussballclubs ein Hurensohn ist und alle Nicht-FCL-Spieler
grundsätzlich als Weichbecher gelten. Wer denkt, schlimmer gehts nimmer,
irrt: Als das Aarauer Fan-Grüppchen auf der Gegentribüne in Richtung
Luzerner Block Laut von sich gab, erntete es nicht wie erhofft Groll,
sondern nur mitleidiges Lachen: «Sieh da, sieh da, das ganze Dorf ist da.»
Natürlich gibts bei Gelegenheit immer auch Originelles aus der Ecke
Rassismus: Als Gürkan Sermeter, Aarauer Spieler mit türkischen Wurzeln, zur
Eckfahne schreitet, wird er in Anspielung auf
das WM-Qualifikationsspiel Schweiz - Türkei mit einem «4:2 nicht dabei
ha, ha, ha ...» ausgelacht. Dann fällt das 1:0 für Luzern der Fanblock
verfällt in ein kollektives Zen. Und Aaraus Trainer Urs Schönenberger erhält
den Gratistipp, schon mal die Koffer zu packen. Wo Fans Recht haben, haben
sie Recht.
Ein einziges Wort gefiel mir: Niebelungentreue
