NOISER hat geschrieben:UNDERCOVER hat geschrieben:
zusätzliche einwohner verursachen der stadt zusatzkosten, sei dies bei der verwaltung oder bei der infrastruktur.

apropos milchbüechli
das ist nichts anderes als eine (natürlich stark vereinfachte, da nur aus einem satz bestehende) theoretische erklärung der steuerlast, wie man sie in jedem lehrbuch findet.
die beispiele: zusätzliche einwohner verursachen zusätzliche administration (bei den einwohnerdiensten, etc.). zusätzliche einwohner erfordern eine anpassung der strasseninfrastruktur. zugegebenermassen dürfte dieser posten bei den hochhäusern eher gering sein (anbindung der tiefgarage, zusatzbelastung der strassen, etc.).
insgesamt wird die stadt steuerlich eher profitieren, das ist mir auch klar. meine kernaussage war ursprünglich "steuereinnahmen, die aus den neuen wohnblocks fliessen, sind nicht dazu da, um den stadionbetrieb zu finanzieren". das stimmt nach wie vor...
Chris Climax hat geschrieben:Dort wird voraussichtlich eine relativ zahlungskräftige Klientel einziehen und somit gute Steuerzahler welche die Stadt dringend benötigt.
Auch hier gilt primär, dass die Stadt nur dann profitiert, wenn die leute zuvor nicht in luzern gewohnt haben (wenn also z.b. du nach luzern zurückziehst

) oder wenn damit abgänge von gutverdienern verhindert werden können.
mysterius hat geschrieben:Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Grosse Vorteil die erhöhte Wirtschaftlichkeit ist. Der grösste Nachteil ist die Einschränkung der demokratischen Kontrolle. Für das vorliegende Projekt darf man aber sicher Fragen, ob die demokratische Kontrolle für ein Stadion und ein Schwimmbad von hoher Bedeutung ist.
die demokratische kontrolle ist auch bei PPPs gewährleistet. das parlament oder die einwohnergemeinde genehmigen/versenken das budget, in welchem eine position für die PPP enthalten ist.
je nach kostenhöhe untersteht der kredit zudem einem obligatorischen referendum, je nach ausgestaltung des projekts ist allenfalls noch eine umzonungsabstimmung nötig. beim stadionneubau in luzern ist beides der fall, weshalb sich die bevölkerung gleich zweimal äussern kann.