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FC St. Gallen - NLB

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hässig-AL
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Beitrag von hässig-AL »

heftige ausfälle

Koubskys einsam gefällter Entscheid
David Marazzi wird heute operiert und fällt voraussichtlich während vier bis acht Wochen aus
Fussball. Das neue Jahr beginnt für den FC St. Gallen denkbar schlecht. Heute muss sich David Marazzi einer Operation unterziehen. Diese hat Jii Koubsky – ohne Wissen des Clubs – bereits hinter sich gebracht.

Markus Scherrer

Es wird gesagt, St. Gallens Teamverantwortlicher Krassimir Balakov habe am Freitag beim Trainingsauftakt mindestens einmal leer geschluckt. Denn was er von Jii Koubsky zu hören bekam, machte ihn ziemlich perplex. Später dürfte er sich darüber nur noch geärgert haben. Der tschechische Innenverteidiger, der gegen Ende der Vorrunde mit Adduktorenproblemen zu kämpfen hatte, teilte Balakov mit, dass er sich während der Winterpause in der Heimat einer Operation unterzogen habe. Er tat dies ohne Wissen des Arbeitgebers. Es war Koubskys einsam gefällter Entscheid. Er könne sich dazu nicht äussern, sagt St. Gallens Sportchef Fredy Strasser. «Nur soviel: Koubsky befindet sich jetzt im Aufbautraining.»

Kapselabriss am Hüftgelenk
Während Koubsky den Eingriff bereits hinter sich gebracht hat, steht dieser für David Marazzi unmittelbar bevor. Der Mittelfeldspieler muss sich heute in der Hirslanden-Klinik Am Rosenberg in Heiden einer Hüft-Arthroskopie unterziehen. Marazzi zog sich am 30. September im Auswärtsspiel gegen Basel einen Kapselabriss am Hüftgelenk zu und musste deshalb zur Pause ausgewechselt werden. Diese Verletzung sei in etwa vergleichbar mit jener von Alex Frei, sagt Clubarzt Felix Buschor, der heute den Eingriff vornehmen wird.

Gemäss Buschor habe man im vergangenen Herbst in Absprache mit dem Spieler versucht, die Verletzung konservativ zu behandeln. Doch der Erfolg blieb aus. «Und trotz der dreieinhalbwöchigen Winterpause sind die Schmerzen nicht abgeklungen», sagt Buschor. Es tue ihm sehr leid, sagt Marazzi. Schliesslich weiss auch er, vor welch wichtigen Spielen der FC St. Gallen in diesem Frühjahr steht. «Es ist auch für mich ein harter Entscheid. Ich habe alles probiert. Die Operation war der letzte Ausweg», sagt Marazzi, der den Ostschweizern voraussichtlich während vier bis acht Wochen nicht zur Verfügung stehen wird.

Bratic vor Vertragsunterschrift
Aus St. Galler Sicht gibt es aber auch erfreuliche Dinge zu vermelden. So wird der FC St. Gallen nach Thomas Weller und Marc Schneider mit Vidak Bratic einen dritten neuen Spieler unter Vertrag nehmen. Der serbische Innenverteidiger hat am Freitag erfolgreich die medizinischen Tests absolviert und ist nun vorübergehend in seine Heimat gereist, um persönliche Dinge zu erledigen. Der 31jährige Bratic hatte zuletzt beim chinesischen Verein Tianjin Teda gespielt.

Nicht mehr beim FC St. Gallen ist Labinot Sheholli, der bis Ende Jahr vom FC Zürich an die Ostschweizer ausgeliehen war. Sheholli, der bis auf einen Kurzeinsatz in der ersten Mannschaft im U21-Team zum Einsatz gekommen war, ist zum Schweizer Meister zurückgekehrt.
Master
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Beitrag von Master »

ein ü30 jugo, welcher in china spielte, kennen wir doch auch noch..
L U C E R N E - Till I Die!

Kämpfe Lozärn, Kämpfe Lozärn!
mer wend Euch gwönne gseh!

Master (am Do 20. Okt 2005 22:24 ) hat geschrieben:ich sage immer das gleiche.. dass er dem verein helfen wird, davon bin ich überzeugt!
dass er der fanszene schaden wird, davon bin ich genau so überzeugt! aber ich hoffe wir werden das überstehen!
Master hat geschrieben: 4. Mär 2021, 10:55 Danke sonnenkönnig*
*meine Prophezeiung in der Signatur ist kolossal falsch.. Die Fanszene hat sich geeint und geformt durch ihn, um den Verein steht es schlechter als erwartet..
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NOISER
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Beitrag von NOISER »

Master hat geschrieben:ein ü30 jugo, welcher in china spielte, kennen wir doch auch noch..
war sogar spieler des jahres eh
TFC!
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Wiesel
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Beitrag von Wiesel »

NOISER hat geschrieben:
Master hat geschrieben:ein ü30 jugo, welcher in china spielte, kennen wir doch auch noch..
war sogar spieler des jahres eh
danach war er für den FCL nicht mehr zu halten :roll:
ADLER 06

Mainz 05 - mehr als nur ein Karnevalsverein
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jossen
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Beitrag von jossen »

Vidak Bratic bis Ende Saison verpflichtet
08.01.2008

Der FC St.Gallen verpflichtet per sofort bis Ende der Meisterschaft 2007/08 den Innenverteidiger Vidak Bratic (31). Der Serbe befand sich seit dem 4. Januar im Probetraining.

Im Weiteren hat der FC St.Gallen den Vertrag mit seinem Mittelfeldspieler und U21-Internationalen Philipp Muntwiler vorzeitig um zwei Jahre bis Mitte 2010 verl�ngert.


Quelle: fcsg.ch
glenlivet
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Beitrag von glenlivet »

Wiesel hat geschrieben:
NOISER hat geschrieben:
Master hat geschrieben:ein ü30 jugo, welcher in china spielte, kennen wir doch auch noch..
war sogar spieler des jahres eh
danach war er für den FCL nicht mehr zu halten :roll:
:lol:
locärne
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Beitrag von locärne »

Bratic als innenverteidiger verpflichtet und 1. freundschaftsspiel ohne Maric. besteht da doch noch ne Chance, dass er beim Fcl bleibt oder dient er als Nothelfer, falls beim Fcl der transfer des bundesligaerfahrenen Iv nicht zu stande kommt?
FCSG: Razzetti (46. Hitz); Maier (46. Zellweger), Garat (46. Longo), Schneider (46. Lang), Weller (46. Fernando); Callà (46. Ciccone), Muntwiler (46. Gelabert), Mendez (46. Gjasula), Costanzo (46. Di Jorio); Aguirre (46. Fernandez), Tachie-Mensah (46. Ural)
Top 3, what else
Stecki

Beitrag von Stecki »

locärne hat geschrieben:Bratic als innenverteidiger verpflichtet und 1. freundschaftsspiel ohne Maric. besteht da doch noch ne Chance, dass er beim Fcl bleibt oder dient er als Nothelfer, falls beim Fcl der transfer des bundesligaerfahrenen Iv nicht zu stande kommt?
FCSG: Razzetti (46. Hitz); Maier (46. Zellweger), Garat (46. Longo), Schneider (46. Lang), Weller (46. Fernando); Callà (46. Ciccone), Muntwiler (46. Gelabert), Mendez (46. Gjasula), Costanzo (46. Di Jorio); Aguirre (46. Fernandez), Tachie-Mensah (46. Ural)

Nach den letzten beiden Abgängen von Mario Cantaluppi nach Belgien, zum ebenfalls drittletzten der Tabelle, VV St. Truiden und Mijat Maric, der auf Wunsch der Ostschweizer nach der halbjährigen Leihfrist wieder zum FC St. Gallen zurückkehrt, laufen die Transferaktivitäten des FC Luzern weiter auf Hochtouren.
locärne
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Beitrag von locärne »

stecki, das ist schnee von gestern. der fc st.Gallen baut nicht auf Maric und Luzern wartet ab. somit ist Maric zum spielball geworden ....
Top 3, what else
Kameltreiber
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Beitrag von Kameltreiber »

Bekommt der FCSG gestreifte Trikots?
Jako heisst der neue Ausrüster des FC St. Gallen. Ab Beginn der Saison 2008/09 wird die Mannschaft in den neuen Trikots auflaufen.
Wie wichtig ist diese Story?

Der Vertrag gilt für drei Jahre, über das Finanzielle wurde Stillschweigen vereinbart. «Wir sind stolz, einen solch aufstrebenden Ausrüster gefunden zu haben», sagte FCSG-Vizepräsident Bill Mistura. Durch den neuen Partner sei man flexibler und habe die Möglichkeit, mitzubestimmen, etwa beim Trikot-Design. Beim jetzigen Partner Adidas war dies nicht möglich.

So könnte nun der langersehnte Wunsch der Fans nach einem grün-weiss gestreiften Trikot in Erfüllung gehen. Tobias Röschl von Jako verriet gestern: «Die Tendez geht zu einem Streifentrikot.» Jako wird neu einen Firmensitz in Rorschacherberg haben, um in der Schweiz weiter wachsen zu können.
boeme am 23.10.09 hat geschrieben:Kameltreiber schreibt klar und gut!
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kutte
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Beitrag von kutte »

Jako auferstanden? Ofen?
nette stadionkneipen in der haupttribüne, die kleinere, über eine metalltreppe zu erreichen welche sicher schon manchem schwierigkeiten bereitet hat, nimmt uns warm auf. allerdings dürfte keiner schwierigkeiten mit dieser wirklich gut beleuchteten - und auch mit hilfsbereiten vorlokalitätkräften besetzten - treppe haben der das abenteuer pissoir im rausch - oder anrausch - souverän umschifft hat. eine blechbarakene, überdachte pissrinne, deren eingang sich zurückzieht wie der scham einer frau zwischen zwei langen, weit geöffneten beinen. geile konstruktion, ohne jedes licht - das fördert die phantasie, bringt aber natürlich auch gefahren mit sich.
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Partyanimal
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Beitrag von Partyanimal »

So wird Jako das Verliererimage nie los. *anseigeneBeinpiss*
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kutte
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Beitrag von kutte »

ob sich die SGler schon auf die tollen neuen fanartikel freuen? :D
nette stadionkneipen in der haupttribüne, die kleinere, über eine metalltreppe zu erreichen welche sicher schon manchem schwierigkeiten bereitet hat, nimmt uns warm auf. allerdings dürfte keiner schwierigkeiten mit dieser wirklich gut beleuchteten - und auch mit hilfsbereiten vorlokalitätkräften besetzten - treppe haben der das abenteuer pissoir im rausch - oder anrausch - souverän umschifft hat. eine blechbarakene, überdachte pissrinne, deren eingang sich zurückzieht wie der scham einer frau zwischen zwei langen, weit geöffneten beinen. geile konstruktion, ohne jedes licht - das fördert die phantasie, bringt aber natürlich auch gefahren mit sich.
Chäfer
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Beitrag von Chäfer »

wird sicher ein billiger celtic verschnitt, höi.
Idefix
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Beitrag von Idefix »

Die Nebenschauplätze bei St. Gallen erinnern mich immer mehr zu Kollers Zeiten! Da werden wohl noch ein paar Leichen auftauchen im Keller!
Garfield
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Beitrag von Garfield »

St.Gallen steht vor der bedeutendsten Rückrunde seit Jahren. Tabellenletzter, Putschgefahr, ein Trainer der unerbittlich im Betreuerstab aufräumt und die Eröffnung des neuen Stadions vor der Tür. Für Turbulenzen und Gesprächsstoff ist gesorgt. St.Gallen darf trotzdem noch nicht abgeschrieben werden. Das wird ein ganz heisser Abstiegstanz.
Die AFG ARENA gibt gleich zweimal Grund zum Feiern: Am 25. Mai 2008 ist die offizielle Eröffnung mit einem Tag der offenen Tür, und am 5. Juli 2008 steigt das grosse Eröffnungsfest mit einem Eröffnungsspiel des FC St.Gallen. Ausserdem tritt die Schweizer Fussball-Nati am 30. Mai 2008 in der AFG ARENA zu ihrem letzten Länderspiel vor der Europameisterschaft an.
FCL quo vadis?
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UNDERCOVER
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Beitrag von UNDERCOVER »

kommt noch dazu, dass offenbar gewisse lohnzahlungen (dezemberlöhne 07) ausstehend sind. da könnte es noch richtig krachen im umfeld, zumal die fehlende liquidität von den gegnern des aktuellen verwaltungsrats wohl dankbar aufgenommen und ausgeschlachtet wird.
mysterius
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Beitrag von mysterius »

20. Januar 2008, NZZ am Sonntag

Hektik im FC St. Gallen
In der Ostschweiz wird wieder einmal ein Neuanfang geprobt

Während das sportliche Personal wechselt, bleibt die Klubführung – aber wohl nicht mehr lange. Der Wochenrückblick zeigt, dass rund um den FC St. Gallen alles andere als Winterpause herrscht: Im Internet tauchen Gerüchte über ausstehende Lohnzahlungen auf und werden umgehend dementiert.

Von Andreas Kneubühler

Die «Putschisten» um Spielervermittler Jesse Fioranelli und Unternehmer Torsten Petersen führen im Hintergrund Gespräche mit unzufriedenen Aktionären. Ehemalige Verwaltungsräte berichten im «Blick» von angeblichen Aktienrückkauf-Aktionen. Die Betriebs AG des neuen Stadions gibt die Daten für das Eröffnungsprogramm bekannt. Und in der Südtürkei verliert der FC St. Gallen zwei Testspiele, ohne einmal ins Tor zu treffen.

St. Gallen liegt auf dem letzten Tabellenplatz und steht vor dem ersehnten Einzug ins neue Stadion im Juli. Die Aussicht, die neue Arena vielleicht in der Challenge League eröffnen zu müssen, löst Hektik aus. Die Klubleitung um Präsident Dieter Froehlich steht unter Druck. Anzeichen, dass die Führung schlingert, gab es allerdings schon vor dieser Saison. Anfang 2006 kam es zu einer ganzen Serie von Rücktritten aus dem Verwaltungsrat. «Kurz bevor ich in St. Gallen anfing, traten 3 von 7 Verwaltungsräten zurück. Da wusste ich, dass es schwierig wird», sagt Ex-Trainer Rolf Fringer. Keiner der Aussteiger wurde ersetzt. 4 Männer sind seither im Gremium.

Ein Indiz für tiefgreifendere Probleme als nur eine sportliche Pechsträhne ist der stete Wechsel bei den sportlichen Verantwortlichen. Es kamen und gingen seit 2004 die Sportchefs Andy Egli und René Weiler, die Trainer Heinz Peischl, Ralf Loose und Rolf Fringer. Sie alle scheiterten an der seit dem Meistertitel im Mai 2000 unrealistischen Erwartungshaltung des Umfeldes – aber wohl auch an den speziellen Strukturen im Ostschweizer Klub.

Viele kleine Geldgeber
In St. Gallen waren es nie finanzkräftige Einzelfiguren, die den Klub führten, so wie etwa früher Sven Hotz den FCZ oder heute Sylvio Bernasconi von Xamax. Stets verteilte sich die Last auf viele Schultern, und oft flossen Gelder erst, wenn sich der Klub in akuter Finanznot befand. Das zeigte sich auch 2004, als die Zeichnung des Aktienkapitals stockte, weil sich zwar viele ein oder zwei Wertpapiere leisteten, die Käufer grösserer Pakete aber ausblieben. Erst als sich Edgar Oehler im grossen Stil engagierte, änderte sich dies.

Es sind die fussballbegeisterten Chefs kleinerer und mittlerer Unternehmen, Anwälte, Kaderangestellte, die den Klub finanziell am Leben erhalten. Sie machen mit, weil sie sich in den Donatorenklubs vernetzen und von den Kontakten profitieren oder weil sie politische Ambitionen haben. Das Gegengeschäft ist die Nähe zum Fussball, die unmittelbare Teilhabe an den heissen Emotionen im Espenmoos. Die Grenzziehung zwischen den Interessen des Klubs und denen der Geldgeber führt aber zu seltsamen Sitten: So müssen ausgewählte Spieler nach dem Schlusspfiff ungeduscht bei den Donatoren antraben. Das war früher nicht besser: Im Stadiongang oder sogar in der Kabine seien anfänglich Leute herumgeschwirrt, die nichts mit der Mannschaft zu tun gehabt hätten, schildert Meistertrainer Marcel Koller die Zustände.

Der Fussball ist auch eine Spielwiese für Leute, die gerne spekulieren. Die Geschichte des Amoah-Transfers, für den eine Gruppe um den damaligen Sportchef Peter Stadelmann 120 000 Franken zahlte, um den Stürmer Jahre später für rund 5 Millionen Franken an Sturm Graz zu verkaufen, wird immer wieder als Beispiel genannt. Die Geldgeber besitzen grossen Einfluss, ohne dass sie aus der Anonymität treten müssen. Das funktioniert so: Der Sportchef schlägt einen Transfer vor. Ist der Spieler genehm, organisiert Froehlich die Finanzierung ausserhalb des Klubbudgets mit Geldgebern aus den Donatorenklubs. Wer zahlt, bleibt selbst im Verwaltungsrat geheim.

Bei diesen Voraussetzungen ist klar, dass es für jeden Sportchef ratsam ist, die Investoren bei Laune zu halten. Dieses Prinzip lässt sich für die Amtszeit von Sportchef René Weiler nachzeichnen. Zuerst gelang es Weiler, Eric Hassli für 1,3 Millionen Franken nach Valenciennes zu verkaufen, eine Hälfte ging an den Klub, die andere an die Investoren. Dann finanzierten Geldgeber den Mendez-Transfer für knapp 1 Million Franken – bisher eine Fehlinvestition. Im Sommer waren St. Gallen Mesbah und Adeshina zu teuer, verpflichtet wurden die günstigen Fernando und Fernandez. Nach Weilers Abgang holte man Marc Schneider vom FC Zürich und stach die Young Boys aus. Ein neues Spiel habe begonnen, das Geld sei wieder da, sagt ein Insider. Weiler will zu diesen Entwicklungen keine Stellung nehmen, er sei immer noch im FC St. Gallen angestellt. Froehlich bestätigt, dass Adeshina im Sommer nicht finanzierbar gewesen sei.

Doch wer trägt die Verantwortung, wenn St. Gallen auf dem letzten Tabellenplatz liegt? Der Sportchef, der die falschen Spieler eingekauft hat, der Verwaltungsrat, der die Vorschläge des Sportchefs ablehnte, oder die Investoren, die keine Gelder lockermachten? In den letzten Jahren hiess die Antwort auf die Schuldfrage stets: der Sportchef oder der Trainer. Die Geschassten sehen sich hingegen als Sündenböcke, denen in entscheidenden Momenten der Rückhalt durch die Klubführung fehlte. «Persönlich habe ich kein Problem mit Dieter Froehlich, aber er war letztlich der Grund, warum ich nach sieben Monaten St. Gallen wieder verlassen habe – ich wurde im Regen stehengelassen», sagt Andy Egli, ab Oktober 2003 CEO und Sportchef.

Oehler macht Druck
Je näher der Umzug in die AFG-Arena rückt, desto grösser wird nun der Druck auf Froehlich. Wahlweise wird er von seinen Gegnern als «beratungs-resistent» oder «selbstherrlich» beschrieben. Den Hauptvorwurf, dass er für die schlechte Bilanz nicht geradestehe, weist er zurück. «Wer mich kennt, der weiss, dass diese Behauptung falsch ist», sagt Froehlich.

Ein wichtiger Faktor für die Stimmung im FC ist die St. Galler Tagblatt AG, der neben dem «Tagblatt» auch Radio aktuell und Tele Ostschweiz gehören. «Tagblatt»-Sportredaktor Markus Scherrer, seit Jahren FC-Berichterstatter, sieht in der Nähe zum Klub kein Problem: «Ich musste gerade in der jüngeren Vergangenheit Froehlich wiederholt erklären, dass ich nicht das amtliche Publikationsorgan des Vereins bin», sagt Scherrer. Dass Scherrer die Meinung bestimmt und regelmässig im Matchprogramm schreibt, erachtet «Tagblatt»-Chefredaktor Gottlieb F. Höpli nicht als Problem: «Scherrer hat die besten Informationen. Das Problem fehlender Distanz würde akut, wenn sich bei mir niemand beschweren würde – das Gegenteil ist der Fall.»

Wie fest sitzt der Verwaltungsrat noch im Sattel? Sponsoren, Geldgeber und Donatoren stellten sich im Dezember, als Putschgerüchte lanciert wurden, hinter die Klubleitung. Doch die Zeichen mehren sich, dass diese Erklärung nur eine Vereinbarung auf Zeit ist. Klartext gibt es dazu von Edgar Oehler: «Der Verwaltungsrat muss massiv verstärkt und verändert werden, das ist von der aktuellen Führung inzwischen akzeptiert.» Die Frage sei nicht mehr, ob sich etwas ändere, sondern nur noch, mit wem. Oehler könne sich vorstellen, sich auch privat finanziell weiter zu engagieren – etwa für Spielerkäufe. «Aber nur, wenn es ein klares Zeichen für Veränderung gibt.» In St. Gallen stehen die Zeichen spätestens an der Generalversammlung im Mai auf Neuanfang – dieses Mal in der Führung. Mitarbeit: Stephan Ramming
Die St.Galler machens sich momentan einfach selber schwer und sind dadurch zusammen mit Thun Abstiegskandidat Nummer 1. Zum Glück für den FCL. Danke St.Gallen.
Garfield
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Beitrag von Garfield »

Eigentlich verrückt wie sich dieser Verein aus einer sehr guten in eine kritische Situation manövrieren konnte. Dies spricht doch für eklatante Führungsschwächen. St.Gallen hätte mit seinem Einzugsgebiet, der Verankerung in der Bevölkerung, den treuen Fans und vor allem mit dem neuen Stadion alle Voraussetzungen ganz vorne mitzuspielen. Wenn der FCSG trotz seinem Trainer und totz einem völlig unfähigen Sportchef den Abstieg vermeiden kann, dann ist dennoch eine Flurbereinigung in der Führungsetage notwendig, um auch in weitererhin in der SL bestehen zu können. Für Unterhaltung ist jedenfalls gesorgt.
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Emotions
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Beitrag von Emotions »

Garfield hat geschrieben:Eigentlich verrückt wie sich dieser Verein aus einer sehr guten in eine kritische Situation manövrieren konnte. Dies spricht doch für eklatante Führungsschwächen. St.Gallen hätte mit seinem Einzugsgebiet, der Verankerung in der Bevölkerung, den treuen Fans und vor allem mit dem neuen Stadion alle Voraussetzungen ganz vorne mitzuspielen. Wenn der FCSG trotz seinem Trainer und totz einem völlig unfähigen Sportchef den Abstieg vermeiden kann, dann ist dennoch eine Flurbereinigung in der Führungsetage notwendig, um auch in weitererhin in der SL bestehen zu können. Für Unterhaltung ist jedenfalls gesorgt.
Ich gehe mit Dir einig, dass es schon erstaunlich ist, wie Erfolg und Misserfolg nahe beisammen liegen können. Dennoch; die St.Galler haben gerade mal 4 Punkte weniger als wir. In 2 Spielen könnte (!) bereits alles wieder anderst aussehen...

Und in Sachen Stadion, sind uns die Ostschweizer einige Längen voraus...

Ich glaube nicht, dass St. Gallen absteigen wird. Ihr Kader und der Trainer ist aussreichlich SL-tauglich. Mit Maric und Schneider wurde die Defensive zudem gestärkt. Treffen Alex und Aguirre wieder und verletzen sich nicht, wird St. Gallen bald aufschliessen...
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Hauptsache Luzerner...
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1419 taucht erstmals in den Akten eines Hexenprozesses gegen einen Mann im schweizerischen Luzern das Wort Hexereye auf.
Dieser wurde anschliessend im Wasserturm verwahrt...
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