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[Match-Thread] FCL : GC (Sa 05.05.07 17:45)
NZZ Online hat geschrieben:Kleine Fussnoten zu einem einseitigen Match
Wenig Widerstand für die Grasshoppers - 6:1-Sieg auf der Allmend
rwe. Luzern, 5. Mai
Wenn eine Partie einen derart deutlichen Ausgang nimmt, gibt es hinterher wenig zu sagen - oder trifft gerade das Gegenteil zu? Im Fall der Grasshoppers ist etwa darauf hinzuweisen, dass der eine oder andere Spieler aufgrund des Machtwechsels im Verein die Chance wahrnehmen wollte, sich der neuen Führung im besten Licht zu präsentieren. Denn der Rekordmeister will und muss in Zukunft sparen, eine Reihe von Profis hat den Klub Ende Saison zu verlassen. Beste Werbung in eigener Sache machte Ailton mit drei Treffern - doch er hätte auch zehn Tore schiessen können, auf seine Dienste wird GC in der nächsten Spielzeit verzichten. Seine Leihsumme ist happig, und die monatlich anfallenden Kosten sind üppig. Zudem hält er das Sekretariat mit vielen Sonderwünschen permanent auf Trab.
Prima wussten sich Leon sowie Dos Santos in Szene zu setzen. Beide gefielen mit idealen Zuspielen, der Brasilianer hämmerte zudem einen Ball aus rund 30 Metern ins Netz - es war das Tor des Abends. Hinterher rannte er auf Balakow zu und fiel ihm dankbar in die Arme. Er hätte dies nicht zu tun brauchen, denn der Trainer steht mehr in der Schuld von Dos Santos als umgekehrt. Im Hochgefühl der zahlreichen Zuzüge im Winter war Balakow nämlich der Ansicht gewesen, fortan auf den schlaksigen Mann verzichten zu können - zu wohlklingend waren da im Vergleich die Namen der frisch Verpflichteten. Doch Dos Santos (in starker Verfassung und von einem ihm gut gesinnten Trainer geführt) ist für das Team weit wertvoller als fast alle der mit viel Vorschusslorbeeren geholten «Verstärkungen». Irgendwann hat Balakow das eingesehen.
Der Trainer liess am Freitag durchblicken, dass er ab sofort die neue Saison plane - ergo werde er nun sehr genau hinschauen, welche Spieler sich über eine sogenannte Winner-Mentalität empföhlen. Damit gab er gleichzeitig zu verstehen, dass er nach offenbar positiven Gesprächen mit den neuen Machthabern mit einer weiteren Saison im Hardturm/Letzigrund rechnet. Sein Vertrag (und jener des Assistenten Widmayer) läuft noch bis Juni 2008, eine vorzeitige (von GC inszenierte) Verabschiedung würde den Klub also eine nicht geringe Stange Geld kosten. Bloss: Balakow würde in so einer Situation seine Karriere im Auge behalten und sich im Fall einer Trennung rasch nach einer anderen Arbeitsstelle umsehen. GC müsste den Bulgaren wohl kaum bis zum Vertragsende bezahlen. Aber so weit ist es noch lange nicht. Offenbar ist weder ein Entscheid für noch gegen Balakow gefallen.
Luzern bestätigte am Samstagabend eine Fussballweisheit: Wenn ein spielerisch und technisch unterlegenes Team auch noch die kämpferischen Qualitäten vermissen lässt, führt dies meistens zu einer Kanterniederlage. Die mit Substanz nicht übermässig dotierte Equipe von Trainer Sforza gewinnt gegen besser besetzte Formationen nur dann Punkte, wenn alles zusammenpasst. Wenn jeder Spieler über sich hinauswächst, gewillt ist, mehr zu laufen als der Gegner, eine grössere Aggressivität auf den Platz bringt als der Widersacher. Dies war diesmal nicht der Fall. Der Präsident Stierli regte sich hinterher fürchterlich auf. Er sprach von der Verantwortung des Teams gegenüber den Geldgebern, Zuschauern und ehrenamtlich tätigen Funktionären. Das Seilziehen um den von anderen Vereinen umworbenen Sforza ging in eine weitere Runde. Richtet sich Stierli nach dem Bauchgefühl, bleibt der Trainer auf der Allmend. Doch in so einem Fall dürfte es schmerzliche Veränderungen geben.
raven hat geschrieben:Ueber das Spiel und sonstiges wurde ja schon genug Berichtet.
Möchte hiermit einfach mal die .......... auffordern es zu unterlassen dauernd die 6er Bierkartons aufs Spielfeld zu werfen. Auch wenn es supi aussieht wies so rumflattert. Es hatte lange genug keine solche Kartons mehr gegeben und sie sind jeweils recht praktisch, wenn man mal mit etwas mehr als nur einem Kumpel an ein Spiel geht. Wenn gewisse Leute damit nur scheiss anstellen, gibt es für "die da oben" keinen Grund mehr weiterhin Bierkartons anzubieten .
Also tuts doch auch für euch, denn ihr braucht die Kartons ja auch und von Bierverbindungen habt ihr eh keine Ahnung!Also seid ihr die ersten (nach mir) welche wieder jammern!
nette stadionkneipen in der haupttribüne, die kleinere, über eine metalltreppe zu erreichen welche sicher schon manchem schwierigkeiten bereitet hat, nimmt uns warm auf. allerdings dürfte keiner schwierigkeiten mit dieser wirklich gut beleuchteten - und auch mit hilfsbereiten vorlokalitätkräften besetzten - treppe haben der das abenteuer pissoir im rausch - oder anrausch - souverän umschifft hat. eine blechbarakene, überdachte pissrinne, deren eingang sich zurückzieht wie der scham einer frau zwischen zwei langen, weit geöffneten beinen. geile konstruktion, ohne jedes licht - das fördert die phantasie, bringt aber natürlich auch gefahren mit sich.
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Pyrofreak 1
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Gerngeschehen Piccos !!Skamer hat geschrieben: Eigentlich hätten wir gar keine von unseren Fahnen erwartet. Denn wie du vieleicht weisst haben wir diese nach dem cuphalbfinale verloren. Zum Glück wurden diese gefunden und uns gebracht (DANKE). darum hatten wir auch keine einzige Fahnenstange dabei. So musste eben improvisiert werden.![]()
ALLMEND
ULTRA IS A SPIRIT AND NOT A MATTER OF GENDER YOU HAVE IT OR NOT.
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ein spielbericht anderer art... extrem lesenswert, wenn auch anspruchsvoll dargestellt 
quelle: besuch aus münchenoh anonyme schweiz, verborgen der noten reichtum hinter nummernkonten und jener der straßen, der menschen hinter keinen schildern. immerhin gibts des nächtens küssende liebespaare in den straßen die einem genauso freundlich den weg weisen wie rentner die ihren schlaf suchen. so federn wir kurz bevor der kalendertag stirbt ein, die haustüre des hochhäuslis abgeschlossen – sicher ist sicher – so daß unser freundlicher herbergsvater die treppen runterfedern muß. nachts läuten kühe an den umliegenden bergflanken die sich tagsüber verbergen, angesichts der kleinglocken die es überall zu erwerben gibt wohl auch in den grasnarben. da kann der depperte deutsche tourist lange schauen und bleibt doch traurig aufm balkon sitzen. trost findet er zum frühstück im schoggivanillebrötli mit störmarmelade, später dann im eichhof lager. durch die brauerei verläuft die stadtgrenze zwischen kriens und luzern, eine klügere wahl als ein gemeinsames stadion ist ein gemeinsames bier allemal. auch sonst erscheinen im tageslicht landesspezifische besonderheiten: unterernährte sollen in den regierungsrat gewählt werden – sind politiker hier wirklich arme hunde, können sie sich das teure, erstklassige fleisch (was für ein formidabler karnickelrollbraten pilatus – diese extensive fleischwirtschaft hat schon was) erst leisten wenn sie an den futtertrögen der macht sind? im supermarkt verkaufen sie orale gartentische – die frage in welcher funktion die da zum einsatz kommen scheitert an den grenzen unserer phantasien. so begnügen wir uns mit einem kleinen käsemassaker, dann gehts ins strassenhaus, einer lokalität am luzerner hauptbahnhof, in deren dunkelsten ecke sich unserer beiden löwenfreunde samt anhang finden. es gibt bier aus zwei-liter-glaskrügen das in kleinere gläser umverteilt wird, eine kluge entscheidung für gemeinschaftstrinker wie für großdurstige. großer durchsagesport dann im bus zum stadion, die ansage hat 380er-airbus-qualität: willkommen an bord, gute reise, spaß und erfolg im stadion, wetterprognose – alles dabei. staunend gehts vorbei an der restauration militärgarten wo nicht nur der handelsübliche militärmountainbiker mit flinte am buckel einfedert, hier darf man sogar die panzerfaust – auch im halbkettenfahrzeug – mitbringen. vorm stadion können wir einen kurzen blick auf den namenspatron aller vierwaldstätter seeligkeit werfen: den pilatus – er bleibt sonst so strikt im regen verborgen daß man king kong dort herumturnen vermuten könnte. das stadion ist klasse, wo gibts denn bitte noch eine stehhalle? damit werden woanders eventige stadiontouristen mit flugblättern verwirrt ohne die chance zu haben jemals darauf zu kommen was – und wo – das sein soll. witzig sind die guten bratwürste in papiertüten – aber nicht angelehnt an die amerikanische verlogenheit bier in tüten, nein, es geht um die sicherheit, leicht flieht die wurst vom pappkarton, sicher und warm lagert sie in der tüte! zur halbzeit wird der rasen an einzelnen ecken mit kärchers entwässert – den zürichern nutzt das nix. während das ganze sonstige volk überdacht ist – die vortribüne war mangels ausverkauft nicht besetzt – stehen die grasshoppers in der flachen pilatuskurve im regen. gut die stimmung im fcl-block, auch die im spielverlauf sich ergebende eins zu sechs klatsche kann den burschen das singen nicht verdrissen. allein drei der sechs kisten macht das immer mehr puskasige fass ailton – nachdem er, in der winterpause zu GC gewechselt, bisher angeblich erst ein saisontor erzielt hatte. das einheimische volk nimmts gelassen, was zählt ist das finale, die außerirdischen tanzen ihren regenpogo. nette stadionkneipen in der haupttribüne, die kleinere, über eine metalltreppe zu erreichen welche sicher schon manchem schwierigkeiten bereitet hat, nimmt uns warm auf. das russische element in der schweiz ist die sauferei, neben dem handelsüblichen bier wird von sandra rumtee gereicht. der wirt jammert lange über den nachlassenden umsatz, aber auch ihm werden wir irgendwann zuviel und wir werden als letzte, freundlich aber bestimmt, der lokalität verwiesen. ja ist das denn überall auf der welt so? nehmen das letzte schümli und federn trotzdem fröhlich von dannen. da sich kein taxi findet ziehen wir dem riesenrad nebenan die hauptsplinterl und rollen damit über land und durch den see – gut und jetzt auch verständlich daß unser herbergsvater wäscheklämmerlis eingepackt hat – nach hause wo das mädchen heute nicht fragt wann denn die party losgeht
nette stadionkneipen in der haupttribüne, die kleinere, über eine metalltreppe zu erreichen welche sicher schon manchem schwierigkeiten bereitet hat, nimmt uns warm auf. allerdings dürfte keiner schwierigkeiten mit dieser wirklich gut beleuchteten - und auch mit hilfsbereiten vorlokalitätkräften besetzten - treppe haben der das abenteuer pissoir im rausch - oder anrausch - souverän umschifft hat. eine blechbarakene, überdachte pissrinne, deren eingang sich zurückzieht wie der scham einer frau zwischen zwei langen, weit geöffneten beinen. geile konstruktion, ohne jedes licht - das fördert die phantasie, bringt aber natürlich auch gefahren mit sich.
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auf mein drängen hin gabs noch ne ergänzung...
oh anonyme schweiz, verborgen der noten reichtum hinter nummernkonten und jener der straßen, der menschen hinter keinen schildern. immerhin gibts des nächtens küssende liebespaare in den straßen die einem genauso freundlich den weg weisen wie rentner die ihren schlaf suchen. so federn wir kurz bevor der kalendertag stirbt ein, die haustüre des hochhäuslis abgeschlossen – sicher ist sicher – so daß unser freundlicher herbergsvater die treppen runterfedern muß. nachts läuten kühe an den umliegenden bergflanken die sich tagsüber verbergen, angesichts der kleinglocken die es überall zu erwerben gibt wohl auch in den grasnarben. da kann der depperte deutsche tourist lange schauen und bleibt doch traurig aufm balkon sitzen. trost findet er zum frühstück im schoggivanillebrötli mit störmarmelade, später dann im eichhof lager. durch die brauerei verläuft die stadtgrenze zwischen kriens und luzern, eine klügere wahl als ein gemeinsames stadion ist ein gemeinsames bier allemal. auch sonst erscheinen im tageslicht landesspezifische besonderheiten: unterernährte sollen in den regierungsrat gewählt werden – sind politiker hier wirklich arme hunde, können sie sich das teure, erstklassige fleisch (was für ein formidabler karnickelrollbraten pilatus – diese extensive fleischwirtschaft hat schon was) erst leisten wenn sie an den futtertrögen der macht sind? im supermarkt verkaufen sie orale gartentische – die frage in welcher funktion die da zum einsatz kommen scheitert an den grenzen unserer phantasien. so begnügen wir uns mit einem kleinen käsemassaker, dann gehts ins strassenhaus, einer lokalität am luzerner hauptbahnhof, in deren dunkelsten ecke sich unserer beiden löwenfreunde samt anhang finden. es gibt bier aus zwei-liter-glaskrügen das in kleinere gläser umverteilt wird, eine kluge entscheidung für gemeinschaftstrinker wie für großdurstige. großer durchsagesport dann im bus zum stadion, die ansage hat 380er-airbus-qualität: willkommen an bord, gute reise, spaß und erfolg im stadion, wetterprognose – alles dabei. staunend gehts vorbei an der restauration militärgarten wo nicht nur der handelsübliche militärmountainbiker mit flinte am buckel einfedert, hier darf man sogar die panzerfaust – auch im halbkettenfahrzeug – mitbringen. vorm stadion können wir einen kurzen blick auf den namenspatron aller vierwaldstätter seeligkeit werfen: den pilatus – er bleibt sonst so strikt im regen verborgen daß man king kong dort herumturnen vermuten könnte. das stadion ist klasse, wo gibts denn bitte noch eine stehhalle? damit werden woanders eventige stadiontouristen mit flugblättern verwirrt ohne die chance zu haben jemals darauf zu kommen was – und wo – das sein soll. witzig sind die guten bratwürste in papiertüten – aber nicht angelehnt an die amerikanische verlogenheit bier in tüten, nein, es geht um die sicherheit, leicht flieht die wurst vom pappkarton, sicher und warm lagert sie in der tüte! zur halbzeit wird der rasen an einzelnen ecken mit kärchers entwässert – den zürichern nutzt das nix. während das ganze sonstige volk überdacht ist – die vortribüne war mangels ausverkauft nicht besetzt – stehen die grasshoppers in der flachen pilatuskurve im regen. gut die stimmung im fcl-block, auch die im spielverlauf sich ergebende eins zu sechs klatsche kann den burschen das singen nicht verdrissen. allein drei der sechs kisten macht das immer mehr puskasige fass ailton – nachdem er, in der winterpause zu GC gewechselt, bisher angeblich erst ein saisontor erzielt hatte. das einheimische volk nimmts gelassen, was zählt ist das finale, die außerirdischen tanzen ihren regenpogo. nette stadionkneipen in der haupttribüne, die kleinere, über eine metalltreppe zu erreichen welche sicher schon manchem schwierigkeiten bereitet hat, nimmt uns warm auf. allerdings dürfte keiner schwierigkeiten mit dieser wirklich gut beleuchteten - und auch mit hilfsbereiten vorlokalitätkräften besetzten - treppe haben der das abenteuer pissoir im rausch - oder anrausch - souverän umschifft hat. eine blechbarakene, überdachte pissrinne, deren eingang sich zurückzieht wie der scham einer frau zwischen zwei langen, weit geöffneten beinen. geile konstruktion, ohne jedes licht - das fördert die phantasie, bringt aber natürlich auch gefahren mit sich. der ungeübte tourist bleibt deswegen immer im eingangsbereich stehen wo er das restlicht des fußballspiels zu schemenhaftem erkennen, den widerhall des bleches zu sicherem treffen nutzen kann. das russische element in der schweiz ist die sauferei, neben dem handelsüblichen bier wird von sandra rumtee gereicht. der wirt jammert lange über den nachlassenden umsatz, aber auch ihm werden wir irgendwann zuviel und wir werden als letzte, freundlich aber bestimmt, der lokalität verwiesen. ja ist das denn überall auf der welt so? nehmen das letzte schümli und federn trotzdem fröhlich von dannen. da sich kein taxi findet ziehen wir dem riesenrad nebenan die hauptsplinterl und rollen damit über land und durch den see – gut und jetzt auch verständlich daß unser herbergsvater wäscheklämmerlis eingepackt hat – nach hause wo das mädchen heute nicht fragt wann denn die party losgeht
nette stadionkneipen in der haupttribüne, die kleinere, über eine metalltreppe zu erreichen welche sicher schon manchem schwierigkeiten bereitet hat, nimmt uns warm auf. allerdings dürfte keiner schwierigkeiten mit dieser wirklich gut beleuchteten - und auch mit hilfsbereiten vorlokalitätkräften besetzten - treppe haben der das abenteuer pissoir im rausch - oder anrausch - souverän umschifft hat. eine blechbarakene, überdachte pissrinne, deren eingang sich zurückzieht wie der scham einer frau zwischen zwei langen, weit geöffneten beinen. geile konstruktion, ohne jedes licht - das fördert die phantasie, bringt aber natürlich auch gefahren mit sich.



