Liiribox
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Lugano .... jetzt Lausanne ..... wer folgt als nächstes?
- UNDERCOVER
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Mich würde es nicht verwundern, wenn Sion am Schluss doch wieder in der Nati B spielt!
Was erwartet ihr anderes vom SFV? Man ist sich ja inzwischen die Willkürentscheide der profillierungsneurotischen Truppe aus Bern gewohnt.
Nachdem 3 Clubs (Luzern, Winterthur, Lugano) gebüsst wurden für Bilanzvergehen, haben andere Clubs (Wil!!) die Lizenz erhalten ohne überhaubt eine saubere Bilanz zu zeigen. Darüberhinaus akzeptiert der SFV, dass dieser Club, welcher mit unrechtmässigen Mitteln überhaubt aufsteigen konnte, straffrei (!!!) in der NLA weiter existieren darf!
Das war aber noch nicht genug. Als nächstes wollten sich die Herren ein Denkmal im schweizer Fussball setzen und haben kurzer Hand die gesamte Liga umgekrempelt und die Namen "verenglischt"!
Der Fall Sion ist demzufolge nur ein weiterer Eklat in der Ära Isoz/Mätzler.
Was erwartet ihr anderes vom SFV? Man ist sich ja inzwischen die Willkürentscheide der profillierungsneurotischen Truppe aus Bern gewohnt.
Nachdem 3 Clubs (Luzern, Winterthur, Lugano) gebüsst wurden für Bilanzvergehen, haben andere Clubs (Wil!!) die Lizenz erhalten ohne überhaubt eine saubere Bilanz zu zeigen. Darüberhinaus akzeptiert der SFV, dass dieser Club, welcher mit unrechtmässigen Mitteln überhaubt aufsteigen konnte, straffrei (!!!) in der NLA weiter existieren darf!
Das war aber noch nicht genug. Als nächstes wollten sich die Herren ein Denkmal im schweizer Fussball setzen und haben kurzer Hand die gesamte Liga umgekrempelt und die Namen "verenglischt"!
Der Fall Sion ist demzufolge nur ein weiterer Eklat in der Ära Isoz/Mätzler.
1. Teil/Bericht
Die teuer bezahlten Träume des FC Sion
Der FC Sion hat seine sportlichen Träume teuer bezahlt. Der erste Meistertitel 1992 erforderte von Präsident André Luisier eine enorme Investition. Der Walliser Zeitungszar und Volkstribun hat für die Erfolge während zehn Jahren mehr als 20 Millionen Franken aufgewendet. Und die Aussichten auf die Teilnahme an der Champions League nach dem Titel 1997 liessen Präsident Christian Constantin sogar die Übersicht verlieren.
Er verpflichtete Spieler wie Marc Hodel, Reto Burri, Stefan Wolf, Gerardo Seoane, Matteo Vanetta, Marco Grassi, Didier Tholot sowie Jean-Jacques Eydelie und bezahlte ihnen völlig überrissene Saläre. Allein in der Saison 1997/98 waren bei Sion 34 Profis mit einem monatlichen Durchschnittslohn von rund 20 000 Franken unter Vertrag. Das Ausscheiden in der Qualifikation der Champions League gegen Galatasaray Istanbul hat die grossen Pläne Constantins zunichte gemacht.
Constantin zog sich im Dezember 1997 zurück. Ein interimistisch eingesetztes Komitee entdeckte ein paar Wochen später unbezahlte Rechnungen in Höhe von 10 Millionen Franken. Im Juni 1998 wurde der gerichtliche Nachlass verlangt und im Januar 1999 wurde er vollstreckt: Damit war der Verein mit einem Schlag von einer Schuldenlast von 15 Millionen Franken befreit.
Stéphane Riand, einer der wichtigsten Nothelfer, hoffte nun, dass er die Lösung für die finanziellen Probleme des FC Sion in Afrika findet. Riand brachte den kamerunischen Unternehmer Gilbert Kadji ins Tourbillon. Und zwar als Präsident der FC Sion Aktiengesellschaft. Kadji übernahm die Verantwortung für den Profibetrieb und das Ausbildungszen- trum.
Die Ablehnung eines ausländischen Präsidenten, extrem teure Verträge aus früheren Zeiten wie jene von Tholot und Eydelie, falsche Entscheidungen im internen Vereinsbereich und in der Kommunikation vernichteten sportliche Erfolge wie den Aufstieg in die Nationalliga A und zwei Finalrundenteilnahmen. Kadji legte ihm Frühling 2002 alle Ämter nieder, nachdem er vorher noch 4 Millionen Franken in die AG einbezahlt hatte.
Endlich mobilisierte sich das Umfeld des Klubs und gründete die «l´Association de soutien au FC Sion». Somit war der FC Sion zumindest als Verein in der Nationalliga B gerettet. Sechs Monate später folgte der Hilferuf von Präsident Jean-Daniel Bianchi. Trotz der Tatsache, dass der FC Sion die Ausgaben für seinen Lebensunterhalt auf ein Minimum beschränkte, waren die Unterhaltskosten des Klubs für die Walliser Wirtschaft noch immer viel zu hoch.
Christian Constantin und sein Projekt «Olympique des Alpes» ist momentan die einzige Lösung, um den Profifussball im Wallis zu retten. Sein aktuelles Engagement verdient eine neue Chance. Der FC Sion braucht eine Lizenz für die Challenge League, um zu überleben, auch wenn Constantin im Schweizer Fussball als Störfaktor gilt, ja sogar Angst macht. Dem Verein wegen seiner Vergangenheit die Lizenz zu verweigern, wäre jedoch ungerecht.
Der 37-jährige Stéphane Fournier ist Sportredaktor bei «Le Nouvelliste» und gilt seit 15 Jahren als Insider beim FC Sion.
2. teil/Bericht
Goldener Herbst 1986
Im Tourbillon Wiedersehen mit Jean-Claude Donzé
Der FC Sion schreibt zahlreiche Geschichten. Natürlich erinnert sich Jean-Claude Donzé an das eine oder andere Müsterchen aus vergangenen Zeiten. Von 1981 bis 88 zeichnete er als Trainer der Walliser verantwortlich. Logisch, dass ihm das Schicksal des Vereins am Herzen liegt. Das zeigte sich während einer Unterhaltung im Stade de Tourbillon.
Wie war das doch im Dezember 1988, als Torhüter Pierre-Marie Pittier kurz vor Schluss einen harmlosen Schuss aus rund 30 Metern von GC-Stürmer Paulo Cesar mit dem Handrücken ins eigene Tor schlug? Sion verlor gegen die Zürcher 1:2 und wurde im letzten Moment in die Abstiegsrunde verbannt. Donzé musste gehen.
In den Jahren zuvor reihte Donzé mit Sion jedoch einen Erfolg an den andern, wurde zweimal Cupsieger und zweimal Dritter in der Meisterschaft. Nach dem Cupsieg 1986 sorgte Sion im Europacup sogar auf internationalem Parkett für Furore und schlug erst Aberdeen (1:2, 3:0) und dann Katowice (2:2, 3:0). In den Viertelfinals traf die Erfolgself auf Lokomotive Leipzig. Und zwar mit Pittier im Tor, der Viererabwehrkette Fournier, Balet (jetzt Präsident der Stiftung Fussball Jugend/Sion,Wallis), Sauthier (U18-Trainer von Sion) und Rey, den Mittelfeldspielern Lopez (Trainer des 2.-Ligisten Bramois), Debonnaire (Trainer der Schweizer U16-Auswahl), dem marokkanischen Superstar Bouderbala und Bregy (früherer Lausanne- und FCZ-Trainer, momentan arbeitslos) sowie den Stürmern Brigger (bei der Fifa verantwortlich für das Entwicklungshilfeprojekt «Goal») und Cina. Kurz vor dem Abpfiff des Hinspiels stand es im Leipziger Nationalstadion 0:0, als dem Cupsieger aus der DDR bei Schneefall und Eiseskälte doch noch zwei Treffer gelangen. Im Tourbillon gabs danach ein 0:0. Die Leipziger verloren schliesslich erst im Finalspiel in Athen gegen Ajax Amsterdam 0:1. Der FC Sion ritt auf einer Erfolgswelle und setzte mit dem Titelgewinn 1992 das Tüpfelchen aufs i.
Zurück zu Jean-Claude Donzé, der heute als Komitee-Mitglied der Swiss Football League verantwortlich zeichnet und sich seit 14 Jahren als Sportchef der Stadt Sion um die Bereiche Jugend, Sport und Freizeit kümmert. Über die aktuelle Situation des FC Sion hätte er viel zu erzählen. Aber als Verbandsfunktionär kann er sich das nicht leisten. Nur so viel: Donzé zählt im Wallis zu den härtesten Kritikern von Constantin. Und ist der Ansicht, dass Constantin 1997 dem FC Sion einen ersten und 2003 einen zweiten Hammerschlag versetzt hat. Einen Hammerschlag, von dem sich der Verein aller Voraussicht nach nicht mehr erholen wird. (ruku)
3. Teil/Bericht
Constantin und sein Spielzeug
FC Sion Nichts und niemand konnte bis jetzt den Fantasten aus Martigny stoppen
Das ist die Geschichte vom tiefen Fall des FC Sion. Die Geschichte vom Untergang eines Traditionsvereins, in der ein Mann die Hauptrolle spielt, der in sportlich erfolgreichen Zeiten den Sinn für die Realität total verloren hat.
ruedi kuhn, sion
Christian Constantin ist ein gefährlicher Mann. Was er sagt und macht, sagt und macht er aus dem Bauch heraus. Er hat den FC Sion immer als Geisel für seine persönlichen Interessen missbraucht. Seinetwegen steigen beim Verein keine neuen Geldgeber mehr ein. Kaum einer traut Constantin noch. Die Stimmung rund um den Verein ist längst auf dem Nullpunkt. Der FC Sion ist am Ende.»
Dieses Zitat stammt von einem Kenner der Walliser Fussballszene, der seinen Namen geheim halten möchte. Wie momentan fast alle, die zum FC Sion und zu Constantin eine Aussage machen. Constantin selbst kommen die Worte noch immer rasend schnell über die Lippen. So spricht er enthusiastisch aufgeregt über sein Projekt «Olympique des Alpes», vom geplanten Stadion in der Nähe von Aigle, von einem grossen Fussballklub in der Romandie als Verbindungsglied der Kantone Wallis, Fribourg und Waadt. Neben Servette und Xamax soll «Olympique des Alpes» als dritte Kraft in der welschen Schweiz für Spitzenfussball, Spektakel und Unterhaltung sorgen.
Ein Gespräch unter vier Augen mit dem 46-jährigen Architekten und Unternehmer in dessen Viersternhotel La Porte d´Octodure in Martigny bringt keine Klarheit, sondern gibt Rätsel auf. 100 000 Franken pro Monat lässt sich Constantin den Spass kosten, eine Mannschaft am Leben zu erhalten, die wohl nie auch nur ein einziges Meisterschaftsspiel in der Challenge League bestreiten wird. Ein Interview mit Constantin bringt nichts, weil er auf kritische Fragen nicht eingeht, nur Ausflüchte sucht und darauf pocht, dass Sion momentan schuldenfrei ist. So antwortete er auf die Frage, weshalb er 1997 durchschnittlichen Spielern wie Stürmer Reto Burri 20 000 Franken und mehr an Monatslöhnen bezahlt habe, dass er Ouattara, Assis und Hottiger gewinnbringend verkauft habe. Selbstkritik scheint für ihn ein Fremdwort zu sein. Constantin klopft sich vielmehr auf die Schultern und sagt, dass er bis jetzt mehr als 10 Millionen Franken in den FC Sion investiert hat: «Allein 2003 habe ich 1,6 Millionen Franken an Schuldentilgung in den Verein gesteckt.»
Christian Constantin arbeitet in seinem Architekturbüro mit 22 Angestellten in Martigny nach dem Motto «Wir bauen die Zukunft». Was er als Unternehmer macht, ist seine Sache. Dass er den FC Sion nach den gleichen Prinzipien regiert, ist unverantwortlich. Er vergisst, dass ein Sportverein nicht nur die Entscheide von Schiedsrichtern auf dem Spielfeld, sondern auch die Regeln des entsprechenden Verbandes akzeptieren muss. Er vergisst ausserdem, dass ein Fussballklub wie Sion nicht (s)ein Basar für Spieler und schon gar nicht sein Eigentum ist. Er hat momentan vor allem sein Projekt «Olympique des Alpes» im Kopf. Und verschwendet keinen Gedanken daran, welch riesige Schuldenlast sich unter seiner Führung in der Saison 1997/98 angehäuft hat. In dieser Zeit hat der Fantast aus Martigny den FC Sion an den Rand des Abgrunds geführt und im Umfeld des Klubs jegliches Vertrauen verloren. Viele glauben, dass der FC Sion wegen Constantin noch weitere «Leichen» im Keller habe.
Aus den Fehlern der Vergangenheit hat Constantin nichts gelernt, denn in diesem Frühling hat er der Lizenzkommission für die Saison 2003/04 ein Budget mit Ausgaben von 2,9 Millionen Franken und Einnahmen von 1,9 Millionen Franken präsentiert. Das Defizit von einer Million bekomme er schon in den Griff. Dass er für Sions Lizenz in der Challenge League kämpfen und jedes Rechtsmittel ausschöpfen will, beweisen seine Schlussworte: «Diese Geschichte ist noch lange nicht zu Ende. Das schwöre ich.» Fortsetzung folgt.
ALLEZ SION
Die teuer bezahlten Träume des FC Sion
Der FC Sion hat seine sportlichen Träume teuer bezahlt. Der erste Meistertitel 1992 erforderte von Präsident André Luisier eine enorme Investition. Der Walliser Zeitungszar und Volkstribun hat für die Erfolge während zehn Jahren mehr als 20 Millionen Franken aufgewendet. Und die Aussichten auf die Teilnahme an der Champions League nach dem Titel 1997 liessen Präsident Christian Constantin sogar die Übersicht verlieren.
Er verpflichtete Spieler wie Marc Hodel, Reto Burri, Stefan Wolf, Gerardo Seoane, Matteo Vanetta, Marco Grassi, Didier Tholot sowie Jean-Jacques Eydelie und bezahlte ihnen völlig überrissene Saläre. Allein in der Saison 1997/98 waren bei Sion 34 Profis mit einem monatlichen Durchschnittslohn von rund 20 000 Franken unter Vertrag. Das Ausscheiden in der Qualifikation der Champions League gegen Galatasaray Istanbul hat die grossen Pläne Constantins zunichte gemacht.
Constantin zog sich im Dezember 1997 zurück. Ein interimistisch eingesetztes Komitee entdeckte ein paar Wochen später unbezahlte Rechnungen in Höhe von 10 Millionen Franken. Im Juni 1998 wurde der gerichtliche Nachlass verlangt und im Januar 1999 wurde er vollstreckt: Damit war der Verein mit einem Schlag von einer Schuldenlast von 15 Millionen Franken befreit.
Stéphane Riand, einer der wichtigsten Nothelfer, hoffte nun, dass er die Lösung für die finanziellen Probleme des FC Sion in Afrika findet. Riand brachte den kamerunischen Unternehmer Gilbert Kadji ins Tourbillon. Und zwar als Präsident der FC Sion Aktiengesellschaft. Kadji übernahm die Verantwortung für den Profibetrieb und das Ausbildungszen- trum.
Die Ablehnung eines ausländischen Präsidenten, extrem teure Verträge aus früheren Zeiten wie jene von Tholot und Eydelie, falsche Entscheidungen im internen Vereinsbereich und in der Kommunikation vernichteten sportliche Erfolge wie den Aufstieg in die Nationalliga A und zwei Finalrundenteilnahmen. Kadji legte ihm Frühling 2002 alle Ämter nieder, nachdem er vorher noch 4 Millionen Franken in die AG einbezahlt hatte.
Endlich mobilisierte sich das Umfeld des Klubs und gründete die «l´Association de soutien au FC Sion». Somit war der FC Sion zumindest als Verein in der Nationalliga B gerettet. Sechs Monate später folgte der Hilferuf von Präsident Jean-Daniel Bianchi. Trotz der Tatsache, dass der FC Sion die Ausgaben für seinen Lebensunterhalt auf ein Minimum beschränkte, waren die Unterhaltskosten des Klubs für die Walliser Wirtschaft noch immer viel zu hoch.
Christian Constantin und sein Projekt «Olympique des Alpes» ist momentan die einzige Lösung, um den Profifussball im Wallis zu retten. Sein aktuelles Engagement verdient eine neue Chance. Der FC Sion braucht eine Lizenz für die Challenge League, um zu überleben, auch wenn Constantin im Schweizer Fussball als Störfaktor gilt, ja sogar Angst macht. Dem Verein wegen seiner Vergangenheit die Lizenz zu verweigern, wäre jedoch ungerecht.
Der 37-jährige Stéphane Fournier ist Sportredaktor bei «Le Nouvelliste» und gilt seit 15 Jahren als Insider beim FC Sion.
2. teil/Bericht
Goldener Herbst 1986
Im Tourbillon Wiedersehen mit Jean-Claude Donzé
Der FC Sion schreibt zahlreiche Geschichten. Natürlich erinnert sich Jean-Claude Donzé an das eine oder andere Müsterchen aus vergangenen Zeiten. Von 1981 bis 88 zeichnete er als Trainer der Walliser verantwortlich. Logisch, dass ihm das Schicksal des Vereins am Herzen liegt. Das zeigte sich während einer Unterhaltung im Stade de Tourbillon.
Wie war das doch im Dezember 1988, als Torhüter Pierre-Marie Pittier kurz vor Schluss einen harmlosen Schuss aus rund 30 Metern von GC-Stürmer Paulo Cesar mit dem Handrücken ins eigene Tor schlug? Sion verlor gegen die Zürcher 1:2 und wurde im letzten Moment in die Abstiegsrunde verbannt. Donzé musste gehen.
In den Jahren zuvor reihte Donzé mit Sion jedoch einen Erfolg an den andern, wurde zweimal Cupsieger und zweimal Dritter in der Meisterschaft. Nach dem Cupsieg 1986 sorgte Sion im Europacup sogar auf internationalem Parkett für Furore und schlug erst Aberdeen (1:2, 3:0) und dann Katowice (2:2, 3:0). In den Viertelfinals traf die Erfolgself auf Lokomotive Leipzig. Und zwar mit Pittier im Tor, der Viererabwehrkette Fournier, Balet (jetzt Präsident der Stiftung Fussball Jugend/Sion,Wallis), Sauthier (U18-Trainer von Sion) und Rey, den Mittelfeldspielern Lopez (Trainer des 2.-Ligisten Bramois), Debonnaire (Trainer der Schweizer U16-Auswahl), dem marokkanischen Superstar Bouderbala und Bregy (früherer Lausanne- und FCZ-Trainer, momentan arbeitslos) sowie den Stürmern Brigger (bei der Fifa verantwortlich für das Entwicklungshilfeprojekt «Goal») und Cina. Kurz vor dem Abpfiff des Hinspiels stand es im Leipziger Nationalstadion 0:0, als dem Cupsieger aus der DDR bei Schneefall und Eiseskälte doch noch zwei Treffer gelangen. Im Tourbillon gabs danach ein 0:0. Die Leipziger verloren schliesslich erst im Finalspiel in Athen gegen Ajax Amsterdam 0:1. Der FC Sion ritt auf einer Erfolgswelle und setzte mit dem Titelgewinn 1992 das Tüpfelchen aufs i.
Zurück zu Jean-Claude Donzé, der heute als Komitee-Mitglied der Swiss Football League verantwortlich zeichnet und sich seit 14 Jahren als Sportchef der Stadt Sion um die Bereiche Jugend, Sport und Freizeit kümmert. Über die aktuelle Situation des FC Sion hätte er viel zu erzählen. Aber als Verbandsfunktionär kann er sich das nicht leisten. Nur so viel: Donzé zählt im Wallis zu den härtesten Kritikern von Constantin. Und ist der Ansicht, dass Constantin 1997 dem FC Sion einen ersten und 2003 einen zweiten Hammerschlag versetzt hat. Einen Hammerschlag, von dem sich der Verein aller Voraussicht nach nicht mehr erholen wird. (ruku)
3. Teil/Bericht
Constantin und sein Spielzeug
FC Sion Nichts und niemand konnte bis jetzt den Fantasten aus Martigny stoppen
Das ist die Geschichte vom tiefen Fall des FC Sion. Die Geschichte vom Untergang eines Traditionsvereins, in der ein Mann die Hauptrolle spielt, der in sportlich erfolgreichen Zeiten den Sinn für die Realität total verloren hat.
ruedi kuhn, sion
Christian Constantin ist ein gefährlicher Mann. Was er sagt und macht, sagt und macht er aus dem Bauch heraus. Er hat den FC Sion immer als Geisel für seine persönlichen Interessen missbraucht. Seinetwegen steigen beim Verein keine neuen Geldgeber mehr ein. Kaum einer traut Constantin noch. Die Stimmung rund um den Verein ist längst auf dem Nullpunkt. Der FC Sion ist am Ende.»
Dieses Zitat stammt von einem Kenner der Walliser Fussballszene, der seinen Namen geheim halten möchte. Wie momentan fast alle, die zum FC Sion und zu Constantin eine Aussage machen. Constantin selbst kommen die Worte noch immer rasend schnell über die Lippen. So spricht er enthusiastisch aufgeregt über sein Projekt «Olympique des Alpes», vom geplanten Stadion in der Nähe von Aigle, von einem grossen Fussballklub in der Romandie als Verbindungsglied der Kantone Wallis, Fribourg und Waadt. Neben Servette und Xamax soll «Olympique des Alpes» als dritte Kraft in der welschen Schweiz für Spitzenfussball, Spektakel und Unterhaltung sorgen.
Ein Gespräch unter vier Augen mit dem 46-jährigen Architekten und Unternehmer in dessen Viersternhotel La Porte d´Octodure in Martigny bringt keine Klarheit, sondern gibt Rätsel auf. 100 000 Franken pro Monat lässt sich Constantin den Spass kosten, eine Mannschaft am Leben zu erhalten, die wohl nie auch nur ein einziges Meisterschaftsspiel in der Challenge League bestreiten wird. Ein Interview mit Constantin bringt nichts, weil er auf kritische Fragen nicht eingeht, nur Ausflüchte sucht und darauf pocht, dass Sion momentan schuldenfrei ist. So antwortete er auf die Frage, weshalb er 1997 durchschnittlichen Spielern wie Stürmer Reto Burri 20 000 Franken und mehr an Monatslöhnen bezahlt habe, dass er Ouattara, Assis und Hottiger gewinnbringend verkauft habe. Selbstkritik scheint für ihn ein Fremdwort zu sein. Constantin klopft sich vielmehr auf die Schultern und sagt, dass er bis jetzt mehr als 10 Millionen Franken in den FC Sion investiert hat: «Allein 2003 habe ich 1,6 Millionen Franken an Schuldentilgung in den Verein gesteckt.»
Christian Constantin arbeitet in seinem Architekturbüro mit 22 Angestellten in Martigny nach dem Motto «Wir bauen die Zukunft». Was er als Unternehmer macht, ist seine Sache. Dass er den FC Sion nach den gleichen Prinzipien regiert, ist unverantwortlich. Er vergisst, dass ein Sportverein nicht nur die Entscheide von Schiedsrichtern auf dem Spielfeld, sondern auch die Regeln des entsprechenden Verbandes akzeptieren muss. Er vergisst ausserdem, dass ein Fussballklub wie Sion nicht (s)ein Basar für Spieler und schon gar nicht sein Eigentum ist. Er hat momentan vor allem sein Projekt «Olympique des Alpes» im Kopf. Und verschwendet keinen Gedanken daran, welch riesige Schuldenlast sich unter seiner Führung in der Saison 1997/98 angehäuft hat. In dieser Zeit hat der Fantast aus Martigny den FC Sion an den Rand des Abgrunds geführt und im Umfeld des Klubs jegliches Vertrauen verloren. Viele glauben, dass der FC Sion wegen Constantin noch weitere «Leichen» im Keller habe.
Aus den Fehlern der Vergangenheit hat Constantin nichts gelernt, denn in diesem Frühling hat er der Lizenzkommission für die Saison 2003/04 ein Budget mit Ausgaben von 2,9 Millionen Franken und Einnahmen von 1,9 Millionen Franken präsentiert. Das Defizit von einer Million bekomme er schon in den Griff. Dass er für Sions Lizenz in der Challenge League kämpfen und jedes Rechtsmittel ausschöpfen will, beweisen seine Schlussworte: «Diese Geschichte ist noch lange nicht zu Ende. Das schwöre ich.» Fortsetzung folgt.
ALLEZ SION
Danke @SCLR sehr informativer Bericht.
Dass es den FC Sion überhaupt noch gibt, ist schon ein kleines Wunder. Für mich besteht die "Sauerei" darin, dass da ein Club mit einem riesigen Potential - wenn ich da nur an die Aufmärsche der Fans an Cupfinals denke
- einfach kaput gemacht wurde und sich wichtige Exponenten (CC) auch noch als Retter aufspielen....
Dass es den FC Sion überhaupt noch gibt, ist schon ein kleines Wunder. Für mich besteht die "Sauerei" darin, dass da ein Club mit einem riesigen Potential - wenn ich da nur an die Aufmärsche der Fans an Cupfinals denke
FCL quo vadis?
- Partyanimal
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SFL: Der FC Sion abgeblitzt
Im Schiedsgerichtverfahren der Football Club Sion Association gegen die Swiss Football League (SFL) betreffend die Anfechtung des Entscheids der Rekursinstanz für die Lizenzen der SFL vom 24. Juli (Ausstandsbegehren der FC Sion Association gegen die Mitglieder der Rekursinstanz) hat das Schiedsgericht heute Abend wie folgt entschieden:
· Die Klage der Football Club Sion Association wird abgewiesen.
· Die Klägerin, das heisst die Football Club Sion Association, hat die Kosten des Schiedsgerichtsverfahrens zu tragen.
·Die Football Club Sion Association muss zudem die Anwaltskosten der Swiss Football League übernehmen.
Die Urteilseröffnung des Schiedsgerichts erfolgte mündlich, die ausführliche schriftliche Urteilsbegründung folgt.
Quelle: top11.ch
Endlich mal ein vernünftiger Entscheid!
Im Schiedsgerichtverfahren der Football Club Sion Association gegen die Swiss Football League (SFL) betreffend die Anfechtung des Entscheids der Rekursinstanz für die Lizenzen der SFL vom 24. Juli (Ausstandsbegehren der FC Sion Association gegen die Mitglieder der Rekursinstanz) hat das Schiedsgericht heute Abend wie folgt entschieden:
· Die Klage der Football Club Sion Association wird abgewiesen.
· Die Klägerin, das heisst die Football Club Sion Association, hat die Kosten des Schiedsgerichtsverfahrens zu tragen.
·Die Football Club Sion Association muss zudem die Anwaltskosten der Swiss Football League übernehmen.
Die Urteilseröffnung des Schiedsgerichts erfolgte mündlich, die ausführliche schriftliche Urteilsbegründung folgt.
Quelle: top11.ch
Endlich mal ein vernünftiger Entscheid!
Zaungäste Luzern
Das war die Entscheidung ob Mätzler befangen war oder nicht = negativer Entscheid für Sion.
In den nächsten Tagen muss ein Gericht entscheiden, ob dem FC Sion die Lizenz zurecht nicht gegeben wurde, entscheidet dieses Gericht pro Sion - freue ich mich sehr auf ein Spiel in der Luzerner Allmend
In den nächsten Tagen muss ein Gericht entscheiden, ob dem FC Sion die Lizenz zurecht nicht gegeben wurde, entscheidet dieses Gericht pro Sion - freue ich mich sehr auf ein Spiel in der Luzerner Allmend
Fussball ist mehr als nur Sport
Die Zeit der Träumerei ist vorbei. Auch für den FC Sion und Herr CC!! Sion wird, so hoffe ich, keine Liznenz mehr bekommen. Ein Klub der eine Million Defizit aufweist für die Spielzeit 2003/04 und nicht mal sagen kann, wie man diese bezahlen soll, kann nicht überlebensfähig sein.
Falls Sion sich die Lizenz doch noch erschleicht, hat man einen Präzidenzfall geschaffen, nach dem die Vereine wieder wallten und schalten können, wie es ihnen passt. Und dabei nicht mal den Lizenzentzug fürchten müssen. Einfach einen guten Anwalt auf die SFL loslassen, und dann klappts auch mit der Lizenz.
Für die Glaubwürdigkeit des SFL und des schweizer Fussballes, fordere ich keine Lizenz für Sion, sonst heisst es wieder zurück in die Steinzeit!!!
Falls Sion sich die Lizenz doch noch erschleicht, hat man einen Präzidenzfall geschaffen, nach dem die Vereine wieder wallten und schalten können, wie es ihnen passt. Und dabei nicht mal den Lizenzentzug fürchten müssen. Einfach einen guten Anwalt auf die SFL loslassen, und dann klappts auch mit der Lizenz.
Für die Glaubwürdigkeit des SFL und des schweizer Fussballes, fordere ich keine Lizenz für Sion, sonst heisst es wieder zurück in die Steinzeit!!!
-
Gianni
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- Wohnort: Luzern
Versuch es mal mit Hochdeutsch. Im provozieren bist du ja ganz gut, aber von Fussball hast du keine Ahnung, stimme voll mit Gunner überein.SCLR hat geschrieben:Hey gunner sorry, aber du besch jo es mega Arschloch erlech. Ond ahnig hesch au grad käini !!! Also zerscht nochedänke ond denn schriebe de hätsch warschindlech gmerkt dases din itrag ned brucht !!!![]()
AFCA / CAN'T BE STOPPED
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Heldhaftig - Vastberaden - Barmhartig
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Landskampioen 1918, 1919, 1931, 1932, 1934, 1937, 1939, 1947, 1957, 1960, 1966, 1967, 1968, 1970, 1972, 1973, 1977, 1979, 1980, 1982, 1983, 1985, 1990, 1994, 1995, 1996, 1998, 2002, 2004, 2011, 2012, 2013, 2014, 2019, 2021, 2022
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Dräggspagg
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Heldhaftig - Vastberaden - Barmhartig
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Landskampioen 1918, 1919, 1931, 1932, 1934, 1937, 1939, 1947, 1957, 1960, 1966, 1967, 1968, 1970, 1972, 1973, 1977, 1979, 1980, 1982, 1983, 1985, 1990, 1994, 1995, 1996, 1998, 2002, 2004, 2011, 2012, 2013, 2014, 2019, 2021, 2022
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Dräggspagg
@ SCLR
So gut Dein 1. Eintrag war, so schlecht ist Dein 2. Beitrag.
Bitte benimm auch Du Dich. Nur soviel. Hier kann jeder seine Meinung vertreten, ob sie für Dich oder Andere Richtig ist oder nicht. Nur weil einer eine andere Meinung hat, ist er noch lange nicht ein Arschloch
Also bitte Anstand behalten. Ach noch soviel. Auch ich bin eher der Meinung von Gunner
So gut Dein 1. Eintrag war, so schlecht ist Dein 2. Beitrag.
Bitte benimm auch Du Dich. Nur soviel. Hier kann jeder seine Meinung vertreten, ob sie für Dich oder Andere Richtig ist oder nicht. Nur weil einer eine andere Meinung hat, ist er noch lange nicht ein Arschloch
Also bitte Anstand behalten. Ach noch soviel. Auch ich bin eher der Meinung von Gunner
H S V -> Die Unabsteigbaren oder der Bundesliga DINO!!
Falls Du auch nur ne kleine Ahnung von Fussball hast, mein 10 jähriger Sonderschüler, dann wüstest Du, dass ich recht habe.SCLR hat geschrieben:Hey gunner sorry, aber du besch jo es mega Arschloch erlech. Ond ahnig hesch au grad käini !!! Also zerscht nochedänke ond denn schriebe de hätsch warschindlech gmerkt dases din itrag ned brucht !!!![]()
Schade für Sion, aber die können sich bei CC bedanken. Und falls Du mich nochmals so anfährst, dann überlege dir genau was du schreibst, es kann sein, dass ich mir vom Admin. deine IP-Nr. geben lasse.
Also Schnauze tief oder Facts her!!!
-
Gianni


