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[Cup] 1/8 Finals, 24.11.07, 17:45 - FCL vs. FC Thunholde
Ich sehe das nur teilweise so, wie hier beschrieben wird: klar, zwischendurch skandierten die Fan-Kerngruppe "Kinderschänder"-Rufe, aber da sangen längst nicht alle mit. Wir Fans waren wohl völlig enttäuscht, dass sich die Thuner von der Sex-Affäre nicht beeinflussen liessen und sich dem FCL entgegenstemmten - das brauchte nicht so viel, schon klar, aber trotzdem.
Nun mal ein anderer Punkt: Der Verein nimmt auch durch uns Fans einen beträchtlichen Teil seines Geldes für Löhne und Infrastruktur ein. Ich finde es daher verantwortbar, wenn sich die Fans, der Mannschaft und der Leitung gegenüber, bemerkbar machen und sich den Unmut und die Unzufriedenheit aus der Kehle krächzen - van Eck war da halt am Samstag ein gefundenes Fressen, ebenfalls die Sex-Affäre der Thuner.
Dass sich am Samstag nur einige wenige Spieler bei den Fans bedankten, zeigt in meinen Augen, dass sich die Spieler für das Gezeigte gegenüber den Fans schämen und tief im Boden versinken könnten.
Die Mannschaft braucht ein Erfolgserlebnis - wie auch immer das aussieht. Am besten wohl in Form eines neuen Trainers. Denn nach dem Spiel gegen Thun sollte jeden klar sein, dass sich die Mannschaft seit Monaten nicht mehr weiterentwickelt. Und das kann unmöglich nur am Fehlen von Lustrinelli liegen. Ideen- und Ratlosigkeit macht sich bemerkbar auf dem Platz; ich habe auch diverse Meinungsverschiedenheiten zwischen Zibung und Lupo beobachtet - das klappt auch nicht zwischen diesen beiden. Lupo mutiert zum Alibispieler und Seoane sollte meiner Meinung nach noch nicht in der Startelf stehen - zu viele Fehlpässe.
Es muss jetzt etwas passieren - in welcher Form auch immer. Es liegt nicht an den FCL-Fans. Ein Spiel wird nicht nur in den 90 Spielminuten entschieden, sondern teilweise auch vorher durch die Einstellung im Team, bei jedem einzelnen und bei der Einstellung der Mannschaft durch den Trainer.
Nun mal ein anderer Punkt: Der Verein nimmt auch durch uns Fans einen beträchtlichen Teil seines Geldes für Löhne und Infrastruktur ein. Ich finde es daher verantwortbar, wenn sich die Fans, der Mannschaft und der Leitung gegenüber, bemerkbar machen und sich den Unmut und die Unzufriedenheit aus der Kehle krächzen - van Eck war da halt am Samstag ein gefundenes Fressen, ebenfalls die Sex-Affäre der Thuner.
Dass sich am Samstag nur einige wenige Spieler bei den Fans bedankten, zeigt in meinen Augen, dass sich die Spieler für das Gezeigte gegenüber den Fans schämen und tief im Boden versinken könnten.
Die Mannschaft braucht ein Erfolgserlebnis - wie auch immer das aussieht. Am besten wohl in Form eines neuen Trainers. Denn nach dem Spiel gegen Thun sollte jeden klar sein, dass sich die Mannschaft seit Monaten nicht mehr weiterentwickelt. Und das kann unmöglich nur am Fehlen von Lustrinelli liegen. Ideen- und Ratlosigkeit macht sich bemerkbar auf dem Platz; ich habe auch diverse Meinungsverschiedenheiten zwischen Zibung und Lupo beobachtet - das klappt auch nicht zwischen diesen beiden. Lupo mutiert zum Alibispieler und Seoane sollte meiner Meinung nach noch nicht in der Startelf stehen - zu viele Fehlpässe.
Es muss jetzt etwas passieren - in welcher Form auch immer. Es liegt nicht an den FCL-Fans. Ein Spiel wird nicht nur in den 90 Spielminuten entschieden, sondern teilweise auch vorher durch die Einstellung im Team, bei jedem einzelnen und bei der Einstellung der Mannschaft durch den Trainer.
Schliesse mich dem bereits geschriebenen an.
So kann es einfach nicht weiter gehen! Wieso spielt Sforza nicht mit Tchouga und Felipe im Sturm...? Das Spiel war nur auf Tchouga ausgerichtet. Keine Ideen, keine Laufbereitschaft, rein gar nichts...
Hier steht wirklich ein Trainerwechsel an...Mein Gott Sforza!
Was mich besonders genervt hat:
- Wir machen den Gegner runter anstatt unser Team voll anzufeuern!
- Hab leider nicht gesehen was auf dem dritten Transparent geschrieben stand, aber ich nehme an es war ziemlich primitiv, das ein Securitas das Plakat runterriss!
- Van Eck ist einer von uns...mag stimmen, fand die Sprechchöre übertrieben. Apropos
Lieber die Mannschaft auspfeiffen uns sie mal merken lassen, dass wir nicht zufrieden sind!
So kann es einfach nicht weiter gehen! Wieso spielt Sforza nicht mit Tchouga und Felipe im Sturm...? Das Spiel war nur auf Tchouga ausgerichtet. Keine Ideen, keine Laufbereitschaft, rein gar nichts...
Hier steht wirklich ein Trainerwechsel an...Mein Gott Sforza!
Was mich besonders genervt hat:
- Wir machen den Gegner runter anstatt unser Team voll anzufeuern!
- Hab leider nicht gesehen was auf dem dritten Transparent geschrieben stand, aber ich nehme an es war ziemlich primitiv, das ein Securitas das Plakat runterriss!
- Van Eck ist einer von uns...mag stimmen, fand die Sprechchöre übertrieben. Apropos
Bader im Sturm war ok. Der war bei seinem ersten Einsatz als Stuermer in dieser Saison besser als Felipe in all seinen zusammen. Und wenn einige andere noch die Einstellung von einem Bader uebernehmen koennten, saehe es auch nicht so schlecht aus. Chiumiento war in meinen Augen sehr in Ordnung. Die zentrale Position waere ideal fuer ihn. Ohne ihn waere die letzte Kreativitaet verloren. Statik ist ja sonst die einzige Konstante im Spiel des FCL. Verrueckt, wie einfach dieses Team trotz den vielen Umstellungen, auszurechnen ist. Van Eck brauchte wohl nur 5 min., um sein Team auf den Gegner einzustellen.
NLZ:
NLZ:
Fussball, Schweizer Cup, Achtelfinal: FC Luzern - FC Thun 0:1 (0:1)
Das Scheitern im Cup verschärft die FCL-Krise
Das 0:1 am Samstag machte es deutlich: Beim FCL passt nicht mehr viel zusammen. Die Kritikpunkte betreffen Mannschaft und Trainer.
Die Gesichter der Spieler sprachen am Samstag auf der Allmend kurz nach 19.30 Uhr Bände. Hier die strahlenden Thuner, die das verdiente 1:0 im Cupduell mit Luzern nach der «Sex-Affäre» und zwei schwierigen Wochen wie einen Befreiungsschlag ausgiebig feierten.
Dort die Luzerner, von denen sich nur noch ein Quartett von den Fans verabschiedete, während der Rest des Teams mit gesenkten und ratlosen Köpfen eilig in den Kabinen verschwand.
Ein Zupfen von Chiumiento am überragenden Ferreira nach 24 Minuten im Strafraum hatte den Thunern das Führungstor durch Scarione mittels Penalty ermöglicht. Und weil der enttäuschende FCL viel zu wenig tat, insgesamt nur dreimal - Tchouga (42), Joker Pacar (82.) und Chiumiento (89.) - wirklich nahe an einem Torerfolg war und nach Makukas Tätlichkeit (70.) die Schlussphase gar in Unterzahl bestritten werden musste, bedeutete das 1:0 bereits die Entscheidung. Und auch das vorzeitige Ende der Cupträume des FCL in dieser Saison.
Der FCL, dafür lieferte der Auftritt am Samstag den letzten Beweis, steckt in der Krise. 14 Tage hatte das Team Zeit, Kräfte zu tanken und sich richtig auf dieses Cupspiel gegen Thun einzustellen. Doch nicht zum ersten Mal war von den guten Vorsätzen wenig bis gar nichts zu sehen. Und wenn Goalie David Zibung später bemängelte, «dass wir einfach nicht 100 Prozent ans Limit gehen, nicht kämpfen und nicht grätschen», dann stimmt einiges nicht. Denn kämpferisches Engagement und Laufbereitschaft müssen von einem Profi heute zwingend erwartet werden.
Gravierend wirkt sich zudem aus, dass von den Leaderfiguren - der stark haltende Zibung einmal ausgenommen - keine Impulse ausgehen, dass diese sich nicht richtig exponieren. Cantaluppi nahm die Chefrolle wieder nicht wahr, Seoane ist nach seiner langen Verletzung primär auf Formsuche und Tchougas Rendement war nicht zum ersten Mal ziemlich bescheiden. Damit fehlen den jungen Spielern, die sich in der zweiten Saison in der Super League mit der Bestätigung offensichtlich schwer tun, jene Leaderfiguren, an denen sie sich orientieren könnten.
Auch Sforza gefordert
In die Kritik gerät aber auch immer stärker Ciriaco Sforza. Praktisch von Spiel zu Spiel wechselt er das System und besetzt die Positionen neu. Das zeigt, dass er zwar flexibel ist und sich viele Gedanken über sein Team und die Gegner macht. Dieses Verhalten dokumentiert jedoch auch, dass er die richtige und Erfolg versprechende Formation auch bei Saisonhälfte noch immer nicht kennt.
Diesmal beispielsweise nominierte der FCL-Trainer Bader, der schon in der Verteidigung und im Mittelfeld gespielt hatte, als zweite Sturmspitze neben Tchouga, während Chiumiento neben Seoane im Zentrum zum Zug kam und Cantaluppi zurück in die Innenverteidigung beordert wurde. Dass sich so kaum Automatismen einspielen können, liegt auf der Hand. Zudem fehlt damit ein stabiles Konzept oder ein festes System, auf das in schlechteren Zeiten zurückgegriffen werden kann.
Sforza steht in seinem zweiten Jahr beim FCL vor der grossen Bewährung. Er muss die Negativspirale bremsen, und zwar dringend. Eine Krise zu meistern, gehört nicht nur zur Entwicklung einer relativ jungen Mannschaft. Das gehört auch zum Reifeprozess eines jungen und ehrgeizigen Trainers, der es später in die etablierte Gilde seines Fachs schaffen will. Und diesen Beweis muss er nun beim FCL antreten.
- Kante
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Pascal Bader Fussballgott! Der Rest (ausser Zibung) war für den Arsch. Sforza ebenfalls!
Kann meine Wut immer noch nicht in Worte fassen, deshalb unterlasse ich nun Sachen zu schreiben die ich später evtl. bereuen werde!
Ah ja es ist lustig im Büro anzukommen und alle lachen einem aus weil man FCL Fan ist....
Kann meine Wut immer noch nicht in Worte fassen, deshalb unterlasse ich nun Sachen zu schreiben die ich später evtl. bereuen werde!
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the_wolf
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ach kante, sooooooooo schlimm fcl fan zu sein?Kante hat geschrieben:Pascal Bader Fussballgott! Der Rest (ausser Zibung) war für den Arsch. Sforza ebenfalls!
Kann meine Wut immer noch nicht in Worte fassen, deshalb unterlasse ich nun Sachen zu schreiben die ich später evtl. bereuen werde!
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Sonny Black
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Scheiss auf die - das sind meistens genau diejenigen, die beim Cupfinal gefragt haben, ob man ihnen tickets besorgen kann und sich dann als grösste fcl-fans ausgegeben haben...Kante hat geschrieben:Ah ja es ist lustig im Büro anzukommen und alle lachen einem aus weil man FCL Fan ist....
MODEFANS HAUED AB! - ALLI UF SION!
Würde das Problem nicht unbedingt auf 80 % der einzelnen Spieler zurückführen:Kante hat geschrieben:Pascal Bader Fussballgott! Der Rest (ausser Zibung) war für den Arsch. Sforza ebenfalls!
Tchouga fightete gut, nur rückte leider kaum ein Spieler mit nach, um ihn gegen die Thuner Verteidiger zu unterstützen.
Seoane merkte man an, dass er wollte. Die Fehlpässe sind sicher nicht auf mangelnde Einsatzbereitschaft zurückzuführen.
Wyss versuchte es meiner Meinung nach auch, Leaderqualität darf man von so einem jungen Burschen noch nicht erwarten.
Chiumiento liess den Kopf etwas zu früh hängen, versuchte es vorher immer wieder. (sein Problem war auch, dass er keine Anspielstationen fand. Nur zwei Kollegen mit im Angriff, die können sich bewegen wie sie wollen, gegen 6 bis 8 Thuner wirds schwierig, diese anzuspielen)
Der (meiner Meinung nach zu spät) eingewechselte Felipe versuchte auch noch alles und hatte auch eine gute Aktion.
...
Das Team als ganzes war nicht gut eingespielt, im Zusammenspiel funktionierte NICHTS! Die Lücke zwischen Abwehr und Sturm war teilweise riesig und gab den Thunern nach Balleroberung immer wieder viel Zeit, um ihre Gegenangriffe zu lancieren. Kann mich z.B. nicht daran erinnern, dass der FCL auch nur einen einzigen zu kurz weggeköpften Ball der Thuner vor dem Strafraum eroberte (und es hätte genügend zu kurz weggeköpften Bälle gegeben). Das Mittelfeld rückte überhaupt nicht nach! Von den Aussenverteidigern kam leider auch kein Zug nach vorne.
Was man am Samstag auf dem Spielfeld gesehen hat, war sicherlich schwach. Doch am Ende des Spiels war ich beinahe wütender auf einen Teil der Luzerner Fans. Van Eck hat als Spieler viel für den Klub geleistet und gekämpft, aber als Trainer ist er nicht besser als Sforza. Kann sich jemand erinnern wie wir uns geärgert haben, als Van Eck beim Stande von 1 0 in der 60. min gegen irgeindeinen Challenge League Verein begann defensiv Spieler einzuwechseln und am Schluss kam vielleicht noch der Ausgleich? Mit dem damaligen Spielermaterial hätte er in meinen Augen früher aufsteigen sollen (siehe Tabellenrang in der Winterpause der ersten CHL Saison unter Schönenberger). Daher, ehrt Van Eck nach dem Spiel für seinen Einsatz für unseren Verein aber hört auf ewig ihn euch zurückzuwünschen.
Noch was zur Mannschaftsleistung.. Natürlich hat Cantaluppi offensiv nicht viel gemacht und die Angriffsauslösung mal um mal verzögert, doch defensiv war seine Leistung solide. Chiumento zeigt einmal mehr ein nicht so schlechtes Spiel, er war auch einer der einzigen, der am Schluss noch die Kraft zum kämpfen hatte. Wenn er nicht sein ganzes Potential ausschöpfen kann, liegt das wohl mehr an den Mitspielern. Denn auch ein genialer Fussballer kann nur gute Pässe dorthin schlagen, wo sich auch jemand freistellt.
Die Spieler kämpfen sicher für den Verein, aber wenn das Selbstvertrauen fehlt (vorallem zuhause), ist klar, dass nicht alle an ihr Niveau kommen.
Jetzt liegt es an uns. Wenn wir hinter der Mannschaft stehen und diese mit unserem Support nach vorne schreien, bin ich sicher, wird es bald wieder Erfolgserlebnisse geben.
Noch was zur Mannschaftsleistung.. Natürlich hat Cantaluppi offensiv nicht viel gemacht und die Angriffsauslösung mal um mal verzögert, doch defensiv war seine Leistung solide. Chiumento zeigt einmal mehr ein nicht so schlechtes Spiel, er war auch einer der einzigen, der am Schluss noch die Kraft zum kämpfen hatte. Wenn er nicht sein ganzes Potential ausschöpfen kann, liegt das wohl mehr an den Mitspielern. Denn auch ein genialer Fussballer kann nur gute Pässe dorthin schlagen, wo sich auch jemand freistellt.
Die Spieler kämpfen sicher für den Verein, aber wenn das Selbstvertrauen fehlt (vorallem zuhause), ist klar, dass nicht alle an ihr Niveau kommen.
Jetzt liegt es an uns. Wenn wir hinter der Mannschaft stehen und diese mit unserem Support nach vorne schreien, bin ich sicher, wird es bald wieder Erfolgserlebnisse geben.
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lucerne
Alfadas hat geschrieben:Was man am Samstag auf dem Spielfeld gesehen hat, war sicherlich schwach. Doch am Ende des Spiels war ich [...] wütender auf einen Teil der Luzerner Fans.
ciriaco-sforza.ch hat geschrieben:
"Ich lasse mir die Arbeit nicht kaputt machen!"
Die Stimmung beim FC Luzern ist nach dem 0:1 gegen Thun am Boden. Ciriaco Sforza zeigt sich im Interview mit uns kämpferisch und widerspricht allen, die ihm Ratlosigkeit unterstellen.
Wer Dich nach dem Spiel gegen Thun im Schweizer Fernsehen erlebt hat, konnte zu dem Schluß kommen, als hättest du vor allem Lobendes über den Gegner zu sagen und wenig über die eigene Mannschaft.
C.S.: Eine Frechheit war das! Da wurden ganz zentrale Aussagen einfach
herausgeschnitten! Entweder man sendet es ganz oder man lässt wenigstens die wichtigen Dinge drin. Aber so war es einfach unprofessionell.
Die Journalisten sind aber nicht schuld am Erscheinungsbild der Mannschaft.
C.S.: Journalisten sollen nichts schön reden, aber sie sollen fair sein. Was gestern gesendet wurde, war weder fair noch respektvoll. Und was teilweise heute in der Presse stand, ebenfalls nicht. Offenbar wollen manche den Eindruck erwecken, ich sei ratlos. Das ist Humbug und das lasse ich mir nicht gefallen. Ich erwarte als Trainer den gleichen Respekt vor meiner Arbeit, den ich gegenüber der Arbeit von Journalisten habe.
Das Auftreten deiner Mannschaft gegen Thun hat vielleicht nicht dich, aber einige andere ratlos gemacht.
C.S.: Das mag sein. Mich hat es nicht ratlos gemacht, sondern enttäuscht. Der Mannschaft ging es genauso. Wir wollten im Cup weiter kommen und das haben wir nicht geschafft. Darüber hinaus haben wir eine Leistung gezeigt, die so nicht gehen kann. Bevor jemand an den Pranger gestellt wird, stellt sich aber erst einmal die Frage nach dem Warum.
Hast du darauf eine Antwort?
C.S.: Es gibt zwei Hauptgründe, die nicht nur das Spiel gegen Thun betreffen, sondern die letzten Wochen insgesamt. Der erste: Fußball ist ein Mannschaftssport. Mit egoistischer Spielweise kannst du nichts gewinnen. Diese alte Fußballweisheit wird bei uns vernachlässigt. Wenn jemand nach dem Motto spielt: „Hauptsache, ich sehe gut aus“, dann geht das nach hinten los – für den Einzelnen und für das Team insgesamt. Das spreche ich immer wieder an, die Spieler hören auch zu und setzen es im Training um. Es hakt an der Umsetzung im Spiel.
Welche Erklärung gibt es dafür?
C.S.: Fußball hat mehr mit Psychologie zu tun, als viele glauben wollen. Mit Mißerfolgen bauen sich Blockaden auf, es fehlt die Konzentration von der ersten Minute an. Zusätzlich wirkt es gerade für unsere jungen Spieler verunsichernd, wenn sie öffentlich niedergemacht werden. Die Frage ist doch: Warum haben wir denn in der letzten Saison Spiele anders gestaltet? Meine Grundphilosophie ist doch gleich geblieben: „Einfach spielen – früh stören – aggressiv nach vorn gehen“. Daran hat sich nichts geändert. Ich sage doch nicht: „Geht auf den Platz und versteckt Euch.“ Was aber anders geworden ist: Zu dieser Zeit konnte die Mannschaft noch unbelastet aufspielen, weil es keinen Erwartungsdruck gab. Das geht heute nicht mehr.
Nimmst Du die Spieler da nicht zu sehr in Schutz? Muß man von einem Profi nicht erwarten, sich auf ein Spiel so vorzubereiten, dass er seiner Aufgabe gewachsen ist?
C.S.: Ich habe es vor zwei Wochen an dieser Stelle schon einmal gesagt: Selbstverständlich ist es der Job jedes Spielers, sich mental auf ein Match einzustellen. Das erwarte ich. Wer aber glaubt, man bräuchte die Spieler nur mal ordentlich zusammenzustauchen und schon würde alles wie von selbst laufen, hat keine Ahnung. So funktionieren Menschen nicht. Dazu kommt: Uns fehlen zwei, drei Typen in der Mannschaft, die auf dem Platz Orientierung bieten. Die, die wir haben, sind dazu momentan nicht in der Lage. Alternativen habe ich nicht.
Die Frage bleibt: Wie kann die Mannschaft aus der Talsohle heraus kommen?
C.S.: Ganz einfach: Indem wir so weiter arbeiten wie bisher. Wir haben in Luzern in den letzten eineinhalb Jahren ein gutes Fundament mit vielen Talenten aufgebaut. Wir haben in der Liga nur vier Spiele verloren und 16 Punkte gewonnen. Und das mit der jüngsten Mannschaft in der SuperLeague, die tweilweise vor zwei Jahren noch in der Challenge League gespielt hat und in die wir immer mehr neue junge Spieler integrieren. Wir haben damit weniger erreicht, als wir uns vorgestellt haben, aber wir bewegen uns absolut im Rahmen. Ein Blick auf die Tabelle zeigt doch, wie eng alles ist. Im Cup wollten wir weiter kommen – ok, das macht niemanden glücklich. Fußball lässt sich aber nur begrenzt planen, das macht seinen Reiz aus.
Ein Vorwurf an Dich lautet: Du hast Dir das Team selbst ausgesucht, hast Transfers in die Wege geleitet, die bisher nicht weitergeholfen haben.
C.S.: Dass wir nicht mit allen Spielern zufrieden sind, die zu uns kamen, ist richtig. Flops gibt es in jedem Verein, damit muss man leben. Bei uns ist der Druck deswegen besonders groß, weil wir in der Breite nicht genügend aufgestellt sind. Dieses Problem ist bekannt. Ansonsten gilt: Wir machen ein intensives und vielfältiges Training, bereiten das Team sorgfältig auf die jeweiligen Spiele vor, handeln flexibel, so wie es die Personalsituation erlaubt und es der Gegner erfordert, führen viele Einzelgespräche – aber auf dem Platz steht nun mal die Mannschaft.
Aber der Trainer steht in der Verantwortung.
C.S.: Richtig. Deshalb muss ich mir immer die Frage stellen: Bin ich mit meiner Strategie auf einer Wellenlänge mit dem Verein? So lange ich diese Frage mit „Ja“ beantworten kann, sind wir auf dem richtigen Weg. Wenn nicht, höre ich auf. Ich kann auch zwei Mal am Tag warm essen, wenn ich den Job nicht mehr mache. Aber ich will ihn machen, weil ich an die Strategie glaube und weil ich mit Herzblut dabei bin. Und weil ich mir nicht von außen kaputt machen lasse, was wir hier aufgebaut haben. Ich werde nicht den Weg wie mancher Trainerkollege in anderen Vereinen gehen und mich irgendeinem Druck von außen beugen.
Hältst Du die derzeitige Kritik an Deiner Person für unberechtigt?
C.S.: Es ist die einfachste Methode, den Trainer zum Sündenbock zu machen. Die wird oft von Leuten angewandt, die keinen Einblick haben oder nur ihre Vorurteile bestätigt sehen wollen. Klar ist: Wenn die Mannschaft nicht mehr mitzieht oder nicht mehr alle an einem Strang ziehen, muss sich auch der Trainer hinterfragen lassen. Bei uns ist die Situation etwas anders: Es gibt eine gemeinsame Philosophie und eine durch und durch intakte Mannschaft, die mitzieht.
Ist es eine zwangsläufige Folge fehlender Erfolge, dass zuerst der Trainer infrage gestellt wird?
C.S.: Punkt 1: Fehlende Erfolge lasse ich nicht gelten. Siehe oben! Wenn wir eine Entwicklung auf Dauer wollen, dann können wir nicht mittendrin aufhören. Punkt 2: Es geht auch anders. Beispiel: In Nürnberg steht der „Club“ nach einer guten letzten Saison jetzt auf einem Abstiegsplatz. Niemand ist dort auf die Idee gekommen, den Trainer infrage zu stellen, obwohl Nürnberg eine ganze Serie von schlechten Spielen gemacht hat und die Punkte einfach nicht kamen. An diesem Sonntag hat der FCN Borussia Dortmund geschlagen und zwar sehr überzeugend. Keine Ahnung, ob das eine Trendwende war, aber das Beispiel zeigt: Schwierige Phasen machen alle Mannschaften durch und wenn man die Ruhe bewahrt und mit Überzeugung weiterarbeitet, stellen sich auch Erfolge wieder ein.
Du forderst Ruhe zum Arbeiten. Hast Du die noch, nachdem Du am Samstag im Stadion angepöbelt wurdest und anschließend geschützt werden musstest?
C.S.: Noch einmal: Ich lasse mich nicht von außen kaputt machen. Wenn wir keine gemeinsame Linie im Verein mehr haben, dann gehe ich. Von selbst. Niemand wird mich wegtragen müssen. Aber ich sehe nicht, dass dies der Fall ist.
Interview: Peter Hermanns
- UNDERCOVER
- Elite
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- Registriert: 26. Apr 2003, 00:29
hat gute denkanstösse drin...FCL-Fan im Ausland hat geschrieben:Ich find es auch äussert schwach jetzt so über die Mannschaft herzuziehen und nur die Fehler bei Ciri zu suchen.
Es kann doch einfach nicht sein, dass wir Fans uns mehr mit den Gegner befassen als die Mannschaft zum Sieg zu schreien...! Merkt ihr eigentlich nicht dass unsere Jungs die Unterstützung von uns Fans nötig haben, dass sie über 90 min angefeuert werden müssen?
Aber nein, wir machen uns lieber über Thun lustig und bezeichnen sie als Kinderschänder... oder skandieren für René van Eck den Trainer des Gegners unserem Teams...! René van Eck in Ehren, er ist sicher einer von uns, aber es reicht wenn wir ihm dies nach dem Match zu erkennen geben wenn wir uns 90 min für unser Team eingesetzt haben.
Frag mich echt langsam was los ist mit euch...! Klar war die Leistung gester äussert schwach und erbärmlich, aber wenn wir zu unseren Jungs geständen hätten wäre sicherlich mehr drinn gelegen. Unser Team ist nun mal sehr verunsichert, was man gestern sehr gut sehen konnen.
Also warum schreien wir nicht einfach über 90 min für unsere Mannschaft und haben dadurch sicherlich bald wieder etwas zu feiern...!?
Noch was, finde es zum Kotzen das ihr euch noch darüber aufregt, dass gestern sich "nur" 4 Leute bei uns Fans bedankt haben. Mehr hatten wir Fans gestern auch nicht verdient.
So habe fertig! Hoffe der Support wird in den nächster Zeit wieder mehr Pro Luzern gehen und nicht contra Gegner...!
Hopp Lozärn!
Schöne Obe zsäme ond morn e guete Wochestart!
-
Oldschool Moschle
- Experte

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Für was singen wir denn? Fakt ist, dass sich der Support dem Spiel anpasst... War in Thun nicht dabei, aber um zu merken dass dieser Abend auf der Allmend nicht gerade zum singen animierte, muss man wohl nicht anwesend gewesen sein. Spieler können ruhig mal mitbekommen, dass sie scheisse spielen und mit "Stimmungs-Boykott" bestraft werden. Mehr als verdient!Volare hat geschrieben:Denke auch, dass wir wegen uns verloren haben...FCL-Fan im Ausland hat geschrieben:blablabla![]()
Mein Gott, logisch war Support schon besser, aber jeder Spieler sollte nicht von den Fans sondern vom Trainer motiviert werden.
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lucerne
und das ganze kann man ganz einfach erklären, sforza hat im interview drauf hingewiesen: auch der fussball wird im kopf entschieden.glenlivet hat geschrieben: Das Team als ganzes war nicht gut eingespielt, im Zusammenspiel funktionierte NICHTS! Die Lücke zwischen Abwehr und Sturm war teilweise riesig und gab den Thunern nach Balleroberung immer wieder viel Zeit, um ihre Gegenangriffe zu lancieren. Kann mich z.B. nicht daran erinnern, dass der FCL auch nur einen einzigen zu kurz weggeköpften Ball der Thuner vor dem Strafraum eroberte (und es hätte genügend zu kurz weggeköpften Bälle gegeben). Das Mittelfeld rückte überhaupt nicht nach! Von den Aussenverteidigern kam leider auch kein Zug nach vorne.
dass es gerade in solchen momenten - wo das selbstvertrauen augenscheinlich weg ist und kein leader auszumachen ist, der die jungs in die hand nimmt - auch den 12. mann braucht, haben z.b. die letzten 15 minuten gegen gc bewiesen. zibung hat ja regelrecht sehnlichst darum gebeten, aber nicht mal darauf hat man reagiert. aber eben, ist halt nicht verwunderlich, wenn man lieber den sündenbock los (weil den alten zurück), statt die eigene mannschaft vorwärts bringen möchte. sehr schade.
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Tassenwirt
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gleisen
mein Gott tw.Tassenwirt hat geschrieben:das ewige blabla. fakt ist, dass da eine mannschaft am werk ist, welche ne schweinerei zusammenspielt! ob zu jung, zu alt, zu klein, zu gross. konsequenz: trainer soll gehen. basta
nach deiner logik müsste man nach einem spiel mit schlechter zuschauerstimmung (wie z.B. gegen Thun) auch die "entlassung" des capos fordern...
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Stecki
SCHLOMPF hat geschrieben:BUL-WISU hat geschrieben:Kein Wunder ist die Stimmung scheisse wenn die meisten immer nur "Chenderschände"lieder singen. Gegen Aarau wars der rechte Flügelspieler von den Rüeblis der mehr aufmerksamkeit verdient hatte als die eigene Mannschaft. Zum Glück ist bald Winterpause bei sovielen Mongos von "Fans" muss man ja früher oder später Amok laufen...!![]()
Dem ganzen Text gibts nichts mehr beizufügen.
Danke dass es langsam mehr und mehr begreifen... einfach nur
peinlich und lächerlich was da zum Teil abläuft... all dieseund möchte-gern-
![]()
die fast nur noch solche Lieder singen, um sich wohl selber huuuere geil zu fühlen...
Sehr schade um die Fankultur...
An dem Text gibt es rein gar nichts auszusetzen, allerdings hat dies auch rein gar nichts mit der momentanen Leistung, bzw. der Einstellung des Teams zu tun.
