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FC St. Gallen - NLB
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Stumpen-Rudi
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säuffst du während der arbeit?Stumpen-Rudi hat geschrieben:nichts gegen eine kleine bierrunde...
nei also.. udn die arbeit eines fussballers dauert halt 24h am tag... das ist ihr job... halt irgendwo anders zurück zu stecken...
"Glauben Sie nicht jenen, die nie in ein Stadion gehen, dass ein Fußballspiel ein Hochrisiko-Anlass sei."
Bernhard Heusler
Bernhard Heusler
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Stumpen-Rudi
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St. Gallens Fans lehnen geschenkte Tickets ab
Der Dachverband der St. Galler Fussball-Fans hat ein Ticket-Geschenkangebot des Tabellenletzten der ASL abgelehnt. Auf die 100 Gratisbillette verzichten die FCSG-Anhänger.
Sie würden nach dem 2:7 gegen YB eine Wiedergutmachung auf dem Rasen vorziehen, liessen die Supporter verlauten. Von der Vergünstigung hätte nur ein Teil der Fanszene profitiert.
Der Dachverband der St. Galler Fussball-Fans hat ein Ticket-Geschenkangebot des Tabellenletzten der ASL abgelehnt. Auf die 100 Gratisbillette verzichten die FCSG-Anhänger.
Sie würden nach dem 2:7 gegen YB eine Wiedergutmachung auf dem Rasen vorziehen, liessen die Supporter verlauten. Von der Vergünstigung hätte nur ein Teil der Fanszene profitiert.
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Stumpen-Rudi
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4-4-2 hat geschrieben:Lazio schaut weiter in die Schweiz
Nach Majstorovic sind die Römer nun auf zwei Spieler des FC St. Gallen aufmerksam geworden
Die römische Sportzeitung "Il Corriere dello Sport" berichtet, dass Lazio auf Jiri Koubsky aufmerksam geworden ist. Der 25-Jährige hat beim FC St. Gallen einen auslaufenden Vertrag. Falls die Verpflichtung von Daniel Majstorovic vom FC Basel nicht klappen sollte, wäre der tschechische Abwehrspieler eine Alternative. Im Moment kann Trainer Delio Rossi mit Sebastiano Siviglia, Guglielmo Stendardo und Emilson Cribari nur auf drei waschechte Innenverteidiger zählen und hat daher die Klubleitung aufgefordert, für diese Position einen Ergänzungsspieler zu holen. Nach Informationen der Zeitung soll Lazio auch ein Auge auf Mittelfeldspieler Jürgen Gjasula geworfen haben. Auch er hat bei St. Gallen einen auslaufenden Vertrag.
Was du heute kannst besorgen, geht genauso gut auch morgen...
Scheinwelt Fussball
Ist St. Gallen noch zu retten?
Von James Wehrli (WOZ)
Wie viel Einfluss haben Investoren auf den Fussball? Wie viel haben Sportchefs zu sagen? Was in den letzten Wochen beim FC St. Gallen abgelaufen ist, lässt Ungutes erahnen.
Am Schluss - der FC St. Gallen lag seit Wochen am Tabellenende - musste Sportchef René Weiler über sich im «Blick» lesen, er genüge höchstens zur Sekretärin. Gesagt hatte dies Edgar Oehler, der Namensgeber des neuen Stadions, ein Investor, der, wie er selbst sagt, von Fussball keine Ahnung hat. Trotzdem wurden seine Worte gehört. Obwohl Weiler mit Koubsky, Aguirre, Callà, Gelabert, Garat und Gjasula talentierte Spieler nach St. Gallen geholt hatte, hiess es, die Transferpolitik des Sportchefs sei schuld an der sportlichen Misere des FC St. Gallen. Dies, obschon vor der Saison das Kader von Fussballexperten und Medien als «sehr gut» eingestuft worden war und Weiler dafür gesorgt hatte, dass Goalgetter Alex Tachie Mensah blieb. Und er habe zwei Jahre zuvor dafür gesorgt gehabt, dass Daniel Imhof ein weiteres Jahr geblieben wäre.
Es war das erste Mal, dass René Weiler den höheren Mächten des FC St. Gallen in die Quere kam. Kurz nach Amtsantritt war er mit der Aufgabe betraut worden, für die folgende Saison eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen. Eine wichtige Rolle gedachte Weiler dabei Defensivmann Imhof zu. Was bisher nicht bekannt war: Weiler gelang es, Daniel Imhof trotz Angeboten aus dem Ausland zu überzeugen, ein weiteres Jahr in St. Gallen zu bleiben und dem Team als Captain zu helfen. Einen Tag später erfuhr Weiler vom Transfer Imhofs zum VfL Bochum. Der Spieler wurde hinter dem Rücken des Sportchefs, der obersten sportlichen Kompetenz im Verein, verkauft. Wie es zu einem solchen Deal kommen konnte, wer ihn einfädelte, wer davon profitierte, ist unklar.
Ein Name, der in St. Gallen immer wieder zu hören ist, wenn es um Einflussnahme von aussen auf den FC geht, ist Peter Stadelmann. Der heutige Chef der Swiss Football League (SFL) war Sportchef des FC St. Gallen, als dieser im Jahr 2000 Meister wurde. Stadelmann gilt als einer, der mit all seinen Nachfolgern Mühe hatte, mit den geschassten Tino Osta, Andy Egli und schliesslich mit René Weiler, zu dessen heftigsten Kritikern Stadelmann gehörte. Als Ligaboss darf der grosse St.-Gallen-Fan beim Club zwar kein offizielles Amt mehr bekleiden, er ist aber nach wie vor Beirat des FC und übt laut Insiderkreisen erheblichen Einfluss auf Präsident Dieter Fröhlich aus.
Stadelmann ist an Spieltagen denn auch regelmässig in den Katakomben des St. Galler Stadions Espenmoos anzutreffen und hat überall Zutritt. Seine Einflussnahme kommt nicht überall gut an. Auch mit Meistertrainer Marcel Koller hatte er sich 2001 überworfen: Im Europacupspiel auswärts gegen Bukarest setzte Koller den Rumänen Ionel Gane auf die Bank. Stadelmann beschwerte sich und wollte es verhindern. Koller blieb stur. Seine Mannschaft qualifizierte sich für die nächste Runde. Als Stadelmann danach in der Kabine zum allgemeinen Handshake ausholte, verweigerte Koller. Nach drei Jahren hatte der Trainer nicht zuletzt die ständigen Misstrauensvoten und Reibereien mit seinen Vorgesetzten satt. Er verliess den Klub trotz Erfolg ohne Wehmut Richtung Zürich.
Fünfter Trainer in fünf Jahren
In der fussballverrückten Ostschweiz sind die Bilder noch präsent, als sich die Spieler des neuen Schweizer Fussballmeisters im Frühsommer 2000 durch die Gassen zwängten, hoch auf einem Wagen, inmitten einer jubelnden Masse. 96 Jahre hatten die Ostschweizerinnen und Ostschweizer auf diesen Moment gewartet, warten müssen. Die Statue des Reformators Vadian beim Marktplatz hätten sie damals am liebs_ten durch eine von Marcel Koller ersetzt. Eine nur annähernde Verehrung blieb seinen Nachfolgern verwehrt. Im Gegenteil. In St. Gallen scheiterten seit 2002 die Trainer Gérard Castella, Heinz Peischl, Ralf Loose, Rolf Fringer, die sportlichen Leiter Tino Osta, Andy Egli, René Weiler. Alle wurden als Sündenböcke gebrandmarkt und mit Schimpf und Schande aus dem Amt gejagt. Geblieben ist - bis jetzt - der Führungszirkel um Präsident Dieter Fröhlich samt seiner Entourage. Die Zeichen, dass diese Art von Politik langfristig zum Erfolg führt, stehen eher schlecht.
Und in St. Gallen genügt nach wie vor ein überstürzter und teurer Trainerwechsel, um die negative Stimmung ins Positive zu kehren. Richten soll es zurzeit der fünfte Trainer in fünf Jahren, Krassimir Balakov. Man glaubt wieder an den Erfolg, wobei die Experimente nicht günstiger werden. Balakov, der bei GC offenbar noch eine halbe Million Franken zugute hatte, soll beinahe so viel kosten wie Sportchef Weiler und Trainervorgänger Rolf Fringer zusammen.
Dieser war im Frühjahr 2006, wie Balakov heute, verpflichtet worden, um den FC St.Gallen vor dem drohenden Abstieg zu retten. In der nachfolgenden Spielzeit führte Fringer die Ostschweizer bis zur Winterpause auf den dritten Rang. Doch dann trat ein, was bei all seinen Vorgängern nach der Ära Koller eintrat: Erfolglosigkeit. Bis zu seiner Entlassung gereichte es ihm seit Jahresbeginn in 30 Spielen nur zu 7 Siegen. Offenbar hatte er den Blick für das Wesentliche verloren. Der Trainer verbrachte mehr Zeit damit, sich mit dem Umfeld abzugeben als mit der Mannschaft.
Für den Misserfolg hagelte es jedoch vor allem Kritik am Sportchef, wobei vergessen ging, dass dieser versucht hatte, Fringer auf verschiedene Schwachstellen hinzuweisen. Zum Beispiel, dass mehr trainiert werden müsse. Fringer nahm jedoch schnell seinen Sportchef nicht mehr als Vorgesetzten wahr. Er hatte bald gemerkt, mit wem er in St. Gallen auf gutem Fusse zu stehen hat. Um den Sportchef musste er sich nicht bemühen. Mit seiner jovialen Art brachte Fringer Verwaltungsratsmitglieder, Beiräte, Donatoren, Sponsoren, Journalisten und Fans bald einmal hinter sich. Mit Eugen Mätzler, ehemaliges Vorstandsmitglied des FC, Präsident der Lizenzkommission der SFL und ein wichtiger Verbindungsmann zu privaten GeldgeberInnen, spielte Rolf Fringer Golf. Letztlich, als sich Niederlage an Niederlage reihte, musste Fringer im Oktober, wenige Tage vor der Absetzung Weilers als Sportchef, den Club verlassen.
Weiler hingegen, der junge Zürcher, wurde als arrogant wahrgenommen. Und immer wieder heftig angegriffen. Edgar Oehler schoss auf ihn, wobei sich kaum einer in der Ostschweiz die Frage stellte, warum einer, der keine Ahnung von Fussball hat, sich ausgerechnet in den Sportchef verbeisst und den Trainer noch in Schutz nimmt. Wer gab ihm den Tipp?
Der Adeshina-Deal
Obwohl Weiler trotz Fehleinkäufen (Mittelfeldmann Méndez wurde als Star verkauft, es kam höchstens Durchschnitt) zweifelsohne meistens ein gutes Gespür für neue Spieler zeigte, wurde er immer massiver kritisiert. Auch als er einen Stürmer verpflichten musste: Weiler wollte den 24-jährigen Topscorer Alade Adeshina von Bellinzona verpflichten, nachdem sich Alex Tachie Mensah schwer verletzt hatte. Tessiner Medien war zu entnehmen, der Nigerianer sei rund 700000 Franken wert. Weiler kam, gemeinsam mit Trainer Fringer, zum Schluss, dass der Spieler unter Berücksichtigung seiner Stärke, des Verhandlungszeitpunktes und der Notsituation diese Summe wert sei. Doch der Verwaltungsrat, ein vierköpfiges Gremium, stimmte gegen seinen Sportchef. Adeshina, der benötigte mögliche Goalgetter, wechselte darauf zum FC Sion, und St. Gallen verpflichtete stattdessen zwei Alternativen, die kaum welche waren. Für diesen Entscheid hagelte es in der Öffentlichkeit massive Kritik an Weiler. Allerdings nicht am Verwaltungsrat. Und dieser stellte die Sache nicht richtig.
Es herrscht der Eindruck, dass hinter der eigentlichen Führung des FC St. Gallen ein Schattenkabinett existiert. Dessen Einfluss scheint grösser, als für den Verein gesund ist. Die Probleme sind seit Jahren dieselben.
So würde es nicht verwundern, wenn auch der neue Trainer Krassimir Balakov in St. Gallen letztlich nicht an seinen Fähigkeiten scheitern würde, sondern an der Tatsache, dass beim FCSG zwar alle mit demselbem Ziel am Strick ziehen, aber in verschiedene Richtungen.
Wem gehört Callà?
Wer steht wo? Wer verdient woran? Wie mächtig darf ein Sportchef sein? Dass die Dinge manchmal seltsam oder zumindest für Aussenstehende unverständlich laufen, zeigt sich an folgendem, bisher ebenfalls im Detail nicht bekanntem Beispiel: Den heute mittlerweile 23-jährigen Mittelfeldspieler Davide Callà löste der FCSG im Winter 2004/05 zusammen mit Eric Hassli (dieser wurde später für über eine Million Franken verkauft) aus der Konkursmasse des FC Servette Genf. Die Investitionskosten beliefen sich gemäss Aussagen des Beraters auf lediglich rund 100 000 Franken. Mit Erstaunen stellt man heute fest, dass Callà nicht etwa grösstenteils dem FC St. Gallen gehört. Lediglich rund ein Viertel gehört dem Verein. Ein weiterer Teil gehört dem Berater und dem Spieler, die restlichen Anteile sicherten sich anscheinend Investoren, die bei einem allfälligen Transfer profitieren. Ihre Namen sind nicht bekannt.
Rollen in St. Gallen bald wieder Köpfe? Intrigiert Peter Stadelmann wirklich ständig gegen seine Nachfolger? Was wäre sein Motiv? Ist der FC mit derartigen nicht transparenten, offenbar erheblichen Einflussnahmen zu retten?
Vielleicht waren ja zumindest die Differenzen zwischen Ligaboss Peter Stadelmann und Sportchef René Weiler bloss persönlicher Natur und für Weilers Entmachtung gar nicht ausschlaggebend. Ein Grund für die Differenzen könnte sein, dass Weiler, als er nach St. Gallen kam, als Erstes eine seltsame Sitte unterband: Die geheimen und vertraulichen Spielerverträge waren beim FC bis dato von einer Frau aufgesetzt worden, die beim Verein keinerlei Funktion innehatte, sondern einfach ein Fan war: Rosemarie Stadelmann. Peters Frau.
Top 3, what else
http://www.tagblatt.ch/index.php?artike ... hauptseite
hoffe, sie sind wirklich nur an tcheutchoua und nicht an gmünder dran...St. Gallen will Maric zurück
Jii Koubsky und Jürgen Gjasula sind bei Lazio Rom im Gespräch
Fussball. Der FC St. Gallen will Mijat Maric, der seit Ende August bei Luzern spielt, zurückholen. Dafür bekundet Lazio Rom Interesse an Jii Koubsky und Jürgen Gjasula.
Markus Scherrer
Beim FC St. Gallen werden die personellen Planungen für die Rückrunde vorangetrieben. Ganz sicher vier Mutationen darf Trainer Krassimir Balakov während der Winterpause vornehmen. Und so sollen die Ostschweizer an verschiedenen Spielern aus dem In- und Ausland Interesse bekunden. Balakov selber soll in Deutschland Gespräche mit möglichen Verstärkungen geführt haben. Zudem ist zu hören, dass der bei Gossau spielende Kameruner Jean-Pierre Tcheutchoua beim Super-League-Verein offensichtlich ein Thema sein soll.
Das Recht der St. Galler
Ganz sicher und verbürgt ist, dass der FC St. Gallen auf die Rückrunde hin den 23jährigen Mijat Maric aus Luzern zurückholen will. Der Innenverteidiger, auf den der ehemalige Trainer Rolf Fringer zu Beginn der Saison nicht mehr gesetzt hatte, wurde Ende August an die Zentralschweizer ausgeliehen. Maric erhielt beim Ligakonkurrenten des FC St. Gallen einen Vertrag bis Ende Dezember mit Option auf eine Verlängerung. Die Luzerner würden den Defensivspieler zwar gerne behalten, doch die Ostschweizer haben das Recht, Maric ab Januar wieder bei sich zu haben. Bis morgen müssen die Verantwortlichen des FC St. Gallen den Luzernern im Fall Mijat Maric ihren Entscheid mitteilen.
Majstorovic vor Koubsky
Bei den Ostschweizern wird es auch zu Abgängen kommen. Mit Innenverteidiger Jii Koubsky und Mittelfeldspieler Jürgen Gjasula sind gleich zwei St. Galler bei Lazio Rom im Gespräch. Koubsky soll beim Serie-A-Verein aber erst zu einem ernsthaften Thema werden, wenn der Transfer des Baslers Daniel Majstorovic nicht zustande kommen sollte. Das schreibt die italienische Zeitung «Corriere dello Sport».
nette stadionkneipen in der haupttribüne, die kleinere, über eine metalltreppe zu erreichen welche sicher schon manchem schwierigkeiten bereitet hat, nimmt uns warm auf. allerdings dürfte keiner schwierigkeiten mit dieser wirklich gut beleuchteten - und auch mit hilfsbereiten vorlokalitätkräften besetzten - treppe haben der das abenteuer pissoir im rausch - oder anrausch - souverän umschifft hat. eine blechbarakene, überdachte pissrinne, deren eingang sich zurückzieht wie der scham einer frau zwischen zwei langen, weit geöffneten beinen. geile konstruktion, ohne jedes licht - das fördert die phantasie, bringt aber natürlich auch gefahren mit sich.
Naja... könnte auch der FCL sein...locärne hat geschrieben:Scheinwelt Fussball
Ist St. Gallen noch zu retten?
Von James Wehrli (WOZ)
Wie viel Einfluss haben Investoren auf den Fussball? Wie viel haben Sportchefs zu sagen? Was in den letzten Wochen beim FC St. Gallen abgelaufen ist, lässt Ungutes erahnen.
Am Schluss - der FC St. Gallen lag seit Wochen am Tabellenende - musste Sportchef René Weiler über sich im «Blick» lesen, er genüge höchstens zur Sekretärin. Gesagt hatte dies Edgar Oehler, der Namensgeber des neuen Stadions, ein Investor, der, wie er selbst sagt, von Fussball keine Ahnung hat. Trotzdem wurden seine Worte gehört. Obwohl Weiler mit Koubsky, Aguirre, Callà, Gelabert, Garat und Gjasula talentierte Spieler nach St. Gallen geholt hatte, hiess es, die Transferpolitik des Sportchefs sei schuld an der sportlichen Misere des FC St. Gallen. Dies, obschon vor der Saison das Kader von Fussballexperten und Medien als «sehr gut» eingestuft worden war und Weiler dafür gesorgt hatte, dass Goalgetter Alex Tachie Mensah blieb. Und er habe zwei Jahre zuvor dafür gesorgt gehabt, dass Daniel Imhof ein weiteres Jahr geblieben wäre.
Es war das erste Mal, dass René Weiler den höheren Mächten des FC St. Gallen in die Quere kam. Kurz nach Amtsantritt war er mit der Aufgabe betraut worden, für die folgende Saison eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen. Eine wichtige Rolle gedachte Weiler dabei Defensivmann Imhof zu. Was bisher nicht bekannt war: Weiler gelang es, Daniel Imhof trotz Angeboten aus dem Ausland zu überzeugen, ein weiteres Jahr in St. Gallen zu bleiben und dem Team als Captain zu helfen. Einen Tag später erfuhr Weiler vom Transfer Imhofs zum VfL Bochum. Der Spieler wurde hinter dem Rücken des Sportchefs, der obersten sportlichen Kompetenz im Verein, verkauft. Wie es zu einem solchen Deal kommen konnte, wer ihn einfädelte, wer davon profitierte, ist unklar.
Ein Name, der in St. Gallen immer wieder zu hören ist, wenn es um Einflussnahme von aussen auf den FC geht, ist Peter Stadelmann. Der heutige Chef der Swiss Football League (SFL) war Sportchef des FC St. Gallen, als dieser im Jahr 2000 Meister wurde. Stadelmann gilt als einer, der mit all seinen Nachfolgern Mühe hatte, mit den geschassten Tino Osta, Andy Egli und schliesslich mit René Weiler, zu dessen heftigsten Kritikern Stadelmann gehörte. Als Ligaboss darf der grosse St.-Gallen-Fan beim Club zwar kein offizielles Amt mehr bekleiden, er ist aber nach wie vor Beirat des FC und übt laut Insiderkreisen erheblichen Einfluss auf Präsident Dieter Fröhlich aus.
Stadelmann ist an Spieltagen denn auch regelmässig in den Katakomben des St. Galler Stadions Espenmoos anzutreffen und hat überall Zutritt. Seine Einflussnahme kommt nicht überall gut an. Auch mit Meistertrainer Marcel Koller hatte er sich 2001 überworfen: Im Europacupspiel auswärts gegen Bukarest setzte Koller den Rumänen Ionel Gane auf die Bank. Stadelmann beschwerte sich und wollte es verhindern. Koller blieb stur. Seine Mannschaft qualifizierte sich für die nächste Runde. Als Stadelmann danach in der Kabine zum allgemeinen Handshake ausholte, verweigerte Koller. Nach drei Jahren hatte der Trainer nicht zuletzt die ständigen Misstrauensvoten und Reibereien mit seinen Vorgesetzten satt. Er verliess den Klub trotz Erfolg ohne Wehmut Richtung Zürich.
Fünfter Trainer in fünf Jahren
In der fussballverrückten Ostschweiz sind die Bilder noch präsent, als sich die Spieler des neuen Schweizer Fussballmeisters im Frühsommer 2000 durch die Gassen zwängten, hoch auf einem Wagen, inmitten einer jubelnden Masse. 96 Jahre hatten die Ostschweizerinnen und Ostschweizer auf diesen Moment gewartet, warten müssen. Die Statue des Reformators Vadian beim Marktplatz hätten sie damals am liebs_ten durch eine von Marcel Koller ersetzt. Eine nur annähernde Verehrung blieb seinen Nachfolgern verwehrt. Im Gegenteil. In St. Gallen scheiterten seit 2002 die Trainer Gérard Castella, Heinz Peischl, Ralf Loose, Rolf Fringer, die sportlichen Leiter Tino Osta, Andy Egli, René Weiler. Alle wurden als Sündenböcke gebrandmarkt und mit Schimpf und Schande aus dem Amt gejagt. Geblieben ist - bis jetzt - der Führungszirkel um Präsident Dieter Fröhlich samt seiner Entourage. Die Zeichen, dass diese Art von Politik langfristig zum Erfolg führt, stehen eher schlecht.
Und in St. Gallen genügt nach wie vor ein überstürzter und teurer Trainerwechsel, um die negative Stimmung ins Positive zu kehren. Richten soll es zurzeit der fünfte Trainer in fünf Jahren, Krassimir Balakov. Man glaubt wieder an den Erfolg, wobei die Experimente nicht günstiger werden. Balakov, der bei GC offenbar noch eine halbe Million Franken zugute hatte, soll beinahe so viel kosten wie Sportchef Weiler und Trainervorgänger Rolf Fringer zusammen.
Dieser war im Frühjahr 2006, wie Balakov heute, verpflichtet worden, um den FC St.Gallen vor dem drohenden Abstieg zu retten. In der nachfolgenden Spielzeit führte Fringer die Ostschweizer bis zur Winterpause auf den dritten Rang. Doch dann trat ein, was bei all seinen Vorgängern nach der Ära Koller eintrat: Erfolglosigkeit. Bis zu seiner Entlassung gereichte es ihm seit Jahresbeginn in 30 Spielen nur zu 7 Siegen. Offenbar hatte er den Blick für das Wesentliche verloren. Der Trainer verbrachte mehr Zeit damit, sich mit dem Umfeld abzugeben als mit der Mannschaft.
Für den Misserfolg hagelte es jedoch vor allem Kritik am Sportchef, wobei vergessen ging, dass dieser versucht hatte, Fringer auf verschiedene Schwachstellen hinzuweisen. Zum Beispiel, dass mehr trainiert werden müsse. Fringer nahm jedoch schnell seinen Sportchef nicht mehr als Vorgesetzten wahr. Er hatte bald gemerkt, mit wem er in St. Gallen auf gutem Fusse zu stehen hat. Um den Sportchef musste er sich nicht bemühen. Mit seiner jovialen Art brachte Fringer Verwaltungsratsmitglieder, Beiräte, Donatoren, Sponsoren, Journalisten und Fans bald einmal hinter sich. Mit Eugen Mätzler, ehemaliges Vorstandsmitglied des FC, Präsident der Lizenzkommission der SFL und ein wichtiger Verbindungsmann zu privaten GeldgeberInnen, spielte Rolf Fringer Golf. Letztlich, als sich Niederlage an Niederlage reihte, musste Fringer im Oktober, wenige Tage vor der Absetzung Weilers als Sportchef, den Club verlassen.
Weiler hingegen, der junge Zürcher, wurde als arrogant wahrgenommen. Und immer wieder heftig angegriffen. Edgar Oehler schoss auf ihn, wobei sich kaum einer in der Ostschweiz die Frage stellte, warum einer, der keine Ahnung von Fussball hat, sich ausgerechnet in den Sportchef verbeisst und den Trainer noch in Schutz nimmt. Wer gab ihm den Tipp?
Der Adeshina-Deal
Obwohl Weiler trotz Fehleinkäufen (Mittelfeldmann Méndez wurde als Star verkauft, es kam höchstens Durchschnitt) zweifelsohne meistens ein gutes Gespür für neue Spieler zeigte, wurde er immer massiver kritisiert. Auch als er einen Stürmer verpflichten musste: Weiler wollte den 24-jährigen Topscorer Alade Adeshina von Bellinzona verpflichten, nachdem sich Alex Tachie Mensah schwer verletzt hatte. Tessiner Medien war zu entnehmen, der Nigerianer sei rund 700000 Franken wert. Weiler kam, gemeinsam mit Trainer Fringer, zum Schluss, dass der Spieler unter Berücksichtigung seiner Stärke, des Verhandlungszeitpunktes und der Notsituation diese Summe wert sei. Doch der Verwaltungsrat, ein vierköpfiges Gremium, stimmte gegen seinen Sportchef. Adeshina, der benötigte mögliche Goalgetter, wechselte darauf zum FC Sion, und St. Gallen verpflichtete stattdessen zwei Alternativen, die kaum welche waren. Für diesen Entscheid hagelte es in der Öffentlichkeit massive Kritik an Weiler. Allerdings nicht am Verwaltungsrat. Und dieser stellte die Sache nicht richtig.
Es herrscht der Eindruck, dass hinter der eigentlichen Führung des FC St. Gallen ein Schattenkabinett existiert. Dessen Einfluss scheint grösser, als für den Verein gesund ist. Die Probleme sind seit Jahren dieselben.
So würde es nicht verwundern, wenn auch der neue Trainer Krassimir Balakov in St. Gallen letztlich nicht an seinen Fähigkeiten scheitern würde, sondern an der Tatsache, dass beim FCSG zwar alle mit demselbem Ziel am Strick ziehen, aber in verschiedene Richtungen.
Wem gehört Callà?
Wer steht wo? Wer verdient woran? Wie mächtig darf ein Sportchef sein? Dass die Dinge manchmal seltsam oder zumindest für Aussenstehende unverständlich laufen, zeigt sich an folgendem, bisher ebenfalls im Detail nicht bekanntem Beispiel: Den heute mittlerweile 23-jährigen Mittelfeldspieler Davide Callà löste der FCSG im Winter 2004/05 zusammen mit Eric Hassli (dieser wurde später für über eine Million Franken verkauft) aus der Konkursmasse des FC Servette Genf. Die Investitionskosten beliefen sich gemäss Aussagen des Beraters auf lediglich rund 100 000 Franken. Mit Erstaunen stellt man heute fest, dass Callà nicht etwa grösstenteils dem FC St. Gallen gehört. Lediglich rund ein Viertel gehört dem Verein. Ein weiterer Teil gehört dem Berater und dem Spieler, die restlichen Anteile sicherten sich anscheinend Investoren, die bei einem allfälligen Transfer profitieren. Ihre Namen sind nicht bekannt.
Rollen in St. Gallen bald wieder Köpfe? Intrigiert Peter Stadelmann wirklich ständig gegen seine Nachfolger? Was wäre sein Motiv? Ist der FC mit derartigen nicht transparenten, offenbar erheblichen Einflussnahmen zu retten?
Vielleicht waren ja zumindest die Differenzen zwischen Ligaboss Peter Stadelmann und Sportchef René Weiler bloss persönlicher Natur und für Weilers Entmachtung gar nicht ausschlaggebend. Ein Grund für die Differenzen könnte sein, dass Weiler, als er nach St. Gallen kam, als Erstes eine seltsame Sitte unterband: Die geheimen und vertraulichen Spielerverträge waren beim FC bis dato von einer Frau aufgesetzt worden, die beim Verein keinerlei Funktion innehatte, sondern einfach ein Fan war: Rosemarie Stadelmann. Peters Frau.
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Hauptsache Luzerner...
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1419 taucht erstmals in den Akten eines Hexenprozesses gegen einen Mann im schweizerischen Luzern das Wort Hexereye auf.
Dieser wurde anschliessend im Wasserturm verwahrt...
Hauptsache Luzerner...
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1419 taucht erstmals in den Akten eines Hexenprozesses gegen einen Mann im schweizerischen Luzern das Wort Hexereye auf.
Dieser wurde anschliessend im Wasserturm verwahrt...
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"Erste Anzeichen eines Putsches"
Eine Gruppe erarbeitet ein Konzept zur Rettung des FCSG
Seit einiger Zeit analysiere eine noch ungenannt sein wollende Gruppe die Ereignisse rund um den FCSG in dem letzten Jahren.
Diese Gruppe stehe kurz vor dem Outing und wolle eine ausserordentliche GV einberufen. Dies sei kein Problem für sie.
Man bemängelt eine Plan- und Disziplinlosigkeit auf allen Ebenen, eine inexistente sportliche Planung, eine isolierte Festungsmentalität des VR, eine Flickschusterei bei den Transfers und eine ungeklärte finanzielle Situation.
Ein Konzept sieht unter anderem eine konsequente Restrukturierung und eine transparente Transferpolitik vor. Man müsse künftig mit Ordnung, Disziplin und Transparenz arbeiten
Ein starkes Führungsteam mit Fachleuten auf allen Abteilungen müsse eingesetzt werden.
Vorerst sei ein Einschuss von 2 Mio. geplant.
Eine Gruppe erarbeitet ein Konzept zur Rettung des FCSG
Seit einiger Zeit analysiere eine noch ungenannt sein wollende Gruppe die Ereignisse rund um den FCSG in dem letzten Jahren.
Diese Gruppe stehe kurz vor dem Outing und wolle eine ausserordentliche GV einberufen. Dies sei kein Problem für sie.
Man bemängelt eine Plan- und Disziplinlosigkeit auf allen Ebenen, eine inexistente sportliche Planung, eine isolierte Festungsmentalität des VR, eine Flickschusterei bei den Transfers und eine ungeklärte finanzielle Situation.
Ein Konzept sieht unter anderem eine konsequente Restrukturierung und eine transparente Transferpolitik vor. Man müsse künftig mit Ordnung, Disziplin und Transparenz arbeiten
Ein starkes Führungsteam mit Fachleuten auf allen Abteilungen müsse eingesetzt werden.
Vorerst sei ein Einschuss von 2 Mio. geplant.
Hier noch der volle Text.
Es wird vermutet, dass Stiel und Oehler dahinter stecken ...
Es wird vermutet, dass Stiel und Oehler dahinter stecken ...
und Fortsetzung vom 20.12Erste Anzeichen eines Putsches
Eine Gruppe erarbeitet ein Konzept zur Rettung des FC St. Gallen
Fussball. Seit dem letzten Spiel des Jahres ist beim FC St. Gallen Ruhe eingekehrt. Doch damit dürfte es bald zu Ende sein. Denn eine Gruppe, welche den Club übernehmen will, steht unmittelbar davor, sich zu outen.
Markus Scherrer, St.Galler Tagblatt
Der FC St. Gallen blickt auf ein missglücktes Jahr 2007 zurück. Als Letzter der Super League muss er überwintern. Und irgendwann im Herbst, als sich die Ostschweizer auf ihrer rasanten sportlichen Talfahrt befanden, begannen Persönlichkeiten aus der Region, die über Erfahrungen im Sport und in der Unternehmensführung verfügen, sich Gedanken über die Zukunft des Clubs zu machen. Sie analysierten eingehend die Jahre 2003 bis 2007, sie bewerteten den Ist-Zustand und begannen damit, ein Konzept zu erarbeiten, das vor allem ein Ziel verfolgt: den FC St. Gallen vor dem Sturz in die Challenge League zu bewahren. Nun haben einzelne Mitglieder dieser Gruppe unserer Zeitung einen Einblick in ihr Konzept gewährt. Sie sehen dies als einen ersten Schritt auf ihrem Weg, sich demnächst in der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Schonungslose Analyse
Die Gruppe will nicht mehr länger einfach zusehen und schweigen, sagt der Vertreter der Gruppe, sondern auf die strukturelle und sportliche Krise endlich reagieren. Auch wenn es nicht ihre Absicht ist, Personen, die derzeit der FC St. Gallen AG vorstehen, persönlich anzugreifen, fällt die Analyse schonungslos aus. Noch immer stinke der Fisch vom Kopf her, halten sie fest und listen danach aus ihrer Sicht entscheidende Punkte auf, die den Club in diese Situation gebracht haben. Sie sprechen unter anderem von einer Plan- und Disziplinlosigkeit auf allen Ebenen, einer inexistenten sportlichen Planung, von fehlender personeller Kontinuität, einer isolierten Festungsmentalität des Verwaltungsrates, von einer Flickschusterei bei den Transfers und einer ungeklärten finanziellen Situation.
Dass nun nach Abschluss der völlig missratenen Vorrunde geradezu eine «sakrale Ruhe» eingekehrt sei, hat die Gruppe anscheinend noch mehr aufgeschreckt. Es könne doch nicht sein, dass in einer solch gefährlichen sportlichen Situation nur die Anhänger des FC St. Gallen ein Zeichen setzten. Oder wie ein Vertreter der Gruppe sagt: «Die Fans lehnen Gratistickets ab und hängen Transparente auf. Sie sind die einzigen, die etwas unternehmen.» Jetzt müssten auch andere aktiv werden. «Wir müssen handeln.» Und er legt sogleich Auszüge des Konzeptes vor, das in den vergangenen Wochen und Monaten erarbeitet wurde und über dem ein Zitat des deutschen Bundestrainers Joachim Löw steht: «Geld gibt's nur für gute Konzepte.»
Ordnung und Transparenz
Das Konzept sieht unter anderem eine konsequente Restrukturierung und eine transparente Transferpolitik vor. Man müsse mit Ordnung, Disziplin und Transparenz arbeiten. «Das sind doch die normalen Tugenden, um im Sport erfolgreich zu sein.» Weiter ist im Konzept zu lesen, dass ein starkes Führungsteam mit Fachleuten in jeder Abteilung eingesetzt werden müsse. Von besonderer Dringlichkeit sei aber auch, die bestehende Mannschaft zu stärken, sie aber auch zu verstärken. Kurzfristig will die Gruppe zwei Millionen Franken einschiessen. Sie ist sich aber bewusst, dass später weitere Investitionen vonnöten sind.
Zum jetzigen Zeitpunkt will die Gruppe nicht mit Namen an die Öffentlichkeit gelangen. Es gehe ihr in erster Linie nicht um handelnde Personen, sondern um den FC St. Gallen. Sie ist sich aber bewusst, dass sie sich demnächst outen muss. Denn ihr Ziel ist es, das Konzept an einer ausserordentlichen Generalversammlung – «es ist für uns kein Problem, diese einzuberufen» – zu präsentieren und die Aktionäre darüber abstimmen zu lassen.
und vom 22.12. Offensichtlich ist Stiel doch nicht dabei .......Wie ein anonymer Telefonanruf
Der Verwaltungsrat der FC St. Gallen AG äussert sich zu den gestern bekanntgewordenen Putschgelüsten
Fussball. Seit gestern ist bekannt, dass eine noch unbekannte Gruppe bereit ist, den FC St. Gallen zu übernehmen. Nun nimmt der Verwaltungsrat der FC St. Gallen AG Stellung.
Markus Scherrer, St.Galler Tagblatt
Die gestern publik gemachten Putschgelüste haben bei vielen Anhängern die Hoffnung geweckt, beim FC St. Gallen, der sich in einer sportlich kritischen Phase befindet, würden in naher Zukunft grundlegende Änderungen ins Haus stehen. Dennoch liess sich die Gruppe, die ein Konzept zur Rettung des FC St. Gallen erarbeitet hat, gestern nicht dazu bewegen, bereits jetzt – früher als geplant – mit Namen an die Öffentlichkeit zu gelangen. Und so hält sie sich weiterhin in der Anonymität auf. Sie liess aber nochmals über einen ihrer Vertreter verlauten, dass sich die Gruppe sehr wohl bewusst sei, dass baldmöglichst erste Namen genannt werden müssten.
Ungünstiger Zeitpunkt
Derweil traf sich der Verwaltungsrat der FC St. Gallen AG gestern – auch wegen der neuesten Entwicklung – zu einer Sitzung. Und es lag dem Gremium, dem Dieter Froehlich, Bill B. Mistura, Urs Lenz und Andreas Zeller angehören, danach viel daran, die bekanntgewordenen Putschgelüste nicht unkommentiert zu lassen. Allerdings sei es schwierig, hielten die Verwaltungsräte fest, gegen etwas Stellung zu beziehen, das sie nicht kennen würden. Denn eigentlich sei es wie ein anonymer Telefonanruf gewesen. Für die Art, wie die Gruppe an die Öffentlichkeit gelangt ist, haben sie keinerlei Verständnis. Für den Club käme diese Entwicklung wirklich zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Denn derzeit sind die Verantwortlichen mit Hochdruck daran, Veränderungen am Kader vorzunehmen. «Welcher Schweizer Spieler», fragen sie, «ist noch bereit, zu uns zu kommen, wenn er solche Dinge in der Zeitung liest?» Doch ganz grundsätzlich wollen die Verwaltungsräte frei von Emotionen aufzeigen, was es für Konsequenzen hätte, wenn es zu einer ausserordentlichen Generalversammlung (GV) käme.
«Ziemlich eingeschränkt»
Tatsache ist, dass sich die unbekannte Gruppe zum Ziel gesetzt hat, möglichst bald eine ausserordentliche GV einzuberufen. An dieser will sie ihr Konzept präsentieren und die Aktionäre darüber abstimmen lassen. Nach dem heutigen Stand der Dinge würde eine ausserordentliche GV wohl frühestens zwischen Anfang und Mitte Februar stattfinden. Und nun fragt sich der Verwaltungsrat der FC St. Gallen AG, ob sich die Gruppe tatsächlich auch bewusst sei, was das zur Folge hätte. «Das Transfer-Fenster für internationale Spieler schliesst am 15. Februar. Da besteht für sie doch kaum mehr die Möglichkeit, noch auf dem internationalen Transfermarkt tätig zu werden.»
Zudem zeigen sie auf, was es für die aktuelle Führung bedeuten würde, wenn eine ausserordentliche GV zustande käme. «Wir könnten ab sofort nichts mehr machen», sagen die Verwaltungsräte, ehe sie präzisierend anfügen: «Oder wir wären zumindest ab jenem Zeitpunkt in unserem Handeln ziemlich eingeschränkt.» Dass ebenfalls in diese Zeit die Zusammenstellung und Einreichung der Unterlagen für die Lizenzerteilung fallen, merken sie auch noch an.
Das Ende der Ruhe
Am Ende kommen die Verwaltungsräte wieder auf den Zeitpunkt zu sprechen, der aus den erwähnten Gründen doch alles andere als günstig sei für einen Putsch. «Er kommt jetzt, da wir fokussiert daran arbeiten, um aus dem Loch zu kommen.» Nach dem turbulenten Herbst hatten sie gehofft, in aller Ruhe die richtigen Vorkehrungen zu treffen, um im Frühjahr erfolgreich zu sein. Mit dieser Ruhe ist es seit gestern vorbei. Und nun fragen sie sich: «Liegt dieser Gruppe wirklich der FC St. Gallen am Herzen?»
Wer steckt hinter dem ominösen Putsch?
http://www.stadt24.ch/page/11583/17
Jörg Stiel sieht sich in der Rolle des Beobachters. Die Putschversuche gegen den Vorstand des FC St.Gallen haben eine Lawine von Spekulationen ausgelöst. Wer ist der Drahtzieher hinter der ominösen Gruppe? Im Gespräch mit Jörg Stiel.
Gestern ist die Bombe geplatzt. Wie der Journalist Markus Scherrer im «St.Galler Tagblatt» berichtete, will eine unbekannte Gruppe mit einem neuen Konzept den FC St.Gallen retten. Nun scheinen endgültig alle Steine ins Wanken gekommen zu sein. Doch wer ist die geheimnisvolle Gruppe? Oder ist es gar eine Einzelperson? Edgar Oehler, Jörg Stiel, Vinicio Fioranelli, ... Die Gerüchteküche ist am brodeln. stadt24.ch fragte bei Jörg Stiel nach.
Herr Stiel, wissen Sie, wer hinter dem Konzept steckt, welches die Espen retten soll?
Nein, ich habe Null Ahnung, obwohl ich viele Personen in diesem Umfeld kenne. Ich selbst bin es nicht.
Wie haben Sie reagiert, als Sie von diesem Putsch Kenntnis genommen haben?
Ich war sehr überrascht. Obwohl der Artikel nicht viel aussagt, kann man annehmen, dass es sich nicht um eine Einzelperson handelt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine einzige Person so viele Aktien übernehmen würde. Es wird eine Gruppe sein, die sehr gut vorbereitet ist. Früher oder später muss ein Name fallen.
Warum dieser plötzliche Rettungsversuch? Hat der Vorstand den Ernst der Lage nicht verstanden, da nun andere das sinkende Boot zu retten versuchen?
Wie der Fussballclub sich heute präsentiert, ist alles andere als erfreulich. Der FC St.Gallen ist auf dem letzten Platz, was heisst, dass nicht das Optimum rausgeholt wurde. Es sieht ziemlich schlimm aus. Die sportliche Leistung ist schlicht eine Katastrophe. 1992 stiegen wir mit einer deutlich schlechteren Mannschaft in die Nationalliga B ab. Daran sollte es jetzt nicht liegen. Zurzeit stimmt bei den Espen einfach das Zwischenmenschliche nicht. Doch rückblickend gesehen, hatten wir in den letzten fünf Jahren mehr Gefreutes als Ungefreutes.
Kommt eine Verbindung zwischen dem Journalist Markus Scherrer vom «St.Galler Tagblatt» und der anonymen Person in Frage?
Die Person ist bestimmt nicht per Zufall bei Scherrer gelandet. Scherrer ist ein guter Journalist, der seriös recherchiert. Ich denke nicht, dass es da Verbindungen gegeben hat. Doch wer und wie es war, das kann ich nicht sagen. Ich selbst würde auch zu Scherrer gehen. Denn er ist es, der den besten Zugang zu den richtigen Leuten hat und mit seinen ehrlichen Berichten etwas bewegen kann.
Ist dieses Konzept die einzige Lösung für die Espen?
Wenn einer eine bessere Lösung hat, warum nicht - soll er doch seine Ideen einbringen können. Ich bin als Beobachter gespannt auf das Konzept, welches bald an der ausserordentlichen Generalversammlung präsentiert wird.
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