Dies noch zum Thema Lustrinelli. NLZ (11.12.2006):
Fussball: FC Luzern
Lustrinelli sucht nach «geeigneter Lösung»
Der FCL liess sein Jahr 2006 mit der Weihnachtsfeier ausklingen. Die Suche nach neuen Spielern bleibt aber aktuell. Aufgetaucht ist ein neuer Name: Mauro Lustrinelli.
VON Peter Birrer und Alex Trunz
Die Ankündigung kam vom Trainer, und in den nächsten Tagen will er öffentlich machen, für welche Spieler er keine Zukunft beim FC Luzern sieht. Ciriaco Sforza sah davon ab, am Sonntagabend Namen zu nennen. Er sagt nur: «Es wird eine Stellungnahme des Vereins geben.» Dass es sich um Maliqi, der als einziger Stürmer gegen Thun abermals schwach war, um Paquito sowie um die gestern verletzten Ntiamoah, Aziawonou und Calapes handelt, scheint naheliegend. Gleichzeitig läuft die Suche nach neuen Leuten, vor allem nach welchen, die in der Offensive für neues Leben sorgen sollen.
Ein Name, der neuerdings gehandelt wird, ist der von Mauro Lustrinelli. Der Nationalspieler, der im Januar dieses Jahres zu Sparta Prag wechselte, ist in Tschechien nicht glücklich. «Ich muss eine geeignete Lösung für mich finden», meldete der 30-Jährige gestern aus dem Tessin. Lustrinelli hat seit letztem Montag Ferien und wird erst am 10. Januar in Prag wieder zum Trainingsstart erwartet. Bei den Tschechen kam er nur unregelmässig zum Einsatz: In 500 Spielminuten schoss er drei Tore in der Meisterschaft, zwei im nationalen Cup und einen Treffer im Uefa-Cup. In seiner Prager Zeit gelang ihm auch Geschichtsträchtiges: Gegen Jablonec erzielte er nach elf Sekunden ein Tor. Es war der bislang schnellste Treffer der Meisterschaftsgeschichte Tschechiens.
Mit den Verantwortlichen von Sparta Prag hat er ein erstes Gespräch über seine Situation geführt, und möglicherweise wird sich nun auch der FCL einschalten. «Jeder Spieler, der uns weiterhilft, ist interessant», sagt Präsident Walter Stierli. Sportchef Raffaele Natale fügt an: «Ein sehr interessanter Mann, der Tore garantiert. Aber ob er für uns ein Thema wird, ist völlig offen.» Mit Lustrinelli, der am kommenden Freitag für zwei Wochen in die Flitterwochen verreist, ist allerdings noch kein Kontakt aufgenommen worden. Sollte Luzern anrufen, würde Lustrinelli nicht a priori ablehnen: «Reden kann man grundsätzlich immer. Ich würde ein Gespräch mit Luzern nicht ablehnen.» Er fügt aber gleich an: «Es gibt in der Schweiz mehr als eine Option.»
Natale: «Keine Grabesstimmung»
Die Luzerner Verantwortlichen kümmern sich erst ab heute wieder um Personalfragen. Gestern Abend hielt die Mannschaft inklusive Trainerstab im «Eichhof» den Weihnachtsabend ab, «an dem», so sagte es Sportchef Natale, «dank dem 2:1-Sieg gegen Thun glücklicherweise keine Grabesstimmung herrschte». Allerdings gab ihm zu denken, dass die Luzerner neuerlich einen Rückstand brauchten, bis sie erwachten. «Offensichtlich brauchen wir das», sagte Natale, «es ist irgendwie typisch für unsere Vorrunde, dass wir oftmals zuerst einen Treffer einfangen mussten, bis wir in der Lage waren, guten Fussball zu zeigen. Wenigstens ist es uns gelungen, das Blatt noch zu wenden.»
Ich waere erstaunt, wenn er denn kommen sollte. Finanzierbar waere er wohl nur, wenn Tchouga sein Glueck (oder Geld) bei den Scheichen sucht. Da ich hoffe, dass dem nicht so ist, bleibt Lustrinelli nur Wunschdenken.