Liiribox
Nur angemeldete User dürfen liiren.

Neues aus der Welt der Stadien

Benutzeravatar
Motte
FCL-Insider
FCL-Insider
Beiträge: 746
Registriert: 5. Okt 2005, 23:24
Wohnort: Lübeck
Kontaktdaten:

Beitrag von Motte »

Simba hat geschrieben:
Zudem wirke die Farbe Rot aggressiv und sollte zur Vermeidung von Hooliganismus nicht verwendet werden.
Deswegen spielt unsere Nati ja auch in roten Trikots... :wink:


:finga:
Benutzeravatar
FCL Schüblig
Forumgott
Forumgott
Beiträge: 1626
Registriert: 23. Mai 2005, 20:40
Wohnort: Seetal

Beitrag von FCL Schüblig »

Stalker hat geschrieben:rote Letzi-Sitze
hmm..
Bild
:partyman: Tippspiel Sieger Saison 06/07 und 08/09 :partyman:
Insider
Elite
Beiträge: 10000
Registriert: 2. Jun 2003, 12:14
Wohnort: Gästekurve

Beitrag von Insider »

Stadionstar von Pascal Claude

Brügglifeld, oh Brügglifeld, du bist es wert, das viele Geld, das du den Gästefans abknüpfst. Umarmt wirst du von Einfamilienhäuschen, deren Vorgärten Spieltag für Spieltag frisch gedüngt werden, seit Menschengedenken. Geduckt stehst du da, bescheiden, klein und schön. Deine Würste sind gut, und du hast den Mut, sie von Frauen verkaufen zu lassen, die Tätowierungen tragen für den Staatsschutz. Niemand braucht eine Mittellandarena, denn mehr Mittelland als du ist niemand. Du bist nah bei den Menschen, und wir sind nah bei dir - du kriegst eine 9,2.

Joggeli, oh Joggeli, mal ohne jede Ironie, in dir findet der Fussball statt. Doch ist er dir vielleicht etwas schnell zu Kopf gestiegen. Ein paarmal warst du wirklich voll, und das ist ja auch dein Zweck, und schon streckst und reckst du dich, hebst dein Dach aus den Angeln und machst dich grösser als du bist. Warum? Deine Mutter war anders, bescheiden, tolerant. Sie erlaubte den Gästen Spaziergänge durchs Rund und Ziegelhof einen Bierstand. Heute sagst du allen, wo sie hingehören, und der Zapfhahn wird aus Kopenhagen ferngesteuert. Besinne dich deiner selbst, sei nicht schneller als die Zeit - eine 8,5.

Hardturm, oh Hardturm, gegen dich läuft das Quartier Sturm, nein, nicht gegen dich, sondern für dich! Du sahst der Abrissbirne ins Gesicht, ehe ein Schattenwurf dich rettete. Und vielleicht ein Fahrtenmodell. Viel hast du erlebt, hast nicht nur Gäste empfangen aus Kroatien, Nordirland, Albanien oder Leningrad, du hast dich als Heimat auch immer ausgeliehen, an Basel, Wil, St. Gallen und gar an den FCZ. Am Zaun in deinem Gästesektor steht, es sei verboten, am Zaun zu stehen, doch lässt dein Manager so viele Menschen rein, dass sie nicht anders können. Du warst der Erste mit Logen, heute wirkst du alt - alt und erfahren. Für dich eine 9,3.

Allmend, oh Allmend, wer dich richtig kennt, weiss: Du hattest es nicht leicht. Du warst besetzt von Meuterern, Hochstaplern und Stuhldieben, und der Freudenschrei blieb dir oft im Halse stecken. Nirgendwo ist die Sicht aufs Feld schlechter als in deiner Horwer Kurve, und doch ist es gemütlich dort und gar nicht weit zum Stand mit Kafi Schnaps. Deine Haupttribüne versammelt vierundzwanzig Stuhlmodelle, und vom Stehplatz zum Pilatus ist es nur ein rascher Blick. In dir ist die Innerschweiz, und sie wird es auch sein, wenn du nicht mehr bist - doch wird sie weinen um dich. Eine 9.

Breite, oh Breite, auf deiner einen Seite steht ein Zaun, und der tut weh. Wer in dir spielt, lässt Schweiss und Tränen und ab und zu den Finger, am Zaun, mit Ring, aua. Es ist ein Marsch zu dir, die Gass hinauf mit Schnauf, doch einmal oben belohnst du alle. Bäume säumen deinen Rasen, und von all deinen Plätzen sind nur dreizehnhundert zum Sitzen. Dein Bier ist ein Vogel, gebraut im Ort. Man will dir an den Kragen mit dem FCS-Park, doch du machst dich ganz gut in deinem Flickwerk aus Stahlrohr und Plastik. Bleib wie du bist - eine 8,8.

Tourbillon, oh Tourbillon, du Stolz der kleinen Stadt Sion. Platte Reime hast du nicht verdient, du Schmuckstück an der Rhone. Bist in allen Ecken offen und lässt deine Gäste das Wallis sehen, und doch schützt du dein Feld auf allen vier Seiten und lässt den Lärm die Spieler begleiten, wie man es sich wünscht. Du lässt den Weissen fliessen und den Käse auch, nur zäher, und wer in dir war, hatte Urlaub einen schönen Sonntag lang. Nun knabbert ein Nager an deinem Gebälk - die Tollwut vielleicht? - und will dich nach Martigny zügeln. Doch das reimt sich nicht auf dich. Hab keine Angst - 9,4.

Espenmoos, oh Espenmoos, was soll einst ohne dich sein bloss? Im Schatten deines Muscheldachs findet Wunderbares statt. Spieler, Pflügen gleich, beackern deinen Rasen für die nächste Anbauschlacht. In dir geht es um den Biss. Selbst die «Neue Zürcher Zeitung» schrieb, statt von Zuschauerzahlen, von der Anzahl abgesetzter Bratwürste. Stadionrekord, hiess es, und du dampfst stolz vor dich hin. Unter deinen Behelfstribünen beginnt die Unterwelt, aus Dreck, Bier und Matchprogrammen, und die Untoten Hutter und Mock röcheln leise: Wir wollen Fussball, keine Einbauküchen - eine 9,7.

Lachen, oh Lachen, in deinem kleinen Rachen ruhen viele Millionen. Was tun damit? Es weiss es weder du noch er. Vielleicht brauchst du das Friendshipticket gegen Ende der Saison, um nicht als reicher schöner Rasen Amateurtrübsal zu blasen. Den See vor dir, den kalten, und die Jungfrau fest im Blick, bliesest du den Gästen steif die Brise um die Ohren, früher. Für die richtig grossen Feste warst du deinen Herren aber niemals gut genug. Weine, Lachen, denn du hast viel Grund, macht zu allem Übel eine Rennbahn dich zum Rund. In Anteilnahme - eine 8.

Wankdorf, oh Wankdorf, kein andres Wort passt als amorph. Und es passt ganz gut. Mit einem Erbe reich beschenkt, hast du ihn abgeschüttelt, deinen ganzen Ballast, entsorgt in der Mulde der Geschichte. Nun stehst du da, von einer Migros nicht zu unterscheiden. So sehr scheust du Erdverbundenheit, dass selbst der Rasen nicht mehr sein darf, dafür nun Eishockey und Williams. Du bist alles und nichts, könntest überall stehen und allen gehören. Du verwöhnst deine Gäste mit allem, was sie nicht brauchen, bist noch jung, doch den andern weit voraus. Zu weit - eine 7.

Letzigrund, oh Letzigrund, du warst so eckig, jetzt wirst du rund. Ein frühes Urteil soll nicht sein, doch die Furcht ist da, dass mit den Ecken auch die Kanten weichen. Deine Masten gaben Halt, sie waren schief und trotzdem gut verankert. Du liessest deine Gäste stehen, nicht im Regen, sondern da, wo sie wollten. Bald wirst du sie sitzen lehren, D4 R35, A6 R78, und deine flache Kneipe wird zur tollen Lounge. Du kriegst - beweis das Gegenteil! - eine 7,5.
I'm going to make him an offer he can't refuse...

GEGEN DEN MODERNEN SCHIFFSBAU

offene beträge: CHF 50 von tjfcl, CHF 10 von LU-57, CHF 10 von chamäleon, CHF 10 von nelson, CHF 10 an seimon.

JASSOBIG RETTEN - NIEDER MIT DEN WETTEN!

Sammler hat geschrieben: Der FCL ist ein Verein, den man besser erst gar nicht beitreten sollte. Leistungen werden definitiv nicht honoriert. Jetzt auf Margiotta herumzuhacken ist absolut fehl am Platz. Kein Wunder, bekommt der FCL keine Mannschaft mehr zusammen, die mal einen Kübel stemmen wird. Nicht unter Swisspor, nicht unter Meyer. :clown:
Benutzeravatar
Motte
FCL-Insider
FCL-Insider
Beiträge: 746
Registriert: 5. Okt 2005, 23:24
Wohnort: Lübeck
Kontaktdaten:

Beitrag von Motte »

auch ne variante :applaus:
Benutzeravatar
hackejunge
Forumgott
Forumgott
Beiträge: 1483
Registriert: 13. Nov 2006, 17:34
Wohnort: 1312 Eclépens

Beitrag von hackejunge »

Insider hat geschrieben:Stadionstar von Pascal Claude

Allmend, oh Allmend, Innerschweiz, und sie wird es auch sein, wenn du nicht mehr bist - doch wird sie weinen um dich. Eine 9.
Word :crybaby:
Benutzeravatar
hackejunge
Forumgott
Forumgott
Beiträge: 1483
Registriert: 13. Nov 2006, 17:34
Wohnort: 1312 Eclépens

Beitrag von hackejunge »

Mehr Logenplätze für AFG-Arena

Das neue St. Galler Fussballstadion soll mehr Logenplätze erhalten als bisher geplant. Die Bauherren beantragen ein zusätzliches Geschoss.

Diese und weitere Anpassungen des Bauprojekts liegen bis Ende Februar öffentlich auf.

Dies teilte die Stadt St. Gallen am Freitag mit. Mit der Aufstockung der Haupttribüne des Stadions werde der grossen Nachfrage nach Logen- und Businessplätzen entsprochen. Die maximal zulässige Gebäudehöhe gemäss Überbauungsplan bleibt unverändert.

Eine Anpassung beantragen die Bauherren auch im Freizeitbereich im westlichen Teil der Anlage: Dort soll die Gebäudehöhe um 1.30 Meter erhöht werden. Dies ermöglicht zusätzliche Geschosse für Büro- und Verwaltungsräume oder Hotellerie. Die zulässige Gesamtfläche ändert sich nicht, wie es heisst.

Die beantragten Änderungen des Überbauungsplans liegen vom 29. Januar bis 28. Februar öffentlich auf. Das neue St. Galler Fussballstadion samt Einkaufszentren und Freizeitanlagen befindet sich im Bau. Es wird ab Herbst 2007 in Etappen fertiggestellt.

quelle: 20min.ch
Bill Shankly
Elite
Beiträge: 6167
Registriert: 14. Nov 2002, 22:45
Wohnort: city of london
Kontaktdaten:

Beitrag von Bill Shankly »

01.02.2007 Die neue Maladière in 75 Minuten ausverkauft

Das neue Stadion von Neuenburg Xamax wird zum Eröffnungsspiel und Derby gegen La Chaux-de-Fonds am 18. Februar bis auf den letzten Platz gefüllt sein. 8'000 Tickets standen für den freien Verkauf zur Verfügung. Und sie waren am Donnerstag alle innert gut 75 Minuten weg. Die restlichen Karten sind für die Supporter-Clubs und eingeladene Gäste reserviert.

Xamax-Präsident Sylvio Bernasconi: «Eine solche Begeisterung macht natürlich riesig Freude. Wer in der Romandie ausser Sion kann auf eine solch inbrünstige Unterstützung der Fans zählen?» Bernasconi schaut bereits etwas weiter nach vorne: «Mit einem Sieg im Derby und einem Erfolg in Bellinzona könnten wir auch im zweiten Heimspiel - gegen YF Juventus - wohl auf gut 10'000 Zuschauer hoffen.»

Die Neuenburger stehen derweil noch in Verhandlungen mit einem afrikanischen Stürmer. Im Verlauf der nächsten Woche könnte es in dieser Sache laut Bernasconi Neuigkeiten geben. (db)
Simba

Beitrag von Simba »

Weiss nicht in welchen Thread diese Zeilen am besten hinpassen, platziere sie deshalb mal hier.
Ist das aus dem aktuellen Südkurvenbladdl der Schickeria München, Rubrik "Mentalità Ultras".
Heute gibts mal ein paar Sätze zur allgemeinen Entwicklung des
Fußballs. Es handelt sich um Auszüge aus dem Buch Der Ball spricht
des allgemein bekannten und geschätzten Günther Koch. Genauer gesagt
stammen die Zitate aus dem Kapitel Erst sterben die Bäume, dann die
Stadien - und am Ende der Fußball und sprechen einem wirklich aus
der Seele.

Eine schöne Zeit geht langsam zu Ende. Der Fußball verabschiedet
sich - zwar nicht ganz, aber er scheint auf dem besten Wege dazu.
Zunächst stirbt das Fußballstadion langsam aber sicher seinen
kommerziellen Tod. Das Leben vor und nach dem Tod heißt hier "Arena".
Erst gingen die Stehplätze verloren, dann die Stadien.
Eigentlich muss man, gerade als Deutschlehrer, größte Bedenken gegen
schreckliche Begriffsbildungen und "Unwörter" pflegen. Aber im
nachfolgenden Fall begrüße ich den hässlichen Ausdruck, weil er das
Hässliche erst so richtig deutlich macht: "Versitzplatzung." Da
platzt einem doch gleichermaßen zeitglich Hosennaht und Kragen, wenn
man mit dem Hinterteil an einer engen Plastikschale klebt oder in
Geschäftssitze ("Buisness-Seats") gezwungen wird, die letztlich von
der Allgemeinheit finanziert werden müssen. Wehe aber auch, wenn des
Nachbarn Gesäß etwas zu ausladend ist. Dann werden Erinnerungen an
billige Charter-Urlaubsflüge in der Holzklasse der sechziger Jahre
wach.
Auf den Stehrängen konnte man wenigstens noch ausweichen. Oder sich
mit Körpereinsatz Platz verschaffen. Vielleicht nur ein schwacher
Trost: Viele der neuen, sich einkaufenden und eingekauften
Fußballkonsumenten mit breiten bis ausgeleierten Sitzflächen brauchen
die teuren Sitze für ihr kleines Ego - inklusive Zugangsberechtigung
mit Armbändchen zum so genannten Hospitalitybereich, also zur
gläsernen Futterhalle gleich in der Arena oder angeklebt ans Stadion.
Und für den stadionnahen Parkplatz dieser eher unsportlichen Klientel
wird dann schon mal ein großes Stück grüne Wiese geopfert.
Die kommen dann mühsam aus dem Firmen- oder Leasingwagen gekrochen.
Noch gut eine Stunde bis zum Spiel. Aber das große Fußballfressen in
drei Etappen kann beginnen: Vor dem Spiel - kräftig Futtern. In der
Pause - Futtern und Trinken. Und nach dem am Rande stattfindenden
Spiel - Trinken und Schlemmen in der angebauten Futterhalle. Um die
besten Plätze am Trog wird schon vor dem Abpfiff gekämpft. Im
Vergleich zu dieser Volksküche wirken selbst Bahnhofshalle noch wie
gemütliche Eckkneipen.
Das große Fressen und Bussi-Bussi-Geben der Goldkettchenträger und
der geschminkten Aufgebrezelten wird begleitet von regem Quell- und
Zielverkehr zu den Bedürfniscontainern (alias Toiletten) - zum
Nachschminken und Medikamentenaufnahme. Das Fußballspiel unten auf
einem Verschiebrasen wird kaum wahrgenommen. Es ist eigentlich nur
Mittel zum Zweck, um den anderen zu zeigen, dass man kein Fan ist,
sondern Kleinaktionär und Sponsor. Die romantischen letzten Bilder
von den fahneschwenkenden Fans hinter zwei kurzfristig aufgestellten
Fußballtoren findet man lusitg. Distanziert, ja amüsiert blickt man
hinter Glas auf sie herab. Die Speise- und Getränkekarte der
Fressbegegnung kennt man oft viel besser als die Aufstellungen der
Fußballgeschäftsleute und Ich-AGs - früher "Mannschaften" - dort
unten auf dem noch grünen Rasen.

(...)

Die Geister, die der Fußball rief, wird er nun nicht mehr los. Erst
verkauft man das Fußballspiel, dann die Fußballspiele (an das tumbe
Fernsehen, aber nicht nur an das) - und jetzt hat man bald alle
Fußballstadien verkauft und in hässliche Mehrzweck-Verkaufs-Arenen
umgewandelt. Die sehen aus wie Urlaubsdampfer ohne Rettungsboot.
Fluchtwege gibt es so gut wie keine. Im Frühjahr 2005 begab ich mich
auf eine ganz private Abschiedstour durch vier Stadien, die es bei
Erscheinen dieses Buches nicht mehr in dieser Form oder zumindest
nicht mehr unter diesem Namen geben wird. Die Reise führte mich von
Nürnberg über München nach Gelsenkirchen und von dort wieder zurück
nach Nürnberg und nach Fürth.
Am Dienstagabend war der internationale Abschied aus dem Olympiapark
mit den vielen schönen Bäumen, Hügeln, Seen und Wiesen um das
Olympiastadion. Sie alle konnte ich jahrzehntelang sogar während der
Spiele von meinem Reporterplatz bewundern. Vor wenigen Jahren flogen
während eines Champions League-Spiels der Bayern genau zwölf vom
Flutlicht weiß angestrahlte Graugänse durchs Stadion und alle
Kollegen und Zuschauer hatten was zu lachen, zu schreiben und zu
fotografieren. Unvergessen ist auch die Einlage von Torhüter Sepp
Maier, als er vergeblich versuchte, eine Flugente zu fangen. Die
hatten sich während des Spiels neben dem Strafraum niedergelassen.
Die Bäume, die Luft, der Blick hinauf in die Wolken, in den Regen, zu
den Schneeflocken oder zum Firmament mit strahlendem Sonnenschein -
sie werden mir fehlen.
Nach dem Abschied aus dem Münchner Olympiastadion mit dem letzten
Champions League-Spiel - der FC Bayern schied im
Viertelfinal-Rückspiel gegen die von Öl-Milliadär Abramowitsch
zusammengekauften Startruppe FC Chelsea London aus - ging es am
nächsten Tag ins modäne Düsseldorf. Dann holte mich eine Filmagentur
ab und brachte mich nach Gelsenkirchen. Und am nächsten Morgen
besuchten wir die leere Arena AufSchalke, samstags Spielstätte des FC
Schalke 04. Heute klafft dort, wo sonst der Rasen ist, eine kahle
leere Betonwanne. Es erinnert mich unweigerlich an ein Massen-Fußball
Grab.
Hier wird der Fußball begraben. Und in wenigen Wochen, sagt mir der
Taxifahrer in Düsseldorf auf der Rückfahrt zum Flughafen, verkauft
auch dieser ehmalige Tradiotionsverein - übrigens trotz
anderslautender Versprechen - den Namen des Stadions an eine
Bierfirma. Schulden. Gekickt wird dann in einer großen
Fußball-Bierhalle, in der aber auch mal Skilanglauf oder Volksmusik
stattfindet. Der Rasen bleibt traurig und allein draußen vor der Tür,
dort wo er nach dem Spiel hingefahren wird. Wenigstens ist er dort dem
normalen Wetter ausgesetzt.

(...)

Da geht es wirklich nur um Fußball. Und es wird in jedem Fall auf
einem richtigen Fußballplatz oder einer holprigen Wiese gespielt -
also in einem Stadion, unter freiem Himmel mit atmenden Bäumen
ringsherum. Und nicht in einer leblosen Beton- oder Plastikschüssel
auf gerodetem Gelände mit Futterabteilen und Schiebedach. Hör´ ich
das schreckliche Wort "Hospitality", riech ich schon Krankenhaus.
Fußball, du warst so schön, als es dich noch gab.

Quelle: Der Ball spricht Fußballgeschichten, Günter Koch; ISBN:
3596168392
Benutzeravatar
FCL Schüblig
Forumgott
Forumgott
Beiträge: 1626
Registriert: 23. Mai 2005, 20:40
Wohnort: Seetal

Beitrag von FCL Schüblig »

Emmer Stadion soll modern werden

Der FC Emmenbrücke will ab November sein altes Stadion sanieren. Noch fehlt aber über die Hälfte des Geldes.

Das Gersag-Stadion. 1960 wurde die Tribünenanlage eröffnet. Noch heute sind die Kabinen und sanitarischen Einrichtungen praktisch unverändert. Die Garderoben sind eng und düster, als Pissoir dient eine Wand mit einer Rinne am Boden. «Wir wollen eine Anlage, die anständig ist und den heutigen Bedürfnissen entspricht», sagt Bruno Rogger, Präsident des FC Emmenbrücke. Deshalb gründete er eine Bau- und Finanzkommission, welche nun eine Sanierung des Gersag-Stadions plant.

Konkret sollen die Garderoben und sanitarischen Einrichtungen im Tribünengebäude erneuert werden. Zudem ist ein Anbau geplant, in welchem ein neues Clubrestaurant einziehen soll. Die Tribüne erhält Schalensitze. Kosten soll der Um- und Anbau 1,35 Millionen Franken. Einen Kredit von einer halben Million hat der Emmer Einwohnerrat bereits bewilligt. Den Rest, 850 000 Franken muss der FC sammeln.
:partyman: Tippspiel Sieger Saison 06/07 und 08/09 :partyman:
Benutzeravatar
Yoda
Forumgott
Forumgott
Beiträge: 2929
Registriert: 12. Mai 2005, 13:56
Wohnort: Planet Dagobah
Kontaktdaten:

Beitrag von Yoda »

Im kolumbianischen Cali entsteht bis Mai 2007 das neue Stadion des Vereines Deportivo Cali. Der Neubau wird 53.347 Zuschauer fassen, sage und schreibe 16.587 davon in 817 Logen. Die Logen werden auf fünf Stockwerken in einem Art Oberrang der Ost- und Westtribüne untergebracht.
Die Baukosten liegen bei knapp 35 Millionen Euro, die Namensrechte wurden für zehn Jahre an einen Sponsor vergeben, der dafür jährlich 2,5 Millionen Euro bezahlt.

Bild

Bild
Bild
Benutzeravatar
IDS
Supporter
Supporter
Beiträge: 95
Registriert: 31. Jul 2006, 11:30
Wohnort: Hölz..

Beitrag von IDS »

Endlich konnte die Bauphase beendet werden


Endlich: Das neue Wembley-Stadion in London ist nach mehreren Verzögerungen in den letzten Monaten fertiggestellt worden. Das gab der englische Verband FA bekannt. Die Baukosten der 90'000-Zuschauer-Arena belaufen sich auf gigantische 1,2 Milliarden Euro. Ob das am 19. Mai anstehende traditionelle FA-Cup-Finale schon im neuen Stadion stattfinden kann, muss erst noch ein Testlauf zeigen.
Stecki

Beitrag von Stecki »

FC Wil muss Stadionpläne vorlegen

Der FC Wil muss bis Sommer 2008 die Frage der künftigen Heimstätte klären, sonst droht der Verlust der Lizenz für die Schweizer Challenge League. Um den Verein zukunftsfähig zu positionieren, kommen verschiedene Varianten in Frage.

Das Stadion Bergholz, in dem der FC Wil seine Heimspiele derzeit austrägt, entspricht Sicherheits- und Servicetechnisch schon heute nicht mehr den Lizenzvorschriften der Swiss Football League. Ab dem 1. Juli 2008 wird das Stadion gesperrt, sollten bis dahin keine Um- oder Neubaupläne vorliegen.

So gibt es zum einen die Möglichkeit, das bestehende Stadion komplett umzubauen. 4.000 Sitzplätze sind einkalkuliert, die Kosten werden auf umgerechnet rund 20 Millionen Euro beziffert – Sanierung von Eishalle, Restaurant und Hallenbad inbegriffen. Alternativ könnte auch ein neues Stadion an noch zu bestimmenden Standort errichtet werden, dies wäre jedoch nur mit einer umfangreichen Mantelnutzung realisierbar.

Quelle: stadionwelt.de
glenlivet
Forumgott
Forumgott
Beiträge: 2779
Registriert: 3. Nov 2005, 13:45

Beitrag von glenlivet »

In Baulmes hat sich auch etwas getan. Klein, aber fein. Für ein Kaff mit 800 Einwohnern eigentlich der Wahnsinn. :-)

http://www.fc-baulmes.ch/photos/thumbnails.php?album=34
Stecki

Beitrag von Stecki »

glenlivet hat geschrieben:In Baulmes hat sich auch etwas getan. Klein, aber fein. Für ein Kaff mit 800 Einwohnern eigentlich der Wahnsinn. :-)

http://www.fc-baulmes.ch/photos/thumbnails.php?album=34
Meyrin hat übrigens unmittelbar neben dem alten Ground auch einen Neuen gebaut, Genaueres weiss ich auch nicht.
Benutzeravatar
Gunner
Elite
Beiträge: 6607
Registriert: 29. Nov 2002, 14:18

Beitrag von Gunner »

Stecki hat geschrieben:
glenlivet hat geschrieben:In Baulmes hat sich auch etwas getan. Klein, aber fein. Für ein Kaff mit 800 Einwohnern eigentlich der Wahnsinn. :-)

http://www.fc-baulmes.ch/photos/thumbnails.php?album=34
Meyrin hat übrigens unmittelbar neben dem alten Ground auch einen Neuen gebaut, Genaueres weiss ich auch nicht.
Wohl kaum? Was ist mit CC's Plänen?
Stecki

Beitrag von Stecki »

Meyrin FC hat geschrieben: Vendredi dernier a eu lieu la cérémonie symbolique de la pose de la Première Pierre du nouveau stade de Meyrin en présence du Maire, des conseilliers municipaux, ainsi que des principaux acteurs impliqués dans ce projet.

Les travaux de la tribune vont enfin entrer dans leur phase finale après de longs mois d'attente.

Une très bonne nouvelle pour les amateurs de sport et de ballon rond !

La fin des travaux et l'inauguration est prévue pour la mi-2008.
Eröffnung der Tribüne also Mitte 2008, meinte aber mal gelesen zu haben der neue Platz sei schon gebaut, gleich nebenan
Benutzeravatar
kutte
Sieger der Herzen
Beiträge: 4567
Registriert: 26. Apr 2003, 11:26
Wohnort: ja

Beitrag von kutte »

Gunner hat geschrieben:
Stecki hat geschrieben:
glenlivet hat geschrieben:In Baulmes hat sich auch etwas getan. Klein, aber fein. Für ein Kaff mit 800 Einwohnern eigentlich der Wahnsinn. :-)

http://www.fc-baulmes.ch/photos/thumbnails.php?album=34
Meyrin hat übrigens unmittelbar neben dem alten Ground auch einen Neuen gebaut, Genaueres weiss ich auch nicht.
Wohl kaum? Was ist mit CC's Plänen?
Was soll das mit CC's Plänen zu tun haben? :? :roll:
nette stadionkneipen in der haupttribüne, die kleinere, über eine metalltreppe zu erreichen welche sicher schon manchem schwierigkeiten bereitet hat, nimmt uns warm auf. allerdings dürfte keiner schwierigkeiten mit dieser wirklich gut beleuchteten - und auch mit hilfsbereiten vorlokalitätkräften besetzten - treppe haben der das abenteuer pissoir im rausch - oder anrausch - souverän umschifft hat. eine blechbarakene, überdachte pissrinne, deren eingang sich zurückzieht wie der scham einer frau zwischen zwei langen, weit geöffneten beinen. geile konstruktion, ohne jedes licht - das fördert die phantasie, bringt aber natürlich auch gefahren mit sich.
Benutzeravatar
Regis Blinker
FCL-Insider
FCL-Insider
Beiträge: 527
Registriert: 22. Aug 2005, 22:53
Wohnort: im schönschte Dorf am Hoger

Beitrag von Regis Blinker »

kutte hat geschrieben:
Gunner hat geschrieben:
Stecki hat geschrieben: Meyrin hat übrigens unmittelbar neben dem alten Ground auch einen Neuen gebaut, Genaueres weiss ich auch nicht.
Wohl kaum? Was ist mit CC's Plänen?
Was soll das mit CC's Plänen zu tun haben? :? :roll:
Heya, Kutte!
Meyrin = Martigny
Meyrin ist dänk der deutsche Name von Martigny!

Manchmal habe ich wirklich das Gefühl, ich sei der einzige hier drin, der ein bisschen nachdenkt und Zusammenhänge sieht.
Ich bin durchaus nicht zynisch, ich habe nur meine Erfahrungen, was allerdings ungefähr auf dasselbe hinauskommt.
Oscar Wilde
Stecki

Beitrag von Stecki »

Regis Blinker hat geschrieben:
kutte hat geschrieben:
Gunner hat geschrieben: Wohl kaum? Was ist mit CC's Plänen?
Was soll das mit CC's Plänen zu tun haben? :? :roll:
Heya, Kutte!
Meyrin = Martigny
Meyrin ist dänk der deutsche Name von Martigny!

Manchmal habe ich wirklich das Gefühl, ich sei der einzige hier drin, der ein bisschen nachdenkt und Zusammenhänge sieht.
Ich hoffe Du meinst das nicht ernst...
Benutzeravatar
kutte
Sieger der Herzen
Beiträge: 4567
Registriert: 26. Apr 2003, 11:26
Wohnort: ja

Beitrag von kutte »

hehe, regis blinker
nette stadionkneipen in der haupttribüne, die kleinere, über eine metalltreppe zu erreichen welche sicher schon manchem schwierigkeiten bereitet hat, nimmt uns warm auf. allerdings dürfte keiner schwierigkeiten mit dieser wirklich gut beleuchteten - und auch mit hilfsbereiten vorlokalitätkräften besetzten - treppe haben der das abenteuer pissoir im rausch - oder anrausch - souverän umschifft hat. eine blechbarakene, überdachte pissrinne, deren eingang sich zurückzieht wie der scham einer frau zwischen zwei langen, weit geöffneten beinen. geile konstruktion, ohne jedes licht - das fördert die phantasie, bringt aber natürlich auch gefahren mit sich.
Antworten